Viele angehende Anwendungsentwickler/innen könnten Hilfe bei der Gestaltung ihrer Bewerbung um eine Ausbildungsstelle gebrauchen. Daher gebe ich in der einundvierzigsten Episode des Anwendungsentwickler-Podcasts einige praktische Tipps zum Bewerbungsverfahren.
TL;DR
Für deine Bewerbung als Fachinformatiker:in Anwendungsentwicklung empfehle ich dir, den Beruf vorher kennenzulernen und erste kleine Programme auszuprobieren. Ein Praktikum zeigt dir, wie ein Betrieb arbeitet, und hilft dir, einen passenden Ausbildungsplatz zu finden. In deinen Unterlagen sollte deutlich werden, warum du programmieren möchtest; deine Kontaktdaten und mehrere Schulzeugnisse gehören ebenfalls dazu. Für das Gespräch bereitest du eigene Fragen vor, informierst dich über das Unternehmen und klärst, wie du später zur Arbeit und zur Schule kommst.
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Kapitelmarken
- [00:00:00] Bewerbungstipps für die Ausbildung
- [00:01:23] Erfahrungen aus dem Auswahlverfahren und duales Studium
- [00:03:25] Beruf und Arbeitsalltag kennenlernen
- [00:06:20] Anwendungsentwicklung unabhängig vom Geschlecht
- [00:07:08] Erste kleine Programme ausprobieren
- [00:08:54] Praktikum und passende Entwicklungsbereiche
- [00:11:28] Ausbildung oder Studium wählen
- [00:12:50] Alternativen und persönliche Voraussetzungen klären
- [00:14:12] Ausbildungsbetriebe finden und Kontakte knüpfen
- [00:16:10] Berufliche Ziele überlegen
- [00:17:27] Bewerbungsunterlagen und erwartete Vorkenntnisse
- [00:19:30] Den Berufswunsch nachvollziehbar begründen
- [00:21:16] Kontaktdaten angeben und erreichbar sein
- [00:23:24] Unterbrechungen im Lebenslauf erklären
- [00:25:12] Mehrere Schulzeugnisse beilegen
- [00:27:23] Hobbys im Lebenslauf angeben
- [00:28:48] Natürlich schreiben und Zukunftspläne realistisch halten
- [00:29:52] Elektronisch bewerben
- [00:30:38] Alle Unterlagen in einer PDF-Datei verschicken
- [00:31:33] Das Vorstellungsgespräch vorbereiten
- [00:31:56] Über das Unternehmen informieren
- [00:33:48] Smalltalk üben und aktuelle IT-Themen verfolgen
- [00:36:41] Eigene Fragen für das Gespräch vorbereiten
- [00:39:02] Arbeitsweg und Wohnort klären
- [00:41:31] Angebotene Termine wahrnehmen
- [00:43:38] Passende Kleidung wählen
- [00:44:59] Mit etwas Zeitpuffer ankommen
- [00:46:03] Weiterführende Artikel und Links
- [00:47:10] Fragen, Feedback und Newsletter
- [00:49:10] Ausblick auf die Lernzielkontrolle zu Algorithmen
Inhalt
Viele Inhalte aus Podcast-Episode 5 (Bewerbung nach der Ausbildung) gelten auch schon bei der Bewerbung um eine Ausbildungsstelle.
Vorbereitung
- Informiere dich über Inhalte und Anforderungen des Berufs.
- Probiere aus zu programmieren, wenn du es noch nie (z.B. in der Schule) gemacht hast (z.B. mit AntMe! oder der Hour of Code). Hast du Spaß daran?
- Absolviere ein Praktikum im IT-Bereich. Am besten in der Anwendungsentwicklung.
- Informiere dich über den Ablauf der Ausbildung/des Studiums (Inhalte, zeitliche Organisation).
- Informiere dich über potentielle Ausbildungsunternehmen, z.B. auf Jobmessen, Bewerbertagen, bei Bekannten und Verwandten oder im Internet.
- Mache dir Gedanken über Karrieremöglichkeiten.
- Überlege dir mögliche Alternativen zur Ausbildung/zum Studium.
Bewerbungsschreiben
- Mache dein Interesse am Beruf deutlich und lege überzeugend dar, warum der Beruf der richtige für dich ist.
- Gib deine persönliche Handynummer und E-Mail-Adresse gut auffindbar an.
- Verschweige nichts. Lass insb. keine Lücken im Lebenslauf entstehen.
- Reiche deine vollständigen Bewerbungsunterlagen ein.
- Lege mehrere Zeugnisse bei, sodass eine Entwicklung erkennbar ist.
- Gib gerne deine Hobbys an (sie liefern Gesprächsstoff für das Bewerbungsgespräch und zeigen ggfs. dein Interesses am Beruf).
- Verwende keine hochtrabenden Formulierungen. Du bewirbst dich auf eine Ausbildung und nicht auf eine Führungsposition.
- Bewirb dich elektronisch (falls das möglich und erwünscht ist).
- Verschicke deine Bewerbung als eine (!) PDF-Datei (z.B. mittels PDFCreator) und nicht als 10 Word- und JPG-Dateien.
Vorstellungsgespräch
- Bereite dich auf das konkrete Unternehmen vor (Mitarbeiterzahl, Produkte, wichtige Rahmendaten usw.).
- Recherchiere das aktuelle Tagesgeschehen (liefert potentielle Gesprächsthemen).
- Übe ein wenig Smalltalk.
- Recherchiere aktuelle IT-Themen (Hardware, Windows, Handys usw.).
- Bereite eigene Fragen vor (z.B. zu Vergütung, Arbeitszeit, Schule, Ausbilder, Arbeitsalltag).
- Plane ggfs. deinen Arbeitsweg zum Unternehmen/zur Berufschule/zur Hochschule?
- Plane ggfs. deine Unterkunft während der Ausbildung/des Studiums.
- Nimm dir angebotene Termine bestmöglich wahr und mache die Schule nicht zum Problem. Die Unternehmen haben oft nur wenige Termine frei.
- Ziehe vernünftige Kleidung an (nicht zu hochgestochen, aber auch nicht zu locker).
- Sei pünktlich, aber nicht überpünktlich.
Literaturempfehlungen
Links
Zusammenfassung
Den Beruf kennenlernen
Aus dem Auswahlverfahren für einen Ausbildungsplatz 2016 habe ich Tipps für dich zusammengestellt. Sie gelten auch, wenn du dich für ein duales Studium interessierst, das die Ausbildung als Fachinformatiker:in Anwendungsentwicklung einschließt. Für eine Stelle nach der Ausbildung findest du weitere Hinweise in Episode 5.
Was dich im Arbeitsalltag erwartet
Als Anwendungsentwickler:in verbringst du viel Zeit am Computer und löst Probleme, indem du Software schreibst. An einer Aufgabe arbeitest du teilweise mehrere Wochen oder Monate. Dazu kommen Gespräche mit Kolleg:innen und Kund:innen, etwa über Anforderungen oder darüber, wie die Software aussehen soll.
Sprich mit einem/einer Entwickler:in oder deiner Informatiklehrkraft über den Arbeitsalltag. So kannst du einschätzen, ob dir diese Arbeit gefällt. Der Beruf steht dir unabhängig von deinem Geschlecht offen; ich wünsche mir mehr Bewerberinnen in der Informatik.
Erste Programme ausprobieren
Mit einer kleinen Programmieraufgabe findest du heraus, ob dir das Denken und Arbeiten beim Programmieren Spaß macht. Dafür gibt es kostenfreie Angebote im Internet, teilweise direkt im Browser. Ich nenne beispielsweise Hour of Code, AntMe! und Rails for Zombies.
Professionell programmieren lernst du während der Ausbildung. Erste eigene Versuche helfen dir dabei, deine Berufswahl auf Erfahrungen zu stützen.
Ein Praktikum machen
In einem Praktikum erlebst du, wie Software in einem Unternehmen entsteht. Du lernst das Arbeitsumfeld kennen und siehst, welche Anwendungen der Betrieb entwickelt. Wenn dich Webentwicklung interessiert, suche gezielt nach einem Unternehmen, das in diesem Bereich arbeitet.
Du kannst auch für die Ferien nach einem Praktikumsplatz fragen. Selbst ein kurzer Einblick in die Anwendungsentwicklung hilft dir später, deinen Berufswunsch zu begründen. Bei mir erhöht ein freiwilliges Praktikum in diesem Bereich die Chance, dass ich dich zum Gespräch einlade.
Einen passenden Ausbildungsweg und Betrieb finden
Zur Softwareentwicklung führen unterschiedliche Wege. Die Ausbildung als Fachinformatiker:in Anwendungsentwicklung dauert regulär drei Jahre und findet im Betrieb und in der Berufsschule statt. Für ein duales Studium kommen unter anderem Wirtschaftsinformatik oder Medieninformatik infrage. Informiere dich über die Inhalte der jeweiligen Studiengänge und darüber, wie sie zu deinen Interessen passen.
Überlege auch, welche Alternative für dich infrage kommt, falls du deinen gewünschten Platz nicht bekommst. Ein Vollzeitstudium kann eine solche Möglichkeit sein. Wenn du mehrere Wege offenhältst, kannst du ein Angebot danach beurteilen, wie gut es zu dir passt.
Bei deiner Suche helfen dir folgende Fragen:
- Welche Software möchtest du später entwickeln?
- Wie lange möchtest du lernen, und kommt eine kürzere Ausbildung für dich infrage?
- Kannst du für deinen Ausbildungsplatz umziehen?
- Wie erreichst du den Betrieb und die Berufsschule?
- Möchtest du dich später fachlich vertiefen oder als Teamleiter:in beziehungsweise Projektleiter:in arbeiten?
Kontakte zu Unternehmen findest du auf Jobmessen und an Bewerbertagen. Manche Angebote ermöglichen dir, Bewerbungsgespräche zu üben oder deine Unterlagen prüfen zu lassen. Frage auch bei Hochschulen und Berufsschulen nach entsprechenden Veranstaltungen.
Als weitere Anlaufstellen nenne ich Xing und fachinformatiker.de. Über persönliche Kontakte erfährst du ebenfalls von Ausbildungsbetrieben und bekommst leichter einen ersten Zugang zu einem Unternehmen.
Deine Bewerbungsunterlagen schreiben
Den Berufswunsch begründen
Beschreibe, warum du Anwendungsentwickler:in werden möchtest und welche Erfahrungen dich zu diesem Wunsch gebracht haben. Dafür eignen sich eigene Programmierprojekte, Informatikunterricht oder ein Praktikum. Wenn du bisher andere Berufsfelder kennengelernt hast, braucht dein Wechsel zur Anwendungsentwicklung eine nachvollziehbare Begründung.
Ich suche bei IT-Azubis nach Interesse am Beruf und danach, ob sie sich mit dem Arbeitsalltag beschäftigt haben. Das fachliche Wissen gehört zur Ausbildung. Bei einem Betrieb, der bereits umfassende Programmierkenntnisse verlangt, würde ich genauer prüfen, ob er dir eine gute Ausbildung bietet. Solche Erwartungen können darauf hindeuten, dass du früh als günstige Arbeitskraft eingesetzt werden sollst.
Gut erreichbar sein
Gib deine Handynummer und eine passende E-Mail-Adresse an. Ich empfehle dir, beide auf jeder Seite gut sichtbar in der Kopfzeile oder Fußzeile zu platzieren.
Rufe deine E-Mails regelmäßig ab und beantworte Nachrichten. Gerade während deiner Schulzeit lässt sich ein Termin auf diesem Weg leichter vereinbaren.
Deinen Lebenslauf nachvollziehbar machen
Erkläre längere Unterbrechungen knapp, beispielsweise mit einem Hinweis auf einen Krankenhausaufenthalt oder einen Umzug. Persönliche Einzelheiten kannst du dabei für dich behalten. Eine kurze Angabe hilft mir, den zeitlichen Ablauf zu verstehen.
Lege mehrere Schulzeugnisse bei, damit ich erkennen kann, wie sich deine Leistungen entwickelt haben. Wenn du Abitur machst, eignen sich dafür die Zeugnisse aus der Oberstufe.
Hobbys und Zukunftspläne angeben
Hobbys bieten Gesprächsstoff und helfen mir, dich kennenzulernen. Wer ein Instrument spielt, übt häufig über längere Zeit und lernt kontinuierlich dazu. Mannschaftssport gibt beispielsweise Einblicke darin, wie du mit anderen zusammenarbeitest.
Schreibe in deiner eigenen Sprache und halte deine Zukunftspläne realistisch. Einen Studienwunsch nach der Ausbildung kannst du angeben. Eine angekündigte Führungsposition wenige Jahre nach dem Ausbildungsbeginn wirkt auf mich unpassend.
