um Ideen für Inhalte von Praktika im IT-Bereich geht es in der einhundertneunundvierzigsten Episode des Anwendungsentwickler-Podcasts.
TL;DR
Ich lasse IT-Azubis Praktikant:innen betreuen, damit sie ihr Wissen beim Erklären vertiefen und Verantwortung übernehmen. Ein Praktikum gibt Einblick in den echten Arbeitsalltag und hilft dabei, künftige Azubis kennenzulernen. Welche Aufgaben passen, hängt von der verfügbaren Zeit und den Interessen sowie Vorkenntnissen der jeweiligen Person ab. Du findest dafür Beispiele aus der IT-Praxis, ergänzt um regelmäßiges Feedback und konkrete Schritte für die Zeit nach dem Praktikum.
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Kapitelmarken
- [00:00:00] Thema: Praktikant:innen in der IT betreuen
- [00:01:49] Warum Ausbildungsunternehmen Praktika anbieten
- [00:05:20] Durch Praktika bekannt werden und Rückmeldungen erhalten
- [00:06:48] IT-Azubis lernen durch das Erklären
- [00:08:49] Aufgaben zwischen Ausbilder:in und IT-Azubi verteilen
- [00:10:09] Das Praktikum als Projekt organisieren
- [00:11:53] Den echten Arbeitsalltag zeigen
- [00:13:56] Inhalte an Zeit und Vorkenntnisse anpassen
- [00:15:58] Praktikumsmappe und Präsentation früh einplanen
- [00:17:58] Praktikant:innen persönlich begrüßen
- [00:19:30] Checklisten und rechtliche Rahmenbedingungen
- [00:21:22] Räume zeigen und Kolleg:innen kennenlernen
- [00:24:27] Die IT-Azubis kennenlernen
- [00:25:17] Den eigenen Arbeitsplatz aufbauen
- [00:27:08] Einen alten PC zusammenbauen
- [00:28:46] Einen Steckbrief mit HTML und CSS gestalten
- [00:30:24] Mit dem Calliope Mini programmieren
- [00:33:15] Aufgaben mit dem Raspberry Pi
- [00:35:32] Mit Tutorial und Entwicklungsumgebung programmieren
- [00:38:04] Betriebssysteme in virtuellen Maschinen installieren
- [00:38:58] Blogartikel und Beiträge für soziale Medien erstellen
- [00:39:49] Mit Office die schulischen Unterlagen vorbereiten
- [00:40:49] Meetings und Lernzielkontrollen miterleben
- [00:42:26] Pair-Programming an einem echten Projekt
- [00:43:02] Wöchentlich Feedback unter vier Augen austauschen
- [00:44:13] Fragen zum Beruf und zum Unternehmen recherchieren
- [00:45:17] Die nächsten Schritte zur Bewerbung klären
- [00:46:53] Vorstellungsgespräche simulieren
- [00:48:08] Das Praktikumszeugnis ausstellen und erklären
- [00:50:50] Feedback zum Praktikum einholen
- [00:51:59] Quellen zum Weiterlernen empfehlen
- [00:52:46] USB-Stick mit Programmieraufgaben mitgeben
- [00:55:00] Rückblick auf die vorgeschlagenen Inhalte
- [00:58:47] Vier Checklisten als PDF herunterladen
- [00:59:58] Weitere Ideen für Praktika austauschen
Inhalt
- Warum sind Praktika für Ausbildungsunternehmen wichtig?
- Praktikanten werden ggfs. direkt zu Bewerbern auf die Ausbildung.
- Unter Schülern spricht sich ein gutes Praktikum herum. Das bedeutet kostenfreie Werbung für die Ausbildung.
- Das Unternehmen bekommt Input von außen zur Attraktivität der Ausbildung und des Unternehmens.
- Die eigenen Azubis lernen durch das Lehren ihre Ausbildungsinhalte besser.
Tipps für die konkrete Umsetzung
- Die Azubis sollten die komplette Betreuung des Praktikanten übernehmen.
- Das Praktikum kann wie ein echtes Projekt geplant und durchgeführt werden (z.B. im Ticketsystem).
- Dazu zählen auch organisatorische Dinge wie die Datenschutzerklärung, das Einrichten eines Windows-Benutzers, Anfordern einer Bezahlkarte usw.
- Der Praktikant sollte einen realistischen Einblick in den Ablauf der Ausbildung erhalten und keine „heile Welt“ präsentiert bekommen.
Mögliche Praktikumsinhalte
- Der Umfang hängt von der Dauer des Praktikums ab. In zwei Wochen kann man natürlich tiefer in die Programmierung einsteigen als in einer.
- Die Inhalte sollten an die Vorkenntnisse und das Alter des Praktikanten angepasst werden. Ein Schulpraktikum in der 9. Klasse bietet sich z.B. weniger für Hardcore-Programmierung an.
- Die nötigen Praktikumsartefakte (z.B. Praktikumsbericht, -präsentation) sollten in den Praktikumsalltag integriert werden. Fotos können z.B. direkt während der Arbeit gemacht werden.
Allgemeiner Einstieg ins Praktikum
- Begrüßung durch Ausbildungsleiter und betreuende(n) Azubi(s)
- Organisatorische/rechtliche Rahmenbedingungen klären (z.B. Arbeitszeiten, Verhalten bei Krankheit)
- Rundgang durch
- das Unternehmen (z.B. Kantine, Serverraum, Besprechungsräume, Schulungsraum)
- die Abteilung (z.B. nächstes WC, Kaffeeküche)
- Vorstellungsrunde mit allen Azubis
Technische Inhalte (Was lernt man in der Ausbildung?)
- Eigenen Arbeitsplatz aufbauen
- Monitor, Tastatur usw. verkabeln
- eigenes Passwort ändern
- ggfs. Software installieren
- PC auseinander-/zusammenbauen
- Eigenen Steckbrief mit HTML/CSS gestalten
- Einstieg in die Programmierung, z.B. mit dem Calliope Mini*
- RaspberryPi* aufsetzen (z.B. RetroPi)
- Tieferer Einstieg in eine Programmiersprache
- Windows-/Linux-Server aufsetzen (VMs)
- Blogartikel/Instagram-Post für die eigene Azubi-Website schreiben
- Praktikumsmappe/-präsentation vorbereiten (insb. Fotos)
Organisatorische Inhalte (Wie läuft der Arbeitsalltag ab?)
- Teilnahme an allen anfallenden Meetings (z.B. Abteilungsbesprechung, Projektplanung, Standup)
- Lernzielkontrollen mit anderen Azubis gemeinsam durchführen
- Pair-Programming mit Azubis durchführen, um echte Projekte kennenzulernen
- Vier-Augen-Gespräch mit Ausbildungsleiter
- Fragebogen zum Beruf und zum Unternehmen ausfüllen
Ausblick (Wie geht es nach dem Praktikum weiter?)
- Weiteres Vorgehen zur Bewerbung klären (z.B. kürzeres Verfahren möglich, da Praktikant schon gut bekannt)
- Vorstellungsgespräch für die Ausbildung simulieren
- Praktikumszeugnis ausstellen und durchsprechen
- Feedback des Praktikanten einholen (z.B. zu den Inhalten, der Betreuung vor Ort, Interesse am Beruf)
- Weiterführende Literatur empfehlen (z.B. IT-Handbuch, Podcast, YouTube-Videos)
- Abschiedsgeschenk überreichen (z.B. USB-Stick mit Programmieraufgaben und -lösungen)
Downloads
- Checkliste zu Beginn des Praktikums in der IT-Abteilung (Praktikumsbetrieb)

- Checkliste zum Praktikum in der IT-Abteilung (Praktikant)
- Factsheet zur Ausbildung

- Feedback zum Praktikum in der IT-Abteilung

Links
Zusammenfassung
Warum Unternehmen Praktika anbieten
Bei der Alte Oldenburger habe ich eine ehemalige Praktikantin als IT-Azubi gewonnen. Während eines Praktikums lernen sich Unternehmen und Praktikant:in über mehrere Tage kennen. Dabei lässt sich feststellen, ob der Beruf zu den eigenen Interessen passt und wie die Zusammenarbeit funktioniert. Auch ohne Erfahrungen im Programmieren ist ein Einstieg möglich.
Schüler:innen erzählen anschließend in der Schule von ihren Aufgaben. Dadurch wird das Unternehmen als Ausbildungsbetrieb bekannt. Ihre Rückmeldungen zeigen außerdem, wie die Ausbildung nach außen wirkt. Wenn du nachfragst, wie ein:e Praktikant:in auf das Unternehmen aufmerksam geworden ist, erfährst du etwas darüber, welche Anzeigen oder persönlichen Kontakte dazu beigetragen haben.
Unternehmen geben jungen Menschen durch Praktika die Gelegenheit, einen Beruf kennenzulernen. Dafür braucht es Aufgaben, durch die sie selbst Erfahrungen in der IT sammeln.
Als IT-Azubi ein Praktikum betreuen
Ich übertrage die fachlichen Aufgaben während des Praktikums an IT-Azubis, meistens aus dem ersten Ausbildungsjahr. Die Grundlagen sind bei ihnen noch frisch, weil sie dieselben Einstiegsaufgaben bereits bearbeitet haben. Durch das Erklären vertiefst du dein eigenes Wissen. Gleichzeitig übst du, Schulungen vorzubereiten und durchzuführen, wie es der Ausbildungsrahmenplan vorsieht.
Das ähnliche Alter erleichtert häufig den Kontakt. Du lernst außerdem, mit unterschiedlichen Menschen zusammenzuarbeiten und dich im Unternehmen um organisatorische Fragen zu kümmern.
Ich begrüße die Person zu Beginn persönlich und prüfe während des Praktikums, wie gut die Inhalte ankommen. Die Gespräche unter vier Augen führe ich selbst. So kann ich früh eingreifen, wenn fachliche oder persönliche Schwierigkeiten auftreten.
Das Praktikum als Projekt organisieren
Für jedes Praktikum erstelle ich ein Ticket in Redmine. Darin stehen die einzelnen Aufgaben und Checklisten, die ich dem betreuenden IT-Azubi zuweise. Du arbeitest damit in derselben Umgebung wie bei anderen Projekten und hältst fest, welche Schritte erledigt sind.
Dazu gehören beispielsweise:
- Die Erklärung zum Datenschutz unterschreiben lassen.
- Ein Benutzerkonto einrichten und das Passwort ändern.
- Eine Karte für das Betriebsrestaurant besorgen.
- Herausfinden, welche Kolleg:innen für die jeweiligen Fragen zuständig sind.
Aufgaben an die Person und die Zeit anpassen
Meine Beispiele orientieren sich an einem zweiwöchigen Schülerpraktikum. Wie viel du davon einplanst, hängt von den Vorkenntnissen und Sprachkenntnissen der Person ab. Frage auch nach ihren Interessen. Die Aufgaben sollten in der verfügbaren Zeit zu schaffen sein und zum bisherigen Wissen passen.
Schulische Aufgaben früh einplanen
Kläre gleich zu Beginn, welche Unterlagen die Schule erwartet. Für eine Praktikumsmappe und eine Präsentation braucht es Zeit während des Praktikums. Dafür lässt sich beispielsweise die letzte Stunde des Arbeitstags reservieren.
Fotos können während der jeweiligen Tätigkeit entstehen, etwa beim gemeinsamen Programmieren. Wenn die Unterlagen im Betrieb geschrieben werden, kannst du sie anschließend durchsehen und auf fachliche Fehler oder vertrauliche Informationen hinweisen.
Den ersten Tag vorbereiten
Ich hole Praktikant:innen zur vereinbarten Zeit persönlich ab. Der betreuende IT-Azubi ist dabei, sodass die erste Ansprechperson gleich bekannt ist. Gerade für jüngere Schüler:innen ist der Einstieg in ein Unternehmen ungewohnt.
Am ersten Tag klärst du die Rahmenbedingungen:
- Welche Arbeitszeiten gelten? Bei Minderjährigen ist das Jugendarbeitsschutzgesetz zu berücksichtigen.
- Wo meldet sich die Person bei Krankheit oder Verspätung?
- Über welche Telefonnummern sind beide Seiten erreichbar?
- Welche Zugangs- oder Bezahlkarten werden gebraucht?
- Welche Regeln gelten, wenn sich die Person im Gebäude bewegt?
Bei Verspätungen gehört auch dazu, nachzufragen, wo die Person bleibt. Im Podcast wird das im Zusammenhang mit der Aufsichtspflicht angesprochen.
Ein Rundgang führt zu den Räumen, die im Alltag gebraucht werden. Dazu zählen die Kantine und das WC sowie die Kaffeeküche. Auch ein Serverraum oder ein Schulungsraum kann interessant sein.
In der IT-Abteilung stelle ich Praktikant:innen den Kolleg:innen vor. Eine zusätzliche Runde mit den IT-Azubis macht weitere Ansprechpersonen bekannt. Wer Fragen zur Abschlussprüfung hat, kann sich dann beispielsweise an eine Person aus dem dritten Ausbildungsjahr wenden.
Technische Aufgaben für das Praktikum
Den eigenen Arbeitsplatz aufbauen
Zum Einstieg verbindet der/die Praktikant:in die Geräte am Arbeitsplatz. Du bereitest die Aufgabe vor, indem du die Kabel vorher abziehst. Anschließend lässt sich das eigene Passwort nach den Regeln des Unternehmens ändern. Benötigte Software kann die Person ebenfalls selbst einrichten, etwa Java oder Eclipse.
Einen alten PC zusammenbauen
An einem ausgemusterten PC lassen sich Bauteile kennenlernen und Anschlüsse ausprobieren. Dafür eignet sich auch ein Gerät, das bereits defekt ist. Wenn jemand einen RAM-Riegel oder eine CPU selbst in der Hand hatte, kann das helfen, die Bauteile später wiederzuerkennen.
Einen Steckbrief mit HTML und CSS gestalten
Eine eigene Steckbrief-Website bringt schnell sichtbare Ergebnisse. Änderungen im Texteditor erscheinen direkt im Browser. Das fertige Ergebnis lässt sich als Screenshot in die schulischen Unterlagen aufnehmen und zu Hause weiterbearbeiten.
Mit einem Calliope Mini programmieren
Ich setze den Calliope Mini als Einstieg ein. Über eine grafische Oberfläche lassen sich Variablen und Verzweigungen erstellen sowie Schleifen ausprobieren. Das Gerät kann LEDs ansteuern und Töne ausgeben.
Eine mögliche Aufgabe ist, eine Melodie zu programmieren. Eine weitere ist eine Alarmanlage: Sobald Licht in eine geschlossene Box fällt, beginnt das Gerät zu piepen. Solche Aufgaben machen den Zusammenhang zwischen dem Programm und seinem Ergebnis greifbar.
