Eine allgemeine Einführung in das OSI-Referenzmodell und seine erste Schicht (Bitübertragungsschicht bzw. Physical Layer) sind das Thema der dreiundachzigsten Episode des Anwendungsentwickler-Podcasts.
TL;DR
Ich gehe mit dir durch die Grundlagen des OSI-Modells und seine erste Schicht, die Bitübertragungsschicht (Physical Layer). Das herstellerunabhängige Modell beschreibt mit sieben Schichten, wie Systeme über ein Netzwerk kommunizieren. Auf Schicht 1 werden Bits über ein Trägermedium übertragen, wobei unter anderem Kabel und Funkfrequenzen festgelegt werden. Für deine Prüfung als IT-Azubi solltest du Hub und Repeater dieser Schicht zuordnen können und Standards wie Ethernet, RS-232 sowie IEEE 802.11 kennen.
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Kapitelmarken
- [00:00:20] OSI-Modell als Prüfungsthema für IT-Azubis
- [00:01:28] Veröffentlichung auf fachinformatiker.de
- [00:03:06] Was OSI und ISO bedeuten
- [00:05:22] Das herstellerunabhängige Referenzmodell
- [00:06:24] Dienste und Schnittstellen zwischen den Schichten
- [00:08:25] Transportorientierte und anwendungsorientierte Schichten
- [00:10:26] Bitübertragungsschicht und Physical Layer
- [00:11:37] Trägermedien und Funkfrequenzen
- [00:12:59] Bits und physikalische Signale
- [00:15:20] Kabel, Stecker und weitere Hardware
- [00:17:27] Wie ein Hub arbeitet
- [00:19:53] Wie ein Repeater die Reichweite erweitert
- [00:21:29] Was ein Protokoll festlegt
- [00:22:49] SMTP als Beispiel für einen geregelten Austausch
- [00:25:09] Ethernet, RS-232 und IEEE 802.11
- [00:27:05] Rückblick auf die erste OSI-Schicht
- [00:28:31] Shownotes und Literatur zum Nachlesen
- [00:29:59] Weitere OSI-Schichten und Fragen für kommende Episoden
Inhalt
Allgemeines
- Das ISO-/OSI-Modell ist ein herstellerunabhängiges Referenzmodell in Form einer Schichtenarchitektur für Kommunikationssysteme.
- Es beschreibt die Netzwerkkommunikation von der konkreten Bitübertragung z.B. über ein Glasfaserkabel bis hin zu den Anwendungen, die abstrakte Befehle austauschen.
- Die Schichten stellen der jeweils darüber liegenden Schicht über definierte Schnittstellen ihre Dienste bereit.
- Die Schichten 1 bis 4 sind die transportorientierten Schichten, 5 bis 7 die anwendungsorientierten Schichten.
1: Bitübertragungsschicht (Physical Layer)
- Wie kommen die Daten physikalisch vom Sender zum Empfänger? Beispiele: Glasfaser, Kupferkabel, Funk.
- Einheit: Bit
- Hardware: Repeater, Hub, Kabel, Antenne.
- Protokolle: Ethernet, RS-232 (serielle Schnittstelle), IEEE 802.11 (WLAN)
Literaturempfehlungen
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Links
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- OSI-Modell
- Das OSI-Referenzmodell
Zusammenfassung
Das OSI-Modell in deiner IT-Ausbildung
Ich gehe mit dir durch die erste Schicht des OSI-Modells und die Grundlagen, die du dafür brauchst. Als IT-Azubi begegnet dir das Thema in schriftlichen und mündlichen Prüfungen, auch wenn du Fachinformatiker:in für Anwendungsentwicklung wirst. Dabei werden unter anderem Geräte und Protokolle den jeweiligen Schichten zugeordnet. Du solltest außerdem die deutschen und englischen Schichtnamen kennen.
Was OSI und ISO bedeuten
OSI steht für Open Systems Interconnection. Das Modell beschreibt herstellerunabhängig, wie Systeme über ein Netzwerk miteinander kommunizieren. Seine sieben Schichten erfassen den Weg von den Daten einer Anwendung bis zu den Signalen auf einem Übertragungsmedium.
Die International Organization for Standardization (ISO) hat das Modell standardisiert. Daher begegnet dir auch der Name ISO-OSI-Modell. Die ISO kümmert sich um internationale Standards und lässt sich in dieser Rolle mit dem Deutschen Institut für Normung, kurz DIN, vergleichen.
Wie die Schichten zusammenarbeiten
Wenn du eine E-Mail versendest, arbeitet deine Anwendung mit Diensten der darunterliegenden Schichten. Jede Schicht stellt der jeweils höheren Schicht eine Schnittstelle bereit und übernimmt bestimmte Aufgaben. So kümmert sich die erste Schicht beispielsweise darum, Daten in Lichtsignale umzuwandeln. Die darüberliegende Schicht greift auf diesen Dienst zu, ohne die konkrete Hardware selbst ansteuern zu müssen.
Mit jeder höheren Schicht kommen weitere Informationen und Dienste hinzu. Die Schnittstellen werden dabei abstrakter. Zu den Anwendungsprotokollen gehören beispielsweise HTTP für Websites und FTP für Dateien. SMTP regelt, wie E-Mails übertragen werden.
Die sieben Schichten heißen von unten nach oben:
- Bitübertragungsschicht
- Sicherungsschicht
- Vermittlungsschicht
- Transportschicht
- Sitzungsschicht
- Darstellungsschicht
- Anwendungsschicht
Schicht 1 bis 4 heißen transportorientierte Schichten und befassen sich damit, wie Daten durch das Netzwerk gelangen. Auf den anwendungsorientierten Schichten 5 bis 7 liegen Dienste, mit denen du als Anwender:in eher direkt in Kontakt kommst, etwa wenn dein Mailserver eine Nachricht annimmt.
Schicht 1: Bitübertragungsschicht
Auf dem Physical Layer werden Nullen und Einsen zwischen Endpunkten übertragen. Die Informationseinheit dieser Schicht ist das Bit. Voraussetzung ist eine physikalische Verbindung über ein geeignetes Trägermedium.
Dafür kommen verschiedene Signalformen infrage:
- In Glasfaserkabeln werden Bits als Lichtsignale übertragen.
- Kupferkabel übertragen elektrische Signale.
- Bei WLAN oder Mobilfunk erfolgt die Übertragung über Funkwellen.
- Auch ein Laser kann Informationen übertragen.
Zur ersten Schicht gehören Festlegungen zu Kabeln und deren Abschirmung, ebenso zu Steckern und ihrer Belegung. Bei Funkverbindungen müssen die Frequenzbereiche festgelegt werden, damit unterschiedliche Systeme parallel arbeiten können.
