Einführung eines neuen Azubis: Planung – Anwendungsentwickler-Podcast #115

Was ich so alles vorbereite, wenn ein neuer Azubi zum Fachinformatiker Anwendungsentwicklung zu uns kommt, erzähle ich in der einhundertfünfzehnten Episode des Anwendungsentwickler-Podcasts.

TL;DR

Für deinen Einstieg als IT-Azubi bereite ich schon vor Ausbildungsbeginn deinen Arbeitsplatz vor und stimme Schulungen mit den Berufsschulzeiten ab. In den ersten Monaten lernst du mit vorbereiteten Tutorials und praktischen Aufgaben Java sowie die Werkzeuge kennen, die du beim Entwickeln brauchst. Dazu kommen weitere IT-Grundlagen und ein eigenes Blog auf deinem Server. Zum Ende der Probezeit besprechen wir ausführlich deinen bisherigen Fortschritt, wobei auch dein Feedback zu meiner Arbeit als Ausbilder zählt.

Kapitelmarken

  • [00:00:01] Thema: Die ersten Ausbildungswochen planen
  • [00:00:20] Der Fahrplan aus Sicht eines Ausbilders
  • [00:02:20] Wann die Vorbereitungen beginnen
  • [00:03:57] Berufsschulzeiten und Einschulung klären
  • [00:06:11] Externe Schulungen buchen
  • [00:06:56] Hardware beschaffen und den Arbeitsplatz vorbereiten
  • [00:08:31] Der erste Eindruck beim Ausbildungsstart
  • [00:09:42] Kolleg:innen über den Start informieren
  • [00:10:43] Rechner und Programme einrichten und testen
  • [00:12:00] Telefon und ergonomische Eingabegeräte
  • [00:13:24] Zugänge zu Ticketsystem, Wikis und E-Mail
  • [00:15:35] Regelmäßige Termine über den Kalender planen
  • [00:16:33] Das Berichtsheft technisch vorbereiten
  • [00:18:04] Die Java-Entwicklungsumgebung bereitstellen
  • [00:19:20] Einstieg in die Support-Hotline
  • [00:20:36] Schulungen für die ersten Ausbildungsmonate
  • [00:21:12] Java-Tutorial und englische Fachbegriffe
  • [00:22:23] Lambdas und Streams mit einem Oracle-Kurs lernen
  • [00:22:55] Unit-Tests und Mocking vertiefen
  • [00:24:04] Azubi-Bootcamp mit Hilfsprogrammen und Sicherheitsthemen
  • [00:25:29] Office-Schulungen für den Arbeitsalltag
  • [00:27:19] LaTeX anhand von Videos lernen
  • [00:28:20] Git-Kurs und Fragen zum selbstständigen Erarbeiten
  • [00:29:46] Eigenen Webserver und Blog aufsetzen
  • [00:30:59] Netzwerkgrundlagen und sichere Systeme
  • [00:31:58] Zeitmanagement und Softwareprojekte
  • [00:32:43] SQL im Selbststudium lernen
  • [00:34:03] Daten anhand von IHK-Aufgaben modellieren
  • [00:36:24] Feedbackgespräch zum Ende der Probezeit
  • [00:38:24] Rückblick und unternehmensspezifische Inhalte
  • [00:41:05] Feedback, Shownotes und Newsletter

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Inhalt

Wie der Einstellungsprozess bei uns abläuft, habe ich bereits in einer früheren Episode beschrieben: Ablauf des Bewerbungsverfahrens für potentielle Azubis. Sobald der Ausbildungsvertrag unterschrieben ist, beginnen dann die Vorbereitungen auf den neuen Azubi. Im Folgenden zeige ich alle Schritte, die ich dabei durchlaufe.

Vor Beginn der Ausbildung

  • Informationen von der Berufsschule besorgen
  • Termine für überbetriebliche Schulungen machen (in unserem Fall Adabas und Natural)
  • Nötige Hardware/Software beantragen/aufsetzen (falls nicht als erste Aufgabe durch Azubi selbst umzusetzen)
  • Kollegen über den ersten Tag des Azubis in der Abteilung informieren

Technik/Arbeitsplatz aufsetzen

Die folgende Liste ist nicht vollständig und weicht je nach Unternehmen sicherlich von den gezeigten Punkten ab.

  • Windows und nötige Programme einrichten (Office etc.)
  • Telefon einrichten
  • ergonomische Eingabegeräte bereitstellen
  • Zugang einrichten/kontrollieren
    • Ticketsystem
    • Unternehmenswiki
    • Azubi-Wiki
  • Einweisung in Terminplanung im Mailprogramm (erste Einladungen zu Terminen folgen)
  • Einweisung in das Führen des Berichtshefts (Wiki/LaTeX)
  • Java-Programmierumgebung aufsetzen
  • Einweisung in Supportarbeit

Schulungen/Tutorials planen

Auch diese Liste ist sicherlich nicht vollständig. Je nach Unternehmen werden natürlich andere Inhalte geschult. Aber ich denke, meine Sammlung bietet einen guten Überblick über die Grundlagen, die ein Azubi zum Fachinformatiker Anwendungsentwicklung vermittelt bekommen sollte.

Ende der Probezeit

  • Detailliertes Feedback-Gespräch mit dem Azubi (erste Evaluierung)

Literaturempfehlungen

Hier kommt die gesammelte Liste aller oben verlinkter Podcastepisoden, die den Azubi in seinen ersten Wochen begleiten und die ersten fachlichen Kenntnisse vermitteln.

Das erwähnte Buch zur Einführung in JUnit und Mocking ist Pragmatic Unit Testing in Java 8 with JUnit* von Jeff Langr.

Jeff Langr - Pragmatic Unit Testing in Java 8 with JUnit (Affiliate)*

Links

Zusammenfassung

Vor deinem Ausbildungsbeginn

  • Bei einem Ausbildungsstart am 1. August beginne ich im Juni oder Juli mit den Vorbereitungen. Mein Fahrplan reicht bis zum Ende der Probezeit; die persönliche Begrüßung am ersten Tag behandle ich gesondert.
  • Von der Berufsschule besorge ich den Blockphasenplan und erfahre, wann du zur Einschulung kommen musst. In meinem Unternehmen wechseln sich eine Woche Berufsschule und zwei Wochen im Betrieb ab. Die Schulzeiten trage ich in meinen Kalender und das Urlaubssystem ein, damit ich Schulungen passend legen kann. Für dich halte ich die ersten Schultermine mit Datum und Uhrzeit auf einer Liste fest.
  • Externe Schulungen buche ich frühzeitig, weil Termine verschoben werden können, wenn sich zu wenige Teilnehmer:innen anmelden. In meinem Unternehmen betrifft das beispielsweise Natural und die Datenbank Adabas.
  • Wenn Hardware bestellt werden muss oder Softwarelizenzen eine Freigabe brauchen, kümmere ich mich vor deinem Start darum. Den Arbeitsplatz richten IT-Azubis aus höheren Ausbildungsjahren ein. Da mein Unternehmen mit Thin Clients arbeitet, besteht der Aufbau hauptsächlich darin, Kabel anzuschließen. Einen eigenen PC kannst du bei Interesse gemeinsam mit mir zusammenbauen.
  • Die Kolleg:innen erfahren, wann du in die IT-Abteilung kommst. Das kann nach deinem eigentlichen Ausbildungsbeginn liegen, weil du zunächst eine allgemeine Schulung mit IT-Azubis und Azubis anderer Berufe besuchst.

Dein Arbeitsplatz und deine Zugänge

  • Auf dem Rechner beziehungsweise der virtuellen Windows-Maschine wird dein Benutzerkonto eingerichtet. Netzlaufwerke und Drucker müssen erreichbar sein. Vor deinem Start wird geprüft, ob die Anmeldung funktioniert und die benötigten Programme laufen.
  • Office und die Entwicklungswerkzeuge stehen mit passenden Lizenzen bereit. Für den Einstieg in Java gehören das JDK und Eclipse dazu, bei Bedarf auch Git und Gradle. Mein Java-Tutorial ist bereits als Projekt in der IDE geöffnet, sodass du mit der ersten Aufgabe anfangen kannst.
  • Ein eingerichtetes Telefon mit eigener Nummer ermöglicht dir, Kolleg:innen zu erreichen. Ergonomische Tastaturen und Vertikalmäuse stehen zur Verfügung, wenn du damit arbeiten möchtest. Zunächst ist der Arbeitsplatz mit üblichen Eingabegeräten ausgestattet.
  • Du erhältst Zugriff auf die Systeme, die du für deine Aufgaben brauchst. Dazu gehören das Ticketsystem Redmine und das interne Wiki, außerdem Intranet und E-Mail. Über Redmine verteile ich auch Aufgaben an IT-Azubis. Im Azubi-Wiki hältst du für die Weekly Reviews interessante Codebeispiele und gelesene Artikel fest.

Ein vorbereiteter Arbeitsplatz trägt dazu bei, dass du dich im Unternehmen willkommen fühlst. Deshalb erledige ich vorher, was sich vorher erledigen lässt, und berücksichtige die Zeit, die Berechtigungen und Freigaben brauchen.

Termine und Berichtsheft

  • Regelmäßige Gespräche und Lernzielkontrollen plane ich über das E-Mail-System. Dazu kommen Reviews und Evaluierungsgespräche. Gleich zu Beginn lernst du, Einladungen anzunehmen oder abzulehnen, damit die Termine im Kalender verlässlich stehen.
  • Für das Berichtsheft richte ich alle technischen Voraussetzungen ein. Im beschriebenen Ablauf meines Unternehmens schreibst du es im Wiki; anschließend wird es mit einer kleinen Software nach LaTeX übertragen. Monatlich wird es ausgedruckt und unterschrieben. Dafür müssen der Wiki-Zugang und die LaTeX-Umgebung bereitstehen. Ein vollständig digitales Berichtsheft möchte ich mir zum Zeitpunkt der Aufnahme noch ansehen.

Java lernen und Software testen

  • Mit meinem englischsprachigen Java-Tutorial beginnst du bei den Grundlagen und lernst dabei technische Fachbegriffe. Programmiererfahrung wird vorausgesetzt als mögliche Vorerfahrung berücksichtigt; der Kurs startet bei Variablen und Datentypen und führt bis zu Vererbung und Polymorphie. Interfaces und Tests gehören ebenfalls dazu.
  • Anschließend arbeitest du einen kostenlosen Oracle-Videokurs mit Übungen zu Lambdas und Streams durch, die mit Java 8 hinzugekommen sind. Damit lernst du auch Ansätze der funktionalen Programmierung kennen.
  • Schon im Tutorial schreibst du Unit-Tests und löst eine Aufgabe zum Mocking. Nach etwa zwei bis drei Monaten vertiefst du das Testen mit dem Buch Pragmatic Unit Testing in Java 8 with JUnit. Die Inhalte brauchst du später in deinem ersten Projekt.
  • Im ersten Ausbildungsjahr hilfst du nach einer Einweisung zeitweise in der Support-Hotline aus. Ein Vollzeitkollege übernimmt den First-Level-Support regulär. Durch die Einsätze lernst du Kolleg:innen kennen und kannst schon früh bei konkreten Problemen helfen.

