Da ich gerade frisch von der Korrektur der Klausuren komme, gehe ich in der vierundsechzigsten Episode des Anwendungsentwickler-Podcasts die Inhalte der schriftlichen Sommerprüfung 2016 durch.
TL;DR
Bei der schriftlichen Sommerprüfung 2016 zum/zur Fachinformatiker:in Anwendungsentwicklung standen viele bekannte Prüfungsthemen auf dem Aufgabenblatt. In GH1 ging es unter anderem um Projektmanagement und UML; Zeit kosteten vor allem die Programmieraufgabe mit geschachtelten Schleifen und eine komplexe SQL-Abfrage. GH2 enthielt viele Rechenaufgaben sowie Grundlagen zu Netzwerken und E-Mails. Aus meinen Erfahrungen beim Korrigieren leite ich für dich ab: Übe mit früheren Prüfungen, achte auf die Syntax deiner Diagramme und lies genau, wonach eine Aufgabe fragt.
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Kapitelmarken
- [00:00:01] Schriftliche Sommerprüfung 2016
- [00:00:26] Sommerpause und Projektdokumentationen
- [00:01:25] Erfahrungen beim Korrigieren der schriftlichen Prüfung
- [00:02:13] GH1: Projektmanagement und Netzplan
- [00:03:29] GH1: Programmieraufgabe mit geschachtelten Schleifen
- [00:05:15] GH1: UML-Diagramme und typische Fehler
- [00:07:49] GH1: Tabellenmodell mit Primär- und Fremdschlüsseln
- [00:08:43] GH1: SQL-Abfragen und geschachtelte SELECTs
- [00:09:55] GH1: Aufgabenwahl und Ergebnisse
- [00:11:06] GH2: Rechenaufgaben und AIDA
- [00:11:59] GH2: Datentypen, Speicherbedarf und DSL
- [00:13:20] GH2: NAS, SAN und Netzwerkskizze
- [00:15:02] GH2: E-Mails und englische Texte
- [00:16:00] IMAP und POP3
- [00:17:16] Phishing-Mails und Spam-Mails
- [00:18:38] Backup und Archivierung
- [00:19:34] GH2: Nachkalkulation und Zinsrechnung
- [00:20:36] Prüfungsschwierigkeit und Vorbereitung mit alten Prüfungen
- [00:22:20] IHK-Statistiken und Auswertung der Aufgaben
- [00:23:10] Sommerpause bis Juli 2016
- [00:23:52] Podcastfolgen und Hörbuch fürs Fachgespräch
- [00:24:52] Themenwünsche und Feedback
Inhalt
Insgesamt eine absolut machbare Prüfung. Eigentlich keine überraschenden Inhalte. Viel Standardwissen, auf das man sich sehr gut vorbereiten konnte.
- Ganzheitliche Aufgabe I
- Die Klassiker: Projektmanagement, UML, Programmierung, Tabellenmodell, SQL
- Erschreckend wenige Prüflinge beherrschen die Basis-UML-Diagramme!
- Programmieraufgabe war recht umfangreich.
- Tabellenmodell war absoluter Standard.
- Ganzheitliche Aufgabe II
- Viel anwendbares Mathe- und Rechnungswesen-Know-How gefragt.
- Wenig Nischenwissen nötig.
- Erschreckend wenige Prüflinge können Phishing und Spam bzw. Backup und Archivierung auseinanderhalten.
Literaturempfehlungen
Die Klassiker zur Vorbereitung auf die schriftliche Prüfung.
Links
Weitere Hilfen zur IHK-Prüfung
Du suchst noch mehr Tipps rund um die Vorbereitung auf die schriftliche IHK-Prüfung? Dann schau doch mal in diese Artikel- und Podcast-Kategorie: Alle Artikel rund um die schriftliche IHK-Prüfung.
Und kennst du schon meine Übungsaufgaben für die Abschlussprüfung? Unter dieperfekteihkpruefung.de kannst du sie herunterladen.
Zusammenfassung
Schriftliche Sommerprüfung 2016
Bei der IHK habe ich Aufgaben der schriftlichen Sommerprüfung 2016 korrigiert und dabei die Aufgabenblätter samt Musterlösungen gesehen. Meine Erfahrungen betreffen Ganzheitliche Aufgabe 1 (GH1) und Ganzheitliche Aufgabe 2 (GH2). Die Aufgaben aus Wirtschafts- und Sozialkunde lagen mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht vor.
GH1: Fachthemen der Anwendungsentwicklung
Projektmanagement
Im ersten Handlungsschritt ging es um Lastenheft und Pflichtenheft, einschließlich der Frage, wer welches Dokument verfasst. Außerdem solltest du einen Netzplan mit Vorgänger- und Nachfolgerbeziehungen zeichnen. In einem Kalender war einzutragen, wann einzelne Mitarbeiter:innen ihre Aufgaben bearbeiten müssen, damit das Projekt rechtzeitig fertig wird.
Solche Aufgaben kamen bereits in früheren Prüfungen vor. Wenn du für dein Abschlussprojekt einen Netzplan zeichnest, kannst du dabei gleich die korrekte Syntax für die schriftliche Prüfung üben.
Programmieraufgabe
Für den zweiten Handlungsschritt gab es 25 Punkte. Die Musterlösung enthielt drei ineinander geschachtelte Schleifen, bei denen du unter Zeitdruck den Überblick behalten musstest.
Beim Korrigieren brauchen solche Aufgaben viel Zeit, weil die Prüfer:innen unterschiedliche Lösungswege einzeln nachvollziehen müssen. Viele Prüflinge hatten mit dieser Aufgabe Schwierigkeiten. Ich hätte diesen Handlungsschritt wegen des Zeitaufwands gestrichen.
UML-Diagramme
Den dritten Handlungsschritt habe ich selbst korrigiert. Gefordert waren:
- ein Zustandsdiagramm,
- ein Klassendiagramm mit einer einzigen Klasse samt Attributen und Methoden,
- ein Sequenzdiagramm.
Beiblätter erläuterten die Syntax aller gefragten Diagrammtypen mit Beispielen. In den Antworten fehlten dennoch häufig grundlegende Elemente, etwa die Umrandung einer Klasse oder die richtigen Zeichen für die Sichtbarkeit: + für public und - für private. Auch beim Übertragen der geforderten Logik gingen Punkte verloren.
