Häufige Fragen zum Berichtsheft – Anwendungsentwickler-Podcast #52

Für viele Auszubildende zählt das Führen des Ausbildungsnachweises – des Berichtshefts – nicht gerade zu den Lieblingstätigkeiten. Es wird also Zeit, sich in der zweiundfünfzigsten Episode des Anwendungsentwickler-Podcasts einmal eingehender mit ihm auseinanderzusetzen.

TL;DR

Mit deinem Berichtsheft hältst du fest, was du während deiner IT-Ausbildung gemacht und gelernt hast, und kannst bei Problemen deinen Ausbildungsverlauf belegen. Es gehört zu den Voraussetzungen für die Abschlussprüfung; eine Note bekommst du dafür nicht. Ich empfehle dir, deine Einträge regelmäßig während der Arbeitszeit zu schreiben und zeitnah von deinem/deiner Ausbilder:in unterschreiben zu lassen. Welche Form und Fristen für dich gelten, klärst du mit deiner zuständigen IHK; beim Schreiben kannst du zugleich mit LaTeX üben oder über deinen Lernfortschritt nachdenken.

Kapitelmarken

  • [00:00:01] Einstieg: Das Berichtsheft in der IT-Ausbildung
  • [00:01:32] Ausbildungsaufgaben nachweisen und sich absichern
  • [00:03:15] Gesetzliche Pflicht und Voraussetzungen für die Prüfung
  • [00:04:31] Während der Arbeitszeit schreiben und Berichte durchsehen lassen
  • [00:05:34] Sonderfälle: Externe Prüflinge und dual Studierende
  • [00:07:16] Vorlagen der IHK und eine Vorlage für LaTeX
  • [00:08:35] Inhalte aus Betrieb und Berufsschule
  • [00:09:25] Ausbildungsfremde Aufgaben festhalten und ansprechen
  • [00:10:25] Ausdruck, Mappe und handschriftliche Berichte
  • [00:12:26] Software wählen und Dateien sichern
  • [00:14:11] Mein Ablauf mit Wiki und LaTeX
  • [00:14:48] Wie ausführlich die Einträge sein sollen
  • [00:16:13] Berichte regelmäßig aktualisieren
  • [00:17:32] Nachträglich schreiben und unstimmige Angaben vermeiden
  • [00:18:55] Wie Prüfer:innen das Berichtsheft durchsehen
  • [00:19:15] Berichtsheft zur Prüfung vorlegen
  • [00:20:17] Digitale Abgabe und Fristen der IHK
  • [00:21:35] Folgen eines fehlenden Berichtshefts
  • [00:22:27] Das Berichtsheft und die Prüfungsnote
  • [00:23:33] Feste Termine für das Schreiben einplanen
  • [00:24:12] Sich absichern und für das Abschlussprojekt üben
  • [00:25:19] Sprachlich sorgfältig schreiben
  • [00:26:09] Mit Technik arbeiten und Abläufe automatisieren
  • [00:27:09] Über den eigenen Lernfortschritt nachdenken
  • [00:28:02] Erfolge im Berichtsheft festhalten
  • [00:29:08] Berichte zeitnah unterschreiben lassen
  • [00:30:19] Ideen für Blogbeiträge sammeln
  • [00:31:14] Tagesberichte aus erfassten Projektzeiten erzeugen
  • [00:32:28] Kontakt, Themenwünsche und Newsletter
  • [00:33:52] Ausblick auf den Buchclub zum IT-Handbuch

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Inhalt

Von vielen Azubis wird das Berichtsheft als nervige Pflicht angesehen, aber es gibt auch einen konkreten Grund, warum es erforderlich ist. Und mit ein wenig Einsatz kann das Führen des Berichtshefts sogar Spaß machen.

Warum muss ich überhaupt ein Berichtsheft führen?

Laut § 43 (Zulassung zur Abschlussprüfung) des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) „Berufsbildungsgesetz (BBiG)“) gilt:

Zur Abschlussprüfung ist zuzulassen, […] wer an vorgeschriebenen Zwischenprüfungen teilgenommen sowie vorgeschriebene schriftliche Ausbildungsnachweise geführt hat […]

Das bedeutet, dass man nur zur Prüfung zugelassen wird, wenn man sein Berichtsheft ordnungsgemäß geführt hat. U.a. in § 7 (Berichtsheft) der Verordnung über die Berufsausbildung im Bereich der Informations- und Telekommunikationstechnik wird darüber hinaus das Berichtsheft für die IT-Berufe noch etwas genauer beschrieben:

Der Auszubildende hat ein Berichtsheft in Form eines Ausbildungsnachweises zu führen. Ihm ist Gelegenheit zu geben, das Berichtsheft während der Ausbildungszeit zu führen. Der Ausbildende hat das Berichtsheft regelmäßig durchzusehen.

Es gibt also eine eindeutige gesetzliche Regelung zum Berichtsheft. Und daran hat sich jeder Ausbildungsbetrieb, aber auch jeder Azubi zu halten. Wir schauen in der Prüfung auch durchaus in die Berichtshefte und nehmen Stichproben von den vermittelten Inhalten. Gerade bei etwas schlechteren Prüflingen ist häufig die Frage, ob der Ausbildungsbetrieb eine Mitschuld trägt. Und das lässt sich nur anhand der Ausbildungsinhalte nachweisen.

Und genau dieser wichtige Grund spricht auch aus Sicht des Prüflings für die korrekte Pflege des Berichtshefts. Es ist nämlich der einzige schriftliche Nachweis für ein Fehlverhalten des Ausbildungsbetriebs. Wenn der Ausbildende den Azubi drei Jahre lang nur Kaffee kochen lässt und das auch immer brav im Berichtsheft unterzeichnet hat, hat der Azubi später bei Problemen in der Abschlussprüfung die Möglichkeit, sich über das Ausbildungsunternehmen zu beschweren.

Natürlich sollte man nicht bis zur Abschlussprüfung damit warten. Also wenn im ersten Jahr außer einfachen Hilfstätigkeiten kein ausbildungsrelevanter Inhalt im Berichtsheft steht, wird es als Azubi Zeit, tätig zu werden und die zuständige IHK zu kontaktieren.

Wann sollte ich das Berichtsheft pflegen?

Ich kenne einige Azubis, die das Führen des Berichtshefts nicht so ernst nehmen, und teils kurz vor der Prüfung Nachtschichten einlegen, um ein Berichtsheft zu produzieren. Das würde ich definitiv nicht empfehlen! Zusätzlich dazu, dass damit der gesamte Sinn des Berichtshefts hinfällig wird, ist es auch einfach schwierig, sich Ausbildungsnachweise für drei Jahre aus den Fingern zu saugen. Und wenn man dann noch alle Nachweise mit dem gleichen Datum unterschreibt, macht man es dem Prüfungsausschuss leicht, den Schwindel zu erkennen.

Eine vernünftige Ausbilderin wird darauf achten, dass das Berichtsheft regelmäßig geführt wird und den notwendigen Qualitätsanforderungen genügt. Rechtschreibfehler usw. sollten also im Berichtsheft nicht auftauchen.

Auch sollte das Berichtsheft regelmäßig ausgedruckt und abgeheftet werden, damit nicht kurz vor der Prüfung die große Panik einsetzt oder man das Berichtsheft gar ganz vergisst. Damit hat man als Azubi auch regelmäßig eine Unterschrift des Ausbildenden und könnte sich ggfs. bei der IHK beschweren, wenn es Probleme gibt. Ein guter Ausbildungsbetrieb wird kein Problem damit haben, regelmäßig das Berichtsheft abzuzeichnen.

Was heißt nun regelmäßig? Das kommt wohl wieder einmal auf die IHK an. Bei der IHK Oldenburg (siehe Berichtsheft kaufmännisch) sind die Ausbildungsnachweise als Wochenprotokolle zu führen und einmal monatlich zu unterzeichnen. Das ist meiner Meinung nach auch sinnvoll, da man als Anwendungsentwickler ja durchaus länger an Projekten arbeitet und nicht täglich etwas zu berichten hat (z.B. „Heute habe ich eine Schleife programmiert.“). Ich habe aber auch schon (dicke) Berichtshefte gesehen, die aus Tagesprotokollen bestanden.

Also: Informiere dich bei deiner IHK, wie das Berichtsheft zu führen ist. Normalerweise sollte dein Ausbildungsbetrieb das aber auch wissen.

In welcher Form sollte das Berichtsheft geführt werden?

Ich habe schon einige Berichtshefte gesehen, die handschriftlich geführt wurden. Ich finde allerdings das passt nicht so recht zu einem IT-Beruf. Außerdem ist das ein ziemlicher Aufwand. Ich würde also getippte Berichte empfehlen.

Natürlich könnte man nun eine Word-Datei anlegen – ggfs. auf Basis einer bestehenden Vorlage der IHK -, aber auch davon rate ich ab. Schließlich sind wir doch ITler! Also bevorzuge ich etwas modernere Methoden.

Ich empfehle, das Berichtsheft in einem Wiki oder einer Plain-Text-Datei (z.B. mit Markdown) mit Versionierung (z.B. mit Git) zu führen. Das erleichtert die Korrekturen und auch die Prüfung durch den Ausbilder. Im Firmenwiki kann der Ausbilder sich jederzeit ein Bild vom Stand des Berichtshefts machen und ggfs. schon Korrekturen einbringen. In Word-Dateien ist das einfach umständlicher.

Aus den Wiki-Texten kann man dann z.B. ein LaTeX-Dokument füllen und hat auf Knopfdruck ein perfekt gesetztes Berichtsheft. Meine Azubis haben das Ganze so schon umgesetzt.

Zusammenfassung

  • Warum muss ich überhaupt ein Berichtsheft führen?
    • Um dich gegenüber deinem Ausbildungsunternehmen abzusichern, falls du keine adäquate Ausbildung bekommst.
  • Bin ich verpflichtet, das Berichtsheft zu führen?

    • Ja. Das regelt §43 des BBiG:

      Zur Abschlussprüfung ist zuzulassen, […] wer an vorgeschriebenen Zwischenprüfungen teilgenommen sowie vorgeschriebene schriftliche Ausbildungsnachweise geführt hat […]

      Und die Verordnung über die Berufsausbildung im Bereich der Informations- und Telekommunikationstechnik sagt:

      Der Auszubildende hat ein Berichtsheft in Form eines Ausbildungsnachweises zu führen. Ihm ist Gelegenheit zu geben, das Berichtsheft während der Ausbildungszeit zu führen. Der Ausbildende hat das Berichtsheft regelmäßig durchzusehen.