Schulungen für deinen Arbeitsalltag

  • Im Azubi-Bootcamp vermitteln IT-Azubis aus höheren Ausbildungsjahren Inhalte, deren Themen ich mit ihnen abstimme. Sie bereiten ihre Vorträge selbst vor. Dazu gehören Tastaturkürzel und Hilfsprogramme wie KeePass, CLCL und AutoHotkey. Auch Datenschutz und Datensicherheit werden behandelt, einschließlich Backups, Phishing-Mails und Verhalten in sozialen Netzwerken.
  • Office schule ich persönlich. Bei PowerPoint geht es um visuell gestaltete Folien, während du in Word mit Formatvorlagen und automatisch erzeugten Verzeichnissen arbeitest. Mit Excel kannst du Tabellen bearbeiten und Text über Formeln verändern, etwa um wiederkehrende Teile von Programmcode vorzubereiten.
  • LaTeX lernst du anhand meiner zehn YouTube-Videos in deinem eigenen Tempo und probierst die Inhalte direkt aus. Andere IT-Azubis können dir dabei helfen. Die Schulung findet früh statt, weil du LaTeX bereits für das Berichtsheft brauchst und später auch für deine Projektdokumentation einsetzen kannst.
  • Git begleitet dich von Anfang an beim Java-Tutorial und beim Berichtsheft. Ein Onlinekurs führt dich durch die grundlegenden Befehle und behandelt auch Branches. Meine zwei Podcast-Episoden ergänzen den Kurs auf Deutsch. Eine Checkliste mit mehr als 20 Fragen enthält allgemeine Git-Themen und Fragen zum Unternehmen, beispielsweise zur Adresse des internen Repositorys. Die Antworten erarbeitest du selbst.

Eigener Server und weitere IT-Themen

  • Innerhalb der ersten drei Monate richtest du einen eigenen Linux-Webserver ein. Darauf laufen ein Blog und eine Cloud; eine Firewall gehört ebenfalls dazu. Fachartikel zu schreiben ist Teil meiner Ausbildung, und auf deinem Blog kannst du sie veröffentlichen. Mein damaliger IT-Azubi schrieb beispielsweise passend zum Java-Tutorial über Arrays und Listen.
  • Ergänzende Schulungen vermitteln dir Netzwerkgrundlagen, darunter DHCP und DNS sowie Routing und Ports. Das hilft dir auch, deinen Server und die Firewall einzurichten. Für sichere Systeme beschäftigen wir uns außerdem mit Virenscannern und Backups sowie Windows-Updates.
  • Weitere Inhalte betreffen Zeitmanagement und deinen öffentlichen fachlichen Auftritt. Wenn du eigene Projekte beginnst, kommen agile Prozessmodelle hinzu. Scrum und das Kanban-Board im Azubi-Büro werden dabei mit der Praxis verbunden.
  • In einer persönlichen Schulung behandle ich, wie du Anforderungen an Software erfasst und daraus ein Lastenheft oder Pflichtenheft erstellst. Auch das Unternehmen selbst musst du kennenlernen: Welche Leistungen verkauft es, und wie sind die Abteilungen organisiert? Diese Inhalte hängen vom jeweiligen Betrieb ab.

SQL und Daten modellieren

  • Für Phasen, in denen ich beispielsweise im Urlaub bin, bereite ich Material zum selbstständigen Lernen von SQL vor. Dazu gehören Unterlagen einer Oracle-Schulung und eine bereitgestellte Übungsdatenbank mit dem HR-Beispielschema. Nach jedem Kapitel bearbeitest du praktische Aufgaben. Die Inhalte reichen von SELECT-Abfragen und JOINs bis zum Erstellen von Tabellen und Triggern.
  • Beim Modellieren von Daten bearbeitest du auch gemeinsam mit anderen IT-Azubis Aufgaben aus IHK-Prüfungen. Diese enthalten meist etwa sechs oder sieben Entitäten. Nach jeder Aufgabe bespreche ich die Entwürfe und gebe Feedback, das du bei der nächsten Aufgabe berücksichtigen kannst. Über mehrere Prüfungsaufgaben hinweg übst du so das Modellieren.

Ab dem zweiten Ausbildungsjahr lasse ich konkrete IHK-Prüfungsaufgaben durcharbeiten, nachdem die fachlichen Grundlagen im ersten Jahr behandelt wurden.

Gespräch zum Ende der Probezeit

  • Zum Ende der in meinem Unternehmen dreimonatigen Probezeit plane ich das erste ausführliche Evaluierungsgespräch. Checklisten und Feedbackbögen mit etwa 20 Punkten helfen dabei, dein Arbeitsverhalten und den Umgang mit Zeit zu besprechen.
  • Du gibst Rückmeldung dazu, wie du im Unternehmen angekommen bist und wo du Schwierigkeiten hast. Dabei hole ich auch Feedback dazu ein, wie ich die Ausbildung verbessern kann.
  • Für das Gespräch reserviere ich zwei bis drei Stunden. Den Termin und einen Raum plane ich einige Wochen vorher, wobei ich deine Berufsschulzeiten berücksichtige.

Transkription der gesamten Episode

Automatisch erzeugte Transkription der Episode

[0:01] Herzlich Willkommen zum Anwendungsentwickler-Podcast, dem Podcast rund um die Ausbildung zum Fachinformatiker

[0:08] für Anwendungsentwicklung. In dieser Episode geht es um die Einführung eines neuen Azubis ins Unternehmen

[0:13] und dabei konkret um die Planung der ersten Wochen der Ausbildung. Viel Spaß!

[0:20] Hallo und herzlich Willkommen zur 115. Episode des Anwendungsentwickler-Podcasts.

[0:27] Mein Name ist Stefan Macke und heute habe ich mal einen besonderen Inhalt,

[0:31] denn ich habe vor kurzem ja so eine Umfrage gemacht zu den geplanten Inhalten meines Podcasts und der Website

[0:37] und da habe ich festgestellt, dass auch durchaus der eine oder andere Ausbilder oder die Ausbilderin mir hier zuhört

[0:43] und die haben eigentlich alle darum gebeten, doch auch mal ein bisschen Inhalte für sie zu veröffentlichen.

[0:47] Und das mache ich gerne. Ich bin ja selber auch Ausbilder, also warum soll ich nicht darüber erzählen,

[0:52] was ich so aus der anderen Richtung im Prinzip mache und mich nicht nur auf die Sicht der Prüflinge beschränken

[0:58] und wie die denn gut durchs Leben kommen und durch die Prüfung.

[1:01] Also von daher erzähle ich heute auch mal ein bisschen was zur Ausbildung und zwar aus dem Blickwinkel eines Ausbilders.

[1:07] Und heute und in der nächsten Episode beschäftige ich mich jetzt mal mit der Einführung eines neuen Azubis ins Unternehmen.

[1:14] Die Aufgabe hat man ja durchaus dann einmal im Jahr, wenn der neue Azubi kommt und man regelmäßig ausbildet.

[1:20] Das ist natürlich vorausgesetzt und ich habe einfach mal jetzt gerade auch in den letzten Wochen bei der Einführung meines aktuellen Azubis

[1:26] mal so ein bisschen mitgeschrieben, was mache ich eigentlich alles die ganze Zeit, wann sollte ich was fertig machen

[1:31] und wie ist eigentlich so ein guter Aufbau, wann gehe ich was mit dem Azubi dann durch und so weiter.

[1:38] Und das habe ich jetzt einfach mal so ein bisschen in einen kleinen Fahrplan gegossen und das wollte ich heute mal erzählen.

[1:44] Beim nächsten Mal geht es dann darum, wie man den Neuen dann komplett begrüßt.

[1:49] Also wirklich am ersten Tag, was gehe ich da für Themen durch und worüber sprechen wir und wie baue ich das auf.

[1:54] Und heute geht es erstmal um die Planung, also alles was man auch vorab sich schon mal überlegen kann und teilweise aber auch bis in die Ausbildung rein.

[2:01] Ich habe das jetzt mal so ein bisschen so aufgeteilt, dass ich halt die Begrüßung und alles was ich direkt mit der Person am Tag der Einstellung quasi

[2:08] des Beginns der Berufsausbildung mache, in der nächsten Episode erzähle und heute dann alles was man im Vorfeld planen kann

[2:15] beziehungsweise dann auch was nichts mehr mit der Begrüßung zu tun hat. So habe ich das jetzt mal aufgeteilt.

[2:20] Den ganzen Teil, der abläuft bevor überhaupt der Ausbildungstrag unterschrieben wird, den habe ich schon mal in einer Podcast Episode hier komplett durchgekaut.

[2:28] Der Ablauf des Bewerbungsverfahrens für potenzielle Azubis. Da ging es dann darum, dass wir Einstellungstests machen und was da drin vorkommt

[2:35] und wie man sich vorbereiten kann und so weiter. Das heißt, das ist jetzt alles abgeschlossen.

[2:39] Das machen wir jetzt nicht mehr hier in der Episode, sondern hier geht es jetzt los ab dem Zeitpunkt quasi, wo der Azubi den Vertrag unterschrieben hat.

[2:46] Und ja, dann muss ich jetzt halt auch aktiv werden und ein bisschen was vorbereiten, damit es dann mit dem Start der Ausbildung vernünftig klappt.

[2:53] Es geht hier nicht um Inhalte, die ich schon irgendwie ein halbes Jahr im Voraus vorbereite, sondern ich beginne eigentlich relativ zeitnah zum Beginn der Ausbildung.

[3:01] Bei uns ist es immer der erste Achte. Das heißt, ich fange dann so Juni, Juli an und bereite die ersten Sachen so ein bisschen vor.

[3:08] Und ja, dann klappt das auch immer eigentlich zum ersten Achten. Es sind jetzt auch keine hochtrabenden, weltbewegenden Sachen, die ich hier vorbereite.

[3:14] Es sind also wahrscheinlich einfach ein paar Sachen dabei, die du wahrscheinlich auch schon machst, wenn du Ausbilder bist.

[3:18] Aber vielleicht sind ja auch noch ein paar Sachen dabei, die du bislang noch nicht gemacht hast und die du dir gut vorstellen könntest oder die dir vielleicht weiterhelfen.

[3:24] Deswegen fangen wir jetzt einfach mal an. Und ich habe die Episode so ein bisschen aufgebaut in mehrere Unterpunkte.

[3:30] Ich fange mal an mit allem, was man vor Beginn der Ausbildung machen kann.

[3:34] Dann geht es um die Technik und den Arbeitsplatz, der aufgesetzt werden sollte.

[3:38] Und dann habe ich noch ein paar Schulen, Schulen, Schulungen beziehungsweise Tutorials, die ich vorbereite.

[3:44] Und das Letzte ist dann das Ende der Probezeit. Und bis dahin gehe ich die Sachen auch mal durch.

[3:50] Und danach ist dann Feierabend. Nächstes Mal, wie gesagt, dann die konkrete Begrüßung.

[3:54] Mal schauen, wie weit wir heute kommen. Ich gebe mal Gas.

[3:57] Also, was kann man vor Beginn der Ausbildung schon vorbereiten, bevor der Azubi also überhaupt im Unternehmen ist?

