In der fünfzehnten Episode meines Anwendungsentwickler-Podcasts geht es um häufige Fragen rund um die mündliche Prüfung, also die Projektpräsentation und das Fachgespräch. Die Fragen sind auf zwei Episoden aufgeteilt. In dieser Episode geht es um die Rahmenbedingungen, die Unterlagen und Hardware sowie die Präsentation.
TL;DR
Für deine mündliche Abschlussprüfung empfehle ich dir, etwa eine Stunde vorher anzukommen und deine Präsentation mit der eigenen Hardware zu proben. Zum professionellen Auftritt gehört passende Kleidung; bei den von mir beschriebenen Prüfungen ist außerdem das Berichtsheft Voraussetzung, um geprüft zu werden. Richte deine 15-minütige Projektpräsentation an technisch interessierte, projektfremde Prüfer:innen und zeige dabei auch, wie du vorgegangen bist und wie wirtschaftlich dein Projekt ist. Mit gut lesbaren Screenshots und eingeübten Abläufen kannst du deine Zeit verlässlich planen, während eine Live-Demo zusätzliche technische Risiken mitbringt.
Kapitelmarken
- [00:00:00] Einstieg und Informationen zur Projektpräsentation
- [00:00:30] Häufige Fragen zur mündlichen Abschlussprüfung
- [00:01:36] Frühzeitig am Prüfungsort ankommen
- [00:03:31] Kleidung und professionelles Auftreten
- [00:06:00] Tattoos und Piercings
- [00:07:05] Berichtsheft vorbereiten und mitbringen
- [00:09:50] Laptop und Beamer für die Prüfung
- [00:12:41] Handouts und Ausdrucke als Reserve
- [00:14:54] Karteikarten und Referentenansicht
- [00:17:13] Präsentationssoftware und andere Medien
- [00:18:56] Zielgruppe der Projektpräsentation
- [00:20:38] Zwischenfragen und Zeitlimit
- [00:21:56] Firmengeheimnisse und sensible Daten
- [00:24:14] Folienformat 4:3 oder 16:9
- [00:26:08] Eigene Anwendung und Screenshots zeigen
- [00:29:47] Chancen und Risiken einer Live-Demo
- [00:31:03] Fortsetzung, Shownotes und Feedback
- [00:32:37] Newsletter und Checklisten
Inhalt
Rahmenbedingungen
- Wann sollte ich am Prüfungsort eintreffen?
- So früh wie möglich, z.B. eine Stunde vor Beginn der Prüfung.
- Welche Kleidung soll ich anziehen?
- Vernünftige Kleidung, eher over- als underdressed. Wichtig: Wohlfühlen!
Unterlagen und Hardware
- In welcher Form muss ich das Berichtsheft vorlegen?
- In einer vernünftig lesbaren, chronologisch sortierten Form (z.B. Schnellhefter).
- Was passiert, wenn ich das Berichtsheft vergesse?
- Du wirst nicht zur Prüfung zugelassen.
- Muss ich meinen eigenen Beamer mitbringen?
- Kommt auf die IHK an. Ist ggfs. zu empfehlen, wenn man eine besondere Hardware oder Auflösung verwendet.
- Soll ich ein Handout meiner Präsentation mitbringen?
- Nein, das ist völlig überflüssig und landet nur im Müll.
- Darf ich Karteikarten als Gedankenstütze für die Präsentation nutzen?
- Ja, aber ich empfehle eher den Präsentationsmodus. Am besten ist natürlich, wenn man alles auswendig kann.
Präsentation
- Muss ich PowerPoint für die Präsentation nutzen?
- Nein, ist aber der Standard.
- Welche Zielgruppe soll ich für die Projektpräsentation wählen?
- Den Prüfungsausschuss (und nicht Kunden/Kollegen).
- Achtung: Die Vorgaben der IHK sind zu beachten. Wenn der Prüfungsausschuss nicht als Zielgruppe gewählt werden kann/darf, hat man sich danach zu richten!
- Soll ich Zwischenfragen der Prüfer während der Präsentation erlauben?
- Nein.
- Darf ich Firmengeheimnisse in der Präsentation zeigen?
- Muss der Chef entscheiden. Der Prüfungsausschuss ist zur Verschwiegenheit verpflichtet.
- Soll ich die Präsentation im Format 16:9 oder 4:3 gestalten?
- Ich empfehle 4:3.
- Soll ich mein fertiges Programm mit zur Prüfung bringen?
- Gerne, aber besser nicht in die Präsentation einbauen.
- Soll ich eine Live-Demo meiner Anwendung zeigen?
- Besser nicht.
Literaturempfehlungen
Links
- Permalink zu dieser Podcast-Episode
- RSS-Feed des Podcasts
- Checkliste für die Projektpräsentation und das Fachgespräch
- Projektpräsi ohne Powerpoint? (fachinformatiker.de)
- Präsentation – Kleiderordnung (fachinformatiker.de)
- Präsentation aufnehmen (fachinformatiker.de)
- Fragen – Präsentation (fachinformatiker.de)
- Projektvortrag – Zielgruppe (fachinformatiker.de)
- Projektarbeit Vortrag – Tipps (fachinformatiker.de)
- Projektarbeit Vortrag (fachinformatiker.de)
- Präsentation – Abschlussprojekt mitbringen? (fachinformatiker.de)
- Präsentation: 16:9 oder 4:3? (fachinformatiker.de)
- Präsentationsunterlagen fürs Projekt mit Doku abgeben oder erst später? (fachinformatiker.de)
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Zusammenfassung
Am Prüfungsort ankommen
- Ich empfehle dir, ungefähr eine Stunde vor deinem Termin am Prüfungsort zu sein. Falls sich der Ablauf verändert, kannst du gegebenenfalls früher geprüft werden. Bei einer meiner Prüfungen konnte dadurch ein:e andere:r IT-Azubi noch das vergessene Berichtsheft holen.
- Für deine Kleidung kannst du dich an einem wichtigen Termin mit Kund:innen orientieren. Eine gepflegte Hose mit Hemd oder Bluse und saubere Schuhe passen dazu; ein Jackett kommt ebenfalls infrage. Durch dein Auftreten entsteht bei den Prüfer:innen ein erster Eindruck, der den weiteren Verlauf unterbewusst beeinflussen kann.
- Tattoos und Piercings haben für mich keinen Einfluss auf deine fachliche Qualifikation. Bei einem konservativen Prüfungsausschuss kann es helfen, sichtbare Tattoos durch Kleidung zu bedecken.
Berichtsheft mitbringen
- Für das ausgedruckte Berichtsheft empfehle ich dir einen ordentlichen Schnellhefter, in dem die Einträge chronologisch abgelegt sind. Aufsteigend oder absteigend funktioniert gleichermaßen, solange der Verlauf deiner Ausbildung nachvollziehbar bleibt.
- Als Prüfer schaue ich hinein, um zu erfahren, was du während deiner Ausbildung gemacht hast. Gerade bei einer schwächeren Prüfung kann das helfen, die Ursachen einzuordnen.
- Bei den von mir beschriebenen Prüfungen brauchst du dein Berichtsheft, um geprüft zu werden. Wenn es fehlt, hängt es vom Zeitplan ab, ob du es noch rechtzeitig beschaffen kannst. Im ungünstigen Fall verschiebt sich deine Prüfung um ein halbes Jahr.
Eigene Hardware vorbereiten
- Ich empfehle dir, deinen eigenen Laptop mitzubringen und die Präsentation darauf vollständig zu testen. Prüfe dabei besonders, ob Schriften und Bilder korrekt erscheinen. Auf fremden Rechnern können andere Programmversionen oder eine andere Präsentationssoftware deine Folien verändern.
- Wenn du einen eigenen Beamer mitbringen oder einen im Betrieb ausleihen kannst, lässt sich der gesamte Ablauf vorher mit genau dieser Technik proben. So kannst du auch prüfen, ob das Bildformat und die gewünschte Auflösung funktionieren.
- Welche Geräte du selbst mitbringen musst, hängt von deiner IHK und dem Prüfungsausschuss ab. Die Hinweise dazu stehen normalerweise auf deiner Einladung.
- Plane Ersatz für technische Ausfälle ein. Für die Technik, die du während deiner Präsentation brauchst, trägst du selbst die Verantwortung.
Ausdrucke und Gedankenstützen
- Ausgedruckte Folien können als Reserve dienen, falls der Beamer ausfällt. Wenn du sie vorab als Handout verteilst, können die Prüfer:innen die gesamte Präsentation schon durchblättern und ihre Aufmerksamkeit beim Vortrag verlieren. Deshalb rate ich davon ab, ein vollständiges Handout vor Beginn auszuteilen.