Einen Raspberry Pi einrichten
Mit einem Raspberry Pi lassen sich ein Betriebssystem installieren und eigene Programme schreiben. Je nach Erfahrung der Person kommen Aufgaben mit Linux oder Python infrage. Ich habe IT-Azubis beispielsweise RetroPie einrichten lassen, einschließlich der Treiber für ein Gamepad.
Der Raspberry Pi bietet auch einen eigenen Arbeitsplatz, falls Praktikant:innen aus Sicherheitsgründen keinen Zugang zum Unternehmensnetz bekommen.
Mit den Werkzeugen des Unternehmens programmieren
Meine Praktikant:innen bearbeiten dasselbe Programmiertutorial, das IT-Azubis zu Beginn ihrer Ausbildung erhalten. Dabei kommen die Programmiersprache und die Entwicklungsumgebung des Unternehmens zum Einsatz, in meinem Beispiel Java und Eclipse.
Für den Anfang reichen die Funktionen, mit denen sich Code speichern und ausführen lässt. Beim Pair-Programming kannst du zeigen, wie du mit der Umgebung arbeitest.
Betriebssysteme in virtuellen Maschinen installieren
Mit einer virtuellen Umgebung lassen sich Betriebssysteme aufsetzen und mehrere Systeme miteinander verbinden. Dafür kommen beispielsweise VirtualBox oder VMware infrage. Eine Aufgabe kann sein, einen Server einzurichten und sich anschließend an einem Client mit einem dort angelegten Benutzerkonto anzumelden.
Eigene Beiträge veröffentlichen und Office kennenlernen
Praktikant:innen können einen Blogartikel für die Azubi-Website schreiben oder einen Beitrag für soziale Medien vorbereiten. Bei Fotos müssen die Wünsche der Person und der Datenschutz berücksichtigt werden. Dabei lassen sich auch Fragen zum Urheberrecht aufgreifen.
Während die Praktikumsmappe oder eine Präsentation entsteht, kannst du Funktionen der Office-Programme vermitteln. Beispiele sind Formatvorlagen in Word und Bilder in PowerPoint.
Den echten Arbeitsalltag miterleben
Praktikant:innen begleiten die IT-Azubis zu den anfallenden Terminen. Dazu gehören Abteilungsbesprechungen und Treffen zur Projektplanung, ebenso Stand-ups oder regelmäßige Reviews. Auch Arbeitszeiten und mögliche Besonderheiten wie Bereitschaft gehören zum Einblick in den Beruf.
Ich lasse Praktikant:innen außerdem bei Lernzielkontrollen der IT-Azubis dabei sein. So erfahren sie, welche Inhalte in der Ausbildung vorkommen und worauf ich achte.
Beim Pair-Programming an einem echten Azubi-Projekt lernen sie weitere Teile der Entwicklungsarbeit kennen. Git und Unit-Tests gehören dazu, ebenso automatische Builds. Je nach Vorkenntnissen kann sich die Person mit eigenen Ideen und Code beteiligen.
Während des Praktikums Feedback austauschen
Mindestens einmal pro Woche führe ich ein Gespräch unter vier Augen. Dabei frage ich nach der Betreuung und danach, welche Aufgaben passen oder vertieft werden sollten. Ich gebe auch Rückmeldung zum Verhalten und spreche Schwierigkeiten früh an.
Zusätzlich lasse ich Fragen zum Beruf und zum Unternehmen recherchieren. Der Fragebogen behandelt beispielsweise typische Aufgaben eines/einer Fachinformatiker:in Anwendungsentwicklung, die Produkte des Unternehmens und die Zahl der Beschäftigten. Offene Fragen bespricht der/die Praktikant:in mit dem betreuenden IT-Azubi.
Die Zeit nach dem Praktikum vorbereiten
Den Weg zur Bewerbung klären
Wenn Interesse an einer Ausbildung besteht, bespreche ich die nächsten Schritte. Dabei kläre ich, welche Unterlagen noch gebraucht werden und ob ein Gespräch oder ein Test folgt. Weil die Person bereits bekannt ist, können Teile des Bewerbungsverfahrens angepasst werden.
Ich simuliere außerdem Vorstellungsgespräche mit echten Fragen. Währenddessen gebe ich Feedback zu den Antworten und Hinweise auf Fragen, die ein:e Bewerber:in selbst stellen kann. Das hilft auch bei Bewerbungen in anderen Unternehmen.
Ein Zeugnis ausstellen und besprechen
Ein Praktikumszeugnis dokumentiert die Erfahrungen im Betrieb und kann später einer Bewerbung beiliegen. Darin werden beispielsweise die Pünktlichkeit und die Sorgfalt bei den Aufgaben bewertet.
Ich bespreche das Zeugnis mit der Person und übersetze typische Zeugnisformulierungen in verständliche Noten. Dadurch wird deutlich, welches Feedback dahintersteht und wo die Person an sich arbeiten kann.
Rückmeldungen zum Praktikum einholen
Am Ende frage ich, welche Aufgaben gut angekommen sind und wie die Person betreut wurde. Auch der Schwierigkeitsgrad gehört ins Gespräch. Daraus ergeben sich Änderungen für das nächste Praktikum. Für diesen Austausch habe ich einen Feedbackbogen erstellt.
Zu Hause weiterlernen
Bei Interesse empfehle ich passende Bücher oder Lernvideos. Auch das IT-Handbuch und mein Podcast kommen dafür infrage. Das Weiterlernen vor der Ausbildung ist freiwillig.
Als Abschiedsgeschenk gebe ich einen USB-Stick mit dem eigenen Stand der Programmieraufgaben mit. Weitere Aufgaben und Musterlösungen sind ebenfalls enthalten. Das Tutorial ist so aufgebaut, dass die Person zu Hause selbstständig weiterarbeiten kann.
Checklisten für deinen Betrieb
Unter anwendungsentwicklerpodcast.de/149 stelle ich vier PDFs kostenfrei bereit:
- Eine interne Checkliste für den Beginn des Praktikums.
- Eine Checkliste mit Aufgaben für den/die Praktikant:in.
- Ein Factsheet mit Fragen zur Ausbildung und zum Unternehmen.
- Einen Feedbackbogen für das abschließende Gespräch.
Du kannst daraus eigene Unterlagen erstellen, die zu den Abläufen in deinem Unternehmen passen.
Transkription der gesamten Episode
Automatisch erzeugte Transkription der Episode
Herzlich willkommen zum Anwendungsentwickler-Podcast, dem Podcast rund um die Ausbildung zum Fachinformatiker
für Anwendungsentwicklung. In dieser Episode gibt es ein paar Ideen für die Betreuung von
Praktikanten in der IT-Abteilung. Viel Spaß! Hallo und herzlich willkommen zur 149. Episode
des Anwendungsentwickler-Podcasts. Mein Name ist Stefan Mackel und heute gibt es mal ein Thema,
was nicht direkt etwas mit der Ausbildung zu tun hat, sondern mehr um vielleicht eine konkrete
Aufgabe sich dreht, die vielleicht ein Azubi in der Ausbildung übernimmt, und zwar die Betreuung
eines Praktikanten oder einer Praktikantin in der IT-Abteilung, also in hoffentlich deiner
Abteilung. Insbesondere natürlich mit Fokus auf die Anwendungsentwicklung, aber ich habe das auch
ein bisschen allgemeiner gehalten für irgendwas, was man in der IT so machen kann. Da gibt es ja
auch noch die Systemintegratoren und noch verschiedene andere Berufe. Und die Frage ist
ja, was mache ich eigentlich mit so einem Praktikanten oder einer Praktikantin, wenn
ich die dafür ein, zwei, drei Wochen bei mir sitzen habe. Das Ganze wird heute vielleicht
auch ein bisschen so eine Hilfe für eventuell andere Ausbilder, die sich fragen, was machen
wir eigentlich mit Praktikanten oder die ja vielleicht noch ein paar Anregungen brauchen,
wie man die besser betreuen kann oder wie man mehr aus dem Praktikum rausholen kann. Oder am
besten natürlich, wie man daraus direkt Bewerber für die Ausbildung macht. Denn das ist ja vielleicht
letztlich auch das Ziel, was die Unternehmen mit dem Praktikum verfolgen. Leute auf das Unternehmen
und den Beruf aufmerksam machen und das ihnen schmackhaft machen, dass sie sich dann vielleicht
sogar da bewerben. Von daher heute die Zielgruppe vielleicht so ein bisschen Ausbilder oder auch du
als Auszubildender, wenn du selber mal die Aufgabe schon hattest, einen Praktikanten zu betreuen oder
das vielleicht bald ansteht, dann habe ich vielleicht ein paar Tipps oder ein paar Anregungen,
wie man so ein Praktikum ein bisschen interessanter gestalten kann. Ja, wir schnacken mal gar nicht
lang rum, sondern fangen direkt mal an mit dem Inhalt. Warum sind Praktika für Ausbildungsunternehmen
überhaupt wichtig? Das ist so die Einstiegsfrage. Warum sollten wir das überhaupt machen? Oft höre
ich aus anderen Unternehmen, Praktika bieten wir nicht ab. Das macht viel zu viel Aufwand. Das
bringt uns ja nichts. Das kostet ja nur Geld und so weiter. Und auf den ersten Blick ist das natürlich
auch so. Praktikanten machen enorm viel Arbeit und die bringen dem Unternehmen erst mal scheinbar
nichts, denn die kosten ja nur die Zeit unserer wertvollen Mitarbeiter, die denen da was erklären
müssen vielleicht. Aber wir kriegen natürlich nicht direkt was zurück. Das ist logisch. Aber
Praktika sind definitiv eine Investition in die Zukunft und darum sollten wir das auf jeden Fall
anbieten als vernünftiges, als gutes Ausbildungsunternehmen. Wir müssen versuchen, Nachwuchs
auch über die Praktika zu gewinnen. Und das wäre natürlich der zentrale Grund, der primäre Grund.
Potenziell sind solche Praktikanten natürlich perfekte Auszubildende in Anführungszeichen,
wenn sie die entsprechenden Qualifikationen mitbringen natürlich, weil sie das Unternehmen
schon kennengelernt haben und zwar viel besser als in einem halbstündigen oder einstündigen
Vorstellungsgespräch. Wenn ein Praktikant zwei Wochen bei euch in einer Firma war,
mit dir zusammen vielleicht gearbeitet hat, wirklich in die Anwendungsentwicklung abgetaucht
ist, mal konkrete Aufgaben übernommen hat und versucht hat, das acht Stunden am Tag zu bearbeiten,
dann kann er sich viel, viel, viel besser vorstellen, wie das läuft im Alltag und ob
der Job denn was für ihn ist oder nicht. Übrigens im weiteren Verlauf der Episode
sage ich jetzt nur noch der Praktikant, weil Praktikant oder Praktikantin ist einfach mega
ätzend zu sprechen und das bedeutet in keinem Fall, dass ich irgendwelche Praktikantinnen
benachteiligen will. Im Gegenteil, wir hatten zum Beispiel bei der Alte Oldenburger im letzten Jahr
mehrere Praktikantinnen für die Anwendungsentwicklung und das waren ganz tolle Mädels,
die haben einen ganz tollen Job gemacht und ich möchte das in keiner Weise irgendwie hier
benachteiligen, die jungen Damen, aber es nervt einfach tierisch, wenn ich das immer so aussprechen
muss. Also bitte, ich sage nur noch der Praktikant und ich hoffe, du nimmst mir das nicht übel,
wenn du selbst auch eine weibliche Person bist. Also, wo war ich stehen geblieben? Genau,
Praktikanten sind eventuell Azubis für unser Unternehmen und ich kann das Ganze nur bestätigen,
wir haben es dieses Jahr zum ersten Mal geschafft, bei uns in der Alte Oldenburger eine ehemalige
Praktikantin als Auszubildende zu gewinnen und das war wirklich ganz toll für beide Seiten,
weil wir uns einfach gegenseitig super kannten und die Bewerberin wusste, was auf sie zukommt,
aber auch wir als Unternehmen haben die junge Dame natürlich viel besser kennengelernt,
als wenn man jetzt, wie gesagt, halbe Stunde, Stunde gemeinsam im Gespräch sitzt. Da kommt
nicht viel bei rüber und vor allem kann man auch schlecht einschätzen, wenn jetzt zum Beispiel
eventuell gar keine Vorkenntnisse da sind in der Programmierung, was überhaupt nicht schlimm ist.
Ja, das sollte sogar der Standard sein, dass man keine Vorkenntnisse hat, aber dennoch bringen
natürlich viele das mit und wenn man schon mal was programmiert hat, kann man natürlich als
Ausbildungsunternehmen besser sagen, ob der Job was ist oder nicht oder ob man das versteht oder
nicht und das herauszufinden, auch meinetwegen in drei, vier Stunden an so einem Vorstellungstag,
wie wir ihn sonst mal gemacht haben, ist relativ schwierig. Wenn die Person aber wirklich zwei
Wochen mit den Azubis zum Beispiel im Büro sitzt und gemeinsam was programmiert,
dann kann man das im Nachhinein viel, viel besser natürlich einschätzen, ob der oder
die Kandidatin für uns dann besser geeignet ist und so hat es sich auch dieses Jahr gut ergeben.
Unsere Praktikantin ist jetzt unsere neue Auszubildende zum 1.8., von daher tolle Geschichte
und das ist übrigens nicht nur in den IT-Berufen so, auch in unserem Versicherungsbereich haben
wir schon mehrere Azubinnen oder Azubis eingestellt, die mal ein Praktikum bei uns gemacht haben. Also
ist eine ganz tolle Möglichkeit, wirklich frühzeitig auch potenzielle Auszubildende zu
finden. Frühzeitig im Sinne von teilweise in der 9. oder 10. Klasse machen die Schüler ja das
Praktikum. Da kann man sie also schon früh an das Unternehmen binden und darauf zählen dann
hoffentlich, dass sie auch Auszubildende werden. Und das ist auch gleich der nächste Punkt,
warum man Praktika anbieten sollte und warum man die auch gut machen sollte, denn die Schüler
gehen natürlich zurück in die Schule und erzählen auch über das Praktikum, sei es im Unterricht,
wenn sie, ja, vorgefertigt nicht, aber erwartete Präsentationen zum Beispiel darüber halten,
was heute ganz viel gemacht wird. In der Schule muss dann eine Praktikumsmappe abgegeben werden,
aber auch eine Präsentation gehalten werden. Aber die reden natürlich auch untereinander,
so nach dem Motto, hey, was musst du denn machen? Musst du den ganzen Tag nur fegen oder Kaffee
kochen oder was machst du denn? Ja, ich habe da programmiert oder ich habe hier einen kleinen
Roboter gebaut oder was auch immer. Das heißt, es spricht sich rum, wenn man eine gute
Praktikumsbetreuung macht und das ist quasi kostenfreie Werbung für die Ausbildung im eigenen
Unternehmen. Von daher, es scheint auf den ersten Blick viel Zeit und Geld zu kosten,
einen Praktikanten zu beschäftigen, aber langfristig zahlt sich das aus. Ich sage jetzt
einfach mal Multiplikationseffekt. Wenn sich das rumspricht, dass man eine gute Ausbildung
anbietet und auch ein gutes Praktikum, dann ist das sicherlich eine tolle Werbung für das Unternehmen.
