Um die realistische Dauer deiner IHK-Projektdokumentation geht es in der fünfzehnten Episode der Shorts des IT-Berufe-Podcasts.
Die wichtigste Aussage ist kurz: Plane für deine Projektdokumentation so viel Zeit ein, wie du bekommen kannst. Weil die Vorgaben der IHKen stark unterschiedlich sind und die Doku einen großen Einfluss auf deine Abschlussnote hat, lohnt es sich, deutlich mehr Zeit für Formulierung, Korrekturen, Feedback und saubere Aufbereitung einzuplanen. Die knappen "offiziellen" Zeitvorgaben für die umfangreiche Dokumentation sind unrealistisch, deshalb sollte die Doku in deiner Priorisierung weit oben stehen.
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Inhalt
Wie viel Zeit du für die Projektdokumentation einplanen solltest
Die kurze Antwort lautet: so viel Zeit, wie deine IHK dir erlaubt. Praktisch heißt das aber: Plane eher mehr Zeit ein, als offiziell irgendwo steht, weil die Projektdokumentation ein zentrales Prüfungsartefakt ist und einen großen Anteil an deiner Abschlussnote hat.
Unterschiedliche Vorgaben der IHKen
Ein zentrales Problem ist, dass die IHKen in Deutschland nicht überall gleich vorgehen.
- Manche IHKen erlauben, die Projektdokumentation innerhalb der offiziellen Projektzeit zu schreiben.
- Andere IHKen erlauben das nicht oder machen andere Vorgaben.
- Teilweise gibt es sogar feste Zeitanteile, zum Beispiel 15% der Projektzeit.
- Bei 80 Stunden Projektzeit in der Anwendungsentwicklung wären das dann 12 Stunden für die Dokumentation.
- Andere IHKen machen gar keine konkrete Zeitvorgabe, sodass du faktisch bis zur Abgabe daran arbeiten kannst.
Dadurch entstehen sehr unterschiedliche Voraussetzungen. Wenn eine Person nur 12 Stunden einplanen darf und eine andere faktisch deutlich mehr Zeit nutzen kann, wirkt sich das fast zwangsläufig auf die Qualität der Dokumentation aus.
Warum mehr Zeit sinnvoll ist
Die Projektdokumentation wird bewertet. Entscheidend ist am Ende nicht, ob du exakt eine vorgegebene Stundenzahl eingehalten hast, sondern wie gut das Ergebnis ist.
Deshalb sollte die Doku möglichst sauber und vollständig sein:
- Fehler korrigieren
- sauber formulieren
- Referenzen prüfen
- ein ordentliches Inhaltsverzeichnis erstellen
- Bilder und Artefakte sinnvoll in Anhang oder Dokument einbauen
- andere Personen Korrektur lesen lassen
Die Empfehlung ist deshalb klar: Nutze jede realistisch verfügbare Zeit, um die Dokumentation rund zu machen.
Offizielle Planung und praktische Realität
Wenn deine IHK eine feste Zeitvorgabe macht, sollte diese natürlich in Projektplanung, Antrag und Dokumentation auftauchen. Gleichzeitig ist die Empfehlung, in der Realität trotzdem alle sinnvollen Möglichkeiten zu nutzen, um die Doku zu verbessern.
Der Grund: Eine gute Note bekommst du nicht dafür, dass du nur wenig Zeit investiert hast, sondern dafür, dass die Dokumentation am Ende gut ist.
Warum knappe Zeitvorgaben unrealistisch sind
Gerade bei umfangreichen Dokumentationen mit zum Beispiel 40 oder 50 Seiten sind die sehr kleinen "offiziellen" Zeitvorgaben aus meiner Sicht unrealistisch.
Denn zur Arbeit an der Doku gehört mehr als nur Schreiben:
- viele Seiten Text formulieren
- Inhalte überarbeiten
- Layout und Struktur sauber setzen
- Anhänge, Bilder und weitere Artefakte einbauen
- zusätzliche Materialien teilweise erst erstellen
Eine umfangreiche, sauber gesetzte PDF-Dokumentation in nur 12 Stunden zu erstellen, ist nicht realistisch!
Priorisierung: Doku vor Perfektion im Projekt
Die klare Empfehlung lautet, deine Zeit nach dem Einfluss auf die Note zu priorisieren.
Das bedeutet im Zweifel:
- lieber etwas weniger programmieren, konfigurieren oder installieren
- dafür mehr Zeit in die Projektdokumentation stecken
Begründung:
- Die Doku hat einen sehr hohen Einfluss auf die Abschlussnote.