Für deine Prüfung solltest du diese fünf UML-Diagrammtypen beherrschen: Zustandsdiagramm, Klassendiagramm, Sequenzdiagramm, Use-Case-Diagramm und Aktivitätsdiagramm. Übe das Zeichnen so oft, dass du die Syntax sicher anwenden kannst.
Tabellenmodell und SQL
Eine weitere Aufgabe verlangte ein kleines Tabellenmodell mit ungefähr fünf Tabellen. Es ging um einen bekannten Zusammenhang mit Bestellungen, Bestellpositionen und Artikeln. Du solltest die Tabellen mit Primär- und Fremdschlüsseln angeben; Beziehungen mussten dabei nicht zusätzlich eingezeichnet werden.
Im SQL-Handlungsschritt kamen ein UPDATE und mehrere SELECT-Abfragen vor, darunter Abfragen mit WHERE sowie weiteren üblichen Klauseln wie ORDER BY oder GROUP BY. Eine Musterlösung enthielt drei ineinander geschachtelte SELECT-Anweisungen. Für diese Abfrage war innerhalb der knappen Prüfungszeit mehr Aufwand nötig.
Ich habe GH1 insgesamt als machbar eingeschätzt. Der örtliche Durchschnitt fiel beim Korrigieren weniger gut aus, als ich angesichts der Aufgaben erwartet hatte. Konkrete interne Ergebnisse habe ich nicht veröffentlicht.
GH2: Allgemeine IT-Themen und Rechnungswesen
Rechnen und Marketing
Der erste Handlungsschritt bestand größtenteils aus kleinen Rechenaufgaben, etwa zur Prozentrechnung. Außerdem wurde das Marketingmodell AIDA abgefragt: Attention, Interest, Desire, Action.
Datentypen, Speicherbedarf und DSL
Du solltest passende Datentypen für Datenbankinhalte bestimmen und den benötigten Speicher berechnen. Auch die Zeit, die eine Datenmenge bei vorgegebener Geschwindigkeit zum Übertragen braucht, war gefragt.
Bei den Einheiten solltest du die Schreibweise kennen: Binäre Einheiten wie Tebibyte (TiB) rechnen mit Schritten von 1024, dezimale Einheiten wie Terabyte (TB) mit 1000. Die Hinweise zum Korrigieren ließen hier auch Rechnungen mit der jeweils anderen Einheit zu.
Weitere Teilaufgaben behandelten DSL-Varianten, darunter ADSL sowie SDSL und VDSL. Wenn mir die nötigen DSL-Kenntnisse gefehlt hätten, hätte ich diesen Handlungsschritt zum Streichen erwogen.
NAS, SAN und Netzwerke
Anhand eines Bildes solltest du erkennen, ob ein NAS oder SAN dargestellt war. Dazu gehörte, die Abkürzungen korrekt ausschreiben zu können:
- NAS: Network Attached Storage
- SAN: Storage Area Network
Weitere Rechenaufgaben schlossen sich an. Eine Netzwerkskizze musste mit Angaben zu VPN und Routern sowie IP-Adressen ergänzt werden. Dafür musstest du die passenden Informationen aus dem Aufgabentext entnehmen.
E-Mails und englische Texte
Im vierten Handlungsschritt ging es unter anderem um E-Mails und Verschlüsselung. Mehrere Antworten ließen sich aus einem englischen Text entnehmen. Lies dafür den ganzen relevanten Abschnitt, damit deine Antwort die Frage trifft.
Beim Thema IMAP und POP3 zeigten sich häufig Lücken. Bei IMAP liegen die E-Mails zentral auf dem Server, sodass du mit mehreren Clients darauf zugreifen kannst. Ordner lassen sich auf dem Server anlegen; auch ein zentrales Backup ist dadurch möglich.
Gefragt waren außerdem Phishing-Mails und Spam-Mails. Viele Prüflinge vermischten die Begriffe oder beschrieben Webseiten. Achte beim Antworten darauf, welches konkrete Thema die Frage nennt.
Backup und Archivierung
Ein Backup hält Daten bereit, damit du sie nach einem Datenverlust wiederherstellen kannst. Beim Archivieren bewahrst du Geschäftsdokumente langfristig und rechtssicher auf, möglichst unveränderlich. Dabei können gesetzliche Aufbewahrungsfristen eine Rolle spielen.
Kalkulation und Zinsen
Der letzte Handlungsschritt enthielt eine Nachkalkulation, für die es 15 Punkte gab. Gefragt war der Rechenweg vom Fertigungsmaterial bis zum Verkaufspreis, einschließlich Kosten wie Vertrieb und Verwaltung. Hinzu kamen Zinsrechnung und weitere einfache Rechnungen.
Für deine Prüfung üben
Mit früheren Prüfungen kannst du wiederkehrende Aufgaben kennenlernen und gezielt bearbeiten. Dazu gehören die korrekte UML-Syntax und das Ausschreiben gebräuchlicher IT-Abkürzungen. Bei Fachbegriffen solltest du erklären können, was sie bedeuten und welche Eigenschaften dazugehören.
GH2 enthielt viele Rechenaufgaben und bekannte Grundlagen. Unter den 90 Minuten Prüfungszeit können auch solche Aufgaben schwierig werden, besonders wenn Prüfungsangst hinzukommt.
Die IHK veröffentlicht später Prüfungsstatistiken. Nach meinem damaligen Kenntnisstand wurden auch Ergebnisse einzelner Handlungsschritte erfasst, damit die Verantwortlichen prüfen können, wie schwierig die Aufgaben waren.
Sommerpause und Material fürs Fachgespräch
Für die anstehenden mündlichen Prüfungen musste ich noch Projektdokumentationen lesen. Deshalb habe ich eine Sommerpause angekündigt; die nächste Episode sollte am 4. Juli 2016 erscheinen.
Für dein Fachgespräch findest du auf meiner Website Podcastfolgen zu häufigen Fragen. Unter dasperfektefachgespräch.de habe ich außerdem ein knapp fünfstündiges Hörbuch mit über 100 Fragen zur Programmierung und Objektorientierung sowie Tipps zum Antworten vorgestellt.
