Zusammensetzung des Stundensatzes – Häufige Fragen im Fachgespräch – Anwendungsentwickler-Podcast #47

Eine der häufigsten Fragen im Fachgespräch ist die nach der Zusammensetzung des Stundensatzes, der in fast allen Abschlussprojekten als zentraler Kostenfaktor angeführt wird. In der siebenundvierzigsten Episode des Anwendungsentwickler-Podcasts wird der Stundensatz daher ausführlich besprochen.

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Inhalt

Stundensatz

  • Wie setzt sich normalerweise (!) ein Stundensatz zusammen?
    • Bruttogehalt
    • Personalnebenkosten
    • Gemeinkosten
    • Gewinn
  • Welche Personalnebenkosten gibt es?
    • Personalnebenkosten aufgrund gesetzlicher und tariflicher Bestimmungen: Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung, Beiträge zur Berufsgenossenschaft, Aufwand nach dem Schwerbehindertengesetz und Mutterschutzgesetz, bezahlte Abwesenheit wie Urlaub, Feiertage, Krankheitstage, Aufwand nach dem Betriebsverfassungsgesetz.
    • Personalnebenkosten aufgrund freiwilliger Leistungen: Aus- und Fortbildung, Altersversorgung, Werksverpflegung, sonstiger freiwilliger Sozial- und Personalaufwand.
  • Wer bekommt die Sozialabgaben überwiesen?
    • Einzugstelle (Krankenkasse); die überweist es weiter an die Sozialversicherungsträger. Unfallversicherung an die Berufsgenossenschaft.
  • Was sind Gemein- und Einzelkosten?
    • Einzelkosten können einem Kostenträger direkt zugeordnet werden, Gemeinkosten werden über Zuschlagssätze verteilt.
  • Was sind übliche Gemeinkosten?
    • Miete oder Pacht, Steuern und Kapitalkosten (Zinsen), Kosten für die IT, für Telefon, Versicherungen oder für Werbung, Abschreibungen
  • Wie berechnet man die Gemeinkostenzuschlagsätze?
    • Mit der Zuschlagskalkulation oder dem Betriebsabrechnungsbogen.
  • Wird bei einem internen Stundensatz auch Gewinn aufgeschlagen?
    • Nein, denn über den kalkulatorischen Unternehmerlohn werden die Bezüge der Geschäftsführer bereits erwirtschaftet.
  • Was sind fixe und variable Kosten?
    • Fixe Kosten fallen immer an, variable nur wenn produziert wird.

Literaturempfehlungen

Wie schon bei der Erläuterung der Gehaltsabrechnung kann ich wieder nur das IT-Handbuch* (auch „Tabellenbuch“ genannt) empfehlen. Es handelt sich beim Stundensatz erneut um ein Wirtschaftsthema, das man auswendig lernen und gut in Tabellen darstellen kann.

Heinrich Hübscher - IT-Handbuch: IT-Systemelektroniker, -in, Fachinformatiker, -in (Affiliate)*

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Portrait von Stefan Macke
Polyglot Clean Code Developer
Über den Autor
Ausbildungsleiter für Fachinformatiker Anwendungsentwicklung und Systemintegration, IHK-Prüfer und Hochschuldozent für Programmierung und Software-Engineering.

4 Kommentare zu “Zusammensetzung des Stundensatzes – Häufige Fragen im Fachgespräch – Anwendungsentwickler-Podcast #47

  1. Bene sagt:

    Ich fände es nicht schlecht wenn Du bei dem Beispiel geblieben wärst und hättest mal ungefähr einen Satz berechnet hättest.
    Ich fand es war viel Wiederholung aber nicht so viel Neues

  2. Stefan Macke sagt:

    Hallo Bene, danke für dein Feedback!

  3. Julia sagt:

    Grüß Dich Stefan,

    danke für Deine Podcasts!
    Ich hätte eine Frage zum diesen Thema: persönlich würde ich intuitiv auch wie Du zwischen einem internen und einem externen Stundensatz in meiner Abschlussarbeit unterscheiden, denn ich setze ein Projekt um, das noch keinem in Rechnung gestellt wird. Jedoch treffe ich auf eine ganz andere Argumentation seitens unseres Controlling-Fachbereichs. Man sagt, ich müsse meinen Stundensatz anhand von unserem externen Stundensatz errechnen, denn es miteinberechnet wird, dass bei der Umsetzung des Abschlussprojekts dem Unternehmen an Gewinn „fehlt“; nach dem Motto: wenn nicht Abschlussarbeit, würden wir ja mit dir den vollen Stundensatz (mit Gewinn) erwirtschaften.

    Was hältst Du davon? Ich bin gerade gespalten und finde beides grundsätzlich nicht falsch.

    Liebe Grüße aus Oldenburg
    Julia

  4. Stefan Macke sagt:

    Hallo Julia,

    die Argumentation kann ich nicht nachvollziehen. Was passiert denn mit den Kosten, die dein Projekt verursacht? Werden die irgendwo angesetzt (z.B. durch die Aktivierung des Projekts in der Bilanz) und z.B. abgeschrieben? Dann werdet ihr wohl kaum „fiktive“ Gewinne einrechnen dürfen, sondern nur eure tatsächlichen Kosten. Sonst könntet ihr ja munter 100% Gewinn aufschlagen und somit eure Steuerlast drücken. Disclaimer: Ich bin kein Steuerberater und kann dazu im Detail nichts sagen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das ginge.

    Und falls mit den Projektkosten nichts weiter passiert, welchen Sinn hat dann der eingerechnete Gewinn? Die Kosten stellen dar, was das Projekt dein Unternehmen gekostet hat, auch ohne dass auf der Gegenseite ein Gewinn entsteht. Warum sollte man da mit fiktiven Zahlen rechnen, die gar nicht der Realität entsprechen? Sorry, das habe ich so noch nie gehört.

    Viele Grüße!
    Stefan

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