- Gezielt eingesetzte Ausdrucke, etwa ein Codeausschnitt, den du gemeinsam mit dem Prüfungsausschuss durchgehst, können deinen Vortrag ergänzen und beim Medieneinsatz positiv auffallen.
- Karteikarten sind als Gedankenstütze erlaubt. Ich bevorzuge die Referentenansicht der Präsentationssoftware, weil sie dir neben deinen Notizen auch die nächste Folie und die verstrichene Zeit zeigt.
- Durch häufiges Üben kannst du freier sprechen und Blickkontakt halten. Notizen geben dir zusätzliche Sicherheit, falls du unter Prüfungsstress den Faden verlierst. Ein Presenter hilft dir beim Wechseln der Folien und gibt deinen Händen etwas zu halten.
Medien und Zielgruppe wählen
- Du entscheidest, mit welchen Medien du präsentierst. Neben Präsentationssoftware kommen beispielsweise eine Tafel oder ein Overheadprojektor infrage. Bei der Software kannst du etwa PowerPoint, Keynote oder Prezi einsetzen.
- Auch wenn du deine Anwendung vorführst, gehören dein Betrieb und die Projektphasen in den Vortrag. Dazu zählen der Entwurf und die Tests sowie die Wirtschaftlichkeit.
- Falls deine IHK die Zielgruppe frei wählen lässt, empfehle ich dir den Prüfungsausschuss als technisch interessierte, projektfremde Zielgruppe. So kannst du die technischen Inhalte und deine Methoden zeigen, die für die Note gebraucht werden. Eine Präsentation für Kund:innen lässt solche Details häufig aus.
Fragen nach dem Vortrag beantworten
Wenn du vor Beginn gefragt wirst, ob du Zwischenfragen zulassen möchtest, empfehle ich dir, Fragen ans Ende zu legen. Unterbrechungen können dich aus dem Konzept bringen oder dazu führen, dass du Inhalte mehrfach behandelst. Auch die Zeit für deine Antworten zählt zu den vorgesehenen 15 Minuten. Bei einer Überschreitung droht ein Abzug.
Vertrauliche Inhalte zeigen
- Der Prüfungsausschuss ist zur Verschwiegenheit verpflichtet. Kläre mit deinem Betrieb, welche Inhalte du zeigen darfst.
- Wenn dein:e Vorgesetzte:r beispielsweise untersagt, Quellcode zu zeigen, fehlen den Prüfer:innen möglicherweise Teile deiner Arbeit, die sie für die Note brauchen.
- Sensible Daten auf Screenshots kannst du schwärzen oder verpixeln. Dadurch lassen sich Oberflächen und Ausschnitte aus der Datenbank zeigen, während personenbezogene Informationen verdeckt bleiben.
Folienformat festlegen
Meine Empfehlung für 4:3 stammt aus dem Jahr 2015. Damals unterstützten die Beamer in meinem Umfeld dieses Format zuverlässig. Außerdem ließen sich viele Bilder und Diagramme darin passend darstellen. Bei 16:9 können Bilder zusätzliche Ränder bekommen oder müssen beschnitten werden. Wenn die Technik vor Ort dein gewünschtes Format unterstützt und deine Inhalte hineinpassen, kannst du dieses Format wählen.
Anwendung mitbringen und vorführen
- Du kannst deine lauffähige Anwendung zur Prüfung mitbringen. Damit lässt sich dem Prüfungsausschuss zeigen, was aus deiner Arbeit entstanden ist.
- Für den geplanten Vortrag empfehle ich dir große, gut lesbare Screenshots. Mit ihnen kannst du vorher festlegen und üben, wie lange du über die einzelnen Funktionen sprichst.
- Bei einer Live-Demo besteht die Gefahr, dass du spontan zusätzliche Funktionen erklärst und dadurch die Zeit überschreitest. Abstürze oder lange Ladezeiten können den Ablauf ebenfalls stören. Auch eine Internetverbindung kann ausfallen; automatische Updates und eingehende Nachrichten bergen weitere Risiken.
- Eine gut geübte Live-Demo kann positiv auffallen, wenn die Technik zuverlässig läuft und du einschließlich der Demo innerhalb der 15 Minuten bleibst. Ich empfehle grundsätzlich Screenshots für die Präsentation.
- Nach deinem abgeschlossenen Vortrag kannst du anbieten, die Anwendung vorzuführen. Der Prüfungsausschuss entscheidet dann, ob dafür noch Zeit ist.
Weitere Fragen und Materialien
Die Fragen zum Fachgespräch und zur Benotung beantworte ich in der nächsten Episode. Zu dieser Folge findest du die Shownotes unter anwendungsentwicklerpodcast.de/15. Weitere Informationen zur Projektpräsentation stehen auf dieperfekteprojektpräsentation.de.
Für Fragen oder Feedback erreichst du mich unter mail@anwendungsentwicklerpodcast.de oder über die Kommentare im Blog. Über anwendungsentwicklerpodcast.de kannst du meinen wöchentlichen Newsletter abonnieren. Dort bekommst du auch meine Checklisten, mit denen du deine Projektdokumentation und die Präsentation prüfen kannst; eine weitere Checkliste hilft dir beim Projektantrag. Du kannst dich jederzeit wieder austragen.
Transkription der gesamten Episode
Automatisch erzeugte Transkription der Episode
Hi, hier ist Stefan. In dieser Podcast-Episode geht es um die Projektpräsentation. Wenn du dazu noch mehr Informationen von mir haben willst, dann schau doch mal auf meiner Website vorbei, dieperfekteprojektpräsentation.de. Und jetzt viel Spaß mit der Podcast-Episode.
Herzlich willkommen zum Anwendungsentwickler-Podcast, dem Podcast rund um die Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung. In dieser Episode gebe ich Antworten auf häufige Fragen rund um die mündliche Prüfung. Viel Spaß!
Hallo zusammen, herzlich willkommen zur 15. Episode des Anwendungsentwickler-Podcasts. Mein Name ist Stefan Macke. Heute antworte ich mal auf ein paar häufige Fragen, die rund um die mündliche Prüfung gestellt werden, also rund um die Abschlusspräsentation des Projekts und das anschließende Fachgespräch.
Ich habe in den letzten Wochen häufig verschiedene Foren mir angeschaut und auch einige Mails von Hörern und Lesern meines Blogs bekommen. Und immer wieder werden eigentlich fast dieselben Fragen gestellt. Und ich habe mir mal überlegt, ich mache dazu eine kleine Sonderepisode, so eine Art FAQ, Frequently Asked Questions, rund um die mündliche Prüfung, um einfach mal so ein paar kleinere Punkte, die aber immer wieder häufig gefragt werden, mal abzuhaken.
Ich habe das Ganze mal ein bisschen aufgeteilt in so ein paar Unterpunkte. Einmal in die Rahmenbedingungen der Prüfung, dann alles zum Bereich Unterlagen und Hardware, etwas zur Präsentation, etwas zum Fachgespräch und am Ende noch einmal zur Benotung.
Fange ich da einfach mal an, direkt mit den Rahmenbedingungen. Die erste Frage, die häufig kommt, ist, wann sollte ich denn am Prüfungsort eintreffen? Ich empfehle, ganz einfach, so früh wie möglich. Und um eine grobe Hausnummer zu haben, sage ich einfach mal, eine Stunde vor Beginn der Prüfung wäre nicht schlecht. Ich würde vielleicht sogar ein bisschen früher als eine Stunde vorher da sein.
Hört sich erstmal viel an und man sitzt dann wahrscheinlich auch eine recht lange Zeit da rum. Wenn man Pech hat und der Prüfling, der vor einem dran ist, braucht noch ein bisschen länger, dann sitzt man noch ein bisschen länger da rum. Aber wir hatten durchaus schon mal die Situation, dass wir also eine Prüfung hatten, die aus verschiedenen Gründen nicht durchgeführt werden konnte.
Bestes Beispiel, Berichtsheft vergessen. Und da war die Idee, dass wir die beiden Prüflinge einfach vertauschen. Das heißt, der Prüfling, der dann schon gewartet hat und Gott sei Dank eine Stunde vorher da war, der konnte seine Prüfung etwas vorziehen, hatte also nicht mehr ganz so viel Zeit, um sich verrückt zu machen. Und der Prüfling, der eigentlich dran gewesen wäre, hatte eine Stunde Zeit, um das Berichtsheft zu holen.