Hardware auf Schicht 1
Beim klassischen Netzwerkstecker solltest du die Bezeichnung RJ45 kennen. Auch Antennen gehören zur Hardware dieser Schicht. Ältere kabelgebundene Netze konnten mit T-Stücken verbunden werden und benötigten Endwiderstände an den beiden Enden des Kabelstrangs. Solche Bauteile müssen zueinander passen, damit die Geräte kommunizieren können.
Hub
An einen Hub lassen sich mehrere Geräte anschließen. Eingehende Signale verteilt er an die angeschlossenen Teilnehmer:innen. Dabei ordnet er den Ports keine Zielgeräte zu und leitet die Daten ohne gezielte Auswahl weiter. Dieses physikalische Weitergeben gehört zur ersten OSI-Schicht.
Repeater
Ein Repeater empfängt ein Signal und sendet es erneut aus. Am Beispiel eines WLAN-Repeaters lässt sich zeigen, wie damit die Reichweite vergrößert wird: Zwischen Accesspoint und einem schlecht versorgten Bereich aufgestellt, gibt er das empfangene Signal weiter. Auch dieses Gerät wird hier der Bitübertragungsschicht zugeordnet.
Was ein Protokoll festlegt
Damit zwei Systeme miteinander kommunizieren können, müssen sie sich an gemeinsame Regeln halten. Ein Protokoll legt die erlaubten Nachrichten und deren Format fest. Außerdem regelt es, in welcher Reihenfolge Befehle ausgetauscht werden, welche Antworten möglich sind und wie bei Fehlern vorgegangen wird.
Bei SMTP, dem Simple Mail Transfer Protocol, beginnt der beschriebene Austausch mit einer Begrüßung über HELO und dem Namen des sendenden Servers. Anschließend wird mit MAIL FROM die Absenderadresse angegeben. Nachdem der Server geantwortet hat, folgt die Empfängeradresse. Die Antworten des Servers bestimmen, wie der Austausch weitergeht.
Standards mit Bezug zur Bitübertragungsschicht
- Ethernet legt unter anderem physikalische Eigenschaften eines kabelgebundenen LANs fest. Es beschreibt außerdem Teile der zweiten OSI-Schicht.
- RS-232 bezeichnet eine serielle Schnittstelle. Dazu gehören Festlegungen zu Steckern und Pins sowie zur Signalübertragung.
- IEEE 802.11 ist der WLAN-Standard und umfasst unter anderem Vorgaben für Funkfrequenzen.
Hinter IEEE steht das Institute of Electrical and Electronics Engineers, das den genannten WLAN-Standard festgelegt hat. Manche Standards beschreiben Aufgaben auf mehreren OSI-Schichten.
Material zum Nachlesen
In meinen Shownotes zu Episode 83 findest du Wikipedia-Artikel zu den angesprochenen Begriffen, die das Thema mit Bildern und Beispielen erläutern. Das IT-Handbuch von Hübscher enthält technische Angaben zu Standards und Datenraten sowie Abkürzungen. Dort wird das OSI-Modell auf wenigen Seiten behandelt.
Transkription der gesamten Episode
Automatisch erzeugte Transkription der Episode
Herzlich Willkommen zum Anwendungsentwickler-Podcast, dem Podcast rund um die Ausbildung zum Fachinformatiker
für Anwendungsentwicklung. In dieser Episode geht es um die erste Schicht des OSI-Modells. Viel Spaß!
Hallo und herzlich Willkommen zur 83. Episode des Anwendungsentwickler-Podcasts.
Mein Name ist Stefan Macke und heute geht es mal ans Eingemachte.
Heute gehen wir mal richtig hart in die Technik rein und zwar mit einem ganz beliebten Prüfungsthema,
sowohl in der schriftlichen Prüfung als auch in der mündlichen Prüfung.
Das wird eigentlich durch die Bank weg, überall abgefragt, mal hier und da und immer wieder.
Und auch bei allen IT-Berufen, das ist das Spannendere daran.
Das heißt, heute geht es mal um etwas, was nicht nur für Anwendungsentwickler relevant ist oder hauptsächlich für Anwendungsentwickler,
sondern wirklich für alle IT-Berufe, nämlich das ISO-OSI-Modell.
Das muss eigentlich jeder ITler drauf haben und da kann man so schöne Prüfungsfragen zu stellen,
dass wir uns das heute mal im Detail anschauen wollen.
Und ich fange mal mit den ersten Schichten an. Das OSI-Modell besteht ja aus insgesamt sieben Schichten,
die man als Prüfling sicherlich alle genauestens unter Lupe nehmen sollte
und auch alle möglichen Dinge zu beantworten können sollte, also Fragen dazu gestellt bekommt.
Und die gehen wir jetzt heute mal durch und ich schaue mal, wie weit ich komme mit meiner halben Stunde,
die ich mir so wieder als Ziel gesetzt habe für heute.
Ich habe heute mal was Neues gemacht und zwar veröffentliche ich diese Episode des Podcasts
auch parallel auf fachinformatiker.de als Fachinformatiker-Podcast.
Und ich bin sehr gespannt, welche Zielgruppe mehr Einschaltquote bringt, sage ich mal.
Also ob du jetzt zum Beispiel mit dem Anwendungsentwickler-Podcast dir das hier rein,
du hier reinhörst oder ob vielleicht mehr Leute über fachinformatiker.de kommen.
Ich bin mal sehr gespannt, weil es ja jetzt nun ein Thema ist, was auch für Fachinformatikersystem-Integration,
Informatik kaufen oder eigentlich alle IT-Berufe interessant ist.
Von daher, ich lasse mich mal überraschen, wie das so mit den Zugriffszahlen nachher aussieht.
Falls du also zufällig irgendwo auf fachinformatiker.de noch den entsprechenden Podcast finden solltest,
es handelt sich um die gleichen Inhalte.
Ja, also irgendwann gleich, sage ich mal, so Stopp und bzw. nicht Stopp, sondern eigentlich Start
und dann geht es mit den Inhalten los und die wirst du dann haargenau so auch in dem Podcast auf fachinformatiker.de finden.
Einfach nur, um mal zu gucken, wie da so die Verbreitung läuft und wo ich vielleicht mehr Leute mit erreichen kann.
Und wenn sich dann herausstellt, dass auf fachinformatiker.de irgendwie noch eine größere Zielgruppe ist
und ich noch mehr Prüflingen vielleicht helfen kann, dann würde ich vielleicht dort in Zukunft mal verstärkt auch Episoden posten,
wobei selbstverständlich natürlich mein Feed unter anwendungsentwickler-podcast.de bestehen bleibt.
Keine Angst. Von daher, die Episoden wirst du auf keinen Fall in Zukunft dann auch verpassen.
Nur falls du sie zufällig findest, es ist eigentlich genau das Gleiche.
