Prüfungsvorbereitung auf Teil 1 der gestreckten Abschlussprüfung der IT-Berufe – IT-Berufe-Podcast #168

This entry is Teil 4 von 7 in the series Teil 1 der gestreckten Abschlussprüfung

Um die Prüfungsvorbereitung auf Teil 1 der gestreckten Abschlussprüfung (nach der Neuordnung der IT-Berufe 2020) geht es in der einhundertachtundsechzigsten Episode des IT-Berufe-Podcasts.

TL;DR

Mit 20 Prozent deiner Abschlussnote zählt Teil 1 der gestreckten Abschlussprüfung schon nach etwa 18 Monaten Ausbildung. In der 90-minütigen schriftlichen Prüfung zum Einrichten eines IT-gestützten Arbeitsplatzes werden die gemeinsamen Grundlagen aller IT-Berufe geprüft, darunter Projektmanagement und kaufmännische Themen sowie Programmiergrundlagen. Ich empfehle dir, früh und regelmäßig mit passenden alten Prüfungsaufgaben und Fachbüchern zu lernen, wobei dir die Berufsverordnung und die Umsetzungshilfen zeigen, welche Inhalte dazugehören. Wenn du die Methoden auch in eigenen Projekten ausprobierst, kannst du sie später im Beruf anwenden.

Kapitelmarken

  • [00:00:01] Einstieg zur schriftlichen IHK-Prüfung
  • [00:00:37] Neuordnung und erste Termine für Teil 1
  • [00:04:22] Ablauf, Dauer und Zulassung zur Prüfung
  • [00:06:36] Gewichtung und Bedingungen zum Bestehen
  • [00:10:12] Einfluss von Teil 1 auf deine Abschlussnote
  • [00:11:19] Früh anfangen und die Themen kennenlernen
  • [00:14:19] Programmiergrundlagen und Umfang des Prüfungsstoffs
  • [00:16:59] Fachliche Inhalte und Prüfungsvorbereitung parallel einplanen
  • [00:20:17] Mit alten IHK-Prüfungen lernen
  • [00:22:02] Passende Aufgaben aus früheren Prüfungen auswählen
  • [00:23:26] Methoden in eigenen Projekten ausprobieren
  • [00:24:38] Deinen betrieblichen Ausbildungsplan prüfen
  • [00:27:24] Den Prüfungsstoff durch Fachbücher ergänzen
  • [00:29:07] Regelmäßig lernen und Wissen langfristig behalten
  • [00:32:25] Prüfungsinhalte und gesetzliche Grundlagen
  • [00:36:16] Aufgaben rund um einen IT-gestützten Arbeitsplatz
  • [00:38:51] Projektmanagement und konkrete Beispiele aus den Umsetzungshilfen
  • [00:43:06] Weitere Vorgaben zu Arbeitsaufgaben und Aufträgen
  • [00:44:08] Newsletter mit Hinweisen für dein Ausbildungsjahr
  • [00:45:09] Offizieller Prüfungskatalog
  • [00:45:51] Umsetzungshilfen für die IT-Berufe
  • [00:46:50] Westermann-Schulbuch und Arbeitsbuch für die Lernfelder 1 bis 5
  • [00:49:51] Übungsbuch "Prüfungsvorbereitung aktuell"
  • [00:51:24] IT-Handbuch von Westermann als Nachschlagewerk
  • [00:53:37] IT-Handbuch von Sascha Kersken
  • [00:55:56] Themenlisten und Literaturempfehlungen auf der Website

Probeabo bei Audible (Affiliate)

Inhalt

Art der Prüfung

Teil 1 der gestreckten Abschlussprüfung der IT-Berufe ist eine schriftliche Prüfung von 90 Minuten zum Themenbereich „Einrichten eines IT-gestützten Arbeitsplatzes“. Diese Prüfung ist für alle IT-Berufe identisch, da die gemeinsamen Qualifikationen geprüft werden, die in den ersten 18 Monaten der Ausbildung vermittelt werden müssen. Zulassungsvoraussetzung ist u.a. das ordnungsgemäße Führen des Ausbildungsnachweises.