Elektronisch verschicken
Wenn der Betrieb elektronische Bewerbungen ermöglicht oder ausdrücklich wünscht, verschicke deine Unterlagen auf diesem Weg. Fasse alles in einer PDF-Datei zusammen. So kann ich deine Bewerbung einfacher lesen und intern weitergeben. Als kostenfreies Werkzeug zum Erstellen einer PDF-Datei nenne ich PDFCreator.
Das Vorstellungsgespräch vorbereiten
Über das Unternehmen informieren
Schau dir vor dem Termin die Website an und recherchiere, womit das Unternehmen sein Geld verdient. Informiere dich auch über seine Größe, seine Geschichte und die Personen, die es führen. Du solltest begründen können, weshalb du dich dort bewirbst.
Gespräche üben und IT-Nachrichten verfolgen
Wenn dir Gespräche mit fremden Personen schwerfallen, übe vorher mit jemandem, den du kennst. Als Einstieg eignen sich etwa deine Anreise oder ein Thema aus den lokalen Nachrichten.
Verfolge außerdem aktuelle IT-Themen, beispielsweise auf heise.de. Ein grober Überblick über aktuelle Betriebssysteme und Geräte gehört für mich zum Interesse an einem IT-Beruf. In meinem Einstellungstest frage ich beispielsweise nach der aktuellen Windows-Version.
Eigene Fragen mitbringen
Schreibe dir auf, was du über die Ausbildung erfahren möchtest. Du kannst diese Liste ausgedruckt mitnehmen, damit du auch bei Aufregung an deine Fragen denkst.
Mögliche Fragen betreffen:
- deinen Arbeitsalltag und die Aufgaben während der Ausbildung,
- deine:n Ausbilder:in,
- die Arbeitszeiten und die Ausbildungsvergütung,
- die zuständige Berufsschule,
- einen möglichen Praktikumstag, um den Betrieb besser kennenzulernen.
Mit den Antworten kannst du entscheiden, ob du dort deine Ausbildung machen möchtest. Falls du mehrere Angebote bekommst, helfen dir diese Informationen bei deiner Wahl.
Arbeitsweg und Wohnort klären
Prüfe vor dem Gespräch konkret, wie du den Betrieb und die Berufsschule erreichst. Schau nach, ob passende Busverbindungen existieren. Bei einem dualen Studium solltest du auch wissen, wo du während der Hochschulphasen wohnen möchtest und ob die Wege für dich machbar sind.
Termine, Kleidung und Anreise planen
Versuche, einen angebotenen Gesprächstermin wahrzunehmen. Fällt er in deine Schulzeit, frage deine Lehrkraft nach einer Freistellung. Bei einer wichtigen Klausur kannst du um einen anderen Termin bitten.
Wähle gepflegte Kleidung, die zum Anlass und zum Betrieb passt. Ein Hemd oder eine Bluse mit einer ordentlichen Hose ist ein mögliches Beispiel.
Plane deine Anreise so, dass du etwa zehn bis fünfzehn Minuten vor dem Termin da bist. Damit bleibt Zeit, um anzukommen und ruhig ins Gespräch zu gehen.
Weiterführende Inhalte
Unter anwendungsentwicklerpodcast.de/41 findest du die Links zur Episode. Im Blog empfehle ich Pseudocode für Programmieraufgaben in der schriftlichen Abschlussprüfung. Außerdem verweise ich auf ein Video dazu, was du aus Haskell und der funktionalen Programmierung für Java oder C# übernehmen kannst.
Fragen und weitere Bewerbungstipps kannst du mir per E-Mail an mail@anwendungsentwicklerpodcast.de oder über die Website schicken. Über den RSS-Feed erhältst du neue Folgen. Mit dem Newsletter bekommst du wöchentlich Inhalte von der Website sowie Zugriff auf meine Checklisten zur Projektarbeit. Für die nächste Episode kündige ich eine Lernzielkontrolle zu Algorithmen an.
Transkription der gesamten Episode
Automatisch erzeugte Transkription der Episode
Herzlich Willkommen zum Anwendungsentwickler-Podcast, dem Podcast rund um die Ausbildung zum Fachinformatiker
für Anwendungsentwicklung. Heute geht es um Bewerbungstipps für angehende Azubis. Viel Spaß dabei!
Hallo und herzlich Willkommen zur 41. Episode des Anwendungsentwickler-Podcasts. Mein Name ist
Stefan Macke und heute gebe ich mal ein paar Tipps rund um die Bewerbung für eine Ausbildung
als Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung. Wenn du selbst jetzt schon fertiger Anwendungsentwickler
bist oder schon gerade in der Ausbildung bist, dann ist das vielleicht nicht ganz so relevant
für dich. Dir würde ich dann empfehlen, dir mal den Podcast mit der Episode Nummer 5 anzuhören,
denn da geht es genau um Bewerbungstipps nach der Ausbildung. Das heißt, wenn du schon fertig
bist und dir eine neue Stelle suchst oder einfach so das Unternehmen wechseln möchtest,
in Podcast Episode 5 gebe ich da noch mal ein paar detaillierte Tipps. Da sind natürlich dann
auch noch ein paar Sachen drin, die du nur dann zum Beispiel an die Bewerbung anhängen kannst,
wenn du schon eine Ausbildung gemacht hast, wie zum Beispiel IHK-Zeugnis und Arbeitszeugnis und
so weiter und so fort. Aber heute soll es jetzt einmal darum gehen, um die Bewerbung auf eine
Ausbildung. Vielleicht hast du ja noch Bekannte, Freunde, Verwandte, wie auch immer, die gerne
Anwendungsentwickler werden möchten und denen kannst du dann vielleicht die Episode hier weiter
empfehlen. Vielleicht sind aber auch so noch ein paar interessante Sachen für dich dabei. Warum
nehme ich genau jetzt diese Episode auf? Nun, es ist so, wir haben gerade unseren Bewerbungsprozess
für 2016 abgeschlossen und haben glücklicherweise wieder einen Azubi zum Fachinformatiker für
Anwendungsentwicklung gefunden. Aber bei den ganzen Bewerbungen, die ich da so durchgeschaut
habe auf die Stelle, sind mir doch die ein oder andere Punkt aufgefallen, den ich vielleicht mal
so kundtun möchte für die Azubis, die das Ganze noch vor sich haben oder die auch gerade noch im
Bewerbungsprozess sind. Es sind ja noch nicht alle Stellen vergeben für das nächste Jahr. Wir sind
zwar jetzt auch nicht unbedingt die allerfrühesten, aber auch nicht unbedingt die spätesten. Also ich
nehme das jetzt hier auf, so im Dezember 2015. Wir haben jetzt gerade vor kurzem den Ausbildungsplatz
besetzt, aber es gibt sicherlich auch noch Unternehmen, die noch langsamer sind als wir und
die sich vielleicht erst Anfang 2016 dafür entscheiden. Oder vielleicht sogar, wenn noch
wirklich wieder Azubis absagen, was natürlich auch passieren kann, dass man sogar dann Anfang
oder Mitte 2016 noch nach Ausbildungsstellen sucht, beziehungsweise die veröffentlicht und nach
Azubis sucht. Also von daher, wenn du zu der Gruppe der Bewerber gehörst auf so einer
Ausbildungsstelle, dann habe ich vielleicht ein paar sinnvolle Tipps für dich. Das Gleiche gilt
übrigens auch, wenn du dich auf ein duales Studium bewirbst. Also wir bilden auch seit Jahren entweder
Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung aus oder bieten ein duales Studium an, der
Wirtschaftsinformatik, allerdings auch mit dem gleichen Ausbildungsberuf dann eben Anwendungsentwickler.
Von daher kann ich für beide so ein bisschen hier sprechen und das eine oder andere, da gehe ich
vielleicht mal auf konkrete Tipps rund um das Studium ein oder eben halt auf die Ausbildung,
denn ich habe halt für beide dieses Mal einige Gespräche geführt und auch einige Bewerbungen
gelesen und von daher hört es doch einfach mal an. Vielleicht ist ja was für dich dabei,
vielleicht kannst du es in die Tat umsetzen und ich hoffe, dass du dann dadurch ein bisschen
bessere Chancen hast auf dem Ausbildungsplatz. Ich habe die Episode heute mal ein bisschen
gegliedert in drei große Teile. Es geht einmal so ein bisschen um die Vorbereitung, das heißt,
bevor ich überhaupt ein Anschreiben rausschicke, was kann ich da vielleicht schon mal im Vorfeld so
tun, dann geht es um das Anschreiben selber und als letztes noch ein paar Tipps zum
Vorstellungsgespräch, denn das ist ja sicherlich auch noch mal ein wichtiger Punkt, da kann man
auch noch einiges falsch machen bzw. sich entsprechend gut darauf vorbereiten und dann
hoffentlich möglichst wenig falsch machen. Aber wir fangen vielleicht einfach mal vor und an mit
der Vorbereitung, das heißt, bevor überhaupt das erste Anschreiben irgendwo rausgeht an ein
Unternehmen, kann man schon einiges tun, um sich vorzubereiten als Bewerber und das allererste,
was ich jedem empfehlen würde, ist, sich über die Inhalte und die Anforderungen des Berufs zu
informieren. Wir haben schon einige Bewerber gehabt, die im Prinzip gar nicht so genau wussten,
was man so den ganzen Tag macht als Anwendungsentwickler und das ist ja nun doch schon
ein etwas anderer Job, als man ihn vielleicht so aus seinem Umfeld kennt. Es gibt vielleicht nicht
ganz so viele Anwendungsentwickler da draußen, mit denen man so in Kontakt kommt und sich mal
mit denen austauschen kann. Demgegenüber habe ich zum Beispiel Bürokaufleute oder Reisekaufleute
oder wie auch immer, da habe ich vielleicht eher so einen Kontakt dazu und da kann man sich vielleicht
auch ein bisschen besser darunter vorstellen, was da läuft und wie der Job so abläuft. Aber
als Anwendungsentwickler sitze ich halt den ganzen Tag am PC und programmiere und die wenigsten haben
in der Schule schon mal programmiert und wissen also, worauf es da ankommt und ja, was man da so
den ganzen Tag eben macht, dass man halt relativ häufig auch für sich alleine arbeitet, sage ich
mal, und Probleme löst und die dem Computer beibringen muss und so weiter und das ist
vielen doch nicht so ganz klar, wie dann so der Arbeitsalltag aussieht und ich habe immer so ein
bisschen eine Befürchtung, wenn man sich das nicht so recht vorstellen kann, wenn man zum Beispiel
noch nie irgendwie was programmiert hat und wenn es auch nur ein kleines Miniprogrammchen ist,
dass man dann so ein bisschen in den Job kommt und so ein bisschen erschlagen wird, dass man
wirklich acht Stunden am Tag dann am PC sitzt und da vor sich hin arbeiten muss. Das soll übrigens
nicht heißen, dass man wirklich nur am PC sitzt, auf sich alleine gestellt und da Probleme löst,
sondern man arbeitet natürlich auch im Team, das ist völlig klar. Also wenn ich eine große Software
entwickle, das kann ich heutzutage nicht alleine, da habe ich natürlich Kollegen, mit denen ich da
zusammenarbeite und ganz viel meines Arbeitsalltags ist tatsächlich auch Kommunikation mit anderen. Ich
muss mich über die Software austauschen, ich muss mich über Programmiersprachen austauschen,
Vorgehensmodelle und so weiter und ich muss natürlich auch mit dem Fachbereich oder meinem
Kunden dort sprechen und mich mit dem austauschen, was will denn der Kunde überhaupt, wie muss denn
der Button aussehen, grün oder blau oder was auch immer. Also es heißt nicht mehr, dass man den
ganzen Tag im Keller sitzt und irgendwie vor seinem, ja am besten noch bernsteinfarbenen Monitor
dort verbringt und irgendwie Code hackt oder so. Das ist tatsächlich nicht mehr so und das ist auch
gut so, glaube ich. Wir sind also durchaus ein sehr sozialer Beruf, aber trotzdem habe ich so
ein bisschen die Befürchtung, dass viele Azubis nicht so genau wissen oder Bewerber, sage ich mal,
nicht so genau wissen, was es denn jetzt heißt, wirklich zu programmieren und das wirklich den
ganzen Tag und mehrere Stunden und auch an einer Aufgabe längere Zeit zu arbeiten, als nur eben,
ja sage ich mal, fünf Stunden, dann bin ich fertig. Wenn ich ein großes Programm zum Beispiel schreibe,
da kann ich durchaus auch mehrere Wochen oder Monate einfach dran sitzen an einer und derselben
Aufgabe und ich glaube, das ist vielen halt nicht klar. Deswegen würde ich auf jeden Fall jedem
empfehlen, mal mit einem zu sprechen, der vielleicht das macht. Der Anwendungsentwickler
ist vielleicht auch mit einem Lehrer in der Schule, der vielleicht Informatik unterrichtet oder wie
auch immer. Da kriegt man vielleicht Möglichkeiten, mit Leuten ins Gespräch zu kommen und einfach mal
zu fragen, wie der Arbeitsalltag dann aussieht und vor allem, ob du dir dann auch vorstellen kannst,
in diesem Job so zu arbeiten. Das musst du dann, wenn du nicht noch einen anderen Weg einschlägst,
den Rest deines Lebens lang machen und das ist dann vielleicht nicht das Richtige für dich.