Du musst dir also nicht beide Dateien anhören, sondern es sind dieselben Inhalte.
Es ist wirklich auch dasselbe Audio, das dann gleich ab einer bestimmten Zeit dort auch auf fachinformatiker.de bereitgestellt wird.
Okay, dann würde ich sagen, wir fangen jetzt direkt an mit den Inhalten zum ISO-OSI-Modell.
Wie bei so vielen Themen in der IT haben wir es beim ISO-OSI-Modell auch gleich wieder mit super vielen Abkürzungen und Akronymen zu tun.
Und damit steigen wir am besten auch gleich ins Thema ein. Nämlich, was heißt überhaupt ISO und OSI?
Also erstmal ist die Frage, heißt das Ding jetzt OSI oder ISO-Modell oder beides?
Wenn ich in der Wikipedia schaue, heißt das Ding einfach nur OSI-Modell,
wird aber häufig auch in Lehrbüchern als ISO-OSI-Modell beschrieben, weil es von der ISO standardisiert wird tatsächlich.
Eigentlich heißt das Ding OSI-Modell. Das OSI, wofür steht das überhaupt? Also OSI für Open Systems Interconnection.
Es geht also darum, wie Systeme miteinander kommunizieren über ein Netzwerk.
Und das ist durch dieses Modell, das Siebenschichten-Modell, dargestellt.
Es geht also ganz oben los bei ganz abstrakten Sachen, wie zum Beispiel an einem Anwendungsprotokoll.
Dieses Anwendungsprotokoll definiert vielleicht irgendwelche Befehle und irgendwelche Daten, die hin- und hergereicht werden sollen.
Aber wie kommen diese abstrakten Daten jetzt runter bis zum Kabel quasi,
wo dann nur irgendwelche Nullen und Einsen als Bit übertragen werden, wirklich vom Empfänger zum Sender?
Was muss da alles passieren auf dem Weg von demjenigen, der irgendwas verschicken will,
bis zu demjenigen, der das dann bekommt und auch wieder interpretieren muss?
Und wie finden diese Daten überhaupt den richtigen Empfänger und so weiter und so fort?
Und all das ist in diesem OSI-Modell beschrieben, in den einzelnen sieben Schichten, die wir jetzt auch der Reihe nach gleich durchgehen werden.
Das ISO vom ISO-OSI-Modell ist dann die Organisation, die dieses Modell standardisiert hat,
beziehungsweise auch weiterentwickelt oder betreut, sage ich einfach mal.
Und das ist die International Organization for Standardization.
Das ist die ISO. Das kann man so ein bisschen vergleichen mit dem DIN, dem Deutschen Institut für Normung.
Kennst du bestimmt vom DIN A4-Papier und so weiter.
Und die ISO ist im Prinzip das Gleiche, nur für internationale Standards, wenn man es mal so ganz einfach erklären will.
Also die ISO ist eigentlich nur die Organisation, die dieses OSI-Modell quasi verwaltet, wenn man so will.
Und häufig wird es dann halt eben als ISO-OSI-Modell bezeichnet, genau wie DIN A4.
Da sage ich DIN, also Deutsches Institut für Normung, auch immer dazu, obwohl es eigentlich nur die Organisation dahinter ist.
Der eigentliche Standard ist das A4-Papier zum Beispiel.
Und das OSI-Modell ist hier in diesem Fall eben der Standard, die ISO nur die Organisation dahinter.
Und was beschreibt jetzt dieses Modell also ganz allgemein?
Es geht darum, dass wir ein herstellerunabhängiges Referenzmodell hier haben, das in Form einer Schichtenarchitektur angeordnet ist.
Und das beschreibt eben, wie zwei Systeme über ein Netzwerk miteinander kommunizieren.
Und dabei gehen wir halt von der konkreten Bit-Übertragung, das heißt, ob ich jetzt ganz unten zum Beispiel ein Glasfaserkabel habe oder ein Kupferkabel
oder tatsächlich über Funk kommuniziere, weil ich ein WLAN habe oder LTE oder wie auch immer ich meine Daten da übertrage,
Schritt für Schritt immer ein bisschen höher, es wird immer mehr abstrakter, sage ich mal.
Und ganz ganz oben sind wir dann tatsächlich bei der echten Anwendung, die dann irgendetwas mit dieser Netzwerkkommunikation tut.
Als Beispiel so etwas wie HTTP, wo ich vielleicht irgendwelche Websites übermitteln möchte.
Oder FTP, um Dateien zu übertragen.
SMTP, um Mails zu versenden und so weiter.
Das heißt, wir reden wirklich einmal ganz ganz unten über die Hardware und ganz ganz oben über ganz abstrakte Software,
mit der dann auch ein Anwender tatsächlich arbeitet und interagiert.
Und das Ganze funktioniert jetzt so, dass die einzelnen Schichten dieses sieben Schichten-Modells
den jeweils darüber liegenden Schichten so spezielle Dienste bereitstellen, die sie dann benutzen können.
Fangen wir mal ganz unten an. Das ist die sogenannte Bit-Übertragungsschicht.
Kommen wir aber gleich auch nochmal drauf.
Da habe ich dann quasi so ein Kabel.
Da ist irgendwo definiert, wie dick muss das Kabel sein, wie muss das abgeschirmt sein,
wie werden die Bits da übertragen, ist das Kupfer oder ist das was anderes, wie auch immer.
Das ist da alles drin definiert, zum Beispiel in dieser Schicht.
Und die direkt da drüber liegende Schicht, die nutzt dann einfach nur das, was da unten definiert wurde
und kann dann zum Beispiel die Informationen anreichern, um zum Beispiel zusätzliche Informationen,
meinetwegen um eine Zieladresse.
Und so kann jetzt die zweite Schicht die Informationen, die auf der ersten Schicht definiert ist, einfach benutzen.
Die setzt einmal voraus, dass das da ist und dann ist der zweiten Schicht auch eigentlich fast egal,
welches konkrete Medium zum Beispiel in der ersten Schicht benutzt wird.
Denn jedes Medium, was in der ersten Schicht definiert ist, bietet halt die gleiche Schnittstelle an,
sodass die darüber liegende Schicht nicht mehr wissen muss, wird das jetzt per Funk übertragen
oder es liegt da wirklich ein Kabel und wenn da ein Kabel liegt, was ist es denn für eins?
Das heißt, je nachdem, was für ein Medium ich benutze, muss ich ja vielleicht ein Stückchen Hardware ansteuern,
was irgendwie einen Lichtimpuls aussendet oder vielleicht über meine Antenne irgendwelche Funksignale senden.
Und das muss aber dann die zweite Schicht zum Beispiel schon nicht mehr wissen,
weil das in der ersten Schicht halt gesteuert wird.