Und kann man natürlich nicht voraussagen, dass sowas passiert. Aber sollte das der Fall sein, dann kann man halt einspringen, wenn man denn schon da ist. Wenn nicht, ja gut, dann geht das halt nicht. Ist dann im Prinzip auch nicht euer Problem, sondern eher das Problem dessen, der da sitzt und das Berichtsheft vergessen hat. Aber ist natürlich ganz nett, wenn man dann so ein bisschen für jemand anderen einsteht. Macht natürlich erstmal einen ganz netten Eindruck auf die Prüfer. Ich will nicht sagen, dass das irgendwas in Richtung der Bewertung verändert hätte, aber es ist natürlich ein schöner Eindruck, wenn man da für jemanden einfach einspringt.
Vorteil ist natürlich, ihr sitzt da rum und je nachdem, wo die Prüfung stattfindet, irgendwo auf dem Flur oder sonst was und müsst euch die Zeit vertreiben und könnt euch natürlich Gedanken machen ohne Ende und euch so ein bisschen um die Prüfung drehen und vielleicht irgendwie ein bisschen verrückt machen. Aber Vorteil wäre halt, wenn irgendwas Unvorhergesehenes passiert, könnt ihr eventuell einspringen und somit vielleicht eure Prüfung sogar noch ein bisschen vorziehen. Wenn das in eurem Interesse ist natürlich.
Die nächste Frage, die wirklich sehr häufig gestellt wird, ist die nach der Kleidung. Was soll ich anziehen zur Abschlussprüfung?
Meine Meinung ist da eher etwas konservativ. Ich empfehle, dass man sich eher etwas schicker macht, als man vielleicht sonst auch rumläuft bzw. ein bisschen einfach auf seine Kleidung achtet. Ich sage nicht, man soll sich einen Anzug mit Krawatte anziehen oder ein Abendkleid nach dem Motto, sondern es geht darum, dass man ein professionelles Auftreten an den Tag legt.
Das bedeutet, im Zweifel zieht ihr einfach das an, was ihr auch zu eurer Arbeit anziehen würdet bzw. zu einem Kundentermin vielleicht, wenn ihr irgendwo Software entwickelt für irgendwelche externen Leute, wie ihr dort auftreten würdet. Das empfehle ich euch.
Also ganz konkret wäre das z.B. für die jungen Herren einfach eine gute Jeans oder eine Stoffhose mit einem Hemd und einem Jackett drüber. Schlips muss z.B. nicht sein. Das fände ich persönlich schon fast zu viel. Für die Damen vielleicht irgendwie eine vernünftige Bluse, auch eine Stoffhose oder sowas. Und für beide natürlich auch vernünftige Schuhe und geputzte Schuhe.
Also ich bin der Meinung, so eine Abschlussprüfung, wo es immerhin um euren Abschluss geht, um euren Berufsabschluss. Danach werdet ihr ja wirklich in das Berufsleben entlassen und müsst dort professionell euren Mann oder eure Frau stehen. Ich meine, dafür kann man sich mal ein bisschen vernünftig anziehen.
Es gibt auch viele Leute, die meinen, ist doch völlig wurscht, wie ich aussehe. Ich kann auch in kurzer Hose da erscheinen. Es geht doch um eine fachliche Qualifikation. Ja, ist auch völlig richtig. Im Zweifel werdet ihr auch keinen Abzug bekommen, weil ihr nicht die richtigen Klamotten anhabt. Das will ich damit auch gar nicht sagen. Aber überlegt einfach, welchen ersten Eindruck ihr auf die Prüfer macht.
Und ihr wisst sicherlich auch von euch selbst, der erste Eindruck ist schwer wieder wettzumachen. Also wenn dort jemand sitzt im Schlabberlook mit, ich sag jetzt mal übertrieben fettigen Haaren und kurzen T-Shirt und kurzer Hose, bei Männern insbesondere ganz schön mit kurzer Hose und haarigen Beinen und sowas, da ist es einfach, wenn ihr euch mal in die Lage des Prüfers versetzt, nicht ganz so einfach anzunehmen, dass da wirklich auch eine fachliche Qualifikation da ist.
Ich sage nicht, dass das jeder Prüfer so sieht und insbesondere ich auch nicht. Ich kann sicherlich auch darüber hinwegsehen. Dennoch ist es unterbewusst sicherlich bei vielen Menschen so, dass der erste Eindruck ein ganz wichtiger Eindruck ist und der auch den Verlauf der weiteren Prüfung sicherlich, wenn auch unterbewusst, irgendwie beeinflussen wird.
Also nehmt euch fünf Minuten Zeit, legt euch ein bisschen was Schickes zurecht für die Prüfung. Es ist nur ein Tag. Das werdet ihr wohl aushalten, einmal ein bisschen schicker euch anzuziehen.
Die Frage, die dann gleich auch im Anschluss kommt, ist, was mache ich denn mit Tattoos, also mit Tätowierungen oder Piercings, wenn ich welche habe? Gut, die könnt ihr natürlich nicht rausnehmen. Vielleicht doch, Piercings könnt ihr vielleicht rausnehmen, aber Tattoos übermalen wird wohl eher schwierig.
Meine persönliche Meinung ist da, dass es wirklich völlig egal ist und auch sein muss, ob man Piercings hat oder Tattoos. Es hat wirklich auf die fachliche Qualifikation überhaupt keine Auswirkung und es ist nun mal auch so, wenn ihr das schön findet und euren Körper damit auszeichnen wollt, dann macht das gerne und das würde ich auch niemandem zum Abzug bringen.
Die Kleidung, da sehe ich es etwas anders, denn die Kleidung kann jeder frei wählen und die könnt ihr euch auch umziehen einfach, wenn es nicht zu der Situation passt. Bei Piercings und Tattoos geht es halt eben nicht. Von daher, da würde ich jetzt nicht ganz so einen Wert drauf legen. Einige Leute empfehlen dann halt auch, zum Beispiel wenn man Tattoos auf dem Arm hat, irgendwie lange Hemden anzuziehen. Ja, das kann man machen.
Ich persönlich finde das nicht ganz so wild. Wenn man natürlich vielleicht einen etwas konservativen Prüfungsausschuss hat, dann mag das schon ein Vorteil sein. Wie gesagt, ich empfehle, zieht euch so an, wie ihr euch auch bei einem wichtigen Kundentermin anziehen würdet und ich glaube, das ist eine ganz gute Richtlinie.
Dann haben wir den Punkt Rahmenbedingungen erstmal abgehakt. Gehen wir mal weiter zum Bereich Unterlagen und Hardware. Als allererstes mal die Frage zum Berichtsheft. In welcher Form muss das vorgelegt werden? Auch das kommt häufig die Frage. Ich persönlich empfehle einfach das Berichtsheft, das sind ja meist DIN A4 Blätter, irgendwie ausgedruckt, einfach in einem Schnellhefter oder sowas ausgedruckt mitzubringen und vorzulegen. Das reicht.
Es geht darum, dass man euren Ausbildungsverlauf anhand des Berichtshefts mal nachvollziehen kann, sich also zum Beispiel mal informieren kann, was hat er denn die drei Jahre da gemacht? Hat er außer Kaffee kochen auch wirklich was programmiert? Also wie war die Qualität der Ausbildung? Das ist insbesondere dann natürlich interessant, wenn die Prüfung jetzt nicht so dolle war, dass man auch mal nachvollziehen kann, woran hat es denn gelegen? Liegt es jetzt wirklich am Prüfling, weil er einen schlechten Tag hat oder hat er einfach nichts gelernt in den drei Jahren?
Und von daher ist das schon so, dass wir ins Berichtsheft auch mal reinschauen. Das ist also nicht nur Licht auf den Tisch und es guckt niemand rein, sondern wir blättern das durchaus auch durch und informieren uns, was da also gelaufen ist in der Ausbildung. Und da wäre es natürlich sinnvoll, wenn die Reihenfolge des Berichtshefts chronologisch aufgebaut ist. Normalerweise, ich kenne es jetzt so, dass so eine Art Monatsprotokoll geführt wird mit ein paar Zeilen für jede Woche eines Monats und das sollte dann halt einfach chronologisch abgeheftet sein.
Ob aufsteigen oder absteigen, völlig wurscht. Hauptsache, ich kann irgendwie vielleicht einen Trend erkennen oder ich kann die Sachen durchblättern und muss nicht jedes Mal überlegen, in welchem Monat ich gerade bin und in welchem Ausbildungsjahr. Also das reicht völlig aus. Ihr müsst das Ding nicht ausdrucken und binden und weiß der Geier was, sondern ein ganz normaler Schnellhefter für ein paar Cent aus dem Supermarkt reicht da völlig aus.