  • Ich bin dualer Student oder externer Prüfling. Muss ich auch ein Berichtsheft führen?
    • Externe Prüflinge müssen häufig kein Berichtsheft führen, sondern nur einen Praxisbericht schreiben.
  • Kannst du mir eine verbindliche Auskunft darüber geben, ob und wie ich mein Berichtsheft zu führen habe?
    • Nein. Das kann nur die für dich zuständige IHK.
  • Gibt es Vorlagen für das Berichtsheft?
  • Was gehört ins Berichtsheft?
    • Die Tätigkeiten, die du im Rahmen deiner Ausbildung durchgeführt hast.
    • Was du gelernt hast.
    • Die Inhalte in der Berufsschule.
  • In welcher Form soll ich das Berichtsheft führen?
    • Am häufigsten sehe ich ausgedruckte DIN A4-Blätter in stabilen Schnellheftern aus Pappe*. Einige Prüflinge lassen ihr Berichtsheft sogar binden. Es gibt aber auch IHKen, die das Berichtsheft online haben möchten. Einige Prüflinge führen das Berichtsheft auch handschriftlich (davon würde ich aber abraten).
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  • Wie soll ich das Berichtsheft technisch führen?
    • Mit einem Textverarbeitungsprogramm deiner Wahl, z.B. LaTeX, Word* oder einem simplen Texteditor. Auf jeden Fall so, dass du es später einfach in die von der IHK gewünschte Form bringen kannst.
  • Darf ich das Berichtsheft während der Arbeitszeit führen?
    • Ja (siehe oben).
  • Wie detailliert müssen die Einträge sein?
    • Meiner Meinung nach reichen Wochenprotokolle mit einer Auflistung der wichtigsten Tätigkeiten. Es ist nicht sinnvoll, stundengenau zu protokollieren und jede kleine Fitzeligkeit aufzuschreiben. Im Zweifel bitte deine IHK nach den Vorgaben fragen.
  • Wie oft sollte ich das Berichtsheft aktualisieren?
    • Ich empfehle einmal wöchentlich. Dann hat man die Tätigkeiten noch im Kopf und es geht ganz schnell. Bei Tagesprotokollen logischerweise täglich.
  • Kann ich das Berichtsheft nicht auch kurz vor der Prüfung erstellen?
    • Theoretisch ja, ist aber sehr schwierig. Versuch dich mal daran zu erinnern, was du letzte Woche Mittwoch gemacht hast! Und die Einträge müssen auch chronologisch korrekt sein (z.B. die Projektbearbeitungszeit). Außerdem ist dann der eigentlich Sinn des Berichtshefts völlig verfehlt.
  • Wann und wem muss ich das Berichtsheft vorlegen?
  • Was passiert, wenn ich das Berichtsheft nicht mit zur mündlichen Prüfung bringe?
    • Du wirst nicht geprüft und musst ggfs. ein halbes Jahr auf den nächsten Termin warten.
  • Schauen die Prüfer wirklich in das Berichtsheft?
    • Das kommt auf den Prüfungsausschuss an. Wir schauen immer rein.
  • Geht das Berichtsheft mit in die Benotung ein?
    • Nein.
  • Hast du ein paar konkrete Tipps zum Führen des Berichtshefts?
    • Berichtsheft jede Woche aktualisieren; Termin im Kalender blockieren.
    • Berichtsheft als Chance und Absicherung verstehen.
    • Dokumentation für das Abschlussprojekt üben.
    • Achte auf deine Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik.
    • LaTeX oder/und Markdown und Git verwenden.
    • Pflege des Berichtshefts zur Retrospektive der eigenen Woche nutzen.
    • Berichtsheft als Erfolgsprotokoll führen.
    • Berichtsheft immer sofort dem/der Ausbilder/in vorlegen.
    • Einträge im Berichtsheft sind potentielle Blog-Beiträge.
    • Vielleicht lässt sich das Berichtsheft aus der Zeiterfassung generieren.

Fazit

Das Berichtsheft ist vielleicht etwas lästig, aber absolut notwendig (für die Zulassung zur Prüfung) und sinnvoll (als Nachweis bei einer schlechten Ausbildung). Also mach das beste draus und schieb es nicht ewig vor dir her. Einmal die Woche aktualisieren sind nur wenige Minuten Aufwand. Wenn du dann noch einen coolen Buildprozess für das Berichtsheft aufbaust, macht das Ganze auch noch richtig Spaß! 🙂

Links

Zusammenfassung

Wofür du dein Berichtsheft führst

Wenn du festhältst, welche Aufgaben du während deiner Ausbildung erledigst, kannst du später deinen Ausbildungsverlauf belegen. Das hilft dir besonders, wenn du als Fachinformatiker:in Anwendungsentwicklung über längere Zeit ausbildungsfremde Arbeiten erledigen musst oder kaum zum Programmieren kommst. Mit seiner/ihrer Unterschrift bestätigt dein:e Ausbilder:in die beschriebenen Inhalte.

Bei einem Streit mit deinem Ausbildungsunternehmen hast du damit einen schriftlichen Nachweis. Auch Jahre später kannst du nachlesen, welche Projekte du bearbeitet und welche Kenntnisse du dir angeeignet hast.

Welche Pflichten gelten

Die Folge erschien am 7. März 2016 und behandelt die damals genannten gesetzlichen Regeln. Nach § 43 des Berufsbildungsgesetzes gehören vorgeschriebene Ausbildungsnachweise zu den Voraussetzungen, um zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Fehlt dein Berichtsheft, kann sich deine Prüfung und damit das Ende deiner Ausbildung verschieben.

Aus der zitierten Verordnung über die IT-Ausbildung ergeben sich folgende Pflichten:

  • Du führst ein Berichtsheft als Ausbildungsnachweis.
  • Dein Ausbildungsbetrieb gibt dir während der Ausbildungszeit Gelegenheit, daran zu schreiben.
  • Dein:e Ausbilder:in sieht deine Berichte regelmäßig durch und bestätigt sie mit seiner/ihrer Unterschrift.
  • Die Einträge sollen fachlich korrekt und sprachlich sauber sein.

Bei meinen IT-Azubis schaue ich mir die Berichte einmal im Monat an und markiere auch Schreibfehler.

Was du mit deiner IHK klärst

Wenn du Fragen zu deinen konkreten Vorgaben hast, wendest du dich an den/die zuständige:n Sachbearbeiter:in deiner IHK. Die einzelnen Industrie- und Handelskammern haben teilweise unterschiedliche Regeln, auch rund um die Abschlussprüfung.

Das betrifft insbesondere folgende Fragen:

  • Musst du in deinem Fall einen Ausbildungsnachweis führen?
  • Welche Vorlage ist vorgesehen?
  • Wie ausführlich sollen deine Einträge sein und welchen Zeitraum sollen sie abdecken?
  • In welcher Form reichst du das Berichtsheft ein?
  • Wann und bei wem musst du es vorlegen?

Für externe Prüflinge, etwa nach einschlägiger Berufserfahrung, sowie für dual Studierende oder Umschüler:innen lässt sich aus meinen Ausführungen keine verbindliche Antwort ableiten. Hier gibt dir deine IHK Auskunft. Meine Hinweise ersetzen keine Rechtsberatung.

Was in deine Einträge gehört

Beim Schreiben hältst du fest, was du im Betrieb gemacht und gelernt hast. Dazu gehören deine Projekte und konkrete Aufgaben, etwa Programme, die du erstellt hast, oder Support, den du übernommen hast. Besuchte Schulungen trägst du ebenfalls ein. Für die Berufsschulzeiten beschreibst du die behandelten Themen der einzelnen Fächer beziehungsweise Lernfelder.

Auch ausbildungsfremde Aufgaben gehören in den Bericht, wenn du sie erledigt hast. Falls solche Tätigkeiten über längere Zeit einen großen Teil deiner Arbeit ausmachen, sprich zunächst mit deinem/deiner Ausbilder:in oder der für deine Ausbildung zuständigen Person im Betrieb. Bei weiterem Klärungsbedarf kannst du dich an deine IHK wenden.

Vorlagen und technische Werkzeuge

Bei deiner IHK findest du gegebenenfalls eine Vorlage als PDF oder Word-Datei. Ich habe außerdem eine LaTeX-Vorlage meines ehemaligen Azubis verlinkt, die sich an den Vorgaben der IHK Oldenburg orientiert. Wenn du sie für eine andere IHK anpassen möchtest, klärst du bei Bedarf, ob die angepasste Form akzeptiert wird.

Für dich als angehende:n Anwendungsentwickler:in empfehle ich, das Berichtsheft am PC zu erstellen. Mit einer textbasierten Lösung kannst du deine Dateien beispielsweise mit Git versionieren. Ein Wiki oder eine Online-Plattform kommt ebenfalls infrage. Sorge dafür, dass deine Daten regelmäßig gesichert werden.

Bei meinen IT-Azubis läuft es so ab:

  1. Während der Woche halten sie ihre Tätigkeiten im gesicherten Wiki fest.
  2. Einmal im Monat übertragen sie die Inhalte in die LaTeX-Vorlage.
  3. Anschließend drucken sie die aktuelle Seite aus.
  4. Nach dem Durchsehen und Unterschreiben wird die Seite abgeheftet.

Für die ausgedruckten Berichte reicht ein stabiler Schnellhefter oder eine passende Mappe, sofern deine IHK diese Form akzeptiert. Manche Prüflinge lassen umfangreiche Berichtshefte binden. Handschriftliche Berichte kommen ebenfalls vor; die Anforderungen deiner IHK bestimmen, welche Form für dich passt.

Wie ausführlich und wie oft du schreibst

Wenn deine IHK Tagesberichte verlangt, schreibst du täglich auf, was du gemacht hast. Ich empfehle für die Anwendungsentwicklung Wochenberichte, sofern sie zugelassen sind. Bei meinen IT-Azubis stehen vier Wochen auf einer DIN-A4-Seite, wobei pro Woche wenige Zeilen für die wesentlichen Tätigkeiten vorgesehen sind.

Mit zeitnahen Einträgen kannst du dich noch gut an deine Aufgaben erinnern. Für Wochenberichte bietet sich ein fester Termin am Freitag an. Trage dir dafür eine Erinnerung in den Kalender ein und plane etwa zehn Minuten ein.

Wenn du erst kurz vor der Prüfung mehrere Jahre nachtragen musst, kostet das viel Zeit. Außerdem müssen die Angaben zeitlich zusammenpassen, insbesondere die Arbeit an deinem Abschlussprojekt. Unstimmige oder erfundene Einträge können Rückfragen auslösen. Einen Fall, in dem ein Prüfungsausschuss wegen eines erfundenen Berichtshefts die Prüfung verweigert hat, habe ich selbst noch nicht erlebt.

Was rund um die Prüfung passiert

Aus meiner Erfahrung als Prüfer weiß ich, dass der Prüfungsausschuss Berichtshefte durchsieht. Dabei geht es auch darum, ob der beschriebene Ausbildungsverlauf schlüssig ist. Bei schwächeren bisherigen Ergebnissen kann ein Blick in die Berichte helfen, die Ausbildungssituation nachzuvollziehen.

Bei meiner IHK wird das Berichtsheft am Tag der mündlichen Prüfung vorgelegt. Ich habe erlebt, dass ein Prüfling es vergessen hatte und erst geprüft werden konnte, nachdem es kurzfristig gebracht worden war. Andere IHKen verlangen, dass du es vorab über eine Plattform hochlädst, gegebenenfalls in einem bestimmten Dateiformat. Halte deshalb die für dich geltenden Fristen ein.

Das Berichtsheft wird nicht benotet. Eine aufwendige Bindung oder besonders aufwendige Gestaltung verändert deine Prüfungsnote daher nicht. Für meine Checkliste zum Tag der mündlichen Prüfung ist das Berichtsheft ein eigener Punkt; die Checkliste stelle ich über meinen Newsletter bereit.

Was du beim Schreiben zusätzlich üben kannst

  • Texte formulieren: Regelmäßige Einträge geben dir Gelegenheit, verständlich zu schreiben. Wenn du dabei mit LaTeX oder Word arbeitest, sammelst du zugleich Erfahrung für die Dokumentation deines Abschlussprojekts.
  • Sorgfältig schreiben: Prüfe deine Texte auf sprachliche Fehler, bevor du sie vorlegst. Auch ohne Benotung hinterlässt ein fehlerhaftes Berichtsheft einen Eindruck bei Prüfer:innen.
  • Technisch experimentieren: Du kannst mit Markdown arbeiten oder eine Wiki-Syntax ausprobieren. Ein kleines Programm könnte deine Textdatei in eine LaTeX-Vorlage übertragen und daraus den fertigen Bericht erzeugen.
  • Über deinen Lernfortschritt nachdenken: Beim Rückblick auf die Woche erkennst du offene Fragen und Themen, die du mit deinem/deiner Ausbilder:in besprechen möchtest. Daraus können auch Wünsche für künftige Aufgaben entstehen.
  • Erfolge festhalten: Wenn du abgeschlossene Programme oder neu gelernte Techniken aufschreibst, kannst du später nachvollziehen, was du bereits erreicht hast.
  • Zeitnah unterschreiben lassen: Lege fertige Berichte direkt deinem/deiner Ausbilder:in vor. So hast du bestätigte Nachweise und vermeidest Schwierigkeiten, falls kurz vor der Prüfung Urlaub oder eine Dienstreise ansteht.
  • Ideen für einen Blog sammeln: Aus deinen Projekten oder Berufsschulthemen können Beiträge entstehen, mit denen du dein fachliches Profil im Internet aufbaust.
  • Vorhandene Zeitdaten verarbeiten: Falls du deine Projektzeiten bereits in einer Software erfasst, lässt sich daraus gegebenenfalls ein Tagesbericht erzeugen. Dafür musst du die vorhandenen Texte möglicherweise ergänzen oder passend formulieren.

Transkription der gesamten Episode

Automatisch erzeugte Transkription der Episode

[0:01] Herzlich willkommen zum Anwendungsentwickler-Podcast, dem Podcast rund um die Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung.

[0:09] In dieser Episode geht es um das Berichtsheft. Viel Spaß!