Von daher würde ich jedem empfehlen, der Anwendungsentwickler werden will oder
Anwendungsentwicklerin übrigens. Natürlich geht das an beide Geschlechter. Ich würde mich natürlich
freuen, wenn wir auch ein paar mehr weibliche Personen in der Informatik haben. Es gibt
eigentlich gar keinen Grund dafür, dass das nicht der Fall ist, aber nichtsdestotrotz sehe ich es
auch bei unseren Bewerbungen, dass sich halt eben deutlich mehr junge Männer auf den Job bewerben
und relativ wenig junge Damen und es spricht eigentlich nichts dagegen. Wenn du jetzt tatsächlich
eine junge Dame bist und programmieren möchtest, dann bewirb dich, dann trau dich, dann mach das
einfach. Es ist ein ganz toller Job. Ich spreche aus Erfahrung und es spricht überhaupt nichts dafür
oder dagegen, dass man als Mädchen oder als Junge nicht programmieren kann. Beide Geschlechter können
das genau gleich gut. Es gibt da also überhaupt keine Bedenken, sich dort irgendwie als junges
Mädchen nicht auf diesen Job zu bewerben, sage ich mal. Gut, was ich aber trotzdem jedem empfehlen
würde, der diesen Job einfach machen will, egal ob männlich oder weiblich, probiere vorher mal ein
bisschen auszuprogrammieren. Das soll jetzt nicht heißen, dass du schon programmieren können sollst,
wenn du dich bewirbst. Das ist völliger Quatsch. Du sollst natürlich in der Ausbildung dort vernünftig
lernen, wie man programmiert, aber du solltest dir vielleicht schon mal ein bisschen damit
auseinandersetzen, wie denn Programmieren grundsätzlich funktioniert, was das denn heißt.
Dich mal wirklich mit einer kleinen Problemstellung beschäftigen und wenn es auch nur die
simpelste Programmieraufgabe ist, irgendwo zum Beispiel von so einer tollen Website,
Hour of Code gibt es zum Beispiel, oder das Ahnt.me im .net Umfeld, wo man so eine kleine
Ameisenkolonie programmiert. Es geht einfach nur darum, rauszufinden, macht dir das Spaß? Hast du
Bock zu programmieren? Ganz viele Leute, die sich bewerben, die wissen teilweise gar nicht,
was man da eigentlich macht den ganzen Tag und haben überhaupt keine Vorstellung, wie man denn
zum Beispiel dann Probleme löst und das ist halt schwierig, wenn man dann so eine Ausbildungsstelle
kriegt und auf einmal macht man den ganzen Tag irgendwas. Ja, aber das hat man sich vorher gar
nicht so vorgestellt, sondern man hat irgendwie gedacht, dass das ganz anders läuft und das wäre
sehr blöd. Solche Leute sagen dann oft in der Probezeit auch Mensch, der Job ist doch nichts
für mich und das wäre natürlich nicht unbedingt das, was wir haben wollen und vor allem du auch
nicht. Das wäre dann ja schon mal die ersten drei Monate oder das erste halbe Jahr verschenkt,
dafür, dass du einen Job ausgesucht hast, der eigentlich doch nicht zu dir passt. Also von
daher, guck dir das mal an. Es gibt so viele kostenfreie Möglichkeiten im Internet, mal einfach
so ein bisschen auszuprobieren, zu programmieren. Du musst du nicht mal was dafür installieren. Du
kannst auf verschiedene Websites gehen und dann zum Beispiel eine Programmiersprache einfach
ausprobieren. Im Browser, du musst dafür nichts runterladen oder sonst irgendwas und da gibt es
tatsächlich ganz tolle Tutorials, wie zum Beispiel, fällt mir gerade ein, Rails for Zombies. Da wird
in so einem Zombie-Umfeld so ein bisschen Programmiersprache beigebracht. Also finde ich
eine ganz klasse Sache. Guck dir das einfach mal an, probiere das aus und wenn dir das Bock macht,
super, dann bewirb dich auf jeden Fall. Aber wenn du da schon merkst, ach nö, ist doch nichts,
dann lass es lieber sein, denn dann wirst du auch in Zukunft keinen Spaß dran haben und das wäre
doof. Gut, wie kriegst du dann zusätzlich noch ein bisschen besser raus, ob der Job tatsächlich
etwas für dich ist, wenn du gesehen hast, ach ja, programmieren, das macht mir wohl Bock. Ich
habe mir ein bisschen was angeguckt und hier mal ein bisschen ausprobiert und da mal was programmiert,
super, dann würde ich den nächsten Schritt auch noch gehen und tatsächlich auch ein Praktikum in
dem Bereich mal machen. Denn wenn man jetzt zum Beispiel im Internet eine tolle Rails-Anwendung
gebaut hat und sieht, ach geil, Web-Anwendungen und das kann ich selber, supergeil und dann komme
ich irgendwo in so eine, ich sage jetzt einfach mal ganz blöd, graue alte Versicherung und muss
dann mit einem uralten System arbeiten, das ist dann doch was völlig anderes, als das, was man
sich vielleicht vorgestellt hat. Von daher, wenn du zum Beispiel sagst, ach ich will unbedingt Web-
Entwicklung machen, ja, dann musst du dich auch gezielt bei solchen Betrieben bewerben, die das
auch anbieten, ja, denn Programmierer gibt es so viele verschiedene und es gibt so viele verschiedene
Programmiersprachen und Umgebung und Systeme, für die ich programmiere und das ist teilweise ein
Unterschied wie Tag und Nacht. Von daher, wenn dir zum Beispiel die Web-Entwicklung besonders Spaß
macht, dann schau drauf, dass du dich bei solchen Firmen bewirbst, die das halt eben auch als
Tagesgeschäft tun und nicht, sage ich mal, bei irgendeiner großen Bank, die mit Koboll arbeiten.
Ja, das ist einfach gar nicht das, was du dir darunter vorgestellt hast. Von daher, absolvieren
Praktikum, das öffnet gleich auch so ein bisschen Türen in potenzielle Ausbildungsbetriebe. Viele
Betriebe bieten das natürlich an, um die Bewerber erstmal kennenzulernen und wenn man da schon mal
so einen Fuß in der Tür hat quasi, wird es nachher vielleicht auch deutlich einfacher, da eine
Ausbildungsstelle zu bekommen. Also einfach mal bewerben und teilweise auch einfach gerne in den
Ferien zum Beispiel. In den Ferien sitzt man sowieso nur zu Hause als Schüler, man hat ja eh
nichts zu tun. Wenn die Schule nicht ist, hat man ja so viel Freizeit, da kann man auch mal eben zwei
Wochen Praktikum irgendwie in einem IT-Unternehmen machen. Viele Unternehmen nehmen das sicherlich
gerne wahr, diese Chance. Die suchen ja auch immer nach qualifizierten Nachwuchskräften. Von daher
einfach mal irgendwo in der näheren Umgebung, vielleicht gibt es da ja ein Ausbildungsunternehmen,
was auch diese Ausbildungsstelle anbietet, Fachinformatik und Anwendungsentwicklung und
einfach mal hinfahren, mal fragen, ob man da vielleicht ein Praktikum machen kann oder anrufen
oder wie auch immer. Und viele Unternehmen bieten das an und dann hat man einfach schon mal die
Möglichkeit zu sehen, wie sieht denn jetzt Softwareentwicklung wirklich in der Praxis aus,
wenn ich das als Job mache und gefällt mir das Umfeld, in dem ich das tue. Und ich glaube,
das ist eine ganz wichtige Möglichkeit, zum einen, um erstmal Erfahrungen zu sammeln,
aber zum anderen auch, wenn man sich dann wirklich bewirbt auf einer Ausbildungsstelle,
dann kann man halt nachweisen, hey, ich habe schon ein Praktikum in dem Bereich gemacht. Das heißt,
mir ist es ernst. Ich weiß, was da auf mich zukommt. Ich habe da Bock drauf und ich möchte
genau diesen Job machen. Und das öffnet auf jeden Fall die Tür fürs Bewerbungsgespräch,
zumindest bei uns. Wenn ich also sehe, hey Mensch, da gibt es jemanden, der hat freiwillig zum
Beispiel auch ein Praktikum gemacht und auch in dem Bereich und der sagt jetzt trotzdem noch,
Mensch, ich will Programmierer werden. Top! Dann weiß ich auf jeden Fall,
das passt und die würden wir auf jeden Fall bevorzugt einladen natürlich.
So, wenn du dich dann entschieden hast, ja, ich will Programmierer oder Programmiererin werden,
das ist ja eine tolle Sache, finde ich super. Das ist der beste Job der Welt. Es gibt keinen
besseren Job als Handwerksentwickler. Also spreche ich aus Erfahrung. Ich finde es richtig cool. Das
Problem ist nur, ist es für dich dann auch das Richtige, so wie du es dir jetzt vielleicht
vorgestellt hast? Also suchst du jetzt zum Beispiel eine Ausbildung oder suchst du ein
bestimmtes Studium oder wie auch immer. Programmierer werden, dafür gibt es verschiedene
Möglichkeiten. Es ist ganz klar, klassisch der Weg zur Ausbildung, Fachinformatik und
Anwendungsentwicklung. Da läufst du halt drei Jahre lang dann durch ein Unternehmen und durch
die Berufsschule und bist am Ende dann quasi fertig. Aber es gibt auch noch andere Möglichkeiten. Du
kannst zum Beispiel ein duales Studium machen und selbst da gibt es unterschiedliche Möglichkeiten.
Du kannst Medieninformatik, Wirtschaftsinformatik, technische Informatik und so weiter und so fort
studieren. Es gibt so viele verschiedene Möglichkeiten heutzutage und da solltest
du dir erstmal sicher werden, welcher Weg ist denn für dich der Richtige. Wenn du zum Beispiel
sagst, Mensch, Webentwicklung habe ich mir jetzt angeguckt, ist genau mein Ding, habe ich voll Bock
drauf, dann such dir doch vielleicht einen Studiengang Medieninformatik, denn das ist
vielleicht genau das, wo du dann für deine späte Arbeitspraxis am meisten mitnimmst,
weil dann halt eben noch irgendwas über Oberflächendesign und Benutzerinteraktion
und so gemacht wird. Wenn du eher theoretische Informatik studierst, machst du den ganzen Tag
nur Mathematik und rechnest irgendwelche Berechnungsmöglichkeiten aus oder sowas.
Das hat natürlich mit der Praxis nicht mehr viel zu tun, aber es gibt natürlich auch Leute,
die da richtig Bock drauf haben. Von daher überlege dir gut, ob der eingeschlagene Weg
für dich der Richtige ist und überlege dir auch mögliche Alternativen zu dem,
was du machen willst. Viele Unternehmen sagen vielleicht, hey, wir bieten eine Ausbildung an,
aber wenn wir besonders gute Bewerber haben, vielleicht auch noch ein Studium oder wir bieten
nur Studium an oder wie auch immer. Man muss dann immer auch so ein bisschen in Hinterhand haben,
was passiert denn jetzt, wenn ich meine super tolle Ausbildungsstelle, auf die ich mich beworben habe,
dann doch nicht bekomme. Da muss ich ja immer überlegen, was mache ich denn dann? Und so ein
paar Alternativen, so zum Beispiel, wenn die Ausbildung nichts wird, dann mache ich halt ein
Vollzeitstudium zum Beispiel. Einfach solche Alternativen überhaupt in Hinterhand zu haben,
das macht es einem dann auch ein bisschen leichter nachher im Bewerbungsverfahren. Denn wenn einem das
Unternehmen dann doch nicht hundertprozentig zusagt, dann sagt man halt, ja gut, dann gehe
ich halt ins Studium. Aber man fühlt sich halt nicht gezwungen, das Angebot anzunehmen, nur weil
man sonst einfach nichts anderes mehr machen kann. Also darüber informieren, ist es das Richtige? Wie
läuft das ab? Auch ein bisschen überlegen, passt das zu meinen Zukunftsvorstellungen? Möchte ich
drei Jahre Ausbildung machen? Oder habe ich vielleicht vor, doch eher auf zwei Jahre zu
verkürzen? Oder möchte ich fünf Jahre studieren? Oder wie auch immer. Da muss man ja schon ein
bisschen überlegen, wie es dann in Zukunft aussehen soll. Ich kann ja mal sagen, ja,
ich mache jetzt die Ausbildung, dann gucken wir mal. Sondern man muss ja auch ein bisschen jetzt
den Einstieg ins Berufsleben planen. Muss ich zum Beispiel umziehen für die Ausbildungsstelle?
