Wie könnte eine moderne Abschlusspräsentation aussehen? Das diskutiere ich in der siebenundachzigsten Episode des Anwendungsentwickler-Podcasts.
TL;DR
Bei meinen Projektpräsentationen setze ich auf Bilder und einen persönlichen Stil, damit die fachlichen Inhalte verständlich ankommen. Für deine Abschlussprüfung eignen sich anschauliche Geschichten aus dem Projekt und passender Humor, wenn du dich damit wohlfühlst und diese Art zu präsentieren bereits geübt hast. Wähle ein Medium, das du beherrschst, und halte dich an die Vorgaben deiner IHK.
Podcast: Play in new window | Download (Duration: 43:22 — 20.6MB)
Abonnieren: Apple Podcasts | Spotify | RSS
Kapitelmarken
- [00:00:01] Moderne Projektpräsentationen
- [00:01:23] Anlass: Diskussion über die Foliengestaltung
- [00:02:05] Eigene Erfahrungen und Vorgaben der IHK
- [00:04:42] Mythen der Projektpräsentation
- [00:05:10] Fortschrittsbalken und Corporate Design
- [00:06:58] Erwartungen und Offenheit der Prüfer:innen
- [00:09:32] Entscheidungen begründen und den Vortrag strukturieren
- [00:11:01] Aufmerksamkeit und Emotionen im Prüfungsvortrag
- [00:13:32] Fachliche Inhalte und passende Bilder
- [00:15:40] Den eigenen Präsentationsstil wählen
- [00:17:54] Medium und Werkzeug sicher beherrschen
- [00:19:32] IHK-Vorgaben und Hinweise aus der Berufsschule
- [00:21:31] Mit einer Projektgeschichte einsteigen
- [00:24:57] Das Ende der Präsentation gestalten
- [00:26:02] Passenden Humor einsetzen
- [00:28:28] Technische Inhalte visuell darstellen
- [00:30:06] Eigene Fotos für einen persönlichen Bezug
- [00:33:34] Individuelle Agenda und Zwischenfolien
- [00:35:19] Persönliche Fotos und Geschichten aus dem Projekt
- [00:37:29] Gestaltungsspielraum und verbindliche Vorgaben
- [00:39:15] Presentation Zen und weitere Materialien
- [00:40:43] Buchprojekt und Newsletter
- [00:42:37] Ausblick auf weitere Angebote zur Prüfungsvorbereitung
Inhalt
- Die guten alten Mythen der Projektpräsentation.
- Fortschrittsbalken, Corporate Design und Seitenzahlen sollten in Zeiten von Presentation Zen* als überholt gelten und Relikte der Vergangenheit sein.
- Die Mär von den „alteingesessenen“ Prüfern.
- Es ist immer wieder spannend zu hören, wie viele „alte“ (und damit meine ich nicht das Alter, sondern die Einstellung) Prüfer es angeblich in den IT-Berufen gibt.
- „Das haben wir schon immer so gemacht!“ Nur als Begründung für wichtige Entscheidungen im Projekt lassen wir das nicht gelten…
- Prüfer sind auch nur Menschen (die unterhalten werden wollen).
- Die Projektpräsentation ist kein Zirkus.
- Es geht mir nicht darum, Witzigkeit und Oberflächlichkeit zu fordern.
- Ich möchte die Inhalte des Projekts bestmöglich transportiert bekommen.
- Der Stil muss zu dir passen.
- Verstell dich nicht für die Projektpräsentation. Das bezieht sich allerdings auch auf die „alte“ Art zu präsentieren.
- Du darfst dich auch einmal etwas trauen.
- Wähle das beste Medium.
- Es geht immer um den Inhalt! Die Folien sind nur Beiwerk.
- Weder PowerPoint noch Prezi (noch Tool X) führen automatisch zu guten Präsentationen. Aber genauso wenig zu schlechten.
- Halte formale Vorgaben deiner IHK ein.
- Wenn du ein wenig recherchierst, wirst du wahrscheinlich feststellen, dass es nur wenige „harte“ Vorgaben gibt.
- Frag deine Lehrer, wenn du keine Vorgaben findest.
- Oder ignoriere alles und mach dein eigenes Ding!
- Überrasche die Prüfer.
- Wähle einen spannenden/ungewohnten Einstieg in die Präsentation.
- Verzichte auf die üblichen Floskeln wie „Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.“.
- Setze gezielt Humor ein.
- Aber bitte mit Bedacht und ein wenig Intelligenz.
- Präsentiere visuell und nicht textuell.
- Wenn du ein wenig nachdenkst und experimentierst, wirst du fast alle deine Inhalte visuell darstellen und auf Text fast vollständig verzichten können.
- Gib deiner Präsentation eine persönliche Note.
- Verwende eigene Bilder anstatt Stock-Fotos. Mit den Handys von heute ist das kein Problem mehr. Alternativ verwendest du eine vernünftige Kamera*.
- Gestalte deine Agenda oder sogar alle Folien mit Bezug zu deinem Projekt.
- Zeige ein Foto von dir selbst.
- Baue sinnvolle Geschichten zum Projekt in deine Präsentation ein.
Literaturempfehlungen
Wie immer, wenn es um die Abschlusspräsentation geht, kann ich nur wärmstens die Lektüre von Presentation Zen* empfehlen. Niemand will mehr langweilige Textwüsten sehen!
Links
- Permalink zu dieser Podcast-Episode
- RSS-Feed des Podcasts
- Mythen der Projektpräsentation (Blog-Artikelreihe)
- Ansprechende Gestaltung der Projektpräsentation – Anwendungsentwickler-Podcast #62
- Präsentation – Abschlussprojekte (Fachinformatiker.de)
- Einsatz von Prezi für die Projektpräsentation
Weitere Infos zur Projektpräsentation
Du suchst noch mehr Tipps rund um die Projektpräsentation? Dann schau doch mal in diese Artikel- und Podcast-Kategorie: Alle Artikel rund um die Projektpräsentation.
Und wenn du dich für meinen Newsletter einträgst, kannst du dir jetzt sofort meine Checkliste für die Projektpräsentation herunterladen.

Zusammenfassung
Was bei deiner Projektpräsentation zählt
Aus meiner Praxis als Ausbilder und Prüfer stammen die folgenden Empfehlungen für deine Abschlussprüfung als Fachinformatiker:in Anwendungsentwicklung. Meine eigenen IT-Azubis präsentieren nach diesem Ansatz; zwei ihrer Präsentationen wurden zum Zeitpunkt der Aufnahme mit 100 Prozent bewertet. Welche Anforderungen für dich gelten, erfährst du bei deiner IHK und deinem Prüfungsausschuss.
Bei der Bewertung haben die fachlichen Inhalte das größte Gewicht. Dein Projekt muss vollständig und korrekt nachvollziehbar werden, wobei auch deine Methodik erkennbar sein soll. Wie du etwas zeigst, richtet sich danach, wie die Prüfer:innen den jeweiligen Inhalt am besten verstehen können.
Vorgaben vorab klären
Erkundige dich vor dem Gestalten deiner Präsentation nach den Regeln deiner IHK. Viele IHKs lassen bei den Folien mehr Freiraum als bei der Projektdokumentation, für die etwa Schriftgrößen und Zeilenabstände vorgegeben werden. Verbindliche Vorlagen oder konkrete Anforderungen hältst du ein.
Bei offenen Fragen kannst du deine Berufsschullehrer:innen ansprechen. Im Prüfungsausschuss sind Berufsschullehrer:innen vertreten, sodass du dort Hinweise zu den Erwartungen deines Ausschusses bekommen kannst. Wer von verbindlichen Vorgaben abweicht, trägt das Risiko für die eigene Note. Dazu rate ich dir ausdrücklich nicht.
Platz für deine Inhalte schaffen
Auf meinen Folien verzichte ich auf eine ständig eingeblendete Agenda und Fortschrittsbalken. Solche Elemente beanspruchen Fläche, während ihre kleine Schrift oft schwer lesbar ist. Auch ein Firmenlogo auf jeder Folie lenkt Aufmerksamkeit vom Projektinhalt ab.
Sofern deine Vorgaben dir diesen Freiraum lassen, kannst du wiederkehrende Gestaltungselemente weglassen:
- Firmenlogos lassen sich auf der Startfolie oder am Ende platzieren.
- Foliennummern haben für meinen Ausschuss keinen entscheidenden Wert, wenn die Inhalte verständlich und fachlich richtig ankommen.
- Zwischenfolien mit einer Agenda zeigen den roten Faden und den aktuellen Projektabschnitt.
- Große Grafiken bekommen genügend Platz, damit die Prüfer:innen Details erkennen können.
Eine passende Begrüßung und ein sinnvoller Einstieg gehören weiterhin zum Vortrag. Durch die Agenda und nachvollziehbare Übergänge bleibt erkennbar, wie dein Projekt aufgebaut ist.
Prüfer:innen ansprechen
In den Ausschüssen, die ich kenne, engagieren sich Praktiker:innen und Lehrer:innen ehrenamtlich. Sie möchten junge Menschen fördern und bleiben fachlich auf dem Laufenden. Bei Projekten erwarten sie begründete Entscheidungen: Dass ein Unternehmen beispielsweise immer Java verwendet, reicht als fachliche Begründung allein nicht aus. Auch bei der Präsentation gehört für mich dazu, durchdacht vorzugehen.
Nach mehreren Vorträgen an einem Prüfungstag kann eine ansprechende Präsentation Aufmerksamkeit wecken. Die Prüfer:innen müssen jede Leistung objektiv bewerten, während Bilder oder eine direkte Ansprache den Vortrag angenehmer machen können. Sachliche Projektinhalte lassen sich mit Emotionen und dosiertem Humor vermitteln.
Ein Yoda-Bild eignet sich beispielsweise, um eine:n erfahrene:n Entwickler:in darzustellen, mit dem oder der du ein Code-Review durchgeführt hast. Voraussetzung ist, dass das Bild zum Inhalt passt und die Anspielung für dein Publikum verständlich ist. Bei Memes oder Jugendsprachwitz besteht das Risiko, dass die Prüfer:innen den Bezug nicht verstehen. Selbstironie über einen umständlichen Papierprozess im eigenen Unternehmen bietet einen nachvollziehbaren Anlass für Humor.
Deinen Stil und dein Werkzeug beherrschen
Wähle eine Art zu präsentieren, mit der du dich wohlfühlst und die du bereits geübt hast. Wenn du zurückhaltend auftrittst, darf dein Vortrag dazu passen. Ein ungewohnter Stil, den du erstmals für die Abschlussprüfung ausprobierst, erschwert es dir, bei Problemen sicher zu reagieren.