Transkription der gesamten Episode
Automatisch erzeugte Transkription der Episode
Herzlich Willkommen zum Anwendungsentwickler-Podcast, dem Podcast rund um die Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung.
In dieser Episode geht es um die schriftliche Sommerprüfung 2016. Viel Spaß!
Hallo und herzlich Willkommen zur 64. Episode des Anwendungsentwickler-Podcasts.
Mein Name ist Stefan Macke und heute wird die Episode mal ein bisschen kürzer, denn ich stehe kurz vor meiner kleinen Sommerpause.
Ich habe nämlich noch einen riesen Haufen Stapel an Projektdokumentationen liegen, die ich noch lesen muss bis Mitte Juni.
Und das wird alles ein bisschen viel zur Zeit, deswegen mache ich nach der heutigen Episode mal eine kurze Sommerpause und bin dann im Juli 2016 wieder on-air quasi und mache die nächste Episode.
Ansonsten müssten nämlich meine Prüflinge leiden und ich glaube, das kann ich in keinster Weise rechtfertigen.
Deswegen werde ich mich, nachdem ich hier mit der Episode heute fertig bin, direkt an die Dokus setzen und mal schauen, was die Prüflinge dieses Jahr da so fabriziert haben.
Ich bin sehr gespannt. Einige Titel lesen sich schon mal recht vielversprechend, viele verschiedene Sachen wieder dabei, von App bis Standard, ERP, Systemerweiterung und so weiter.
Also ist wieder so ein klassisches Durchschnittsjahr, würde ich sagen, mit verschiedensten Projekten und ich bin sehr gespannt, was da dieses Mal dabei rausgekommen ist.
Heute soll es dann einmal um die schriftliche Abschlussprüfung gehen, denn letzte Woche war ich auch passend auf der Korrektur der schriftlichen Prüfungen für unsere IHK und da habe ich quasi die Aufgaben und auch die Lösungen zum ersten Mal gesehen.
Und ich erzähle einfach mal ein bisschen, was dabei mir so aufgefallen ist oder wie sich das auch auf die Prüflinge ausgewirkt hat und so weiter.
Ich kann jetzt noch nichts zu Wieso sagen, da habe ich nichts gesehen. Ich habe auch selber die Aufgaben noch nicht gesehen.
Tatsächlich, ich habe auch keine geheimen Quellen oder sonst was, wo ich die Prüfungen herkriege.
Ich bin auch darauf angewiesen, dass der Ufo im Verlag die mir irgendwann in meinem Prüfungsabo zuschickt.
Und von daher konnte ich da bislang auch noch gar nichts zu sagen, was dieses Jahr dran kam.
Ich habe auch immer schön die Forenbeiträge gelesen, um herauszufinden, was für Aufgaben gestellt wurden.
Und jetzt habe ich sie halt zum ersten Mal gesehen und kann vielleicht ein bisschen was dazu erzählen und auch, was mir so aufgefallen ist an den Aufgaben.
Es ging direkt los mit ganzheitlich 1. Fangen wir damit vielleicht mal an, ganz vorne.
Die erste Aufgabe, der erste Handlungsschritt war so ein Klassiker.
Das ist wieder irgendwas mit Projektmanagement. Da ging es um das Lastenheft und das Pflichtenheft.
Habe ich ja auch sogar schon mal eine Episode hier oder ich glaube, einen Beitrag gemacht.
Ich weiß es gar nicht mehr genau, was der Unterschied ist, wer das verfasst und so weiter.
Und der Rest der Aufgabe war im Prinzip ein Netzplan.
Netzplan zeichnen mit Vorgänger, Nachfolger und dann nochmal so einen kleinen, ich weiß gar nicht, wie man es offiziell nennt, so einen Kalender,
wo dann einzutragen war, wann welcher Mitarbeiter welche Aufgabe bearbeiten muss, damit das noch bis zum Ende fertig wird.
Also wirklich ganz klassisches Projektmanagement und das kann man absolut super auswendig lernen.
Und vor allem auch den Netzplan, das ist eine Methode, die man auch zum Beispiel in seinem Abschlussprojekt hervorragend anwenden kann,
um zu visualisieren, wie die einzelnen Schritte voneinander abhängen.
Von daher, wenn man zum Beispiel für das Abschlussprojekt sowieso sowas zeichnen muss, gleich entsprechend der korrekten Syntax sauber lehren,
damit ich es im Prinzip als eine Art Synergieeffekt auch für die Prüfung vernünftig darstellen kann,
also weiß, wie man das Ding vernünftig zeichnen muss, sagen wir mal so.
Ansonsten, meiner Meinung nach, war das Ding eine geschenkte Aufgabe.
Die Aufgaben hat man quasi in den letzten Jahren schon hin und wieder mal genau so teilweise gesehen.
Also von daher, klassisches Projektmanagement, da kann man sich eigentlich perfekt drauf vorbereiten.
Der zweite Handlungsschritt war dann eine richtig dicke Programmieraufgabe für 25 Punkte.
Wenn ich mir hier die Musterlösung mal angeguckt habe, da sehe ich tatsächlich drei geschachtelte Vorschleifen,
beziehungsweise überhaupt Schleifen, also vor muss es ja nicht sein, aber drei geschachtelte Schleifen.
Das ist schon ein ziemlich komplexer Algorithmus, sage ich mal.
Und da haben sich auch sehr viele Prüfdinge schwergetan.
Das habe ich auch gemerkt bei uns bei der Korrektur im Ausschuss.
Da saßen die Korrigierenden und haben sich hin und wieder echt gefragt, was heißt das jetzt?
Und kann ich da noch einen Punkt für geben oder nicht?
Also es war wirklich sehr schwierig.
Aber das ist meistens so bei diesen Promieraufgaben, dass die sehr schwer zu korrigieren sind,
weil man halt alle möglichen Sachen berücksichtigen muss, wie es denn auch funktionieren könnte.
Und wenn er jetzt hier die Variable anders macht als da, ist das dann trotzdem noch so.
Und das als Prüfer immer nachzuvollziehen, ist wirklich ganz schön harte Arbeit.