[4:03] In meinem Fall, wie gesagt, ein, zwei Monate vorher fange ich damit an.

[4:06] Das Erste, was ich auf jeden Fall immer besorge, sind die Informationen von der Berufsschule.

[4:10] Wir machen es so, dass wir unsere Azubis zum Blockunterricht schicken.

[4:14] Das heißt, sie sind immer eine Woche in der Schule, zwei Wochen im Unternehmen.

[4:17] Andere machen das in diesem Teilzeitmodell, das heißt zum Beispiel zwei Tage die Woche Schule und die anderen drei Tage im Unternehmen.

[4:25] Wir haben uns dafür entschieden, dass wir das blockweise machen. Das finden wir irgendwie besser.

[4:28] Da können die Leute ein bisschen besser einsetzen.

[4:30] Und man muss nicht immer überlegen, an welchen Tagen ist er denn weg und wann nicht.

[4:34] Für uns passt das einfach besser, aber da gibt es bei beiden Systemen Vor- und Nachteile.

[4:38] Wichtig ist, was erfrage ich da bei der Schule?

[4:41] Ja, wann ist denn überhaupt Schule?

[4:43] Die Schulzeiten, beziehungsweise den Blockphasenplan, den besorge ich mir möglichst rechtzeitig,

[4:47] damit wir das zum Beispiel auch in unsere Urlaubssysteme eintragen können.

[4:51] Und ich auch in meinen Kalender, damit ich weiß, wann ich welche Schulungen zum Beispiel legen kann und wann nicht.

[4:56] Der Azubi muss ja logischerweise dann im Haus sein.

[4:58] Und es ist natürlich auch für den Azubi selbst wichtig, am ersten Tag zu erfahren, wann muss er denn zum ersten Mal in die Schule.

[5:04] Gerade wenn man jetzt so in Zeiten kurzer Schuljahre, wie zum Beispiel es glaube ich jetzt 2017 war,

[5:10] da war die erste Schulwoche direkt quasi nach einer halben Woche hier im Unternehmen.

[5:14] Das heißt, das müsste man ja schon zeitnah wissen, wenn man dann nach drei Tagen schon zu einem ganz anderen Ort fahren muss zum Beispiel.

[5:21] Gut, da sind für mich zwei Sachen eigentlich wichtig.

[5:23] Wann ist der erste Berufschultermin? Sei es denn ein Berufschultag oder eine Berufsschulwoche?

[5:28] Das bringe ich in Erfahrung.

[5:29] Und was auch ganz wichtig ist, bei uns jedenfalls, der Termin der Einschulung.

[5:33] Denn die Berufsschüler müssen selber quasi davorstellt werden, Ausbildungsvertrag und so mitbringen und sich quasi einschulen lassen in die Schule.

[5:40] Und an dem Termin sollte man besser teilnehmen, damit man auch in der richtigen Klasse landet am Ende.

[5:44] Und die beiden Termine kommen dann auch zum Beispiel auf eine kleine Liste, die ich dem Azubi dann bei der Begrüßung aushändige,

[5:50] wo dann die zentralen Termine auch nochmal ganz genau mit Datum, Uhrzeit draufstehen.

[5:55] Die Checkliste packe ich natürlich dann auch in die Shownotes der Episode.

[5:59] Das würde ich dann aber nicht zu dieser Episode packen, sondern zur nächsten, weil da sind dann halt noch alle Sachen drauf,

[6:04] die ich wirklich am Tag der Begrüßung mit dem neuen Azubi dann zusammen einmal durchgehe.

[6:11] Gut, jetzt haben wir also erstmal die von außen vorgegebenen Termine, nämlich die Schultermine.

[6:14] Da kann ich ja wenig dran drehen, aber danach kann ich mich jetzt richten, wenn ich meine eigenen Termine plane.

[6:20] Insbesondere zum Beispiel überbetriebliche Schulungen.

[6:23] Die fallen ja durchaus auch an in dem einen oder anderen Unternehmen.

[6:25] Bei uns ist es auch so, dass wir nicht alles selber vermitteln,

[6:28] sondern zum Beispiel für unsere Kernprogrammiersprache Natural und die Datenbank Adabas eine externe Schulung in Anspruch nehmen.

[6:34] Und die muss man dann durchaus schon zeitnah buchen, damit dann auch wirklich der Termin stattfindet.

[6:39] Manchmal sind dann nicht genug angemeldete Teilnehmer da und dann wird das verschoben und ich weiß nicht was.

[6:44] Und wenn man dann immer Probleme hat mit diesen Berufsschulwochen, dann klappt das nicht.

[6:48] Deswegen kümmere ich mich schon möglichst früh darum, die Leute dann auch bei den Schulungen anzumelden,

[6:52] dass da also auch schon mal alles unter Dach und Fach ist im Prinzip.

[6:56] Ansonsten kann ich dann, bevor die Leute anfangen, auch schon alles vorbereiten,

[7:00] was eventuell ein bisschen längere Anschaffungszeit hat.

[7:02] Zum Beispiel Hardware, Software, irgendwelche Lizenzen zum Beispiel, wenn das noch irgendwo genehmigt werden muss.

[7:07] Oder Hardware, die vielleicht aufgebaut werden muss zum Beispiel.

[7:10] Die müsste man vielleicht dann auch zeitnah zum Beispiel in der Administrationsabteilung bestellen.

[7:15] Wir haben es mal eine Zeit lang so gemacht, dass der Azubi quasi als erste Aktion an seinem ersten Tag sich seine Hardware selber aufbaut.

[7:22] Ich persönlich finde das inzwischen auch ein bisschen lächerlich, weil wir zum Beispiel im Unternehmen komplett auf Thin Client setzen.

[7:27] Das heißt, wir haben in dem Sinne gar keine richtige Hardware mehr, die man noch so aufbauen muss.

[7:30] Sondern es ist einfach nur drei Kabel reinstecken und fertig.

[7:33] Und das fand ich dann doch ein bisschen lächerlich.

[7:35] Deswegen sorge ich dafür, dass die anderen Azubis in den höheren Lehrjahren einfach dafür zuständig sind,

[7:40] einen vernünftigen Arbeitsplatz für den Neuen aufzusetzen.

[7:43] Das heißt, wenn der dann in sein Büro kommt, an seinen Arbeitsplatz, sollte eigentlich alles schon fertig sein.

[7:48] Und ja, man muss jetzt nicht selber dann irgendwie noch was aufbauen und rumfrickeln.

[7:52] Für andere Berufe mag das interessant sein.

[7:53] Für einen Physi zum Beispiel, der soll sich dann wirklich vielleicht seine Hardware da zusammenstöpseln.

[7:58] Ich persönlich finde das jetzt in unserem Fall halt, wie gesagt, nicht mehr ganz so geeignet.

[8:03] Ich biete den Azubis dann lieber an, dass sie mal ihren eigenen PC, den sie sich zu Hause hinstellen,

[8:07] mit mir gemeinsam aufbauen, also mal eine echte CPU einsetzen und sowas.

[8:10] Und das müsste man natürlich im Unternehmen nicht mehr.

[8:12] Da ist ja alles fertig.

[8:13] Und ja, ein paar Kabel zusammenstecken, da sehe ich jetzt auch nicht so den Mega-Lehren-Mehrwert dabei.

[8:19] Okay, aber das kann jeder für sich selbst entscheiden.

[8:21] Also das kann man definitiv aber im Vorfeld planen.

[8:24] Also wenn man den Azubis das aufbauen lässt, dann sollte wenigstens am ersten Tag die Hardware auch da sein.

[8:28] Und die nicht noch erst bestellt werden.

[8:30] Das wäre halt sehr peinlich.

[8:31] Und ganz wichtig, also bei allem, was ich hier erzähle, heute und in der nächsten Episode,

[8:37] der erste Eindruck, finde ich, ist ganz, ganz, ganz wichtig.

[8:40] Sowohl für den Azubi als auch für den Ausbilder oder das Ausbildungsunternehmen.

[8:44] Der Azubi, für den ist das ein riesen Umschwung in seinem Leben.

[8:47] Aus der Schule raus und jetzt ins Unternehmen.

[8:49] Ganz neue Leute, alles neu und komplett anders als bislang.

[8:53] Und da sollte man versuchen, als Unternehmen einen sehr, sehr guten Eindruck zu machen,

[8:56] um halt einfach den Azubi gleich mitzunehmen.

[8:58] Und dass er sich wohl fühlt und auch gerne im Unternehmen arbeitet.

[9:01] Umgekehrt natürlich genauso.

[9:02] Die Azubis sollen auch einen guten Eindruck machen.

[9:04] Die sollen sich auch vernünftig verhalten.

[9:05] Aber da sprechen wir vielleicht nochmal in einer anderen Episode drüber.

[9:09] Also von daher finde ich es wichtig, wenn der Azubi dann in seinem Büro ankommt

[9:13] und an seinem Arbeitsplatz loslegen will,

[9:14] dass dann nicht noch irgendwie drei Stunden lang irgendwas beantragt werden muss.

[9:17] Das ist einfach peinlich.

[9:18] Das macht einen schlechten Eindruck.

[9:20] Der neue Azubi sitzt da, dreht Däumchen, wartet auf irgendwas.

[9:23] Und das ist ein ganz schlechter Einstieg.

[9:25] Gilt übrigens aber auch für neue Mitarbeiter, nicht nur für Azubis.

[9:28] Wenn neue Leute kommen, sollte alles, was vorbereitet worden hätte sein können,

[9:33] wie auch immer, auch schon vorbereitet sein,

[9:35] damit die Leute einfach einen reibungslosen Einstieg finden

[9:38] und nicht vom ersten Tag an denken, mein Gott, hier läuft der Nächste in dem Laden.

[9:42] Aber die anderen Mitarbeiter sollen natürlich auch irgendwie informiert werden,

[9:46] dass der Azubi anfängt.

[9:47] Das ist auch der letzte Punkt auf meiner Liste jetzt.

[9:49] In unserem Fall ist es so, dass die Azubis zu Beginn ihrer Ausbildung

[9:53] noch eine allgemeine Schulung besuchen, auch mit anderen Azubis zusammen,

[9:56] also nicht nur die Fachinformatiker.

[9:58] Und da ist nicht immer klar, zu welchem Termin jetzt der Azubi wirklich in unsere Abteilung,

[10:03] also in die EDV bei uns, die IT.

[10:05] Ganz altdeutsch halt eben EDV heißt es bei uns noch.

[10:08] Und wenn man in die Abteilung kommt,

[10:10] das steht noch nicht unbedingt vom ersten Beginn der Ausbildung an fest.

[10:14] Deswegen ist es dann natürlich auch wichtig, die Kollegen zu informieren,

[10:16] wann der Azubi denn dann kommt, damit die sich nicht alle total überrascht,

[10:21] damit die nicht überrascht werden, dadurch, dass auf einmal jetzt ein neuer Mensch da rumläuft.

[10:25] Die sollen ja auch den Kollegen begrüßen und sich nicht fragen,

[10:29] sag mal, wer bist du denn, was machst du denn hier?

[10:31] Das macht, wie gesagt, wieder keinen guten Eindruck.

[10:33] Also einfach alle Leute auf Stand bringen.