Gewichtung des Prüfungsergebnisses

Der erste Teil der gestreckten Abschlussprüfung zählt – anders als die ehemalige Zwischenprüfung – voll zur Abschlussnote. Und ihr Anteil liegt sogar bei 20%. Das heißt, ein Fünftel der Abschlussnote wird bereits durch diese Prüfung festgelegt. Daher sollte man – weder als Azubi noch als Ausbilder:in – diesen Prüfungsteil unterschätzen, sondern sich gut darauf vorbereiten.

Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn die Prüfungsleistungen – auch unter Berücksichtigung einer mündlichen Ergänzungsprüfung nach § 17 – wie folgt bewertet worden sind:

  1. im Gesamtergebnis von Teil 1 und Teil 2 mit mindestens „ausreichend“,
  2. im Ergebnis von Teil 2 mit mindestens „ausreichend“,
  3. in mindestens drei Prüfungsbereichen von Teil 2 mit mindestens „ausreichend“ und
  4. in keinem Prüfungsbereich von Teil 2 mit „ungenügend“.

(FIAusbV, §16, Absatz 2)

Demnach kann man seinen Abschluss auch schaffen, wenn man in Teil 1 der Prüfung durchfällt, da lediglich das Gesamtergebnis „ausreichend“ sein muss und man eine schlechte Note in Teil 1 mit einer guten in Teil 2 „ausgleichen“ kann. Trotzdem ist schon ab einem Ergebnis von 55% oder schlechter in Teil 1 rein rechnerisch keine „sehr gute“ Gesamtnote mehr möglich! Rechne es dir gerne selbst nach: Notenrechner für die neue IT-Abschlussprüfung.

Allgemeine Prüfungsinhalte von Teil 1

Aufgrund der Wichtigkeit der Prüfung für die Abschlussnote empfehle ich, so früh wie möglich mit der Prüfungsvorbereitung anzufangen. Leider sind die Inhalte von Teil 1 aber wenig fachspezifisch und/oder technisch, sondern eher „allgemeiner“ Natur (z.B. Projektmanagement, Abrechnungen, Angebotsvergleich, Schulungen, Präsentationen, Datenschutz). Ein wenig Technik wird eigentlich nur durch die Grundlagen der Programmierung integriert. Insbesondere – meiner Meinung nach – grundlegende IT-Themen wie Netzwerke, VPN, RAID oder Backups sollen zwar laut Ausbildungsrahmenplan bereits im 1. Ausbildungsjahr vermittelt werden, sind aber nicht prüfungsrelevant. Nur die ersten sieben Absätze der „Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen“ werden in Teil 1 der Prüfung abgefragt.

Teil 1 findet im vierten Ausbildungshalbjahr statt, Teil 2 am Ende der Berufsausbildung.

(FIAusbV, §7, Absatz 2)

Das heißt, dass die IT-Azubis den ersten Teil ihrer Ausbildung fast gar nicht mit den vermutlich für sie spannenderen Themen ihres Berufs oder ihrer Fachrichtung verbringen (z.B. Netzwerke beim FISI oder Machine Learning beim FIDP), was zu Frustration führen könnte. Ein:e Anwendungsentwickler:in, der/die im ersten Ausbildungsjahr nur Angebote einholt (überspitzt dargestellt), hat sich das sicherlich anders vorgestellt (kein Coooooode!). Und als Ausbilder:in bekommt man auch erst spät eine Einschätzung über die Eignung der Azubis für die eigentlich Kernthemen des Berufs. Daher schlage ich vor, zu Beginn der Ausbildung die Probezeit für diese Kernthemen zu nutzen und erst danach mit der parallelen Vermittlung der unten genannten Inhalte zu beginnen. Dann haben die Azubis noch gut ein Jahr Zeit, sich auf die Prüfung vorzubereiten und lernen trotzdem schon die für sie interessanten Inhalte des Berufs (z.B. Programmieren oder Netzwerkadministration).

Strategie zur Vorbereitung

Meine empfohlende Vorgehensweise zur Prüfungsvorbereitung auf Teil 1 der gestreckten Abschlussprüfung sieht wie folgt aus.