Und von daher haben die auch, wie jedes Jahr eigentlich, immer am längsten für die Aufgabe gebraucht,
weil man halt so viele verschiedene Sachen immer berücksichtigen muss.
Und im Prinzip jede Aufgabe wirklich völlig individuell bewerten muss und anschauen muss.
Und nicht einfach nur sowas machen kann.
So hier, wenn ich das Vordersee, dann mache ich dann Haken dran und fertig.
Das geht halt bei so Promieraufgaben nicht.
Und ja, die beneide ich immer nicht.
Ich habe mich dieses Jahr auch nicht für diese Aufgabe entschieden.
Aus eigener Erfahrung. Ich habe das auch schon mal korrigiert.
Ist wirklich sehr, sehr zeitaufwendig und sehr, ich sage mal, sehr anstrengend.
Von daher großen Respekt vor den Kollegen, die das dieses Mal korrigiert haben.
Meiner Meinung nach eine schaffbare Aufgabe.
Aber unter Zeitdruck finde ich es schon krass.
Also mit den ganzen geschachtelten Schleifen da noch den Überblick zu behalten.
Ich glaube, das wäre so ein Kandidat tatsächlich gewesen, den ich gestrichen hätte.
Einfach, weil es zu lange dauert.
Das ist nichts Unmögliches, auch kein schwerer Algorithmus gewesen.
Aber allein aufgrund der zeitlichen eingeschränkten Bearbeitungszeit, sage ich mal,
wäre es, glaube ich, sehr schwierig geworden, das vernünftig zu bearbeiten.
Ich habe dieses Mal die Aufgabe 3 korrigiert, den dritten Handlungsschritt in GH1.
Und das habe ich jetzt bewusst gemacht.
Ich habe extra mal dieses Jahr die UML-Diagramme mir geschnappt.
In der Aufgabe ging es nämlich wirklich um reine UML-Diagramme.
Man sollte ein Zustandsdiagramm zeichnen, ein winzig kleines Klassendiagramm mit einer einzigen Klasse
und ein kleines Sequenzdiagramm.
Und da habe ich eigentlich schon nach den ersten Klausuren die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen.
Das ist einfach unglaublich, was Leute da einfach aufs Papier bringen.
In der Prüfung lagen Beiblätter dabei, wo alle drei Diagrammen formen.
Quasi bis ins letzte Detail erklärt wurden.
Und trotzdem kriegen die Leute es nicht hin, da vernünftige Diagramme zu zeichnen.
Also ich hätte wirklich, ich hätte da echt durchdrehen können.
Die Sachen, die seit Jahren immer wieder Standard sind, Zustand, Sequenz, Klassendiagramm.
Die Leute kriegen es nicht auf die Kette.
Ich fasse es nicht.
Ich glaube, ich hatte nicht einen einzigen, der die volle Punktzahl hat in dieser Aufgabe.
Das ist wirklich traurig.
Das ist das absolut, sage ich mal, Brot und Butter jedes Anwendungsentwicklers,
solche UML-Diagramme zeichnen zu können.
Und da kamen Sachen aufs Papier.
Obwohl die Syntax daneben liegt.
Da ist genau mit Beispielen, wie die Dinger auszusehen haben.
Kriegen die Leute es nicht hin, dann vernünftiges Diagramm zu zeichnen.
Also jetzt mal von der Logik, die noch abzubilden war, ganz abgesehen.
Aber allein die Syntax hinten und vorne passte das alles nicht.
Und wirklich das absolut billigste Klassendiagramm, das ich je gesehen habe.
Eine einzige Klasse sollte da gezeichnet werden mit ein paar Attributen und Methoden.
Und die Leute kriegen die Plus und Minus für Private und Public nicht hin.
Die zeichnen keine Striche um die Klasse.
Die schreiben anstatt Plus irgendwie Methode, Doppelpunkt.
Und also die wildesten Sachen.
Ich fasse es nicht, wie die Leute so durch die Prüfung kommen.
Also das ist mir wirklich unerklärlich, muss ich sagen.
Vor allem, weil das die Standardtypen sind, die ich immer wieder auch seit Jahren predige.
Und da bin ich sicherlich nicht der Einzige, der das immer wieder sagt.
Welche fünf UML-Diagrammtypen muss man können?
Zustand, Klasse, Sequenz, Use Case, Aktivität.
So, und drei davon kamen dran.
Und die Leute kriegen es nicht hin.
Unglaublich, kann ich einfach nicht nachvollziehen.
Denn von der Schwierigkeit der Aufgaben her war es wirklich ein Witz.
Das sage ich mal ganz ehrlich.
Diese drei Diagramme, die kann man mit ein bisschen Nachdenken wirklich in zehn Minuten komplett runterzeichnen.
Und ich glaube, wie gesagt, es hatte keiner einziger bei mir die volle Punktzahl.
Weil immer irgendwo Kleinigkeiten fehlten oder nicht nachgedacht, Sachen übersehen und so weiter.
Ich meine, ich kann das verstehen, unter Zeitdruck ist es wirklich schwierig.
Aber das war aus meiner Sicht eine geschenkte Aufgabe.
Und es war wirklich nicht das Allerbeste, was ich da an Ergebnissen gelesen habe.
Naja, kommen wir zur nächsten Aufgabe.
Meiner Meinung nach auch geschenkt, ganz ehrlich.
Das war ein kleines Tabellenmodell, wo es noch nicht mal um die Beziehungen ging, die noch eingezeichnet werden sollten.
Sondern es waren insgesamt, glaube ich, fünf Tabellen oder sowas.
Eine ganz klassische Geschichte mit Bestellung, Bestellposition und Artikel.
Also das war das Ding, wenn ich ein Beispiel für ein Tabellenmodell brauche, dann nehme ich das.
Das finde ich wirklich in fast jeder zweiten Klausur wieder sowas.
Und das waren wirklich meiner Meinung nach geschenkte Punkte.
Und das sollte man eigentlich als Anwendungsentwickler können.
Fünf Tabellen aufmalen mit Primary Key und Foreign Key dahinter.
Und das war es dann schon.
Also meiner Meinung nach, naja, wer da keine Punkte geholt hat, selber Schuld.
Weil das war wirklich was, da hätte man sich perfekt drauf vorbereiten können.