[0:20] Hallo und herzlich willkommen zur 52. Episode des Anwendungsentwickler-Podcasts.

[0:26] Mein Name ist Stefan Macke und heute geht es um ein Lieblingsthema vieler Azubis, nämlich um das Berichtsheft.

[0:33] Ich habe dazu schon so viele Fragen beantwortet, dass ich glaube, dass es jetzt an der Zeit ist, mal einen Podcast dazu zu machen, zu allem, was ich so zum Berichtsheft zu sagen habe.

[0:42] Die Einleitung war natürlich leicht ironisch. Das Lieblingsthema ist das Berichtsheft sicherlich nicht, jedenfalls nicht bei den meisten Azubis.

[0:49] Da ist es eher eine lästige Pflicht, sage ich mal, und meistens wird es sogar sträflich vernachlässigt.

[0:54] Und dann in einer Nacht- und Nebelaktion kurz vor der mündlichen Prüfung nochmal eben schnell zusammengeschrieben, obwohl die Zeit natürlich viel besser genutzt werden könnte, um sich auf die mündliche Prüfung vorzubereiten.

[1:04] Aber gut, das sehen einige Prüflinge wohl etwas zu kurzfristig, wenn sie dann über die drei Jahre verteilt nicht ihr Berichtsheft führen.

[1:11] Aber genau deswegen mache ich ja heute auch die Episode, um mal so ein bisschen über das Berichtsheft zu berichten, warum das eigentlich notwendig ist oder auch sinnvoll ist.

[1:19] Es ist ja nicht nur eine Pflicht, sondern es hat auch einen Sinn, der dahinter steckt.

[1:22] Und dann habe ich nochmal ein paar konkrete Tipps rund um das Berichtsheft, wie man das vielleicht sogar ein bisschen spannend gestalten kann, das Berichtsheft zu schreiben.

[1:29] Es muss ja nicht immer eine lästige Pflicht sein.

[1:32] Ich gehe die Fragen einfach mal der Reihe nach durch und ich fange einfach mal ein bisschen weiter vorne an, nämlich warum muss man überhaupt ein Berichtsheft führen?

[1:39] Was ist der Sinn dahinter?

[1:40] Und die einfache Antwort ist, es geht eigentlich um den Nachweis deiner Ausbildungstätigkeiten.

[1:46] Das Berichtsheft führst du eigentlich hauptsächlich für dich selbst.

[1:49] Und zwar in dem Fall, wenn es Probleme gibt in der Ausbildung, wenn du nicht vernünftig ausgebildet wirst, wenn du den ganzen Tag nur Kaffee kochst und Kopien machst, anstatt vernünftig zu programmieren zum Beispiel.

[1:58] Oder acht Wochen lang am Stück Support machen musst und überhaupt nicht ans Programmieren kommst zum Beispiel.

[2:03] Solche Sachen, die kannst du nur nachweisen, wenn du irgendwas Schriftliches hast.

[2:06] Und wenn es dann irgendwie hart auf hart kommt und das wollen wir ja nicht hoffen, aber es kommt dann irgendwie zum Streit mit deinem Ausbildungsunternehmen, dann ist das Berichtsheft das einzige Ding, was du in der Hand hast, um irgendwas nachweisen zu können.

[2:17] Denn dein Ausbilder oder dein Ausbildungsleiter muss das Berichtsheft auch unterschreiben und sagt damit quasi mit seiner Unterschrift, ja, so haben wir die Person hier bei uns ausgebildet.

[2:26] Und wenn die Ausbildung darin besteht, nur Kaffee zu kochen, dann muss er letztlich dafür gerade stehen und bekommt eventuell irgendwie mal die Ausbildung oder die Ausbildungserlaubnis entzogen zum Beispiel.

[2:37] Es geht also hier nicht darum, dass du für irgendeinen Prüfer oder für den Ausbilder oder für die IHK irgendwas aufschreibst, sondern es geht eigentlich darum, dass du für dich das aufschreibst, damit du belegen kannst, wenn irgendetwas schiefläuft.

[2:49] Aber natürlich auch, wenn es gut läuft, ist doch klar, da kann man natürlich auch ein paar Jahre noch mal reingucken und sich anschauen, was man eigentlich alles Cooles gelernt hat in der Ausbildung.

[2:57] Ja, das reicht jetzt vielleicht noch nicht so richtig als Grund für die meisten Azubis, warum man das Berichtsheft entführen sollte.

[3:04] Ja, ich meine, ja, du tust es für dich.

[3:06] Das kennen wir schon aus der Schule.

[3:07] Ja, ihr lernt für das Leben und nicht für die Schule.

[3:10] Ist ja logisch.

[3:11] Aber trotzdem bringt das natürlich wenig Motivation bei den meisten Schüler.

[3:15] Es gibt allerdings auch eine gesetzliche Grundlage dafür.

[3:18] Das Berufsbildungsgesetz, das regelt recht eindeutig in Paragraf 43.

[3:22] Zur Abschlussprüfung ist zuzulassen, wer an vorgeschriebenen Zwischenprüfungen teilgenommen sowie vorgeschriebene schriftliche Ausbildungsnachweise geführt hat.

[3:30] Das heißt, du darfst genau dann zur Abschlussprüfung kommen, wenn du deinen Ausbildungsnachweis, sprich das Berichtsheft, geführt hast.

[3:37] Und wenn das nicht der Fall ist, dann wirst du auch nicht zur Prüfung zugelassen.

[3:40] Und das heißt, du kannst eventuell sogar nochmal ein halbes Jahr warten müssen, weil du erst dann deine Prüfung ablehnen kannst.

[3:45] Und ich glaube, das ist nun mal ein handfester Grund.

[3:47] Wer will denn schon extra ein halbes Jahr oder ein Jahr oder noch länger seine Ausbildung verlängern müssen?

[3:52] Nur weil man so eine lästige Geschichte wie das Berichtsheft nicht sauber gepflegt hat.

[3:55] Also das wäre einfach dumm.

[3:57] Von daher, ich glaube, dieser Grund ist ein bisschen triftiger.

[3:59] Ja, es gibt eine gesetzliche Grundlage und du wirst nur geprüft, wenn du ein Berichtsheft geführt hast.

[4:03] Das steht auch explizit nochmal in der Verordnung über die Berufsausbildung.

[4:07] Das ist die allgemeine IT-Verordnung, die ich auch ganz häufig immer zitiere.

[4:10] Das ist quasi die Grundlage für unseren Job, für die vier IT-Berufe und insbesondere natürlich auch für den Fachinformatiker für Anführungsentwicklung.

[4:17] Und da drin steht, der Auszubildende hat ein Berichtsheft in Form eines Ausbildungsnachweises zu führen.

[4:23] Ihm ist Gelegenheit zu geben, das Berichtsheft während der Ausbildungszeit zu führen.

[4:27] Der Ausbildende hat das Berichtsheft regelmäßig durchzusehen.

[4:31] Da drin sehen wir schon einige Sachen.

[4:33] Das ist auch eine häufige Frage, die kommt.

[4:35] Muss ich das während der Arbeitszeit pflegen oder darf ich das während der Arbeitszeit pflegen?

[4:40] Ja, das darfst du.

[4:41] Steht extra so in der Verordnung drin.

[4:43] Du musst es also nicht zu Hause irgendwie machen, sondern das darf während der Arbeitszeit geführt werden.

[4:48] Und vor allem der Ausbildende, stand da ja gerade, muss das Berichtsheft auch regelmäßig durchsehen und damit auch mit seiner Unterschrift dafür geradestehen,

[4:55] dass der Ausbildungsinhalt so korrekt ist, wie du ihn da aufgeschrieben hast.

[4:59] Ich mache das auch regelmäßig bei meinen Azubis.

[5:02] Normalerweise legen die mir das einmal im Monat vor und dann wird das auch wirklich angeschaut und ich korrigiere das auch.

[5:07] Das heißt, wenn ein Rechtschreibfehler drin ist, dann streiche ich den auch an.

[5:10] Denn ich erwarte, dass das Berichtsheft genau wie jedes andere Artefakt, was irgendwie im Rahmen der Ausbildung gestellt wird, eben fehlerfrei ist und korrekt ist.

[5:17] Es fällt ja auch irgendwie auf das Unternehmen zurück, wenn der Azubi da ständig irgendwie Mist aufschreibt.

[5:22] Das darf natürlich nicht sein.

[5:24] So, damit wäre geklärt.

[5:26] Ja, du musst dein Berichtsheft führen.

[5:28] Da ist eine gesetzliche Grundlage vorhanden und die Berufsvorordnung sagt das auch.

[5:32] Jetzt kommt trotzdem noch eine häufige Frage.

[5:34] Und zwar, was ist, wenn man gar kein richtiger Azubi ist, sondern zum Beispiel ein dualer Student oder ein Externer Prüfler, zum Beispiel aus einer Umschulung.

[5:41] Oder wenn man fünf Jahre einschlägige Berufserfahrung hat und dann die Prüfung macht und gar keine Ausbildung in dem Sinne gemacht hat, muss man dann auch ein Berichtsheft führen.

[5:48] Und da ist die Antwort, es kommt drauf an.

[5:51] Ich will mich da jetzt nicht festlegen.

[5:53] Und vor allem darf ich natürlich auch keine Rechtsberatung hier machen.

[5:55] Das ist ganz klar.

[5:56] Also wenn du sagst, der Macker hat gesagt, ich muss kein Berichtsheft führen und deswegen semmelst du durch die Prüfung.

[6:02] Ich übernehme dafür natürlich keine Verantwortung, denn im Zweifel gilt immer das, was deine IHK dir sagt.

[6:08] Vielleicht noch mal kurz zur Info.

[6:10] Es gibt auch nicht die eine große IHK, die das alles macht, sondern es gibt ganz viele verschiedene Industrie- und Handelskammern, die alle unterschiedliche Regelungen teilweise auch haben.

[6:19] Und leider auch für die Abschlussprüfung.

[6:21] Also wenn du vor der Frage stehst, muss ich irgendwas tun oder nicht, dann kann die einzig sinnvolle Antwort dir deine IHK geben.

[6:28] Da brauchst du nicht im Internet in irgendwelchen Foren fragen.

[6:30] Da brauchst du mir auch keine Mail zu schicken.

[6:32] Da rufst du einmal deinen Sachbearbeiter oder deine Sachbearbeiterin bei deiner IHK an und die sagen dir explizit, was du zu tun hast und was nicht.

[6:39] Aber in den meisten Fällen ist es so, dass externe Prüflinge kein Berichtsheft führen müssen.

[6:44] Das heißt insbesondere duale Studenten, die haben also nicht die Aufgabe, jede Woche zum Beispiel da so einen Wochenbericht zu schreiben.

[6:49] Sondern die machen dann meistens irgendeinen anderen, wie heißt das da, irgendeine Dokumentation ihres Ausbildungsverlaufs, irgendwie so eine Art Projektbericht.

[6:58] Irgendwie sowas machen die da.

[6:59] Das ist nicht ganz so umfangreich wie ein Berichtsheft, aber irgendwas müssen die da auch abgeben.

[7:04] Wobei ich mir recht sicher bin, dass sie tatsächlich eigentlich gar nichts abgeben müssen, weil sie halt externe Prüflinge sind.

[7:10] Aber wie gesagt, hundertprozentige Sicherheit kriegst du da nur von deiner IHK.

[7:14] Also frag einfach direkt danach.

[7:16] Wenn du jetzt also einen Berichtsheft führen musst, dann ist vielleicht noch die Frage, wie soll das denn aussehen?

[7:21] Gibt es da vielleicht irgendwelche Vorlagen, an denen man sich entlanghangeln kann?

[7:24] Oder muss man das alles immer wieder neu zusammenstellen, zum Beispiel in Word oder noch besser in LaTeX?

[7:29] Die Antwort ist, nö, muss man nicht.

[7:31] Es gibt auf jeden Fall Vorlagen.

[7:32] Auch hier ist wieder die Quelle Nummer 1, deine IHK.

[7:35] Ich habe in den Shownotes dieser Episode mal die Vorlage meiner IHK, nämlich der IHK Oldenburg, verlinkt.

[7:42] Die haben da zum Beispiel ein PDF-Dokument, ich glaube sogar auch eine Word-Datei, die man unterladen kann, wo man dann sein Berichtsheft eintragen kann.