Außerdem kriegt man auch natürlich einen Input von außen zur Attraktivität der eigenen Ausbildung.
Die Praktikanten haben das Unternehmen auch irgendwie gefunden, sei es über das Internet
oder über persönliche Kontakte oder wie auch immer. Und das ist eine super Möglichkeit,
dann auch selber mal zu reflektieren, zu gucken, wie wirken wir denn nach außen? Wo wurden wir denn
gefunden? Hat zum Beispiel unsere teure Facebook-Werbung irgendwas gebracht oder nicht?
Oder war es vielleicht doch die Tageszeitung, wo die Anzeige geschaltet wurde, worauf die Leute
dann reagiert haben? Das sind natürlich auch interessante Informationen, die wir unter den
Tisch fallen lassen, wenn wir die Praktikanten nicht danach fragen. Aber da gehe ich ganz am
Ende nochmal darauf ein, was man mit den Praktikanten vielleicht am Ende des Praktikums
mal einmal so besprechen sollte. Und was ich persönlich sehr, sehr wichtig finde,
zumindest machen wir das bei uns so, die Azubis betreuen die Praktikanten. Das heißt,
die Azubis lernen natürlich auch nochmal ganz anders ihre Lerninhalte. Man sagt ja so schön,
ich glaube, das ist so ein chinesisches Sprichwort, man lernt am besten, indem man lehrt. Und das kann
ich bei den Azubis nur bestätigen. Wenn man sich jetzt mal da hinsetzen muss und einem,
ja ich sag mal, programmierfährenden Praktikanten etwas beibringen muss und vielleicht auch wirklich
eine kleine Einführung in zum Beispiel Java oder .NET oder was auch immer für eine pure
Mischprache eingesetzt wird, geben muss, dann reflektiert man nochmal ganz anders das,
was man gelernt hat. Weil man muss es ja jetzt erklären. Das heißt, man muss es nochmal viel
besser verstanden haben, was eigentlich die Hintergründe sind und warum bestimmte Dinge
wie funktionieren und so weiter. Und das finde ich eine ganz tolle Möglichkeit. Übrigens steht auch
im Ausbildungsrahmenplan für die IT-Berufe ja sowas drin wie Schulungen durchführen und Schulungen
vorbereiten. Das heißt, man kann auch gleich so einen Punkt aus dem Rahmenplan abhaken,
indem man die Azubis die Praktikanten betreuen lässt. Außerdem sind die natürlich rein
alterstechnisch vermutlich sehr viel dichter an den Praktikanten dran als die Ausbilder oder
Ausbildungsleiter. Wenn ich mal gucke, ich bin jetzt hier aktuell 37, wenn ich da so einen
17-jährigen Praktikanten sitzen habe. Ich sag mal so, wir sind nicht unbedingt auf einer Wellenlänge.
Ja, der hat halt ein ganz anderes Umfeld, der hat ganz andere Themen, die für ihn wichtig sind. Ich
kann das natürlich trotzdem, ich kann ihm programmieren beibringen und so weiter, mache
ich mit unseren Azubis ja auch. Aber ich glaube, es klickt irgendwie besser, wenn da vielleicht
jemand sitzt, der 18, 19, 20 ist und nicht jemand, der so alt ist wie Papa, so nach dem Motto.
Also Praktika sind wichtig für Ausbildungsunternehmen. Ich finde, das ist eine,
ja wie soll man sagen, ich will jetzt nicht sagen Verpflichtung, aber ich finde, das sind wir auch
der Gesellschaft schuldig als Unternehmen, dass wir irgendwie ein bisschen was zurückgeben und
dass wir dann eben potenziellen Arbeitskräften der Zukunft so ein bisschen die Chance geben,
in Berufe reinzuschnuppern. Und das heißt eben nicht, dass wir sie zwei Wochen lang irgendwo
sitzen lassen, ein Buch lesen lassen oder mal Kaffee kochen lassen, sondern dass sie wirklich
in den Beruf reinschnuppern können und richtig erfahren, was es heißt, zum Beispiel Anwendungs-
Entwickler nachher in der Ausbildung zu machen. Und deswegen kommen wir jetzt konkret zu den Tipps,
wie kann man dieses Praktikum gestalten, worauf sollte man vielleicht achten. Und ich hatte es
eben gerade schon gesagt, bei uns übernehmen die Azubis die komplette Betreuung des Praktikanten.
Ich mache zwar so die Einführung, so Hallo sagen und ein paar organisatorische Dinge,
aber den Rest der Zeit, insbesondere auch die Einführung in die Programmierung,
sollen die Azubis gestalten. Ich selber übernehme dann so einen Teil wie Lernzielkontrollen oder
auch ein Feedbackgespräch am Ende. Ich will ja auch sehen, ob das funktioniert hat. Das machen
wir auch nicht ganz am Ende des Praktikums erst, sondern auch zwischendurch. Also wenn es jetzt
gar nicht klappen sollte mit der Vermittlung der Inhalte, dann kann ich da natürlich auch schon
vorher intervenieren. Aber normalerweise klappt das natürlich ganz gut. Die Azubis, ja, meistens
nehmen wir die aus dem ersten Lehrjahr und die sind relativ dicht noch an dem Stoff dran, den
die Praktikanten da auch machen. Die machen bei uns genau das Gleiche, was auch die Azubis machen.
Das heißt, die erste Einführung in die Programmierung ist exakt gleich. Das heißt,
die wissen noch, welche Aufgaben gab es denn da, wo waren die Probleme oder wie waren denn überhaupt
noch die Lösungen, sodass sie da also eigentlich noch gut im Thema drin sind und das gut vermitteln
können. Aber nichtsdestotrotz gibt es natürlich immer mal Schwierigkeiten, sei es jetzt persönlicher
Natur. Man kann jetzt auch nicht mit jedem immer perfekt klarkommen. Das ist natürlich auch ein
wichtiger Lerneffekt für die Azubis, aber kann natürlich auch dazu führen, dass man vielleicht
nicht ganz so gerne jemandem etwas vermittelt, nicht ganz so viel Arbeit reinsteckt und dann
bleibt vielleicht nicht so viel hängen. Von daher, ich kontrolliere das immer noch mal. Das ist keine
Frage. Grundsätzlich sollen aber die Azubis selbstständig den Praktikanten dann betreuen
bei uns. Das Ganze wird dann auch so organisiert, dass es wirklich ein kleines Projekt ist. Das
heißt, wir benutzen die gleichen Projektverwaltungstools zum Beispiel, die wir auch für
echte Projekte nutzen, weil die Azubis sollen ja auch selber ein bisschen was dabei lernen. Das
heißt, die kriegen zum Beispiel ein Ticket in unserem Issue Tracker. Wir benutzen Redmine,
Open Source Variante. Du kennst vielleicht andere wie Jira zum Beispiel. Also ich erstelle wirklich
ein ganz normales Ticket, ein Aufgabenticket für dieses Praktikum, packe da die einzelnen Schritte
rein, die durchzuführenden Aktionen, Checklisten und so weiter und dann wird das wie ein echtes
Projekt abgearbeitet. Das heißt, ich kann das Ticket dann auch dem Azubi direkt zuweisen,
sehe, wenn er da was einträgt, wenn er zum Beispiel was in der Checkliste abhakt und so
weiter. Also wie, als wenn wir an einem echten Projekt arbeiten würden. Ganz normal. Und das
heißt, auch Dinge, die sonst in Projekten wichtig sind, wie zum Beispiel Datenschutz oder IT-Sicherheit,
solche Dinge, die gehören natürlich auch mit dazu. Das heißt, in dem Ticket stehen auch solche
Aufgaben drin, wie zum Beispiel Datenschutzerklärung unterschrieben oder Windows Benutzer eingerichtet,
Passwort geändert, die Karte für unser Betriebsrestaurant zum Bezahlen zum Beispiel
eingerichtet und so weiter. Das sind alles Dinge, die da gemacht werden müssen und das sollen dann
die Azubis mit den Praktikanten machen. Ist auf den ersten Blick vielleicht nur organisatorischer
Kram, aber man staunt, wie oft die Azubis dann selber noch was dazu lehren. So nach dem Motto,
hey, wo kriege ich denn überhaupt so eine Karte oder wer ist denn überhaupt für den Datenschutz
zuständig und so weiter. Das heißt, die lernen auch die internen Betriebsabläufe dadurch noch
mal ein bisschen besser kennen, indem sie wirklich selber verantwortlich dafür sind,
die Sachen zu planen und zu den richtigen Leuten hinzugehen. Also von daher geht hier nicht nur um
die Vermittlung von technischem Wissen, sondern auch um organisatorisches Wissen. Das heißt,
wie arbeite ich in meinem eigenen Unternehmen eigentlich, wer ist für was zuständig und so
weiter. Das kann man also gut auch als Ausbildungsinhalt dort mit unterbringen, indem die
Azubis die Praktikanten betreuen. Und dann ist es halt so, dass der Praktikant eben auch nicht
eine heile Welt präsentiert bekommen soll. Das heißt, nach dem Motto, hier die zwei Wochen zeigen
wir uns mal von unserer Schokoladenseite und im echten Leben sieht es aber anders aus. Sondern
der Praktikant soll schon wirklich in den echten Alltag mit rein. Der soll also auch an Meetings
teilnehmen und auch sehen, wenn es mal Probleme gibt und Feedback geben und so weiter. Und ja,
nicht so nach, also ich sage jetzt mal ein Beispiel, was vielleicht nicht so gut wäre.
In so einem Praktikum arbeitet man vielleicht mit einer ganz tollen, modernen, super fancy
Programmiersprache und in der Ausbildung lernt man aber irgendwie eine 50 Jahre alte
Programmiersprache. Das wäre nicht so gut, denn wenn dann dieser Praktikant zu einem Azubi würde,
würde er relativ schnell merken, Moment mal, das war aber nicht das, was mir hier versprochen wurde
oder das ist nicht das, was mir versprochen wurde. Von daher, das würde ich nicht machen,
sondern es geht wirklich darum, den echten Alltag kennenzulernen. Und deswegen laufen
die Praktikanten auch wirklich mit den Azubis zu allen ihren Terminen, begleiten sie da und
dürfen auch gerne mitmachen und mitreden. Wenn man zum Beispiel einen Praktikanten hat,
der vielleicht gerade, also es gibt ja auch Praktikanten, die gerade noch im Studium sind
zum Beispiel und so ein Semesterpraktikum machen, die können vielleicht sogar schon
programmieren. Oder auch Leute, die sich das selbst beigebracht haben und wirklich schon
programmieren können oder in der Schule das gelernt haben, die kann man ja auch ein echtes
Projekt wirklich mit reinnehmen. Da hat ja vielleicht sogar der Praktikant teilweise
sogar ein bisschen mehr Ahnung als der eigene Azubi, wenn er sich schon, was weiß ich,
seit fünf Jahren mit Programmierung beschäftigt. Das ist nicht der Standard, ja, nicht falsch
verstehen. Aber wenn das so ist, warum dürfen sich die Praktikanten nicht mit einbringen? Das
sollen sie sogar, das finde ich gut. Also ich habe auch schon mal ein kleines Peer-Programming mit
einem Praktikanten gemacht, der relativ gut schon programmieren konnte und der hat sich wirklich auch
gut eingebracht. Also er hat Ideen mit in dieses kleine Projekt gebracht und hat da wirklich auch
produktiv Sachen umgesetzt. Das war ganz toll für beide Seiten natürlich. Das war ein ganz
tolles Praktikum. Also, es geht darum, zeigt dem Praktikanten die echte Welt, so wie sie bei
euch im Unternehmen ist und nicht irgendeine gekünstelte Geschichte. Das kommt im Zweifel
zwei Wochen nach Ausbildungsstart raus und dann ist der Azubi weg. Und das ist keine gute Geschichte
und das spricht sie natürlich auch wiederum. Okay, was könnten denn jetzt konkrete Inhalte sein? Also
Praktikumsinhalte, was können wir denn da vermitteln? Grundsätzlich vielleicht ein paar
allgemeine Sachen vorweg. Der Umfang hängt natürlich davon ab, wie lang das Praktikum ist.
Also wir hatten Praktikanten, die waren für eine Woche da. Das längste waren, glaube ich, drei Wochen,
was wir mal hatten. Wir hatten Leute, wir haben zum Beispiel auch einige Geflüchtete im Praktikum,
die konnten kaum ein Wort Deutsch und auch kein Wort Englisch. Das war natürlich eine ganz andere
Hausnummer, als wenn wir jemanden haben, der gerade studiert. Wir hatten auch schon mal jemanden,
der war, glaube ich, im fünften oder sechsten Semester Informatik und hat sein Praktikum bei
uns gemacht. Also das sind ganz unterschiedliche Vorkenntnisse und die Praktikumsdauer ist auch
sehr, sehr unterschiedlich. Und davon muss man natürlich abhängig machen, was man in dieser
Zeit überhaupt unterbringen kann. Also eine Woche Praktikum bei jemandem, der kaum Deutsch versteht,
da kann man natürlich bei Weitem nicht so viele Dinge tun, wie bei drei Wochen mit einem Studenten,
der schon mal programmiert hat. Das sollte also klar sein. Sehe ich aber immer wieder,
dass da so eine Art Standardprogramm gefahren wird, nach dem Motto, ja, Praktikant kommt,
hier Checkliste, zack, zack, zack, fertig. Das funktioniert nicht. Man muss wirklich
jeden Praktikanten auch individuell sich anschauen. Nicht, dass den Leuten langweilig
wird, weil sie schon programmiert haben oder sie überfordert werden, weil Sachen vorausgesetzt
werden, die sie noch gar nicht mitbringen können. Also da muss man schon genau gucken,
was passt denn jetzt für diese konkrete Person. Ich gehe jetzt im weiteren Verlauf mal von so einem
üblichen zweiwöchigen Praktikum aus. Das ist so eine übliche Praktikumsdauer, zumindest hier bei
uns in der Region. Das sind meistens Schülerpraktika, eventuell zehnte oder elfte Klasse. Die Leute
haben eventuell auch schon mal was in der Schule gehört von Informatik. Und wenn es auch nur Word
oder Excel ist, einige haben sogar schon mal ein bisschen was programmiert. Aber das kann man eben
nicht voraussetzen. Aber für diese zwei Wochen hat sich bei uns so ein bisschen was etabliert an
Inhalten. Das gehe ich dann auch gleich der Reihe nach durch. Grundsätzlich aber die Aussage,
guck genau hin, ist das überhaupt schaffbar in der Zeit und was bringt derjenige überhaupt mit an
Vorkenntnissen? Bzw. wo hat der vielleicht auch Interesse? Das darf man ja auch gerne fragen. Also
wenn man da jetzt jemanden hat, der unbedingt die Programmierung kennenlernen will, ja, dann muss
der vielleicht nicht drei Tage lang einen PC zusammenbauen. Das passt dann vielleicht einfach
nicht. Okay, und das Letzte, was auch noch wichtig ist allgemein, ist, dass solche Praktikums-
wie zum Beispiel der Praktikumsbericht, eine Mappe, eine Präsentation, dass die auch gleich
in den Alltag integriert werden. Ich habe es auch schon mal ganz am Anfang gehabt, als wir da noch
nicht so einen großen Plan hatten bei Praktika, dass am letzten Tag des Praktikums gesagt wurde,
ach übrigens, ich muss auch noch 20 Seiten Mappe schreiben oder ja, ich muss auch noch eine
Präsentation machen, ich brauche noch ein paar Fotos. Das ist ganz schlecht. Solche Dinge sollten
gleich zu Beginn des Praktikums nachgefragt werden. A. Was muss denn überhaupt alles gemacht werden?