Und die zweite Schicht verlässt sich einfach drauf, wenn ich der ersten Schicht eine Information gebe,
dann wird die sich schon darum kümmern, die Daten entsprechend weiter zu verarbeiten,
zum Beispiel zu modulieren oder in Lichtsignale umzuwandeln.
Und da weiß der Geier, was da unten noch gemacht werden muss.
Das interessiert mich auf Schicht 2 nicht, denn dafür ist Schicht 1 zuständig.
Und so geht es dann halt weiter hoch bis hin zur letzten Schicht, zur siebten Schicht
und die Schnittstellen werden quasi immer abstrakter.
Es kommen immer mehr Informationen oder Möglichkeiten dazu, die die höher gelegenen Schichten benutzen können.
Und nach unten hin wird es halt immer konkreter bis hin zur tatsächlichen Bit-Übertragung über das jeweilige Medium.
Und wenn man jetzt mal ganz grob dieses Schichtenmodell einteilt in zwei große Bereiche,
dann haben wir eigentlich von unten nach oben die Schichten 1 bis 4.
Das sind die sogenannten transportorientierten Schichten.
Und die drei da drüber, 5 bis 7, das sind die anwendungsorientierten Schichten.
Die anwendungsorientierten Schichten sind das, womit die Anwender, wie es im Namen schon drinsteckt,
eigentlich direkt am meisten zu tun haben.
Da sieht nämlich der Benutzer zum Beispiel, der mit einem Programm arbeitet, auch etwas davon.
Wenn ich zum Beispiel eine Mail versende, dann gebe ich die Mail als Text da ein
und dann wird die halt über die Leitung geschickt.
Und dann sehe ich in der obersten Schicht zum Beispiel, dass die Mail von meinem Mail-Server akzeptiert wurde.
Und ich kriege vielleicht wirklich eine Bestätigung zurück, die ich als Mensch auch verstehen kann.
Wohingegen auf den unteren Schichten 1 bis 4, wo es halt nur um den Transport geht,
also wirklich, wie kommen die Daten vom Empfänger zum Sender über zum Beispiel ein ganz verwinkeltes, sag ich mal, Netz.
Also sehe ich, wenn ich zum Beispiel eine E-Mail irgendwo nach Amerika schicke,
da muss die ja nochmal über so ein Untersee-Kabel laufen vielleicht.
Und da muss die noch über einen Router und hier noch über einen Switch und da noch über eine Bridge
oder ich weiß nicht, wo die über Lang laufen könnten, diese Datenpakete.
Und darum geht es in den Schichten 1 bis 4. Das ist also wirklich sehr, sehr technisch.
Davon sieht der Mensch, der da oben eigentlich nur die Anwendung bedient, eigentlich gar nichts.
Und der will das auch in den wenigsten Fällen sehen.
Also was interessiert den Anwender, wie jetzt die Daten zum Beispiel über Funk irgendwo übermittelt werden.
Ich will eigentlich nur, dass ich meine Mail versenden kann.
Und dementsprechend kann man das ISO-OSI-Modell auch so ein bisschen einteilen.
Wir fangen heute mal an mit den untersten technischen Schichten.
Und je mehr wir uns dann eben hocharbeiten, umso mehr kommen wir halt in eine etwas abstraktere Begrifflichkeit.
Und wir haben etwas abstraktere Protokolle, die also von der konkreten Technologie im Prinzip abstrahieren
und dann eben Dienste bereitstellen, mit denen ein Mensch oder ein Anwender oder allgemein ein System
auch irgendwie ein bisschen was anfangen kann.
Und wo es eben nicht einfach nur um Bits und Bytes geht, auf deutsch gesagt.
Gut, dann steigen wir also jetzt mal ein in die erste Schicht, in die sogenannte Bit-Übertragungsschicht.
Ich nenne jetzt immer die deutschen Begrifflichkeiten,
aber man darf als Prüfling selbstverständlich auch gerne die englischen Begrifflichkeiten auswendig lernen.
Also man muss eigentlich beides können.
Es wird sowohl das eine als auch das andere abgefragt und man muss die aufeinander zuordnen können.
Also wenn ich irgendwo höre Physical Layer, dann muss ich wissen,
ah, damit ist die Bit-Übertragungsschicht, also die erste Schicht im OSI-Modell, gemeint.
Und damit starten wir jetzt.
Und wie der Name eigentlich auch schon sagt, kann man sich ableiten, worum es hier geht.
Bit-Übertragungsschicht.
Es geht also darum, wie ich wirklich Nullen und Einsen, die Bits, die nackten Daten,
irgendwo hin übertragen kann.
Deswegen Bit-Übertragungsschicht oder auf englisch Physical Layer.
Das beschreibe ich eigentlich auch ganz gut, denn es geht hier wirklich um physikalische Verbindungen
zwischen irgendwelchen Endgeräten.
Das heißt, wie bekomme ich wirklich die Nullen und Einsen von A nach B?
Und zwar über ein bestimmtes Trägermedium, was dazwischen ja irgendwie vorhanden sein muss.
Sonst kann ich nichts übertragen.
Wenn ich also wirklich keine Verbindung habe zwischen zwei Endpunkten, dann kriege ich keine Daten rüber.
Aber es gibt jetzt verschiedenste Möglichkeiten, wie ich denn jetzt von A nach B was übertrage.
Und da fallen mir allein schon drei, vier verschiedene Möglichkeiten ein.
Ich kann zum Beispiel ein Kabel ziehen.
Bei so einem Kabel ist es aber interessant, ist das zum Beispiel ein Glasfaserkabel oder ist das ein Kupferkabel?
Oder ist das, keine Ahnung, ein gespanntes Band?
Kennst du vielleicht noch von früher?
Vielleicht hast du mal mit so Joghurtbechern und so einem Strick dazwischen irgendwie so Telefon gespielt.
Im Prinzip ist das genau das Gleiche, wenn du dann irgendwelche Geräusche machst und die kommen auf der Gegenseite an.
Hauptsache, der Empfänger kann irgendetwas damit anfangen.
Aber es werden da im Prinzip auch nur Informationen übertragen.
Von daher geht es wirklich um das Übertragungsmedium.
Aber da darf man heute natürlich neben den Kabeln auch nicht vergessen, dass es auch viele Funkmedien gibt, über die ich übertragen kann.
Also zum Beispiel WLAN.
Da muss auch irgendwo spezifiziert werden, auf welcher Frequenz darf ich denn da zum Beispiel senden.
Da gibt es ja sogar ganze Frequenzbereiche, die ich nutzen kann.
Oder denken wir an den Mobilfunk, an die Handyverbindung mit LTE oder mit UMTS oder was es da noch alles gibt.
Alle diese Dinge müssen irgendwo spezifiziert werden, damit sie sich nicht gegenseitig irgendwie in die Quere kommen.