[7:48] Und dann sieht das halt so aus, wie die IHK Oldenburg in diesem Fall das halt haben will.

[7:52] Also frag bei deiner IHK, ob es da vielleicht irgendwie Vorlagen gibt.

[7:55] Ansonsten hat mein ehemaliger Azubi, Markus, eine schöne LaTeX-Vorlage für das Berichtsheft erstellt.

[8:02] Das finde ich sehr, sehr spannend.

[8:04] Das heißt, er hat sein Berichtsheft immer in LaTeX gepflegt und das machen auch meine jetzigen Azubis.

[8:09] Die haben das quasi dann von ihm jetzt geerbt.

[8:11] Und das finde ich super, denn das kann natürlich schön versioniert werden.

[8:14] Das ist eine Textdatei und da lernt man automatisch schon mal so ein bisschen mit LaTeX umgehen, auch wenn es nur das Berichtsheft ist.

[8:19] Und diese LaTeX-Vorlage, die habe ich auch verlinkt in den Shownotes.

[8:22] Guck doch mal rein.

[8:23] Ist eine tolle Sache.

[8:24] Natürlich angedehnt an unsere IHK, an die IHK Oldenburg, aber ich denke, wenn du dich ein bisschen mit LaTeX auseinandersetzt,

[8:30] kannst du die sicher so anpassen, dass sie so aussieht, wie sie für deine IHK benutzt werden muss.

[8:35] So, jetzt weißt du also, wie das Berichtsheft auszusehen hat.

[8:38] Aber was soll denn drinstehen?

[8:39] Das ist vielleicht die nächste Frage.

[8:41] Und das ist eigentlich relativ einfach, nämlich alles, was du im Rahmen deiner Ausbildung so gemacht hast im Unternehmen.

[8:46] Also all die Tätigkeiten, die du durchgeführt hast, alles, was du gelernt hast, Schulungen, die du besucht hast,

[8:51] aber auch zum Beispiel, was du in der Berufsschule gemacht hast.

[8:53] Mein Azubi trägt das auch immer schön ein, was hier halt in den unterschiedlichen Lernfeldern in der Berufsschule ist.

[8:57] Bei uns ist es der Blockunterricht, also einmal alle drei Wochen eine Woche Berufsschule.

[9:01] Und da trägt er auch immer dann in der Woche entsprechend ein, was er da gelernt hat in den einzelnen Fächern.

[9:05] Finde ich immer ganz gut, sogar auch für mich.

[9:07] Ja, dann habe ich nochmal einmal schriftlich, was er da eigentlich so gemacht hat in der Schule.

[9:11] Das kriegt man ja auch nicht immer so mit, wenn man da nicht ständig drüber spricht.

[9:14] Und das sind alle die Informationen, die du da gerne reinschreiben kannst.

[9:17] Das ist alles, was mit deiner Ausbildung irgendwie zusammenhängt.

[9:20] Das kannst du da niederlegen, welche Programme du erstellt hast oder ob du Support gemacht hast.

[9:25] Du kannst auch mal solche Sachen, die ein bisschen ausbildungsfremd sind, da eintragen.

[9:30] Das ist jetzt also nicht schlimm.

[9:32] Das heißt nicht, dass das total verboten ist, dass die Azubis mal was anderes machen als zu programmieren.

[9:37] Das sind ja auch letztlich Auszubildende.

[9:39] Kennst ja den Spruch sicherlich.

[9:40] Lehrjahre sind keine Herrenjahre.

[9:42] Da muss man vielleicht auch mal die Spülmaschine ausräumen oder mal, ich weiß es nicht, das Auto zur Waschanlage fahren oder wie auch immer.

[9:48] Das kann man theoretisch dann auch da eintragen.

[9:50] Wenn das allerdings Überhand nimmt, dann solltest du dir Gedanken machen, ob du eine richtige Ausbildung bekommst.

[9:55] Das heißt, wenn du jetzt wochenlang da nur einträgst, ich habe den Hof gefegt und hier, ich glaube, ein Azubi hat mal was geschrieben, der musste irgendwie ein Büro tapezieren oder irgendwie solche Sachen.

[10:05] Also ich meine, dann geht es langsam los.

[10:07] Da wird es dann fragwürdig.

[10:08] Da musst du dir dann Gedanken machen, ob du nicht mal mit deiner IHK sprichst oder beziehungsweise am besten nochmal mit deinem Ausbilder und dem Ausbildenden, also deinem Chef vielleicht.

[10:16] Bevor du zu irgendwelchen offiziellen Stellen rennst, vielleicht einfach mal mit deinen Kollegen reden, die für die Ausbildung zuständig sind, ob du nicht vielleicht auch mal was Vernünftiges lernen kannst.

[10:25] So, dann die nächste Frage, in welcher Form soll ich das Berichtsheft führen?

[10:30] Also da gibt es jetzt alle möglichen Sachen, wie man das Berichtsheft dann letztlich zum Beispiel mit zur Prüfung bringt.

[10:37] Ausgedruckt zum Beispiel oder einige machen das in so einem Ringhefter.

[10:40] Andere habe ich schon gesehen, die binden ihr Berichtsheft.

[10:44] Das ist vielleicht auch mal ganz sinnvoll, wenn ich so einen Tagesbericht führe.

[10:47] Es gibt auch einige IHK, die wollen, dass man wirklich täglich aufschreibt, was man gemacht hat.

[10:51] Und dann hat man natürlich am Ende der drei Jahre irgendwie ein 200-seitiges Dokument.

[10:54] Und das kriegt man fast gar nicht mehr in so einen Schnellhefter rein.

[10:57] Und die binden dann zum Beispiel ihr Berichtsheft.

[10:59] Das finde ich jetzt irgendwie nicht ganz so sinnvoll, weil ich einfach so einen Tagesbericht nicht so prickelnd finde für einen Anwendungsentwickler.

[11:05] Aber das will halt jede IHK irgendwie anders haben.

[11:08] Von daher, also die konkrete physikalische Form des Berichtshefts, sage ich mal, da gibt es alles Mögliche.

[11:14] Das meiste, was ich allerdings immer sehe, sind halt ausgedruckte DIN A4-Blätter, die gelocht sind und in so einem stabilen Schnellhefter abgelegt sind.

[11:21] Also jetzt nicht diese 20-Cent-Dinger aus Plastik, die man in jedem Supermarkt kriegt, sondern etwas stabilere Papp-Schnellhefter, wo man auch was draufschreiben kann.

[11:29] Das habe ich ganz häufig gesehen. Das finde ich auch völlig in Ordnung.

[11:32] Das macht einen vernünftigen Eindruck und es ist halt nicht so hingeschludert, sage ich mal.

[11:36] Ich habe auch einen Link zu solchen Schnellheftern in den Shownotes verlinkt, dass du dir erstmal einmal angucken kannst, was ich da meine.

[11:42] Du kannst aber auch jede andere Art von Mappe nehmen.

[11:44] Also da gibt es auch keine Vorgaben, außer deine IHK macht welche.

[11:48] Frag das dann zur Sicherheit lieber nochmal nach.

[11:51] Ich persönlich rate natürlich jetzt davon ab, das Berichtsheft handschriftlich zu führen.

[11:55] Aber auch das habe ich schon oft gesehen.

[11:57] Es gibt zum Beispiel auch Vorlagen für Berichtshefte, die man sich quasi direkt kaufen kann.

[12:01] Da sind dann irgendwie 40, 50 Seiten quasi Formular drin und da kann man dann handschriftlich Sachen eintragen.

[12:06] Das halte ich jetzt für irgendwie einen Anwendungsentwickler nicht ganz so für passend.

[12:10] Ich hätte das halt lieber am PC gemacht und in einem sauberen Textsatz.

[12:14] Aber das muss jeder selber wissen und vielleicht möchte deine IHK das ja sogar, dass du es schriftlich machst.

[12:19] Also wie immer nachfragen und dann entscheiden, wie du das Berichtsheft dann konkret führst.

[12:26] Wenn du es dann aber doch technisch führst und eben nicht mit der Hand, also guter alte Stift und Papier,

[12:33] sondern einfach am PC das Berichtsheft erstellst, wozu ich halt immer raten würde bei Anwendungsentwicklern,

[12:38] dann hast du natürlich noch die Qual der Wahl, womit denn jetzt?

[12:41] Mit Word, mit LaTeX, mit irgendeinem Texteditor, womit auch immer.

[12:44] Und da ist wieder die Frage, was will denn deine IHK?

[12:47] Gibt es vielleicht eine Vorlage wie eine PDF-Datei oder eine Word-Datei, die du irgendwie ausfüllen musst?

[12:52] Dann nimmst du natürlich die, das ist klar.

[12:54] Die meisten IHKs, denen ist eigentlich völlig wurscht, ob du jetzt genau die Vorlage nimmst

[12:58] und ob der Rahmen, der da drin ist, genau zwei Zentimeter vom Seitenabstand entfernt ist oder sowas,

[13:03] sondern es geht darum, dass die Inhalte da sind.

[13:05] Die Formalien, sage ich mal, beim Berichtsheft sind meiner Meinung nach ziemlich nebensächlich.

[13:11] Es geht darum, dass du nachweist, dass du vernünftig ausgebildet wurdest.

[13:14] Von daher, wenn du dir eine Vorlage nimmst, zum Beispiel die LaTeX-Vorlage, die ich gerade schon erwähnt habe von meinem Azubi,

[13:19] dann kannst du die sicherlich so ein bisschen so anpassen, dass sie ungefähr so aussieht, wie das, was deine IHK da haben will.

[13:25] Und dann ist das normalerweise völlig in Ordnung.

[13:27] Wenn du dir nicht sicher bist, dann frag irgendjemand bei der IHK, ob das für dich klar geht,

[13:31] wenn du da einfach ein bisschen eine andere Vorlage benutzt, als die vielleicht offiziell vorgegeben ist.

[13:36] Aber ich wüsste nicht, was dagegen sprechen soll, weil letztlich geht es eben, wie gesagt, um den Inhalt

[13:40] und nicht darum, ob die Vorlage hundertprozentig eingehalten wurde.

[13:44] Von daher würde ich persönlich immer dazu raten, natürlich mit einem Texteditor das zu machen,

[13:48] also nicht in Word, weil Word-Dateien können auch mal kaputt gehen.

[13:51] Und wenn man dann vergisst, die zu sichern, zum Beispiel das Word-Dokument mit 50 oder mehr Seiten,

[13:57] weil man ja über drei Jahre einiges angehäuft hat, und kurz vor der möglichen Prüfung ratzt einem dann mal Word ab zum Beispiel,

[14:03] dann hat man irgendwie ein Problem.

[14:05] Deswegen tendiere ich dazu, auf jeden Fall das mit einem Texteditor zu machen oder einfach in einer Online-Plattform zum Beispiel.

[14:11] Unsere Azubis führen ihr Berichtsheft laufend erstmal in unserem Wiki,

[14:15] das natürlich auch gesichert wird und geback-aktiviert.

[14:18] Da kann also wenig verloren gehen.

[14:20] Und wenn es dann soweit ist, dass es ans Ausdrucken geht, also einmal monatlich quasi,

[14:23] bei uns ist es so ein Monatsbericht eben, wo für jede Woche so ein paar Zeilen vorgesehen sind,

[14:27] und dann wird halt einmal im Monat der Inhalt aus dem Wiki in dieses Berichtsheft,

[14:31] in diese Laterich-Vorlage übertragen, einmal ausgedruckt und dann direkt die Unterschrift drunter und abgeheftet.

[14:37] Und dann ist die Sache erledigt.

[14:39] Man muss sich bei der mündlichen Prüfung nur noch den Ordner aus dem Schrank nehmen und kann loslaufen.

[14:43] Man muss nicht noch irgendwie stundenlang irgendwas ausdrucken und unterschreiben und so weiter.

[14:48] Eine häufige Frage, die dann kommt, ist, wie detailliert müssen denn die Einträge jetzt sein in dem Berichtsheft?

[14:53] Hier wieder vorab, wie immer, frag deine IHK, was die genau haben wollen.

[14:58] Ich habe, wie gesagt, schon gehört, dass wirklich Tagesprotokolle angefertigt werden müssen,

[15:02] wo wirklich quasi stundengenau steht, was man so gemacht hat.