Und B. Wie können wir das in die Arbeit integrieren? Das heißt, wenn da zum Beispiel
eine Präsentation gehalten werden soll, ja, dann macht man vielleicht beim Peer-Programming mal
eben ein Foto, wie der Praktikant mit dem Azubi zusammen programmiert. Dann ist das abgehakt und
dann kann er das aus dem echten Alltag in die Präsentation übernehmen und muss halt nicht
noch am letzten Tag, in der letzten halben Stunde noch mal ein paar Fotos stellen. Das ist nicht so
cool. Auch die Praktikums-Mappe, da will man vielleicht noch mal drüber gucken. Vielleicht
hat der Praktikant irgendwas falsch verstanden. Erzählt er, ich übertreibe jetzt mal irgendeinen
Schrott über das Unternehmen oder schreibt Sachen rein, die er gar nicht weitergeben darf. Ja,
irgendwelche Interna oder sowas. Die Chance habe ich natürlich nicht, wenn das alles zu Hause
gemacht wird und ich nicht mehr drauf gucken kann. Das heißt, am besten werden solche Artefakte auch
während des Praktikums geschrieben. Vielleicht kann man ja zum Beispiel die letzte Stunde des Tages
der Arbeitszeit für genau diese Artefakte zur Verfügung stellen und dann am Ende noch mal
drüber gucken oder wie auch immer. Das sind alles mögliche Dinge. Gut, dann kommen wir jetzt zu meinen
konkreten Inhalten, die man so vermitteln könnte. Und die habe ich mal so ein bisschen aufgeteilt in
vier Bereiche. Allgemeiner Einstieg ins Praktikum, die technischen Inhalte, also was lernt man eigentlich
in der Ausbildung. Dann organisatorische Inhalte, also wie läuft der Arbeitsalltag im Unternehmen
ab. Und zum Schluss noch der Ausblick, also wie geht es nach dem Praktikum eigentlich weiter. Das
ist ja auch ganz wichtig. Nicht den Praktikanten am letzten Tag einfach rausschicken und sagen,
ja, tschüss dann, sondern am besten ihn gleich einfangen und für einen Ausbildungsvertrag zum
Unterschreiben einladen oder so. Jetzt übertreibe ich mal. Aber wir fangen mal vorne an. Allgemeiner
Einstieg ins Praktikum ist vielleicht aus so ein bisschen gesunder Menschenverstand, aber eventuell
auch nicht. Also ich habe schon von einigen Unternehmen gehört, ja, da kommt der Praktikant
am ersten Tag und keiner weiß, dass überhaupt ein Praktikant kommt, weil irgendeine Personalabteilung
irgendwas abgemacht hat, aber die Leute, die den betreuen sollen, von nichts wissen. Das ist nicht
gut. Das kommt überhaupt gar nicht gut an. Von daher auf jeden Fall persönliche Begrüßung am
ersten Tag zur vereinbarten Uhrzeit, auch nicht eine halbe Stunde später, sondern pünktlich sein,
mit gutem Beispiel vorangehen. Der Praktikant soll ja auch pünktlich sein. Von daher selber
als Ausbildungsleiter oder Ausbilder den Praktikanten begrüßen, Hallo sagen, vielleicht
sogar noch rumführen, wie auch immer. Und am besten auch den Azubi, der dann die Betreuung
übernimmt oder die Azubis gleich mit dazu nehmen. Also persönlich zum Beispiel am Empfang dann
abholen, gleich begrüßen und freundlich aufnehmen, solche Sachen. Das gehört unbedingt dazu.
Praktikanten, stellen wir uns das mal vor, wir haben da wirklich einen etwas jüngeren, ich sage
mal neunte, zehnte Klasse, sind die vielleicht 15, weil, glaube ich, die Jüngste, die wir mal
hatten, die sind das nicht unbedingt gewohnt, in so einem großen Unternehmen dann irgendwie alleine,
ohne Mama, Papa, so von heute auf morgen in so einen Betrieb reinzukommen. Das ist nicht so
einfach. Und wenn die dann noch so ein bisschen, ich sage jetzt mal, ignoriert werden oder nicht
vernünftig aufgenommen werden, das ist gar nicht gut. Das macht keinen guten Eindruck. Und dann
verlieren sie auch ganz schnell vielleicht den Spaß oder haben so ein bisschen Angst vor dem
Praktikum. Und das ist Mist. Also das müssen wir vermeiden. Wir müssen Leute direkt vernünftig
bei uns aufnehmen. Und das heißt, persönliche Begrüßung die Leute zur vereinbarten Zeit abholen
und mit ins Büro nehmen am besten.
Übrigens habe ich für den ganzen Kram, den ich jetzt noch erzähle, so ein paar Checklisten
auch auf der Website in den Shownotes zur Episode unter anwendungsentwicklerpodcast.de
slash 149 für die heutige 149. Episode. Da gibt es einige PDFs, die du hier runterladen kannst,
so als Anregung, um deine eigenen Checklisten vielleicht darauf zu erstellen. Du wirst sie
nicht eins zu eins übernehmen können, aber du kannst dir mal angucken, was ich mir da so
zusammengestellt habe. Und als allererstes, nach der Begrüßung, geben wir dann zum Beispiel eine
dieser Checklisten durch. Und da sind dann insbesondere organisatorische und rechtliche
Rahmenbedingungen, die wir dann auch klären müssen. Als Beispiel Arbeitszeiten sollte man
nicht unterschätzen. Wenn wir minderjährige Praktikanten haben, müssen wir das Jugendarbeitsschutzgesetz
berücksichtigen. Die haben andere Vorgaben, was die Arbeitszeit, die erlaubte Arbeitszeit angeht,
als volljährige Praktikanten. Was ist zum Beispiel, wenn sie krank werden, wenn sie morgens zu spät
kommen, haben den Bus verpasst oder verschlafen oder sonst was? Wir haben auch eine Aufsichtspflicht.
Das heißt, wenn jetzt morgens, keine Ahnung, der Praktikant kommt mit dem Fahrrad und Gott bewahre,
wird irgendwie vom Auto angefahren und keiner kriegt das mit, weil sich keiner kümmert. Das
ist keine gute Idee. Das heißt, wenn die Praktikanten zu spät kommen, dann muss man sich
vielleicht auch mal kümmern. Muss man da aktiv auch mal anrufen und fragen, hey, wo bleibst du
denn? Hast du nur verschlafen oder bist du in das Auto gekommen? So nach dem Motto. Und das sind
alles Dinge, um das überhaupt zu machen, brauche ich zum Beispiel die Handynummer. Das müssen wir
einmal austauschen. Aber auch die Gegenrichtung, wenn er zum Beispiel wirklich krank ist, wo muss
er denn anrufen, um sich abzumelden? Das sind alles so Dinge. Ich will jetzt nicht im Detail
alle durchgehen. Dazu kannst du in die Checkliste gucken. Aber gehören auch viele andere Sachen
dazu, wie zum Beispiel, wenn ich eben so eine Stempelkarte brauche vielleicht oder eine Karte,
um irgendwelche Türen zu öffnen, zum Betalen im Betriebsrestaurant. Das haben wir zum Beispiel.
Da kann man sich nichts zu essen kaufen, wenn man nicht so eine Karte hat, die man vorher auflädt
und so. Das sind alles so Dinge. Da kann ich als normaler Mitarbeiter mich gar nicht richtig
bewegen im Unternehmen, wenn mir sowas fehlt. Und deswegen braucht auch der Praktikant sowas
vielleicht. Also von daher daran denken, am ersten Tag gleich diese organisatorischen Sachen
klären. Und für mich gehört dann auch insbesondere dazu, einen kleinen Rundgang zu
machen. Am besten einmal durchs ganze Unternehmen, wenn es was Spannendes zu sehen gibt. Also wir
müssen jetzt nicht durch alle unserer tausend einheitlich eingerichteten Büros, das wäre Quatsch.
Aber vielleicht gibt es ja so ein paar interessante Räumlichkeiten, die man kennen muss,
wenn man da in dem Unternehmen ist. Zum Beispiel Kantine oder Restaurant. So ein Serverraum vielleicht
für ITler ganz interessant. Besprechungsräume sind vielleicht nochmal irgendwie interessant.
Oder Konferenzräume. Oder auch ein Schulungsraum. Das sind vielleicht Dinge, da kann man den
Praktikant mal durchführen, um ihm auch ein Gefühl dafür zu geben, wie dann vielleicht in der
Ausbildung das so aussieht. In welchen Räumlichkeiten er sich dann eigentlich bewegt und wo er sich
aufhält. Das interessiert ihn sicherlich. Und natürlich auch das eigene Büro. Das ist klar,
da brauchen wir keinen Rundgang machen. Aber allein zum Mittagessen, wie komme ich da hin?
Ja, da muss man vielleicht einmal den Weg zur Kantine gegangen sein, wenn das Gebäude ein
bisschen größer ist zum Beispiel. Und ich würde aber auch noch einen Rundgang machen durch die
eigene Abteilung. Ich beziehe das ja jetzt hier mal auf die IT-Abteilung. Bei uns ist es so,
dass wir eine große IT-Abteilung sind. In anderen Unternehmen sind es vielleicht mehrere kleine.
Oder es gibt, keine Ahnung, nur zwei, drei Leute in der Abteilung. Es kann ja alles sein. Wichtig
finde ich, die Praktikanten sollten die Leute, mit denen sie irgendwie zusammenarbeiten,
kennenlernen. Das heißt, wenn wir bei uns in der IT-Abteilung Praktikanten haben,
dann geht der Azubi mit dem Praktikanten einmal durch jedes Büro in der IT-Abteilung. Das sind
bei uns aktuell 30 Leute, um wenigstens einmal Hallo zu sagen. Wenn der Praktikant den ganzen
Tag da irgendwie über den Flur läuft und Leute sieht, die er nicht kennt und sie ihn auch nicht
kennen, das ist irgendwie unschön. Das ist ein ganz komisches Gefühl. Und vor allem, wenn ihr
zum Beispiel auch sensible Daten habt, wie bei uns in der privaten Krankenversicherung, da sind
Leute, die man nicht kennt, die da auf dem Flur rumlaufen, immer so ein bisschen seltsam. Also
eigentlich müssten wir die fragen, sag mal, wer sind sie eigentlich? Was machen sie hier? Ist so
nach dem Motto. Und wenn man die Person noch nie gesehen hat, dann ist das irgendwie uncool,
wenn der Praktikant da eigentlich seit zwei Wochen schon ist, aber man das nicht mitgekriegt hat. Von
daher Azubi einmal durch die Büros schicken, damit jeder Kollege oder Kollegin, die Leute mal
gesehen hat, kennengelernt hat vielleicht, auch nur ganz kurz mal einmal Hallo gesagt hat. Das ist
alles besser, als so anonym irgendwie mit Leuten zwei Wochen zusammenzuarbeiten, die zwar ein Büro
weiter sitzen, die man aber noch nie so richtig gesehen hat oder kennengelernt hat. Das ist einfach
unschön. Und was natürlich auch noch dazugehört, dann direkt vor Ort, wo ist das nächste WC? Ja,
das ist auch nicht unwichtig. Und sowas wie eine Kaffeeküche, wo kann ich vielleicht ein Wasser
holen, Kaffee, Tee, was auch immer es bei euch noch gibt, einen Kühlschrank, was auch immer. So
einfach die wichtigen Räumlichkeiten, um durch den Alltag so zu kommen. Ja, die sollte man einmal
zeigen. Das ist nicht selbsterklärend, wo diese Räumlichkeiten sich befinden. Und es ist vielleicht
auch nicht selbsterklärend, wie man sich denn verhalten muss. Also muss ich einen Praktikant
vielleicht für den Gang aufs Klo abmelden, muss ich jetzt mal übertrieben sagen, oder darf er
einfach frei rumlaufen? Ja, wenn ich ein Unternehmen bin, wo ich vielleicht irgendwelche
Sicherheitsbestimmungen habe, wo eben nicht jeder einfach mal tun lassen kann, was er will,
insbesondere keine Praktikanten, dann ist es vielleicht wichtig, ihm das vorher zu sagen.