Es wäre halt unglücklich, wenn entweder mein WLAN oder das Radio funktioniert.
Die müssen ja irgendwie beide parallel existieren können.
Von daher muss irgendwo spezifiziert werden, wer darf denn überhaupt welche Frequenzbereiche zum Beispiel benutzen.
Und alles das gehört zur Physical Layer oder zur Bit-Übertragungsschicht.
Das muss dort alles definiert werden.
Ich werde jetzt bei den nächsten Schichten auch immer dazusagen, mit welchen Informationseinheiten wir uns hier eigentlich gerade auseinandersetzen.
Und auf der Bit-Übertragungsschicht sind das, wie der Name eigentlich auch schon sagt, die Bits.
Das heißt, wir reden hier wirklich davon, wie bekomme ich Signale von A nach B.
Also Nullen oder Einsen. Das sind wirklich die absolut nackten Daten.
Und da gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Wenn ich zum Beispiel ein Kabel von A nach B spanne, und das ist ein Glasfaserkabel, dann werden mir die Bits halt eben in Form von Lichtsignalen übertragen.
Ich kann es aber auch elektronisch machen, wie zum Beispiel mit einem Kupferkabel beispielsweise.
Oder indem ich irgendwelche Radiowellen aussende und beispielsweise von A nach B funke.
Ich könnte auch mit einem Laser irgendwas von links nach rechts übertragen. All das wäre möglich.
Also das konkrete Medium, über das wir übertragen, ist irrelevant.
Es geht nur darum, wie ich die Nullen und Einsen von der einen Stelle zur anderen transportiere.
Außerdem werde ich jetzt immer noch zu den einzelnen Schichten dazusagen, was so standardmäßig oder bekannte Hardwaregeräte sind, die da eingesetzt werden.
Weil das wird auch sehr häufig zum Beispiel in Prüfungen abgefragt.
Sowas wie, ordnen Sie die folgenden Hardwaregeräte den ISO- und OSI-Schichten zu.
Und dann muss man da halt so Pfeile ziehen oder irgendwie eine Tabelle eintragen oder sowas.
Und natürlich auch super relevant für die Prüfung verschiedene Protokolle, die auf den einzelnen Schichten arbeiten.
Die werde ich auch dazu nennen, denn die darf man selbstverständlich auch lernen für die Abschlussprüfung.
Und bei der ersten Schicht gibt es jetzt noch nichts, was irgendwie ergänzt wird im Vergleich zur vorherigen.
Denn es ist ja die erste Schicht. Aber bei den nächsten Schichten werde ich dann auch immer dazusagen, was an Informationen quasi dazukommt.
Dadurch, dass wir eben diese neue Schicht einführen.
Auf der alleruntersten Schicht gibt es aber nichts, was dazukommt.
Im Prinzip, außer wenn man sich sowas vorstellt wie eine Schicht 0, die ganz unten noch drunter wäre.
Das wäre halt sowas wie, dass ich Strom habe.
Also das muss mindestens mal Voraussetzung sein.
Sonst kann ich halt mein Gerät gar nicht anschalten.
Also das würde ich jetzt irgendwie mal…
Ja, das gibt es tatsächlich, habe ich mal gesehen in irgendeinem Modell, die Schicht 0.
Da geht es halt quasi um die Infrastruktur, die da sein muss, damit ich überhaupt ein Netzwerk aufspannen kann.
Also, keine Ahnung, ein Gebäude und Stromkreis.
Und ja, die verschiedensten Sachen, die ich wirklich als absolute Basics brauche, um überhaupt ein Netzwerkkabel sinnvoll nutzen zu können, zum Beispiel.
Aber die gehört jetzt nicht zum Osi-Modell, deswegen lassen wir das mal aus.
Also, wir übertragen BIT von A nach B.
Und wir schauen uns mal an, was gibt es denn da jetzt so für Hardware, die man vielleicht zuordnen sollte.
Und die man auch kennen und erklären können sollte.
Also alles, was ich jetzt hier zum Beispiel auch an Fachbegriffen benutze, gerne auch lernen für die Prüfung.
Das ist hochgradig prüfungsrelevant.
Und da schauen wir uns mal ganz auf der untersten Ebene an, was könnte das für Hardware sein.
Ich habe gerade schon einiges erwähnt, nämlich zum Beispiel ein simples Kabel.
Da geht es schon los.
Kabel haben auch die wildesten Spezifikationen, die man sich da irgendwie anschauen kann, die man lernen kann.
Die Stecker haben zum Beispiel verschiedene Bezeichnungen.
Beispielsweise der klassische Netzwerkstecker, der RJ45.
Den solltest du zum Beispiel da kennen.
Oder aus meiner Jugend weiß ich das noch.
Als wir LAN-Partys gemacht haben und gezockt haben, da gab es noch keine Netzwerkkarten, wie du sie vielleicht kennst.
Okay, also so alt bin ich jetzt auch noch nicht.
Aber wir haben tatsächlich noch mit so einem Ring-Netzwerk gearbeitet, mit sogenannten T-Stücken.
Das heißt, wir hatten eine Netzwerkkarte und jeder hat da so ein T-Stück, also wirklich in Form eines Ts, hinten drauf geschraubt.
Und dann wurden da zwei Kabel angeklemmt.
Das eine Kabel ging zum einen Netzwerkpartner und das andere zum nächsten.
Und so hat sich halt insgesamt so ein Ring aufgebaut quasi.
Und am Ende dieses Netzwerks, also es ist nicht wirklich ein Ring, es ist mehr ein Strang und der hat dann halt zwei Enden auch.
Also das ist kein Kreis, der sich wirklich dann schließt, sowas dann auch nicht.
Und am Ende dieses Netzwerks musste dann so ein Endwiderstand aufgeschraubt werden, weil da ja dann kein nächster Teilnehmer mehr war.
Und all diese Dinge, Endwiderstand und Kabel und so weiter, die müssen natürlich alle spezifiziert werden, damit die einzelnen Geräte miteinander auch kompatibel sind.
Und das würde dann auf der Mitübertragungsschicht stattfinden.
Das gehört also zum Beispiel dazu zur Hardware-Spezifikation, damit ich überhaupt so ein Netzwerk benutzen kann.
Das geht dann aber auch noch weiter, also über die rein physikalische Verbindung hinweg, über die Stecker und Kabel,
kann man dann zum Beispiel, wenn wir gar kein Kabel haben, wie bei WLAN, zum Beispiel die Antenne, die als Hardware hier sicherlich gelten kann.
Aber was natürlich noch viel interessanter ist und was auch wirklich in der Prüfung häufig natürlich dann abgefragt wird,
sind zwei besondere Hardware-Geräte und die gucken wir uns jetzt mal an.
Das ist einmal der Hub und einmal der Repeater.