Nehme ich das in Kauf? Oder brauche ich unbedingt eine Ausbildungsstelle vor meiner Tür, weil ich
noch gar keinen Führerschein habe? Oder, oder, oder. Das muss man alles genau durchdenken und
überlegen und sich dann gezielt da bewerben, wo einfach die Unternehmen auch zu dem passen,
was ich mir da vorgestellt habe. Und eine super Möglichkeit, dann auch wirklich Unternehmen zu
finden, wo ich mich bewerbe. Das sind dann zum Beispiel Jobmessen oder Bewerbertage oder,
oder. Es gibt so viele Möglichkeiten heutzutage, sich über potenzielle Ausbildungsunternehmen zu
informieren, weil die ja auch auf der Suche nach guten Nachwuchskräften sind. Zum Beispiel
auf dem Bewerbertag von der Hochschule Osnabrück am Standort Lingen. Das war früher mal die BR
Emsland. Da schicken wir aktuell unsere dualen Studenten zum Beispiel hin nach Lingen. Und da
gibt es einmal im Jahr so einen Bewerbertag, wo tatsächlich Vertreter von den Unternehmen sich
einen Samstag Zeit nehmen und für Abiturienten den ganzen Tag lang da sind, mit den Assessment
Center durchspielen, Bewerbungsgespräche üben, Bewerbungsmappen durchgucken und so weiter. Das
kriegt man zum Beispiel völlig kostenfrei, wenn man sich zum Beispiel für so einen Studiengang
interessiert. Und da wird es ganz sicherlich in deiner Region auch irgendwas Vergleichbares geben,
vielleicht jetzt nicht unbedingt in diesem Umfang. Aber wenn du dich zum Beispiel an der Hochschule
mal informierst oder vielleicht auch im dualen Studiengang, da sind natürlich immer Unternehmen
dahinter und die suchen ganz klar auch nach Auszubildenden. Und vielleicht gibt es ja so
was ähnliches. Also geh einfach mal hin, frag das nach, vielleicht auch bei der Berufsschule,
wo du potenziell vielleicht nachher Unterricht hast und so weiter, ob es da irgendwie so was
gibt, um potenzielle Unternehmen zu finden, wo man sich dann später bewerben kann. Alternativ,
wenn das alles nichts ist oder es in deiner Region tatsächlich so was nicht gibt, du kannst
natürlich einfach mal bei Xing gucken. Das ist halt das Karriere-Netzwerk überhaupt. Das ist
natürlich dann eher ausgerichtet auf fertige Fachinformatiker, die dann irgendwo eine Stelle
suchen. Aber potenziell spricht nichts dagegen, sich auch zum Beispiel bei Xing mal umzuschauen.
In den üblichen Gruppen, da gibt es unter anderem eine Gruppe extra für Fachinformatiker,
Anwendungsentwicklung und Systemintegration mit über 6000 Mitgliedern, glaube ich. Da kann man
mal reingucken, sich umhören. Oder im Forum zum Beispiel bei fachinformatiker.de, da kann man auch
schauen. Da gibt es sicherlich auch häufig Stellenangebote oder auch Informationen über
potenzielle Ausbildungsunternehmen und so weiter. Also einfach mal die Augen aufmachen, bisschen
rumhorchen oder am besten noch im Bekanntenkreis einfach nachfragen. Das Beste ist natürlich immer,
wenn man irgendwie eine persönliche Beziehung zu einem Unternehmen hat. Da kommt man am besten unter,
als wenn man irgendwie irgendwen wildfremdes übers Internet kennenlernt. Das ist völlig klar.
Ja, und als letzten Tipp zur Vorbereitung. Überleg dir auch potenziell, wie es mit der
Karriere aussehen soll. Was möchtest du erreichen? Möchtest du tatsächlich, sage ich mal, die
technische Karriere machen? Möchtest du entwickeln, weiter vielleicht ein Studium machen und dich noch
bei der Softwareentwicklung zum Beispiel vertiefen und so weiter? Oder möchtest du vielleicht
potenziell eher in den Managementbereich? Möchtest du vielleicht Teamleiter werden oder
Projektleiter oder wie auch immer? Auch davon abhängig kann man natürlich dann machen, was man
zum Beispiel studiert, beziehungsweise welche Ausbildung man macht und in welchem Unternehmen.
Wenn ich zum Beispiel später eher in den Businessbereich will, dann mache ich vielleicht eher
was im SAP-Umfeld. Wenn ich wirklich Hardcore-Entwickler werden will, dann gehe ich vielleicht
eher in so eine kleine Webbude oder ich gucke, ob ich irgendwo in einem Unternehmen, was technische
Software für Maschinen schreibt oder so unterkomme. Also es hängt ganz davon ab, was du selber später
erreichen willst und machen willst. Da würde ich von Anfang an schon darauf schauen, dass du dann
in einem passenden Unternehmen auch deine Ausbildung machst. Gut, da haben wir uns also ziemlich viel
Zeit gegönnt, um mal ein bisschen über die Vorbereitung zu sprechen. Wie finde ich denn
überhaupt Unternehmen und wie finde ich auch den Job, der zu mir passt? Also kurz zusammengefasst,
mach dir klar, ob der Job wirklich das Richtige für dich ist und schau potenziell frühzeitig
nach möglichen Ausbildungsbetrieben, wo du vielleicht dein Studium oder deine Ausbildung
dann machen kannst. Jetzt hast du vielleicht dann tatsächlich ein Unternehmen gefunden, wo du dich
bewerben möchtest. Dann kommen wir jetzt gleich zum nächsten Teil, nämlich dem Bewerbungsschreiben.
Du solltest natürlich dann an die Unternehmen entsprechend deine Bewerbung verschicken und
auch dazu habe ich dann vielleicht den einen oder anderen Tipp. Ich habe schon erwähnt im Podcast
Episode 5, da gibt es auch nochmal ein paar konkrete Tipps für die Bewerbung und auch zum
Bewerbungsschreiben. Aber jetzt hole ich mal so ein paar Sachen aus der Schublade, die mir wirklich
jetzt dieses Mal bei dem Bewerbungsschreiben für Auszubildende oder für die Ausbildungsstelle,
besser gesagt, aufgefallen sind. Das, was am allerwichtigsten ist, du hast eigentlich,
wenn du dich auf eine Ausbildungsstelle bewirbst, nichts in der Hinterhand, um zu sagen, ja,
ich habe schon dies und das erreicht und ich habe hier schon was programmiert und da schon was
gemacht. Du bewirbst dich ja auf eine Ausbildung. Das heißt, du kannst eigentlich noch nichts.
Sind wir mal ganz offen und ehrlich, so ist es ja. Du möchtest ausgebildet werden. Von daher
kannst du jetzt nicht irgendwie auf einen riesengroßen Lebenslauf zurückgreifen und sagen,
was du alles schon Tolles gemacht hast. Und es ist auch gar nicht das Ziel. Du sollst ja
ausgebildet werden. Also viele Unternehmen wollen so ein bisschen, wenn sie Auszubildende suchen,
tatsächlich schon fast fertige Entwickler haben. Das finde ich persönlich völlig schwachsinnig.
Ja, es geht darum, dass du etwas beigebracht bekommst und du musst nicht als fertiger
Entwickler da ankommen. Ja, wozu sollst du dann ausgebildet werden? Also wenn du sowas merkst,
dass ein Unternehmen teilweise Wert darauf legt, dass du schon programmieren kannst,
dann wäre ich da sehr vorsichtig. Könnte nämlich einfach heißen, dass du ja eine billige
Arbeitskraft werden sollst und gar nicht in dich investiert wird, sondern zu einem
möglichst günstigen Tarif, nämlich dem Auszubildendengehalt, quasi als fertiger
Entwickler da anfängst. Und das ist, glaube ich, nicht das, was du möchtest. Du möchtest
ja eine gute Ausbildung bekommen.
Und von daher würde ich mir also keine Gedanken machen, wenn du noch nicht programmieren kannst.
Im Gegenteil, das ist sogar gut.
Ich kenne viele Ausbilder und ich gehöre zum Beispiel auch dazu, die der Meinung sind,
dass man gar nicht programmieren können sollte, wenn man anfängt.
Denn was man sich da teilweise irgendwo selbst angeeignet hat, das ist meistens nicht unbedingt das,
was man unter professioneller Softwareentwicklung versteht.
Und das muss man dann erst wieder abtrainieren, bevor man dann wirklich produktiv wird.
Also von daher überhaupt nicht schlimm, wenn man nicht programmieren kann.
Im Gegenteil, sollte ganz normal sein.
Wenn ich einen Versicherungs-Azubi einstelle, dann erwarte ich auch nicht,
dass er das VVG, also das Versicherungsvertragsgesetz, auswendig kennt.
Ja, das ist Quatsch.
Sondern das soll er oder sie natürlich in der Ausbildung erst lernen.
Aber was demnach viel wichtiger ist, du sollst also nicht darlegen,
was du alles schon Tolles gemacht hast und das kannst du auch gar nicht,
sondern stattdessen mach deutlich, warum dieser Beruf das Richtige für dich ist.
Zeig irgendwie, dass du wirklich programmieren möchtest,
dass das der Job ist, der dich interessiert und auch kein anderer.
Warum ist das so?
Hast du zum Beispiel selber schon mal was programmiert, weil du einfach Lust drauf hattest?
Hattest du es in der Schule?
Hast du ein Praktikum gemacht in dem Bereich?
Oder ist dein Vater Entwickler oder weiß der Geier was?
Warum möchtest du programmieren?
Ich sage es deswegen, weil ich halt auf der Gegenseite,
ich als derjenige, der dann vielleicht die Azubis aussucht,
ich muss irgendwie bei dir spüren, dass du das wirklich auch machen willst
und dass du dir bewusst bist, was es heißt,
acht Stunden am Tag da zu programmieren und am PC zu sitzen.
Und das muss eigentlich deutlich werden.
Vor allen Dingen, wenn du irgendwie so was bislang gemacht hast,
was überhaupt nichts mit Programmieren zu tun hat.
Also ein Praktikum im Kindergarten und dann noch ein Praktikum in der Kfz-Werkstatt.
Das ist alles toll, aber daraus erkenne ich natürlich nicht,
warum ausgerechnet du jetzt programmieren willst.
Von daher auch mein Tipp, such dir ein Praktikum und wenn es auch nur ein, zwei Tage ist,
in dem Bereich, den du später auch als Ausflug machen willst,
also in der Anwendungsentwicklung.
Dann wird mir wenigstens deutlich, du interessierst dich dafür
und du weißt auch, was da auf dich zukommt.
Ich wiederhole mich, aber ich finde das sehr, sehr wichtig,
denn wenn du dir vorstellst, wir gucken so ein paar Bewerbungen durch
und das sind dann halt nicht nur zwei oder drei,
das sind auch mal 20, 30 oder mehr.
Und dann habe ich die Wahl, wie viele Leute kann ich einladen?
Sagen wir mal fünf.
Der eine hat schon ein Praktikum gemacht,
der hat geschrieben, dass er privat auch was programmiert
und dass er da richtig Bock drauf hat.
Und der oder die andere sagt, ja, ich habe hier mal ein Praktikum gemacht,
da war ich im Krankenhaus und hier war ich noch bei der Feuerwehr oder was auch immer.
Wen lade ich dann wohl ein?
Logischerweise den, der mir deutlicher macht,
dass der Job wirklich der richtige für ihn ist.
Also zeig irgendwie, warum du Bock auf den Job hast
und warum du der Richtige dafür bist oder die Richtige.
Dann finde ich ganz besonders wichtig heutzutage,
gerade wenn du dich im IT-Umfeld bewirbst,
und Anwendungsentwicklung ist halt was mit IT, was mit Computern,
dann würde ich auch erwarten, dass du da heutzutage deine Handynummer
und auch vor allem eine E-Mail-Adresse angibst.
Wir haben ganz viele Bewerbungen wieder gehabt,
wo keine E-Mail-Adresse drin stand und auch keine Handynummer.
Und wenn ich dann irgendwie ein Gesprächstermin ausmachen will,
Vorstellungsgespräch oder wie auch immer,
dann kann ich die Person einfach nicht erreichen.
Dann rufe ich zu Hause an bei der Mutter und dann reicht die mich da weiter
und das ist alles eher unprofessionell.
Ich würde heutzutage erwarten, dass man erreichbar ist,
gerade wenn man sich um eine Ausbildungsstelle bewirbt.
Das bedeutet nicht, dass ich 24-7 hier auf der Lauer liegen muss
und gucke, ob mich jemand anruft.
Aber wenn ich dich erreichen will, dann mach es mir bitte einfach.