Ja, also von daher, solche Dinge sollten eigentlich zum Standard dazugehören. Aber
ich sage es extra noch mal, wichtig, den Azubi vernünftig einzuführen. Äh, den Praktikanten,
nicht den Azubi. Und als letztes würde ich noch empfehlen, eine kleine Forschungsrunde einfach mit
den Azubis zu machen. Ich hatte das schon gesagt, so ein bisschen auf Augenhöhe, gleichaltrige,
da passt das, glaube ich, ein bisschen besser. Und da kann man einfach mal eine kleine
Forschungsrunde mit allen Azubis machen, aus der Abteilung vielleicht, dass die sich einmal gesehen
haben, dass die vielleicht sich zum Mittagessen verabreden können oder wie auch immer, dass man
einfach noch andere Ansprechparten hat, als den einen Azubi, der ihn betreut. Oder jetzt mal ein
Beispiel, bei uns betreut der Azubi aus dem ersten Lehrjahr die Praktikanten. Was ist,
wenn ich konkrete Fragen als Praktikant habe zur Abschlussprüfung? Da kann der mir vielleicht auch
nicht viel zu sagen, da muss ich vielleicht den Azubi im dritten Lehrjahr fragen. Wenn ich den
aber noch nie gesehen habe und ich weiß, wer das ist und ich traue mich nicht, den anzusprechen,
von daher kurze Forschungsrunde, wo jeder einmal sagt, wer er ist, was er so macht,
in welchem Lehrjahr er ist, wie auch immer. Das gehört, finde ich, dazu, damit man einfach den
Praktikanten auch noch ein bisschen besser ins Team aufnimmt und er noch mehr Ansprechpartner
zur Verfügung hat, als nur den einen Azubi vielleicht. So, und dann kann es eigentlich
auch schon losgehen mit den technischen Inhalten. Was kann ich denn jetzt so einem Praktikanten in
seinem Praktikum alles so zeigen? Und ich habe jetzt mal so ein paar Sachen zusammengestellt,
die man in so einem zweiwöchigen Praktikum durchaus unterbringen kann, wird aber schon
knapp. Man muss sicherlich ein paar Sachen streichen. Ich habe einfach nur mal ein paar
Beispiele mitgebracht, damit du dir so ein paar Anregungen mitnehmen kannst. Was kann man gut in
so einem Praktikum unterbringen? Wir machen es zum Beispiel so, dass der Praktikant direkt als
allererstes nach dieser Forschungsrunde, die ich gerade erwähnt habe, seinen eigenen Arbeitsplatz
aufbauen muss. Ganz simpel. Einfach ein paar Kabel reinstecken, weil es gibt durchaus Leute,
die das noch nie gemacht haben. Die haben vielleicht nur Tablet oder Handy zu Hause,
haben noch nie einen Computer gehabt oder bei uns sind es zum Beispiel Thin Clients,
die irgendwie aufgebaut. Von daher, das gehört, finde ich, dazu, dass man sowas kann. Also simple
Sachen wie Monitor verbinden, Maus, Tastatur anschließen, solche Sachen. Das kann man super
einfach machen. Der Azubi muss bloß vorher alle Stecker rausgezogen haben. Das ist zum Beispiel
Teil unserer Checkliste, damit der Praktikant dann direkt loslegen kann. Aber das finde ich
eine interessante Kleinigkeit zum Einstieg und einfach mal so ein erstes Gefühl auch für die
Hardware des Arbeitsplatzes zu kriegen. Dann gehören zu diesem Arbeitsplatz auch andere
Sachen wie zum Beispiel das eigene Passwort zu ändern, ein sicheres Passwort zu vergeben. Da
gibt es bestimmt bei dem Unternehmen auch Sicherheitsrichtlinien, was weiß ich, komplexe
Passwörter, zehn Stellen lang, was auch immer. Das gehört auch dazu, dass man gleich so ein
bisschen eine kleine Einführung in die IT-Security kriegt, wenn man es ganz hochtrabend formulieren
will. Und eventuell muss man auch so ein bisschen Software installieren. Das kann man auch direkt
selber machen. Warum muss das alles vorbereitet sein? Also da könnte zum Beispiel jetzt, ich denke
jetzt mal an Java, Einstieg in die Programmierung. Da kann ich vielleicht ein Eclipse, muss ja nicht
mehr installieren, muss ja nur entpacken zum Beispiel. Aber vielleicht ein Java installieren
oder irgendwas. So Kleinigkeiten, die man relativ schnell auch einfach machen kann. Das sind Sachen,
die kann man direkt am ersten Tag durchaus unterbringen, um so einen lockeren Einstieg
hinzukriegen. Ja, wenn wir schon beim Stichwort Hardware sind. Ich habe es zum Beispiel so gemacht,
dass ich meinen alten PC, den ich nicht mehr gebraucht habe, bzw. der, ich weiß gar nicht,
was da durchgeschmuggelt ist, aber irgendwas ging nicht mehr, den habe ich einfach mitgenommen zur
Arbeit. Und der wird jetzt bei den Praktikanten immer mal auseinandergebaut, beziehungsweise
hauptsächlich wieder zusammengebaut. Das ist natürlich viel interessanter. Also aus Einzelteilen
ein PC zusammenbauen. Dafür brauche ich zwar einen alten PC, aber ich gehe davon aus, dass jedes
Unternehmen irgendwie noch was im Keller stehen hat. Es muss ja kein High-End, First-Class neuer
PC sein. Es reicht ja irgendein alter. Hauptsache ich habe mal gesehen, wie eine CPU aussieht, wie
ein RAM-Riegel aussieht, eine Festplatte, wie so die üblichen Kabel aussehen, was ich nicht, SATA,
IDE, was es da alles so gibt. Und meine Karte reingesteckt habe, PCI, PCI Express, was es auch
immer da gibt und was es in Zukunft geben wird. Das kann ich mit alter Hardware relativ simpel
machen. Das Ding muss ja nicht mehr funktionsfähig sein. Es geht nur darum, das mal selber gemacht zu
haben und vor allem auch mal die Hardware in der Hand gehabt zu haben. Ich weiß es zum Beispiel aus
der Berufsschule unserer Azubis. Da gibt es eine Klausur gleich, glaube ich, im ersten Lehrjahr,
wo man so Hardware-Bausteine benennen muss. Und da gibt es ganz viele Azubis, die noch nie so ein
Ding in der Hand hatten. Weil heutzutage habe ich vielleicht zu Hause meinen Laptop, den kann ich
gar nicht mehr auseinanderbauen. Genauso will ich mein iPad. Und da sind auch nicht die Dinger drin,
wie ich sie in so einer Klausur sehe. Und ich finde es persönlich immer sehr hilfreich, wenn
man wirklich mal einen echten RAM-Riegel in der Hand hatte, dann erkennt man ihn, glaube ich,
auch viel einfacher in so einer Klausur wieder, als wenn man das Ding einfach aus dem Buch gelernt
hat. Außerdem, ganz ehrlich, ich finde, jeder ITler soll mal irgendwie einen PC zusammengestellt
haben. Aber ehrlich gesagt, das mag auch schon ein bisschen veraltet sein. Wie gesagt, auch ich
habe Azubis, die gar keinen eigenen PC mehr haben, weil die nur noch mit dem Laptop und dem Tablet
arbeiten. Und das ist auch gar nicht schlimm. Ich finde persönlich aber, man sollte es mal
gemacht haben. Aber vielleicht bin ich auch ein bisschen altmodisch. Ja, was man auch relativ
schön machen kann, was auch schnell einen sichtbaren Erfolg bringt, ist vielleicht einen
eigenen Steckbrief zu bauen mit HTML und CSS. Klassischer Ausbildungsinhalt, auch für alle
IT-Berufe übrigens. So ein bisschen HTML, das müsste eigentlich jeder kennen oder können und
wird auch in der IHK-Prüfung ja sogar mal abgefragt. Von daher absolut interessanter
Ausbildungsinhalt. Vor allem kann man damit auch nach dem Praktikum selber noch was anstellen,
wenn man vielleicht zu Hause seine eigene Website bauen will oder irgendwas. Das ist ein super
simpler, einfacher Einstieg in so ein bisschen Gestaltung. Man sieht auch wirklich was. Man muss
nicht allzu viel verstehen davon. So Programmierung und Schleifen und so ist ja alles nicht notwendig.
Das heißt, man kann das auch im simplen Text Editor machen und direkt im Browser anzeigen und
ja, hier was geändert, da ist es sofort sichtbar. Also ganz schnelle Feedback-Cycles auch, die ich
da habe. Das heißt, das kann ich wirklich interessant und lehrreich durchaus auch gestalten
für den Praktikanten. Und er nimmt auch noch was mit, wo er auch Leuten wirklich was zeigen kann.
So nach dem Motto, hey, hier, ich habe mal eine Website gebaut und so sieht das aus. Kann man
auch dann super zum Beispiel als Screenshot in die Präsentation mit reinnehmen, in die
Praktikumsmappe, wie auch immer. Das ist wirklich was, ich sage jetzt mal ganz blöd, was man anfassen
kann. Wie der Praktikant beim Tischler, der vielleicht sein eigenes kleines Holzauto bastelt
oder wie auch immer, hat dann vielleicht der Praktikant seine eigene Steckbrief-Website gebaut,
die man wirklich sehen kann. Bei Programmierung ist das sonst ein bisschen schwierig. Gerade zu
Beginn, wenn man vielleicht nicht mit grafischen Oberflächen arbeitet und mit Konsolen-Applikationen,
das haut die Leute natürlich nicht vom Hocker, wenn da jetzt Hello World auf der Kommandozeile
ausgegeben wird. Aber so eine coole Website, wo vielleicht schon so ein Bild drin ist und ein
bisschen Farbe und so, das sieht natürlich ganz anders aus. Also von daher, einfache Möglichkeit
und die Azubis kennen das wahrscheinlich sowieso. HTML, CSS sollte Standard sein in der Ausbildung.
Von daher, mit relativ wenig Aufwand lässt sich dann sowas auch umsetzen. Wenn man dann in die
Programmierung einsteigt, da finde ich es inzwischen sehr schön, wenn man das mit so kleinen
Minicomputern macht. Ich benutze sie sogar inzwischen selber in meiner Vorlesung zur Einführung in die
Programmierung. Ich persönlich nehme den Calliope Mini. Davon haben wir glaube ich inzwischen drei
sogar in der Firma. Das ist so ein kleiner Minicomputer, der kostet 30 Euro oder so. Der
hat gefühlte 7000 Sensoren drin. Ein Lagesensor, ich glaube sogar ein Temperaturmesser, ein
Lichtsensor, ein Beschleunigungssensor, ein ganz viele Dinge. Und die kann man mit einer grafischen
Oberfläche oder einer grafischen Programmieroberfläche dann programmieren. Das heißt,
ich kann damit so, ja sieht so aus wie so ein Puzzle-System. Da kann ich mir dann zum Beispiel
eine If-Verzweigung oder eine Schleife da reinziehen, Variablen definieren und so weiter.
Und ich kann auch die verschiedenen Dinge in dem Calliope ansteuern. Der hat zum Beispiel so ein
kleines LED-Feld, wo man Zahlen oder Buchstaben ausgeben kann. Oder der kann auch Töne abspielen.
Das heißt, da kann man ganz viele tolle Sachen machen. Der ist wirklich mega günstig, also 30
Euro. Das sollte sich jedes Unternehmen leisten können. Und damit kann man richtig coole, kleine
Sachen programmieren. Ich mache das wirklich sogar mit meinen Studenten in der Vorlesung,
indem ich anfange, Sequenzen, Verzweigungen, Wiederholungen zu erläutern, indem ich alle
meine Endchen programmieren lasse, in Anführungszeichen. Und dann spielt dieser kleine
Minicomputer eben alle meine Endchen. Kann man wirklich ganz toll machen. Und es ist auch wieder
was zum Anfassen. Das finde ich immer ganz wichtig, gerade bei so jungen Praktikanten,
die vielleicht noch nicht so gewöhnt sind, abstrakt zu denken. Und das ist aber toll,
dass jetzt hier auf der Konsole zehnmal Hello World steht. Da freue ich mich. Ist vielleicht
nicht ganz so spannend, wenn ich so einen kleinen, ich will jetzt nicht sagen Roboter,
aber wenn ich so einen kleinen Minicomputer habe, der dann auf einmal Töne macht,
ist vielleicht noch ein bisschen eine andere Hausnummer. Macht vielleicht ein bisschen mehr
Spaß. Oder man bleibt vielleicht eher dran, als wenn ich nur so eine langweilige Konsolenapplikation
habe. Und das kann man auch durchaus mit älteren Leuten machen. Also meine Studierenden, wo ich das
gemacht habe, die sind Anfang 20, haben noch nie programmiert. Und da klappt das genauso,
wenn ich das mit Zehnjährigen mache. Also dieser Calliope ist wirklich ein Computer,
da können auch Kinder mit programmieren lernen. Und ich finde das auch überhaupt nicht schlimm,
wenn man das mit Älteren macht. Also die haben da genauso Spaß dran, dass das Ding am Ende piep
macht, als wenn, wie gesagt, auf der Konsole weißer Text erscheint. Das ist auch für mich visuell
nicht allzu ansprechend. Von daher, wenn man Leute ein bisschen fürs Programmieren auch
begeistern will, sollte man sich vielleicht die richtige Methode oder das richtige Werkzeug nehmen.
Und da finde ich den Calliope Mini eine ganz tolle Sache. Ganz günstiges Teil,
was aber wirklich ganz viele Möglichkeiten hat. Gibt auch im Internet ganz viele Rezepte,
was man sich damit bauen kann. Zum Beispiel so eine kleine Alarmanlage. Der hat ja einen
Lichtsensor. Das heißt, ich kann den zum Beispiel so programmieren, dass ich, wenn ich den in eine
kleine Box zum Beispiel packe und die Box wird aufgemacht, das heißt, auf einmal kommt Licht in
die Box, dass er dann anfängt zu piepen. So eine kleine Alarmanlage zum Beispiel. Das lässt sich,
ich sage jetzt einfach mal, in fünf Minuten zusammen programmieren, ist aber viel,
viel plastischer und viel, viel greifbarer als meine berühmte Konsolenapplikation.
Ja, was natürlich auch noch geht und auch in die gleiche Kerbe schlägt, ist der Raspberry. Den
kennst du bestimmt. Raspberry Pi heißt er ja eigentlich. Da gibt es ja auch verschiedene
Varianten davon. Kosten auch 30, 40, 50 Euro, je nachdem, wie viel Ausstattung man braucht. Und
das ist ja wirklich ein kompletter PC, wo alles drin ist, was man braucht. Darauf kann man ein
Betriebssystem installieren. Der hat auch ganz viele Sensoren und Aktoren, womit man Sachen
ansteuern kann und so weiter. Da sind die Möglichkeiten ja noch unbegrenzter als beim
Calliope. Auf dem Calliope kann ein einziges Programm laufen. Wenn ich das lösche, kann ich
das nächste drauf spielen. Das war's dann. Der Raspberry ist natürlich unbeschränkt. Da kann
ich alles mitmachen. Über SD-Karten erweiterbar. Da kann ich ein Linux drauf installieren und
wirklich echte Programmier-Sachen mitmachen oder echte Hardware bauen. Das ist natürlich
nochmal eine Nummer cooler. Davon haben wir auch einen in der Firma liegen. Ist das vielleicht
für so ein Schülerpraktikum ein bisschen viel, weil das ist natürlich auch ungleich komplexer
als ein kleiner Calliope. Aber wenn man natürlich Leute hat, die sich schon ein bisschen besser
auskennen, ist das eine tolle Sache. Ich habe zum Beispiel meine eigenen Azubis letztes Jahr
damit den RetroPie aufsetzen lassen. Das ist so eine kleine Emulation von verschiedenen Spiele-
Konsolen. Super Nintendo, Game Boy, Playstation und so weiter kann man damit emulieren. Das habe
ich meinen Azubis als Aufgabe gegeben. Da haben sie dann zum Beispiel Linux installiert, dann
dieses RetroPie aufgesetzt, die Spiele installiert, Treiber installiert für ein Gamepad und solche
Sachen. Da kann man also wirklich schön, auch gerade im Bereich Systemintegration, was zeigen.