[10:35] Da kommt jemand, an dem Termin kommt er.

[10:37] Und dann sind alle informiert und können den Neuen auch entsprechend begrüßen.

[10:43] Der nächste Oberpunkt auf meiner Liste wäre jetzt die benötigte Technik,

[10:47] beziehungsweise den Arbeitsplatz aufsetzen.

[10:49] Das ist jetzt schon kurz angerissen.

[10:51] Ich habe jetzt aber noch eine kleine Liste,

[10:53] die etwas konkreter auch für unser Unternehmen ist,

[10:55] aber auch durchaus ja übertragbar vielleicht auch für andere Unternehmen.

[10:58] Und hier habe ich einfach noch mal ein paar Punkte mitgebracht,

[11:00] an die man vielleicht denken sollte oder denken müsste.

[11:03] Das fängt ganz vorne an mit dem Arbeitsplatz selbst, also mit dem Rechner.

[11:07] Das heißt, bei uns zum Beispiel muss ein Windows natürlich installiert sein,

[11:10] beziehungsweise weil wir auf Thin Clients arbeiten.

[11:12] Es muss halt eine virtuelle Maschine da sein, die eingerichtet wurde,

[11:14] an der man sich anmelden kann, wo der Benutzer schon mal eingerichtet ist,

[11:18] wo, ich weiß nicht, die nötigen Netzlaufwerke installiert sind oder die Drucker

[11:22] oder was man da alles so machen muss als Admin.

[11:24] Ich bin ja Anwendungsentwickler, die klicken da bestimmt irgendwie drei Buttons

[11:27] und dann schuppdiwupp habe ich den richtigen Drucker.

[11:29] Aber das muss auf jeden Fall vorher natürlich mal getestet werden.

[11:33] Das heißt, da könnte sich eventuell auch mal ein Azubi dran setzen,

[11:36] sich mit dem neu einzurichtenden Benutzer mal anmelden, gucken, ob das alles läuft.

[11:40] Und dann alle Windows-Programme, die man vielleicht braucht,

[11:42] sowas wie Office oder insbesondere die Entwicklungsumgebung natürlich,

[11:45] wenn man eine Einführung in die Promierung bekommen soll

[11:48] und dann erstmal noch drei Stunden lang, ich weiß es nicht,

[11:50] Eclipse und Java installieren muss, das ist natürlich auch unschön.

[11:53] Von daher, die ganzen Programme sollten da sein und lauffähig sein

[11:56] und halt auch sauber lizenziert sein, wenn das ein Problem vielleicht ist.

[12:00] Als nächstes habe ich leider persönlich auch schon öfter mitgemacht,

[12:04] dass etwas ganz Wichtiges fehlt und zwar das Telefon.

[12:07] Das ist wirklich peinlich, wenn man tagelang auf ein Telefon warten muss,

[12:11] denn gerade in den ersten Tagen muss man vielleicht doch mal irgendwo anrufen

[12:14] und fragen oder man wird angerufen, weil man noch irgendwelche, ich weiß nicht,

[12:17] Formulare unterschreiben muss oder wie auch immer.

[12:19] Und wenn man dann kein Telefon hat, das ist wirklich peinlich.

[12:21] Da fühlt man sich auch nicht richtig im Unternehmen angekommen,

[12:24] das sage ich mal ganz ehrlich.

[12:25] Also dafür würde ich sorgen, dass am Tag des Beginns der Ausbildung

[12:29] auch eine Telefonnummer und ein Telefon eingerichtet ist

[12:32] und die Person einfach auch im Unternehmen kommunizieren kann.

[12:37] Was mir persönlich auch sehr wichtig ist, ist ergonomische Hardware.

[12:41] In unserem Fall kann man zum Beispiel ergonomische Tastaturen und Mäuse,

[12:44] also so Vertikalmäuse zum Beispiel, anschaffen und damit dann halt arbeiten.

[12:49] Und das sollte, falls es denn interessant ist für denjenigen,

[12:53] natürlich auch schnellstmöglich gemacht werden, damit er vernünftig arbeiten kann.

[12:56] Es gibt da allerdings keine Pflicht, solche Sachen zu benutzen

[12:59] und einige kommen zum Beispiel mit diesen Vertikalmäusen auch einfach nicht gut klar.

[13:02] Von daher wird der Arbeitsplatz erstmal eingerichtet mit ganz normalen Eingabegeräten.

[13:06] Aber eine erste Frage, die ich den Azubis dann immer stelle ist,

[13:09] wie sieht es aus, möchtest du eine vernünftige Tastatur, eine vernünftige Maus haben?

[13:13] Und dann können sie sich frei entscheiden.

[13:15] Und wenn sie das nicht wollen, ist auch okay.

[13:17] Und wenn sie es haben wollen, dann haben wir die normalerweise aber auch dann schon im Schrank liegen

[13:20] und müssen halt nicht noch drei Wochen warten, bis die geliefert werden.

[13:24] Ansonsten alle Zugänge zu irgendwelchen Systemen, die interessant sind.

[13:28] Bei uns ganz konkret, ich nenne mal drei.

[13:30] Wir haben zum Beispiel ein Ticketsystem, über das wir unsere Anforderungen verwalten,

[13:34] aber wo ich zum Beispiel auch die Aufgaben an die Azubis mitverteile,

[13:38] damit ich auch so ein Tracking habe und sehe, wer macht was und so.

[13:40] Das machen wir alles über das Ticketsystem, in unserem Fall Redmine.

[13:43] Da muss natürlich der Zugang eingerichtet werden.

[13:45] Und ja, je nachdem kann das ganz schön umfangreich sein,

[13:48] wenn es da irgendwelche Berechtigungen noch einzuholen gibt

[13:50] und wenn irgendwer noch irgendwas abnicken muss und so.

[13:53] Also je nach Größe des Unternehmens kann das mal ein langwieriger Prozess sein.

[13:56] Von daher würde ich empfehlen, das möglichst frühzeitig anzufangen.

[14:00] Außerdem haben wir zum Beispiel noch ein Wiki, in dem wir viele Informationen zusammentragen.

[14:05] Da sollte man natürlich auch dann Zugriff entsprechend drauf haben

[14:08] oder aufs Intranet oder andere Plattformen, die halt benutzt werden.

[14:11] Das Mailsystem zum Beispiel persönlich finde ich ganz, ganz wichtig.

[14:14] Ich hatte es auch schon mal, dass einige Azubis ein paar Tage lang nicht auf ihre Mails zugreifen konnten.

[14:18] Und das ist natürlich wirklich echt blöd,

[14:20] weil gerade weil ich ganz viele Termingeschichten einfach über das Mailsystem plane,

[14:24] auch wenn sie bei mir im Büro sitzen.

[14:26] Wenn ich ganz viele Termine habe, gehe ich einfach ins Mailsystem

[14:28] und suche mir einen freien Termin und lade die Leute ein.

[14:30] Und da rede ich nicht über jeden Termin,

[14:32] sondern da warte ich einfach, dass die Leute annehmen oder eben nicht.

[14:35] Und das alles andere ist halt eine super große Abstimmungsaufgabe.

[14:39] Das kann man viel besser mit solchen Hilfsmitteln machen, meiner Meinung nach.

[14:42] Außerdem werden die Leute halt nicht ständig unterbrochen in ihrer Arbeit,

[14:44] weil ich frage, ob an irgendeinem Zeitpunkt vielleicht Zeit für eine Besprechung ist zum Beispiel.

[14:48] Also für mich ist das ganz normal, das über das Mailsystem zu planen.

[14:52] Und wenn man dann keinen Zugriff auf das Mailsystem hat,

[14:54] das ist dann sehr ungünstig und macht auch einfach immer einen schlechten Eindruck,

[14:57] genau wie beim fehlenden Telefon.

[14:59] Also dafür sorgen, dass da der Zugriff da ist auf jeden Fall.

[15:02] Und zuletzt haben wir dann noch ein kleines Azubi-Wiki,

[15:04] in dem wir immer unsere Weekly Reviews durchführen,

[15:07] wo also so Codeschnipsel eingetragen werden, die man interessant fand

[15:10] und wo man Links der Woche platzieren kann, also interessante Artikel, die man gelesen hat.

[15:14] Und da ist es natürlich wichtig, dass die Azubis bei solchen Terminen,

[15:17] wenn sie da schon eingeladen werden, auch gleich was zu beitragen können.

[15:20] Und von daher muss man auch für solche vielleicht kleinen Systeme,

[15:24] an die man sonst nicht gedacht hat, eben dafür sorgen,

[15:26] dass sie da einen entsprechenden Benutzernamen kriegen und sich anmelden können,

[15:29] damit sie halt auch von Anfang an an dieser Zusammenarbeit im Unternehmen auch mitwirken können.

[15:35] Dann hatte ich gerade schon gesagt, das Mail-Programm ist für mich ganz, ganz wichtig,

[15:38] weil ich halt relativ viele regelmäßige Termine auch mit den Azubis plane.

[15:42] Da habe ich diese O3s, da habe ich Lernzielkontrollen,

[15:45] Weekly, Bi-Weekly, Monthly Review, Evaluierungsgespräche und so weiter.

[15:49] Und damit ich das auch selber auf der Kette kriege,

[15:51] nutze ich halt wirklich intensiv die Terminplanung im Mail-Programm.

[15:54] Und das ist mit das Erste, was ich dann den Azubis auch zeige,

[15:57] wie sie da entsprechend Anmeldungen, nicht Einladungen annehmen bzw. ablehnen.

[16:03] Auch wenn die wirklich bei mir im Büro sitzen, mache ich es trotzdem über das System,

[16:08] weil halt auch wirklich nicht jeder immer seinen Kalender im Kopf hat.

[16:11] Und es für mich einfach deutlich einfacher ist,

[16:14] wenn ich mit so einem Terminplaner zum Beispiel nach dem nächsten freien Termin suchen kann,

[16:18] als wenn ich irgendwie durch drei Kalender rumwurschteln muss.

[16:21] Also von daher, das ist auch mit das Erste, worauf ich achte,

[16:24] dass sie da Zugriff drauf haben und auch verstanden haben, wie das funktioniert

[16:27] und auch die Sachen annehmen bzw. ablehnen,

[16:29] damit man auch entsprechend die vielen Termine sauber unter einen Hut bekommt.

[16:33] Ansonsten gibt es natürlich auch noch ein weiteres wichtiges Thema und zwar das Berichtsheft.

[16:38] Da muss natürlich auch alles vorbereitet sein,

[16:40] sei es ein Berichtsheft tatsächlich zu kaufen, wenn man das noch schriftlich machen müsste.

[16:45] Ich weiß ja nicht, vielleicht gibt es das noch in einigen Unternehmen.

[16:47] Bei uns wird das eigentlich nur noch digital gemacht und dann leider immer noch ausgedruckt.

[16:51] Ich möchte jetzt in naher Zukunft mal dieses digitale Berichtsheft mir angucken,

[16:55] aber noch ist es nicht so weit.

[16:56] Von daher führen wir das zwar digital,

[16:58] aber es wird dann immer noch einmal monatlich ausgedruckt und unterschrieben,

[17:01] wie es sich gehört.

[17:02] Ja, so muss es ja auch sein.