[15:06] Das finde ich nicht sinnvoll, weil wenn man jetzt als Anwendungsentwickler mehrere Tage zum Beispiel oder auch Wochen teilweise an einem Projekt arbeitet,

[15:14] was soll ich denn da stundenweise hinschreiben?

[15:16] Hier habe ich eine Vorschleife programmiert und da habe ich meine IFA-Frage reingebaut.

[15:19] Also das finde ich irgendwie lächerlich, muss ich ehrlich sagen.

[15:22] Ich finde es schon völlig ausreichend, wenn man so ein Wochenprotokoll hat,

[15:25] und in unserem Fall ist es dann halt vier Wochen zusammen auf einer DIN A4-Seite, also eigentlich ein Monatsprotokoll.

[15:30] Das finde ich völlig in Ordnung.

[15:31] Da kann man seine Projekte auflisten, vielleicht Schulungen, die man bekommen hat,

[15:34] die Themen an der Berufsschule und dann ist es auch in Ordnung.

[15:36] Ich persönlich muss nicht wissen, an welchem Tag welche Schleife programmiert wurde.

[15:40] Das wäre mir einfach viel zu detailreich und dann ist auch irgendwo der Sinn meiner Meinung nach nicht mehr ganz gegeben, dieses Berichtsheft.

[15:47] Denn wenn ich jetzt 400 Seiten lesen muss, um herauszufinden, wie oft der Kaffee gekocht hat, der Azubi, das ist mir einfach viel zu viel Aufwand.

[15:53] Da kann ich doch besser in so ein Wochenprotokoll reinschauen und sie dann einfach support, support, support, support, Kaffee kochen, Tapete anbringen

[16:00] und dann weiß ich, okay, da ist irgendwas schiefgelaufen.

[16:02] Aber in viel Text kann man natürlich auch viel Schrott verstecken, sage ich mal.

[16:06] Von daher würde ich persönlich zu so einem Wochenprotokoll tendieren.

[16:10] Das finde ich eigentlich ziemlich sinnvoll.

[16:13] Abhängig von der Regelmäßigkeit, die da gefordert wird, ist natürlich jetzt auch die Frage, wie oft solltest du denn das Berichtsheft jetzt aktualisieren.

[16:21] Ich habe gerade schon erzählt, wie es bei uns ist.

[16:22] Einmal wöchentlich wird das Berichtsheft kurz aktualisiert und einmal monatlich wird es dann direkt ausgedruckt, die aktuelle Seite,

[16:28] und dann kommt es in den Schrank und ist gleich abgehakt.

[16:30] So würde ich es empfehlen und grundsätzlich würde ich halt empfehlen, es genau so oft zu aktualisieren, wie es auch gefordert ist.

[16:36] Also wenn du zum Beispiel ein Tagesprotokoll schreiben musst, dann würde ich auch täglich etwas aufschreiben.

[16:41] Denn es ist ganz schön schwierig, nochmal darüber nachzudenken, was du zum Beispiel letzten Mittwoch gemacht hast.

[16:46] Das ist fast unmöglich, wenn du es dir nicht irgendwie in den Kalender eingetragen hast oder irgendwie im Zeitprotokoll oder in einer Stempeluhr oder weiß der Geier was.

[16:54] Wenn du da nicht irgendwie eine Zeiterfassung hast zum Beispiel, ist das fast unmöglich, das nochmal für die letzten Wochen insbesondere nochmal wieder zu erinnern.

[17:01] Also das kriegt man nicht hin.

[17:03] Von daher würde ich dir empfehlen, zum Beispiel jeden Abend einmal kurz zwei Minuten aufschreiben, insweiter setzen, was du dann an dem Tag gemacht hast.

[17:10] Beziehungsweise bei uns ist es halt so, am Ende der Woche, einmal am Freitag, kurz Revue passieren lassen, was habe ich die Woche über gemacht.

[17:15] Und da muss ich mich halt ja auch nicht an jede Fitzeligkeit erinnern, denn dann reicht es ja, dass ich die großen Brocken, die in der Woche gemacht wurden, eben zusammenschreiben kann.

[17:23] Denn für die Woche habe ich ja nur zwei, drei Zeilen in dieser Vorlage da.

[17:26] Und dann reicht es auch, wenn ich auf so einem etwas High-Level-Niveau die Sachen beschreibe.

[17:32] Nun gibt es Leute, die das vielleicht nicht unbedingt machen wollen.

[17:35] So jeden Tag oder jede Woche oder sogar jeden Monat ist dem noch zu viel für dieses total dämliche Berichtsheft.

[17:41] Das muss man doch irgendwie einfach nur kurz in der Prüfung zusammenschreiben und fertig.

[17:45] Ja, kannst du machen. Finde ich ziemlich dumm, muss ich sagen.

[17:48] Aber wenn du der Meinung bist, dass das Berichtsheft unwichtig ist oder es dir zu viel Aufwand ist und dir nichts bringt, dann ist das so.

[17:55] Ich hoffe, ich habe dich heute davon überzeugt, dass es doch ganz sinnvoll ist.

[17:59] Aber wenn du zu denjenigen gehörst, die es nicht gepflegt haben, natürlich kannst du es vor der Prüfung erstellen.

[18:04] Klar, wird natürlich ein bisschen Aufwand, die ganzen Sachen logisch zusammenhängend irgendwie aufzuschreiben und auch in sich stimmig.

[18:11] Da muss dann zum Beispiel passen, dass deine Projektbearbeitungszeit für das Abschlussprojekt eben in der Zeit liegt, wo auch dein Projekt eigentlich hätte durchgeführt werden sollen.

[18:18] Und nicht ein halbes Jahr davor oder danach.

[18:20] Alles schon gesehen. Also glaub nicht, dass den Leuten das nicht auffällt.

[18:24] Wenn wir dann sehen, wir haben so ein quasi gefaktes Berichtsheft da, da muss man dann mal nachfragen.

[18:28] Und wenn sich dann schnell herausstellt, eigentlich wurde ich gar nicht ausgebildet oder ich habe hier irgendwie etwas zusammengelogen.

[18:35] Dann könnte ich mir vorstellen, dass einige Prüfungsausschüsse da ganz hart rangehen und sagen, okay, dann prüfen wir sie nicht.

[18:40] Das ist kein echtes Berichtsheft zum Beispiel.

[18:42] Ich habe von so einem Fall noch nie gehört, aber theoretisch wäre es denkbar.

[18:45] Von daher komm erst gar nicht in die Situation am besten für das Berichtsheft regelmäßig.

[18:49] Und dann hast du auch nicht so komische Probleme am Ende, kurz bevor die Prüfung durch ist.

[18:55] Und das Berichtsheft wird wirklich geprüft. Das kann ich aus eigener Erfahrung sagen.

[18:59] Wir gucken auf jeden Fall immer in das Berichtsheft rein.

[19:02] Wir überfliegen das kurz ab und an, gucken auch mehrere Prüfer mal durch, ob das alles so stimmig ist.

[19:07] Gerade auch bei Prüflingen, die vielleicht Probleme haben oder die nicht so gute Vornoten haben.

[19:10] Da gucken wir mal, wurden die überhaupt vernünftig ausgebildet?

[19:12] Da schauen wir wirklich da rein, auch während der Prüfung.

[19:15] Und da ist dann gleich die nächste Frage, wann und wem muss ich denn dieses Berichtsheft jetzt überhaupt vorlegen?

[19:20] Wo wird denn das jetzt eigentlich verlangt?

[19:22] Und bei uns ist es einfach so, dass das am Tag der mündlichen Prüfung dem Prüfungsausschuss vorgelegt werden soll oder muss.

[19:29] Das heißt, wenn wir den Prüfling begrüßen, dann geht es halt los.

[19:31] Haben Sie Ihren Ausweis mit? Haben Sie Ihre Einladung mit? Haben Sie Ihr Berichtsheft mit?

[19:34] Und wenn das Berichtsheft nicht da ist, dann wird auch nicht geprüft.

[19:37] Das hatten wir auch schon mal. Da haben wir einen Prüfling wieder nach Hause geschickt, weil er sein Berichtsheft vergessen hat.

[19:42] Beziehungsweise den haben wir nicht nach Hause geschickt.

[19:44] Er hatte Glück. Nach ihm war nämlich noch ein anderer Prüfling, der sehr früh da war.

[19:48] Dann konnten wir die Prüfungstermine tauschen.

[19:49] Und er hatte dann eine Stunde Zeit, um, ich glaube von seinem Vater oder so, das Berichtsheft nochmal eben schnell im Express herliefern zu lassen.

[19:56] Und dann war das Berichtsheft da und dann konnte er noch geprüft werden.

[19:59] Das war aber reine Glückssache.

[20:01] Wäre der andere Prüfling nicht früh genug da gewesen, hätten wir ihn tatsächlich nicht geprüft.

[20:05] Und das hätte bedeutet, er hätte in einem halben Jahr nochmal die Prüfung wiederholen müssen.

[20:09] Und das ist ziemlich dämlich, nur weil man so ein blödes Berichtsheft vergessen hat.

[20:12] Also denkt dran, führe das Berichtsheft regelmäßig und bringe es mit zur Prüfung.

[20:17] Außer Deine IHK will das anders.

[20:20] Das kann ich nur nochmal wiederholen, denn ich habe schon häufig gehört, dass es auch zum Beispiel Online-Plattformen gibt.

[20:25] Untertitel der Amara.org-Community

[20:25] wo dann bei der IHK das Berichtsheft auch vor der Prüfung schon irgendwie hochgeladen werden muss in einem bestimmten Format.

[20:31] Also die wollen dann zum Beispiel ganz explizit ein PDF oder ein Open-Office-Format oder weiß-der-geil-was haben.

[20:36] Oder, oh Gott, das wäre natürlich super schrecklich, aber angenommen, die haben eine Online-Formularplattform,

[20:42] wo du das dann copy-paste-mäßig eintragen musst, das fände ich zwar super gruselig,

[20:46] aber ich habe da schon mal was Leuten hören, dass es da wohl IHKen gibt, die sowas auch noch verlangen.

[20:50] Von daher, schau genau, wann du dieses Berichtsheft vorlegen musst und in welcher Form und wem.

[20:56] Denn wenn diese Frist nicht eingehalten wird oder du es nicht abgibst,

[20:59] dann kann das dazu führen, dass du die Prüfung nicht machen kannst.

[21:02] Und das wäre, wie gesagt, eine Riesenzeitverschwendung.

[21:05] Ein halbes Jahr deines Lebens hast du dann verschenkt, weil du dieses doofe Berichtsheft nicht richtig abgegeben hast.

[21:10] Also schau drauf, dass du das vernünftig machst.

[21:13] Ich habe im Blog schon mal eine Checkliste für den Tag der mündlichen Prüfung veröffentlicht.

[21:17] Da steht natürlich auch drauf, das Berichtsheft mitnehmen.

[21:20] Völlig klar, wenn du die Checkliste haben willst, dann geh doch einfach auf die Website,

[21:23] melde dich für den Newsletter an.

[21:25] Da kriegst du direkt Zugriff auf noch ein paar mehr Checklisten,

[21:27] aber die für den Tag der mündlichen Prüfung sind auch dabei.

[21:30] Und da steht auf jeden Fall explizit ein Punkt, Berichtsheft mitnehmen.

[21:33] Also ganz wichtig.

[21:35] So, jetzt ist die nächste Frage, haben wir gerade schon geklärt.

[21:38] Was ist, wenn das Berichtsheft nicht dabei ist?

[21:40] Dann wirst du nicht geprüft, habe ich gerade schon erläutert.

[21:44] Und das ist auch wirklich so.

[21:45] Also wenn dir jemand erzählt, nein, das ist alles kein Problem und die Prüfer wollen das gar nicht sehen

[21:49] und die schmeißen das in den Müll oder die gucken da gar nicht rein.

[21:52] Das kann alles sein, aber rein formal musst du das Berichtsheft mitbringen.

[21:57] Und wenn du Pech hast und dein Ausschuss ist da ganz streng, dann hast du leider verloren.

[22:02] Und da hilft dir auch nicht, wenn irgendjemand im Internet, im Forum gesagt hat,

[22:05] das ist alles gar nicht so schlimm und bei uns ist es aber so und so.

[22:08] Das interessiert niemanden.

[22:10] Was dich interessieren sollte, ist, was deine IHK haben will.

[22:13] Und dafür bist du verantwortlich, das zu klären und das genau so umzusetzen, wie die es haben wollen.