Und ich kann verstehen, dass du zum Beispiel noch in der Schule bist
und auch teilweise heute bis 15, 16, 17 Uhr Unterricht hast
und ich dich nicht erreichen kann.
Okay, aber dann mach es mir einfach und gib deine E-Mail-Adresse an,
damit ich dir, wenn ich dich erreichen möchte,
einfach asynchron eine E-Mail schicken kann und du kannst dann darauf antworten.
Es läuft heute so viel Geschäftskorrespondenz über E-Mails.
Ich würde schon fast sagen, das ist einfach notwendig,
dass du da eine vernünftige E-Mail-Adresse angibst,
die du natürlich dann auch abrufst und wo du dich auch drauf meldest.
Denn überleg einfach mal, wenn du zum Beispiel in der Schule bist,
sagen wir mal von 8 bis 17 Uhr, wenn du einen langen Tag hast,
derjenige, der dich gerade zum Bewerbungsgespräch einladen möchte,
der hat auch genau solche Arbeitszeiten.
Der sitzt auch nicht abends um 20 Uhr noch im Büro
und telefoniert dann potenzielle Bewerber ab.
Und wenn du tagsüber nicht erreichbar bist,
was ja in Ordnung ist, dann gib ihm aber wenigstens die Chance,
dir eine E-Mail zu schicken, dass du dann halt abends,
wenn du zu Hause bist, darauf antworten kannst
und er dann am nächsten Tag eine Rückmeldung hat.
Also meine Empfehlung, auf jeder Seite deiner Bewerbung
E-Mail-Adresse und Handynummer irgendwo deutlich abzudrucken,
damit ich nicht fünf Minuten suchen muss,
wo denn vielleicht irgendwo im Lebenslauf an der dritten Position
deine E-Mail-Adresse versteckt ist.
Das kommt zum Beispiel in die Kopfzeile oder in die Fußzeile oder wie auch immer,
dass ich dich möglichst einfach erreichen kann.
Glaubst gar nicht, wie oft ich Bewerbungen habe,
wo ich wirklich erst mal suchen muss, wie ich die Person jetzt erreichen kann.
Und das muss einfach nicht sein.
Es kostet nur Zeit und das nervt mich natürlich dann auch.
Ich finde es eigentlich sehr unglücklich,
gerade wenn man sich im IT-Umfeld bewirbt und dann keine E-Mail-Adresse angibt.
Das ist einfach seltsam irgendwie.
Nächster Punkt, der gilt für ganz normale Bewerbungen,
genauso wie für Bewerbungen um eine Ausbildungsstelle.
Verschweige nichts.
Das heißt insbesondere lass keine Lücken entstehen, zum Beispiel im Lebenslauf.
Ich meine, ich habe gerade schon gesagt,
der Lebenslauf ist bei dir wahrscheinlich noch nicht so lang.
Aber zum Beispiel, ich habe es häufiger schon gehabt,
dass Leute vielleicht eine längere Zeit krank waren.
Das mag ja alles mal sein, dann liegt man im Krankenhaus und so weiter und so fort.
Das ist auch unschön.
Das würde ich auch nicht gleich daneben schreiben, was da los war.
Aber es geht zum Beispiel nicht im Lebenslauf,
einfach mal ein Jahr freizulassen oder ein halbes Jahr auch freizulassen,
ohne irgendeinen Hinweis, was da passiert ist.
Da frage ich mich sofort, was war denn da los?
Gerade wenn vielleicht im Anschluss
noch ein Jahr in der Schule wiederholt wurde oder so was.
Da kann man sich natürlich denken, dass da vielleicht gesundheitlich irgendwas war
oder zum Beispiel die Eltern haben sich getrennt.
Da wollen wir auch gar nicht tiefer drauf eingehen oder so.
Aber wir müssen wenigstens wissen, was da los war.
Wenn das nicht der Fall ist,
machen wir uns nur Gedanken und überlegen uns,
wenn wir die Person dann jetzt einstellen,
was ist denn dann in einem halben Jahr?
Fällt die uns dann auch aus und keiner weiß Bescheid?
Also das geht einfach nicht.
Du sollst es nicht im Detail niederlegen mit was für einer Krankheit
du wie lange wo unterwegs warst oder wie auch immer.
Das wollen wir und dürfen wir auch gar nicht wissen.
Interessiert uns auch nicht.
Aber es geht darum, dass wir einschätzen können, ob du verlässlich bist.
Und das kann man halt nicht, wenn man ein halbes Jahr oder ein Jahr
auf einmal nicht nachweisen kann, was da los war.
Von daher verschweige es nicht.
Die Leute werden es sowieso früher oder später nachfragen.
Du musst es dann sowieso nachreichen.
Und glaub nicht, nur dadurch, dass du Sachen weglässt,
wirst du dann eher eingeladen zum Vorstellungsgespräch.
Das Gegenteil ist der Fall.
Also wenn da irgendwo Lücken sind, würde ich persönlich immer sagen,
weiß man nicht genau, was da los ist,
geben wir lieber jemand anderem eine Chance.
Von daher lasst keine Lücken entstehen.
Einfach und wenn auch nur ein halber Satz daneben steht,
weiß ich nicht, Krankenhausaufenthalt oder Umzug oder ich weiß nicht,
was da alles los sein kann.
Es muss nicht ins Detail gehen und soll es auch nicht.
Keine Frage, aber nichts verschweigen.
Das ist der falsche Ansatz.
Genauso ist es, wenn es um Zeugnisse geht.
Viele reichen einfach nur das letzte Zeugnis ein, zum Beispiel,
was sehe ich, aus Klasse 12.2 reichen sie ein Zeugnis ein.
Und die ganzen Jahre davor, da ist nichts zu sehen.
Und dann frage ich mich immer, was soll mir das jetzt sagen?
Waren die Leistungen vorher so schlecht, dass er sie oder sie nicht zeigen wollte?
Oder hat er die Zeugnisse verloren oder was auch immer?
Was ist da los?
Ich meine, ich habe gerade schon gesagt, dein Lebenslauf ist nicht allzu lang.
Du kannst nicht sehr viel zeigen.
Das Einzige, was du eigentlich schon erreicht hast,
wenn du direkt nach der Schule die Ausbildung machst, ist
ja, deine schulische Leistung.
Und wenn du noch nicht mal die vernünftig darlegen kannst,
dann landest du zum Beispiel bei mir ganz schnell auf dem Stapel,
wird nicht eingeladen, weil mir da einfach was fehlt.
Von daher reicht so viele Zeugnisse wie möglich ein.
Es geht hier nicht mehr um Grundschulzeugnisse.
Das sollte klar sein.
Aber wenn du zum Beispiel Abitur machst, darfst du durchaus
alle Abizeugnisse reinlegen, also Abizeugnisse.
Ich meine jetzt alle Zeugnisse aus der Oberstufe.
Zum Beispiel 12, 1, 12, 2, 13, 1, 13, 2.
Wenn du 13 Jahre Abi machst.
Das Realschulzeugnis davor muss vielleicht nicht unbedingt noch rein.
Aber ich will wenigstens so ein paar Jahre oder halb Jahre
in einer Reihenfolge haben können, um auch eine Tendenz erkennen zu können.
Es könnte ja sein, dass du jetzt im letzten Halbjahr super gut warst.
Aber die drei Jahre davor warst du irgendwie super schlecht.
Oder was noch viel blöder wäre umgekehrt.
Das heißt, es wäre so eine absteigende Leistung.
Und das will ich natürlich sehen.
Das sind Informationen, die mich interessieren.
Hat der oder die sich vielleicht im letzten Jahr zusammengerissen,
weil sie erkannt hat, jetzt wird es ernst.
Und wie ist da die Entwicklung?
Sowas möchte ich eigentlich erkennen können.
Und von daher leg einfach mehrere Zeugnisse dabei und nicht nur eins.
Wir persönlich fragen sowieso, wenn nur ein Zeugnis dabei ist,
wie waren denn die Noten vorher?
Weil wir das einfach wissen wollen.
Und das hält dich nur davon ab, eingeladen zu werden,
weil gleich wieder so ein Eindruck entsteht,
wie da soll irgendwie was verheimlicht werden.
Und das ist blöd.
Denn wenn deine Noten nicht so toll sind, ja gut,
dann würden wir es früher oder später sowieso erfahren.
Also wenn du es nicht einreichst und dann laden wir dich ein
und dann reichst du die Zeugnisse nach
und dann sehen wir erst, dass die Noten schlecht waren.
Ja, das ist doch einfach doof.
Dann würden wir dir dann sagen Hey, du wirst es nicht.
Es ist doch besser, wenn du es gleich sofort erfährst,
als wenn du dann eher noch wochenlang warten musst auf eine Rückmeldung
und dich wundert, dass nichts kommt.
Also reich einfach alles ein.
Dann weißt du sofort, was Sache ist.
Dann kommen wir mal zu einem weiteren Punkt,
den ich in meinem anderen Podcast auch schon angesprochen habe.
Was ist mit Hobbys?
Soll ich meine Hobbys in die Bewerbung,
beziehungsweise in den Lebenslauf schreiben?
Ich persönlich bin der Meinung Ja,
denn ich habe es jetzt schon ein paar Mal erwähnt.
Dein Lebenslauf ist noch nicht allzu lang.
Du musst da irgendwie was Interessantes da reinschreiben.
Und Hobbys sind für mich so ein Stichpunkt,
wo ich gut so ein bisschen Smalltalk machen kann,
wo ich ein bisschen mit dir ins Gespräch komme.
Zum Beispiel im Fußballverein.
Wo spielst du denn da und kennst du den und den?
Und wie hoch spielte denn in welcher Liga und weiß der Geier was?
Oder was mir persönlich immer sehr gefällt, Musikinstrumente.
Ich spiele selber Musikinstrumente.
Da habe ich sofort eine Gemeinsamkeit,
wo wir ein bisschen plauschen können
und uns einfach ein bisschen kennenlernen können.
Das ist einfach so eine lockere Gesprächsmöglichkeit.
Und das zeigt mir dann zum Beispiel auch,
gerade wenn du Musikinstrumente spielst,
dass du gewohnt bist, über längere Zeit etwas zum Beispiel zu lernen,
dass du etwas auf Dauer üben kannst und da vielleicht einen Fortschritt auch machst.
Oder wenn du zum Beispiel Fußball spielst oder Tennis oder weiß der Geier was,
dass du dich halt auch mit anderen austauschen kannst,
mit anderen abstimmen kannst, im Team spielen kannst und so weiter.
Das sind alles Dinge, die kannst du gerne reinschreiben.
Wie gesagt, mach dich etwas interessanter, als wenn du nur schreibst,
ja, die Schule, die Schule, die Schule.
Wir wollen ja auch ein bisschen sehen, wie bist du denn sonst so?
Passt du zum Beispiel auch ins Team?
Oder bist du jetzt vielleicht irgendjemand,
der den ganzen Tag nur zu Hause sitzt und liest?
Passt vielleicht genau in unser Team rein?
Vielleicht aber auch nicht.
Und wir wollen ja auch, dass es für beide Seiten vernünftig passt.
Von daher gibt das gerne an.
Führt aus meiner Erfahrung immer zu netten Gesprächen auf jeden Fall.
Nächster Punkt, das habe ich dieses Mal schon einmal gesehen,
und zwar keine hochtrabenden Formulierungen benutzen.
Ich wiederhole noch mal, du bewirbst dich ja auf eine Ausbildung
und nicht um eine Führungsposition oder so was.
Und wir hatten dieses Mal tatsächlich so was wie unter der Bewerbung stand.
Wo sehe ich mich in fünf Jahren?
Ja, und dann stand da so was wie in der mittleren Führungsebene
ihres Unternehmens leite ich ein Team von zehn Entwicklern und so was.
Und sind wir ganz ehrlich, das ist einfach völliger Schwachsinn.
Wenn ich da so einen 16-Jährigen habe, der sich auf eine Ausbildung bewirbt
und der sagt, in fünf Jahren will er hier Teamleiter werden.
Rechnen wir mal hoch.
Da ist der 21, kommt gerade aus der Ausbildung
und möchte hier in der Führungsposition arbeiten.
Das ist dann schon ein bisschen lächerlich, muss ich ehrlich sagen.
Und von daher würde ich davon abraten, solche komischen Sachen da reinzuschreiben.
Sag einfach, warum du den Job machen möchtest.
Du kannst gerne auch reinschreiben, dass du im Anschluss zum Beispiel
noch studieren willst oder dass du noch Ambitionen hast.
Ist ja völlig in Ordnung.
Aber so nach dem Motto Hey, in zehn Jahren sitze ich auf deinem Stuhl.
Das passt einfach nicht.
Das mag vielleicht sein, wenn du dich auf eine echte Position
nachher bewirbst, dass es da sinnvoll ist.