Es geht um die Inhalte auf dem Papier. Das soll vernünftig aussehen, also nicht dahingeschludert mit irgendeinem Schnellhefter, den ihr noch aus der Grundschule zu Hause liegen hattet. Das jetzt auch nicht, aber es muss halt eben auch kein Hochglanzausdruck sein. Das will dann auch wieder keiner sehen.
Zum Berichtsheft allerdings ganz wichtig. Wenn ihr das Ding vergesst, dann werdet ihr nicht geprüft. Das heißt, ihr dürft wieder nach Hause fahren und das ist Fakt. Wir hatten schon mehrfach den Fall, dass das Berichtsheft nicht dabei war bei dem Prüfling und da wird einfach nicht geprüft. Dann ist Feierabend.
Ich hatte ja eingangs schon erzählt, warum man eine Stunde früher da sein sollte. Der Prüfling, den wir da hatten, der hat es dann geschafft, innerhalb einer Stunde sein Berichtsheft zu organisieren. Irgendwie ein Verwandter hat ihm das dann hergebracht oder sowas. Und dann hatte er Glück, dass wir die Termine tauschen konnten.
Aber so viel Glück hat nicht jeder. Wenn ihr der erste Prüfling des Tages seid und nach euch ist voller Zeitplan bis abends um sieben, dann könnt ihr die Prüfung vergessen. Also vergesst euer Berichtsheft nicht, nehmt es mit, sonst habt ihr schlechte Karten und dürft in einem halben Jahr es nochmal probieren. Und das ist ziemlich blöd, nur aufgrund eines fehlenden Dokuments die Prüfung nicht machen zu können.
Passend dazu die Frage, muss oder soll ich meine eigene Hardware mitbringen. Insbesondere geht es hier meistens um einen Beamer. Eure eigene Hardware im Bereich Laptop und so habt ihr wahrscheinlich sowieso mit. Ich habe schon einige Prüflinge gesehen, die in der Berufsschule geprüft wurden, die sie kannten und dann einfach nur einen USB-Stick dabei hatten und dann die Präsentation auf dem Schulrechner gemacht haben.
Ja, ist okay, wenn alles läuft, wunderbar. In diesem Fall lief das allerdings nicht so ganz. Da war dann zum Beispiel die Version von PowerPoint ein bisschen älter bzw. da war gar kein PowerPoint drauf, sondern irgendwie nur Open Office und dann sah die Präsentation komisch aus, da waren dann auf einmal die Folien kaputt und also ich kann euch nur empfehlen, nehmt auf jeden Fall euren eigenen Laptop mit, prüft die Präsentation auf genau dieser Hardware, ob die vernünftig aussieht, ob alle Schriften drauf sind, ob alle Bilder drin sind und so weiter.
Und verlasst euch nicht auf fremde Hardware. Wenn ihr wisst, dass an eurem Prüfungsort ein Beamer steht, super, dann könnt ihr den natürlich benutzen. Es ist natürlich vielleicht etwas schwieriger, einen Beamer zu organisieren, als den Laptop mitzubringen, den man wahrscheinlich sowieso zu Hause hat. Da würde ich natürlich dann im Zweifel meine Firma mal fragen, da steht ja vielleicht einer rum, so ein Beamer, den man sich ausleihen kann.
Der Vorteil ist, dass ihr dann eure Präsentation mit eurem Laptop und eurem Beamer durchspielen könnt und ihr wisst exakt, wie das nachher aussehen wird. Welcher Beamer da vor Ort ist, ob der neuer ist oder älter, ob der die Auflösung beherrscht, die ihr anpeilt oder ob der zum Beispiel 16 zu 9 Format unterstützt, was ihr gerne benutzen würdet, das könnt ihr vorher vielleicht alles gar nicht rausfinden.
Deswegen ist es natürlich optimal, wenn ihr eure eigene Hardware dabei habt und auf sowas eben gut vorbereitet seid. Dann kann halt eben nichts schief gehen.
Auf der anderen Seite, bei uns ist es jetzt so, da ist ein Beamer installiert und das hat bislang noch keine Probleme gegeben. Sollte der Beamer natürlich ausfallen, dann habt ihr leider Pech gehabt. Dann müsstet ihr theoretisch für Ersatz sorgen. Von daher, wenn ihr sowieso irgendwo einen Beamer rumliegen habt oder die Firma hat irgendwo einen im Schrank stehen, dann nehmt ihn mit. Sicher ist sicher. Wenn irgendwas daneben geht und bei Hardware kann einiges daneben gehen, dann seid ihr auf der sicheren Seite, wenn ihr für Ersatz schon gesorgt habt natürlich.
Grundsätzlich ist es aber so, dass die Hardwareausstattung, ob ihr das selber mitbringen müsst oder nicht, das hängt wieder von Prüfung zu Prüfung ab oder von Ausschuss zu Ausschuss und IHK zu IHK. Normalerweise steht das natürlich auf eurer Einladung, was ihr mitbringen müsst.
Im Zweifel würde ich dafür sorgen, dass alles das, was ich brauche für die Prüfung, auch bei mir ist, wenn ich die Prüfung habe. Und eben nicht mich darauf verlassen, dass mir das irgendwie schon gestellt wird. Denn wenn das aus irgendeinem Grund nicht funktioniert, dann steht ihr da und dann ist das euer Pech, denn der Prüfungsausschuss wird nicht rumrennen und euch dann einen neuen Beamer besorgen. Davon könnt ihr nicht ausgehen.
Okay, die nächste Frage wäre dann noch zum Thema Unterlagen. Soll ich ein Handout meiner Präsentation mitbringen? Auch das wird häufig gefragt. Für den Fall zum Beispiel, dass der Beamer ausfällt, zwinker, zwinker, könnte ich das Ding ja auf Papier mitnehmen und dann trotzdem meine Präsentation halten.
Ja, das wäre cool, tatsächlich. Das wäre eine gute Alternative, wenn ihr keinen Beamer auftreiben könnt. Dann druckt die Folien doch aus und bringt die mit quasi als Backup, wenn eure Technik versagt. Aber prinzipiell ein Handout mitzubringen und an den Prüfungsausschuss zu verteilen, am besten noch bevor ihr die Präsentation haltet, das halte ich für völlig kontraproduktiv. Das würde ich niemandem empfehlen.
Ganz einfach deswegen, wenn ihr die Präsentation ausdruckt und den Prüfungsausschuss hinlegt, dann ist ja der Prüfungsausschuss in der Lage, das alles durchzublättern und sich die ganze Präse schon anzugucken, bevor ihr überhaupt angefangen habt. Und dann ratet mal, wie viel Spannung dann noch beim Prüfungsausschuss ist. Ja, null. Die haben ja alles schon gesehen. Warum sollen die euch noch zuhören? Es wird sowieso schwierig, bei vielen Prüflingen am Tag noch konzentriert zu bleiben als Prüfer. Und wenn ich dann auch noch mehr was anhöre, was ich gerade eben in 30 Sekunden überflogen habe auf dem Blatt Papier, dann sinkt die Konzentration G0.
Also das würde ich auf keinen Fall machen. Ich würde mir niemals die Chance rauben, den Prüfungsausschuss noch mit irgendetwas zu überraschen. Vielleicht habt ihr ja eine super spannende Sache in eurer Präsentation. Und diese Möglichkeit macht ihr euch natürlich zunichte, wenn der Prüfungsausschuss sich selber alles schon durchlesen kann, bevor ihr überhaupt angefangen habt.
Also auf keinen Fall ein Handout mitbringen. Meine persönliche Meinung. Bei mir, wenn ich so ein Ding kriege, das landet ungelesen direkt im Müll. Ich muss ganz ehrlich, ich gucke mir die Präsentation an und die wird bewertet. Und ob das irgendwie auf dem Blatt Papier auch toll aussieht, ist völlig irrelevant. Es geht um eure Präsentation.
Wenn ihr natürlich eingeplant habt, dass Teile eurer Präsentation auf Papier umgesetzt werden sollen, zum Beispiel wollt ihr irgendwie ein Stückchen Code durchgehen und ihr wollt das nicht auf die Folie packen, sondern druckt das lieber aus, super, okay, dann kriegt ihr ein kleines Plus oder ein kleines Sternchen, einen kleinen Stempel wie in der Grundschule. Beim Bereich Medieneinsatz habt ihr toll gemacht, aber die reine Präsentation einfach nur als Handout zu verteilen an den Prüfungsausschuss halte ich für völlig bescheuert. Ich sage es ganz offen, ich würde es nicht machen. Es landet nur im Müll.