[17:03] Aber bei uns ist es halt so,

[17:05] ich habe darüber schon mal in einer anderen Episode berichtet,

[17:07] dass wir das Berichtsheft halt eben in einem Wiki pflegen und dann nach LaTeX überführen,

[17:12] um das dann vernünftig formatiert auszudrücken.

[17:15] Und damit diese ganze Geschichte funktioniert,

[17:18] muss da diese kleine Software installiert sein,

[17:20] es muss eine LaTeX-Umgebung vorbereitet sein

[17:22] und der Zugriff auf das Wiki halt eben auch eingerichtet sein.

[17:25] Von daher, auch das muss man dann im Vorfeld vorbereiten,

[17:28] damit dann nicht eben gesagt wird,

[17:30] ja, jetzt fängst du mal an, das Berichtsheft zu pflegen.

[17:32] Ach ja, wir müssen aber auch noch drei Sachen dafür einrichten.

[17:35] Das dauert noch.

[17:36] Das, wie gesagt, macht wieder so einen schlechten Eindruck.

[17:38] Also dafür sorgen, dass das Berichtsheft auch von Anfang an sauber gepflegt werden kann,

[17:42] wenn es technische Voraussetzungen gibt.

[17:44] Wir alle wissen, Berichtsheft ist jetzt nicht so das,

[17:46] was die Azubis am allergeilsten finden an der Ausbildung.

[17:49] Jedenfalls ist das meistens so.

[17:51] Deswegen sollten wir da nicht noch irgendwelche technischen Hürden in den Weg legen,

[17:55] wo dann noch irgendwie ganz viel Aufwand reingesteckt werden muss,

[17:57] damit die erste Seite geschrieben werden kann.

[17:59] Das ist unnötig.

[18:00] Das kann man und sollte man auch vermeiden.

[18:04] Ansonsten habe ich noch die Entwicklungsumgebung.

[18:06] Da habe ich eben schon kurz was zu gesagt.

[18:08] In unserem Fall fangen wir mit einer Java-Entwicklung an.

[18:10] Das heißt, ich brauche einen JDK, ich brauche einen Eclipse,

[18:13] ich brauche vielleicht sogar schon ein installiertes Git,

[18:15] vielleicht sogar ein Gradle, wenn ich gleich mit einer richtigen Projektarbeit loslegen will.

[18:19] Und diese ganzen Tools, die kosten unheimlich viel Zeit,

[18:22] wenn man sich die erstmal zusammensuchen muss,

[18:24] weil man gar nicht weiß, ob man die braucht und was die überhaupt machen.

[18:27] Wenn ich jetzt da anfange als Auszubildender,

[18:29] ich habe noch gar keine Ahnung von irgendeiner Programmierung

[18:31] und soll mir jetzt erstmal fünf Tools sauber korrekt installieren,

[18:34] damit ich damit arbeiten kann,

[18:35] das ist vielleicht auch ein bisschen überfordernd und einfach auch nicht zielführend.

[18:38] Deswegen würde ich dafür sorgen, dass die komplette Entwicklungsumgebung fertig ist

[18:42] und das geht sogar so weit, dass das Projekt, also in diesem Fall mein Java-Tutorial,

[18:46] mit dem die Azubis Java lernen, dass das sogar schon importiert ist in der IDE.

[18:50] Das heißt, ich muss nicht mal mehr irgendwas öffnen,

[18:52] das Ding ist einfach da, ich starte Eclipse und ich kann mit der ersten Aufgabe loslegen.

[18:56] So muss es sein.

[18:58] Dann merken die Azubis auch, Mensch, hier wurde mitgedacht, das ist vorbereitet,

[19:01] ich habe da nicht irgendwelche Sachen, die ich noch zusammen friemeln muss

[19:04] oder irgendwas läuft nicht, sondern es ist einfach alles vorbereitet.

[19:07] Das Unternehmen wusste also wohl, dass ich komme und hat sich auch darauf eingestellt.

[19:11] Dann fühle ich mich auch gleich angenommen und irgendwie wohl im Unternehmen.

[19:15] Ich denke, auch bei solchen Kleinigkeiten sieht man das, deswegen lege ich da auch Wert drauf.

[19:20] Letzter Punkt, der dann kommt, wenn der Azubi aber wirklich dann auch da ist,

[19:24] gibt es noch eine kleine Einweisung bei uns in die Support-Hotline.

[19:28] Zumindest im ersten Lehrjahr ist es so, dass die Azubis definitiv auch mal in der Support-Hotline aushelfen

[19:33] und zwar nicht als billige Arbeitskraft, denn wir haben einen durchaus Vollzeit beschäftigten Kollegen,

[19:39] der diesen First-Level-Support macht, aber auch der ist mal in der Besprechung oder hat mal Urlaub.

[19:43] Und vor allem gerade als Neuer ist das gar nicht so schlecht mit dieser Support-Geschichte,

[19:47] weil dadurch lernt man auch mal andere Kollegen kennen.

[19:49] Dann sieht man die vielleicht sogar, wenn man da mal hinlaufen muss,

[19:52] weil z.B. der Monitor schief hängt oder ich weiß nicht, was es da manchmal so für Sachen gibt,

[19:56] die man als Supportler so machen muss.

[19:58] Es gibt natürlich auch noch andere Sachen wie z.B. Office-Probleme oder irgendwie Programmlaufen.

[20:01] Ja, ich will das gar nicht kleinreden, auf jeden Fall, man kommt mal rum,

[20:04] man sieht die Leute mal, man telefoniert auch mal mit anderen Leuten,

[20:07] man kommt einfach auch mit den Kollegen mal ins Gespräch und lernt die einfach kennen.

[20:10] Und das ist ja auch wichtig, wenn ich irgendwo neu bin, dass ich wirklich auch mal Kontakt herstelle

[20:14] zu den Leuten, die mir alle bislang unbekannt sind.

[20:16] Und über diese Tätigkeit, wenn ich sogar auch als Azubi schon nach ein paar Tagen oder Wochen

[20:20] da den Leuten helfen kann und irgendwie beitragen kann, dass die wieder arbeiten können z.B.,

[20:24] das ist eine ganz tolle Motivation und bislang hat sich eigentlich auch noch keiner beschwert,

[20:28] funktioniert eigentlich sehr gut und bringt auch beiden Seiten auf jeden Fall was.

[20:32] Gut, das ist jetzt alles, was mir zum Aufbau des Arbeitsplatzes eingefallen ist.

[20:36] Dann kommen wir jetzt zum nächsten Punkt und das sind in meinem Fall die Schulungen bzw. Tutorials,

[20:41] die die Azubis dann durcharbeiten sollen, die neuen, um dann letztlich sich dem eigentlichen

[20:46] Kernthema zu nähern, natürlich der Programmierung.

[20:49] Und auch noch ein paar anderen Sachen, die mir jetzt eingefallen sind,

[20:52] deswegen packe ich mal alles auf die Liste, was ich so in den ersten Wochen

[20:55] und auch zwei, drei Monaten der Ausbildung mit den Azubis zusammen mache.

[21:00] Auch das muss wieder nicht für dein Unternehmen genauso sein, logischerweise,

[21:03] aber auch hier wieder so ein bisschen als Anregung, vielleicht verstehen, was man so machen kann

[21:07] oder auch vielleicht sollte mit den Azubis in den ersten Wochen, damit sie halt handlungsfähig werden.

[21:12] Bei uns geht es los mit der Einführung in die Java-Programmierung. Dazu habe ich ein eigenes kleines Tutorial entwickelt.

[21:18] Das ist komplett auf Englisch, sodass man auch gleich ein bisschen die Vokabeln lernt und auch die Fachbegriffe für die Programmierthemen.

[21:24] Das fällt dem einen oder anderen mal ein bisschen schwer, weil man in der Schule ja nicht unbedingt vielleicht die ganzen Fachbegriffe gelernt hat, die man da braucht.

[21:30] Aber ich persönlich finde das gut. Gleich ins kalte Wasser werfen.

[21:33] Englisch ist die Standardsprache in der Informatik und die muss man, finde ich, vom ersten Tag der Ausbildung an auch vernünftig lernen,

[21:40] wenn man es bislang vielleicht noch ein bisschen vernachlässigt hat oder einfach in der Schule nicht so viel gelernt hat, was ja auch okay ist.

[21:45] Das sind ja technische Fachbegriffe.

[21:47] Auf jeden Fall soll es losgehen mit der Programmierung.

[21:50] Das fängt bei uns immer ganz bei Null an.

[21:52] Ich setze nicht voraus, dass irgendein Azubi schon programmieren kann.

[21:56] Ist ja nett, wenn man schon mal was gemacht hat, aber es heißt ja Ausbildung, weil man ausgebildet werden soll und was lernen soll.

[22:01] Von daher ist das Tutorial auch so aufgebaut, dass man wirklich bei den absoluten Basics anfängt.

[22:05] Also nach dem Motto, was ist eine Variable, was ist ein Integer, was ist ein String und so weiter.

[22:09] Und sich dann immer weiter hocharbeitet bis zum Thema Polymorphie und Interfaces und Testing und so weiter und so fort.

[22:16] Und ja, die gewissen Grundlagen bis hin zur Polymorphie-Vererbung sind in diesem Tutorial auch mit drin.

[22:23] Aber für weitere Sachen, die dann darüber hinausgehen, bediene ich mich dann auch gerne anderer Lernunterlagen.

[22:29] Denn da gibt es auch einfach super Sachen im Internet.

[22:31] Vor kurzem hat zum Beispiel Oracle direkt einen super Videokurs rausgebracht zum Thema Lambdas und Streams, die mit Java 8 dazugekommen sind.

[22:39] Und ja, was soll ich das Ganze nochmal in mein Tutorial einbauen?

[22:42] Das gibt es quasi perfekt mit Übungsaufgaben und allem Schnickschnack kostenlos im Internet.

[22:46] Und das ist dann auch gleich im Anschluss an das Tutorial durchzuarbeiten.

[22:50] Denn dann haben wir quasi den Ausflug in die funktionale Programmierung auch gleich mit abgehakt.

[22:55] Und gerade das Thema Testen, was mir persönlich sehr, sehr wichtig ist.

[22:58] Denn gleich schon im Tutorial geht es um Unit-Tests.

[23:01] Man muss auch selber Unit-Tests schon schreiben und dann als quasi letzte Aufgabe auch schon eine kleine Mocking-Geschichte lösen.

[23:08] Und dafür gibt es natürlich ein hervorragendes Buch, was ich hier auch schon mehrfach zitiert habe.

[23:12] Und was ich auf jeden Fall mit den Azubis dann nach den ersten, ich sage jetzt einfach mal zwei, drei Monaten, wenn man so ein bisschen fitter ist in Java, durcharbeite und durchlesen lasse.

[23:22] Und das ist das Pragmatic Unit Testing in Java 8 with JUnit.

[23:26] Dazu habe ich sogar schon mal eine Buchclub-Episode gemacht, ist alles in den Shownotes natürlich verlinkt.

[23:30] Und das ist das Ding, wenn wir tiefer ins Testen einsteigen, das müssen die Leute durcharbeiten.

[23:35] Das ist 200 Seiten dünn, also kriegt man relativ gut durchgelesen.