Aber für eine Ausbildung, ich persönlich, ist völlig deplatziert.
So dann noch ein ganz konkreter Hinweis zum Schluss.
Bewirb dich elektronisch, falls das möglich ist und auch erwünscht ist.
Vor allem in unserem Fall ist es auf jeden Fall erwünscht,
denn wir würden die papierenden Bewerbungen sowieso digitalisieren,
weil wir die ganzen Sachen ja auch irgendwie austauschen müssen,
anschauen müssen mit den entsprechenden Leuten,
die im Vorstellungsgespräch dabei sind, austauschen müssen und so weiter.
Aber wenn wir das alles durch einen Kopierer jagen müssten,
da wären wir überhaupt nicht fertig.
Also wir brauchen das sowieso elektronisch, um das weiter zu verteilen.
Andere Unternehmen haben vielleicht sogar Bewerbungssoftware,
wo die Sache eingespielt wird.
Aber ich glaube nicht, dass irgendein Unternehmen das Ganze noch auf Papier macht.
Von daher mein persönlicher Tipp, wenn das möglich ist
und wenn sogar explizit da steht, bewirb dich elektronisch,
was wir zum Beispiel immer dazuschreiben.
Wir würden Bewerbungen per E-Mail bevorzugen.
Dann macht das auch. Das macht für alle das Leben einfacher.
Und dazu noch der letzte Tipp tatsächlich.
Wenn du dich elektronisch bewirbst, dann bitte verschick nur ein Dokument,
eine große PDF-Datei, wo alles drin ist.
Und das war's.
Ich habe dieses Mal wieder so viele Bewerbungen bekommen,
wo zehn Anhänger an der Mail hingen.
Irgendwelche Word-Dateien, JPEG-Dateien, Open-Office-Formate und so weiter.
Das heißt nicht, dass ich die nicht aufkriege, aber es ist einfach unnötige Arbeit.
Denn ich mache mir daraus dann wieder ein PDF, um es abzulegen.
Und ich suche dann irgendwie was und ich gucke in den Anhang
und dann haben da teilweise die Anhänger noch solche Namen wie IMG unter Strich 1, 2, 3.
Das ist noch der Motto direkt vom Scanner oder direkt von der Kamera in die Mail.
Und das muss einfach nicht sein.
Mach daraus zum Beispiel Open-Source-Software mit PDF-Creator.
Kannst du dir kostenlos runterladen und installieren.
Druck das Zeug als PDF-Datei aus.
Verschick eine PDF-Datei, wo alles drin ist und fertig.
Das macht uns allen das Leben einfacher.
Bitte, bitte, bitte berücksichtige das.
Gut, dann kommen wir jetzt zum letzten Teil für heute, und zwar dem Vorstellungsgespräch.
Gehen wir mal davon aus, dass du ein tolles Unternehmen gefunden hast.
Du hast auch eine ansprechende Bewerbung hingeschickt und dem Unternehmen
bist du offensichtlich so aufgefallen,
dass sie dich jetzt zum Bewerbungsgespräch oder zum Vorstellungsgespräch einladen.
Super. Dann bist du eigentlich noch nicht fertig, sondern auch
aufs Vorstellungsgespräch solltest du dich entsprechend vorbereiten.
Und dazu habe ich jetzt mal ein paar Tipps zusammengetragen.
Nummer eins auf meiner Liste und ich glaube auch sicherlich
der wichtigste Punkt dieser Liste, bereite dich auf das konkrete Unternehmen vor.
Ich habe schon einige Bewerber da sitzen gehabt im Vorstellungsgespräch,
die noch nicht mal ansatzweise wussten, was wir eigentlich machen in unserem Unternehmen.
Ja, irgendwas mit Versicherung, privat, gesetzlich, keine Ahnung.
Und das geht einfach nicht.
Das heißt einfach nur, derjenige hat sich überhaupt nicht vorbereitet.
Dem ist vielleicht sogar ganz egal, wo er sich da bewirbt.
Vielleicht sind wir auch nur eins von 100 Unternehmen, wo er sich beworben hat.
Das mag alles sein, ist ja in Ordnung.
Aber jetzt überleg doch einfach mal, wie das dann auf die Leute,
die da im Bewerbungsgespräch sitzen, wirkt.
Da sitzt jemand, der überhaupt keine Ahnung hat, wo er eigentlich gerade ist
und auf was er sich da bewirbt.
Wir hatten sogar mal jemanden da sitzen,
der sich auf den völlig falschen Beruf beworben hatte.
Der wollte eigentlich irgendwas mit BWL machen
und saß dann da im Vorstellungsgespräch für Informatiker.
Und das geht einfach überhaupt nicht.
Also den konnten wir nach fünf Minuten wieder nach Hause schicken.
Und das verschwendet einfach nur unsere Zeit und auch die des Bewerbers,
also deine eigene.
Von daher bereite dich auf das Unternehmen vor.
Schau dir die Website an.
Zur Not ruf da an, wenn die keine Website haben und frag mal nach.
Was ist denn das Unternehmen?
Was machen die denn überhaupt für Produkte?
Was stellen die her oder womit verdienen ihr Geld?
Wie viele Leute arbeiten da?
Wann wurde das gegründet?
Wer ist der Vorstand? Und was auch immer.
Alles, was man an möglichen Informationen sich bewerben kann.
Schau es dir an.
Denn die Leute werden fragen, warum bewerben sie sich gerade hier?
Warum bewerben sie sich nicht bei einem der 20 anderen Unternehmen,
was genau die gleiche Ausbildung anbietet?
Warum ausgerechnet bei uns?
So, wenn du darauf keine vernünftige Antwort hast,
dann ist das gleich ein dicker, fetter Minuspunkt.
Also schau dir genau an, was das Unternehmen macht
und schau dir so ein paar Eckdaten besonders gut an.
Lehren die auswendig oder wie auch immer,
dass du einfach ein bisschen was über das Unternehmen erzählen kannst,
dass du zeigen kannst.
Ja, du interessierst dich wirklich für das Unternehmen
und das ist nicht einfach nur irgendeine anonyme Geschichte,
wo ich einfach massenweise mich beworben habe
und jetzt bin ich halt zufällig heute mal in diesem Unternehmen.
Das macht einfach einen super schlechten Eindruck.
Gut, in die gleiche Richtung
gehen jetzt meine nächsten beiden Tipps.
Und zwar geht es ja auch so ein bisschen darum,
beim Vorstellungsgespräch sich kennenzulernen.
Und jetzt ist immer die Frage, wie lernt man sich denn kennen?
Ja, indem man sich unterhält.
Und dann ist die Frage, worüber unterhält man sich denn?
Und der Klassiker einfach nur zum Einstieg ist so ein bisschen Smalltalk.
Und da würde ich einfach versuchen,
wenn du jetzt eher vielleicht nicht so derjenige bist,
der das so locker aus der Hüfte macht,
mit irgendwelchen fremden Leuten sprechen,
übt das vorher mal ein bisschen.
Guck mal, dass du mit deinen Eltern oder Freund, Freundin
oder wie auch immer einfach mal so ein bisschen locker schnackst
und das dann später auch vielleicht dann in so einer Bewerbungssituation,
sag ich mal, anwenden kannst.
Und dann ist die erste Frage, worüber redet man denn so?
Man kann natürlich über das Wetter reden
oder ob man eine gute Anreise hatte oder nicht.
Und wenn du einen vernünftigen Interviewer da sitzen hast,
dann wird er das auch so ein bisschen leiten.
Der weiß natürlich, du bist sehr aufgeregt,
du bist noch vielleicht ein bisschen jünger
und bist da jetzt noch nicht so mit beiden Beinen im Leben,
dass du jetzt locker eben hier ein bisschen rumlabern kannst.
Aber wenn das mal ein bisschen schwierig wird,
dann müsstest du vielleicht auch mal die Initiative ergreifen.
Und das ist natürlich die Frage, was hast du denn für Gesprächsthemen?
Kannst natürlich über das Unternehmen sprechen oder Mensch,
tolles Gebäude hier oder ach, die Anreise hat super geklappt
oder schön, dass es geklappt hat mit dem Termin und so weiter.
Aber wenn man dann zum Beispiel auch einen längeren Weg hat
von der Empfangshalle meinetwegen bis zum Büro,
das kann ganz schön lang werden, wenn man nur nebeneinander herläuft.
Und da braucht man vielleicht das eine oder andere,
worüber man ein bisschen sprechen kann.
Und da würde ich einfach empfehlen,
schau dir vorher mal ein bisschen Nachrichten an.
Lies mal auf spiegel.de.
Was ist denn alles so los zurzeit?
Oder guck dir vielleicht die lokale Tageszeitung an oder irgendwas,
dass du wenigstens ein paar potenzielle Gesprächsthemen hast,
über die man auf dem Weg zum Bewerbungsbüro
meinetwegen ein bisschen sprechen kann.
Und was natürlich noch cooler wäre,
wenn du entsprechende aktuelle Themen hast außer IT.
Von daher zum Beispiel bei heise.de einfach mal die letzten News
ein bisschen angucken.
Was gibt's denn Neues an Hardware, an Betriebssystemen, Handys?
Weiß der Geier was?
Zum Beispiel, wenn da gerade mal wieder irgendwie Apple
das neueste iPhone vorgestellt hat.
Das soll nicht heißen,
dass du auf jeden Fall im Bewerbungsgespräch darüber sprichst.
Aber wenn ich zum Beispiel jemanden suche,
der sich für einen IT-Bereich interessiert,
dann würde ich vielleicht erwarten,
dass er auch so ein bisschen Ahnung hat, was denn da so los ist.
In meinem Standardeinstellungstest zum Beispiel
frage ich immer, welche Windows-Version die aktuellste ist.
So und wenn dann 2015 als Antwort kommt Windows 7,
dann weiß ich, die Person hat einfach überhaupt gar keine Ahnung,
was aktuell los ist in der IT.
Und wenn das schon vor der Ausbildung so ist,
ich hatte ja eben schon gesagt,
mach deutlich, warum du Bock auf diesen Beruf hast
und nicht auf einen anderen,
dann weiß ich eigentlich schon, das wird nix.
Wenn die Person wirklich Bock hätte,
dann wüsste sie wenigstens so ein paar allgemeine Sachen.
Wie gesagt, ich erwarte nicht, dass du fertig programmieren kannst
oder Top-IT-Administrator bist, darum geht's nicht.
Aber wenigstens mal so einen groben Überblick,
was gerade so an wichtigen Sachen passiert.
Ich weiß es nicht, welche Handys aktuell sind,
welches Windows aktuell ist oder so.
Das kann man durchaus erwarten von jemandem,
der einen Beruf in diesem Bereich anstrebt.
So, dann könntest du für das Vorstellungsgespräch
auf jeden Fall auch noch ein paar eigene Fragen vorbereiten.
Ich finde es immer ganz interessant,
wenn wir da Bewerber sitzen haben, die nicht eine einzige Frage stellen.
Die bewerben sich auf eine Ausbildung, die drei Jahre dauert
und die vielleicht nichts mit dem zu tun hat,
was sie ihr ganzes Leben lang gemacht haben.
Und die haben nicht eine einzige Frage.
Die sitzen dann da und sagen, ja, ich weiß alles, alles okay.
Und da stelle ich mir immer die Frage,
was wollen die überhaupt nicht wissen über den Job hier?
Wollen die nicht wissen, wie es hier abläuft?
Wer der Ausbilder ist? Wie viel die hier verdienen?
Wie die Arbeitszeit ist?
Welche Schule ist es denn, wo ich hingehen muss?
Und so weiter und so fort.
Wenn das nicht zufälligerweise schon im Vorstellungsgespräch geklärt wurde,
was natürlich durchaus sein kann,
dann kann es tatsächlich sein, dass man keine Frage hat.
Aber mich persönlich würde es als potenzieller Azubi doch interessieren,
wie denn der Arbeitsalltag da aussieht.
Da würde ich alles Mögliche fragen, was mir so einfallen kann.
Denn es geht ja immerhin darum,
dass ich mich vielleicht für drei Jahre hier an ein Unternehmen binde
und da jeden Tag hinfahren muss.
Und wenn ich dann nicht die Möglichkeit habe,
in einem halbstündigen Gespräch, meinetwegen, wenn es schnell geht,
nicht alles Mögliche über den Job zu erfahren,
dann unterschreibe ich vielleicht nachher einen Vertrag
und weiß eigentlich überhaupt gar nicht, was da auf mich zukommt.
Von daher sieh das auch als deine Chance.
Es geht nicht nur darum,
dass das Unternehmen hier einen perfekten Azubi findet,
sondern du musst auch das richtige Unternehmen finden.
Und das kriegst du nur raus, indem du nachfragst, nachhackst,
vielleicht mal im Anschluss an so ein Bewerbungsgespräch fragst.