Denn genau so ein Datenmodell, wirklich, habe ich in der oder einer sehr, sehr ähnlichen Form in fast jeder Klausur in den letzten Jahren gehabt.
Nächste Aufgabe war dann so ein bisschen SQL.
Ich glaube, da muss man sich inzwischen auch nicht mehr wundern, dass SQL drankommt.
Es ist tatsächlich so, dass SQL zum Standard gehört, jedes Entwickler ist eigentlich.
Und da muss man sich nicht wundern, wenn es denn auch drankommt.
Und die Abfragen waren teilweise trivial.
Also es waren wirklich kleine, es war mal ein Update-Statement tatsächlich drin.
Das habe ich auch schon lange nicht mehr gesehen.
Aber ansonsten wieder nur Selects.
Relativ einfache Selects auch.
Also ein Select mit einem WHERE und einem ORDER BY vielleicht auch mal.
Vielleicht auch ein GROUP BY dazwischen.
Und dann war aber auch ein mega Hammer-Statement da drin.
Als ich die Musterlösung gesehen habe, oh mein Gott, ja.
Das war schon heftig.
Das waren also drei geschachtelte Select-Statements.
SELECT FROM und dann ein SUBSELECT und in dem SELECT noch ein SUBSELECT.
Also heftig. Das war schon krass.
Das in der kurzen Zeit hinzukriegen, okay, das ist Respekt.
Ich weiß nicht, wie die Leute da abgeschlossen haben.
Ich habe sie nicht korrigiert.
Aber als ich die Musterlösung gesehen habe, habe ich mir schon gedacht,
oh, oh, oh, oh, das geht wahrscheinlich nach hinten los.
Denn das war wirklich ein sehr komplexes Konstrukt.
Das muss ich sagen.
Sonst von der Select und von der restlichen SQL-Syntax war es eigentlich gar nicht schwierig.
Aber die Komplexität dieses Statements fand ich schon krass.
Aber die anderen SQL-Sachen, tatsächlich, die waren geschenkt.
Also die konnte man, glaube ich, so runterschreiben.
Ja, also mein Fazit zu den Aufgaben.
Die war auf jeden Fall machbar, meiner Meinung nach.
Ich glaube, wenn ich die Prüfung geschrieben hätte, ich hätte den Programmierschritt gestrichen.
Einfach, weil er zeitlich viel zu umfangreich geworden wäre, vermute ich.
Die erste Aufgabe war rein ein bisschen quasi auswendig lernen und Netzplan vervollständigen.
Also auswendig lernen für Projektmanagement.
Im Prinzip das, was immer dran kommt, Lasten der Pflicht, ein Heft.
Dann hätte ich halt die paar UML-Diagramme da vernünftig hingezeichnet,
weil ich sie ja schon vor der Klausur 57 Mal geübt hätte, um die Syntax perfekt drauf zu haben.
Dann eben schnell ein kleines Tabellenmodell aufzeichnen mit fünf winzigen Tabellen und ein paar Fremdschlüsseln
und noch ein paar Select-Abfragen in SQL bauen.
Und dann wäre die Prüfung durch gewesen.
Also aus meiner Sicht absolut machbar dieses Mal.
Und auch im Sinne von möglichst viele Punkte holen, wäre das sicherlich auch machbar gewesen.
Und trotzdem hatten wir gar nicht so einen guten Schnitt dieses Mal.
Da kann ich, glaube ich, jetzt nicht einfach irgendwas, sag ich mal, einen internen Wertenpreis geben.
Deswegen lasse ich das mal hier.
Kann man ja auch später mal im Internet nachgucken.
Die IHK veröffentlicht die Statistiken ja sowieso.
Aber so einen richtig tollen Durchschnitt hatten wir da dieses Mal nicht.
Wundert mich, weil die Sachen, also meiner Einschätzung nach, durchaus schaffbar waren.
Gut, dann kommen wir mal zu ganzheitlich 2.
Das war sehr viel allgemeines Zeug dieses Mal, wie ich finde.
Der ganze erste Handlungsschritt war fast nur so ein bisschen Rechnen.
Und Rechnen im Sinne von einfachste Mathematik.
Also mal ein bisschen Prozentrechnen mal Minus und solche Sachen.
Meiner Meinung nach absolut machbar.
Das waren ganz viele kleine Aufgaben mit wenigen Punkten.
Das war meiner Meinung nach wirklich einfach nur ein bisschen, wenn man überhaupt einen Taschenrechner brauchte, einmal durchrechnen und fertig.
Klassiker, der wieder mal dran war, ist das AIDA aus Marketing.
Attention, Interest, Desire, Action.
Kennst du hoffentlich schon, wenn nicht, unbedingt angucken.
Denn das ist auch so ein Standard, den die IHK oder die IHK, sag ich selber schon,
aber die der Prüfungserstellungsausschuss dann immer gerne mal abfragt.
Von daher meiner Meinung nach auch absoluter Standard und auch sehr machbar.
Und auch in der kurzen Zeit, glaube ich, gut machbar.
Ich glaube, das waren auch ein bisschen geschenkte Punkte.
Der zweite Handlungsschritt ging dann so ein bisschen los mit Datentypen bestimmen für einzelne Daten,
die abgelegt werden sollen in der Datenbank.
Und auch ein bisschen ausrechnen, wie viel Speicherverbrauch zum Beispiel benötigt wird, um gewisse Daten abzulegen.
Und hier habe ich mich zum Beispiel in den Prüfungen sehr gewundert über die Aussage,
dass es durchaus akzeptiert wird, wenn man anstatt TB-Byte zum Beispiel mit Tera-Byte rechnet,
beziehungsweise umgekehrt.
Also da wird im Prinzip schon von abgesehen, wenn die Leute TB und Tera nicht auseinanderhalten können,
obwohl man das eigentlich für die Prüfung unbedingt wissen muss.
Denn das ist ja nicht unbedingt so schwierig.
Wenn ein kleines I hinter der Vorsilbe steht, dann heißt das TB und nicht Tera.
Und dann rechnet man mit 1024 und nicht mit 1000.
Aber ansonsten eine Standardaufgabe, die ich glaube ich sogar immer in unserem Einstellungstest benutze,
also für angehende Azubis.