Für dein Werkzeug gilt dasselbe. PowerPoint kommt ebenso infrage wie Prezi oder Reveal.js. Auch Live-Coding, ein Flipchart und ausgedruckte Codeausschnitte sind mögliche Formen. Entscheidend ist, ob das Medium zu deinen Inhalten passt und du bei technischen Schwierigkeiten damit umgehen kannst.
Einstieg und Ende bewusst gestalten
Mit einer kurzen Geschichte über das Ausgangsproblem kannst du direkt ins Projekt einführen. Beschreibe beispielsweise, wie im Unternehmen große Excel-Tabellen ausgedruckt und von Hand bearbeitet wurden und welche Webanwendung du dafür entwickelt hast. Darin lassen sich das Projektziel und der Umfang bereits vermitteln. Anschließend stellst du dich und dein Unternehmen vor.
Für die ersten 30 Sekunden verweise ich auf eine Untersuchung, nach der Zuhörer:innen früh entscheiden, ob sie einem Vortrag weiter folgen möchten. In der Bewertungsmatrix meines Ausschusses wird ein sinnvoller Einstieg verlangt; dessen konkrete Form kannst du gestalten.
Auch für die letzte Folie eignet sich ein Bild mit Bezug zum Projekt. Die Einladung zu Fragen kannst du mündlich aussprechen. Anfang und Ende bleiben besonders in Erinnerung.
Technische Inhalte anschaulich zeigen
Für viele Projektdetails findest du eine visuelle Form:
- UML-Diagramme zeigen technische Zusammenhänge.
- ER-Modelle veranschaulichen die Datenstruktur.
- Ablaufdiagramme machen Prozesse nachvollziehbar.
- Screenshots der bisherigen Anwendung zeigen das Ausgangsproblem.
- Fotos einer Papierliste verdeutlichen, welche Arbeit du digitalisiert hast.
Quellcode braucht eine Darstellung als Text. Einzelne Folien mit wenigen Stichpunkten passen ebenfalls in den Vortrag. Für den überwiegenden Teil empfehle ich dir, nach Bildern oder technischen Grafiken zu suchen, die den Inhalt verständlich machen.
Einen persönlichen Bezug herstellen
Mit selbst aufgenommenen Fotos kannst du dein konkretes Projekt zeigen. Für eine entwickelte Smartphone-App lässt sich etwa das eigene Gerät mit der App auf dem Display fotografieren. Dafür genügt eine geeignete Handykamera mit guter Beleuchtung. Die Suche nach einem passenden Stockfoto kann mehr Zeit beanspruchen als eine eigene Aufnahme.
Auch deine Agenda lässt sich auf das Projekt beziehen: Wenn du eine Papierliste digitalisiert hast, kannst du die Projektphasen handschriftlich auf dieser Liste eintragen und sie als Zwischenfolie fotografieren. Ein Foto von dir auf der Vorstellungsfolie gibt dem Vortrag einen weiteren persönlichen Bezug.
Erzähle an passenden Stellen, welche Schwierigkeiten du selbst gelöst hast. Ein konkretes Problem beim Speichern von Entities mit JPA macht deine Arbeit nachvollziehbar und liefert mir als Prüfer einen Hinweis darauf, dass du den betreffenden Teil selbst umgesetzt hast. Erfahrungen aus dem Fachbereich oder später hinzugekommene Anforderungen eignen sich ebenfalls für kurze Geschichten im Verlauf des Vortrags.
Weiterführende Materialien
Für weitere Anregungen empfehle ich dir Presentation Zen von Garr Reynolds. Auf meiner Website findest du die Artikelreihe Mythen der Projektpräsentation sowie weitere Beiträge zur Foliengestaltung und zum Einsatz von Prezi. Die Shownotes zur Episode 87 enthalten außerdem die Diskussion auf fachinformatiker.de, die den Anlass für diese Empfehlungen gab.
Auf dieperfekteprojektpräsentation.de gibt es ergänzende Inhalte und einen Newsletter zu meinem damals geplanten Buch. Mein allgemeiner Newsletter enthält wöchentlich Links zur IT-Ausbildung, darunter Empfehlungen meiner IT-Azubis. Die Hinweise auf Rabattaktionen und weitere geplante Angebote beziehen sich auf Januar 2017.
Transkription der gesamten Episode
Automatisch erzeugte Transkription der Episode
Herzlich willkommen zum Anwendungsentwickler-Podcast, den Podcast rund um die Ausbildung zum Fachinformatiker
für Anwendungsentwicklung. In dieser Episode geht es um eine moderne Projektpräsentation. Viel Spaß!
Hallo und herzlich willkommen zur 87. Episode des Anwendungsentwickler-Podcasts.
Mein Name ist Stefan Macke und heute geht es um ein persönliches Thema, was mir sehr am Herzen liegt, und zwar eine spannende Gestaltung der Projektpräsentation.
Aber bevor wir anfangen, erstmal für alle, die sich das hier zeitnah anhören, ein frohes neues Jahr 2017.
Ich habe jetzt über die Feiertage 2016, also Weihnachten, Neujahr und so weiter, ja ein bisschen Blog- und Podcastpause gemacht.
Aber heute geht es jetzt endlich weiter und ich hoffe, du bist gut ins neue Jahr reingekommen und kannst jetzt nochmal frisch durchstarten.
Hast vielleicht sogar jetzt in naher Zukunft deine Abschlussprüfung und bist dann vielleicht sogar bald fertiger Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung.
Denke ich mal hauptsächlich, weil dafür ist ja dieser Podcast gedacht.
Aber auch wenn du in einem anderen IT-Beruf bald jetzt deine Prüfung hast, drücke ich auf jeden Fall die Daumen.
Und wenn du konkrete Fragen oder so noch hast zur Prüfungsvorbereitung, dann schreib mich gerne an.
Aber das weißt du ja hoffentlich inzwischen, dass du mich jederzeit ansprechen kannst, wenn es irgendwas um die Ausbildung gibt.
Ja, jetzt fangen wir aber an mit dem Thema, also frisch ins neue Jahr und gleich mit einem etwas provokanten Thema vielleicht.
Denn als Anlass für diese Episode habe ich eine hitzige, möchte ich mal so bezeichnen, Forendiskussion unter fachinformatiker.de genommen.
Da geht es nämlich um die Frage, wie man eine Projektpräsentation gestalten sollte.
Und dann kommen immer wieder so bestimmte Fragen auf, wo ich dann auch immer sehr deutliche Aussagen treffe,
wie zum Beispiel Corporate Design ist Schrott und Foliennummern sind innen unwichtig und so weiter.
Und da gibt es natürlich dann die wildesten Diskussionen.
Und deswegen möchte ich heute einfach mal die Chance nutzen und meine Meinung nochmal einmal deutlich kundtun und heute mal einmal erzählen,
was ich so von einer modernen Projektpräsentation erwarten würde.
Vorab vielleicht, ich kann selbstverständlich nicht für alle Prüfer sprechen, die es da draußen gibt.
Das sollte dir klar sein. Ich habe vielleicht einen etwas moderneren Ansatz oder auch modernere Erwartungen an so eine Projektpräsentation.
Aber ich hoffe, dass du auch meiner Meinung bist und dass diese alten, langweiligen, gruseligen Textfolien heutzutage einfach nicht mehr Standard sein sollten.
Wenn das allerdings tatsächlich eine Anforderung deines konkreten Prüfungsausschusses oder deiner IHK sein sollte, okay, dann tut es mir leid.
Dann möchte ich natürlich bitten, das alles zu ignorieren, was ich heute erzähle.
Aber ich hoffe, dass du bei mir bleibst und auch der Meinung bist, dass man die Präsentation ansprechend, interessant, spannend, witzig,
vielleicht auch ein bisschen anregend, mitreißend gestalten sollte und nicht so, wie wir es schon immer gemacht haben.
Aber da gehe ich später nochmal einmal genau darauf ein.
Nur ich möchte vorab einfach eine Warnung aussprechen.
Wenn du dich an alles das hältst, was ich sage und dein Ausschuss bewertet das leider alles negativ, weil er eine komplett andere Geschichte haben will,
dann tut es mir natürlich wirklich leid.
Aber das kannst du ganz einfach umgehen, indem du dich vorher informierst, was denn vielleicht deine IHK für Anforderungen hat.
Und ich sage schon mal direkt vorweg, das wird wahrscheinlich relativ offen gehalten sein.
Denn anders als bei der Dokumentation, wo es tatsächlich bis runter zum Zeilenabstand und Schriftgröße und so irgendwelche formalen Vorgaben gibt,
halten sich da bei der Präsentation doch viele IHKs interessanterweise zurück und sagen,
habe ich jetzt zum Beispiel auch im Forum gelesen, so was wie, ja, nach drei Jahren Ausbildung sollte ein Prüfling in der Lage sein, eine vernünftige Präsentation zu halten.
Wir werden jetzt also nicht vorgeben, wie die Folien auszusehen haben, was ich auch völlig in Ordnung finde.
Aber deine IHK kann dadurch aus einer Ausnahme bilden.
Du weißt, es gibt, ich glaube, 89 verschiedene IHK in Deutschland und jede kocht ihr eigenes Süppchen.
Das heißt, wenn du eine Vorlage oder Vorgabe hast für deine Präsentation, dann halte dich bitte daran und sag später nicht,
der Stefan im Internet hat aber gesagt, dass man Präsentationen so und so gestaltet.
Ja, also das ist hauptsächlich meine persönliche Meinung.
Ich vertrete diese Meinung allerdings auch offensiv.
Ich gebe meinen eigenen Präsentationen genauso vor, wie ich es heute beschreibe.
Und auch meine eigenen Azubis setzen ihre Präsentationen so um.
Und zwei davon wurden Stand heute schon mit 100 Prozent bewertet.
Kannst du dir auf meiner Webseite ja anschauen.
Kennst du vielleicht sogar schon.
Von daher ist das also auch was, was in der Praxis anwendbar ist und was nicht.
Ja, das hat man mir dann auch im Forum vorgeworfen, was ich erzähle, dass andere Prüflinge das mal ausprobieren sollen.
So nach dem Motto ist ja nicht meine Note, um die es da geht.
Aber das ist nicht der Fall, denn ich vertrete diese Meinung auch in der Praxis.
Und meine eigenen Azubis fordere ich auch auf oder motiviere sie auch dazu, nach diesem Stil zu präsentieren.
Und bislang hat es immer sehr gut in Anführungszeichen geklappt.