Spart euch die Zeit, spart euch das Papier, macht eure Präsentation und fertig.
In eine ähnliche Richtung geht die Frage, darf ich Karteikarten als Gedankenstütze für die Präsentation nutzen. Hat ja auch irgendwas mit Ausdrucken und so zu tun.
Ja, klar, könnt ihr machen. Jeder ist völlig frei bei der Gestaltung seiner Präsentation und wenn ihr vielleicht Probleme habt, euch die Sachen zu merken oder ihr braucht irgendwie was in der Hand, damit ihr nicht rumfuchtelt oder sowas, klar, könnt ihr Karteikarten benutzen.
Ich persönlich würde davon abraten, ich würde lieber die Funktion eurer Präsentationssoftware benutzen, zum Beispiel Powerpoint, der Präsentationsmodus.
Da sehe ich auf meinem Laptop Display meine Folien, die nächste Folie, die Zeit, die abgelaufene Zeit und so weiter und so fort.
Und das habe ich natürlich auf Karteikarten alles nicht. Das heißt, ich kann einfach die Softwarefunktion dafür benutzen, habe da sogar noch eine bessere Unterstützung, als wenn ich das auf Karteikarten habe.
Und ich bin ganz ehrlich, wenn da jemand vor mir steht und der hat Karteikarten in der Hand und liest da immer so ein bisschen halb von ab, das macht jetzt nicht den besten Eindruck.
Also wenn ihr frei sprecht und zwischendurch mal auf euren Laptop-Bildschirm guckt, das sieht einfach etwas professioneller aus, als wenn ihr ständig auf Karteikarten schaut.
Persönlich bin ich sowieso der Meinung, dass ihr die Präsentation ja mindestens 59 Mal vorher üben solltet und einfach alles auswendig können müsst.
Ich meine, es geht hier um 15 Minuten, es geht hier nicht um 3 Stunden, 15 Minuten Vortrag, die kriegt man auf die Reihe, wenn man das ein paar Mal geübt hat.
Da braucht man weder Karteikarten noch Notizen. Eigentlich.
Ich weiß aber natürlich, in der Prüfungssituation ist das alles ein bisschen anders.
Da ist es schwierig, wenn man dann was vergisst, wieder den Faden zu finden und plötzlich ist man unter oder über der Zeit.
Und das ist vielleicht nicht unbedingt der Punkt, um zu experimentieren oder sich darauf zu verlassen, dass das alles schon funktionieren wird.
Von daher finde ich Notizen grundsätzlich eine gute Sache.
Ihr sollt ja eine vernünftige Note bekommen und euch da an der Stelle auch absichern.
Hättet ihr die Wahl zwischen Karteikarten und der Software, würde ich immer zur Software tendieren und die Karteikarten weglassen.
Wenn ihr Probleme habt, was mache ich mit den Händen?
Ja, sowieso mein Tipp, ihr solltet einen Presenter benutzen, habe ich schon in der letzten Folge gesagt.
Und in diesem Presenter, da könnt ihr euch dann festhalten und damit rumspielen.
Also dafür braucht ihr die Karteikarten nicht.
Und optimal wäre es sowieso, wenn ihr alles auswendig könnt, damit ihr halt eben gar keine Unterbrechungen im Redefluss habt.
Beziehungsweise die Leute einfach die ganze Zeit angucken könnt und eben nicht ständig irgendwie auf die Notizen starren müsst.
So, dann sind wir auch schon im dritten Bereich, nämlich der Präsentation.
Eine Frage, die auch hin und wieder mal kommt, ist, muss ich PowerPoint für die Präsentation benutzen oder kann ich auch was anderes machen?
Die Antwort ist natürlich, nein, ihr müsst nicht PowerPoint benutzen.
Niemand zwingt einen dazu, welche Form auch immer der Präsentation zu wählen.
Das ist eure Entscheidung.
Ihr könnt das Ding an der Tafel entwickeln, ihr könnt den Overhead-Projektor nehmen, ihr könnt, wie gerade erklärt, irgendwelche Sachen ausdrucken,
ihr könnt auch völlig frei reden und ihr könnt selbstverständlich auch PowerPoint benutzen.
Aber niemand zwingt euch zu der einen oder der anderen Variante.
Der Standard ist sicherlich PowerPoint.
Ich muss ehrlich sagen, ich habe noch nie eine Präsentation ohne PowerPoint gesehen, aber das muss ja nicht so sein.
PowerPoint ist Präsentationssoftware.
Ich meine nicht die Software PowerPoint, sondern man kann natürlich auch auf dem Mac mit Keynote präsentieren oder mit Prezi oder was auch immer für ein Programm.
Also es geht nicht zentral um PowerPoint, sondern es geht einfach um eine Präsentationssoftware.
Wollen wir das jetzt mal nicht an Microsoft festmachen.
Ich habe noch keine Präsentation gesehen, die nicht in irgendeiner Form mit einem Laptop unterstützt wurde und einer Präsentationssoftware, aber das müsst ihr nicht machen.
Ihr könnt zum Beispiel auch eine reine Live-Demo machen, müsstet dann aber daran denken, dass ihr ja nicht nur euer Produkt zeigen müsst,
sondern auch noch ein paar mehr Informationen unterbringen müsst.
Also zum Beispiel euren Betrieb und die ganzen anderen Projektphasen, Entwurfsphase und Test und so weiter und insbesondere auch die Wirtschaftlichkeit.
Und das kriegt ihr sicherlich nicht hin, wenn ihr eine reine Live-Demo macht.
Also gut überlegen, wie ihr das aufbaut, aber niemand zwingt euch dazu, die Software zu benutzen.
Ihr könnt die Präsentation so aufbauen, wie ihr es für richtig haltet.
Eine weitere interessante Frage, die auch zu vielen Diskussionen führt, ist, welche Zielgruppe soll ich für die Projektpräsentation auswählen?
Es ist anscheinend so, dass man bei einigen IHKs durchaus wählen kann, an welche Adressaten sich die Projektpräsentation richtet.
Als Beispiel Kunde, Kollege, Abteilungsleiter oder sowas.
Man simuliert dort wirklich eine echte Präsentation, wie man sie auch im Projekt machen würde.
Zum Beispiel eben vor dem Kunden, der am Ende das Geld für die Anwendung bezahlt.
Ich persönlich würde euch dringend empfehlen, wenn ihr das wählen könnt, nehmt einfach den Prüfungsausschuss als Zielgruppe und nicht irgendeine Kundenpräsentation oder sogar eure Kollegen als Zielgruppe.
Warum?
Der Prüfungsausschuss muss ja einiges bewerten, was ihr in der Präsentation so zeigt.
Zum Beispiel eure Wirtschaftlichkeit, euer technisches Verständnis, eure Inhalte, die Methodik, die ihr angewendet habt und so weiter.
Wenn ihr zum Beispiel eine Kundenpräsentation macht und ihr macht die wirklich so, wie ihr einem Kunden präsentieren würdet,
Was würdet ihr dem zeigen? Würdet ihr dem Klassendiagramme zeigen, Use-Case-Diagramme, ER-Modelle?
Wahrscheinlich nicht, weil der Kunde das gar nicht versteht und auch nicht wissen will. Der will vielleicht wissen, wie teuer ist das Ganze und wie
lange dauert es. Das heißt, wenn ihr eine echte Kundenpräsentation macht, sind ganz
zentrale Bereiche eurer Projektarbeit nicht enthalten. Nämlich zum Beispiel alles Technische. Und was soll der Prüfungsausschuss dann bewerten?
Wird etwas schwierig. Von daher würde ich euch dringend empfehlen,
behandelt die Zielgruppe einfach als technisch interessierte
Projektfremde, denen ihr vorstellen sollt, was ihr so gemacht habt. Und zwar das volle Programm des ganzen Projekts inklusive Technik und Wirtschaftlichkeit.
Eine weitere Frage, die euch eventuell gestellt wird, bevor ihr mit der Präsentation anfangt, ist, ob ihr Zwischenfragen
erlauben wollt. Also ob die Prüfer, während ihr präsentiert, zwischendurch Fragen stellen dürfen. Das würde ich grundsätzlich
verneinen. Da ist auch keiner böse. Ihr werdet ja vor die Wahl gestellt. Also ihr könnt einfach sagen,
nein, Zwischenfragen bitte nicht. Wenn es Fragen gibt, bitte am Ende der Präsentation.