- Das eigentliche Projekt kannst du in Präsentation und Doku ohnehin nur ausschnittweise zeigen.
- Deshalb kann zusätzliche Zeit für Formulierung, Überarbeitung und Feinschliff bei der Doku mehr Wirkung auf die Bewertung haben als noch mehr Arbeit am eigentlichen Projekt.
Natürlich kann man diese Prüfungslogik kritisch sehen – und das tue ich selbst auch. Denn eine umfangreiche Dokumentation zeigt nicht automatisch, wie gut jemand beruflich handlungsfähig ist. Solange die Prüfungsstruktur aber so ist wie sie ist, sollte man als Prüfling das Beste daraus machen.
Zusätzlicher Zeitdruck in der Abschlussphase
Diese Empfehlung ist in der Praxis nicht immer leicht umzusetzen. Gegen Ende der Ausbildung kommen oft mehrere Belastungen zusammen:
- laufende Arbeit im Ausbildungsunternehmen
- teilweise keine vollständige Freistellung
- in manchen Fällen Projektarbeit außerhalb der Arbeitszeit
- Vorbereitung auf die AP2
- Vorbereitung auf Projektpräsentation und Fachgespräch
- Durchführung des eigentlichen Projekts
- Schreiben der Dokumentation
Trotzdem bleibt die Doku aus Bewertungssicht ein Schwerpunkt, den du bei deiner Zeitplanung besonders beachten solltest.
Abgrenzung: Projektdokumentation ist nicht dasselbe wie Benutzer- oder Entwicklerdoku
Zum Schluss unterscheide bitte nochmal ganz klar zwischen den verschiedenen "Dokumentationen".
Projektdokumentation
Das ist das Prüfungsartefakt, um das es im gesamten Podcast geht.
Fachliche Dokumentation im Projekt
Dazu gehören zum Beispiel:
- Benutzerhandbuch
- Entwicklerdokumentation
- Klassendiagramm
- Administrationsdokumentation
- Netzplan
Diese Unterlagen gehören ohnehin zum Projekt dazu und sind Pflichtbestandteile. Dafür gibt es bei vielen IHKen eigene Bewertungsanteile. Wenn solche Dokumentationen fehlen, kann sich das direkt negativ auf die Note auswirken.
Realistische Planung für diese fachlichen Doku-Anteile
Für diese projektbezogenen Dokumentationen sollte die Zeitplanung realistisch bleiben.
- Ein sehr umfangreiches Handbuch mit unrealistisch wenig angesetzter Zeit passt nicht.
- Kleinere Dokumentationsartefakte wie ein Netzplan oder ähnliche Unterlagen können dagegen mit wenigen Stunden realistisch geplant werden.
Fazit
Meine Kernaussage ist eindeutig: Investiere in die Projektdokumentation lieber mehr Zeit als zu wenig. Wegen der hohen Bedeutung für deine Note, der sehr unterschiedlichen IHK-Vorgaben und der unrealistischen offiziellen Zeitvorgaben lohnt es sich, genügend Zeit für Überarbeitung, Feedback und Feinschliff einzuplanen. Eine gute Dokumentation kann mehr Einfluss auf dein Ergebnis haben als zusätzliche Detailarbeit am eigentlichen Projekt.
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Automatisch erzeugte Transkription der Episode
So, heute habe ich mal ein kleines Thema mitgebracht und ich glaube, heute wird es wirklich mal ein Short. Und die Frage, die ich heute behandeln möchte, ist, wie viel Zeit sollte ich für meine Projektdokumentation einplanen? Also du weißt schon, das Prüfungsartefakt, das, was du dem Prüfungsausschuss vorlegst, wo ein sehr, sehr großer Teil deiner Abschlussnote von abhängt. Ja, genau dieses Ding, was je nach IHK zwischen 20 und 60 Seiten lang sein kann oder vielleicht noch kleiner oder noch länger. Ich weiß das nicht von allen 79 IHK, aber sagen wir mal im Durchschnitt vielleicht 30, 40, 50 Seiten. Dieses Ding, was du dann wahrscheinlich über eine Online-Plattform einreichst oder ausgedruckt und gebunden und ja, auch das habe ich schon gehört, bei der IHK einreichst, damit das bewertet werden kann. Wie viel Zeit brauchst du dafür? Und das Too Long Didn’t Read, was ich immer Games by Einschieger mache, ist, ganz kurz gesagt, so viel wie deine IHK dir erlaubt. So, was soll das wieder heißen?