Okay, dann steigen wir jetzt endlich mal ein ins Thema.
Ich habe schon eine größere Blogpost-Serie zum Thema Mythen der Projektpräsentation geschrieben.
Die will ich jetzt alle nicht mehr im Detail hier durchkauen.
Kannst du dir durchlesen.
Ist auch in den Shownotes verlinkt.
Shownotes schon mal vorweg wie immer unter anwendungs- und mittlerpodcast.de
Slash 87 für die 87. Episode.
Und das gibt, da sind es glaube ich so ungefähr sechs oder sieben Artikel zu allen möglichen Sachen,
die mir bei diesen alten Präsentationen so negativ auffallen, die ich so unsinnig finde.
Dazu zählt unter anderem dieser magische Fortschrittsbalken.
Ich habe das auch genannt.
Agenda auf jeder Folie.
Das heißt, wo dann meine Projektphasen vielleicht unten oder an der Seite oder wo auch immer auf der Folie,
auf jeder Folie gezeigt werden und dann so ein kleiner Balken mitläuft, wo ich gerade bin.
Quasi so eine Art Inhaltsverzeichnis, was immer mitaktualisiert wird.
Finde ich gruselig.
Ganz, ganz schrecklich.
Das nimmt super viel Platz weg.
Der Text ist so winzig, den kann eh keiner lesen.
Und es ist einfach das Schlimmste, was du mit einer Folie machen kannst.
Schau dir mal ein Beispiel an, wenn du dir den Blogpost dazu durchliest.
Dann habe ich als nächstes noch Corporate Design auf jeder Folie, also Logo und Überschrift.
Und ich zähle jetzt auch mal Seitenzahl und so weiter dazu.
Das muss alles nicht sein.
Ich finde, das unnötige Schnickschnack nimmt sehr viel Platz auf der Folie weg und lenkt von deinen eigentlichen Inhalten ab.
Von daher auch das halte ich für absolut überflüssig und sollte auf den Folien, also meiner Meinung nach jedenfalls, nicht gezeigt werden.
Außer vielleicht auf der Startseite oder auf der Endfolie, wo nochmal einmal dein Name oder das Firmenlogo und so weiter platziert werden kann.
Kein Problem.
Aber auf jeder Folie meiner Meinung nach völlig unwichtig und uninteressant.
Und ich habe noch ein paar mehr Sachen in dieser Artikelreihe verlinkt, dass man zum Beispiel Bilder benutzen sollte und wie das geht und Beispiele dafür.
Also guck dir einfach mal den Blogpost an.
Das will ich hier gar nicht mehr im Detail heute durchkauen.
Aber meiner Meinung nach, so kurz zusammengefasst, diese klassischen Folien, die man ganz häufig auch von IHK-Präsentationen kennt, die auch vielleicht im Internet herumgeistern oder so als Vorlagen von IHK ankommen und so.
Die finde ich wirklich völlig überholt, überhaupt nicht ansprechend, langweilig gestaltet, verleitet einen dazu, so diese Bullet Points zu machen mit viel Text und wenig Grafik.
Und wenn man Grafiken einfügt, sind sie durch das Corporate Design so klein, dass man kaum was darauf erkennen kann und so weiter.
Und das finde ich ganz, ganz schrecklich und ich finde, das gehört abgeschafft.
Ein häufiger Grund, warum diese alten Präsentationsformen, sage ich jetzt mal, also alt im Sinne nicht von 20 Jahre alt, sondern diese veralteten Denkweisen, glaube ich, das haben wir schon immer so gemacht.
Die sahen schon immer so aus, die Abschlussprüfung.
Das muss auch in Zukunft so sein.
Ein Grund, warum das häufig angeführt wird, dass man das so machen sollte als Prüfling, ist, dass ja im Prüfungsausschuss immer nur so alte Leute sitzen, so alte ITler jenseits der 60 am besten, die noch nie etwas anderes gesehen haben in ihrem Leben und die wollen, dass die Prüfungen alle identisch sind und dass die Folien so aussehen.
Und da muss eine Seitenzahl draufstehen und, und, und.
Aber ich persönlich finde das völligen Quatsch.
Also ich weiß nicht, kann jetzt nicht für jeden Ausschuss da draußen sprechen, aber Ausschüsse, die mir bekannt sind, natürlich auch mein eigener, an dem ich arbeite.
Da sitzen nicht irgendwelche alten, greisen Männer, so hört sich das ja meistens an, die irgendwie nichts Besseres zu tun haben, als den Prüfling einen reinzuwürgen, sondern das sind Leute aus der Praxis, das sind engagierte Lehrer, die das in ihrer, in ihrer Freizeit machen.
Und das muss man immer sagen, das ist alles ehrenamtlich, was wir hier machen als Prüfer.
Und die setzen sich bestimmt nicht dahin, um in ihrer Freizeit Leute runterzumachen oder sich langweilige Präsentationen gerne anzugucken, sondern die wollen einfach am Puls der Zeit bleiben.
Die wollen junge Menschen fördern und sie auch gut durch die Prüfung kommen lassen.
Das kann ich immer nur wieder betonen.
Es geht hier nicht darum, den Leuten irgendwie eine möglichst schlechte Note zu geben, sondern wenn eine bestimmte Leistung da ist, die wir natürlich auch fordern müssen, das ist klar, dann sollen die auch mit einer entsprechenden Punktzahl belohnt werden.
Und wenn ich eine gute Präsentation sehe und da kann ich nicht nur für mich sprechen, sondern auch für unseren Ausschuss, dann ist es uns völlig egal, ob da eine Seitenzahl draufstand oder nicht.
Wenn die Präsentation mich mitgerissen hat, wenn die Inhalte vernünftig rübergebracht werden und wenn da keine Inhalte fehlen oder Fehler drin sind, also was weiß ich, falsche Zahlen oder sonst irgendwas, dann ist es wirklich völlig irrelevant, ob auf Folie 3 die, dass das Unternehmenslogo stand oder nicht.
Also an sowas würde ich mich nicht festmachen.
Und ich finde es immer ganz erstaunlich, wie dieser Eindruck bei vielen Prüflingen, wo noch da ist, dass halt irgendwie nur alte, graue Leute im Prüfungsausschuss sitzen, die ganz uralt, ich weiß nicht, ganz, ganz schrecklich alte Vorstellungen haben.
Also es ist definitiv nicht so.
Viele Leute, die ich kennengelernt habe, auch aus anderen Prüfungsausschüssen, sind alles andere als langweilig und alt und die bleiben am Puls der Zeit und möchten gerne auch mit jungen Menschen zusammenarbeiten.
Deswegen machen sie den Job da.
Also wenn du jetzt mit einer modernen Präsentation daherkommst, dann wirst du die wahrscheinlich genauso mitreißen können wie andere Leute auch.
Und gerade in der IT-Branche kannst du davon ausgehen, dass die Leute auch innovativ sind und auf Neuigkeiten positiv reagieren und sich nicht irgendwie darauf beruhen.
Ja, wie gesagt, den Standard.
So, das haben wir schon immer so gemacht.
Gerade vor allem, weil wir das zum Beispiel bei der Bewertung der Projektdokumentation des Projekts insgesamt auch immer als negativen Kritikpunkt haben, wenn Leute sagen Ja, ich habe Java benutzt, weil wir das in unserer Firma einfach mit Java so machen.
Da werden gar keine Sachen hinterfragt, sondern das nimmt man so in Kauf.
Und das führen wir als Kritikpunkt bei den Projekten der Prüflinge an.
Also warum sollen dann die Prüflinge, wenn sie mal was Neues in ihrer Präsentation zum Beispiel ausprobieren, dafür etwas abgezogen bekommen, einen negativen Punkt vielleicht bekommen?
Nur weil sie das nicht so gemacht haben, wie es schon alle Prüflinge vorher gemacht haben.
Also meiner Meinung nach wäre das eine Bewertung mit zweierlei Maß.
Die Prüflinge müssen sauber begründen, warum sie Dinge tun und können sich nicht auf alteingesessene Vorgaben berufen.
Aber die Prüfer schon, wenn sie was bewerten.
Also das finde ich nicht in Ordnung.
Von daher, ich glaube, die Prüfer sind da sehr offen.
Und wenn du eine vernünftige, ansprechende Präsentation gestaltest, dann wird dir niemand böse sein, wenn da nicht ständig eine Agenda mitläuft.
Selbstverständlich musst du bestimmte Sachen einhalten, wie zum Beispiel eine vernünftige Einleitung, saubere Begrüßung und so weiter.
Und auch sicherlich musst du mal eine Agenda zwischendurch zeigen, kannst nicht einfach wahllos von A nach B springen.
Das ist alles völlig klar.
Aber ich glaube nicht, dass es so konkrete Vorgaben gibt, wie auf jeder Folie muss jederzeit zu sehen sein, welche Seitenzahl von wieviel Folien, die noch kommen, wir gerade haben und bei welchem Agendapunkt wir sind und das Logo und, und, und, und.
Ich glaube nicht, dass es solche speziellen Vorgaben gibt.
Wenn es die doch gibt, dann schick mir gerne Mail und schreib mir das, denn das möchte ich wirklich gerne mal sehen.
Ich persönlich halte sowas für völligen Quatsch.
Und zuletzt solltest du nicht vergessen, die Prüfer, die da vor dir sitzen, sind auch nur Menschen.
Die wollen unterhalten werden.
Stell dir einfach vor, du hast oder du bist in der Rolle dieses Prüfers und hast jetzt einfach mal so an einem Tag acht solcher Präsentationen und siehst achtmal haargenau den gleichen Einheitsbrei.
Da kann ich dir sagen, auch wenn da im Forum natürlich diskutiert wird nach dem Motto, das musst du als Prüfer aber objektiv bewerten und du hast auch die achte Präsentation genauso zu bewerten wie die erste.
Ja, das völlig richtig.
Und das kriegen wir auch hin.
Trotzdem sind wir alle menschlich.
Und wenn die sieben Präsentationen langweilig waren zum zum Haare raufen, dann hat das sicherlich eine Auswirkung auf meinen Gemütszustand bei der achten Präsentation.
Und selbstverständlich werde ich davon abstrahieren können und sagen können, ob die Präsentation gut war oder schlecht, egal ob ich müde bin oder gelangweilt oder nicht.
Und das kriegen die Prüfer auch hin.
Keine Sorge.
Dennoch ist es natürlich für dich eine Möglichkeit, positiv aufzufallen, wenn du nicht den gleichen Einheitsbrei wie alle anderen machst, sondern mich vielleicht ein bisschen ansprichst, mein Bild zeigst, mich vielleicht direkt auch involviert in einer Präsentation und so weiter.