Einfach mal auszurechnen, wie lange dauert es denn eine Datenmenge über eine bestimmte Geschwindigkeit zu übertragen.
Das hat eigentlich noch nicht viel mit IT zu tun.
Das ist eigentlich reine Mathematik, die man da anwenden muss.
Der Rest der Aufgabe war dann aber so ein bisschen DSL und SDSL und VDSL und ADSL
und gegeneinander abgrenzen und so ein paar Stichworte erklären.
Also die fand ich jetzt nicht ganz so prickelnd.
Die zweite Aufgabe hätte ich vielleicht auch gestrichen, wenn ich mich jetzt nicht unbedingt mit DSL so gut auskenne.
Aber ich glaube, wenn man sich so ein bisschen in dem Bereich zu Hause fühlt, war die Aufgabe auch absolut machbar.
Dann die dritte Aufgabe, dritte Handlungsschritt.
Da ging es dann so ein bisschen um Datenspeicherung, um NAS und SAN.
Erste Aufgabe war so zu entscheiden, was auf einem Bild zu sehen war.
War es denn ein SAN oder ein NAS?
Und da ist es auch nicht schlecht, das sage ich auch immer wieder hier im Podcast.
Diese Abkürzung, die da benutzt werden, musst du vernünftig draufhaben.
Storage Area Network und Network Attached Storage.
Und das sind Dinger, da schreiben die Leute die wildesten Sachen hin, wenn sie das dann so ausschreiben müssen.
Dann ist es dann auf einmal das Serial Attached Controller.
Also die wildesten Sachen kommen da raus.
Und das ist eigentlich nur ein stumpfes Auswendiglehren.
Das kann jeder. Das muss man nur machen.
Und ich wiederhole das hier immer, immer wieder, dass man solche Sachen können muss.
Und die Leute, ich weiß es nicht, sie kriegen es einfach nicht auf dem Schirm.
Und in der Prüfung wird dann tatsächlich sowas abgefragt.
Und dann kommen da wirklich die geilsten Sachen dabei raus.
Der Rest der Aufgabe war dann doch so ein bisschen Rechnen wieder.
Also ich fand die sehr mathematiklastig dieses Mal.
Heißt aber ja auch, dass man nicht viel Fachwissen mitbringen muss,
sondern dass man nur ein bisschen ausrechnen kann.
Taschenrechner rausgeholt und fertig.
Und von daher auch meiner Meinung nach sehr machbar, diese Aufgabe.
Zum Schluss des Handlungsschritts ist dann noch so eine kleine Netzwerkskizze zu vervollständigen.
Auch mit VPN und Router und IP-Adressen und so weiter.
Das ging dann eher so in den Bereich der Physis.
Da hatten die dann wahrscheinlich so ein bisschen die Nase vorn.
Aber auch sonst, wenn man sich das fertige Ding am Ende dann anguckte,
das war auch nicht sehr umfangreich.
Es ist immer schwierig in der Kürze der Zeit dann aus dem Text auch die Informationen zu entnehmen,
die man dann eintragen muss. Das ist alles klar.
Aber so vom Endergebnis her ist es wirklich kein super komplexes Diagramm gewesen.
Das muss man ehrlich sagen.
Also das hätte man auch locker, glaube ich, schaffen können in der Zeit.
Vierter Handlungsschritt in GR2.
Da ging es dann, wie soll man sagen, da war auch so ein Sammelsurium an allen möglichen Sachen,
habe ich so das Gefühl.
Die habe ich auch aushilfsweise noch ein bisschen mit korrigiert,
weil ich mit meinen UML-Diagrammen so schnell fertig war.
Das haben nämlich, glaube ich, so gefühlt die Hälfte der Leute einfach gestrichen,
weil UML sowieso nicht so sitzt anscheinend.
Und der Rest der Leute hat es dann irgendwie nur so, wie ich gerade schon erklärt habe,
nicht so sauber hinbekommen.
Deswegen habe ich da noch ein bisschen ausgeholfen und hier die Vierte auch mit korrigiert.
Den vierten Handlungsschritt in GR2.
Und da ging es jetzt um Archivierung und E-Mails und Verschlüsselung und all so ein Schnickschnack.
Und mehrere Punkte gab es auch wieder für das Herausfinden von Informationen aus einem englischen Text.
Und da muss ich sagen, das haben auch relativ viele Leute hinbekommen.
Ist ja tatsächlich auch nur Text lesen, Fragen dazu beantworten.
Aber dann muss man es auch richtig lesen und nicht einfach nur die ersten paar Stichwörter,
die man findet, da hinschreiben, sondern auch mit ein bisschen Verstand lesen.
Dann war die Aufgabe meiner Meinung nach auch geschenkt.
Weil das meiste konnte man aus dem Text halt entnehmen und dann einfach nur nennen im Prinzip.
Ansonsten fand ich es erstaunlich, wie viele Leute IMAP und POP3 nicht auseinanderhalten können
beziehungsweise nicht sauber abgrenzen können, was die Vor- und Nachteile sind.
Wie oft ich gelesen habe, dass IMAP irgendwie sicherer ist oder schneller ist oder so.
Ein völliger Unfug, der da teilweise hingeschrieben wird.
Also es ging da zum Beispiel darum, was ist der Vorteil von IMAP gegenüber POP3 zum Beispiel.
Und das ist ganz eindeutig. Es ist mehr oder weniger das Gleiche, was da läuft.
Es ist alles unverschlüsselt und genauso schnell oder langsam.
Der Vorteil von IMAP ist, dass die Mails auf dem zentralen Server abgelegt werden
und ich zum Beispiel auch mit mehreren Clients darauf zugreifen kann
und nicht der Erste, der es abholt, gewinnt.
So wie bei POP3, dass ich auch auf dem Server individuell Ordnerstrukturen anlegen kann.
Das kann ich bei POP3 nicht.
Da muss ich, wenn ich das mache, dann alles bei mir in meinem Client machen, aber nicht auf dem Server.
Und ich kann natürlich dann, wenn alles auf dem Server liegt, zum Beispiel auch ein Backup zentral auf dem Server machen
und muss nicht den einen Client, der die Mails runtergeladen hat, noch zusätzlich sichern.