Du weißt, 79 IHK gibt es in Deutschland. Jede macht wieder mal so ein bisschen ihr eigenes Ding, wenn sie möchte. Die meisten halten sich auch vielleicht eine einheitliche Vorgabe. Aber einige Sachen sind in den Berufsverordnungen der IT-Berufe halt nicht einheitlich geregelt. Zum Beispiel, ob die Projektdokumentationen überhaupt in deinen 80 oder 40 Stunden Projektzeit geschrieben werden dürfen. Einige IHK erlauben das, andere nicht. Und es kommt darauf an, wie man Gesetzestexte interpretiert und wer bei der IHK was entscheidet. Und ich weiß nicht, wovon es noch abhängt. Deswegen gibt es einfach ein Wir-Wahr an verschiedenen Lösungen und an verschiedenen Vorgaben und verschiedenen Wünschen, die IACAN so an diese Abschlussprojekte haben. Und da kann es dann durchaus sein, dass es da vielleicht auch harte Vorgaben gibt. Zum Beispiel innerhalb deiner Projektzeit ist das einzuplanen mit exakt 15 Prozent deiner Zeit. Und das wäre dann bei Anmerkungsentwicklung, wenn ich 80 Stunden habe, 12 Stunden der Projektzeit. Muss dann für die Projektdokumentationen. Eingesetzt werden. Andere IHK erlauben, dass man das einfach außerhalb der Projektzeit schreiben kann und geben gar keine Zeitvorgabe. Das heißt, da hast du quasi unendlich viel Zeit, also bis zur Abgabe der Doku natürlich, um deine Doku zu schreiben. Und da sieht man schon irgendwie, dass das ein bisschen unfair ist. Also wenn IHK einen Vorgaben machen, du darfst maximal zwölf Stunden dran sitzen und andere haben quasi unendlich viel Zeit.
Wie unterschiedlich sehen diese Dokus dann wohl aus, wenn ich wirklich nur zwölf Stunden in dieses Dokument stecke? Das kann ich ja gar nicht. so gut formulieren, gestalten, die Referenzen prüfen und ich weiß nicht was alles, wie jemand, der unendlich Zeit dafür hat. Also, da sieht man schon irgendwie, dass das alleine schon unfair ist. Und deswegen muss ich ehrlich gesagt sagen, aus meiner Sicht als Prüfer empfehle ich das sogar, es ist ganz egal, was dein IHK dir für Vorgaben macht. Nutze einfach so viel Zeit, wie du kriegen kannst, und mach diese Dokumentation perfekt, in Anführungszeichen. Lass da jemanden Korrektur lesen, im besten Fall jemanden, der sich auskennt, Ausbilder, Ausbilderin vielleicht.
Korrigiere alle Fehler, die dir auffallen, mach die Referenzen sauber, mach ein vernünftiges Inhaltsbezeichnis, pack alle Bilder in den Anhang etc. Mach das Ding rund. Das ist dein Prüfungsartefakt. Das Ding wird bewertet. Und am Ende wirst du nicht eine Eins dafür kriegen, weil du exakt zwölf Stunden daran gearbeitet hast, aber das Ding sieht aus wie Grütze, sondern die Leute werden dieses Ding nehmen, was aussieht wie Grütze und werden das bewerten. Und dann guckt auch keiner mehr danach, ob du zehn oder zwölf oder dreihundert Stunden dran gesessen hast, wenn es Mist ist. Das heißt, um allein diesen Nachteil auszugleichen, dass andere IHK den Prüfling quasi unendlich viel Zeit geben für die Bearbeitung, würde ich sagen, das ist schön, dass du da solche Vorgaben hast, das schreibst du dann auch schön in deine Projektplanung rein, in den Antrag und in der Doku wiederholst du es nochmal, aber in der Realität nutzt du bitte sämtliche Zeit, die du hast, um diese Doku rund zu machen. Alles andere wäre dumm.
So, das ist meine persönliche Empfehlung. Deswegen sage ich, du hast so viel Zeit, wie deine IHK dir erlaubt, aber rechne mit deutlich mehr Zeit. Am Ende ist dieses eine Prüfungsartefakt, die Projektdokumentation, das Ding, was am meisten Anteil an deiner Abschlussnote hat. Also wäre es doch blöd, da so wenig Zeit wie möglich zu investieren. Ich würde stattdessen einfach so viel Zeit wie möglich investieren. Und ich würde sogar sagen, im Zweifel programmierst du ein bisschen weniger oder konfigurierst ein bisschen weniger oder installierst ein bisschen weniger und schreibst mehr an der Dokumente, weil das ist das Ding, was bewertet wird. Ist das gut, dass man IT-Berufe so bewertet? Darüber kann man streiten. Ich finde, das ist auch nicht die beste Wahl, um.