Und die sollte man auf jeden Fall hier zuordnen können in einer Prüfung.
Fangen wir mal mit dem Hub an. Was ist ein Hub?
Du kennst vielleicht außer Praxis gar keinen Hub mehr, weil die heutzutage fast kaum noch verkauft werden.
Du kennst wahrscheinlich eher sowas wie einen Switch.
Also ganz klassisch so ein Netzwerkgerät, wo ich mehrere andere Netzwerkteilnehmer anschließen kann, damit die halt miteinander verbunden werden.
Die stehen wahrscheinlich bei dir in der Firma auf jeder Etage oder vielleicht sogar in jedem Büro.
Kommt drauf an. In jedem Büro vielleicht eher nicht.
Wahrscheinlich irgendwo in der Etage habt ihr dann irgendwo mal so einen 24-Port- oder 48-Port-Switch, wo dann die einzelnen Endgeräte quasi drin landen.
Da kann man dann auch zum Beispiel Telefone anschließen und ich weiß nicht was.
Jeder, der irgendwie ins Netzwerk muss und mit anderen kommunizieren soll,
kriegt halt so ein Port in diesem Switch und wird da reingestöpselt. Aber ein Switch, das ist ein etwas intelligenteres
Netzwerkegerät, der passt noch nicht ganz zur Schicht 1, denn auf der Schicht 1 reden wir nicht von Intelligenz, sondern reden wir einfach nur von
schaufeln wir die Daten von links nach rechts. Und da kann ein Switch schon deutlich mehr, da werden wir gleich noch mal drüber sprechen bei
Schicht 2, aber jetzt auf Schicht 1 reden wir erst mal von einem Hub. Und was ist nun ein Hub? Ein Hub ist im Prinzip ein
Netzwerkegerät, wo mehrere andere Netzwerkteilnehmer sich mit verbinden können. Und dieser Hub, der ist jetzt nun wirklich überhaupt nicht intelligent,
der weiß, also was heißt intelligent jetzt bei einem Netzwerkegerät, ja, damit meine ich, dass er weiß, welcher andere Netzwerkteilnehmer an welchem seiner
Ports dran hängt. Wenn ich jetzt also zum Beispiel zwei PCs an diesen Hub anschließe und der Hub merkt sich, welcher Teilnehmer an welchem
Port sich angeschlossen hat, dann könnte er ja, wenn er ein Paket bekommt, ein Datenpaket, was für den PC 1 gedacht ist, könnte er ganz
gezielt seinen Port 1 meinetwegen ansteuern, um nicht alle anderen Netzwerkteilnehmer auch mit dieser Information zu
belasten und zu nerven. Aber das kann der Hub noch nicht. Der Hub ist einfach dämlich. Wenn der ein Paket reinbekommt, dann ballert der das einfach
stumpf wieder raus an alle Ports, wo er einen Netzwerkteilnehmer angeschlossen hat. Und das meine ich mit, der ist überhaupt nicht intelligent.
Das ist mehr einfach so ein Netzgerät, dass alles, was es reinkriegt, auch wieder rausbläst in die große, weite Welt.
Und das hat wirklich nichts damit zu tun, dass er irgendwie
intelligent ist oder irgendeine Last vom Netz wegnimmt, sondern er ist wirklich ein reiner Hardware, ich will nicht sagen
Verstärker für die Signale, aber er verteilt das einfach nur. Alles, was er reinkriegt, gibt er auch an alle Teilnehmer wieder raus. Das ist also wirklich rein
physikalisch von A nach B
transportiert. Deswegen gehört der auf die erste Schicht.
Und das Zweite, was man hier gut erklären kann, ist dann der Repeater. Der Repeater macht im Prinzip was ähnliches, nur für
WLAN-Signale. Der Repeater, wie der Name schon sagt, der wiederholt etwas. Oder man kann es jetzt auch ein bisschen übersetzen mit der
verstärkt etwas. Wo braucht man einen Repeater? Den setze ich immer da ein, wo mein
Accesspoint von meinem WLAN vielleicht, zum Beispiel bei mir zu Hause,
eine geringe Reichweite hat. Oder ich habe vielleicht eine dicke, fette Wand dazwischen und in meinem Wohnzimmer
kriege ich kein WLAN-Signal mehr. Dann kann ich mir einen Repeater irgendwo in die Mitte der
Funkstrecke stellen, zum Beispiel. Und der fängt dann das Signal des eigentlichen Accesspoints auf und
verstärkt das und sendet das nochmal wieder raus. Und so kann ich dann auch vielleicht einen
entlegenen Winkel in meinem Haus mit WLAN versorgen, auch wenn ich zu meinem eigentlichen Accesspoint tatsächlich keine
Funkverbindung herstellen kann. Und dieser Repeater ist halt auch sehr dumm. Der kann auch nichts. Der fängt nur ein Signal auf, was er
zufällig quasi, das ist zufällig nicht, ich konfiguriere natürlich, dass er genau das eine Signal verstärkt und nicht einfach alles. Aber das Signal, das fängt
er einfach nur auf und ballert das auch einfach wieder stumpf raus, so dass derjenige, der halt dichter am Repeater steht, als am
Accesspoint halt eben ein stärkeres Signal bekommt. Und mehr macht er auch nicht. Von daher, ein Hub
schickt alles, was er reinbekommt, an alle anderen Teilnehmer wieder raus und ein Repeater schickt alles, was er reinbekommt, genauso wieder raus, nur halt
eben quasi verstärkt. Und von daher sind das beides Geräte, die man wunderbar zur ersten Schicht
einordnen kann, denn die haben keine Intelligenz, die sind ausschließlich dafür da, Bits und Bytes von links nach rechts zu schaufeln.
Okay, und als letzten Teil zur Schicht 1 gucken wir uns jetzt mal so ein paar Protokolle an, die hier arbeiten oder die diese
Mitübertragungsschichten mit drin haben, denn es gibt auch einige, die über mehrere
OSI-Schichten quasi verteilt sind, beziehungsweise die spezifizieren.
Aber wir fangen vielleicht erst mal an damit, was überhaupt ein Protokoll ist, denn auch das kann man gehört mal in der Prüfung gefragt werden.
Und das ist im Prinzip ganz einfach. Es ist nämlich eine Festlegung, wie zwei Partner miteinander zu
kommunizieren haben. Und was muss ich da festlegen? Zum Beispiel die Art meiner Nachrichten, die ich austauschen kann. Dazu gehört zum Beispiel, welche Befehle gibt es denn?
Wie ist eine erlaubte Reihenfolge dieser Befehle? Was antworte ich denn dann darauf? Was kriege ich zurück?