Das sind die Vorteile von IMAP.
Ansonsten haben POP3 und IMAP weder irgendwie eine Verschlüsselung oder nicht,
noch ist das eine schneller oder langsamer.
Und das haben aber gefühlte ganz, ganz viele Prüflinge dahingeschrieben.
Also damit mal ein bisschen auseinandersetzen.
Das ist der Standard. Das benutzen wir eigentlich jeden Tag, wenn wir irgendwie E-Mails abrufen.
Damit sollte man sich auskennen als ITler.
Auch sehr schwach fand ich die Beantwortung der Frage, was Phishing und Spam-Mails sind.
Das Erste, worauf ich hinweisen kann, wenn in der Frage steht, was sind Phishing-Mails und Spam-Mails,
dann erwarte ich in der Antwort nicht, Phishing-Webseiten sind und Spam-Seiten, die es sowieso irgendwie gar nicht gibt, sind.
Also bitte auf die Frage antworten.
Und es ging explizit um Phishing-Mails und nicht um irgendwelche Phishing-Webseiten.
Das haben irgendwie gefühlte, ich weiß es nicht, Viertel der Leute irgendwie durcheinander gebracht.
Aber auch wenn sie es wussten, dass es um die Mails ging, haben sie trotzdem nicht sauber definieren können, was jetzt Spam und was Phishing ist.
Da kamen die wildesten Sachen.
Also dann ist in Spam auch irgendwie der Ansatz, irgendwelche Sachen abzufischen.
Oder was habe ich noch gelesen? In Phishing-Mails wird Werbung mitverschickt.
Also die wildesten Sachen.
Und das sind solche Begriffe, die können theoretisch ja sogar schon meine Eltern erklären.
Wenn sie es irgendwo in der Tagesschau sehen, dass da mal wieder eine Phishing-Attacke war oder so.
Und wenn dann da irgendwie IT-Lehrer nach drei Jahren Ausbildung das immer noch nicht abgrenzen können.
Also da habe ich kein Verständnis für, muss ich ganz ehrlich sagen.
Das sind solche Basissachen, die muss man einfach drauf haben.
Und das kann mir auch keiner erzählen, dass man sowas nicht für eine Prüfung lernen kann.
Das kann ich mir im Internet überall angucken.
Zum Beispiel auch auf meiner Liste, auf meiner Website, was mögliche Themen sind.
Und da muss ich sowas einfach beherrschen als IT-Lehrer.
Da gibt es auch keine Ausrede für, meiner Meinung nach, wenn man das nicht kann.
So und dann ging es noch ein bisschen weiter mit einem Handlungsschritt zum Thema Backup und Archivierung.
Backup ist ja immer so ein Ding, Datensicherung.
Das kann man wunderbar abgrenzen gegenüber Datenschutz und Datensicherheit.
Da ging es jetzt hier aber mal nicht drum, sondern tatsächlich um die Archivierung von Daten.
Und was ist da der Unterschied?
Und das wussten erstaunlich wenig Prüflinge, muss ich ehrlich sagen.
Ein Backup ist einfach nur Datensicherung, um das wiederherzustellen, falls irgendwas schiefläuft.
Falls der Server abbraucht, keine Ahnung, die Festplatte kaputt geht, wie auch immer.
Also Daten im Falle von Datenverlust wiederherzustellen.
Und eine Archivierung, das ist was ganz anderes.
Das hat nichts mit Backup zu tun, sondern da geht es darum, dass ich gesetzliche Vorschriften einhalte,
weil ich zum Beispiel irgendwelche steuerrelevanten Unterlagen zehn Jahre lang aufbewahren muss.
Das ist aber kein Backup im Sinne von Datenwiederherstellung,
sondern da geht es darum, am besten unveränderlich diese Geschäftsdokumente,
sage ich mal, rechtssicher aufzubewahren.
Das ist ein ganz anderer Ansatz.
Und das wussten erstaunlich wenige Leute, also wie man sowas abzugrenzen hat.
Letzte Aufgabe war dann wieder fast reine Mathematik.
15 Punkte für eine fette Nachkalkulation, die im Prinzip aus einer Handlungskalkulation besteht.
Na gut, eine Handlungskalkulation war es nicht,
sondern wie komme ich von meinem Fertigungsmaterial zum Verkaufspreis.
Also das ist der Klassiker, den man, glaube ich, also gefühlt in der dritten Rechnungswesenstunde schon lernt.
Mit aus dem 100 um vom 100 und so weiter.
Vertriebskosten, Verwaltungskosten und so weiter.
Die sind Klassiker, ja. Und 15 Punkte dafür, die sind meiner Meinung nach echt geschenkt,
muss ich ganz ehrlich sagen. Dafür, dass man das definitiv wahrscheinlich 57 Mal in
der Berufsschule durchkaut, diesen Kram, ja. Und der Rest der Aufgabe war dann auch so
ein bisschen Zinsrechnung und hier nochmal was addieren und so. Also aus meiner Sicht
auch ganz standardmäßiges Rechnungswesen. Keine schwierigen Sachen drin. Ich sag mal
auf einem absolut Einsteigerniveau meiner Meinung nach. Das sollte eigentlich jeder
Prüfling Späßens in der Berufsschule mal gehört haben, was da gefragt wurde. Aus
meiner Sicht also auch absolut machbar, die Aufgabe. Okay, kurz zusammengefasst, also
ganzheitlich 2 dieses Mal, der allgemeine Teil. Meiner Meinung nach sehr Mathe-lastig,
bisschen Rechnungswesen da drin. Vieles konnte man tatsächlich einfach ausrechnen, auch
ohne irgendwie Hintergrundwissen oder sowas, ja. Es waren ein paar Sachen abgefragt. Gut,
okay, DSL und sowas war dabei, ja. Archivierung, E-Mails. Aber aus meiner Sicht jetzt nicht
irgendwie Nischenwissen, sondern das muss auch wirklich jeder ITler kennen, meiner Meinung
nach. Da war dann noch so ein kleines Netzwerkdiagramm drin. Ja, das dürfte man auch kennen, sag ich
mal. Und zum Schluss nochmal wieder ein bisschen Rechnungswesen. Also aus meiner Sicht eine
super GH2. Da habe ich schon ganz andere Dinger gesehen, wo wirklich total unterschiedliche
Themengebiete drin waren und wirklich ins Detail reingehen in RAID-Systeme und VPN und
weiß der Geier was. Und das hier, meiner Meinung nach, war eine relativ oberflächliche
Geschichte. Ich sage nicht, dass es unter 90 Minuten Zeitdruck nicht schwierig ist,
keine Frage. Aber wenn man sich jetzt mal so netto bei Tageslicht, sag ich mal, die
Aufgaben da anguckt, also das kann man schon schaffen, glaube ich. Da war jetzt nichts
drin, wo ich also nicht mit gerechnet hätte oder wo ich jetzt total überrascht wäre,
dass sowas drankommt. Einfach Standardinhalte, meiner Meinung nach. Und darauf kann man sich
auch sehr gut vorbereiten und konnte man auch ganz konkret bei dieser Prüfung, wenn man
einfach die Prüfung der letzten Jahre mal durchgearbeitet hat. Also meiner Meinung nach
muss man hier keine schlechte Note bekommen. Ich denke, das war alles machbar. Klar, im
Einzelfall, wenn man dann noch unter Druck steht und man hat vielleicht Prüfungsangst
und so, kann ich alles nachvollziehen, natürlich. Aber ich glaube, ganz nüchtern betrachtet
waren die Aufgaben hier alle machbar. Es war eine Standardprüfung, meiner Meinung nach.