  • Alte Prüfungen durchgehen!
    • Solange es noch keine bzw. wenige alte Prüfungen gibt (bis ca. 2023) mit alten IHK-Abschlussprüfungen und Zwischenprüfungen lernen.
    • Dabei insbesondere die Aufgaben bearbeiten, die den Inhalten der neuen Prüfung zuzuordnen sind.
    • Die erste Prüfung Teil 1 wird im Herbst 2021 stattfinden (für Verkürzer).
  • Echte Projekte in der Praxis umsetzen und dabei die genannten Methodiken anwenden.
    • Die Reihenfolge und zeitliche Durchführung hängt vom gewählten Beruf und dem Unternehmen ab. Hier gibt es keine allgemeingültige Empfehlung oder Vorgabe.
  • Mit Hilfe von (Schul-)Büchern und Beispielaufgaben gezielt Inhalte vertiefen, die vielleicht nicht in der Praxis vermittelt werden (können).
    • Für die Prüfungsinhalte von Teil 1 sind inzwischen einige (gute) Bücher verfügbar und auch einige „Standardwerke“ können in Teilen integriert werden.
  • Regelmäßig üben (mit Feedback durch Ausbilder:in) und kein „Bulimie-Lernen“ kurz vor der Prüfung.
    • Azubis und Ausbilder:innen müssen sich diese Zeit auch reservieren (z.B. 2 von 5 Tagen Lernen/Prüfen, Rest Praxis).

Konkrete Prüfungsinhalte von Teil 1

Die Paragraphen, die für Teil 1 der gestreckten Abschlussprüfung relevant sind, können jeder Berufsverordnung der neuen IT-Berufe entnommen werden, da sie für alle IT-Berufe identisch sind. Beispiel: FIAusbV: Verordnung über die Berufsausbildung zum Fachinformatiker und zur Fachinformatikerin.

Teil 1 der Abschlussprüfung erstreckt sich auf

  1. die im Ausbildungsrahmenplan für die ersten 18 Monate genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen nach § 4 Absatz 2 Nummer 1 bis 7 sowie
  2. den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er den im Ausbildungsrahmenplan genannten Fertigkeiten, Kenntnissen und Fähigkeiten entspricht.

(FIAusbV, §8)

Zusammengefasst ergeben sich folgende Prüfungsbereiche.

Im Prüfungsbereich Einrichten eines IT-gestützten Arbeitsplatzes hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist,

  1. Kundenbedarfe zielgruppengerecht zu ermitteln,
  2. Hard- und Software auszuwählen und ihre Beschaffung einzuleiten,
  3. einen IT-Arbeitsplatz zu konfigurieren und zu testen und dabei die Bestimmungen und die betrieblichen Vorgaben zum Datenschutz, zur IT-Sicherheit und zur Qualitätssicherung einzuhalten,
  4. Kunden und Kundinnen in die Nutzung des Arbeitsplatzes einzuweisen und
  5. die Leistungserbringung zu kontrollieren und zu protokollieren.

(FIAusbV, §9, Absatz 2)

Die den relativ allgemein und eher abstrakt gehaltenen Paragraphen zugeordneten konkreten Inhalte der folgenden Liste stammen aus den Umsetzungshilfen für Fachinformatiker/Fachinformatikerin des BIBB*. Die Lektüre der Umsetzungshilfen kann ich allen IT-Ausbilder:innen unbedingt empfehlen!

BIBB-Umsetzungshilfen Fachinformatiker/Fachinformatikerin (Ausbildung gestalten) (Affiliate)*

1 Planen, Vorbereiten und Durchführen von Arbeitsaufgaben in Abstimmung mit den kundenspezifischen Geschäfts- und Leistungsprozessen

Mein Vorschlag: Konkretes Projekt „von vorne bis hinten“ umsetzen und parallel die genannten Methoden anwenden.