Ich persönlich habe noch nie erlebt, dass überhaupt diese Frage gestellt wurde, weil ich das eigentlich für
völlig Banane halte, wenn der Prüfling unterbrochen wird während der Präsentation. Aber es gibt offensichtlich die Möglichkeit,
diese Auswahl zu treffen. Ich würde euch dringend empfehlen, das nicht zu tun. Denn durch Zwischenfragen werdet ihr ganz sicher aus dem Konzept gebracht.
Und selbst wenn ihr wunderbar dann anknüpft an das, was ihr vorher erzählt habt, dann habt ihr vielleicht Sachen doppelt erzählt, weil der Prüfer schon
etwas fragt, was drei Folien später sowieso noch gesagt wird.
Oder die Antwort auf die Frage dauert so lange, dass ihr aus dem Konzept kommt und dass ihr vor allem auch eure Zeit nicht mehr
einhaltet. Und wenn ihr dann über den 15 Minuten seid, wird am Ende keiner sagen, ja, der Prüfer hat ja drei Fragen gestellt, also hätten wir
hochgerechnet eigentlich 18 haben müssen. Das ist nicht so. Wenn ihr 15 Minuten überschreitet, habt ihr Pech gehabt.
Egal, wie viele Zwischenfragen gestellt wurden. Von daher empfehle ich euch dringend, lasst das sein. Die Prüfer haben genug Fragen, aber erst am Ende der
Präsentation und nicht während der Präsentation.
Eine weitere Frage, die häufig gestellt wird, ist, darf ich Firmengeheimnisse in der Präsentation zeigen? Beziehungsweise etwas anders.
Mein Projekt ist ein Firmengeheimnis. Ich darf es nicht zeigen. Was mache ich jetzt?
Grundsätzlich müsst ihr wissen, erstmal, der Prüfungsausschuss ist zur Verschwiegenheit verpflichtet.
Das heißt, alles, was ihr dem da zeigt, darf er natürlich nicht einfach fleißig nach draußen
bringen. Und dann erzählen, ach, hier haben wir die und die Projekte gehabt in der und der Firma und die machen jetzt als nächstes das und das.
Das ist natürlich nicht erlaubt. Da werden sich die Prüfer hoffentlich auch dran halten.
Wenn ihr da irgendwelche Bedenken habt, okay, dann muss der Chef entscheiden, ob ihr das zeigen dürft oder nicht. Es gibt anscheinend
Firmenbetriebe, wo der Chef dann sagt, ihr dürft keinen Source-Code zeigen. Das ist Firmengeheimnis und das wird nicht nach außen gegeben.
Das finde ich persönlich sehr schade, denn euer Projekt besteht ja zum Beispiel aus dem Programmieren eines Programms und wenn ich dann euer,
ich sage immer gerne, Werkstück nicht sehen darf, dann finde ich das natürlich sehr schade. Dann kann ich das natürlich auch nicht bewerten.
Das heißt, mir fehlt dann irgendwo ein großer Teil, den ich vielleicht bräuchte, um auf eure Note zu kommen.
Von daher ist das natürlich nicht so toll, wenn der Chef dann sagt, hier, du hast was Tolles gemacht,
darfst du aber keinem zeigen. Was sollen wir dann bewerten? Also meiner Meinung nach ist das manchmal auch,
ich weiß es nicht, aber manchmal hört sich das so ein bisschen an wie eine Ausrede.
Ich darf keinen Source-Code zeigen, hat der Chef mir verboten. Ich persönlich
kann das immer nicht so recht glauben, denn, sind wir mal ganz ehrlich, wir haben ja ein 70-stündiges Azubi-Projekt.
Was werden da wohl für riesengroße Firmengeheimnisse drin sein? Ich kann es mir nicht vorstellen, dass dort der super neueste
Verschlüsselungsalgorithmus entwickelt wird, den niemand sehen darf.
Und selbst wenn es um sowas geht, wie ich habe Oberflächen entwickelt und da sind Mitarbeiterdaten drauf und Datenschutz und tralala, ist alles okay,
dann macht ihr die Screenshots und macht einfach einen schwarzen Balken drüber.
Ihr braucht nicht mal Photoshop dafür, da reicht irgendwie ein kostenloses Bildbearbeitungstool.
Macht einen Balken drüber oder pixelt das irgendwie raus oder was auch immer. Also das ist keine Ausrede, ihr könnt das auf jeden Fall zeigen.
Eure Oberflächen und auch Teile eurer Datenbank könnt ihr zeigen, wenn dort sensible Daten drinstehen, dann verpixelt die einfach.
Und das sollte nicht als Ausrede dazu hergenommen werden, zu sagen, tut mir leid, ich habe ein tolles Projekt gemacht, ich erwarte eine Eins, aber leider kann ich überhaupt nicht zeigen, was ich getan habe.
Also das funktioniert natürlich nicht.
Weitere Frage, die ich auch vor kurzem erst noch mal mit ein paar Beispielen
beantwortet habe und die ich sicherlich noch mal auf meinem Blog auch online stellen werde, soll ich eine Präsentation im Format
16 zu 9 oder besser 4 zu 3 gestalten? Und meine ganz klare Empfehlung, Stand
2015, ist 4 zu 3.
Einfach deswegen, weil so ziemlich alle Beamer, die aktuell am Markt sind, 4 zu 3 beherrschen. Bei 16 zu 9 bin ich mir nicht ganz so sicher.
In meinem Umfeld kenne ich nicht einen Beamer, der das unterstützt. Mag sein, dass es in eurem Umfeld anders ist und dass eure Berufsschule oder euer
Prüfungsort das alles anbietet. Wunderbar, dann könnt ihr das nutzen, aber aus einem ganz anderen Grund empfehle ich trotzdem 4 zu 3.
Ich persönlich bin ja der Meinung, dass man die Präsentation
anstatt mit Text besser mit Bildern füllen sollte.
Und ratet mal, was das Standardbildformat ist, wenn ihr mit einer Kamera Bilder macht oder euch Bilder aus dem Internet runterladet.
Ja, es ist jedenfalls nicht 16 zu 9. Es ist leider auch nicht 4 zu 3. Es ist so ein Ding dazwischen, nämlich 3 zu 2.
Aber selbst wenn ihr 3 zu 2 Bilder habt, im Format 4 zu 3
sehen die vernünftig aus. Im Format 16 zu 9 habt ihr bei allen Bildern ganz sicher das Problem, dass ihr entweder Ränder habt
oder sie beschneiden müsst, weil sie einfach in dieses schmale Format nicht vernünftig reinpassen.
Das heißt also, dass ihr das Bild nicht so zeigen könnt, wie es gedacht ist, also wie es fotografiert wurde,
weil ihr es immer so anpassen müsst, dass es in dieses andere Bildschirmformat reinpasst. Und das ist nachteilig.
Wenn ihr Bilder habt, nur um euren Punkt zu unterstreichen und es ist nicht ganz so wichtig, dass man das komplette Bild sieht oder ihr könnt mit
den Rahmen umgehen oder ihr macht irgendwie was in den Hintergrund, dass das gar nicht so schlimm ist. Okay, dann macht es gerne.
Ich persönlich bin der Meinung, Stand heute, dass 4 zu 3 das bessere Format ist, weil ihr dort auch die meisten
Diagramme, die ihr irgendwo erzeugt, im Format 4 zu 3 besser unterbringen könnt, als in diesem
gequetschten 16 zu 9 Format.
Eine weitere Frage zur Präsentation ist, ob man sein Programm mit zur Prüfung bringen sollte. Also
man hat eine Software entwickelt und die möchte man jetzt natürlich auch zeigen. Da hat man ja mindestens 70 Stunden daran gearbeitet.
Dann will ich dem Prüfungsausschuss auch zeigen, dass das Ding läuft und das bin ich mit. Ich habe ja auch Stolz drauf. Ich möchte das auch wirklich mitbringen
und vielleicht habe ich eine
Handy-App gemacht und ich will zeigen, dass das wirklich auch läuft und so weiter. Kann ich verstehen. Wunderbar. Finde ich auch super.
Würde ich auch unbedingt machen. Also wenn ihr was Spannendes entwickelt habt, nichts spricht dagegen, das mitzubringen. Im Gegenteil, die Leute freuen sich, wenn ihr
wirklich was Lauffähiges habt. Denn bei einigen Projekten stellt man sich ja auch die Frage,
ist da jetzt wirklich was bei rausgekommen oder nicht? Läuft das Ding überhaupt oder nicht? Und wenn ihr die
die Anwendung wirklich zeigen könnt, super. Dann seid ihr über diesen Zweifel auf jeden Fall erhaben.