Nichts komisches, keine Ausreißer, keine wilden Themen wie, keine Ahnung, Cloud Computing
oder weiß der Geier irgendwas hochbrisantes, sondern es waren einfach, sag ich mal, so
durchschnittliche Aufgaben. Das war jetzt so mein Fazit zu dieser Prüfung. Ich bin
sehr gespannt auf die IHK-Statistik. Da zeigt die IHK oder alle IHK deutschlandweit tragen
ja ihre Werte zusammen. Und ich habe da auch gehört, dass sogar die einzelnen Handlungsschritte
da einzeln eingegeben werden in die Software, damit man das wirklich genau auswerten kann,
was vielleicht zu schwer war, was zu einfach war und so weiter. Also es ist nicht einfach
so, dass die Prüfungen auf gut Glück basieren und zusammengestellt werden, sondern die Leute,
die das aufstellen, die gucken sich auch genau im Nachhinein dann an, was war zu schwer,
was nicht und so weiter. Aber das nur mal so als Randnotiz. Aber wie gesagt, ich bin
sehr gespannt, wenn die Statistik rauskommt. Das dauert ja meist irgendwie zwei, drei,
meist auch noch ein bisschen länger, Monate. Und dann werde ich mal angucken, wie die Leute
da so abgeschnitten haben. Wir haben ja jetzt erst mal die mündlichen Prüfungen. Ich habe
ja schon gesagt zu Beginn der Episode, da habe ich jetzt noch einen riesen Haufen Dokus
hier liegen, die ich jetzt auf jeden Fall noch durcharbeiten muss und vernünftig durcharbeiten
muss. Und deswegen verabschiede ich mich für heute erst mal in die Sommerpause, in meine kleine
Sommerpause. Und ich bin dann am 4. Juli 2016 wieder online und die nächste Podcast-Episode
erscheint. Bis dahin gibt es auch keine Links der Woche, Newsletter oder Artikel am Mittwoch,
sondern ich mache wirklich komplett hier Feierabend, damit ich mich also auf die IHK-Prüfung
konzentrieren kann. Und ich habe auch noch das eine oder andere Projekt am Laufen, wo ich jetzt
auch noch ein bisschen mehr Zeit investieren muss. Deswegen für mich jetzt erst mal eine
kleine Sommerpause. Da jetzt aber ja sowieso im Endspurt der Prüfungen sind und im Sommer
sonst, wenn man noch nicht in den Prüfungen ist, auch nicht viel läuft, glaube ich auch nicht so
schmerzlich, wenn ich jetzt mal einen Monat lang keine neuen Sachen veröffentliche. Falls du noch
mitten in der Prüfungsvorbereitung steckst und zum Beispiel auch auf das Fachgespräch dich noch
vorbereiten willst, empfehle ich dir natürlich meine ganzen Podcast-Episoden zu den häufigen
Fragen im Fachgespräch. Schau doch einfach mal auf der Webseite, da findest du eine eigene Kategorie,
wo du dir das anschauen kannst. Ansonsten kannst du auch mal unter dasperfektefachgespräch.de
nachschauen. Da habe ich ein fast fünfstündiges Hörbuch aufgenommen mit über 100 Fragen aus dem
Bereich der Programmierung und Objektorientierung, die eventuell im Fachgespräch gestellt werden
könnten und gebe auch detaillierte Tipps, wie man die beantworten kann. Unter anderem auch
Klassiker wie was ist der Unterschied zwischen Objekt und Klasse und was ist Objektorientierung
usw. Schau doch einfach mal vorbei. Vielleicht ist das ja auch für dich hilfreich. Ansonsten sage
ich für heute erstmal vielen, vielen Dank fürs Zuhören. Ich wünsche dir auch vielleicht eine
schöne Sommerpause. Du musst mich jetzt einen Monat lang nicht ertragen. Ist ja vielleicht auch
mal ganz nett. Obwohl du kannst auch jederzeit so abschalten, aber trotzdem. Ich wünsche mir auch
eine schöne Sommerpause. Ich hoffe, dass ich dann mit viel Elan im Juli wieder dabei bin und ein
paar neue spannende Themen mitbringe. Wenn du noch Anregungen hast oder Themenwünsche, dann
schreib mich gerne an. Mails bearbeite ich natürlich trotzdem in meiner offline Zeit hier,
aber ich nehme halt nur nichts Neues auf bis dahin. Okay, würde mich freuen, wenn du mir
irgendwie Feedback gibst. Wie gesagt, schreib mich an. Facebook, Mail, Website, Kommentar. Du
kannst alles mögliche machen. Ich bin überall erreichbar und sonst sage ich erstmal vielen
Dank für die Aufmerksamkeit heute und bis zum nächsten Mal. Tschüss!
Untertitel der Amara.org-Community











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