Herauszufinden, ob jemand seinen Beruf beherrscht, dass man ein 40-seitiges Dokument darüber schreibt, vor allem mit Hilfe von KI zum Beispiel heute oder früher auch schon, gab es immer schon Ausbilder, die drüber geguckt haben und das korrigiert haben. Also wie viel Aussagekraft hat dieses Dokument da noch? Da kann man jetzt wirklich sehr schön drüber streiten und dann auch Vorschläge machen, dass das in Zukunft vielleicht anders ist. Aber solange das nicht passiert ist und wir diese Prüfungsordnung und Struktur noch so haben, würde ich sagen, halt dich dran und hol das Beste für dich raus. Ich sage es immer wieder, die Doku, das ist das Ding, was du in deiner Hand hast, aus meiner Vorgabe jetzt hier, nimm dir so viel Zeit, wie du brauchst. Du kannst das tausendmal Korrektur lesen, du kannst es eine Woche liegen lassen vor der Abgabe und dann nochmal drauf gucken. Du kannst jemand anderen drüber lesen lassen, Du kannst ganz viel Zeit investieren, bis das Ding halt vernünftig und rund ist. Und die würde ich auf jeden Fall auch investieren.
Und ganz ehrlich, wenn jemand bei einer IHK sagt, ich erwarte von dir ein 50-seitiges, perfekt gesetztes PDF-Dokument innerhalb von maximal zwölf Stunden, da sind wir uns, glaube ich, alle einig, dass das absolut utopisch ist. Das wird niemand hinbekommen. Auch wenn du dein Projekt perfekt umgesetzt hast, allein die Formulierung von so vielen Seiten Text dauert definitiv länger als zwölf Stunden. Dann kommt noch hinzu, du musst vernünftig setzen, du musst die ganzen Artefakte, Anhänge, Bilder etc. da reinbauen. Die musst du teilweise für die Doku ja sogar noch anfertigen extra. Also das ist alles völlig unrealistisch. Da sind wir uns hoffentlich alle einig. Und wenn dann tatsächlich jemand kommt und sagt, Moment, wir wollten von dir 50 Seiten haben und du hast uns tatsächlich 50 Seiten geliefert, obwohl du nur 12 Stunden Zeit hattest, wie ist das denn überhaupt möglich?
Dann tut mir leid, schneiden die Leute sich ins eigene Fleisch. Also da wird keiner nachfragen. Es wissen alle, die an dieser Prüfung beteiligt sind, dass diese Vorgaben absoluter Bullshit sind. Und deswegen geh davon aus, dass du die Zeit investieren kannst. Die Leute werden dich nicht danach fragen, wie lange du da dran gesessen hast, sondern werden das einigermaßen realistisch auch in der Zeitplanung, wenn es denn Vorgabe ist, der IHK berücksichtigt ist, dann wird da kein Mensch nachfragen, weil sowieso alle wissen, dass das alles ausgedachte Zahlen sind und deswegen nimm dir die Zeit, lass das Ding Korrektur lesen, mach das Ding rund und gib es dann ab und dann hast du alles getan, was du tun kannst, damit du da auch eine gute Note bekommst. Also, nimm dir so viel Zeit, wie du kriegen kannst, ganz blöd gesagt. Das hört sich jetzt so einfach an. Ich weiß, einige Prüflinge müssen neben dieser Projektarbeit auch noch richtig arbeiten. Das heißt, da ist das Ausbildungsunternehmen hinterher, dass man auch ein bisschen Geld verdient für das Unternehmen. Da wird man nicht freigestellt. Ich habe sogar schon von Unternehmen gehört, da muss man die Projektarbeit außerhalb der Arbeitszeit machen. Also gut, das ist jetzt heute hier nicht das Thema. Auf jeden Fall kann es ja sein, dass du in deinem Projektzeitraum noch ein bisschen Stress hast. Ach ja, da steht ja noch so eine AP2 an, für die du lernen musst. Projektpräsentation, Fachgespräch muss vorbereitet werden und dann auch noch tatsächlich eine Software entwickeln oder Netzwerk planen oder was auch immer du so machst und dann auch noch diese Doku schreiben. Also gegen Ende der Ausbildung wird es ein bisschen knapp zeitlich auch manchmal.