Das macht ganz sicher einen positiven Eindruck.
Und ich finde es auch immer blöd, sowas zu sagen wie Ja, die Präsentation ist ja keine Kasper Show oder Zirkus Veranstaltung, wo du Leute unterhalten musst.
Nein, das musst du auch nicht.
Du musst sachlich dein Projekt vortragen.
Aber meiner Meinung nach kann man auch Sachlichkeit mit ein bisschen Humor, sage ich mal, würzen, mit ein paar interessanten Bildern untermauern.
Ja, ich finde dieses Wort sachlich und professionell.
Das wird ganz häufig übersetzt mit Es darf aber auch keine Emotion zu spüren sein.
Und das ist völlig falsch, meine Meinung nach.
Man erreicht die Leute und auch die Prüfer immer nur emotional.
Und das kann man auch in seine Präsentation einbauen.
Das kann man auch zu seinem Vorteil nutzen.
Meiner Meinung nach.
Also dieses Argument von wegen Wir können hier nicht mit Bildern arbeiten und da dürfen auf keinen Fall irgendwelche Witze drin sein.
Oder ich weiß nicht, was einem noch einfällt.
Das zieht überhaupt nicht.
Natürlich geht es bei der Projektpräsentation nicht darum, hier eine Verkaufsshow zu machen, die Leute irgendwie mitzureißen und irgendwie so motivationsmäßig hier aktiv zu werden.
Das ist völlig klar.
Es geht um dein Projekt, das du vorstellen sollst.
Aber es geht auch nicht darum, nur nüchtern, langweilig, absolut emotionslos irgendwelche Fakten vorzutragen.
Das ist auch nicht das Ziel.
Also man sollte weder das eine Ende der Skala noch das andere nutzen.
Es geht nicht darum, den Clown zu machen und Witzigkeit und Oberflächlichkeit in den Vordergrund zu stellen und die Leute zu unterhalten.
Es geht aber auch nicht darum, total nüchtern und langweilig irgendwelche Fakten im Sinne von Texten, die einfach als Bullet Points aufgereiht sind oder so vorzustellen.
Das ist genauso schlecht.
Es geht um eine vernünftige Mischung.
Meiner Meinung nach ist das zentrale Ziel der Projektpräsentation, dass die Inhalte des Projekts bestmöglich transportiert werden.
Es geht immer um die Inhalte.
Der größte Bewertungspunkt, wo es auch am meisten Punkte für gibt bei der Präsentation, sind die Inhalte.
Ist das fachlich korrekt?
Hat das Hand und Fuß?
Ist eine Methodik erkennbar?
Habe ich ein vernünftiges Medium gewählt, um die Sachen zu transportieren und so weiter?
Und wenn das optimale Medium zum Beispiel ein Bild ist von was auch immer.
Im Forum wurde diskutiert, dass man vielleicht ein Bild von Yoda da unterbringt.
Aus Star Wars.
Den kennst du hoffentlich.
Da gehe ich jetzt einfach mal von aus als Attiler.
Ich bin der Meinung, ich werde von niemandem verlangen, ein Bild von Yoda in die Präsentation einzubauen.
Aber wenn sich Yoda für irgendwas anbietet, was ich visualisieren möchte.
Keine Ahnung.
Ich habe mir so etwas ausgedacht wie, mein Mentor hat mich im Projekt betreut.
Oder ich habe ein Code Review mit einem erfahrenen Entwickler gemacht.
Wenn ich dieses erfahrene Entwickler bildlich darstellen möchte und ich möchte es vielleicht ein bisschen witzig machen,
ein bisschen interessant machen für den Zuschauer, dann kann ich natürlich ein Bild von Yoda nehmen.
Warum nicht?
Ich habe damit kein Problem.
Ich finde es sogar interessant und spannend.
Und vor allem hat sich dann sogar der Präsentator, meiner Meinung nach, sogar ein bisschen Gedanken gemacht.
Denn das Publikum sind ja Attiler.
Und Attiler haben den Hang dazu, Star Wars und Star Trek und solche Sachen zu kennen.
Also warum nicht entsprechende Anspielungen aus dieser Geschichte nutzen?
Ich finde das überhaupt nicht schlimm.
Ich finde das total klasse.
Und ich fände es richtig toll.
Ich würde mir als Prüfer denken, Mensch, da hat sich jemand Gedanken gemacht.
Und er oder sie versucht, mich irgendwie hier emotional anzusprechen.
Von daher, ich würde das in keinster Weise negativ sehen.
Ich fände das richtig cool, wenn sich das mal jemand traut.
Aber, jetzt kommt das große Aber, es muss halt zum Inhalt passen.
Es geht mir nicht darum, animierte GIFs und irgendwelche lustigen Videos von Katzen oder so in die Präsentation einzubauen.
Das ist nicht das Ziel.
Das Ziel ist, den Inhalt zu transportieren.
Und dafür kann unter Umständen auch ein Bild von Yoda genutzt werden.
Das ist meine zentrale Aussage.
Also, das wurde vielleicht etwas missinterpretiert.
Vielleicht habe ich mich da auch etwas falsch ausgedrückt im Forum.
Es geht also nicht darum, such dir möglichst viele witzige Sachen zusammen und fertig ist die Präsentation.
Nein, das ist ganz, ganz sicher nicht der Fall.
Außerdem auch ein weiterer Punkt, den ich explizit nochmal ansprechen möchte.
Wenn dieser, in Anführungszeichen, moderne Präsentierstil mit vielen Bildern und wenig Text und Interaktion und Emotionalität,
wenn das nicht zu dir passt, weil du vielleicht einfach nicht so ein Typ bist, weil du vielleicht eher ein bisschen zurückhaltend bist
oder du möchtest dich nicht so in den Mittelpunkt stellen oder du kannst das auch einfach nicht.
Es liegt nicht in deiner Natur, so zu präsentieren zum Beispiel.
Dann ist das völlig in Ordnung und dann musst du dich auch nicht für diesen Präsentationsstil entscheiden.
Nur weil der Stefan im Internet das erzählt.
Du sollst vor allem eins dich nicht verstellen in deiner Präsentation.
Du sollst als du selbst auftreten und du sollst nicht als großer Marketing Guru da vorne auf einmal irgendwie will sauspielen auf der Bühne.
So hat es im Motto, wenn das überhaupt nicht zu dir passt.
Nein, du sollst deinen eigenen Präsentationsstil nutzen.
Und wenn diese Art der Präsentation nicht zu dir passt oder wenn du das vorher noch nie so gemacht hast.
Das ist vielleicht auch ganz wichtig.
Wenn du zum Beispiel in der Berufsschule oder in der Firma oder so jeden Tag eine andere Art der Präsentationsform nutzt,
dann solltest du nicht für die Abschlusspräsentation rum experimentieren und einen Stil nutzen, den du vorher noch nie angewendet hast.
Und der dir vielleicht auch nicht liegt und wo du einfach nicht zu Hause bist, sag ich mal.
Wo du vielleicht, wenn irgendwas schiefläuft, nicht weißt, wie du reagieren musst und so.
Das geht gar nicht.
Du sollst selbstverständlich einen professionellen Auftritt hinlegen und das kannst du am besten mit einer Darstellungsform, die du schon selber öfter angewendet hast.
Also genauso wie ich immer empfehle, nimm doch LaTeX für die Projektdokumentation.
Außer wenn du vorher noch nie mit LaTeX gearbeitet hast, ist das bei der Projektpräsentation genau das gleiche.
Nutz diesen ansprechenden, spannenden, emotionalen Stil, wenn du dich damit gut fühlst, wenn du ihn schon mal geübt hast.
Und nicht nur für die Prüfung quasi solltest du dir das aneignen und irgendwie eine aufgesetzte Show abliefern.
Das ist nicht das Ziel.
Aber wenn dir das liegt, dann darfst du dich auf jeden Fall auch trauen, das für die Prüfung zu machen.
Es geht also genau in die andere Richtung auch so.
Wenn du den ganzen Tag lang nur interessante Präsentationen machst, solltest du dich nicht für die Abschlussprüfung so verstellen und diese starren, hässlichen, alten Textfolien präsentieren.
Nur weil irgendwer im Internet sagt, dass man das so machen muss.
Also sei einfach natürlich, sei du selbst und wähle das, was am besten zu dir passt, deinem Stil passt.
Das gleiche kann man jetzt noch weiterführen, auch für das entsprechende Präsentationsmedium.
Du musst zum Beispiel nicht eine PowerPoint präsentieren, nur weil im Internet jeder sagt, dass es eine PowerPoint Präsentation ist.
Genauso musst du auch nicht von PowerPoint Abstand nehmen, nur weil man jetzt alles mit Presi macht oder ToolX.
Es gibt viele neue, moderne Sachen wie, wie heißen die Dinger, RevealJS oder so, wo du im Browser irgendwelche Präsentationen machen kannst.
Alles möglich, alles tolle Tools, die funktionieren sicherlich auch gut.
Aber du solltest dich mit deinem Tool auskennen.
Wenn irgendwas nicht funktioniert, wenn die Folie hakt oder dein Clicker geht nicht weiter oder wie auch immer,
dann musst du schnell reagieren können und wissen, wie man in dem entsprechenden Tool dann damit umgeht.
Und wenn du jetzt nur für die Präsentation dir ein neues, tolles Tool anschaust, wie zum Beispiel Presi,
dazu habe ich schon mal einen Artikel auch geschrieben, verlinke ich in den Show Notes,
dann heißt das nicht, dass dadurch deine Präsentation besser wird.
Dein Tool, was du benutzt, das soll nur deinen Vortrag unterstützen.
Also zum Beispiel Folien oder Live Coding oder Presi oder ich weiß nicht was, Overheadfolien,
meinetwegen ausgedruckte Codeschnipsel, das ist völlig egal.
Welches Medium du wählst, hängt davon ab, was du mit deiner Präsentation rüberbringen willst.
Und das sollte dein Ziel sein, deine Inhalte bestmöglich präsentieren.
Und das muss nicht heißen, dass PowerPoint dieses Tool der Wahl ist,
sondern, wie gesagt, ich habe schon mal in einer Präsentation Overheadfolien gesehen.
Die fand ich zwar an der Stelle nicht ganz so passend, aber der Prüfling wollte das halt gern so machen.
Oder Leute schreiben was an die Tafel oder nutzen ein Flipchart oder drucken irgendwelche Sachen aus und verteilen die.
Das ist alles möglich. Du bist nicht auf PowerPoint oder Tool X festgelegt.