Das doofe dabei ist, wenn ihr das in eure Präsentation einbaut und sagt, ihr macht so eine Live-Demo zwischendrin,
dann habt ihr es ganz, ganz schwer, eure Zeit einzuhalten.
Ich persönlich, bei vielen Live-Demos, die ich schon gesehen habe, bin der Meinung, dass man bei einer Live-Demo
tendenziell viel zu viel Zeit verbraucht, weil man
doch nicht an alles gedacht hat, was man zeigen wollte. Oder man macht das Menü auf und da sind dann noch drei Punkte mehr drin, als die,
die man eigentlich zeigen wollte. Und dann erklärt man noch mal eben schnell, was die anderen Punkte machen.
Oder ich gebe dort irgendwie ein Datum ein und dann kommt so ein Date-Picker hoch und dann sage ich, ja und das und das habe ich auch
noch gemacht und der Date-Picker funktioniert so und so und das habe ich ja auch noch eingebaut.
Man findet seine Anwendung ja auch spannend und man möchte was dazu erzählen. Das ist auch toll,
das ist aber nicht so gut, wenn man nur 15 Minuten Zeit hat. Also, ganz wichtig für euch, haltet die Zeit ein.
Und bei einer Live-Demo ist das Problem, dass man ganz, ganz leicht aus dieser Zeit
rauskommt und viel zu viel erzählt und am Ende seine Zeit überschreitet. Und dann gibt es einen Abzug, egal wie toll das Programm aussieht.
Was ich empfehle für die Präsentation, macht Screenshots von eurem Programm,
packt die in die Präsentation, macht die so groß, dass man das alles lesen kann.
Wenn ihr zum Beispiel eure Anwendung zeigt und ihr habt da irgendwie Text drin, dann müsst ihr den Text schon ganz schön groß machen,
damit die Prüfer das auch sehen können. An sowas muss man auch denken. Ihr könnt nicht einfach eine Standard-Web-Anwendung zeigen in der normalen Auflösung
und erwarten, dass das jeder lesen kann. Es muss vernünftig und groß und gut erkennbar sein.
Und das geht eventuell gar nicht, wenn ihr das in eurem Programm zeigt. Von daher
Screenshots machen, die so groß ziehen, dass man alles lesen kann und dann durchtakten,
zack, zack, zack, so lange brauche ich dafür, das und das erzähle ich dazu und dann habe ich exakt meine 15 Minuten eingehalten.
Das ist erst mal das Wichtigere. Den Prüfungsausschuss mit eurem Programm zu beeindrucken, ist sicherlich auch eine tolle Sache,
aber als allererstes würde ich darauf achten, die Zeit einzuhalten.
Ich persönlich gebe die Empfehlung,
packt das Zeug in die Präsentation, Screenshots machen und dann sauber eine Präsentation zeigen.
Aber es spricht ja nichts dagegen, dass, wenn ihr fertig seid mit der Präsentation,
ihr den Prüfungsausschuss einfach fragt, Mensch, Präsentation wäre jetzt beendet, 15 Minuten eingehalten, zwinker, zwinker, aber ich habe meine
Anwendung mitgebracht, die läuft hier auf dem Laptop oder ich habe hier ein Tablet oder Smartphone, was auch immer mit. Wollen Sie sich das mal angucken?
Und dann sagt der Prüfungsausschuss eventuell, ja klar, haben noch ein paar Minuten Zeit, zeigen Sie mal her, wir gucken uns das gerne mal an.
Oder sagt, ach nö, interessiert uns nicht oder wir haben Zeitdruck, der nächste Prüfling wartet schon, können wir nicht mehr machen.
Das ist in Ordnung. Gebt dem Prüfungsausschuss einfach die Möglichkeit, sich das anzugucken, aber baut es nicht als zwingenden Teil in eure Präsentation ein.
Meistens geht das nach hinten los.
Wenn ihr das bis zum Erbrechen übt und ihr das perfekt hinkriegt, inklusive Live-Demo auf 15 Minuten zu kommen,
spricht nichts dagegen, das zu machen. Ich sage nur, tendenziell ist die Gefahr groß, dass ihr euch da irgendwie verhaspelt, deswegen
empfehle ich, keine Live-Demo in der Präsentation zu machen.
Ja, das war auch schon gleich die Antwort auf die letzte Frage zum Bereich der Präsentation, nämlich, soll ich eine Live-Demo machen?
Ja, meine Antwort kennt ihr jetzt. Keine Live-Demo, einfach weil so viel schief gehen kann.
Wenn ihr das perfekt hinkriegt, ist es ein super i-Tüpfelchen, das sage ich noch mal ganz deutlich. Also wenn ihr die Leute
überzeugen wollt von eurer Präsentationsfähigkeit und auch euer Programm gerne zeigen wollt und ihr das super
übt und das perfekt hinbekommt, ist eine Live-Demo sicherlich ein Pluspunkt in einer Präsentation.
Nur, wie gesagt, für die meisten Prüflinge wird es dann leider zum Minuspunkt, weil die Zeit überzogen wird, oder das Programm abstürzt zum Beispiel,
oder man klickt dann doch woanders hin und dann funktioniert das nicht, oder es gibt große Ladezeiten oder man verlässt sich aufs Internet und das
Internet fällt aus. Es kann so viel schief gehen bei einer Live-Demo, das würde ich einfach bei einer 15-minütigen Abschlusspräsentation
nicht riskieren.
Wenn ihr 100% sicher seid, das Ding läuft lokal, die Datenbank ist lokal, der Webbrowser hat jetzt gerade nicht vor, sich zu
aktualisieren, während ich die Demo durchführe und sowas, oder ich habe keine Ahnung, Skype geht auf, oder ich kriege eine Nachricht oder sowas,
ja, dann macht das gerne mit einer Live-Demo. Aber wenn irgendwas dazwischen kommt, dann wird es ein Problem.
Deswegen empfehle ich allgemein, keine Live-Demo in der Präsentation zu zeigen.
So, wenn wir mal auf die Uhr schauen, dann sehen wir, dass ich schon wieder an den 30 Minuten kratze.
Deswegen teile ich diese Episode wieder in zwei Bereiche auf. Den Rest der Fragen beantworte ich dann in der nächsten
Episode in der kommenden Woche.
Die Shownotes mit allen Fragen und kurz und knapp den Antworten, die ich heute gegeben habe, findet ihr wie gewohnt unter
anwendungsentwicklerpodcast.de
slash 15 für die 15. Episode.
Ich würde mich über euer Feedback freuen, gerne auch über eine Diskussion zu den Fragen,
insbesondere zum Thema Kleidung zum Beispiel, könnte ich mir vorstellen, dass es da durchaus auch andere Meinungen gibt als meine.
Aber ihr könnt mir gerne eine Mail schreiben unter mail at anwendungsentwicklerpodcast.de
oder noch besser einen Kommentar hinterlassen zu dieser Episode im Blog. Dann sehen auch andere Leute eure Beiträge und können vielleicht darauf reagieren.
Und gerne könntet ihr mir auch ein Review hinterlassen bei iTunes. Der Link dazu ist anwendungsentwicklerpodcast.de
slash iTunes. Das würde dazu beitragen, dass auch noch mehr
Azubis vielleicht etwas von diesem Podcast mitbekommen und ich vielleicht noch dem einen oder anderen
helfen kann. Denn die Prüfungen sind dieses Jahr ja noch nicht rum und von daher, wenn ihr mich auch so weiter empfehlen wollt, dann macht das
gerne und sonst
jegliches Feedback, was ihr habt, könnt ihr gerne an mich richten.
Wieder der Aufruf, wenn ihr noch konkrete Fragen habt, gerne auch zur mündlichen Prüfung zum Beispiel. Ich kann ja noch etwas einbauen in den Podcast,
dann schreibt mir gerne, dann versuche ich auch das noch unterzubringen und auch zu beantworten. Entweder per Mail oder vielleicht direkt in diesem Podcast hier.
Und zuletzt, wie immer noch der Hinweis in Richtung Newsletter. Wenn ihr einmal die Woche informiert werden wollt, was hier auf meiner Website so passiert und
auch was im Podcast passiert und auch die Links der Woche vorab schon haben wollt, dann könnt ihr euch für den Newsletter anmelden unter
anwendungsentwicklerpodcast.de
Als kleines Dankeschön bekommt ihr auch sofort meine Checklisten zur Projektdokumentation, zur Projektpräsentation und zum Projektantrag, die ihr benutzen könnt, um eure
Artefakte noch mal zu überprüfen, bevor ihr sie abgebt.