Von daher wird es manchmal auch schwierig, sich die Zeit damit zu nehmen. Aber halt dir nochmal vor Augen, die Doku ist das eine Prüfungsartefakt mit dem höchsten Impact auf deine Note. Der größte Teil der Note, der geht von der Doku aus. Und demnach würde ich meine Zeiten auch priorisieren. Steck da die Zeit rein, das ist am Ende, ja, wie gesagt, hat mehr Impact, wirkt sich mehr auf deine Note aus, als die Software rund zu programmieren. Weil die kannst du in deiner kurzen Präsion und einer kurzen Doku sowieso nicht komplett zeigen. Also würde ich tatsächlich lieber ein bisschen mehr Text schreiben und ein bisschen den Text umformulieren, schöner machen, etc..
Als die Zeit in das echte Projekt zu stecken. Wie gesagt, ich persönlich finde diese Empfehlung bescheuert, weil ich natürlich eigentlich will, dass die Leute beruflich handlungsfähig werden, weil das ist der Auftrag der beruflichen Ausbildung. Und nicht, dass man schön PDF-Dateien schreiben kann. Aber wie gesagt, solange die Prüfungsstruktur so ist, würde ich empfehlen, wenn du das Beste rausholen willst, investiere die Zeit in die Doku. Übrigens, kurze Abgrenzung zum Schluss, eine Benutzer-Dokumentation, Entwickler-Dokumentation, Admin-Dokumentation, was auch immer, gehört natürlich sowieso zum Projekt dazu. Also ein Handbuch für die Benutzer oder ein Klassendiagramm für die Entwickler oder ein Netzplan für die Physikollegen. Das ist sowieso Teil der Projektarbeit, das musst du eh immer machen. Das ist bei unserer IHK zum Beispiel, allein dafür kriegt man 15% der Note. Das heißt, wenn du ein Projekt abgibst, wo keine Dokumentation drin ist und nicht die Projektdokumentation, die hier gemein ist, sondern das, was ich eben aufgezählt habe, dann kannst du schon keine, was ist es, 15%, 85%, kriegst du noch eine 2, aber du kannst schon keine 1 mehr bekommen, wenn du keine Dokumentation drin hast. Also die gehört immer da rein. Dafür gibt es auch keine Ausnahme. Das ist Pflichtprogramm quasi, ein Pflichtartefakt aus meiner Sicht in jeder Projektarbeit.
Und da muss es natürlich einigermaßen realistisch sein. Also du kannst nicht noch ein 70-seitiges Benutzerhandbuch zu deinem Projekt erstellen und dann in die Projektplanung schreiben, dafür habe ich vier Stunden gebraucht. Also das ist natürlich, das passt überhaupt nicht. Ja, so, also das muss einigermaßen realistisch sein, aber sind wir mal ganz ehrlich, ich habe jetzt irgendwie, ich habe zwei Wochen was programmiert oder ich habe eine Woche lang irgendwie was auch immer Netzwerk geplant oder so, da werde ich dann jetzt nicht noch 20 Stunden brauchen, um da jetzt einen Netzwerkplan für zu zeichnen. Also da sind wir dann mit wenigen Stunden dabei, zwei, drei Stunden oder sowas für die Doku, dann passt das.
Aber die Projektdokumentation mit all die Artefakten etc., das ist ja wirklich ein, für viele Azubis tatsächlich, die größte Arbeit, die sie bis dahin geschrieben haben. Es gibt ja auch viele Azubis, die zum Beispiel kein Abi gemacht haben, keine Facharbeit oder sonst irgendwas geschrieben haben. Und das schreibt man nicht mal eben runter. So ein 50 Seiten Ding. Ja, also das ist völlig utopisch. Deswegen plan da vernünftig Zeit ein, plan auch Feedback schleifen ein, lass da jemanden rübergucken. Ich sag’s jetzt zum dritten Mal, deswegen würde ich sagen, wir hören das mal auf, weil ich fang mir an zu wiederholen. Also nimm dir so viel Zeit, wie die IHK erlaubt, aber mach lieber doch mehr, weil dieses eine Prüfungsartefakt ist so wichtig für deine Note. Es wäre dumm, wenn du die Zeit nicht investierst.
So, das war’s für heute. Bis zum nächsten Mal.









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