Du kannst machen, was du für richtig hältst, sofern es den Inhalt bestmöglich transportiert.
So, jetzt kommen wir noch mal einmal zurück zu einem Punkt, den ich am Anfang schon angesprochen habe.
Wenn du Vorgaben von deiner IHK bekommen hast, dann halte sie unbedingt ein.
Ich werde mich nicht hinstellen im Internet und sagen, du musst alles anders machen, als deine IHK es vorgibt.
Denn dann wäre ich am Ende ja noch schuld dafür, dass du eine schlechte Note kriegst.
Also wenn du Vorgaben hast, halte dich daran. Das ist genau wie bei der Projektdokumentation.
Das musst du natürlich einhalten, auch wenn die Vorgaben vielleicht objektiv oder auch subjektiv betrachtet völliger Schrott sind.
Das geht hier um deine Note, um deinen Beruf, um vielleicht sogar deine weitere berufliche Karriere.
Von daher halte dich an das, was du vorgegeben bekommst.
Du wirst aber vielleicht feststellen, dass deine IHK sehr schwammige Vorgaben macht oder vielleicht sogar gar keine.
Und dann bist du eigentlich völlig frei in der Gestaltung.
Wenn du keine Vorgaben kriegst von deiner IHK, hast du noch die Möglichkeit, deine Berufsschullehrer zu fragen.
Denn Prüfungsausschuss ist immer mindestens zu einem Drittel aus einem Berufsschullehrer besetzt.
Die müssten also eigentlich wissen, was da gefordert ist.
Und ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass du in deiner Berufsschule sowieso schon vor der Präsentation irgendwelche Übungspräsentationen gemacht hast.
Und dass ihr da auf das Thema Präsentieren und Technik und PowerPoint und ich weiß nicht was eingegangen seid.
Wenn nicht, dann nutzt die Chance und frag einfach deine Lehrer.
Da ist hoffentlich jemand von im Prüfungsausschuss.
Und die können dir dann vielleicht ein bisschen genauer sagen, was vielleicht die Anforderungen bei denen im Ausschuss, also bei deiner IHK, dann sind.
Und dann kannst du dich auch daran halten.
Alternativ kannst du natürlich völlig ausbrechen und von diesen Vorgaben komplett abweichen.
Das ist natürlich dein eigenes Risiko, keine Frage.
Ich persönlich bin der Meinung, dass man trotzdem eine sehr, sehr gute Präsentation und auch eine gute Benotung bekommt,
auch wenn man sich nicht an so lächerliche Vorgaben hält.
Aber das ist natürlich persönliches Risiko.
Und da werde ich niemandem raten, das zu tun.
Wenn es Vorgaben gibt, halte dich dran.
Wenn du dich traust und deine Note dir vielleicht nicht ganz so wichtig ist oder du der Meinung bist,
dass du trotzdem perfekt präsentierst und eine super Note kriegst, auch wenn du nicht eine Seitenzahl auf jeder Folie hast,
dann mach das einfach, aber gib bitte dann im Anschluss nicht mir die Schuld, dass du es verkackt hast.
Ich sage es mal ganz deutlich.
Zum Abschluss vielleicht noch ein paar konkrete Sachen, die mir so einfallen, die du vielleicht in deiner Präsentation anders machen kannst als andere,
um so ein bisschen die Aufmerksamkeit auf dich zu lenken und auch hoffentlich positiv natürlich in Erinnerung zu bleiben.
Ein Punkt wäre zum Beispiel, die Prüfer mal ein bisschen zu überraschen.
Und wie kann man die Leute überraschen?
Indem man von dem abweicht, was erwartet wird.
Beispiel.
Wähle doch mal einen spannenden, einen ungewohnten Einstieg in die Präsentation.
Stell dir mal vor, ich sitze da als Prüfer und ich weiß, jetzt kommen die nächsten 15 Minuten wieder Standardpräsi
und dann geht es schon mit den üblichen Worten los.
Ich möchte Sie begrüßen zu meiner Präsentation oder herzlich willkommen zur Präsentation meines Abschlussprojekts
oder mein Name ist bla bla bla und heute möchte ich Ihnen mein Projekt vorstellen.
Und dann denke ich mir schon, okay, das ist die Standardeinleitung, alles gut gemacht, aber berühren tut mich das natürlich nicht.
Ich finde es total langweilig.
Es ist einfach der Standard, wie bei allen anderen Präsentationen auch.
Versuch doch mal stattdessen was anderes.
Versuch doch zum Beispiel mal, die Leute von der ersten Sekunde an für dein Thema zu begeistern.
Mach doch mal eine visuelle Einführung vielleicht, eine Story, die du zu Beginn erzählst.
So, keine Ahnung, bei uns in der Firma haben wir seit Jahren mit riesengroßen Excel-Tabellen gearbeitet,
die ausgedruckt wurden und eingetragen.
Und das hat immer stundenlang gedauert und, und, und, und.
Und jetzt habe ich mir überlegt, ich digitalisiere das.
Ich entwickle eine Web-Anwendung, über die ich diese ganzen Excel-Dateien ablöse und wir sparen Zeit und, und, und.
So, und dann sind die Leute direkt im Thema drin.
Die sehen, Mensch, ah, darum geht es hier, ja.
Die finden das vielleicht sogar spannend oder können sich damit identifizieren und so weiter.
Und danach machst du dann noch deine übliche Vorstellung, zeigst es Unternehmen und so weiter.
Na, dann hast du diese wertvollen Sekunden zum Einstieg der Präsentation nicht verschleudert, sage ich mal,
mit den Standardsachen, die jeder macht, ja.
Es gibt eine schöne wissenschaftliche Untersuchung, die benutze ich auch immer gerne in meinem PowerPoint-Vortrag zum Thema PowerPoint-Vorträge.
Und zwar hat man herausgefunden, dass nach 30 Sekunden die Leute, die einer Präsentation zuschauen,
schon entschieden haben, ob sie dem oder der Präsentator oder Präsentatorin noch weiter zuhören wollen.
Das heißt, nach 30 Sekunden weiß ich schon, ob die Präsentation grütze wird oder ob ich die richtig cool finde.
Von daher nutze 30 Sekunden, die ersten 30 Sekunden, das sind die wichtigsten Sekunden deiner Präsentation,
weil danach die Leute schon wissen, ob sie noch zuhören müssen oder nicht.
Ob der gleiche Kram wie vorher kommt oder ob es was anderes wird, ob es spannend wird und so weiter.
Also nutze das für dich. Es steht zum Beispiel nirgendwo geschrieben, dass eine Präsentation mit der Vorstellung beginnen muss.
Es gibt zum Beispiel bei unserer Bewertungsmatrix einen Punkt, sowas wie sinnvoller Einstieg in die Präsentation.
Das steht aber nicht, auf der ersten Folie muss der Name des Unternehmens und der Prüfling und die Anzahl der Mitarbeiter und die Seitenzahl stehen.
Das wird da ganz sicherlich nicht vorgegeben. Es ist einfach nur die Frage, ob sinnvoll irgendwie in die Präsentation eingeführt wurde.
Und das kann man genauso gut, nicht nur genauso gut, viel, viel, viel besser als mit der Standard Begrüßungsfloskel machen,
indem man die Leute mitnimmt auf eine Geschichte, vielleicht auf eine Reise durch das Projekt, wie auch immer man das dann gestalten kann.
So, und das ist auch nichts, was dann von der wertvollen Prüfungszeit abgeht.
Bevor so ein Argument kommt, man kann das natürlich so verpacken, dass da gleich die Inhalte drin sind, die ich auch in der Präsentation erwarte.
Zum Beispiel Projektziel, Projektumfang, was habe ich überhaupt gemacht und so.
Das kann ich gleich in dieser ersten Story schon unterbringen.
Das ist also nichts, wo ich irgendwie wertvolle Zeit verschleudere für so eine emotionale Geschichte oder so,
sondern ich kann ja auch quasi Dinge, die die Prüfer auf ihrer Checkliste abhaken.
War das in der Präsentation? Ja, nein. Das kann ich ja da wunderbar unterbringen.
Also schau mal, wie du vielleicht die Prüfer ein bisschen von Anfang an mitreißen kannst.
Und das Gleiche gilt dann auch noch mal fürs Ende der Präsentation.
Das weißt du vielleicht auch Anfang und Ende von irgendwas, von einem Film, von der Präsentation in diesem Fall.
Das sind immer die Dinge, die den Leuten am meisten in Erinnerung bleiben.
Deswegen, wenn du zum Beispiel einen James-Bond-Film oder so dir anguckst,
sind die ersten drei Minuten Film meistens irgendeine spektakuläre Actiongeschichte,
die mit dem Rest des Films aber eigentlich nichts mehr zu tun haben.
Das dient nur dazu, die Leute erstmal in den Film reinzuziehen und die mitzureißen und zu inspirieren.
Und genau das Gleiche beim Ende.
Natürlich muss so ein Film oder in diesem Fall eine Präsentation auch mit einem interessanten, spannenden, abwechslungsreichen Ende aufhören.
Und nicht mit dem Klassiker.
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.
Oder für Fragen stehe ich jetzt gerne zur Verfügung.
Das ist genauso ein Floskelmüll wie beim Einstieg der Präsentation.
Das kann man auch anders machen.
Man kann irgendwie interessanter aufhören.
Man kann gerne die Leute ja auch zu Fragen einladen.
Das ist ja völlig okay.
Aber muss das dann zum Beispiel auf der Folie stehen?
Oder kann man da nicht irgendwie ein hübsches Bild noch mal zum Ende nehmen,
was die Leute noch mal so ein bisschen inspiriert vielleicht?
Muss wirklich dieser Standard-Floskeltext auf der Folie stehen?
Ich würde sagen, nein, das muss er nicht.
So, wie kannst du die Leute noch ein bisschen überraschen?
Naja, mit Humor zum Beispiel.
Die Prüfer erwarten vielleicht nicht unbedingt, dass da auch mal ein Witz in der Präsentation drin ist.
Die erwarten vielleicht langweiligen Schrott und fühlen sich positiv überrascht, wenn da jetzt mal ein bisschen was anderes passiert.
Also du kannst auf jeden Fall auch ein bisschen Humor einsetzen.
Das heißt aber nicht, dass du irgendwelche animierten GIFs oder irgendwelche Memes oder weiß der Geier was einbauen musst.
Das wäre eine Möglichkeit, da wäre ich aber sehr, sehr vorsichtig.
Denn die Leute müssen den Humor natürlich auch verstehen.