[22:18] Sonst kriegst du ein Problem mit deiner Prüfung.

[22:20] Und dann ist den Leuten im Forum das letztlich auch wurscht,

[22:23] denn die haben ihre Prüfung vielleicht schon in der Tasche.

[22:27] Und die letzte Frage zum Berichtsheft für heute.

[22:29] Geht das Berichtsheft auch mit in die Benotung ein?

[22:32] Und da ist die Antwort, nein.

[22:34] Hat nichts mit der Benotung zu tun.

[22:36] Kannst du auch wieder in der Verordnung über die IT-Berufe nachlesen.

[22:40] Die Note setzt sich aus der schriftlichen und der mündlichen Prüfung zusammen

[22:43] und aus der Projektarbeit insbesondere.

[22:45] Aber da ist nirgendwo ein Wort erwähnt vom Berichtsheft.

[22:48] Das Berichtsheft dient ausschließlich der Dokumentation deines Ausbildungsverlaufs.

[22:52] Und das wird in keinster Weise benotet.

[22:54] Das heißt, wenn du jetzt glaubst, du musst das Berichtsheft binden lassen

[22:57] und in Hochglanzfolie einpacken, das kannst du alles gerne machen,

[23:00] hat aber auf die Benotung keinerlei Auswirkung.

[23:03] Und ich glaube auch nicht, dass irgendwelche Prüfer sich davon blenden lassen,

[23:06] dass du ein wunderhübsches Berichtsheft hast.

[23:08] Die gucken da, wenn sie reingucken, nämlich nach dem Inhalt

[23:11] und nicht, ob es schön formatiert ist oder schön ausgedruckt ist.

[23:14] Und im Zweifel kriegst du auch die Note, die du verdienst,

[23:17] zu deiner Präsentation und deinem Fachgespräch.

[23:19] Und es hat rein gar nichts mit dem Berichtsheft zu tun.

[23:22] Von daher, spar dir die Zeit, um das Berichtsheft wunderbar aufzuhübschen.

[23:25] Druck es einfach vernünftig aus und fertig

[23:27] und nutz die Zeit lieber für die fachliche Vorbereitung auf deine Abschlussprüfung.

[23:31] Das ist wesentlich sinnvoller.

[23:33] Und zum Abschluss der heutigen Episode habe ich jetzt noch mal ein paar konkrete Tipps zum Führen.

[23:37] Tipps zum Führen des Berichtshefts.

[23:39] Die gehen wir jetzt einfach mal der Reihe nach durch.

[23:41] Nummer 1 ist, aktualisiere das Berichtsheft jede Woche oder jeden Tag,

[23:45] wenn das nötig ist in deinem Fall.

[23:47] Und trag dir am besten schon einen Termin im Kalender dafür ein.

[23:50] Mit Erinnerung am besten, dann kannst du es auch nicht vergessen.

[23:53] Meinetwegen Freitag direkt vor dem Nachhausefahren, kurz vor dem Feierabend,

[23:56] eben nochmal 10 Minuten das Berichtsheft pflegen.

[23:58] Wenn du das regelmäßig machst, ist das kein Problem.

[24:01] Wenn du kurz vor der Prüfung 10 Stunden lang dein Berichtsheft pflegen musst,

[24:04] das ist einfach dämlich.

[24:06] Regelmäßig einen Termin einplanen, dann ist das auch weit weniger schlimm,

[24:09] als die meisten Azubis einem immer erzählen wollen.

[24:12] Dann verstehe das Berichtsheft doch einfach als Chance und vor allem auch als Absicherung.

[24:17] Ich gehe davon aus, dass du eine vernünftige Ausbildung bekommst in deinem Unternehmen.

[24:20] Aber wenn das nicht der Fall ist, aus welchem Grund auch immer,

[24:23] dann ist das Berichtsheft deine einzige Chance, das in irgendeiner Form nachzuweisen

[24:27] und vielleicht irgendwas zu erreichen, z.B. den Ausbildungsplatz zu wechseln

[24:30] oder dass dein Unternehmen nicht mehr ausbilden darf usw.

[24:34] Von daher sieh das Ding als Chance und nicht nur als lästige Pflicht.

[24:38] Außerdem kannst du über das Berichtsheft dich auf die Abschlussdokumentation vorbereiten

[24:43] für deine Projektarbeit, denn wenn du z.B. wie ich hier schon ein paar Mal empfohlen habe,

[24:47] die LaTeX-Vorlage nutzt, dann bist du natürlich schon regelmäßig dabei

[24:50] und arbeitest eben mit LaTeX und das ist natürlich dann super,

[24:53] wenn du in der Abschlussprüfung damit schon mal einiges an Erfahrungen gesammelt hast.

[24:57] Dann sparst du dir nämlich die Zeit für die nervige Formatierung

[25:00] und hast quasi alles fertig und kannst das Ding einfach runterschreiben.

[25:03] Von daher sieh das auch ein bisschen als Übung, überhaupt ein bisschen Texte zu formulieren

[25:07] und eine Textverarbeitung nochmal zu nutzen, egal welche.

[25:10] Du kannst es auch mit Word machen, das ist völlig wurscht.

[25:12] Hauptsache du bist regelmäßig auch mal im Schreibfluss und musst mal ein bisschen was formulieren.

[25:16] Das ist eine sehr gute Übung für dein Abschlussprojekt.

[25:19] Dann, ganz konkreter Tipp, achte darauf, dass die Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik vernünftig ist.

[25:25] Wie gesagt, ich persönlich korrigiere wirklich das Berichtsheft auch von meinen Azubis,

[25:29] wenn ich da irgendwie was sehe, aber achte doch einfach darauf, dass das einfach auch vernünftig ist.

[25:33] Wenn dein Ausbilder vielleicht auch nicht ganz so drauf guckt, zum Beispiel,

[25:36] wenn ich als Prüfer da sitze und gucke mir ein Berichtsheft an und sehe, das ist voll mit Fehlern,

[25:41] dann frage ich mich natürlich, wie sieht denn der Code aus, den derjenige da produziert?

[25:44] Wenn er schon so eine, in Anführungszeichen, lächerliche Aufgabe wie das Berichtsheft nicht vernünftig ernst nimmt

[25:49] und nicht richtig umsetzt, was ist denn dann bei wirklich wichtigen Aufgaben?

[25:53] Und das muss einfach nicht sein, meiner Meinung nach, das gibt einfach ein schlechtes Bild von dir ab.

[25:58] Wie gesagt, das Berichtsheft wird nicht in die Benotung eingehen,

[26:01] aber trotzdem, so ein Eindruck bleibt natürlich irgendwie trotzdem da im Hinterkopf

[26:05] und deswegen achte darauf, dass es einfach vernünftig ist.

[26:09] Dann, habe ich gerade schon gesagt, versuch das Ganze ein bisschen technischer anzugehen.

[26:13] Sind ja Anwendungsentwickler, mach doch ein bisschen was Cooles draus.

[26:15] Mach es zum Beispiel mit LaTeX oder zum Beispiel mit Markdown.

[26:18] Guck dir irgendeine coole Syntax an, die dich interessiert.

[26:21] Nimm eine Wikisyntax oder baue das Ganze in ein Wiki ein oder wie auch immer.

[26:24] Versioniere deine Dateien mit Git.

[26:26] Mach irgendwie was, damit das Ganze cooler ist.

[26:28] Wenn du einfach überhaupt keinen Bock hast auf das Berichtsheft,

[26:30] dann versuch dir das irgendwie ein bisschen technisch interessant für dich zu gestalten.

[26:34] Du kannst wirklich so coole Sachen machen, wenn man sich mal so ein bisschen vor Augen hält,

[26:38] dass es ja eine Aufgabe ist, die immer wiederkehrend ist und die quasi auch automatisiert werden könnte.

[26:42] Vielleicht hast du ja eine kleine Mini-Programmlogik, die du dir irgendwie bauen kannst.

[26:47] Zum Beispiel auf Knopfdruck aus deiner Textdatei die LaTeX-Vorlage zu füllen und zu kompilieren

[26:51] und schwopp kommt das Ding auf Knopfdruck raus.

[26:53] Da hat man doch vielleicht irgendwie einen coolen, spannenden Ansatz,

[26:56] um so ein bisschen was zu programmieren, worauf du vielleicht dann hoffentlich,

[26:59] wenn du diese Auswahl machst, ein bisschen mehr Bock hast.

[27:01] Also versuch das doch irgendwie ein bisschen zu automatisieren.

[27:04] Mach was Cooles draus, dann wird es auch vielleicht nicht ganz so uninteressant,

[27:07] regelmäßig das Berichtsheft zu führen.

[27:09] Außerdem kannst du natürlich auch die Pflege des Berichtsheftes

[27:13] so ein bisschen als Retrospektive für dich selber nutzen.

[27:15] Du kannst dir mal zurückschauen und überlegen, was habe ich denn eigentlich alles gelernt?

[27:18] Habe ich was gut gemacht? Verstehe ich was noch nicht?

[27:21] Muss ich noch irgendwie Sachen klären? Brauche ich vielleicht eine Schulung?

[27:23] Muss ich mal mit meinem Ausbilder über bestimmte Inhalte sprechen?

[27:26] Oder was würde ich denn vielleicht gerne in Zukunft machen?

[27:28] Ich habe jetzt die letzten anderthalb Jahre meinetwegen eine Android-App entwickelt.

[27:32] Ich würde aber auch gerne mal was im Web machen oder im Backend oder wie auch immer.

[27:36] Überleg das Ganze doch mal ein bisschen für dich zu nutzen, diese Zeit,

[27:40] und mal so ein bisschen in die Zukunft und die Vergangenheit zu schauen,

[27:42] was gut war, was schlecht war und was vielleicht in Zukunft noch passieren kann.

[27:46] Das ist doch eine schöne Möglichkeit, wenn du jede Woche 10 Minuten, 15 Minuten vielleicht mal

[27:50] über quasi deine Arbeit reflektierst.

[27:53] Vielleicht ermöglicht es dir ja noch, irgendwie was zu optimieren

[27:56] oder Dinge einfach noch besser zu verstehen zum Beispiel,

[27:58] weil du nochmal drüber nachdenkst, was du eigentlich da gelernt hast.

[28:02] Ja, dann kann man auch so was Tolles machen,

[28:04] wenn man so ein bisschen mal in der Motivationsforschung sich umschaut,

[28:08] scheint es vielen Menschen zu helfen, wenn sie ein sogenanntes Erfolgsprotokoll führen.

[28:12] Das heißt, sie tragen dann zum Beispiel täglich in ihr Tagebuch ein,

[28:15] was sie am vorhergehenden Tag oder auch an diesem Tag, wenn man es abends macht,

[28:19] was sie da Tolles geschafft haben, was sie erreicht haben.

[28:22] Und wenn man da rückblickend dann die Sache mal durchliest,

[28:24] dann merkt man eigentlich, dass man gar nicht mal so blöd ist zum Beispiel,

[28:27] wie man es häufig dann meint, wenn man in schwierigen Situationen ist,

[28:30] sondern dass man schon ganz schön viel geschafft hat,

[28:32] auch gerade in seinem jungen Leben, wenn man eine Ausbildung macht zum Beispiel.

[28:36] Und da kannst du natürlich das Berichtsheft auch in so einer Form für dich,

[28:39] in Anführungszeichen, missbrauchen.

[28:41] Denn diese Zeit, die du ja offensichtlich während der Arbeitszeit,

[28:44] das haben wir schon geklärt, hast, um wirklich bewusst zu reflektieren

[28:47] und Dinge aufzuschreiben, dann nutzt sie doch einfach für dich

[28:50] und zieh einfach das Optimum für dich daraus.

[28:52] Und wenn du vielleicht aufschreibst, was du alles Gutes gemacht hast,

[28:55] Tolles erreicht hast, fertig programmiert hast zum Beispiel,

[28:57] oder eine neue Technik gelernt hast und so weiter,

[28:59] dann kannst du dir das Berichtsheft auch mal von Zeit zu Zeit zur Hand nehmen

[29:02] und einfach mal durchlesen und schauen,

[29:04] Mensch, ich habe ja schon ganz schön viel erreicht in meiner kurzen Ausbildung bisher.

[29:08] Dann würde ich dir empfehlen, das Berichtsheft immer sofort dem Ausbilder

[29:12] oder deiner Ausbilderin vorzulegen, wenn du es ausgedruckt hast.