Ihr könnt euch jederzeit aus dem Newsletter wieder austragen. Ihr geht also keinerlei Verpflichtung ein. Einfach auf
Abbestellen klicken und dann seid ihr wieder raus, wenn euch die Informationen doch nicht mehr gefallen oder euch nicht weiterbringen.
Ansonsten, wie gesagt, ich würde mich über jegliches Feedback freuen. Kontaktiert mich gerne auf die
auf den unterschiedlichen Wegen, die ich genannt habe. Und ansonsten setzen wir diese Reihe der häufigen Fragen zur möglichen Prüfung
beim nächsten Mal fort. Bis dahin sage ich vielen, vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.
Untertitel von Stephanie Geiges











Hallo Stefan,
ich bin gerade dabei meine Präsentation zu gestalten und habe mir gedacht ein 3 Minuten Video (Screen Record) zu zeigen und es nebenbei zu erklären, so kann man am besten die funktionalitäten des Produkts zeigen und hat etwas praktisches vorzuzeigen.
Nun bin ich leider schon ohne dem Video bei meinen 15 Minuten angelangt.
Jetzt bin ich am überlegen ob ich
a) Das Video rauslasse
b) In der Agenda erzähle, wenn noch Zeit ist oder bedarf besteht habe ich noch ein Video
c) Andere Folien dafür entferne (Was mir schwer fällt, da sie alle wichtige Infos enthalten)
Was meinst du?
Mfg
Niklas
Hallo Niklas,
das kommt ganz auf den Inhalt des Videos an. Wenn du nur deine Anwendung durchklickst, kannst du dir das Video auch sparen. Dafür wären mir 3 Minuten viel zu lang. Die Anwendung kannst du in max. 1 Minute (wenn überhaupt) anhand von Screenshots zeigen. Es gibt wichtigere Inhalte (z.B. Wirtschaftlichkeit, Tests, Code, Diagramme). Wenn du aber noch interessante, prüfungsrelevante Inhalte im Video hast, würde ich andere Folien dafür ggfs. kürzen. Alternative: Kürzeres Video einbauen und längeres bei Interesse der Prüfer nach der Präsi anbieten.
Viele Grüße!
Stefan
Muss das Berichtsheft noch immer mitgebracht werden? Laut meinen Informationen ist dies nicht mehr erforderlich (IHK Leipzig).
Kommt wohl auf die IHK an. Aber laut Verordnung ist das Führen des Ausbildungsnachweises Voraussetzung zur Zulassung zur Prüfung.
Hallo,
ich habe meine Einladung zur mündlichen Prüfung bekommen. In der Einladung steht aber nicht drin, dass ich das Berichtsheft mitbringen soll.
Kann ich dann davon ausgehen, dass ich die Berichte nicht mitbringen muss?
Viele Grüße Dennis
Hallo Dennis, definitiv nein! Das Berichtsheft ist Voraussetzung zur Prüfungszulassung. Wenn du es nicht dabei hast, kann es sein, dass du nicht geprüft wirst. Geh dieses Risiko nicht ein. Oder frag explizit bei deiner IHK nach, ob es für dich abweichende Regelungen gibt.
Hallo,
die Aussage mit dem Handout stimmt nicht für alle.
Ich habe von einem Prüfer meiner IHK erfahren, dass wir Punkte für das Anfertigen eines Handouts bekommen. Auch wenn unsere Prüfung in diesem Jahr nur per Videokonferenz stattfindet.
MfG
Katharina
Hallo Katharina, danke für den Hinweis. Das habe ich bislang noch nie gehört. Gut zu wissen!
Moin Moin,
kleiner EInwurf zur Länge der Präsentation…
ich würde eine Präsentation erstellen, bei der ich 12 Min brauche (da man „alleine“ immer etwas schneller durch ist als vor Publikum) und dann noch „Reserve“Erzählungen für 3 + 3 Min hinten an offen haben. Damit hat man einen zeitlichen Puffer, der meist nicht als solcher auffällt.
Grüße
Hallo achiM, das ist ein interessanter „Trick“, aber ich befürchte, dass er in der Praxis selten klappen wird. Viele Prüflinge sind sehr aufgeregt und schütteln die drei Minuten sicherlich nicht mal eben aus dem Ärmel. Ich kann nur empfehlen, die Präsi so oft zu üben, dass man exakt auf 15 Minuten kommt.
Aloa,
die Erfahrung strammt aus meiner Studienzeit und betrifft erstmal natürlich nur mich.
Ich habe immer wieder festgestellt, dass ich beim Üben eher schnell meine Präsentation durchexerziere (sprichwörtlich) und in der finalen Präsentation (unter externem Druck) dann doch dazu neige, hier und da noch „kurz“ was näher auszuführen.
Deshalb habe ich Informationen, die „nice to know“, witzig, oder was auch immer – aber halt nicht essentiell sind, ans Ende zu packen um die Restzeit damit auszufüllen. Das sollte man natürlich im Vorfeld sinnvoll planen, damit es nicht nach Gedankensprüngen aussieht…
Es muss nicht zwangsläufig helfen, kann aber vlt die letzten %-Punkte rauskitzeln.
Der Sprichwort-DJ würde mixen: Das Glück bevorteilt den, der vorbeireitet ist (wohl seneca) und „nichts ist so verändelrich wie die Lage (BW) ^^
Grüße
Hallo Stefan,
ich stelle in meiner Präsentation auch das Lasten- und Pflichtenheft vor (kurz und knackig).
Macht es Sinn beides auch in gedruckter und gebundener Form mitzubringen und es den Prüfer vorab vorzulegen? (Die Frage bezieht sich auch auf die Projektdoku in gedruckter Form).
Grüße Irina
Hallo Irina, nein, das macht keinen Sinn. Wandert ungelesen in den Mülleimer! Zumindest bei uns. Ich würde das nur als Papierverschwendung ansehen. Und wenn es das nicht ist: Welchen Mehrwert bietet das deinen Prüfer:innen? Sollen die das lesen, während du präsentierst? Das würde von deinem Vortrag ablenken.
Hallo Stefan,
ich werde meine Mündliche Prüfung bei IHK München machen. Glauben Sie wirklich, dass ich einen Beamer, Kabel und Presenter mitbringen muss? Ich kann nicht alle diese Dinge kaufen. Andere Frage: Sind die Fragen eine Vorstellung von einem Problem ? und man muss eine Lösung geben oder sind geschlossene Fragen, z.B Erklärt was ist Polymorphismus. Andere Frage: Ich bin Ausländerin, wenn ich etwas falsches spreche, würde Punkten abgezogen ? Vielen Dank.
Das kann dir nur deine IHK sagen. Was ich „glaube“, ist für deine Prüfung irrelevant. Und kaufen musst du sie nicht! Leih sie dir doch in deinem Ausbildungsunternehmen.
Die Fragen im Fachgespräch können sich grundsätzlich auf alle Ausbildungsinhalte beziehen, also nicht zwangsläufig auf dein Projekt.
Für eine „falsche“ Aussprache wird dir sicherlich nichts abgezogen, aber die Fachbegriffe musst du natürlich korrekt verwenden.
Bei meiner IHK Nordwestfalen ist es Pflicht in den 15 Minuten eine Live-Präsentation von ca. 5 Minuten zu machen. Nun habe ich das Problem, dass mein Projekt in der geplanten Zeit nicht umgesetzt werden konnte und ich auch kein MVP habe. Mein Importierter Code aus einem anderem Projekt hatte Fehler verursacht und ich hatte zuviel Neues versucht im Projekt umzusetzen. Damit bleibt mir quasi nur die GUI des Projekts zu präsentieren. Habe ich mit sowas überhaupt eine Chance zu bestehen?
Naja, was soll ich dazu jetzt sagen? Wenn du eine konkrete Vorgabe des Prüfungsausschusses nicht einhältst, gibt es vermutlich zumindest einen Punktabzug. Ob du deswegen gleich durchfällst, würde ich bezweifeln. Eine inoffizielle Frage: Was hindert dich daran, das Projekt einfach bis zum Prüfungstermin noch fertigzustellen?
Noch ein kleiner Hinweis: schaut oder fragt bei eurer IHK nach, ob ihr das Berichtsheft braucht! (im zweifel lieber einmal mehr mitnehmen)
Meine HK (Hamburg) hat explizit folgendes auf der Homepage stehen:
Inzwischen haben auch viele IHKen ein digitales Berichtsheft und die Prüflinge können gar nichts mehr mitbringen zur Prüfung. Der Tipp ist gut: immer bei der eigenen IHK nachfragen.