Wie sind diese Daten formatiert? Und so weiter. Die beschreiben also komplett, wie zwei Systeme miteinander
sprechen, sage ich mal. Und du hast das vielleicht schon mal in irgendwelchen Hollywood-Filmen oder so gesehen, wenn es zum Beispiel
irgendwelche Militärgeschichten gibt. Und da wird dann darüber gesprochen, wir müssen hier strikt nach Protokoll vorgehen, zum Beispiel. Das ist genau das Gleiche.
Was heißt das jetzt? Wir reden jetzt also nicht davon, ich führe ein Protokoll im Sinne von, ich schreibe mir alles mit, was ich
irgendwo gehört habe. Das ist was anderes. Sondern es geht halt darum, dass festgelegt ist, in einer bestimmten Situation
verhalte ich mich als Angehöriger des Militärs so und so.
Ich gebe erst die rechte Hand und sage dann meinen Namen und meinen Dienstgrad und ich weiß nicht, was man dann da wohl so festlegen kann.
Und als Beispiel für ein technisches Protokoll nehme ich zum Beispiel gerne
das SMTP-Protokoll. Simple Mail Transfer Protocol. Das definiert, wie ich E-Mails austauschen kann. Und das sieht zum Beispiel so aus, dass ich, wenn
ich mich mit einem E-Mail-Server verbinde, als allererstes mal Hallo sagen muss. Ich finde das deswegen so schön, das Beispiel SMTP, weil das halt
auch wirklich quasi, weil ich das in der Praxis so wiederfinden kann. Denn wenn ich mich mit einem Menschen
austauschen will, fange ich auch nicht an und falle quasi mit der Tür ins Haus und sage, hey, ich will von dir einen Kredit,
wenn ich bei einer Bank bin zum Beispiel, sondern ich sage erst mal, hallo, wie geht's Ihnen denn?
Mein Name ist Stefan Macke. Ich hätte ganz gerne einen Kredit von Ihnen. Und dann sagt der Bankberater, Mensch, hallo, schön, dass Sie da sind.
Ich bin übrigens Person X, Y und ich unterhalte mich gerne im Moment mit Ihnen. Ja, also es gibt da so Floskeln, die da ausgetauscht werden und das
finde ich so schön bei SMTP, das ist nämlich genauso. Wenn ich mich per SMTP an einem Mail-Server anmelde, muss ich als allererstes mal
Hallo sagen. Der erste Befehl, den ich da absetzen muss, ist tatsächlich
helo. Ich muss sagen, wer ich bin und dass ich jetzt ganz gerne eine Mail verschicken möchte. Also wirklich wortwörtlich, das Protokoll sieht aus,
helo und dann kommt der Servername von dem Absender.
Und dann sagt ein vernünftig konfigurierter Mail-Server auch, Mensch, toll, dass du da bist. Er gibt mir dann irgendeine Nummer zurück und sagt mir dann,
hey, ich bin übrigens der und der und mit mir darfst du die folgenden Funktionen durchführen, zum Beispiel
Verschlüsselung, Mails versenden, gucken, wer hier überhaupt auf dem Server eine E-Mail-Adresse hat oder ich weiß nicht, was er noch so an Funktionen
bereitstellt. Und dann kann ich ihm sagen, was ich gerne möchte, zum Beispiel, ich möchte eine Mail versenden. Dann gebe ich also ein
Mail from und das Protokoll liegt jetzt fest, dass ich als allererstes den Absender angeben muss, Mail from, meine
E-Mail-Adresse und dann sagt der Server mir, ob er das akzeptiert oder nicht. Wenn ich zum Beispiel auf einer Spam-Liste stehe, wird er mir jetzt sagen,
nee, sorry, von dir nehme ich keine Mails an. Wenn alles okay ist, sagt er mir, okay und dann darf ich weitermachen. Ich bin wieder dran und sage
dann zum Beispiel
recipient to und gebe die E-Mail-Adresse an, an die ich senden möchte und dann sagt er mir wieder, ist okay oder er sagt, nö, ist nicht
okay. Und so geht das immer hin und her, so ein Ping-Pong-Spiel und genau dieser Ablauf, welche Befehle sind erlaubt, was darf ich als Antwort
bekommen oder womit darf ich rechnen als Antwort, was passiert, wenn ein Fehler auftritt, kann ich Daten nochmal eingeben, wenn ich mich vertippt habe
oder, oder, oder, was da alles passieren kann, das ist in so einem Protokoll festgelegt. Und auf der ersten Ebene des OSI-Modells, auf der
BIT-Übertragungsschicht, arbeiten wir hier zum Beispiel mit Protokollen wie Evernet oder
RS-232, das ist die uralte, serielle Schnittstelle am PC, die arbeitet zum Beispiel auf der Ebene oder
das IEEE-802.11 oder in normalem Deutsch das WLAN zum Beispiel. Also IEEE-802.11
dürfte dir durchaus was sagen, wenn du dich auf die Prüfung vorbereitest. Das ist die Spezifikation von
WLAN tatsächlich, also das dürfte man mal gehört haben. Und wenn du jetzt nicht weißt, was IEEE ist, das ist
also I-E-E-E. Das ist das Institute of Electrical and Electronics Engineers. Das ist quasi ein
Zusammenschluss von Elektroingenieuren in Amerika. Und die haben halt den Standard festgelegt, in diesem
Fall für WLAN. Also immer, wenn du irgendwas hörst von IEEE, ist das Ding gemeint. Und der 802.11 ist halt
der Standard für WLAN. Und da wird dann zum Beispiel spezifiziert, auf welchen Frequenzbereichen
darf denn so ein WLAN-Ding überhaupt funken, damit er zum Beispiel nicht, ich übertreibe jetzt
einfach mal, den Bordfunk bei einer Boeing 747 nicht stört oder sowas. Oder bei RS-232, wie sieht
zum Beispiel jetzt der Stecker aus? Wie viele Pins hat der? Wie sind die Pins belegt? Wie werden die
Signale von A nach B übertragen? Gibt es so etwas wie ein Check-Bit, wenn irgendwie Daten falsch
übermittelt wurden? Kann ich irgendwie eine Prüfsumme zum Beispiel bilden oder solche Dinge? Und das
ist in diesen Protokollen festgelegt. Und ja, das sind jetzt halt ein paar Beispiele dafür. Das
Ethernet-Protokoll fällt hier so ein bisschen aus der Reihe, denn das definiert auch Teile der zweiten
Schicht, der Sicherungsschicht, über die wir dann gleich sprechen werden. Aber es definiert auch zum
Beispiel die Sachen, um halt mein Netzwerk aufzuspannen. Also meinetwegen diese Stecker
und Kabelverbindungen und so weiter. Alles, was halt dazu gehört. Es ist ein etwas größeres
Protokoll, was im Prinzip alles definiert, damit ich eben so ein Ethernet, ein LAN halt aufbauen
kann. Okay, ich fasse noch mal zusammen. Also die Schicht Nummer 1 ist die Bitübertragungsschicht
oder auf Englisch Physical Layer. Es geht darum, wie kommen meine Daten physikalisch vom Sender zum
Empfänger? Und da gibt es verschiedene Medien, wie zum Beispiel Glasfaser, Kupferkabel, Funkstrecke
und so weiter. Die Einheit, mit der wir uns hier beschäftigen, ist das Bit, also Nullen und Einsen.