[23:39] Und vermittelt halt genau die Skills, die man dann braucht, um im ersten Projekt das Ganze praktisch anzuwenden.

[23:44] Und das ist meiner Meinung nach eine super Schulungsunterlage.

[23:48] Das heißt, wir fangen an mit meinem Java-Tutorial, dann setzen wir noch die Streams und die Lambdas obendrauf von Oracle.

[23:54] Und dann parallel dazu oder im Anschluss machen wir direkt das JUnit-Buch, sodass am Ende dann eigentlich richtig produktiv mit der Java-Entwicklung losgelegt werden kann.

[24:04] Parallel dazu bereite ich schon andere Schulungen vor.

[24:07] Und jetzt seit diesem Jahr, vor einigen Wochen haben wir es ja zum ersten Mal gemacht, auch das Azubi-Bootcamp.

[24:13] Da haben wir so ein paar Themen vermittelt, und zwar von anderen Azubis für die neuen Azubis.

[24:18] Zum Beispiel Shortcuts unter Windows und im Mailsystem und so weiter.

[24:22] Also wie kann ich mit der Tastatur schnell in den Programmen arbeiten?

[24:25] Oder Hilfsprogramme, die nett sind, wie zum Beispiel so etwas wie KeyPass für die Passwortverwaltung.

[24:30] Oder CLCL als Multi-Clipboard.

[24:32] Oder Auto-Hotkey zum Beispiel für Text-Snippets und so weiter und so fort.

[24:36] Also um einfach ein bisschen produktiver bei der Arbeit zu werden.

[24:39] Und aber auch so ein paar zentrale Themen, die für alle interessant sind.

[24:42] Nämlich Datenschutz, Datensicherheit, Datensicherung.

[24:45] So eine kleine Einführung, wie sollte man sich in sozialen Netzwerken verhalten?

[24:49] Woran erkennt man eine Phishing-Mail?

[24:51] Und ja, einfach so etwas, dass die Leute so ein bisschen auch ein Bewusstsein dafür kriegen, dass sie jetzt halt in einem Unternehmen arbeiten.

[24:58] Und dass es da nun mal deutlich krassere Auswirkungen hat, wenn man da mal so ein Virus einschleppt, als wenn man das zu Hause auf seinem Laptop hat.

[25:04] Und das ist eigentlich sehr gut angekommen bislang.

[25:07] Die Azubis haben das komplett selbst vorbereitet.

[25:09] Wir haben die Themen so ein bisschen abgestimmt.

[25:11] Aber die Präsentation, den Vortrag haben die Azubis in den höheren Lehrjahren dann komplett alleine gemacht.

[25:16] Und ich habe es mir dann einfach mit angeguckt.

[25:18] Und die neuen Azubis fanden das auch sehr gut.

[25:20] Haben glaube ich auch alle was davon mitgenommen.

[25:22] Also auch das werden wir jetzt in Zukunft immer regelmäßig einplanen, wenn die neuen Azubis kommen.

[25:26] Die Azubi-Bootcamps.

[25:29] Dann mache ich noch ein paar Schulungen tatsächlich selbst.

[25:32] Und zwar Office.

[25:33] Das ist auch so ein bisschen mein Steckenpferd.

[25:35] Das mag ich ganz gerne.

[25:36] Nämlich gerade Word, Excel und PowerPoint.

[25:38] PowerPoint natürlich insbesondere, weil ich natürlich auch gewisse Ansprüche habe an möglichst visuelle und grafische Darstellung.

[25:45] Von daher nehme ich mir da auch sehr viel Zeit tatsächlich.

[25:48] Aber auch die Textverarbeitung finde ich heutzutage so wichtig, dass man zum Beispiel mit Word auch vernünftig arbeiten kann.

[25:54] Auch wenn ich für längere Texte natürlich LaTeX nehme, was tausendmal besser ist.

[25:59] Dennoch gibt es natürlich da draußen immer nochmal die Anforderung mit Word zu arbeiten.

[26:03] Und wenn man damit arbeitet, sollte man auch vernünftig damit arbeiten.

[26:05] Also Stichwort Formatvorlagen.

[26:07] Keine manuellen Formatierungen.

[26:09] Wie man ein vernünftiges Inhaltsverzeichnis, Literaturverzeichnis, solche Sachen mit den eingebauten Funktionen von Word macht.

[26:15] Ich denke, das sollte jeder IT-Azubi vernünftig beigebracht bekommen und dann auch entsprechend umsetzen.

[26:21] Und das gleiche gilt für Excel.

[26:23] Excel finde ich ist so ein wichtiges Hilfsmittel.

[26:26] Nicht nur, weil ich in der Versicherung arbeite, sondern ich mache auch privat einfach so viele Sachen mit Excel.

[26:31] Sei es einfach nur, um dumme Tabellen zu pflegen mit irgendwelchen was auch immer Daten.

[26:35] Aber auch ganz viel in der Programmierung tatsächlich.

[26:37] Da nutze ich Excel als Hilfsmittel.

[26:39] Jetzt mal ein ganz bescheuertes Beispiel.

[26:41] Angenommen, ich muss irgendwie an einer Java-Klasse 23 Felder mit irgendwelchen Werten füllen.

[26:45] Das kopiere ich mir nach Excel, mache eine kleine Formel daneben zur Textmanipulation.

[26:50] Kopiere die runter und kopiere das wieder zurück in die IDI und bin ich fertig.

[26:54] Das heißt, so kleine Massenverarbeitungen kann man mit Excel so cool machen.

[26:59] Und wenn man aber gar nicht weiß, was Excel alles so bietet an Möglichkeiten, dann kommt man auch gar nicht drauf, das einzusetzen.

[27:04] Deswegen finde ich es ganz wichtig, dass so diese Standard-Office-Produkte wirklich vernünftig geschult werden und einfach bei den Azubis auch sitzen.

[27:11] Und das nehme ich persönlich in die Hand.

[27:13] Das mache ich noch wirklich als eigene Schulung bei uns im Unternehmen im Schulungsraum mit den Teilnehmern.

[27:19] Die nächste Schulung habe ich dann aber schon so ein bisschen ausgelagert und zwar in YouTube-Videos.

[27:24] Da hatte ich ja auch schon mal ein paar Beiträge zu.

[27:26] Und zwar LaTeX. Die Textverarbeitung schlechthin natürlich, wenn man vernünftige Texte wie zum Beispiel so eine Projektdokumentation setzen muss.

[27:34] Da habe ich insgesamt schon zehn YouTube-Videos zu aufgenommen und die lasse ich die Azubis dann einfach durcharbeiten.

[27:39] Also da sitze ich mich nicht mehr daneben, sondern das sollen die dann selber machen in ihrem eigenen Tempo.

[27:43] Gleich mit ausprobieren, sich vielleicht von den anderen Azubis ein bisschen helfen lassen.

[27:47] Da habe ich jetzt schon länger keine Schulung mehr gemacht.

[27:49] Das hat sich tatsächlich schon rentiert, die Videos aufzunehmen.

[27:52] Das mache ich auch mit meinen Studierenden übrigens in der Hochschule. Die gucken sich auch das Tutorial an.

[27:56] Dann sprechen wir einmal über die offenen Fragen und dann ist das Ding für mich zumindest abgehakt.

[28:01] Hat sich also auf jeden Fall rentiert und bislang hat es auch immer gut funktioniert.

[28:04] Also es scheint, die Inhalte sind soweit verständlich, dass ich also nicht noch alles dreimal erklären muss.

[28:10] Aber auch das findet halt in den ersten Tagen bei uns sofort statt.

[28:13] Denn ich hatte schon gesagt, das Berichtsheft wird schon mit LaTeX geschrieben.

[28:16] Das heißt, es ist auch eine wichtige Schulung gleich zum Einstieg in die Ausbildung.

[28:20] Was dann unweigerlich natürlich auch geschult werden sollte.

[28:23] Zwangsläufig, wenn ich programmiere, dann muss ich auch eine Versionsverwaltung benutzen.

[28:27] Bei uns im Haus ist das GIT. Wir nutzen GIT aber auch dann wirklich für alles.

[28:30] Zum Beispiel auch für das Berichtsheft und auch für das Java-Tutorial.

[28:34] Das heißt, von Anfang an muss man auch mit GIT arbeiten.

[28:37] Und auch da habe ich dann entsprechend vorbereitet.

[28:40] Zwei Podcast-Episoden, die man sich anhören kann.

[28:42] Und ich selber habe keine Schulungsunterlagen vorbereitet.

[28:44] Aber ich habe vor längerer Zeit mal einen guten GIT-Kurs im Internet gefunden.

[28:48] Den habe ich auch in den Shownotes der Podcast-Episoden verlinkt.

[28:51] Also der GIT-Podcast-Episoden.

[28:53] Und damit können Sie sich dann in GIT einarbeiten.

[28:56] Das ist dann wirklich so Schritt für Schritt.

[28:58] Von Git-Init bis hin zu Commit und Push.

[29:00] Alles einmal durch.

[29:01] Inklusive sogar Branching und so, was am Anfang gar nicht so wichtig ist natürlich.

[29:04] Aber da ist eigentlich alles drin.

[29:06] Also warum das Rad neu erfinden? Da habe ich dann einfach den Online-Kurs genommen.

[29:09] Und wie gesagt, meine beiden Podcast-Episoden gibt es ja auch noch.

[29:12] Von daher wird das auch nochmal auf Deutsch erklärt, was da so die Vor- und Nachteile sind.

[29:16] Und ich habe auch eine kleine Checkliste für diese kleine Schulung vorbereitet.

[29:20] Mit, ich glaube, es sind über 20 Fragen.

[29:22] Wo der Azubi sich dann halt selber erarbeiten soll, was die Antworten darauf sind.

[29:26] Teilweise allgemeine GIT-Fragen.

[29:28] Teilweise aber auch Fragen konkret fürs Unternehmen.

[29:30] Zum Beispiel, unter welcher Adresse ist das GIT-Repo verfügbar?

[29:33] Bei uns in der Alte Oldenburger und so weiter.

[29:35] Also ist auch so ein bisschen so eine kleine Aufgabe mit dabei.

[29:38] Nicht einfach nur lesen, anhören, fertig.

[29:40] Sondern man soll auch wirklich aktiv mal was machen.

[29:42] Und auch wirklich Fragen dann dazu beantworten.

[29:46] Dann machen wir auf jeden Fall schon mal direkt am Anfang oder ziemlich zeitnah am Anfang das Aufsetzen eines eigenen Web-Servers.

[29:53] Ich nehme das jetzt hier gerade im November 2017 auf.

[29:56] Im August 2017 ist mein neuester Azubi angefangen.

[29:59] Und der hat jetzt Stand heute schon einen lauffähigen Web-Server.

[30:03] Mit Blog-System, mit Cloud abgesichert, mit Firewall und allem Schnickschnack, was dazu gehört.

[30:08] Das heißt, innerhalb der ersten drei Monate kümmern wir uns auf jeden Fall auch schon darum, dass er seinen eigenen Server bekommt.

[30:14] Und damit halt auch arbeiten kann.