Hey, sag mal, kann ich hier einen Tag oder sagen Sie,
kann ich hier vielleicht mal einen Tag lang ein Praktikum machen,
um das Unternehmen einfach auch besser kennenzulernen?
Und du musst dir ja am Ende vielleicht,
wenn du mehrere Angebote zum Beispiel bekommst vom Unternehmen,
musst du dir klar sein, welches Unternehmen du auswählen möchtest.
Und da musst du eigentlich so viel wie möglich an Informationen zusammentragen.
Also überlege dir alles, was für dich interessant ist.
Mach dir eine Liste an Fragen.
Es spricht auch überhaupt nichts dagegen,
das zum Beispiel auszudrucken und auf dem Blatt Papier mitzunehmen.
Du bist wahrscheinlich bei so einem Vorstellungsgespräch ziemlich aufgeregt
und dann vergisst du vielleicht alles, was du noch fragen wolltest.
Von daher ich persönlich habe es sehr selten bislang gesehen,
dass ein Azubi mit so einer Liste an Fragen kam.
Aber das hatten wir tatsächlich einmal.
Der hatte sogar so eine richtig schöne Mappe vorbereitet,
hatte nochmal seine ausgedruckte Bewerbung mitgebracht
und da war auch ein Zettel drin mit der Liste seiner eigenen Fragen.
Und ich fand das super.
Der war top vorbereitet, der wusste, was er wissen möchte.
Und da sah man wirklich, der hat Interesse, der war gut vorbereitet
und dem ist es auch ernst mit der Ausbildung.
Und das würde ich einfach erwarten, dass du bei so einem wichtigen Gespräch
auch deine eigenen Fragen mitbringst.
So, was wir dann zum Beispiel immer auch konkret fragen bei so einem
Vorstellungsgespräch, wie sieht denn später der Arbeitsalltag aus? Wie kommst
du denn überhaupt zur Berufsschule meinetwegen oder zum Unternehmen überhaupt
oder zur Hochschule meinetwegen, wenn es ein duales Studium ist? Denn wenn wir
teilweise Leute haben, die gerade 16 sind, die noch nicht mal einen Führerschein
haben, die auch noch lange kein eigenes Auto haben, dann ist schon die Frage, wenn
man aus dem Ort kommt, der 20 Kilometer weit weg ist, wie kommt man denn überhaupt
jeden Tag zur Arbeit? Oder wenn das zum Beispiel bei uns so ist, die Berufsschule
ist noch 50 Kilometer weiter weg, wie kommt denn die Person täglich zur
Berufsschule? Das ist eine nicht zu unterschätzende Frage, die man auch
beantworten können sollte. Und wenn ich dann sehe, oh, die Person wohnt 20 Kilometer
hier weg und hat einen Schulweg von 70 Kilometern und ich sehe, die ist noch 17,
wenn die hier anfängt und es muss ein Jahr lang irgendwie zur Schule kommen
und dann höre ich als Antwort, ja, ich denke, ich werde mit dem Bus fahren, aber ich
weiß zum Beispiel ganz genau, dass gar kein Bus fährt zur Berufsschule, ja, dann
denke ich mir, mein Gott, die Person hat ja wirklich überhaupt keine Vorbereitung
getroffen. Die weiß gar nicht, wie sie zur Arbeit kommen soll später, ja, und
bewirbt sich hier einfach mal munter auf eine Ausbildung. Und das geht gar nicht.
Also sowas muss klar sein. Das sind organisatorische Sachen, die musst du
einfach im Vorfeld klären. Gibt es eine Möglichkeit, wie du da hinkommst? Weil
das wollen die Leute auch von dir wissen. Die wollen wissen, ob du meinetwegen am
1.8. da auch pünktlich auf der Matte stehst oder ob du eine halbe Stunde
zu spät kommst, weil deine Mutter dich noch zur Arbeit fahren muss. Das sind
wichtige Dinge, die solltest du dir vorher anschauen und überlegen.
Das Gleiche gilt, wenn du zum Beispiel ein duales Studium machst. Das ist in unserem
Fall so, dass die Hochschule in Lingen ist und wir selber sitzen in Vechta. Das
ist durchaus eine Stunde Fahrt dazwischen und das kann man eigentlich kaum jeden
Tag hin und zurück fahren, ja, das ist eigentlich nicht sinnvoll.
Von daher stellen wir auch immer die Frage, wie sieht es denn aus, wenn du
studierst in der Zeit, wo wohnst du denn dann? Willst du wirklich jeden Tag im
Auto fahren? Ich glaube, das ist keine Option. Man hat genug zu tun. Man muss so
viel lernen und hat noch Veranstaltungen hin und her, da kann man nicht noch zwei
Stunden am Tag Auto fahren. Und da sollte man sich schon gut Gedanken machen, wie
man das denn macht, während der Studiumszeit. Dass man sich zum Beispiel eine
Wohnung nimmt oder irgendwie dich da dran zieht, um zu pendeln oder ich habe
keine Ahnung. Da muss man sich halt eben vorher Gedanken machen. Und wenn da Leute
da sitzen, die sagen, das wird schon irgendwie klappen, dann weiß ich, die
Person hat sich überhaupt nicht damit auseinandergesetzt und das macht einfach
schlechten Eindruck. Von daher, diese ganzen Dinge, auch wenn es
organisatorischer Kram ist, vielleicht in deinen Augen, das ist sehr, sehr wichtig,
denn das muss später vernünftig laufen. Wir können uns also nicht darum kümmern,
dass du morgens zur Arbeit kommst beziehungsweise irgendwie zur Schule
kommst. Das ist dein Problem und das wird das Unternehmen dir auch nicht abnehmen
können. Gut, dann haben wir noch drei zusätzliche
Empfehlungen zum Schluss. Als ersten, nimm dir angebotene Termine bestmöglich
wahr. Was meine ich damit? Ich habe es jetzt ganz oft gehabt, zum
Beispiel, wenn wir dann ein Bewerbungsgespräch vereinbaren oder zum
Beispiel auch so ein Vorstellungstag, den wir zum Beispiel auch mit all den
Bewerbern machen, die in die engere Wahl kommen, dann muss ich natürlich einen Termin
abstimmen. Es ist nun mal leider so, dass wir auch nur bestimmte
Öffnungszeiten haben und nicht bis abends um neun im Unternehmen sitzen oder
sitzen können oder sitzen wollen. Das soll ja auch nicht unsere Regelarbeitszeit
nachher sein. Da kann es dann natürlich sein, dass die Termine in deine
Schulzeit fallen und das lässt sich manchmal auch einfach nicht anders
regeln, denn wir haben auch noch andere Termine und das ist dann halt schwierig,
zum Beispiel, wenn man mit vier Leuten im Bewerbungsgespräch sitzt, die alle unter
einen Hut zu kriegen. Das ist schon schwer genug, sage ich mal. Wenn man sich dann
auch noch nach irgendwelchen Terminen in der Schule richten muss, dann wird es
fast unmöglich, da irgendwas Freies zu bekommen. Und deswegen empfehle ich dir
ganz klar, wenn dir ein Termin vorgeschlagen wird und empfohlen wird,
dann versuche auch dein Bestmögliches, um den wahrzunehmen. Dann gehst du halt zum
Lehrer und sagst, du musst freigestellt werden für ein Vorstellungsgespräch.
Und das würde ich immer versuchen. Wenn du nicht gerade an dem Termin irgendwie
eine wichtige Klausur schreibst oder so, das ist natürlich klar, die geht vor,
dann werden die sicherlich auch noch einen Ausweichtermin anbieten, aber so
was wie, ach nö, an dem Tag habe ich gerade keinen Bock oder ich habe
nachmittags noch Fußballtraining und geht es nicht lieber eine Stunde
früher und sowas, das geht gar nicht. Also du musst schon zeigen, dass du
wirklich auch Interesse an der Stelle hast und dass du dich auch dafür ins
Zeug legst. Und wenn ich dir sage, hey, übermorgen, 8 Uhr morgens eben für ein
Befährungsgespräch vorbeikommen, geht das oder nicht, dann sollte bei dir
eigentlich sofort im Hinterkopf losgehen, okay, wen muss ich absagen, Schule, meine
Mutter muss mich hinbringen, ja, mache ich, ich komme. Und nicht so was wie,
ach, hier gibt es ein Problem und da kann ich nicht. Sind wir mal ganz ehrlich,
du bist noch Schüler und du wirst dir das irgendwie einrichten können, wenn
du in ein Unternehmen kommen möchtest, die deine Ausbildung finanzieren,
solltest du es hinbekommen, einen Termin, der vielleicht eine Stunde dauert, da
freizuräumen in deinem vollen Terminkalender, den du sicher hast. Also ich
übertreibe das jetzt bewusst, aber es gibt tatsächlich Kandidaten, die dann sagen,
ach nö, ich hätte doch ganz gerne lieber einen anderen Termin, es ist mir nicht so
passig und das macht einen total negativen Eindruck. Von daher, nimm die
Termine bestmöglich wahr. Ja, vorletzter Punkt, zieh vernünftige Kleidung an.
Ich habe so viele Bewerber teilweise da sitzen, die irgendwie in so einem lockeren
T-Shirt, so nach dem Motto da sitzen und irgendwie Schlabberschuhe und ich weiß
nicht was. Das macht einfach einen unprofessionellen Eindruck. Wir wissen,
dass du noch Schüler bist und dass du jetzt nicht am Anzug sitzen musst, ist
auch klar, das wirkt genauso aufgesetzt, lass das sein, aber sprich nichts
dagegen, sich für so einen wichtigen Termin wie ein Vorstellungsgespräch mal
ein bisschen vernünftige Klamotten anzuziehen. Das kann ein Hemd sein mit
einer vernünftigen Jeans oder vielleicht sogar Stoffhose, wenn du noch ein
bisschen weiter gehen willst. Das müssen nicht irgendwelche abgeranzten
Turnschuhe sein und ein schlabbriges Hemd. Als junge Dame kann man sich vielleicht
irgendwie eine Bluse anziehen, ein Rock vielleicht, muss aber nicht, reicht auch
eine ganz normale Stoffhose oder irgendwas. Einfach irgendwas Vernünftiges.
Das muss nicht, außer du willst dich in der Bank bewerben vielleicht, im Anzug
sein und im Dreiteiler oder was auch immer. Aber es muss einfach ein bisschen
schicker aussehen, als man sonst vielleicht üblich anziehen würde, denn
es geht hier ja immerhin auch um was. Es geht um eine Ausbildung oder vielleicht
sogar ein Studium. Über drei Jahre bezahlt dir das Unternehmen deine Ausbildung und
obendrein auch noch ein Ausbildungsgehalt, eine Ausbildungsvergütung und ich denke,
da kann man sich mal für so ein halbstündiges Vorstellungsgespräch ein
bisschen rausputzen. Ich glaube, das ist nicht zu viel verlangt, zeigt auch einen
gewissen Respekt den handelnden Personen gegenüber. Und als allerletztes dann der
letzte Tipp für heute, sei pünktlich, aber nicht überpünktlich. Was meine ich
mit pünktlich? Sei vielleicht 15 Minuten, 10 Minuten vor dem Termin da, dass du so
ein bisschen Freiraum hast. Es kann immer was passieren, keine Ahnung, du musst
noch irgendwie sieben Treppen hoch ins oberste Geschoss laufen und bist völlig
außer Atem. Und wenn du dann eine Minute vorher ankommst und die ganze Zeit
rumhächelst, das macht keinen guten Eindruck. Also sei so da, dass du
vernünftig ankommst, vernünftig entspannt in das Gespräch reingehen kannst. Aber
übertreib es auch nicht und sitz eine Stunde vorher da rum oder so. Das hatten
wir dieses Mal auch. Da war auch ein Kandidat da, der war einfach eine Stunde
vorher da und das verursacht unnötige Hektik hier. Dann fühlen wir uns so ein
bisschen unter Druck gesetzt. Oh mein Gott, der sitzt da schon, was sollen wir jetzt
machen? Und dann versuchen wir alles umzulegen, was wir sonst noch an Termine
haben, nur damit der Bewerber jetzt vorher am besten noch reinkommen kann. Und das
ist unnötig. Wenn du Pech hast, lassen sich die Termine nicht verschieben und
du sitzt eine Stunde da rum. Und das ist völlig unnötig, das verschwendet deine
eigene Zeit. Und du sitzt da rum, machst dich vielleicht sogar verrückt, weil du
dir vorstellst, was gleich alles Schlimmes passiert im Vorstellungsgespräch.
Und das ist einfach total unnötig. Komm einfach so, dass du entspannt ins
Gespräch reingehen kannst und dann ist alles gut.