Also wenn du jetzt irgendwie den Latest-Jugendsprachen-Zeug da einbaust und keiner der Leute versteht das irgendwie,
dann geht das natürlich nach hinten los.
Aber so ein Beispiel wie ein Bild von Yoda hatten wir jetzt gerade.
Oder halt irgendwie allgemein bekannte Sachen vielleicht aus einer bestimmten Serie
oder halt irgendwelche IT-Persönlichkeiten oder so, die in einem witzigen Kontext dargestellt werden.
Das ist ein bisschen was anderes.
Also du musst da schon mit Intelligenz reingehen.
Du kannst nicht einfach so platten Fäkal-Humor einbauen, sage ich mal, darum geht es mir nicht.
Sondern es geht schon darum, mit Intelligenz an die Sache ranzugehen.
Und mit ein bisschen Witz an die Sache ranzugehen und nicht platte Gags dazu bringen.
Das ist ganz sicherlich nicht das Ziel.
Vor allem, wenn du dich bei der Geschichte nicht wohlfühlst, wenn du ein schlechter Witze-Erzähler bist,
dann lass das vielleicht lieber sein.
Das ist sicherlich was, worüber man streiten kann.
Man kann zum Beispiel bei der Bilderwahl, wenn man die Wahl hat zwischen einem Standard-Stockfoto, sage ich mal,
und man hat vielleicht einen etwas witzigen oder zweideutigen, ein zweideutiges Motiv, was man einsetzen kann,
dann kannst du zum Beispiel das einfach wählen.
Das ist ja auch schon eine Form von Humor.
Also es geht hier nicht darum, irgendwelche Witze zu platzieren.
Kommt ein Skelett zum Arzt oder weiß der gar nicht.
Das ist nicht das Ziel. Das sage ich nochmal explizit.
Und du solltest diesen Humor auch nur nutzen, um deine Inhalte zu unterstützen und nicht zum Selbstzweck.
Wie gesagt, du sollst die Leute hier nicht belustigen.
Du sollst deinen Inhalt transportieren.
Und wenn man das in einem witzigen Kontext tun kann, ist das doch super.
Am besten ist sowas wie ein bisschen auch Selbstironie.
Wenn du zum Beispiel ein Projekt umgesetzt hast, was in deinem Unternehmen halt seit 20 Jahren etablierte Prozesse verändert,
weil ihr halt ständig irgendwie auf einer Papierliste irgendwas eingetragen habt,
dann ist das doch ein super Ansatz, um so ein bisschen humorvoll damit umzugehen.
Du kannst auch zeigen, wie bescheuert dieser Prozess bei euch war.
Jeder kann sofort nachvollziehen, dass es dämlich ist, sich irgendwie händisch in eine Liste einzutragen,
die die Sekretärin dann abtippt und dann per Excel wieder ausdruckt und so weiter.
Das ist ja auch schon eine Form von Humor, die du da einbauen kannst.
Ja, dann sicherlich mein wichtigster Tipp.
Versuche immer visuell zu präsentieren und nicht textuell.
Alles, was du in deinem Projekt gemacht hast, kannst du mit großer, großer Wahrscheinlichkeit in irgendeiner Form visuell repräsentieren.
Und damit meine ich nicht nur Fotos, sondern du kannst auch, was weiß ich, Diagramme machen.
UML-Diagramme, ER-Modelle. Das zähle ich alles zu visuell.
Also es heißt nicht immer nur, dass da keine technischen Inhalte gezeigt werden sollen
und du alles nur mit tollen Fotos illustrieren sollst. Das ist nicht die Idee.
Genauso sind zum Beispiel, ich weiß es nicht, Tabellen oder Diagramme, Flowcharts, was auch immer.
Das meine ich alles mit visuell. Es geht einfach nur darum, auf Text zu verzichten.
Andere Sachen, die kann man nur im Text darstellen, wie zum Beispiel Source-Code oder sonstige Dinge.
Das habe ich auch verlinkt, wie man das schön darstellen kann. Guck einfach in die Shownotes.
Das sind natürlich Dinge, die kann man nur als Text darstellen. Das ist völlig okay.
Und es sagt auch keiner was, wenn da mal eine Textfolie dazwischen ist, wo mal drei, vier Bullet-Points drauf sind.
Völlig in Ordnung. Aber der Großteil deiner Präsentation sollte definitiv nicht aus Text bestehen,
sondern visuell illustriert werden, sage ich jetzt einfach mal.
So, wenn du jetzt auch ein bisschen nachdenkst und ein bisschen experimentierst,
dann wirst du feststellen, dass viele Sachen wirklich mit einem Bild oder mit einer Illustration dargestellt werden können.
Anstatt zum Beispiel zu sagen, meine Anforderungen waren …
Mach doch einfach ein Foto von eurer komischen Liste zum Beispiel, die du digitalisiert hast.
Oder geh in den Fachbereich und mach irgendwelche Screenshots von der alten Anwendung.
Oder ich weiß nicht, was du in deinem Projekt gemacht hast, aber du wirst wahrscheinlich,
ich gehe einfach davon aus, dass das fast immer möglich ist, irgendwas Visuelles zu finden,
anstatt das einfach nur als Text runter zu, ja, keine Ahnung, Copy-Paste oder was auch immer, auf die Folien zu klatschen.
So, und damit kommen wir auch zum letzten Punkt, weil gerade diese visuelle Geschichte ist etwas,
wo du deiner Präsentation auf jeden Fall auch eine persönliche Note verpassen kannst.
Und das würde ich dir als letzten Tipp auch unbedingt mitgeben.
Versuch, dass deine Präsentation, auch wenn du dich vielleicht an diese gewissen Rahmenrichtlinien halten musst,
dass sie trotzdem deine Individualität darstellen und eben nicht im Einheitsbrei untergehen.
Also du kannst auch mit starren Vorgaben dafür sorgen,
dass eine gewisse persönliche Referenz irgendwie in der Präsentation zu sehen ist.
Als Beispiel, wenn du Vorgaben hast bezüglich Seitenzahl und Corporate Identity und wie auch immer,
dann kannst du natürlich trotzdem auf dem Folieninhalt im Mittelpunkt auf Text verzichten und stattdessen Bilder benutzen.
Und was ich jetzt mit persönliche Note meine, ist, dass du diese Bilder, die du da benutzt,
vielleicht einfach selber machen kannst, ja.
Also, wenn du jetzt auf die Idee kommst, ach, ich stelle jetzt alles mit Bildern dar
und lade die jetzt aber bei, keine Ahnung, Pixabay oder Flickr oder sonst wo runter, ja,
dann hast du wahrscheinlich schon wieder das Problem, wenn alle anderen das auch so machen,
dass die Gefahr sehr groß ist, dass sie alle die gleichen Bilder benutzen, ja.
Das heißt, da geht jetzt auch wieder völlig, oder da geht auch wieder deine Individualität völlig verloren,
weil halt andere Leute auf die gleiche Idee kommen, ja.
Und wenn man zum Beispiel bei Pixabay sucht nach irgendwelchen, ich weiß es nicht, Fotos von Handys oder sowas, ja,
dann werden wahrscheinlich die meisten Leute, die das jetzt zum ersten Mal versuchen,
einfach das erstbeste Foto nehmen, was sie da finden.
Und wenn alle anderen das auch so machen, dann haben wir auch wieder nichts gewonnen durch diese Darstellung,
sondern dann sehen alle Präsentationen ja auch wieder gleich aus, weil einfach alle die gleichen Fotos benutzen, ja.
So, und wenn du jetzt aber den einen Extraschritt mehr gehst und diese Fotos einfach selber machst, ja,
dann kann keiner diese Fotos in seiner Präsentation benutzen.
Du hast wirklich eine völlig individuelle Darstellung.
Und jetzt kommt gleich der Einwurf, ja, aber das dauert ja viel zu lange.
Und da muss ich sagen, nö, ganz sicher nicht.
Wenn du mal einmal versucht hast, Stockfotos für deine Präsentation zu finden,
die genau das darstellen, was du darstellen möchtest,
dann weißt du, wie lange es dauern kann, so ein Foto zu finden,
das perfekt das widerspiegelt, was du haben willst.
Wenn du aber genau im Kopf hast, was du darstellen möchtest,
ist es nur ein Klick mit der Handykamera entfernt, genau dieses Foto zu erzeugen.
Beispiel, du möchtest irgendwie eine, du hast eine Android-App oder eine iPhone-App entwickelt, ja,
und möchtest für deine Titelfolie ein Foto von einem iPhone.
Dann leg doch einfach dein iPhone auf den Tisch und fotografier das.
So, dann hast du ein völlig individuelles Foto von deinem iPhone,
vielleicht sogar mit der App, die du entwickelt hast, im Display sichtbar.
Wie geil wäre das denn, ja?
Das zeigt, dass du dich richtig reinhängst und deine Individualität in die Präsentation einbaust.
Und das zeigt, dass du diesen extra Schritt gehst,
dass du nicht einfach nur im Internet suchst und, ja, hier ein Foto, so.
Das kann man ja auch mal eben schnell machen.
Aber dieses, ich setze mich hin, ich mache eigene Fotos,
ich überlege, wie ich die Sachen bestmöglich visualisieren kann,
ja, das ist doch eigentlich fast schon der Weg zu eins geebnet,
also meiner persönlichen Meinung nach, ja.
Und es ist heute tatsächlich so einfach, vernünftige Fotos zu machen, ja.
Wenn du eine iPhone-Kamera oder ein modernes Android-Gerät hast,
was du wahrscheinlich in der Tasche hast, ja,
da haben die Kameras ja teilweise sogar ein bisschen Tiefenunschärfe.
Das heißt, da sehen die Bilder auch wirklich professionell aus, ja.
Du brauchst jetzt also nicht eine super teure Spiegelreflex-Kamera zu kaufen,
nur um für deine Präsentation Bilder zu machen.
Also da höre ich ja schon gleich viele Leute, die sagen,
Nein, es reicht, wenn du es mit dem Handy aus deiner eigenen Tasche machst, ja.
Und dann machst du vielleicht mal ein bisschen eine Lampe an
und legst das Handy ein bisschen schön hin, was du fotografieren willst,
und schwupp, hast du ein richtig cooles individuelles Foto für deine Präsentation.
Das dauert drei Sekunden im Vergleich zu,
ich suche eine Viertelstunde nach einem Bild,
was so ungefähr das darstellt, was ich darstellen will, ja.
Eine weitere Möglichkeit, die du hast,
um deiner Präsentation so ein bisschen Individualität zu geben,
ist deine Agenda.