1a: Grundsätze und Methoden des Projektmanagements anwenden

  • Initiieren, Planen, Steuern, Kontrollieren und Abschließen von Projekten nach aktuell gängigen Projektmanagementstandards
  • Anwendung von Methoden, Hilfsmitteln, Techniken und Kompetenzen in einem Projekt, z.B.:
    • Projektplan
    • Meilensteine
    • Risikoanalyse
    • Standards und Normen
    • Projektmanagementsysteme
  • Basiskenntnisse des Veränderungsmanagements
  • Unterscheiden verschiedener Projektmanagementmethoden und Vorgehensmodelle, z.B.:
    • agiles Projektmanagement
    • V-Modell
    • Spiralmodell
    • Wasserfallmodell

Konkrete Literaturempfehlungen

1b: Auftragsunterlagen und Durchführbarkeit des Auftrags prüfen, insbesondere in Hinblick auf rechtliche, wirtschaftliche und terminliche Vorgaben, und den Auftrag mit den betrieblichen Prozessen und Möglichkeiten abstimmen

  • Beachten der Voraussetzungen im eigenen Arbeitsumfeld
  • Definieren von Aufgaben, Rollen und Verantwortlichkeiten für alle Projektbeteiligten, z.B.:
    • Projekt-Auftraggeber
    • Projektleiter
    • Projekt-Steuerkreis
    • Projektmitarbeiter

Konkrete Literaturempfehlungen

1c: Zeitplan und Reihenfolge der Arbeitsschritte für den eigenen Arbeitsbereich festlegen

  • Definieren und Festlegen von Arbeitspaketen und Abhängigkeiten
  • Erleichterung der Planung und der Fortschrittskontrolle durch Aufteilung des Arbeits- bzw. Projektverlaufs in überprüfbare Etappen mit Zwischenzielen
  • Umsetzung der Arbeitspakete in konkrete Handlungen und Messen anhand von Prüfkriterien
  • ggf. Ableiten einer Prognose für den weiteren Fortschritt bzw. den Endtermin

Konkrete Literaturempfehlungen

1d: Termine planen und abstimmen sowie Terminüberwachung durchführen

  • Nutzung verschiedener Projektmanagementsysteme
  • Erstellung von Projektstrukturplänen zur Gliederung von Projekten in plan- und kontrollierbare Elemente
  • vollständige Erfassung aller relevanten Tätigkeiten eines Projektes (funktionsorientierte, objektorientierte oder zeitorientierte Gliederung) im Top-down-, Bottom-up- oder Yo-Yo-Ansatz
  • Visualisierung, z.B.:
    • Netzplantechnik
    • Scrum Board
    • Kanban Board
    • Gantt-Diagramme

Konkrete Literaturempfehlungen

1e: Probleme analysieren und als Aufgabe definieren sowie Lösungsalternativen entwickeln und beurteilen

  • Analysieren im Sinne von Erkennen und Einordnen
  • Problemlösungsvarianten entwickeln
  • Probleme beseitigen durch, z.B.:
    • Situationsanalyse
    • Problemeingrenzung
    • Aufzeigen von Alternativen
    • Auswahl von Lösungen
    • Analysieren der Chancen und Risiken der ausgewählten Lösung anhand vorher definierter Beurteilungskriterien

Konkrete Literaturempfehlungen

1f: Arbeits- und Organisationsmittel wirtschaftlich und ökologisch unter Berücksichtigung der vorhandenen Ressourcen und der Budgetvorgaben einsetzen

  • Berücksichtigung der Formen von Arbeitsorganisation, z.B.:
    • Gruppenarbeit
    • Pair Programming
  • Budgetplanung als Teil der Unternehmensplanung
  • effektiver und effizienter Einsatz von Arbeits- und Organisationsmitteln
  • Prüfung des Ressourceneinsatzes auf:
    • rechtliche Zulässigkeit
    • technische und organisatorische Machbarkeit
    • ökologische Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit
  • Prüfung der Wirtschaftlichkeit mittels betriebswirtschaftlicher Methoden, z.B.:
    • Rentabilitätsrechnung
    • Amortisationsrechnung

Konkrete Literaturempfehlungen

1g: Aufgaben im Team sowie mit internen und externen Kunden und Kundinnen planen und abstimmen

  • Team als soziales Gefüge verstehen („social awareness“)
  • Phasen der Teamentwicklung kennen und anwenden (Konflikt, Kontrakt, Kooperation)
  • Methoden des sachbezogenen Verhandelns kennen und anwenden, z.B.:
    • Win-win-Strategie
    • Harvard-Konzept
  • adressatengerechte Kommunikation