[30:16] Denn es ist ja auch ein Ausbildungsinhalt bei uns, diese Fachartikel zu schreiben.

[30:19] Das hatte ich in meiner Episode zu den Maßnahmen für eine erfolgreiche Ausbildung schon mal erwähnt.

[30:24] Und es ist ja irgendwie sinnlos, wenn man so einen Artikel schreibt.

[30:26] Und der versauert dann irgendwo.

[30:28] Viel cooler wäre, wenn man ihn in seinem eigenen Blog veröffentlichen kann.

[30:31] Was übrigens auch schon passiert ist.

[30:33] Also wenn du mein Newsletter zum Beispiel bekommst, da habe ich gerade heute den Artikel von Leon, so heißt mein Azubi, verlinkt.

[30:40] Da hat er zum Beispiel über Arrays und Listen was geschrieben.

[30:43] Passend zu seinem Fortschritt im Java-Tutorial.

[30:46] Und da hat er dann gleich mal einen Artikel zugeschrieben.

[30:48] Und das Ganze schon in den ersten drei Monaten der Ausbildung.

[30:51] Ich denke, das ist eine tolle Motivation.

[30:53] Und auf der Gegenseite natürlich für mich auch eine tolle Bestätigung, dass das so gut funktioniert hat.

[30:59] Zwischendurch streue ich noch mal immer die ein oder andere Schulung ein, wenn es passt.

[31:04] Ich habe zum Beispiel was vorbereitet zum Thema, wie funktioniert das Internet.

[31:08] Dazu habe ich schon mal vier Podcast-Episoden zum ISO-OSI-Modell aufgenommen.

[31:12] Die sind aber vielleicht ein bisschen schon sehr technisch fürs erste Lehrjahr.

[31:15] Deswegen habe ich noch eine andere Präsentation.

[31:17] So ganz grobe Sachen wie zum Beispiel DHCP, DNS, Gateway, Routing und sowas erklären.

[31:23] Damit man sich, sage ich mal, im Netzwerk so ein bisschen besser bewegen kann.

[31:26] Und gerade auch, wenn man seinen eigenen Server aufsetzt, sollte man vielleicht mal gehört haben, was ein Port ist.

[31:30] Wenn man die Firewall entsprechend konfigurieren will, sollte man vielleicht wissen, was das ist.

[31:34] Von daher, sowas streue ich dann zu Beginn ein.

[31:36] Aber auch andere Sachen wie zum Beispiel Sicherheit, auch auf dem Heim-PC.

[31:40] Also Stichwort Viren-Scanner.

[31:42] Aber auch sowas wie Backup und Windows-Updates.

[31:45] Also so ein paar völlige Grundlagen, damit die Leute sich einfach ein bisschen besser,

[31:48] auch dann zu Hause und auf allen Systemen eigentlich, wo sie sich bewegen,

[31:52] dann vernünftig bewegen und eben nicht irgendwelchen Sicherheitslücken zum Opfer fallen.

[31:58] Dann habe ich auch noch andere Sachen wie zum Beispiel, wie man sich seinen eigenen Server denn aufsetzt,

[32:02] warum man das machen sollte.

[32:03] Also Stichwort Personal Brand zum Beispiel.

[32:05] Ich habe ein bisschen was zum Zeitmanagement.

[32:07] Und wenn es dann an die ersten eigenen Projekte geht, mache ich dann auch was zu agilen Prozessmodellen und Scrum.

[32:13] Wir haben zum Beispiel in unserem Azubi-Büro so ein kleines Kanban-Board.

[32:16] Das sollte man vielleicht mal kurz erklären, worum es dann da geht und was der Sinn dahinter ist,

[32:20] was der Prozess dahinter ist.

[32:21] Und ganz nebenbei sind das natürlich auch prüfungsrelevante Inhalte.

[32:24] Die kann man natürlich dann gut mit der Praxis da verbinden.

[32:27] Oder auch zum Beispiel Anforderungsanalyse in Software-Projekten.

[32:31] Braucht man ja aller spätestens für seine Projektarbeit,

[32:33] dann muss man ja auch wirklich selber zum Beispiel so ein Lastenheft oder Pflichtenheft schreiben.

[32:37] Und wie das funktioniert, worauf man achten sollte.

[32:39] Auch das mache ich dann tatsächlich persönlich noch als Schulung bei uns im Unternehmen.

[32:43] Eine nette Geschichte, die sich in den letzten Jahren immer angeboten hat,

[32:47] wenn ich mal ein bisschen Urlaub habe.

[32:49] So, angenommen, ich habe mal zwei Wochen Urlaub oder so und der Azubi ist da

[32:52] und darf vielleicht sogar noch keinen Urlaub nehmen, weil er noch in der Probezeit ist.

[32:55] Da muss man den ja auch ein bisschen beschäftigen.

[32:57] Und da hat sich aus meiner Sicht immer angeboten, Datenbanken einzuführen.

[33:00] Das funktioniert erstaunlich gut, völlig eigenständig.

[33:03] Also die letzten Azubis, die haben alle völlig losgelöst,

[33:06] ohne meine Unterstützung SQL- und Datenbankmodellierung gelernt,

[33:10] mit Schulungsunterlagen, die ich bereitgestellt habe.

[33:13] Für SQL ist das einfach eine Standard-Oracle-Schulung, die ich selber auch mal besucht habe.

[33:18] Da haben wir noch die Folienformen rumliegen.

[33:20] Und mit dieser Standard-Datenbank, die Oracle so mitbringt,

[33:23] das ist diese HR, also Human Resources-Geschichte mit Employees und Countries und Departments usw.

[33:30] Und das ist irgendwie ein, ich glaube, 500 Seiten langer Foliensatz,

[33:34] wo jeder Schnickschnack erklärt wird, vom Select bis zum Join und Create Table und Trigger

[33:40] und ich weiß nicht was, da ist irgendwie alles drin, was man so wissen muss.

[33:43] Und das eignet sich hervorragend auch für Selbststudium,

[33:46] weil es nach jedem Kapitel auch die entsprechenden Aufgaben gleich dazu gibt.

[33:49] Das heißt, in der Datenbank, die dann natürlich bereitgestellt wird vom Unternehmen,

[33:53] macht man auch wirklich dann die Select-Abfragen oder die Create-Tables usw.

[33:56] Und sieht dann auch, ob man es richtig gemacht hat oder nicht.

[33:59] Das heißt, es ist eine perfekte Geschichte für Selbststudium, zumindest der SQL-Bereich.

[34:03] Die Datenmodellierung, da machen wir das dann ein bisschen anders.

[34:06] Das machen wir dann zusammen und meistens auch mehrere Azubis zusammen.

[34:09] Um das dann immer so zeitlich einzuteilen, dass sie das noch nicht vorher gemacht haben.

[34:12] Und dann können die zum Beispiel zu zweit mal diese Modellierungsaufgaben machen.

[34:16] Und da nehme ich dann zum Beispiel auch wirklich die konkreten Aufgaben direkt aus den IHK-Prüfungen,

[34:20] weil die immer so schön klein und abgeschlossen sind.

[34:23] Das sind meistens so, ich sage jetzt mal, sechs, sieben Tabellen oder Entitäten.

[34:26] Und damit kann man genau diese Modellierungsgeschichten sehr, sehr gut üben einfach.

[34:30] Außerdem übt man natürlich auch gleich mit den echten Prüfungsaufgaben.

[34:33] Also besser geht es ja nicht.

[34:35] Und das machen wir dann aber meistens so, weil man bei der Modellierung ja doch ein bisschen Feedback braucht.

[34:39] Ich lasse jetzt nicht zehn Modelle entwickeln und die sind dann alle falsch.

[34:43] Das ist irgendwie nicht so zielführend, sondern wir machen dann eine Modellierung,

[34:46] gucken uns die Ideen an der Azubis, überlegen, was vielleicht besser gemacht werden könnte und warum.

[34:51] Und mit diesem Wissen geht man dann in die nächste Aufgabe und macht wieder so eine Feedbackgeschichte usw.

[34:56] Bis man am Ende, ich sage jetzt einfach mal, sieben, acht Prüfungen mit Modellierungsaufgaben durchgearbeitet hat.

[35:02] Und dann hat man schon wirklich sehr gutes Gefühl für diese Aufgaben.

[35:05] Und aus meiner Sicht ist man dann für den Bereich SQL und Modellierung in der IHK-Prüfung auch schon bestens vorbereitet.

[35:12] Also das ist eine schöne Sache, wenn ich mal ein bisschen Leerlauf habe.

[35:16] Also wenn ich mal Urlaub habe, da lasse ich die einfach auf die Datenbanken los.

[35:19] Und es hat bislang wirklich hervorragend funktioniert, muss ich sagen.

[35:23] Ja, also zum Überblick, was mache ich persönlich noch an Schulungen?

[35:27] Beziehungsweise, was plane ich für Schulungen dann eventuell auch durch externe Schulungsunterlagen begleitet in den ersten Monaten?

[35:33] Die Programmiersprache auf jeden Fall, auch mit neuen Besonderheiten wie zum Beispiel Lambdas usw.

[35:39] Dann machen wir dieses Bootcamp, wir machen eine intensive Office-Schulung.

[35:43] Die drei Kernprodukte PowerPoint, Word, Excel, die müssen sitzen.

[35:46] Aus meiner Sicht LaTeX unabdingbar, gerade für die Berichtsheftgeschichte und für das Abschlussprojekt.

[35:52] Git selbstverständlich, wenn ich entwickeln will, den eigenen Linux-Server aufsetzen, Block aufsetzen usw.

[35:58] Ein paar andere Schulungen wie Internet, Sicherheit, Zeitmanagement usw.

[36:02] Und bei Leerlauf gerne dann auch die Datenbanken, also SQL und Modellierung.

[36:07] Und ich denke, wenn man das alles schon im ersten Lehrjahr komplett gezeigt bekommen hat,

[36:11] dann ist man schon sehr gut vorbereitet und kann ab dem zweiten Lehrjahr dann auch in die IHK-Prüfungen einsteigen.

[36:16] Und das machen wir ja auch so. Da werden dann also wirklich konkret die Aufgaben durchgearbeitet.

[36:21] Aber dann sind wir ja schon im zweiten Lehrjahr. Das passt jetzt hier nicht mehr rein.

[36:24] Gut, dann kommen wir schon zum letzten Punkt. Der ist auch gar nicht so lang. Und zwar Ende der Probezeit.

[36:28] Was mache ich da nochmal? Am Ende der Probezeit gibt es eigentlich nur einen wichtigen Termin.

[36:32] Und zwar das erste Evaluierungsgespräch. Auch dazu habe ich schon mal eine komplette Episode aufgenommen.

[36:37] Auch mit den Checklisten und Feedbackbögen, die wir da gemeinsam durchgehen.

[36:41] Mit 20 Ankreuzpunkten zu verschiedensten Geschichten um Arbeitsverhalten und Zeiteinhaltung.

[36:49] Und ich weiß es nicht. Alles Mögliche steht da drauf. Gerne mal reinhören.

[36:52] Das mache ich auf jeden Fall zum Ende der Probezeit, damit man auch nochmal einfach so einen Termin hat.