So, das war meine Liste der Tipps. Ich hoffe, es war ein bisschen was
Interessantes und Sinnvolles auch für dich dabei. Würde mich freuen, wenn es
dir gefallen hat, wenn du mir ein Feedback hinterlässt. Du findest die
Shownotes, also Links und Literaturtipps nochmal zur heutigen Episode unter
www.anwendungsentwicklerpodcast.de slash 41, also 4 1 für die 41. Episode heute.
Wenn du schon auf der Website bist, dann schau doch gern auch mal in den Blog. Da
habe ich letzte Woche einen Artikel veröffentlicht zum Thema Pseudocode oder
Struktogramm. Was soll ich in der schriftlichen Abschlussprüfung benutzen,
um Programmieraufgaben zu lösen? Meine Empfehlung ganz klar Pseudocode. Warum?
Das kannst du da im Artikel nachlesen. Und meine Links der Woche letztes Mal
ging um die schöne Programmiersprache Haskell und was wir von ihr lernen können.
Da habe ich nämlich ein tolles Video von Venkat Supramaniam, ich hoffe, ich
habe es richtig ausgesprochen, verlinkt, der uns zeigt, wie man oder was man von
Haskell lernen kann oder allgemein aus der funktionalen Programmierung und wie
man es dann in unsere objektorientierte Welt, zum Beispiel in Java und C Sharp,
übertragen können. Ganz tolles Video, kann ich absolut weiterempfehlen. Schaust
du doch mal an, wenn du Lust hast. Wenn du selber noch einen coolen Link für mich
hast, irgendein tolles Video, was du gesehen hast oder Artikel oder wie auch
immer, würde ich mich über eine Mail freuen, zum Beispiel unter mail
at anwendungsentwicklerpodcast.de oder du nutzt das Kontaktformular auf der
Website. Ich freue mich immer über Hinweise, wenn es noch irgendwas
Spannendes gibt, da bin ich immer sehr offen und ich verteile das auch gerne an
andere Azubis weiter, wenn ich es gut finde. Also geh her damit und du kannst
mir natürlich auch sonst zu allen möglichen Themenbereichen der Ausbildung
Fragen stellen. Ich versuche immer mein Bestes und
antworte eigentlich auf jede Mail und jede Kontaktanfrage. Also von daher, her
mit deinen Fragen, würde mich freuen. Du kannst diesen Podcast, wenn du es noch
nicht getan hast, per RSS-Feed abonnieren. Dazu kannst du einfach auf die Website
gehen und dann in deinem Podcatcher den RSS-Feed abonnieren. Dann verpasst du
auch keine Episode. Du kriegst sie immer zum Beispiel live aufs Handy runtergeladen,
wenn sie erschienen ist. Und wenn dir der Podcast gefällt, würde ich mich über ein
Feedback freuen. Unter www.anwendungsentwicklerpodcast.de
slash iTunes oder Stitcher oder Facebook kommst du auf die entsprechende Seite,
wo du mir vielleicht auch ein Feedback hinterlassen kannst, wenn du möchtest.
Das würde mich freuen. Und wie immer der Hinweis, du kannst dich auch für mein
Newsletter anmelden unter www.anwendungsentwicklerpodcast.de slash
Newsletter. Da bekommst du sofort Zugriff auf meine Checklisten rund um die
Artefakte zur Projektarbeit und du bekommst regelmäßig einmal die Woche
von mir alle Infos von der Website und auch meine Links der Woche bekommst du
immer schon vorab. Wenn du potenzielle Azubis kennst, die Anwendungsentwickler
werden wollen, dann empfiehle doch diese Episode weiter. Vielleicht helfe ich ja
damit, dass sie etwas mehr Chancen auf eine Stelle bekommen. Wenn ich völligen
Quatsch erzählt habe heute, das kann ja auch sein. Vielleicht bist du selber schon
bei Bewerbungsgesprächen dabei gewesen und hast noch mehr Feedback oder mehr
Tipps oder sagst, hey, was der Macker da empfiehlt, ist Schrott. Dann schreibt das
gerne als Kommentar zu dieser Episode, dass andere Azubis auch was davon haben
oder angehende Azubis. Würde mich auf jeden Fall freuen. Ich bin immer offen
auch für andere Meinungen vor allem. Ich kann natürlich jetzt nur aus meiner
Sicht das Ganze schildern. Wenn es in deinem Unternehmen zum Beispiel völlig
anders abläuft, würde ich mich super freuen, wenn du deine Sicht der Dinge
einfach mal schildern könntest. Schreib mir gerne. Damit wäre ich dann für heute
tatsächlich durch. In der nächsten Woche werde ich dann auf zahlreichem Wunsch
meine Reihe der Lernzielkontrollen doch einmal vorerst wieder fortsetzen mit
allem rund um die Algorithmen, also Sequenz, Wiederholung und Verzweigung.
Dann schauen wir mal, wie es mit den Themen weitergeht. Aber eine Episode
schiebe ich da einfach noch mal wieder rein.
Bis dahin sage ich vielen, vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.










Hallo Herr Macke,
vielen Dank für diesen Blog, dass ist mal eine erfrischend andere Präsentation der Themen, die auch genau für unsere Gruppen (Umschüler) interssant sind.
Ich bin selbst auch Umschüler zum Fachinformatiker Anwendungsentwicklung und habe gleich den Hinweis zu diesem Blog in unsere interne Facebook-Gruppe weitergeleitet.
Beste Grüße
Thorsten Kreutz
Hallo Thorsten,
schön, dass ich dir weiterhelfen kann. Über Weiterempfehlungen freue ich mich natürlich 🙂
Viele Grüße!
Stefan
Guten Abend Herr Thorsten,
ich haben übermorgen Vorstellungsgespräch zum Fachinformatiker Anwendungsentwicklung.
Und ich habe bitte frage?
Was kann man erzählen, wenn die Arbeitgeber fragt was wissen Sie über diese
Beruf und was ist Aufgabe für eins Fachinformatiker Anwendungsentwicklung.
Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir eine schne Antwort schicken können.
Vielen Dank im Voraus.
Mit freundlichen Grüßen
Ahmad
Hallo Ahmad,
vorweg: ich heiße Stefan.
Hast du mal die Google-Suche bemüht? Da finde ich auf Anhieb mehrere Seiten, die die Inhalte des Berufs beschreiben:
Viele Grüße!
Stefan
Hallo und Guten Abend Herr Stefan,
ich habe heute meine Homepage in HTML gemacht. Können sie bitte dein Feedback geben. Da können sie meine Webseit finden.
ahmadsheko.bplaced.net
Vielen Dank im Voraus
Viele Grüße
Ahmad Sheko
Hallo Ahmad,
das ist doch ein guter Anfang! Das zeigt, dass du motiviert bist und selbst die Technik ausprobierst. Weiter so!
Vielleicht kannst du als nächstes versuchen, die Inhalte aus einer Datenbank zu lesen oder das Frontend mit JavaScript anzureichern.
Viele Grüße und viel Erfolg!
Stefan
Hallo und Guten Abend Herr Stefan,
vielen Dank für die Antwort und Ihre Feedback.
Ich werde dafür alles geben.
Ich gebe mir mühe,
um Java Programm zu erlernen.
Nocheimmal bedanke ich mich bei dir für Ihre Hilfe.
Viele Grüße
Ahmad Sheko
Guten Tag Herr Stefan,
ich hätte eine Frage an Sie bitte. Wie kann ich
Coldfusion lernen, da ich eine kleine Aufgabe
in meinem Praktikum
habe, dass ich es kenne und versuchrn ein Taschenrechner zu entwickeln.
können Sie mir bitte dazu empfehlen. Dafür bin ich Ihnen sehr dankbar.
Mit freundlichen Grüßen
Ahmad Sheko
Hallo und Guten Tag Herr Macke,
mir fällt sich schwierig dass ich eine Lösung für den Aufgabe zu finden. Können Sie mir bitte helfen, wie schnell möglich ist.
1- in JavaScript wird der folgende rekursive Code einen Stack Overflow verursachen, wenn die Array-Liste zu groß ist. Wie kann man dieses Problem beheben und dennoch das rekursive Muster beibehalten? var list = readHugeList(); var nextListItem = function() { var item = list.pop(); if (item) { // process the list item… nextListItem();
2-Erstelle in JavaScript eine Funktion, die bei einem DOM-Element auf der Seite das Element selbst und alle seine Nachkommen (nicht nur seine unmittelbaren Kinder) zählt. Für jedes besuchte Element sollte die Funktion dieses Element an eine angegebene Callback-Funktion übergeben. Die Argumente für die Funktion sollten sein: Ein DOM-Element Eine Callback-Funktion (die ein DOM-Element als Argument benötigt).
Vielen Dank für Ihre bemühungen.
Mit freundlichen Grüßen
Ahmad Sheko
Hallo Ahmad, du weißt aber schon, was Rekursion ist? Schau dir doch einmal einige Beispiele für rekursive Methoden an. Gerade für die zweite Aufgabe wirst du sicherlich einige Beispiele finden (z.B. Knoten in einem Baum zählen).
Hallo Stefan,
erstmal möchte ich mich sehr für den Podcast bedanken. Obwohl ich eine klassisch akademische Laufbahn absolviere, finde ich es super spannend und auch wichtig, die Perspektive der Ausbildung kennen zu lernen. In den fachlichen Folgen kann ich auch immer noch etwas lernen, daher hole ich diesen Podcast gerade nach.
In dieser Folge kamen allerdings einige Punkte, die ich persönlich komplett anders sehe, daher möchte ich Dir hier mal meine Perspektive mitteilen:
Den Tip, die Ausbildung oder das Studium frühzeitig nach den Interessen auszurichten finde ich persönlich schwierig. Wenn ich überlege was ich mit 17 Jahren spannend gefunden habe, dann hat das mit dem Themenfeld auf das ich mich gereade spezialisiere gar nichts zu tun. Dieses konnte ich aber nur kennen lernen, weil ich mich in einem allgemeinen Studium mit vielen unterschiedlichen Themen beschäftigt habe. Vielen Kommilitonen geht es sehr ähnlich. Mein Tip wäre eher: Spezialisiere dich so spät wie möglich und schau dir viele Dinge an. Gerade den „Zwang“ sich mit Themen zu beschäftigen die auf den ersten Blick total ätzend sind (Stichwort: „Compilerbau“) fand ich im Endeffekt sehr bereichernd.
Das war wahrscheinlich nur unglücklich formuliert, aber Themen aus der Tageszeitung als Smalltalk zu verwenden kann wirklich SEHR BÖSE enden. Das driftet sehr leicht ins politische ab und wenn ich da eine andere Meinung vertrete als mein Gesprächspartner, dann ist das Vorstellungsgepräch vorbei bevor es begonnen hat. Das muss nicht sein.
Der Tip so viele Zeugnisse mitzuschicken hat mich irritiert. Ich habe ehrlich gesagt noch nie erlebt, dass ein Unternehmen mehr als die letzten paar Noten haben wollte. Die HR Leute, die ich kenne, hätten sich schlapp gelacht wenn der Azubi 3 oder mehr Zeugnisse einschickt, aber das ist wohl von Unternehmen zu Unternehmen anders.
Hier kann man sicher streiten, aber zeugt das Wissen nach der aktuellen Windowsversion wirklich von technischem Interesse? Ich kann mich durchaus für Computer interessieren und mich mit dieser spezifischen Anwendersoftware nicht auskennen. Dass du das schon fast als Ausschlusskriterium siehst, da musste ich ehrlich gesagt schlucken.
Ich hoffe du bist mir nicht böse, dass ich meine Kritik zu einer 7 Jahre alten Folge abgebe, aber gerade Punkt 1 war mir sehr wichtig. Ansonsten hoffe ich auf viele weitere Folgen, der Podcast ist ein wirklich wertvolles Projekt.
Liebe Grüße
Matthias
Hallo Matthias, vielen Dank für dein ausführliches Feedback.
Das kann natürlich sein. Auf der anderen Seite ist es aber vielleicht auch gut zu wissen, wenn es solche unterschiedlichen Meinungen gibt. Denn früher oder später bekommt man die ja auch während der Ausbildung heraus. Und wenn es dann erst „knallt“ ist das noch schlimmer. Alternativ: Wenn das Ausbildungsunternehmen keine abweichende Meinung zulässt, ist es vielleicht nicht das richtige Unternehmen.
Naja, allein für die Halbjahre des Abiturs kommen ja schon 4 Zeugnisse zusammen. Mir geht es dabei hauptsächlich darum, eine Entwicklung bzw. die Konstanz der Leistung sehen zu können.
Die Folge ist ja schon ein wenig älter. Inzwischen frage ich in Vorstellungsgeprächen gar keine technischen Inhalte mehr ab.
Nein Quatsch, das ist super! Meine Meinung hat sich inzwischen auch verändert (siehe technische Fragen) und es ist gut, das hier einmal zu schreiben.
Viele Grüße!
Stefan