Konkrete Literaturempfehlungen

1h: betriebswirtschaftlich relevante Daten erheben und bewerten und dabei Geschäfts- und Leistungsprozesse berücksichtigen

  • Bewerten anhand vorgegebener unternehmensspezifischer Daten

Konkrete Literaturempfehlungen

1i: eigene Vorgehensweise sowie die Aufgabendurchführung im Team reflektieren und bei der Verbesserung der Arbeitsprozesse mitwirken

  • gemeinsame kritische Analyse der bisherigen Zusammenarbeit und der Ergebnisse („lessons learnt“)
  • offenes Ansprechen von Erfolgen und Problemen
  • gemeinsame Entwicklung von Maßnahmen zur Verbesserung, z.B. SCRUM-Retrospektive
  • konstruktive Kritik

Konkrete Literaturempfehlungen

2 Informieren und Beraten von Kunden und Kundinnen

Mein Vorschlag: Beschaffungsprozess anhand eines echten Beispiels durchlaufen und parallel die genannten Methoden anwenden.

2a: im Rahmen der Marktbeobachtung Preise, Leistungen und Konditionen von Wettbewerbern vergleichen

  • Primär- und Sekundärforschung
  • Unterscheiden und Nutzen von Erhebungsmethoden, z.B.:
    • Benchmark
    • Befragungen
    • Data Mining
  • Marktbeobachtung und Marktanalyse mit Marktdaten als Grundlage, z.B.:
    • Preisentwicklungen
    • Struktur der Anbieter
    • Produktqualitäten

Konkrete Literaturempfehlungen

2b: Bedarfe von Kunden und Kundinnen feststellen sowie Zielgruppen unterscheiden

  • Feststellung des Bedarfs an Waren, Dienstleistungen oder Personal in einer bestimmten Region, einer bestimmten Personengruppe oder in einem bestimmten Zeitraum, z.B.:
    • Zielgruppendefinitionen
    • Kundentypologien
    • Konsumverhalten

Konkrete Literaturempfehlungen

2c: Kunden und Kundinnen unter Beachtung von Kommunikationsregeln informieren sowie Sachverhalte präsentieren und dabei deutsche und englische Fachbegriffe anwenden

  • Argumentations- und Präsentationstechniken
  • zielgruppengerechte und lösungsorientierte Vorstellung von Produkten und Ergebnissen

Konkrete Literaturempfehlungen

2d: Maßnahmen für Marketing und Vertrieb unterstützen

  • Stärken-Schwächen-Analyse (SWOT etc.)
  • Begleiten von IT-Vertriebsprozessen
  • Motive und Werte der Kunden

Konkrete Literaturempfehlungen

2e: Informationsquellen auch in englischer Sprache aufgabenbezogen auswerten und für die Kundeninformation nutzen

  • unterschiedliche Quellen nutzen und bewerten, z.B.:
    • Internet und Intranet
    • Fachliteratur
    • technische Dokumentationen
  • kombinierte Suchabfragen unter Verwendung von Suchoperatoren
  • Berücksichtigung der geltenden Compliance-Regelungen, Ethik

Konkrete Literaturempfehlungen

3 Beurteilen marktgängiger IT-Systeme und kundenspezifischer Lösungen

Mein Vorschlag: Parallel mit 2) Beschaffungsprozess anhand eines echten Beispiels durchlaufen und die genannten Methoden anwenden.

3a: marktgängige IT-Systeme für unterschiedliche Einsatzbereiche hinsichtlich Leistungsfähigkeit, Wirtschaftlichkeit und Barrierefreiheit beurteilen

  • IT-Systeme anhand ihres wirtschaftlichen Nutzens zum Unternehmenserfolg bewerten
  • Gegenüberstellen von Kosten-Nutzen
  • technische Leistungskriterien verschiedener IT-Systeme vergleichen und bewerten
  • intuitive Bedienung
  • barrierefreier Zugriff auf IT-Systeme, z.B.:
    • einfache Sprache
    • Braille
    • Spracheingabe- und -ausgabe