Das ist vielleicht nicht unbedingt was für die Anwendungsentwickler, sondern eher für Hardware,
eben Systemintegration, installieren von Betriebssystemen und so weiter. Aber auch für
die Anwendungsentwickler ist das natürlich cool, weil man kann auf dem Ding natürlich auch
programmieren. Ich kann darauf Java entwickeln oder Python oder wie auch immer und kann dann
wirklich echte Programme darauf schreiben. Theoretisch könnte ich das Ding sogar auch
als PC-Ersatz nutzen für den Praktikanten. Vielleicht ist es bei euch ja so, dass man als
Praktikant nicht ins echte Netz rein darf, aus irgendwelchen Sicherheitsvorgaben heraus.
Und mit so einem kleinen Recipe für 50 Euro kann man sich halt einen komplett losgelösten eigenen
PC aufsetzen, auf dem ich dann vielleicht programmieren kann, Sachen ausprobieren kann
und so weiter. Also eine günstige Lösung auch, um wirklich einen kompletten PC quasi für ein paar
Euro dorthin zu stellen. Ja, dann ist natürlich wichtig, wir müssen irgendwann auch mal in die
Programmierung einsteigen. Das machen wir bei uns ja auch. Da kann ich jetzt nur empfehlen,
welche auch immer ihr da lehrt, aber macht es genauso, wie ihr es auch in der Ausbildung macht.
Bei mir bearbeiten die Praktikanten exakt das gleiche Programmiertutorial, was auch unsere
Azubis am 1.8. bekommen. Das ist ganz wichtig, denn die Azubis kennen sich damit ja aus. Die
haben das selber gemacht. Aber wie gesagt, auch eben dieser Bezug zur echten Ausbildung. Der
Praktikant soll sehen, wie es in der Ausbildung läuft und halt nicht irgendetwas Gekünsteltes.
Klar, so ein Calliope, das werden auch die wenigsten Unternehmen in ihrer realen Zeit da
draußen programmieren. Das ist aber ja auch nur als Einstieg, als als Lustmacher, sage ich mal,
gedacht. Wenn es dann wirklich an die Programmierung geht, sollte man zu der Sprache wechseln, die man
auch im Unternehmen einsetzt natürlich, damit man auch hier dann den Bezug zur Realität halt
herstellt. Und da sollten dann auch die entsprechenden Tools eingesetzt werden. In
unserem Fall von Java zum Beispiel auch direkt Eclipse. Also jetzt vielleicht nicht unbedingt
mit dem 0815 Texteditor, der nichts kann, sondern da würde ich dann auch schon die echte
Programmierumgebung zeigen, wenn das irgendwie möglich ist. Denn es nützt ja nichts, da irgendwie
völlig abgespeckt auch wieder hier irgendwas zu zeigen, was dann in der Realität gar nicht so
aussieht. Programmieren ist halt eine komplexe Aufgabe und das sollte auch in so einem Praktikum
dann irgendwie früher oder später gezeigt werden. Man kann anfangen mit so einem Calliope, mit einem
einfachen Editor, aber ich denke schon, dass man im Praktikum auch mal die echte Umgebung zeigen
sollte, in der man dann später auch entwickelt. Das heißt nicht, dass man das alles verstehen muss.
Ich brauche aber ja, wenn ich jetzt mal auf Eclipse zurückkomme, nicht alle Funktionen
und damit programmieren zu können. Ich brauche den grünen Run-Button. Ich muss wissen, wie ich
speichere und so. Das reicht ja erstmal, um arbeiten zu können. Ich muss nicht drei Tage
Eclipse-Schulung kriegen, um anfangen können zu programmieren. Das ist nicht gemeint, aber man
sollte wenigstens ein Gefühl für die echte Arbeit bekommen. Ganz blödes Beispiel, aber so ein Tischler
wird den Praktikanten jetzt auch nicht mit einem Holzhammer losschicken, wenn in der Realität
ein echter Hammer benutzt wird. Das passt einfach nicht. Man muss ja auch wirklich das Echte mal
kennenlernen. Das ist jetzt vielleicht ein schlechtes Beispiel. Tischler hat vielleicht noch ein bisschen
andere Aufsichtspflicht. Da kann ein bisschen viel kaputt gehen, wenn man sich mit dem falschen
Hammer auf den Daumen haut, sage ich mal. Aber bei uns in der Programmierung ist das, glaube ich,
kein großartiges Problem. Da kann ich mir jetzt nicht irgendwie den Fuß schießen. Auch wenn wir
das natürlich im übertragenen Sinne häufiger mal sagen. Okay, also einfach einen realistischen
Einblick in die Programmierung bekommen und auch das kann man wunderbar machen mit den Azubis
zusammen, zum Beispiel im Pair-Programming. Dann wird das Ganze auch gar nicht so schwierig,
weil der Azubi einem das einfach zeigt, wie man da zum Beispiel, welchen Knopf man drücken muss
oder wie man da vorwärtskommt, was auch immer. Für die Systemintegratoren, aber auch für die
Amös-Entwickler vielleicht durchaus interessant, weil das ja auch Ausbildungsinhalt ist für alle
IT-Berufe, ein Betriebssystem mal vielleicht aufsetzen. Da kann man heutzutage mit virtuellen
Umgebungen ja so ziemlich alles machen. Ja, selbst wenn ich keine VMware-Infrastruktur habe,
reicht es auf so einem Laptop vielleicht eine VMware-Workstation oder das kostenfreie Virtualbox
oder sonst was zu installieren, um einfach mal eine VM aufzusetzen und einfach mal ein
Betriebssystem zu installieren. Vielleicht auch 2.3, vielleicht noch einen Server daneben,
hier noch ein Linux-System, die dann alle vernetzen und so weiter. Das ist eine ganz
tolle Aufgabe, mit der man sich super beschäftigen kann und die aber am Ende auch sowas Sichtbares
produziert. So, Mensch hier, ich kann mich an einem Windows-Client mit dem Benutzer,
den ich auf dem Server angelegt habe, anmelden und so. Da kann man glaube ich auch viele kleine
Lerneffekte und auch Erfolge, sage ich mal, gut unterbringen. Bei der Programmierung geht das
natürlich auch, aber auch für die Systemintegratoren, da kann man natürlich viel machen,
wenn man mit VMs zum Beispiel rumhantiert. Ja, was wir dann auch machen, damit es auch einen
kleinen Mehrwert für unser Unternehmen hat, wir ermöglichen den Praktikanten dann auch einen
kleinen Blogartikel zum Beispiel zu schreiben. Wir haben eine eigene Azubi-Website und sind
zum Beispiel auch bei Instagram oder Facebook unterwegs und da darf der Praktikant während
des Praktikums durchaus mal einen eigenen Artikel schreiben, der dann auch wirklich online geht. Auch
das wieder cool als Feedback für den Praktikanten selbst, wenn er irgendwie zeigen will, was er
gemacht hat. Ja, Mama, hier, guck mal, auf ausbildung.de ist mein Artikel online gegangen,
den ich geschrieben habe. So, zum Beispiel. Ist eine tolle Sache und ist natürlich auch für die
Außendarstellung wieder gut. Andere Praktikanten lesen das vielleicht, interessieren sich fürs
Unternehmen und so weiter und so fort. Kleines Foto vielleicht von Per-Programming für Instagram.
Geht auch immer, wenn er möchte, muss man natürlich Datenschutz berücksichtigen, alles klar. Aber auch
das ist ja Ausbildungsinhalt, von daher kann man ja so eine kleine Schulung zum Thema Datenschutz
oder Urheberrecht noch unterbringen, bevor man das Foto knippst.
Und zum Schluss, was durchaus auch technisch sein kann, ist Praktikumsmappe und Präsentation vorbereiten.
Wenn man die mit Word zum Beispiel schreibt, die Mappe, oder mit PowerPoint die Präsentation macht,
ich weiß nicht, nicht alle Praktikanten können so gut mit der Software umgehen.
Das heißt, man kann da durchaus auch während des Praktikums einiges noch bei der Textverarbeitung
oder bei der Präsentationsgestaltung lernen.
Formatvorlagen in Word, vielleicht haben die das noch nie gehört,
oder wie baue ich Bilder oder Animationen in PowerPoint, das wissen die auch nicht unbedingt.
Und das sind natürlich auch technische Inhalte, die dann sogar über das Praktikum hinaus dem Praktikanten noch was bringen.
Denn wenn er jetzt wirklich mal irgendwas für die Schule ausarbeiten muss,
weiß er jetzt halt, wie es geht, und ist vielleicht seinen Klassenkameraden da ein bisschen voraus.
Immerhin sind wir ja hier in der IT, machen ein IT-Praktikum,
und diese üblichen Office-Produkte oder so, die gehören zum Standardrepertoire von jedem ITler, meiner Meinung nach.
Von daher kann man das auch gut unterbringen.
Und zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, Word und PowerPoint lernen,
und bei der Gelegenheit gleich die Praktikums-Artefakte, die Mappe und die Präsentation zum Beispiel, fertigstellen.
So, das war meine Liste der technischen Inhalte.
Kommen wir jetzt zum vorletzten Punkt, die organisatorischen Inhalte.
Also, wie läuft der Arbeitsalltag ab?
Auch das finde ich sehr wichtig.
Nicht nur die Programmierung oder die Systemintegration soll gezeigt werden,
sondern auch, wie ist denn das Klima im Unternehmen?
Wie sieht mein Alltag aus? Wann muss ich zu Meetings? Wann geht es los mit der Arbeit? Etc.
Auch das ist ja wichtig für den Praktikanten.
Wenn ich mich später bei dem Unternehmen bewerben will und ich stelle fest,
oh Gott, ich habe Schichtarbeit, ich muss am Wochenende arbeiten, hier Bereitschaft, dies, das, jenes,
das will ich vielleicht vorher wissen.
Und von daher soll ich das auch in das Praktikum so integrieren, dass das eben auch mitgemacht wird.
Von daher, ich finde, die Praktikanten sollten an allen anfallenden Meetings in dem Praktikum oder in der Praktikumszeit mitmachen.
Zum Beispiel Abteilungsbesprechung, Projektplanungsbesprechung, Stand-up-Meeting.
Ich weiß nicht, bei uns gibt es noch ganz viele andere Maßnahmen, habe ich auch in den Shownotes verlinkt.
Sowas wie Weekly-Review, Monthly-Review, was es auch immer so in deiner Ausbildung noch geben mag.
Das dürfen die Praktikanten gerne mitmachen. Warum auch nicht?
Sie sollen ja sehen, wie der Alltag aussieht. Und solche Meetings gehören halt dazu.
Es geht halt nicht ohne.
Was ich dann auch immer in der Zeit unterbringe, sind Lernzielkontrollen.
Das heißt nicht unbedingt beim Praktikanten, aber bei den Azubis, die habe ich sowieso regelmäßig.
Und da kann sich der Praktikant dann daneben setzen und mal gucken, was muss ich denn eigentlich alles kennen?
Worauf wird denn überhaupt geachtet, wenn ich das abgefragt werde und so weiter?
Oder was gibt es denn noch für Inhalte, die ich noch nie gehört habe?
Das sind alles Dinge, die ja eh auch in der Ausbildung gemacht werden.
Und die kann der Praktikant auf jeden Fall mitkriegen.
Auch wenn er erstmal nur daneben sitzt und vielleicht nur Bahnhof versteht.
Aber vielleicht das eine oder andere kann er aufschnappen und durchaus auch verstehen.
Außerdem habe ich eben schon gesagt, per Programming finde ich ganz, ganz wichtig,
dass der Praktikant mal wirklich mit einem echten Azubi an einem echten Projekt am besten arbeitet.
Das heißt nicht an seinem Spielprojekt zum Einstieg, sondern an einem echten Azubi-Projekt.
Dass er auch mal wirklich sieht, was kommt denn da noch dazu zur Programmierung?
Ich sage jetzt einfach mal Versionierung mit GIT, ein automatischer Bild, Unit-Tests, ich weiß nicht was.
Alles, was man vielleicht in so einem Einstieg in die Programmierung und nicht alles unterbringt,
das kann man dann sicherlich mit dem Azubi gemeinsam einfach mal, ja nicht im Detail durchgehen,
aber dass man auch ein bisschen besseren Gefühl dafür kriegt, wie das in dem Alltag denn so aussieht.
Dass es halt noch mehr gibt als die reine Programmiersprache,
sondern dass es links und rechts daneben noch viele andere Dinge gibt, die man noch beherrschen muss.
Dann mache ich als Ausbildungsleiter mit den Praktikanten auch immer ein O3, ein One-on-One,
also ein Vier-Augen-Gespräch mindestens einmal die Woche, wo es dann darum geht, Feedback einzuholen.
Wie läuft es denn? Wie ist die Betreuung? Ist irgendwas nicht verstanden worden?
Müssen wir noch mal irgendwas vertiefen? Sollen wir lieber andere Aufgaben machen? Was auch immer.
Also auch dazu habe ich eine große Checkliste in den Show Notes hinterlegt, was man da so fragen kann.
Auch an Feedback von Praktikanten natürlich. Das ist für uns auch als Unternehmen natürlich immer sehr wichtig.
Guckt einfach mal rein, was man da sonst so fragen kann.
Aber im Prinzip geht es darum, wie läuft es denn so im Praktikum? Gefällt es dir hier? Müssen wir irgendwas ändern?
Das ist im Prinzip Kern des Ganzen. Manchmal ist so ein Gespräch auch noch fünf Minuten vorbei.
Manchmal dauert es aber auch länger. Kommt auch immer wieder auf den Praktikanten an.
Wichtig ist aber, sich so ein Feedback einzuholen und auch ein Feedback zu geben.
Nicht zwei Wochen den Praktikanten nicht anzugucken und am Ende des Praktikums kriegt er dann irgendwie ein superschlechtes Zeugnis.
Das ist vielleicht nicht gut. Also wenn ich merke, dass da irgendwas schiefläuft, wenn er ständig zu spät kommt oder, keine Ahnung, nicht zuhört oder sonst was,
dann muss man ihm das auch vorher schon mal sagen. Und dafür ist dann so ein Vier-Augen-Gespräch auch ganz sinnvoll.
Von daher, das würde ich immer machen. Und das mache ich auch immer persönlich.
Das lasse ich nicht den Azubi machen, sondern das mache ich dann selbst.
Und ich hatte es eben schon angesprochen, so ein Fragebogen, ein Feedbackbogen zum Beruf und zum Unternehmen lasse ich auch ausfüllen während der Praktikumszeit.