Wir haben bestimmte Hardware, die eingesetzt wird, wie zum Beispiel ein Kabel, eine Antenne,
ein Repeater im WLAN-Bereich oder ein Hub im kabelgebundenen Netzwerk. Und wir haben auch
verschiedene Protokolle, die eingesetzt werden, wie zum Beispiel Ethernet RS-232, die serielle
Schnittstelle oder IEEE 802.11, das WLAN zum Beispiel. Und jetzt schaue ich mal auf die Uhr
und stelle fest, ich bin schon fast bei der magischen Grenze von 30 Minuten angelangt.
Ich hatte mir eigentlich so ein Ziel gesetzt, dass ich nicht länger als 30 Minuten schnacken will.
Und wenn ich jetzt mal Revue passieren lasse, was wir heute alles schon besprochen haben,
ist das schon ganz schön viel Inhalt, den du dir sicherlich auch noch mal durchlesen kannst,
wenn du noch nicht alles davon wusstest. Und das würde ich dir auch dringend empfehlen.
Alle die Sachen, die ich heute besprochen habe, sind also absolut prüfungsrelevant. Und auch,
wenn dir zum Beispiel RS-232 oder IEEE 802 noch nicht so viel sagt, es sollte dir was sagen,
spätestens wenn du dich auf die Prüfung vorbereitest. Weil das halt alles Inhalte sind,
die wirklich auch in der Prüfung abgefragt werden. Wenn du dir das Ganze noch mal intensiv
anschauen möchtest und durchlesen möchtest zum Beispiel, dann schau doch mal in die
Shownotes zu dieser Episode. Die findest du wie gewohnt unter anwendungsentwicklerpodcast.de
slash 83 für die 83. Episode. Da habe ich ein paar Artikel verlinkt, auch zu den Stichwörtern,
die ich heute hier erwähnt habe. Die zeigen alle auf Wikipedia. Ich finde die Artikel wirklich alle
sehr sehr gut. Ich habe die alle noch mal durchgelesen, jetzt auch in Vorbereitung auf
die Episode hier. Und die kann ich absolut empfehlen. Sind wirklich sehr verständlich.
Und ich habe auch noch mal nachgeschaut in der Standardempfehlung, sage ich mal,
wenn es um so Hardcore-Hardware- oder Technik-Themen geht. Das muss immer das IT-Handbuch
sein von dem Henry Hübscher, heißt er glaube ich. Weil da stehen halt alle Spezifikationen,
alle Werte und so drin. Das war ja auch lange Jahre als Literatur in der Abschlussprüfung
erlaubt. Und da ist das ganze OSI-Modell, ich glaube, auf ein oder zwei Seiten abgehandelt.
Also das hat mir nicht ausgereicht als Prüfungsvorbereitung. Von daher, ich kann dir
durchaus empfehlen, schau dir mal die entsprechenden Wikipedia-Artikel an. Die sind wirklich gut,
auch mit Bildern und Beispielen illustriert und so. Die kann ich wirklich sehr empfehlen.
Ansonsten, wenn du dich wirklich auf die nackten Informationen beschränken möchtest,
dann empfehle ich ganz klar das IT-Handbuch. Da sind natürlich alle Standards und alles,
was man wissen muss. Datenraten und ich weiß nicht, Abkürzungen und so weiter findest du da
natürlich auf jeden Fall. Also das gehört ganz sicherlich in den Buchschrank oder auf
den Nachttisch am besten jedes angehenden Prüflings, egal in welchem IT-Beruf.
Gut, damit mache ich für heute jetzt mal Schluss. Wir haben jetzt zwar erst eine der sieben Schichten
durchgekaut, aber ich verspreche, bei den nächsten wird es ein bisschen schneller gehen. Ich habe
ja auch jetzt erst mal das allgemeine Modell beschrieben und so weiter. Ich denke, da war
schon genug Input dabei. Wenn du noch irgendwas zu ergänzen hast, wenn ich noch was Wichtiges
vergessen habe oder was falsch erzählt habe. Ich bin ja eigentlich auch kein Physi,
sondern Anwendungsentwickler, aber ich muss das ganze Zeug halt auch mal lernen. Und du
wirst leider als Anwendungsentwickler auch nicht davor verschont, dir diesen Kram reinzuziehen,
weil es wirklich einfach hochgradig prüfungsrelevant ist. Ich kann es immer nur wiederholen. Das ganze
Netzwerkzeug, das macht einen riesen Bereich aus in der IT und das wird eigentlich in jeder
Prüfung immer abgefragt. In Ganzheitlich 2 dann hauptsächlich, in Ganzheitlich 1,
da geht es natürlich dann eher um die Programmierthemen, keine Frage. Aber in Ganzheitlich
2 kann dieses ganze Zeug halt rankommen. Das kommt halt auch sehr häufig dran. Von daher
unbedingt angucken, wenn du dich damit vielleicht als Anwendungsentwickler noch nicht so intensiv
beschäftigt haben solltest. Sind wir heute eigentlich, glaube ich, zu einem ganz guten
Einstieg hier gekommen? Und das werde ich natürlich dann in der nächsten Woche fortsetzen
mit den nächsten Schichten. Sicherungsschicht, Vermittlungsschicht, Transportschicht,
Sitzungsschicht. Und was haben wir noch? Die Darstellungsschicht und die Anwendungsschicht.
Die werde ich alle natürlich noch mal intensiv hier besprechen. Und wenn du dazu vielleicht jetzt
schon Fragen hast, die ich noch mit einfließen lassen soll in die nächsten Episoden, dann
kontaktiere mich doch gerne. Du kannst mir eine E-Mail schreiben oder du kontaktierst mich bei
Facebook, bei Twitter. Hier im Blog gibt es ein Kontaktformular oder du schreibst einen Kommentar
zur Episode, wie du möchtest. Es gibt tausend Möglichkeiten, mich zu kontaktieren, wenn du
willst. Und dann baue ich das vielleicht noch in meine nächsten Episoden hier zum Thema mit ein.
Ansonsten hoffe ich, dass ein bisschen was für dich heute dabei war und du noch ein bisschen
was gelernt hast. Und dann machen wir nächste Woche weiter mit den nächsten OSI-Schichten.
Bis dahin sage ich vielen, vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal. Tschüss!
Untertitel im Auftrag des ZDF für funk, 2017









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