[29:15] Denn es könnte auch ein bisschen eng werden,

[29:17] wenn der Ausbilder kurz vor der Prüfung noch mal eben 27 Unterschriften setzen muss.

[29:21] Vor allem muss er da meist auch das Datum daneben schreiben.

[29:23] Und da muss man wieder anfangen. Welches Datum müsste es denn sein?

[29:26] Und ist das richtig? Und gibt es Unstimmigkeiten? Und so weiter.

[29:29] Davon abgesehen könnte der Ausbilder theoretisch auch kurz vor der Prüfung

[29:32] noch mal eben ein bisschen Urlaub haben oder auf einer Dienstreise sein.

[29:35] Und dann kann er dir die Unterschrift nicht geben.

[29:37] Und dann führt das zu unnötigem Stress.

[29:39] Das würde ich auf keinen Fall machen.

[29:41] Leg dem Ausbilder das immer sofort vor, dass er das immer direkt unterschreibt.

[29:44] Wenn du was in der Hand hast.

[29:46] Wie gesagt, es geht ja hauptsächlich darum, dass du nachweisen kannst,

[29:48] wenn du nicht richtig ausgebildet wirst.

[29:50] Und dann hilft es dir leider nicht, wenn du zwölf tolle Monatsprotokolle ausgedruckt hast,

[29:54] die aber dein Ausbilder nicht unterschrieben hat.

[29:56] Denn die kannst du dir natürlich auch aus der Finger gesogen haben.

[29:58] Das nimmt dir natürlich dann im Zweifel niemand ab, dass das auch wirklich so war.

[30:02] Wenn aber die Unterschrift von deinem Ausbilder oder der Ausbilderin darunter ist,

[30:05] dann ist eindeutig, das hat er abgenommen.

[30:07] Und damit ist er einverstanden offensichtlich.

[30:09] Und das hält er für eine gute Ausbildung.

[30:11] Und dann kannst du natürlich auch irgendwas gegen das Unternehmen tun,

[30:14] wenn es denn hart auf hart kommen sollte.

[30:17] Wovon ich jetzt mal nicht ausgehe.

[30:19] Außerdem, denk doch noch mal einen Schritt weiter.

[30:22] Vielleicht willst du dir ja auch eine Personal Brand aufbauen im Internet.

[30:27] Und da willst du dir vielleicht einen Blog zulegen.

[30:30] Und vielleicht mal den einen oder anderen Artikel schreiben.

[30:32] Und wenn du das Berichtsheft zum Beispiel dafür nutzt, um auf Blog-Ideen zu kommen,

[30:36] ist das schon wieder eine weitere coole Sache.

[30:39] Du könntest zum Beispiel mal gucken, diese Woche, cool,

[30:41] da habe ich doch mit dem Framework XY in 3-Zeilen-Code eine coole Web-Anwendung gebaut.

[30:45] Bumm, Thema für einen Blog-Artikel.

[30:47] Oder du hast irgendwelche, weiß der Geier was,

[30:50] irgendwelche Geschichten in der Berufsschule,

[30:52] irgendwelche Literatur-Empfehlungen oder was auch immer.

[30:55] Da kommst du vielleicht auf tolle Ideen für interessante Blog-Beiträge,

[30:58] die vielleicht auch deine Kollegen, deine Mitarzubis

[31:00] oder vielleicht auch den Rest der Welt interessieren könnten.

[31:03] Und so hast du vielleicht die Möglichkeit,

[31:05] deine Ausbildung auch noch dazu zu nutzen,

[31:08] so ein bisschen deine Marke quasi im Internet aufzubauen.

[31:12] Das ist auch eine Möglichkeit.

[31:14] Und zum Schluss, als allerletzten Tipp,

[31:16] wenn du wirklich dazu gezwungen bist,

[31:18] quasi tagesaktuell dein Berichtsheft zu pflegen,

[31:21] vielleicht gibt es ja eine Möglichkeit, das zu generieren,

[31:24] zum Beispiel aus einer Zeiterfassung.

[31:26] Ich weiß nicht, viele Azubis, die ich auch schon in Prüfungen gesehen habe,

[31:29] wenn sie im Projektgeschäft tätig sind,

[31:31] müssen tatsächlich auch ihre Stunden aufschreiben,

[31:33] auch gerade für die Abrechnung von Kunden.

[31:35] Sie müssen also genau festhalten, wann sie an welchen Projekten gesessen haben.

[31:38] Und dafür gibt es in den meisten Fällen schon irgendeine Software,

[31:41] mit der man das tut.

[31:42] Und vielleicht gibt es ja die Möglichkeit,

[31:44] vielleicht muss man die ein bisschen ergänzen

[31:45] oder ein bisschen anders formulieren, was man da einträgt,

[31:47] aber dann könnte man eventuell auf Knopfdruck

[31:49] einfach das Berichtsheft auf Basis dieser eh vorhandenen

[31:52] Zeiterfassungseinträge generieren.

[31:54] Das könnte dir vielleicht ein bisschen Arbeit ersparen,

[31:56] wenn du so ein System im Einsatz hast

[31:58] und tagesgenau irgendwas programmieren,

[32:01] wollte ich schon sagen, dokumentieren musst.

[32:03] Dann schlag doch vielleicht einfach zwei Fliegen mit einer Klappe

[32:06] und generiere das Berichtsheft aus deiner Zeiterfassung.

[32:08] Oder umgekehrt fällt das ja auch möglich.

[32:10] Hauptsache, Berichtsheft.

[32:12] Spar einfach überall Zeit, wo es geht.

[32:14] Automatisiere so viel wie möglich,

[32:16] aber siehe es auch als Chance.

[32:17] Nutze es, um ein bisschen zu reflektieren

[32:19] und begreife, dass das das Einzige ist, was du in der Hand hast,

[32:22] um irgendwas gegen dein Unternehmen zu tun,

[32:25] wenn du schlecht ausgebildet wirst.

[32:28] Das soll es für heute gewesen sein.

[32:30] Das waren alle Fragen, die mir eingefallen sind

[32:32] rund um das Berichtsheft.

[32:33] Wenn du noch weitere Fragen hast,

[32:35] die ich heute nicht geklärt habe,

[32:36] ja, dann melde dich doch einfach bei mir.

[32:38] Schreib mich an unter mail.anwendungsentwicklerpodcast.de

[32:41] oder hinterlasse einfach einen Kommentar zur Episode.

[32:43] Die Shownotes findest du wie immer unter anwendungsentwicklerpodcast.de

[32:47] slash 52 für die 52. Episode, die das heute war.

[32:51] Mensch, das heißt ja,

[32:52] ich habe seit einem Jahr diesen Podcast hier am Laufen.

[32:55] Ist ja Wahnsinn.

[32:56] 52 Wochen habe ich das hier schon durchgehalten.

[32:58] Finde ich eigentlich ziemlich cool.

[33:00] Hätte ich, glaube ich, nicht gedacht,

[33:01] dass ich ein Jahr durchhalte und vor allem immer noch Themen habe.

[33:04] 50 unterschiedliche Themen, die ich schon behandelt habe.

[33:06] Der Wahnsinn.

[33:07] Also, ich kann noch auf jeden Fall mehr gebrauchen.

[33:09] Ja, so langsam wird es natürlich etwas dünner.

[33:12] Nach einem Jahr,

[33:13] da habe ich schon ziemlich viel erzählt zur Ausbildung.

[33:15] Von daher, wenn es noch Themen gibt,

[33:16] die dich besonders interessieren,

[33:17] die dich quasi nachts wachhalten,

[33:19] weil du unbedingt wissen musst, wie es läuft,

[33:21] dann schreib mich doch einfach an.

[33:23] Dann versuche ich das natürlich hier auch im Podcast unterzubringen.

[33:26] Ansonsten würde ich mich wie immer über jegliches Feedback freuen.

[33:29] Und insbesondere kannst du dich auch gerne wieder für meinen Newsletter anmelden,

[33:33] wenn du möchtest.

[33:34] almoesterwicklerpodcast.de slash Newsletter.

[33:36] Da bekommst du, hatte ich eben schon erwähnt,

[33:38] unter anderem meine Checkliste für den Tag der möglichen Prüfung,

[33:42] wo auch draufsteht, dass du das Bericht selbst mitnehmen musst.

[33:45] Ich hatte es schon erwähnt.

[33:46] Ich erwähne es aber gerne nochmal,

[33:47] damit du nicht in der Situation bist und da stehst und nicht geprüft wirst.

[33:50] Das wäre wirklich ziemlich blöd.

[33:52] Ja, das war es auch schon für heute.

[33:54] Nächste Woche startet mein Buchclub zum Handbuch für Fachinformatiker von Sascha Kersken.

[34:00] Wenn du möchtest, kannst du dich gerne noch daran beteiligen.

[34:03] Heute am 07.03.2016 erscheint diese Episode.

[34:07] Und wenn du magst, schick mir doch einfach noch eine Mail.

[34:09] Bis mittags circa hast du noch Zeit.

[34:11] Dann bringe ich vielleicht noch ein paar Fragen mit meinen Azubis

[34:14] in unserer gemeinsamen Besprechung der ersten zwei Kapitel,

[34:18] die ersten 100 Seiten des Handbuchs für Fachinformatiker.

[34:20] Die gehen wir heute einmal durch.

[34:22] Also die lesen wir nicht durch.

[34:23] Die haben wir schon gelesen und besprechen die dann.

[34:25] Und wenn du dazu noch irgendwelche Anmerkungen hast, dann schick die gerne rüber.

[34:27] Dann kann ich da vielleicht in der Podcast-Episode noch drauf eingehen.

[34:30] Ansonsten, wenn du noch mitmachen willst beim Buchclub,

[34:32] nächste Woche am 14.03.2016 erscheint ja diese Episode.

[34:36] Und wenn du bis dahin die ersten zwei Kapitel gelesen hast,

[34:39] das sind, ich glaube, die allgemeine Einführung heißt es,

[34:42] und mathematisch-technische Grundlagen,

[34:44] da gehen wir dann mal so ein bisschen im Detail durch,

[34:46] was davon interessant ist, was davon nicht so interessant ist

[34:48] und vor allem, was davon prüfungsrelevant ist.

[34:50] Das ist bestimmt auch ganz interessant für alle, die das lesen,

[34:53] um sich auf die Prüfung vorzubereiten.

[34:55] Bis dahin sage ich für heute vielen, vielen Dank fürs Zuhören

[34:58] und bis zum nächsten Mal. Tschüss!

Polyglot Clean Code Developer
About the Author
Ausbildungsleiter für Fachinformatiker:innen Anwendungsentwicklung, IHK-Prüfer und ehemaliger Hochschuldozent für Programmierung und Software-Engineering.

27 comments on “Häufige Fragen zum Berichtsheft – Anwendungsentwickler-Podcast #52”

  1. Carina sagt:

    Hallo Stafan,

    was kann ich tun, wenn mein Ausbilder von mir verlangt, dass ich Dinge ins Berichtsheft schreibe, die ich gar nicht gemacht habe?

    Grüße, Carina

  2. Stefan Macke sagt:

    Hallo Carina,

    das ist kein gutes Zeichen. Wirst du denn gut ausgebildet oder lernst
    du auch nichts?

    Ich würde das auf keinen Fall eintragen und unterschreiben! Sonst hast
    du später nichts in der Hand. Fülle dein Berichtsheft wahrheitsgemäß
    aus und lass ihn unterschreiben. Wenn er das nicht will, solltest du
    mit ihm sprechen. Wenn das nicht hilft, musst du mit deinem/seinem
    Chef reden. Und wenn auch das nicht hilft, solltest du dich an deine
    IHK wenden!

    Viele Grüße!
    Stefan

  3. Carina sagt:

    Hallo Stefan,

    danke für deine Hilfe. Es gibt durch aus mehr Probleme bei mir in der Ausbildung. Ich bin jetzt seit August in dem Betrieb. Ich habe keinen richtigen Ansprechpartner und auch oft keine Aufgabe. Wenn ich meinen Ausbilder deswegen anspreche, dann werde ich als störend abgewiesen.
    Am Anfang hat mein Ausbilder mein Berichtsheft normal unterschrieben und höchsten mal kleiner Änderungen angemerkt. Aber seit Dezember gibt es Streit, weil ich Dinge schreiben soll, die aus meiner Sicht nicht war sind.
    Ich werde mal versuchen, mit meinem Chef drüber zu sprechen. Ich hoffe, dass er etwas an meiner Situation ändern kann/wird.