Und den gucken wir uns dann am Ende des Praktikums auch an.
Da stehen solche Sachen drin wie, was sind die üblichen Aufgaben eines Fachinformatikers für Anwendungsentwicklung zum Beispiel.
Aber auch zum Unternehmen. Wie viele Mitarbeiter arbeiten hier? Was für Produkte bieten wir an? Wie lange gibt es das Unternehmen?
Und ganz allgemein zum Ausbildungsberuf, wie viele Ausbildungsverträge wurden zum Beispiel abgeschlossen?
Dass man so ein bisschen die Beliebtheit des Ausbildungsberufs vielleicht kennenlernt.
Welche Ressourcen gibt es noch für die Ausbildung?
So ein paar allgemeine Sachen. Auch das kannst du dir einfach als PDF runterladen von der Website, bevor ich hier alles im Detail durchgehe.
Schau mal rein, was die Praktikanten bei uns da so ausfüllen.
Und die Idee ist dann, dass sie das durch Selbstrecherche zum Beispiel auf der Azubi-Website machen,
aber auch alle Sachen, die offen sind, dann mit dem Azubi besprechen.
Und der müsste es ja eigentlich auch wissen.
Also auch hier so ein kleiner Anstoß, sag ich mal, mit dem Azubi, also mit dem betreuenden Azubi,
ins Gespräch zu kommen und Sachen vielleicht nachzufragen, aktiv Dinge auch einzufordern.
Ja, das waren sie auch schon, die organisatorischen Inhalte.
Dann kommen wir jetzt zum letzten Punkt, dem Ausblick.
Und das finde ich auch ganz wichtig, denn wie geht es eigentlich nach dem Praktikum jetzt weiter?
Haben wir jetzt ein Praktikum gemacht und sehen uns nie wieder, wäre schlecht.
Dann wäre die Zeit, wie wir investiert haben, natürlich wirklich für die Katz gewesen.
Das wollen wir natürlich nicht. Von daher, das können wir anders machen.
Und deswegen mache ich es zum Beispiel am letzten Tag oder am vorletzten Tag des Praktikums so,
dass ich verschiedene Dinge unterbringe und die gehen wir jetzt mal durch.
Und zwar als erstes den weiteren Verlauf des Bewerbungsprozesses durchgehen.
Also angenommen, es ist wirklich jemand, der sich bei uns bewerben will, der hat Bock auf den Job,
der hat Bock auf das Unternehmen, der will sich bei uns für die Ausbildung bewerben,
dann sollten wir ihm vielleicht mal erzählen, wie das jetzt so läuft.
Das heißt, muss er zum Beispiel nicht das ganze Verfahren durchlaufen,
weil wir ihn jetzt ja schon kennengelernt haben?
Ist es ein kürzeres Verfahren? Was heißt das?
Muss er sich noch schriftlich bewerben oder nicht?
Ist überhaupt noch ein Vorstellungsgespräch nötig?
Gibt es noch einen Test? Was auch immer.
Das heißt, wie läuft jetzt das konkrete Verfahren, wenn der Praktikant sich bei uns bewerben will?
Das müssen wir ihm schon sagen, damit er auch sich darauf einstellen kann
und eventuell Sachen noch nachreichen kann, die vielleicht noch fehlen.
Was weiß ich, eine schriftliche Bewerbung oder sonst was.
Das kann man gut mit ihm durchsprechen, damit er da Bescheid weiß.
Und ja, nicht, dass wir im Bewerbungsprozess ihn behandeln wie jeden anderen auch,
weil das ist ja einfach nicht mehr der Fall.
Wir kennen ihn gut, also warum soll er jetzt noch mal, ich weiß nicht, Lebenslauf,
gut, das muss man natürlich einreichen,
aber irgendwas, was wir schon längst über ihn kennengelernt haben,
warum muss er das alles doppelt und dreifach machen, ist eigentlich Quatsch.
Also warum muss er noch mal für einen Vorstellungstag kommen,
wenn alle ihn schon kennen, zum Beispiel.
Das ist ja wirklich völlig Banane.
Das kann alles anders ablaufen als bei normalen Bewerbern
und das müsste man einmal vielleicht durchsprechen.
Was ich auf jeden Fall auch mache mit den Praktikanten in letzter Zeit,
sind Vorstellungsgespräche üben oder simulieren.
Das heißt, der Azubi oder noch ein Azubi meistens, wenn wir gerade Zeit haben und ich,
setzen uns dann in einen Raum und tun so, als wären wir in einem ganz normalen Vorstellungsgespräch
und der Praktikant darf dann mal so ein paar Fragen beantworten.
So wie ein Forschungsgespräch wirklich bei uns abläuft,
mit echten Fragen, die wir dann auch stellen würden,
wo man dann auch so ein bisschen Feedback geben kann,
wenn die Antwort nicht so toll war, worauf achten wir,
warum stellen wir bestimmte Fragen,
aber auch zum Beispiel Hinweise für eigene Fragen,
die der Bewerber dann nachher mitbringen soll und so weiter.
Also wirklich eine Simulation schon mit echten Fragen,
aber natürlich auch ja immer wieder unterbrochen durch Feedback.
Was war jetzt gut, was war schlecht, was hat der Praktikant gut beantwortet
oder wo hätte er vielleicht noch ein bisschen mehr erzählen sollen, wie auch immer.
Das heißt, unabhängig davon, ob er sich dann bei uns bewirbt,
aber der Praktikant soll das Gefühl kriegen, dass er auch von uns was mitkriegt
und dass wir nicht, ja, ich sage jetzt mal ganz blöd, dass wir keinen Bock auf ihn haben,
sondern dass wir ihm auch was mitgeben wollen,
unabhängig davon, ob er dann nachher wirklich bei uns anfängt oder woanders.
Wir wollen halt der Gesellschaft auch ein bisschen was zurückgeben
und den Bewerbern für ihren Prozess dann irgendwie unter die Arme greifen
und von daher, ja, ich finde das sehr wichtig,
dann mal so ein Gespräch mit denen zu simulieren.
Dann stellen wir dem Praktikanten immer auch ein Zeugnis aus.
Das finde ich auch sehr wichtig.
Ich denke mal, das wird bei euch auch so sein,
wenn es auch nur was zum Ankreuzen ist, ja.
War er immer pünktlich, hat er seine Aufgaben sorgfältig gemacht, wie auch immer.
Irgendetwas wird es da geben und das finde ich auch ganz wichtig,
denn so ein Praktikum, was man nicht beweisen kann,
ist irgendwie für eine Bewerbung, ja, bescheuert, ne.
Also der Praktikant braucht auch irgendwas, was er dann in seine eigene Bewerbung legen kann.
Egal, ob jetzt bei uns oder auch bei anderen Unternehmen,
kann auch sein, dass der Beruf einfach nichts für ihn ist
und das hat er jetzt gemerkt und das ist ja auch gut, ja.
Trotzdem möchte er vielleicht ein Zeugnis haben,
wo draufsteht, dass er immer pünktlich war und zuverlässig war, ja.
Das ist ja unabhängig vom konkreten Beruf, den er dann erlernen will.
Also, es geht darum, dass er ein bisschen was Handfestes mitnimmt,
was ihm dann auch bei seinem Bewerbungsprozess
für den Beruf, den er erlernen will, nachher hilft.
Und da finde ich das Praktikumszeugnis natürlich sehr, sehr wichtig,
weil auch viele Arbeitgeber dann natürlich gerne darauf schauen,
weil das natürlich immer ein bisschen eine andere Aussagekraft hat,
als so ein Schulzeugnis, ne.
Ich nehme mal die berühmte Deutschnote, ne, kann ich gut Gedichte interpretieren,
dann habe ich da eine 1, das ist toll.
Heißt aber nicht, dass ich auch einen Geschäftsbrief vernünftig schreiben kann, ja.
Und das Verhalten in so einem Betrieb ist schon noch ein anderes,
als in so einem Klassenverbund, ja.
Von daher finde ich persönlich auch immer,
gerade bei Azubis, die ich auswähle, so Praktikumszeugnisse sehr, sehr interessant.
Was haben andere Praktikumsbetreuer denn zu seiner Arbeitsleistung,
sage ich mal, an Feedback?
Das finde ich durchaus interessanter teilweise, als irgendwelche Deutschnoten.
Ich nehme jetzt mal den krassen Vergleich.
Dieses Zeugnis sollte man dann aber auch durchsprechen mit dem Praktikanten.
Wenn das so ist wie bei uns, wo wirklich ein echtes Zeugnis rauskommt,
mit diesen üblichen Floskeln, die da drin stehen,
dann sieht man vielleicht nicht unbedingt, welche Note sich jetzt dahinter verbirgt,
wenn man nicht drei Bücher zum Thema gelesen hat.
Und das haben die wenigsten Praktikanten, ja.
Von daher, wenn ihr nicht so ein Zeugnis habt,
wo sowas draufsteht wie Pünktlichkeit 1, ne, in Schulnoten,
das kann jeder verstehen, sondern, keine Ahnung,
der Praktikant zeigt stets zu unserer vollsten Zufriedenheit Pünktlichkeit.
Ich weiß, das ist ein ausgereichtes Beispiel.
Das wird es so nie geben, aber du kennst vielleicht diese Formulierung
stets und vollste und volle Zufriedenheit und so weiter.
Und was das dann heißt,
das sollte man mit dem Praktikanten schon einmal durchsprechen,
wenn er es sonst nicht verstehen kann.
Er, ja, soll ja auch ein echtes Feedback von uns kriegen
und auch zum Beispiel auch gespiegelt kriegen,
wo er vielleicht was nicht so gut gemacht hat, ja.
Wenn das aber in diesen Sätzen so verschlüsselt ist,
dass er das nicht rauslesen kann, dann ist das irgendwie blöd,
weil dann kann er sich nicht verbessern, ja.
Von daher spreche ich diese Zeugnisse schon mit dem Praktikanten durch
und übersetze das dann auch in die entsprechenden Noten.
Also aus stets zu vollsten Zufriedenheit wird dann halt eben ein sehr gut oder eine 1.
Das sollten die schon verstehen,
damit sie nicht das Zeugnis dann irgendwo beilegen
und sich wundern, warum sie Absagen kriegen,
weil das Zeugnis eigentlich eine 5 ist so, ne.
Also ehrlich sein, offen sein, transparent sein und auch erklären,
wenn was nicht klar ist, was im Zeugnis steht.
Ja, und dann würde ich aber auch die andere Richtung gerne bespielen
und Feedback für mich einholen.
Das heißt, was sagt der Praktikant zum Praktikum?
Wie ist es gelaufen? Wurde er gut betreut?
Hat ihm was gut gefallen, schlecht gefallen?
Welche Inhalte waren zu schwierig? Welche waren zu einfach? Etc.
Das sind alles Dinge, die ich auch wissen will.
Einmal, um natürlich auch für eine potenzielle Ausbildung später auswählen zu können,
aber auch, um das Praktikum wieder verbessern zu können.
Also wir arbeiten, ganz viele von uns zumindest, relativ agil in der Softwareentwicklung,
optimieren ständig unseren Prozess.
Warum sollen wir dann nicht auch das Praktikum optimieren, ne?
Jeder Praktikant ist ja quasi ein Kunde von uns,
der das Praktikum durchlaufen hat und der kann uns Feedback geben,
was gut war, was schlecht war.
Wir wollen es verbessern.
Wir wollen das nächste Praktikum noch besser gestalten, noch interessanter gestalten.
Und das kann man nur, wenn man auch weiß, wie es bei der Zielgruppe ankommt.
Und das sind halt die Praktikanten, ne?
Also, warum holen wir uns kein Feedback ein?
Und dafür habe ich auch einen kleinen Feedback-Bogen,
auch ein weiterer Download, den du in den Shownotes findest.
Da sind so ein paar Fragen drauf als Anregung,
die ich immer dann mit dem Praktikant am letzten Tag durchgehe,
quasi im letzten One-on-One sprechen wir das dann durch
und gucken dann, was wir vielleicht beim nächsten Praktikanten besser machen können.
Das finde ich ganz wichtig.
Hol dir da gerne ein paar Anregungen.
Ja, und dann sind wir auch schon wirklich fast am Ende des Praktikums.
Wenn er sich jetzt wirklich sehr für den Beruf interessiert,
kann man noch weiterführende Literatur empfehlen.
Zum Beispiel das gute alte IT-Handbuch, ja?
Oder diesen Podcast hier.
Oder irgendwelche YouTube-Videos, die zum Beispiel Azubis
für irgendwelche Lerninhalte herausgefunden haben.
Oder, oder, oder.
Also, wenn man sich wirklich ernsthaft damit beschäftigen will
und auch Zeit hat und Zeit investieren möchte,
wie gesagt, ich erwarte von keinem angehenden Azubi, dass er das tut.
Aber wenn man da Lust drauf hat, dann darf man das natürlich gerne machen.
Warum auch nicht?
Und da kann man ihm ja so ein bisschen unter die Arme greifen
und so ein paar hilfreiche Tipps geben.
Dass er sich jetzt nicht mit dem allerletzten bescheuerten Buch programmieren beibringt,
sondern vielleicht mit einem vernünftigen, mit einem guten,
wo schon mal ein Ausbilder drüber gelesen hat und sagt,
yo, das kann man gut verstehen, zum Beispiel.
Und als allerletztes überreichen wir dann auch immer so ein kleines Abschiedsgeschenk.
Die meisten Praktikanten machen das auch andersrum.
Die bringen dann vielleicht noch einen kleinen Kuchen mit
oder ein bisschen Süßigkeiten oder sonst was.
Das ist natürlich auch keine Pflicht, keine Frage, aber viele machen das.
Und ich finde es dann auch ganz gut,
wenn man so ein kleines Abschiedsgeschenk für den Praktikanten hat.
Unabhängig davon, ob man einen Kuchen kriegt.
Ja, bei uns kriegen alle Praktikanten ein Abschiedsgeschenk.
Nicht falsch verstehen, ja.
Und das ist aber wirklich ein winziges Abschiedsgeschenk.
Das ist ein kleiner USB-Stick.
Und da drauf sind die Programmieraufgaben, die sie bei uns im Praktikum gemacht haben.
Das heißt, die kriegen original ihren Source-Code-Stand.
Der wird also als letztes vom Azubi am letzten Tag eben rüberkopiert auf den USB-Stick,
sodass theoretisch der Praktikant, wenn er Bock hat, zu Hause noch weitermachen kann.
Also dieses Java-Tutorial, was wir bearbeiten,
ist so ausgelegt, dass man das im Selbststudium auch zu Hause weitermachen kann,
wenn man Lust hat.
Ja, steht ganz viel in den Kommentaren, ganz viel erklärt.