[36:58] Und dieser Termin nicht einfach so verstreicht nach dem Motto, gestern war ich noch in der Probezeit, heute bin ich fest angestellt.

[37:04] Sondern ich finde es auch wichtig, dass man dieses Ende der Probezeit nochmal mit irgendeinem etwas längeren Termin bespricht.

[37:12] Und deswegen machen wir da das erste Evaluierungsgespräch und sprechen schon mal über die ersten drei Monate.

[37:17] Wie der Azubi sich auf jeden Fall auch fühlt im Unternehmen. Ist er gut angekommen? Wo gibt es Probleme? Was kann man besser machen?

[37:22] Also wirklich ein komplettes, umfangreiches Feedback in beide Richtungen.

[37:26] Also ich hole mir natürlich auch Feedback ein, was man besser machen kann in der Ausbildung.

[37:30] Und damit schließen wir so ein bisschen die ersten drei Monate ab in unserem Fall.

[37:34] Dann also auch die Probezeit und danach geht es dann mit anderen Sachen, anderen Schulungen, anderen Inhalten wieder weiter.

[37:40] Aber das sollte man auf jeden Fall auch einplanen.

[37:43] Also so eine Evaluierung, die dauert durchaus mal zwei bis drei Stunden.

[37:46] Und wenn dann zum Beispiel genau in der Woche, wo die Probezeit ausläuft, vielleicht die Berufsschule ist, dann wird das schlecht.

[37:53] Das heißt, man muss da auch hier schon ein paar Wochen im Voraus vielleicht einen Termin suchen und einen Raum buchen und halt alles, was dazugehört.

[38:00] Also von daher, deswegen nehme ich es auf jeden Fall mit auf die Liste hier, weil es für mich auch so ein wichtiger Meilenstein, sage ich einfach mal, ist.

[38:06] Probezeit ist jetzt beendet. Jetzt geht so die Ausbildung ist vorher schon richtig losgegangen.

[38:11] Aber ja, das ist ja halt schon irgendwie nochmal wichtig, wenn man es über die Probezeit geschafft hat, ist ja gut.

[38:15] Da hat man erst mal einen sicheren Arbeitsplatz und für beide Seiten ändert sich ja vielleicht irgendwie ein bisschen auch was von der Wahrnehmung.

[38:20] Und deswegen finde ich es wichtig, dass man nochmal so einen Termin macht.

[38:24] Okay, ja, das war's für heute.

[38:26] Ich denke, wir haben schon eine ganze lange Liste hier durchgearbeitet.

[38:29] Beim nächsten Mal, wie gesagt, geht es dann um eine noch längere Liste und zwar das, was ich bei der Begrüßung mit den Azubis mache.

[38:35] Und da geht es dann wirklich sehr ins Detail, was ich mit den Leuten dadurch spreche, worauf man sie so hinweisen sollte.

[38:40] Also sei schon mal gespannt, wie es da weitergeht.

[38:42] Kurzes Recap nochmal, was wir heute jetzt gemacht haben.

[38:45] Also vor Beginn der Ausbildung kümmere ich mich darum, alle Informationen zur Berufsschule zu suchen, Einschulung, Blockphasen planen und so weiter.

[38:52] Überbetriebliche Schulung schon möglichst im Vorfeld planen, damit die nicht mit der Berufsschule zum Beispiel kollidieren.

[38:57] Hardware, Software aufsetzen, also einfach den Arbeitsplatz vernünftig einrichten für den Azubi.

[39:02] Und wichtig, auch die Kollegen nochmal informieren.

[39:05] Mensch, an Tag X kommt da jetzt ein neuer Kollege. Begrüß den mal.

[39:10] Beim Arbeitsplatz sind es dann Sachen wie das Telefon, die Windows-Installation, eine Office-Installation, aber auch die Eingabegeräte, also ergonomische Hardware und so weiter.

[39:18] Dann Zugang zu allen möglichen Systemen, also Wikis, Ticketsystem, alle, ich weiß nicht, Intranet, Mail-Programm und so weiter und so fort.

[39:26] Und natürlich auch alles vorbereiten für das führen des Berichtsheft.

[39:30] Das ist Pflicht bei der Ausbildung und das muss dann auch entsprechend vorbereitet sein.

[39:34] Außerdem Programmierumgebung aufsetzen zum Beispiel und auch eine Einweisung vielleicht in den Support, wenn der Azubi dann mithelfen soll.

[39:41] Konkrete Schulungen, die ich so vorschlage, die ich auch mache, die habe ich jetzt vor zwei Minuten nochmal komplett wiederholt.

[39:47] Deswegen gehe ich die jetzt alle nicht nochmal durch.

[39:49] Aber im Prinzip Programmiersprachen, Office und alles, was für das Unternehmen halt noch so wichtig ist.

[39:54] Ich bin jetzt gar nicht zum Beispiel auf die konkreten Schulungen für das Unternehmen selbst eingegangen.

[39:59] Also womit verdienen wir eigentlich Geld in unserem Fall der Versicherung zum Beispiel?

[40:02] Welche Tarife gibt es denn zum Beispiel bei uns?

[40:04] Oder wie ist das Unternehmen aufgestellt? Welche Abteilungen gibt es? Wie sind die Hierarchien und so weiter?

[40:10] Das muss man natürlich auch irgendwie noch vermitteln.

[40:12] Aber ich gehe hier natürlich dann eher auf die allgemeinen Inhalte ein, weil das ja sehr unternehmensspezifisch ist.

[40:17] Und ich möchte so ein bisschen hier Sachen zeigen, die vielleicht auch in anderen Unternehmen angewendet werden können.

[40:22] Und am Ende der Probezeit jetzt ganz zum Schluss nochmal einmal eine längere Evaluierung, um einfach diesen Meilenstein so ein bisschen sauber abzuhaken.

[40:29] Ja, und dann haben wir auch schon die ersten drei Monate rum.

[40:31] Und das geht schneller, als man denkt.

[40:33] Also wenn ich jetzt schon zurückdenke, ja, ich kann mich schon gar nicht mehr daran erinnern, wie es war, als unser neuer Azubi noch nicht da war.

[40:38] Also ja, das ist so schnell im Alltag quasi angekommen.

[40:42] Und von daher wichtig, dass man das vernünftig plant.

[40:45] Dann läuft das auch reibungslos und dann gibt es halt keine Konflikte oder Leute langweilen sich oder warten auf Aufgaben.

[40:51] Das ist immer kein guter Eindruck.

[40:53] Deswegen ruhig ein bisschen Zeit nehmen, die Sachen planen, vielleicht auch schon mal in den Kalender eintragen, Checklisten machen, ist auch immer ganz gut.

[41:00] Das mache ich dann wie gesagt auch nochmal nächste Woche für die Begrüßung.

[41:03] Ja, und dann klappt das eigentlich auch.

[41:05] Wenn du jetzt noch weiteres Feedback hast, oder vielleicht Sachen, die du noch machst mit deinen Azubis,

[41:09] oder wenn du selber Azubi bist und irgendwas Tolles gemacht wurde mit dir zu Beginn deiner Ausbildung,

[41:14] schreib mir gerne einen Kommentar, ja.

[41:16] Die Shownotes zur Episode findest du wie immer unter anwendungsentwicklerpodcast.de

[41:20] slash 115 für die 115. Episode heute.

[41:25] Ich würde mich über deinen Kommentar sehr freuen.

[41:29] Ansonsten kannst du dich wie immer gerne in meinen Newsletter eintragen,

[41:32] anwendungsentwicklerpodcast.de slash Newsletter.

[41:35] Darüber habe ich ja auch diese kleine Umfrage bekannt gemacht zur Zukunft meines Podcasts.

[41:39] Und du hörst heute selber.

[41:41] Ich nehme das Feedback mir wirklich zu Herzen.

[41:44] Und ich versuche jetzt auch, was zu ändern und die Sachen entsprechend so zu bauen,

[41:47] wie meine Hörer das gerne hätten.

[41:49] Von daher, wenn du mit mir in Kontakt treten willst,

[41:51] oder auch immer die Neuigkeiten von meiner Website sofort als Erster erfahren willst,

[41:56] dann, ja, trag dich doch einfach ein.

[41:57] Newsletter kostet nix.

[41:59] Kannst dich jederzeit auch wieder abmelden, wenn es dir nicht mehr gefällt.

[42:02] Und zum Schluss hätte ich noch eine persönliche Bitte.

[42:04] Wenn du vielleicht mal fünf Minuten erübrigen kannst,

[42:06] dann schreib mir doch mal eine Rezension, ein kleines Review bei iTunes oder bei Stitcher

[42:11] oder wo auch immer du diesen Podcast abonniert hast.

[42:13] Das würde mich wirklich freuen, denn ich möchte noch ein bisschen bekannter werden

[42:18] und noch mehr Azubis da draußen helfen.

[42:20] Ich denke, es gibt immer noch viele, die Unterstützung gebrauchen können.

[42:23] Und, ja, durch die Reviews rutsche ich eventuell bei iTunes ein bisschen nach oben

[42:28] und werde ein bisschen sichtbarer.

[42:29] Würde mich freuen, wenn du die Zeit einmal nimmst.

[42:31] Und, ja, ich gucke mir wirklich jedes Review an

[42:33] und ich freue mich immer über dein Feedback.

[42:36] So, damit wäre ich für heute jetzt aber fertig.

[42:39] Ich sage vielen, vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.

[42:43] Tschüss!

Polyglot Clean Code Developer
About the Author
Ausbildungsleiter für Fachinformatiker:innen Anwendungsentwicklung, IHK-Prüfer und ehemaliger Hochschuldozent für Programmierung und Software-Engineering.

4 comments on “Einführung eines neuen Azubis: Planung – Anwendungsentwickler-Podcast #115”

  1. Marcel sagt:

    Kennst Du, ( Ich sag mal ganz frech Du :),

    eine gutes Terminscript nennen, ggf PHP-Basiert?
    Ich wollt zwar mal ein eigenes schreiben aber das ist etwas gescheitert 😀 Alles mit Datum ist doch etwas komplexer als gedacht.

    PS: Berichtsheft. Das ist echt das nervigste. Ich mach das immer auf den letzten Drücker so 20 Wochen nachtragen kann schon mal passieren und dann kommt nur Blödsinn rein, oder ich schreibe von anderen ab. Ich bin Bürokratieallergiker. 😀

  2. Stefan Macke sagt:

    Ich vermute, dass du mit Terminscript einen Kalender meinst!? Ich nutze OwnCloud dafür. Kann man dann auch mit Android synchronisieren usw.

  3. Andreas sagt:

    Hey Stefan,

    vielen Dank für deine Podcasts 🙂
    Sie helfen einem neuen Ausbilder wie mir sehr. Eine Frage habe ich hier noch. Wie trackst du welche Ausbildungsordnungspunkte du schon abgedeckt hast?

    Liebe Grüße und Danke

    PS: wir nutzen NextCloud (OwnCloud fork in besser ;))

  4. Stefan Macke sagt:

    Das mache ich ganz einfach mit einer Tabelle/Liste in Evernote bzw. in unserem Ausbildungsbereich im Unternehmenswiki.

    NextCloud setzen meine Azubis auch ein. Aber ich hatte noch keine Lust zu migrieren 🙂

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