    Grüße, Carina

  4. Florian sagt:

    Moin Stefan,

    erstmal: herzlichen Glückwunsch zum „Podcast-Geburtstag“. Diese Episode war sehr informativ und ich kann nur
    Bestätigen, wie wichtig das Berichtsheft als Nachweis über die Qualität der Ausbildung ist. Wir hatten ja schon dieses Wochenende via Email kommuniziert und bin auch deinem Rat gefolgt (übrigens auch dafür: Danke!), mit dem Ergebnis, dass ich mich nun von meinem Ausbildungsbetrieb „weg bewerben“ werde.

    Die Idee, das Berichtsheft als Inspiration für einen Blog zu nehmen, fand ich mit am Besten.

    Es grüßt: Florian

  5. Stefan Macke sagt:

    Hallo Florian,

    ich wünsche dir alles Gute bei der Suche nach einer neuen Stelle! Du verdienst es, gut ausgebildet zu werden.

    Wenn du nen Blog startest, schick mir gerne den Link 🙂

    Viele Grüße!
    Stefan

  6. chriss23 sagt:

    Ich hab damals über einen Freund den Berichtsheft-Generator von (Link entfernt) empfohlen bekommen. War ne 1a Sache, da ich mein Berichtsheft an einem Abend komplett erstellt hatte, inklusive Schulinhalte und Tätigkeiten. Bei der Prüfung ist nichts aufgefallen 😀 Wieso mehr Arbeit machen, als man sowieso schon hat? 😀

  7. Stefan Macke sagt:

    Ich zensiere hier normalerweise keine Kommentare, aber die Idee eines Berichtsheftgenerators finde ich so dermaßen daneben, dass ich dafür hier keine Werbung machen möchte. Wer so einen Generator nutzt, hat einfach nicht verstanden, worum es beim Berichtsheft geht. Das möchte ich nicht unterstützen.

  8. Marcel sagt:

    Hallo Stefan Macke,

    ich finde deine Idee sehr interessant, die Berichtshefte über LaTex, Markdown und Git zu Versionieren. Ich bin im Oktober mit meiner Ausbildung zum Fisi gestartet und würde gerne das erstellen automatisieren. Natürlich möchte ich meine texte selbst reinschreiben.
    Magst du mir helfen oder eine Anleitung wie du das damals gelöst hast erstellen?
    Wäre sicherlich nicht nur ich daran Interessiert 😀

    Viele Grüße aus Oldenburg
    Marcel

  9. Stefan Macke sagt:

    Hallo Marcel,

    was genau möchtest du denn wissen? Und was möchtest du erreichen? Berichtsheft mit Markdown schreiben und mit Git versionieren und dann auf Knopfdruck ein schönes PDF erzeugen? Dafür müsstest du dir erstmal LaTeX anschauen und eine entsprechende Vorlage bauen (oder du nimmst diese hier: LaTeX-Vorlage für das Berichtsheft). Dann brauchst du einen Converter von Markdown nach LaTeX. Den kannst du selbst bauen (als Programmierübung) oder du nimmst Pandoc. Die Automatisierung des Prozesses ist dann doch eine schöne Übungsaufgabe. Wenn ich dir alles vorsage, wäre es ja langweilig 😛

    Viele Grüße!
    Stefan

  10. Lukas sagt:

    Ich habe ein gutes Berichtsheft geführt (Regelmäßig, gute Inhalte wenn es was gab, schön formatiert, regelmäßig ausgedruckt) Jedoch hab ich die Berufsschulinhalte nicht mit reingepackt. Es informiert einen ja auch keiner so genau was da rein gehört…
    Da steht bei mir immer nur „Berufsschule“.
    Reicht das oder sollte ich ein gesondert geführes Berufsschulprotokoll dazupacken? Kann ich es weglassen? Wird das überhaupt akzeptiert (komplett ohne, mit gesondertem Protokoll)?

    Was passiert überhaupt wenn das Berichtsheft dem Prüfungsausschuss vor Ort nicht gefällt weil es ihrer Meinung nach Unvollständig ist? Ich habe ja eins geführt und mit, sprich die Formalität ist theoretisch gesehen erfüllt.
    Ich bin ja der Meinung gut ausgebildet worden zu sein, hab ne gute Schriftliche und werde auch keine schlechte Mündliche hinlegen. Da wäre es doch irgendwie blöd mich für ein weiteres halbes Jahr da zu lassen oder verstehe ich da was falsch?

  11. Stefan Macke sagt:

    Hallo Lukas,

    zur Berufsschule kann ich dir auch nichts sagen. Ich lasse meine Azubis dort die Inhalte des Unterrichts eintragen, aber da der Sinn ja die Dokumentation der betrieblichen Ausbildung ist, wird es sicherlich kein Problem darstellen, wenn du die Inhalte nicht im Detail aufführst.

    Dem Ausschuss muss dein Berichtsheft auch nicht „gefallen“. Wie du es formatierst und formulierst ist deine Sache. Interessant sind die Inhalte. Wenn dort 20 Wochen im Jahr „Kaffee kochen“ steht, kann (und sollte) das problematisch werden.

    Viele Grüße! Stefan

  12. Lea sagt:

    Finde die Idee mit dem Markdown-Berichtsheft ziemlich gut, finde allerdings die Formatierung etwas schwieriger als in Word (habe dafür eben schon eine Vorlage). Das alles mit Versionierung durchzuziehen ist natürlich eine super Sache, aber damit hätte ich dann wohl mal vorher anfangen sollen =D

  13. Stefan Macke sagt:

    Hallo Lea,

    für das „fertige“ Berichtsheft nutzen wir dann ja auch nicht mehr Markdown, sondern LaTeX. Aber Word würde natürlich auch gehen. Markdown eignet sich halt nicht für das ansprechende Setzen von Formularen oder langen Texten. Aber für die Notizen zu den Inhalten ist es perfekt. Dann muss halt einmal im Monat alles in die Vorlage übertragen werden.

    Viele Grüße!
    Stefan

  14. Theo sagt:

    Hallo,

    ich führe mein Berichtsheft digital und der Ausbilder kann dort Einsicht zur Kontrolle nehmen. Jetzt haben wir die Berichtshefte alle ausgedruckt und unterschrieben. Ist es schlimm, wenn auf allen das heutige Datum steht?

  15. Stefan Macke sagt:

    Hallo Theo,

    ich würde sagen, das ist kein Problem. Wir hatten dieses Jahr einen Prüfling, der erst am Tag seiner Prüfung alle Seiten hat unterschreiben lassen! 🙂

    Viele Grüße!
    Stefan

  16. David sagt:

    Hallo, es gibt ja eine neue Regel das die neuen Fachinformatiker im ersten und zweiten Lehrjahr einen Praxisbericht über ein bestimmtes Thema schreiben und Präsentieren müssen. Gibt es irgendwo ein Dokument oder eine Internetseite wo ich mich Informieren kann? Ich finde im Internet nichts.
    VG David

  17. Stefan Macke sagt:

    Hallo David, wo hast du das denn her bzw. wo steht das? Das höre ich zum ersten Mal. In der Berufsverordnung habe ich nichts dazu gefunden.

  18. Dome sagt:

    Habe im ersten Lehrjahr ein webbasiertes Berichtsheft mit PDF-Ausgabe gebaut. So kann man es genau so bauen, wie man am wenigsten Aufwand damit hat und vorallem: keine Handschreibarbeit. Man kann auch Ausbilderaccounts anlegen und denen entsprechend Azubis zuordnen. Gedruckt werden kann nur wenn der Ausbilder es als in Ordnung markiert hat. War zusätzlich ein guter Einstieg in PHP.

    Kann des Berichtsheft auch aus inhaltlichen Gründen „durchfallen“? Beispielsweise wenn ein halbes Jahr jeden Tag nur „Projekt XY“ vermekt, es also quasi absolut nichtssagend ist?

    An der Stelle vielen vielen Dank für deine Seite, Stefan! Ich bin sicher, dass fast jedem aktuellen Azubi in der Anwendungsentwicklung mindestens ein mal durch deine Seite geholfen wurde! Sicher hast du damit auch schon vielen die Ausbildung/Prüfung gerettet, mir auf jeden Fall!

  19. Stefan Macke sagt:

    Hallo Dome, das ist natürlich eine richtig coole Lösung! Gibt’s das als Open Source? 😉

    Das Berichtsheft wird nicht benotet/bewertet. Es ist nur Zulassungsvoraussetzung zur Prüfung. Wenn du drei Jahre lang Kaffee gekocht hast, war das eine schlechte Ausbildung, aber kein Grund, nicht geprüft zu werden.

    Vielen Dank für dein Feedback. Freut mich, dass ich helfen kannt! 😀

  20. Steffi sagt:

    Hallo,

    ich würde gern wissen und kontrollieren ob ich in meiner Ausbildung einige Lehrgänge zu oft oder zu wenig habe.

    Unsere Betrieb hat nun fusioniert und bevor das ganze offiziell wird möchte ich mein Berichtsheft mit gutem Wissen weiter dem neuen Ausbilder vorlegen.

    Da ich finde das einige Lehrgänge bei mir nicht ganz ankamen habe ich mir den Ausbildungsrahmenplan angesehen und versteh es nicht ganz^^
    Was bedeuten die Zahlen unter den Monaten?

    LG
    Steffi

  21. Stefan Macke sagt:

    Hallo Steffi, welche Zahlen meinst du? Die Paragraphen? Die Anzahl der Monate je Thema? Vielleicht kannst du das etwas genauer beschreiben.

  22. Julia sagt:

    Hallo,

    wir nutzen im Betrieb das Online-Berichtsheft BLok. Dort kann täglich oder wöchentlich das Berichtsheft geführt werden. Am Ende der Woche gibt man es frei und der Ausbilder wird automatisch benachrichtigt, um es elektronisch abzunehmen. Über den Jahreskalender gibt es eine gute Übersicht, wo sichtbar ist, ob evtl. noch Wochen fehlen. Zwischendurch wird das Ganze ausgedruckt und der Ausbilder muss immer nur ein einzelnes Übersichtsblatt unterschreiben, anstatt jeder einzelnen Seite. Außerdem kann man jeder Tätigkeit eine Qualifikation aus dem Rahmenplan zuordnen und so sehen, wie viel Zeit für welches Gebiet aufgewendet wurde.

    Für Azubis ist die Benutzung kostenlos 🙂

  23. Stefan Macke sagt:

    Hallo Julia, danke für den Tipp. Das kannte ich noch gar nicht und werde es mir mal anschauen. Das hier ist wohl die Adresse: https://www.online-ausbildungsnachweis.de

  24. Hallo Stefan

    Ich bin in diesem Jahr Ausbilder geworden und in der Vorbereitung auf deine Seite gestoßen.

    Super Leistung, die du bringst!
    Habe mir schon einiges angesehen und werde auch vieles aus deinem Material mitnehmen können.

    Wir werden für das Berichtsheft folgende Plattform benutzen:
    https://www.azubiheft.de/

    Finde die Plattform ziemlich praktisch, da es auch als App für den Auszubildenden zur Verfügung gestellt werden kann.

    Viele Grüße 🙂
    Benjamin

  25. Stefan Macke sagt:

    Hallo Benjamin, vielen Dank für dein Feedback! Freut mich, dass ich helfen kann. Danke für den Tipp! Ab diesem Jahr bietet unsere IHK selbst eine Plattform für das Berichtsheft an, die wir dann natürlich nutzen werden. Aber es gibt bestimmt noch andere Interessenten hier.

  26. Heidi Schneider sagt:

    Hallo, ich hoffe, die Seite ist noch aktuell.
    Darf ich als Ausbilder das Berichtsheft korrigieren?
    D.h. Rechtschreibfehler, Satzbau, evtl. mal Richtigstellung der Fachbegriffe?
    Vielen Dank und Grüße
    Heidi

  27. Stefan Macke sagt:

    Klar, das mache ich auch so. Letztendlich müssen ja beide Seiten „unterschreiben“, dass alles so passt wie geschrieben. Der Azubi hat also die Möglichkeit gegen falsche Informationen (wovon ich jetzt bei dir nicht ausgehe) vorzugehen.

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