Ich habe in vielen Beispielfolien immer gesagt,
die Agenda auf jeder Folie ist bescheuert,
aber ich mache dann immer so Zwischenfolien,
denn so ein gewisser roter Faden sollte natürlich erkennbar sein.
Also wenn du zum Beispiel so eine Zwischenagenda
immer mal wieder einblendest mit deinen Hauptprojektphasen,
was weiß ich, Analyse, Entwurf, Implementierung, Test und so weiter,
und das hangelt sich dann so ein bisschen durch,
und das ist immer so eine Zwischenfolie,
dann kannst du doch diese Zwischenfolie ein bisschen individueller gestalten.
Anstatt dass das zum Beispiel eine Punktliste ist,
wo irgendwie ein Balken durchrutscht, kannst du natürlich machen,
dann gib doch diese Agendafolie vielleicht so ein bisschen Bezug zu deinem Projekt.
Als Beispiel, wenn du irgendwie eine, was nehmen wir denn jetzt,
meinetwegen deine komische gezeichnete oder geschreibselte Liste auf Papier,
wenn du die zum Beispiel nimmst,
dann kannst du doch vielleicht davon ein Foto machen
und trägst handschriftlich in die entsprechenden Punkte
vielleicht deine Agenda-Punkte ein,
machst davon ein Foto und benutzt das als Zwischenfolie.
Das wäre doch wohl richtig cool.
Du hast das gleiche Ziel erreicht,
nämlich deine Schritte, die noch kommen
und die schon abgehakt sind, zu zeigen,
aber du hast es individuell für dein Projekt gemacht.
Und das zeigt, dass du dich richtig reingehängt hast.
Und das dauert auch überhaupt nicht lange.
Deine Agendafolie müsstest du auch irgendwie zusammen klicken,
zum Beispiel im PowerPoint und dann noch eine Animation,
dass der Text ausgeraut, wenn der Punkt abgearbeitet ist und, und, und.
Das dauert auch ein paar Minuten, bis du fertig bist.
In der Zeit kannst du ganz sicher auch irgendwie ein cooles Foto machen,
wo du das irgendwie handschriftlich aufgeschrieben hast oder so.
Also überleg mal, ob du irgendwie einen Bezug zu deinem Projekt herstellen kannst,
auch auf diesen Zwischenfolien oder schon auf der Start- und der Endfolie,
wie auch immer.
Versuch einfach, die Idee deines Projekts
komplett in der Präsentation irgendwie einzubauen.
Und was dafür auch ganz gut ist,
wenn du Fotos zum Beispiel gerne benutzen möchtest,
benutze doch einfach mal ein Foto auch von dir selbst.
Wenn du es zum Beispiel dich vorstellst auf deiner Vorstellungsfolie,
das ist ganz egal, ob am Anfang der Präsentation
oder nach so einer Story, wie ich es empfohlen habe,
dann zeig dich doch einfach mal auch mit einem Foto auf der Folie.
Warum nicht?
Das gibt auch einen gewissen persönlichen Touch für deine Präsentation.
Fände ich zum Beispiel super klasse.
Und als letztes hatte ich schon gesagt,
ganz am Anfang der Präsentation solltest du vielleicht mit so einer Geschichte einsteigen
und das kannst du auch während der Präsentation unterbringen.
So Geschichten aus deinem Projekt,
die etwas beschreiben, was du zum Beispiel für Probleme hattest
oder wie du an die Problemlösung rangegangen bist
oder was du mit dem Fachbereich erlebt hast,
wie du die Anforderungen aufgenommen hast.
Ich weiß es nicht, was für Probleme dein UML-Tool gemacht hat
oder wie auch immer.
Etwas, wo sich die Leute reinversetzen können,
wo du auch zeigen kannst, dass du das Projekt zum Beispiel selber umgesetzt hast.
Sowas wie, ja, ich habe mit JPA versucht, meine Entities zu persistieren
und dabei ist mir aber dies und das passiert
und das hat eine Stunde gedauert, um was wieder rauszufinden
und, und, und und so.
Das kann jeder nachvollziehen.
Dann weiß man auch, ah, du hast das selber gemacht.
Das ist wieder so ein Checkpunkt auf meiner Liste als Prüfer.
Finde ich irgendwo Nachweise,
dass der Prüfling das auch wirklich selber umgesetzt hat.
Und wenn du solche Geschichten erzählen kannst,
bam, perfekt.
Ich kann mich da reinversetzen, das berührt mich emotional
und ich habe auch gleich einen Checkpunkt abgehakt.
Aha, der hat wirklich die Persistenz umgesetzt,
hat der selber programmiert,
er hat sogar Erfahrungen gemacht und so weiter.
Und natürlich bieten sich solche Geschichten vielleicht am besten an
zur Einführung in das Projekt und vielleicht auch zum Fazit
und zu einem Ausblick quasi.
Sowas wie, ja, und dann kam auch noch mein Abteilungsleiter
und hat gesagt, ja, wir müssen das Projekt aber unbedingt noch ausbauen
und hier gibt es noch neue Anforderungen.
Und das kann man ja ein bisschen locker in der Geschichte erzählen,
anstatt das einfach wieder mal als Textfolie
mit sieben Bullet Points darzustellen.
Und dadurch wird deine Präsentation wirklich individuell,
sie bleibt in Erinnerung, sie hebt sich ab von anderen Präsentationen,
die genauso aussehen wie alle anderen.
Und das sollte dein Ziel sein, und zwar im positiven Sinne.
Du sollst also nicht mit Müll auffallen, das ist ganz klar,
sondern du sollst mit positiven Dingen auffallen,
die andere vielleicht nicht so machen
und die mir als Prüfer in Erinnerung bleiben.
Das ist erreicht, wenn du halt so ein paar von diesen Punkten heute,
die ich erwähnt habe, vielleicht versuchst umzusetzen.
So, jetzt schaue ich mal auf die Uhr.
Ich habe mein vorgegebenes Ziel von 30 Minuten schon wieder ein bisschen überschritten,
aber das war es mir heute wert.
Ich möchte also noch mal an alle Prüflinge draußen appellieren,
traut euch, die Sachen auch mal anders zu machen,
bringt eine persönliche Note rein, benutzt Bilder,
macht vielleicht selber Bilder, erzählt Geschichten,
wählt ein Medium, was zu euch passt, zu eurer Präsentation passt,
baut auch mal ein bisschen Humor ein, wenn es passt,
nicht zwangsweise, wie gesagt,
und überrascht vielleicht mal die Prüfer mit modernem,
mit innovativen Design und nicht mit dem Standardmüll,
den wir seit 20 Jahren kennen.
Das ist also mein Appell in Richtung Prüflinge.
Traut euch was, geht da raus und macht mal coole Präsentationen
und nicht diesen langweiligen Schrott.
Meiner Meinung nach werden die Prüfer es euch auf jeden Fall danken.
Zuletzt aber noch einmal eindringlich,
wenn du Vorgaben von deiner IHK bekommen hast,
dann halte dich bitte daran.
Ich möchte nicht die Verantwortung dafür übernehmen,
dass du einen Punktabzug kriegst,
weil du die mitlaufende Agenda nicht auf der Folie hast.
Ich finde es super, super traurig, wenn sowas irgendwo gefordert würde,
aber ich kann es nicht ändern
und ich möchte dich natürlich nicht als Versuchskaninchen benutzen,
nach dem Motto, mal alle Vorgaben zu sprengen
und mal gucken, was draus wird.
Das soll hier nicht das Thema heute sein.
Das möchte ich auch ganz klar so dargestellt wissen,
dass es hier darum geht, wenn du Gestaltungsspielraum hast,
den auszunutzen und dich auch mal was zu trauen.
Wenn du fixe Vorgaben hast, dann halte dich besser dran.
Ansonsten könnte es deiner Not abträglich sein.
Und das möchte ich hier natürlich nicht.
Es geht mir darum, dass du ein bestmögliches Prüfungsergebnis einfährst
und nicht, weil ich irgendwie was erzählt habe,
du auf einmal einen Punktabzug kriegst.
Das sage ich noch mal ganz eindeutig.
Wenn du dich aber mit dieser modernen Art der Präsentationen
anfreunden möchtest und vielleicht noch ein bisschen mehr darüber wissen,
dann empfehle ich dir wie immer eigentlich zu diesen Inhalten
das Buch Presentation Zen von GAR.
Reynolds ist schon ein bisschen älter.
Ich glaube schon zehn Jahre alt oder älter.
Und das zeigt eigentlich noch mal,
dass das heute eigentlich schon Standard sein sollte,
Präsentationen so zu gestalten.
Das ist nichts, was im letzten halben Jahr irgendwie hip geworden ist,
sondern das ist was, was seit Jahren eigentlich etabliert ist.
Und wenn du dich in der Praxis umguckst, auf Konferenzen usw.,
da sehen die meisten Präsentationen heute schon so aus.
Also warum nicht auch in der IHK-Prüfung?
Guck dir mal das Buch an.
Da kriegst du sicherlich ein paar coole Anregungen und Inspirationen
für deine eigenen Präsentationen.
Habe ich in den Shownotes verlinkt.
Geh einfach auf die Website.
Ich sage es noch mal.
www.anwendungs-und-entwickler-podcast.de
slash 87 für die 87. Episode.
Da habe ich auch halt einige weitere Links noch reingestellt.
Die Mythen der Projektpräsentation.
Meine andere Podcast-Episode zur ansprechenden Gestaltung
der Projektpräsentation mit noch ein paar konkreten Tipps
für die Foliengestaltung und die Inhalte usw.
Natürlich auch den Link zur Diskussion im Forum
bei www.fachinformatiker.de,
die das Ganze hier heute angestoßen hat.
Und dann auch noch mal ein paar andere Sachen
wie zum Beispiel den Einsatz von Presi bei der Präsentation usw.
Schau einfach mal rein.
Ich habe zur Projektpräsentation selber
so viele verschiedene Inhalte auf der Seite.
Nutz einfach die Suchfunktion
oder nutz den Tag Projektpräsentation.
Da findest du auf jeden Fall alles,
was ich dazu zusammengeschrieben habe.
Außerdem gibt es auch noch mal eine kleine Seite,
Dieperfekteprojektpräsentation.de. Da habe ich auch noch ein bisschen was zusammengeschrieben zur Projektpräsentation
beziehungsweise zu meinem Buch, was ich genau zu diesem Thema schreibe. Kann allerdings noch ein
Momentchen dauern, bis das verfügbar ist, aber wenn du darüber informiert werden willst, dann
melde dich einfach für den Newsletter an. Kannst du direkt auf der Seite machen. Dieperfekteprojektpräsentation.de.