Und wenn wirklich jemand Lust aufs Programmieren hat,
dann kann er das nach dem Praktikum gerne zu Hause weitermachen.
Warum nicht?
Das heißt, da sind dann seine bearbeiteten Aufgaben,
noch weitere Aufgaben, die er noch bearbeitet hätte, wenn er Zeit gehabt hätte,
und die Lösungen oder Musterlösungen auch mit dabei,
sodass er auch selbstständig weiter an dem Programmierprojekt arbeiten kann, wenn er möchte.
Das ist, finde ich, ganz wichtig.
Wenn man jetzt aus dem Praktikum rauskommt und noch motiviert ist und will was machen
und hat dann zu Hause ein Problem, weil man gar nicht weiß, wie man anfängt.
Man hat keine Aufgaben.
Man, keine Ahnung, weiß nicht mal, wie man Java installiert oder sonst irgendwas.
Das ist natürlich alles nicht so cool.
Von daher, wenn ich diesen Stick jetzt zu Hause in meinen PC stopfe
und die Sachen rüberziehe, kann ich in fünf Minuten loslegen und weiterprogrammieren,
wenn ich Bock habe.
Und diese Motivation, die man vielleicht beim Praktikanten am Ende des Praktikums noch hat,
die sollte man ausnutzen.
Und das kann man hinkriegen, indem man ihm quasi so einen nahtlosen Wiedereinstieg
in die Programmierung ermöglicht.
Und das ist wieder so ein bisschen zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.
Kleines Geschenk, kleines Dankeschön für den Praktikanten.
Aber auch nochmal die Möglichkeit für den Praktikanten,
wirklich in die Programmierung einzusteigen.
Denn wir wollen ja letztendlich, dass er sich vielleicht irgendwann bei uns bewirbt.
Und da wäre es natürlich umso besser, wenn er sich schon mal ein bisschen
mit der Programmierung beschäftigt hat.
Auch hier wieder der Hinweis, nein, das müssen die nicht.
Aber wenn sie wollen, warum denn nicht?
Warum denn hindern daran, wenn sie es wollen, besser Tools an die Hand geben,
damit sie vernünftig lernen, als wenn sie mit irgendwelchen fragwürdigen Quellen
sich alles selber beibringen wollen.
So, wenn ich jetzt mal auf die Uhr schaue, da habe ich hoffnungslos überzogen mal wieder.
Ich hoffe, du bist nicht böse.
Ich habe heute wirklich alles hier untergebracht, was ich bei uns mit Praktika
in der IT-Abteilung so mache.
Und ich wiederhole nochmal einmal ganz kurz, was wir heute so besprochen haben.
Warum sind Praktika wichtig?
Praktikanten werden direkt zu Bewerbern auf die Ausbildung, wenn wir Glück haben.
Das spricht sich unter Schülern rum, ob wir gute Praktika anbieten oder nicht.
Wir bekommen auch ein Feedback von außen zu unserer Attraktivität als Ausbildungsunternehmen.
Und die eigenen Azubis lernen durch das Lehren ihrer eigenen Ausbildungsinhalte nochmal besser.
Deswegen empfehle ich, dass die Praktika von den Azubis selbst betreut werden.
Am besten organisieren wir ein echtes Projekt mit Issue-Tracker, mit Ticket-Zuordnung
und allem, was dazugehört, Datenschutzerklärung und alles, was da notwendig ist.
Der Praktikant sollte einen Einblick in die echte Arbeitswelt bekommen
und nicht irgendeine heile Welt präsentiert bekommen.
Die möglichen Inhalte hängen natürlich stark vom Umfang ab.
Ist es eine Woche, sind es drei Wochen.
Kann er gut Deutsch, hat er vielleicht sogar ein Studium schon und so weiter.
Das muss man also immer individuell anpassen.
Optimalerweise integrieren wir die zu erstellenden Praktikums-Artefakte,
wie zum Beispiel Bericht oder Mappe oder Präsentation mit in den Alltag.
Es geht los, das Praktikum mit einem allgemeinen Einstieg.
Begrüßung persönlich durch den Ausbilder oder Ausbildungsleiter und den Azubi, der die Betreuung macht.
Dann geht es um rechtliche organisatorische Rahmenbedingungen,
also Arbeitszeiten, was ist bei Krankheit und so weiter.
Und es sollte einen Rundgang geben, durch das Unternehmen die wichtigsten Räumlichkeiten zeigen,
aber auch die Abteilung, alle Kollegen einmal persönlich begrüßen, Hallo sagen, Gesichter gesehen haben.
Und zum Schluss vielleicht noch eine kleine Vorstellungsrunde,
eine etwas intensivere mit den Azubis, damit der Praktikant auch weiß, wenn er da ansprechen kann.
Dann technische Inhalte, orientiert auch an ganz normalen Ausbildungsinhalten.
Also wir fangen an, eigenen Arbeitsplatz aufbauen, Hardware verkabeln etc.
Man kann einen alten PC auseinander und zusammenbauen,
zum Beispiel einen Steckbrief mit HTML, CSS gestalten, den man nachher dann auch in die Praktikumsmarke packen kann, meinetwegen.
Einstieg in die Programmierung, am besten in die eigene Programmiersprache natürlich
oder zum Beispiel mit dem Calliope Mini oder einem anderen Minicomputer,
vielleicht mit einem Retro Pi, also mit Raspberry Pi oder was auch immer sich da anbietet.
Und man sollte aber auch wirklich in die Programmierung ein bisschen tiefer eintauchen,
denn darum geht es ja bei uns in der Anwendungsentwicklung.
Darumherum könnte man noch Betriebssysteme installieren mit VMs, haben wir da heute alle Möglichkeiten, die wir brauchen.
Und man kann auch Social Media mäßig was machen, Blogartikel schreiben lassen, Instagram-Post vorbereiten, rund ums Praktikum.
Und eben vor allem auch Praktikumsmappe und Präsentation vielleicht gestalten,
also vernünftiger, professioneller Einsatz der Office-Werkzeuge zum Beispiel.
Das kann man auch gut unterbringen und schlägt wieder zwei Fliegen mit einer Klappe.
Dann aber auch die organisatorischen Inhalte, also wie läuft der Arbeitsalltag ab?
Es geht darum, an anfallenden Meetings teilzunehmen, Lernzielkontrollen mit anderen Azubis gemeinsam vielleicht durchzuführen,
ein Paired-Programming mal zu machen mit einem echten Azubi, einem echten Projekt.
Und aber auch ein Vier-Augen-Gespräch, also ein One-on-One mit dem Ausbildungsleiter, Feedback zu geben und auch einzuholen
und auch vielleicht einen Fragebogen zum Beruf und zum Unternehmen auszufüllen.
Ganz am Ende des Praktikums, wie geht es dann weiter?
Das Vorgehen zur Bewerbung mit dem Praktikanten klären, falls er denn Interesse hat an der Ausbildung bei uns.
Dann ein Vorstellungsgespräch simulieren und ihm auch Feedback geben, wie gut er sich geschlagen hat.
Das Praktikumszeugnis ausstellen und eventuell auch erklären, wenn das notwendig ist.
Und auch für uns das Feedback des Praktikanten einholen, wie wir uns verbessern können,
wie wir das Praktikum beim nächsten Mal besser machen können.
Weiterführende Literatur ist auch gut, wenn sich der Praktikant wirklich stark für diesen Beruf interessiert.
Mit welchem Buch oder mit welchem Video oder wo auch immer kann er dann am besten einsteigen und weitermachen.
Und ein kleines Abschiedsgeschenk ist auch vielleicht nicht schlecht.
In unserem Fall zum Beispiel ein USB-Stick mit den Programmieraufgaben, die er auch im Praktikum bearbeitet hat,
damit er zu Hause nahtlos weitermachen kann.
So, jetzt nochmal der Hinweis auf die Shownotes anwendungsentwicklerpodcast.de slash 149.
Und da findest du vier Checklisten.
Einmal zum Beginn des Praktikums, die interne Checkliste, woran man so denken muss.
Das sind Dinge, die bei uns so gemacht werden müssen.
Das sind bei dir vielleicht noch andere, weniger oder mehr.
Du kannst die Checkliste aber als Grundlage nehmen und darauf aufbauen.
Dann gibt es eine Checkliste für den Praktikanten selber.
Alles, was er im Praktikum so machen soll, hat er das gemacht, kann er dann abhaken und am Ende sagen,
yo, ich habe alles erledigt.
Dann gibt es noch ein Factsheet, habe ich das genannt, zur Ausbildung, mit so ein paar allgemeinen Fragen.
Was macht man eigentlich in dem Beruf? Wie viele Ausbildungsverträge werden abgeschlossen?
Was macht das Unternehmen? Wie viele Leute arbeiten hier?
So ein paar allgemeine Sachen, damit sich der Praktikant auch nochmal explizit mit dem Beruf
und dem Unternehmen auseinandersetzt und diese Fragen selber recherchieren muss.
Und zum Schluss gibt es noch einen Feedbackbogen, wo der Praktikant uns ein Feedback geben kann,
wie sein Praktikum gelaufen ist und was wir eventuell besser machen müssen.
Alles das kannst du dir kostenfrei in den Shownotes runterladen.
Ist dort alles verlinkt.
Als PDF kannst du dann als Grundlage nehmen für deine eigenen Checklisten.
Also nimm das so ein bisschen als kleine Anregung.
Du solltest das natürlich auf dein Unternehmen anpassen. Das ist völlig klar.
Ja, das war es von mir zum Thema Praktikumsbetreuung in der IT-Abteilung.
Ich hoffe, es waren ein paar interessante Sachen für dich dabei.
Vielleicht sind ja einige Sachen auch dabei gewesen, die du noch nicht machst, die du ab jetzt umsetzen kannst.
Vielleicht machst du selber aber ja auch eine Praktikumsbetreuung, machst ganz andere Sachen oder hast noch Ideen für mich.
Ich selber habe ja schon gesagt, wir holen uns von jedem Praktikant ein Feedback ein
und ich möchte unser Praktikum auch immer stetig verbessern.
Wenn du noch coole Ideen hast für Aufgaben, für Online-Programmiertutorials oder weiß der Geier was,
dann schreib mir doch gerne einen Kommentar. Ich würde mich super freuen.
Ja, wie gesagt, ich möchte unser Praktikum auch verbessern und es geht ja auch nicht nur hier um unser Unternehmen, sondern auch um junge Menschen,
die Interesse an der IT bekommen sollen. Das finde ich nochmal vielleicht ganz wichtig. Wir als Ausbildungsunternehmen müssen ja dafür sorgen, dass der
Stellenmarkt der Zukunft auch mit vernünftigen Leuten besetzt wird und wenn die Leute, ja,
gleich den Geschmack an der IT verlieren, weil wir ihnen ein schlechtes Praktikum anbieten, dann ist das ganz blöd, weil wir haben sowieso viel zu
wenige ITler und deswegen müssen wir auch gerade die jungen Leute davon begeistern, warum das eigentlich so ein cooler Job ist.
Von daher, wenn du noch andere nette Ideen hast rund ums Praktikum, dann schreib mir unbedingt einen Kommentar, damit auch andere was davon haben und das sehen
können. Würde mich sehr freuen.
Ja, jetzt machen wir mal den Sack zu. Das war alles rund ums Praktikum.
Ja, genau eine Stunde habe ich hier voll gekriegt. Hätte ich am Anfang auch nicht gedacht, dass das wieder so lange dauert. Ich hoffe, du verzeihst mir das,
aber wie gesagt, ich habe jetzt hier alles untergebracht, was ich rund ums Praktikum in den letzten Jahren so gemacht habe.
Ja, damit sage ich für heute vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.
Bis zum nächsten Mal.









Bei uns läuft das mit den Praktikanten ähnlich ab wie bei euch.
Wir geben ihnen auch das gleiche Tutorial, wie den Azubis (in unserem Fall C++), das ich während der Ausbildung mit einem anderen Azubi selbst geschrieben habe.
Die Fragebögen in den Shownotes sind auch sehr änlich, wie bei uns.
Bei uns findet allerdings immer nur ein Abschiedsgespräch statt, wo wir diese Feedback-Bögen von beiden Seiten durchgehen.
Die Idee mit dem USB-Stick als Abschiedsgeschenk gefällt mir sehr gut! Das werde ich gleich mal vorschlagen. Wir geben den Praktikanten die, während des Praktikums, verwendeten Arduinos und ein paar Bauteile mit. Das kommt (bei den guten Praktikanten) sehr gut an.
Weiterbildungsempfehlungen habe ich auch schon ab und zu gegeben.
An erster Stelle steht tatsächlich deine Website. Dann kommen ein paar Bücher und ein paar YouTube Kanäle.
Bzgl. YouTube war ich anfangs zwar eher abgeneigt, aber inzwischen gibt’s da ja doch einige sehr gute Kanäle.
Hallo Marcel, danke für dein Feedback! Freut mich, dass ich helfen konnte. YouTube nutzen meine eigenen Azubis inzwischen auch sehr regelmäßig. Das ist für viele inzwischen die erste Anlaufstelle, um sich in ein neues Thema einzuarbeiten.
Hallo Stefan,
bei uns ist es auch ähnlich. Das Thema Zeugnis bzw. Feedback ist bei uns durch die Personalabteilung vorgegeben und wird von uns dementsprechend abgearbeitet. Ein Abschiedsgeschenk gibt es bei uns auch. Meist ein Modellauto (Eine Baureihe die wir hier produzieren).
Da bei uns die Praktikanten immer Studenten sind und ich 6 Monate mit ihnen habe bearbeite ich mit ihnen immer ein Thema. Ich schreibe ihnen User Storys und schaue mir die Pull Requests an. Das funktioniert nach einer Einführung meist recht gut. Dazu lese ich mit ihnen immer ein Buch welches ich mit ihnen aussuche. Meist was zum Thema Clean Code, Unit Tests, TDD oder Patter.
Deine Checklisten vergleiche ich gerade mit meinen um zu sehen ob ich etwas übersehen habe 🙂
Danke für die Mühe.
Viele Grüße
Stephan
Hallo Stephan, danke für das Feedback. Bei uns geht es eigentlich immer um Schulpraktikanten. Wir hatten bisher einen einzigen Studenten, soweit ich mich erinnern kann. Aber der war auch nur einige Wochen da. Ein Produkt, das ihr selbst herstellt, ist natürlich auch ein cooles Geschenk. Das geht bei Versicherungen leider nicht so gut! 😉
Sie gehören wirlich in die Psychatrie, mit ihrem Idiologie-Spreech …
Gute Besserung!
Inhaltlich hilfreicher, sachlicher und orthografisch einwandfreier Kommentar. Danke für diesen Beitrag! 😉