Ansonsten grundsätzlich kannst du dich auch gerne in mein Newsletter eintragen, denn da bekommst du
einmal die Woche alle Neuigkeiten von der Website und auch ein paar spannende Links, zum Beispiel
Ressourcen, die ich für die Ausbildung sinnvoll finde und so weiter. Und jetzt seit dieser Woche
übrigens auch habe ich da auch regelmäßig Links von meinen eigenen Azubis. Die haben nämlich jetzt
die Aufgabe bekommen, auch jede Woche alle mindestens einen Link mal quasi zu empfehlen,
auch den anderen und mir zu empfehlen, damit wir insgesamt so ein bisschen in Richtung Erfahrungs-
und Wissensaustausch, aber auch ständige Weiterbildung und so ein bisschen entwickeln,
beziehungsweise die Azubis sich entwickeln. Und das finde ich eigentlich ganz interessant,
vielleicht auch für dich, weil das sind ja Sachen, die andere Azubis empfohlen haben,
weil sie denen zum Beispiel weitergeholfen haben oder weil die gut verständlich waren oder wie auch
immer. Und von daher, da kannst du vielleicht noch mehr von profitieren, als von meinen eigenen Links,
die ich immer raussuche. Denn da sind manchmal auch schon sehr tiefer gehende Themen drin. Wenn
das für dich, wenn du vielleicht gerade erst im ersten Lehrjahr bist oder so, noch ein bisschen
zu heftig ist, dann schau dir doch mal vielleicht mal die Links meiner anderen oder meiner Azubis
an. Und die kriegst du alle auf jeden Fall regelmäßig im Newsletter, wenn du dich da anmeldest,
unter anmeldungsentwicklerpodcast.de slash newsletter. Kannst du das machen. Du kannst
dich auch jederzeit wieder austragen, wenn es dich nicht mehr interessiert. Und ab und an gibt
es auch so ein paar Promotions, wie zum Beispiel für meine Projektvorlage oder für mein Hörbuch,
gibt es ab und zu einmal Rabattaktionen, wie jetzt aktuell übrigens auch zum Beispiel im
Januar 2017 gibt es eine kleine Rabattaktion für mein Hörbuch, für die Vorbereitung auf
das Fachgespräch. Kannst du mal reinschauen, wenn du dich für den Newsletter anmeldest,
kriegst du alle Infos dazu. Ja, das soll es für heute gewesen sein. Erste Episode im Jahr 2017.
Ich hoffe, dass ich dieses Jahr bis zur 100. Episode mindestens noch komme. 87,
so weit ist es ja nicht mehr. Also ich starte wie gewohnt weiter durch. Nee,
ich starte jetzt durch im Jahr 2017 mit neuen Inhalten. Hab auch schon ein cooles Projekt in
der Hinterhand für die Vorbereitung auf die schriftliche Prüfung. Sei gespannt,
da kommt auf jeden Fall was von mir in 2017. Und wenn du darüber informiert werden willst,
wie gesagt, melde dich einfach für den Newsletter an. Völlig kostenfrei und du kannst dich jederzeit
wieder austragen. Ja, das soll es für heute aber gewesen sein. Wir hören uns dann hoffentlich
nächste Woche wieder. Für heute sage ich erstmal vielen, vielen Dank fürs Zuhören und bis zum
nächsten Mal. Tschüss!










Hallo Stefan,
ich wollte mal ein kleines Feedback zu alle dem geben. Ich hatte nun vor so vor knapp einer Woche meine Präsentation und mein Fachgespräch. Ich habe ihren Blog schon vor gut einem halben Jahr oder ehr schon mehr gefunden und fand ihn damals schon sehr interessant. Nun da ich dann Prüfung hatte und ich nicht gut in Präsentationen im generellen war habe ich mir sämtliche Tipps angeschaut /angehöhrt und habe mich an viele der Tipps gehalten in hinsicht auf Modernes Design und inhalt. Ich kann meine Präsentation leider nicht zur verfügung stellen aber ich kann sagen das für meine IHK diese Tipps sehr nützlich waren. Ich habe eine Präsentation erstellt welche sehr modern aufgebaut war, keine Seitenzahlen viele Artefakte und keine einzige Textfolie. Ebenfalls war ein bisschen Sourcecode dabei und ich konnte am Ende der Präsentation noch eine kleine Livedemonstration vorführen. Für die Präsentation und das Fachgespräch , auf welches ich mich auch gut mit den Tipps für das Fachgespräch und die gesamten Themen vorbereitet habe, habe ich die vollen 100 Punkte erhalten dank des Hilfreichen Blogs. Ebenfalls habe ich auch für die Dokumentation mir ein paar Tipps hier geholt und habe dort 99 Punkte erhalten dadurch habe ich nun sogar die Magische Grenze von 92 Punkten insgesamt erreicht.
Deshalb wollte ich mich bedanken für diesen tollen Blog und die Tipps /Hilfestellungen die es hier gibt. Auch wenn ich jetzt mit meiner Ausbildung fertig bin werde ich trotzdem noch hier vorbeischauen da es immer sehr sehr interessante Themen gibt egal ob man in der Ausbildung oder nicht.
Viele grüße ,
Lycea
Hallo Lycea,
wow, ein tolles Ergebnis! Das freut mich für dich. Herzlichen Glückwunsch!
Und danke für dein Feedback. Es freut mich sehr, wenn ich helfen kann.
Viele Grüße und einen erfolgreichen Einstieg in den Beruf!
Stefan
Bilder von Joda sind wegen Copyright problematisch. Das sollte man gerade bei dem Beruf besser wissen.
Und mit „man“ meinst du… mich!? Ich habe hier schon mehrfach darauf hingewiesen, dass die Prüflinge sich sehr genau mit den Lizenzen der verwendeten Bilder auseinandersetzen müssen. Außerdem werden sogar Fragen in der Prüfung dazu gestellt – z.B. von mir selbst. 🙂 Ich würde also keinem Prüfling raten, Bilder von Yoda (übrigens mit „Y“ 😉 ) zu verwenden.
Da die Prüfung keine öffentliche Veranstaltung ist, kann die Frage zum Urheberrecht eines Yoda-Bildes durchaus anders beantwortet werden als bei einer Veröffentlichung in einem Blog.
So ist es! Das sind Fragen, auf die sich ein Prüfling vorbereiten sollte!
Stefan, du sprichst mir einfach aus der Seele!
Mich haben die Vorgaben meines Lehrers doch (vorsichtig formuliert) überrascht:
es MUSS mindestens ein bearbeitetes Bild in der Präsi sein -> ok, Bild in Photoshop angepasst (Original im Bildverzeichnis angegeben, mit dem Vermerk, dass ich es bearbeitet habe) -> Punkt Abzug, da nicht direkt in Powerpoint bearbeitet (ich hätte den Punkt bekommen, hätte ich einfach einen schwarzen Rahmen ums Bild gezogen, no joke)
es MUSS mindestens ein Smart-Art drin sein -> ok, mit den Forms in PP ein eigenes animiertes Smart-Art gebastelt -> Punkt Abzug, da keine von PP vorgefertigten Smart-Arts verwendet
es MUSS eine Abschlussfolie rein -> ok, eine Folie mit einer kurzen Zusammenfassung des Themas eingefügt -> Punkt Abzug, da auf der Abschlussfolie „Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit“ o.Ä. stehen muss
Alle von dir erwähnten, veralteten Dinge müssen natürlich auch vorkommen. Auf die Frage, inwiefern meine Präsentation durch meine Herangehensweise schlechter war, kam die Antwort: „Gar nicht. Aber wenn der Kunde (ich als Lehrer) etwas bestellt, muss es auch so geliefert werden.“
Für mich heißt das: Hirn aus und einfach eine Liste abarbeiten. Bin einfach nur frustriert. Habe es aber bald hinter mir. 😉
Hallo Mark, ui, solche seltsamen Vorgaben habe ich auch noch nie gehört. Das ist ja völlig am Sinn der Präsentation vorbei. Durch ein „bearbeitetes“ Bild wird diese ja nicht besser. Tut mir leid für dich, dass du da durch musstest. 🙁
Hi Mark!
Ich habe 2 dieser ARt von Lehrer wie Mark sie beschrieben hatte in meiner Laufbahn gehabt und bin momentan am überlegen ob ich noch eine zweite Presentation deren Willen mache, weil diese auch bei Projektpresentationen als Prüfer sitzen können.
Ich bin deswegen wütend und frustriert, wie können solch alteingesessene Sturköpfe in einem solch progressiven Bereich wie der IT sein und jedem Spaß und Hoffnung nehmen!?
Einer dieser Lehrer insbesondere ist in den 2000ern stecken geblieben und hängt mit dem Kopf noch bei „Killerspielen“ und am Computer gibt es keine Hobbys stehen, eine unglaubliche Frechheit, dass so einer noch Recht hat zu unterrichten, aber ohne ihn gäbe es sonst niemanden mehr der essentielle Fächer unterrichtet, weil die Berufsschule kontinuirlich abbaut und keine neuen Lehrer einstellt!
Hallo 8Teile, das hört sich nicht so gut an. Du kannst nur das Beste daraus machen und dich auf die Prüfer:innen einstellen, wenn du schon weißt, was sie sehen wollen.
Hallo Stefan,
ist eine Frage an den Prüfungsausschuss als Präsentationseinstieg empfehlenswert?
Hallo BaldAusgelernt, nein, ist sie nicht. Du sollst präsentieren und nicht „das Publikum einbeziehen“. Was passiert, wenn niemand antwortet? Was, wenn eine komische Antwort kommt? Du hast es so schon schwer genug, deine 15 Minuten einzuhalten, da würde ich von solchen nicht planbaren Inhalten absehen.
Hallo Stefan,
hättest du denn ein paar Beispiele, für einen interessanten Einstieg in eine IT-Präsentation? Die im Internet vorgeschlagnenen Möglichkeiten wie ein Witz, eine persönliche Geschichte oder eine Frage an die Zuhörer sind in der Prüfung ja alle eher unpassend.
Vielen Dank im Voraus.
Ramona
Hallo Ramona, schau dir mal die Beispielpräsentationen meiner eigenen Azubis an (ALTE OLDENBURGER). Die starten immer mit einer kurzen Geschichte, worum es in ihrem Projekt geht und nicht etwa mit der Vorstellung ihrer Person. Einfach ein Praxisbeispiel oder der unbefriediegende Ist-Zustand, damit alle Prüfer:innen gleich verstehen, worum es geht. Das kann man auch schön mit Bildern darstellen.