Konkrete Literaturempfehlungen

3b: Angebote zu IT-Komponenten, IT-Produkten und IT-Dienstleistungen einholen und bewerten sowie Spezifikationen und Konditionen vergleichen

  • Angebotsvergleiche, z.B. quantitative und qualitative Vergleiche
  • Gegenüberstellung Eigenfertigung oder Fremdbezug (Make or buy)
  • partieller/gewichteter Preisvergleich
  • Ausschreibung von Leistungen
  • Beschreibung von Leistungen, z.B.:
    • Pflichten- und Lastenheft
    • Leistungsverzeichnis
  • Einholung bzw. Bewertung von Angeboten
  • aus den Angeboten verschiedener Lieferanten das am besten geeignete Angebot identifizieren, z.B. mithilfe der Nutzwertanalyse

Konkrete Literaturempfehlungen

4 Entwickeln, Erstellen und Betreuen von IT-Lösungen

Mein Vorschlag: Konkretes (Programmier-)Projekt umsetzen und parallel die zusätzlichen Inhalte erarbeiten.

4a: IT-Systeme zur Bearbeitung betrieblicher Fachaufgaben analysieren sowie unter Beachtung insbesondere von Lizenzmodellen, Urheberrechten und Barrierefreiheit konzeptionieren, konfigurieren, testen und dokumentieren

  • Potenziale von IT-Systemen bzw. einem Verbund verschiedener Arten erkennen
  • Bestimmungen der Barrierefreiheit bei der Auswahl sowie der Einrichtung moderner Informations- und Kommunikationstechnik (Hard- und Software) berücksichtigen
  • Basiswissen IT-Servicemanagement und darin verwendeter Methoden und Verfahren, z.B.:
    • ITIL
    • CobiT
    • MOF
    • ISO 20000
  • Bestimmungen zur IT-Sicherheit (IT-Security) bei allen eingesetzten Hardware- und Softwaresystemen bzw. Infrastrukturen für eine Sicherheit der Informationsverarbeitung und auch der Kommunikation (Daten- bzw. Informationssicherheit) kennen und einhalten

Konkrete Literaturempfehlungen

4b: Programmiersprachen, insbesondere prozedurale und objektorientierte Programmiersprachen, unterscheiden

  • Vor- und Nachteile verschiedener Programmierparadigmen kennen und Programmiersprachen nach Sprachhöhe unterscheiden
  • Identifikation und Auswahl einer für das jeweilige „Realweltproblem“ passenden Sprache
  • Basiswissen Softwarelogik und grundlegende Programmelemente, z.B.:
    • Darstellungsformen für Programmabläufe
    • Aussagenlogik
    • Programmstrukturen
    • Datenstrukturen
    • Algorithmen
    • Objekte
    • Klassen
    • Variablen
    • Zuweisungen
    • Bedingungen/Verzweigungen
    • Schleifen

Konkrete Literaturempfehlungen

5 Durchführen und Dokumentieren von qualitätssichernden Maßnahmen

Mein Vorschlag: Begleitend zu den obigen Projekten miteinfließen lassen.

5a: betriebliche Qualitätssicherungssysteme im eigenen Arbeitsbereich anwenden und Qualitätssicherungsmaßnahmen projektbegleitend durchführen und dokumentieren

  • Nutzen der QS-Systeme im betriebseigenen Umfeld steht hier im Vordergrund
  • an der ständigen Verbesserung des betriebseigenen QS-Systems mitarbeiten
  • Modelle und Standards einordnen, z.B.:
    • EFQM
    • QS-Normen ISO 9000-9004
    • Six Sigma
  • Verbesserung der Prozessqualität, der Arbeitsqualität und damit der Produktund Dienstleistungsqualität (Stichwort: prozessorientiertes QM-System)
  • vorrangiges Ziel ist die Sicherstellung der vorgegebenen Qualität, ein höherwertiges Ergebnis ist nicht das primäre Ziel

Konkrete Literaturempfehlungen

6 Umsetzen, Integrieren und Prüfen von Maßnahmen zur IT-Sicherheit und zum Datenschutz

Mein Vorschlag: Dieser Block lässt sich gut eigentständig lernen, aber auch parallel in die Praxis der Projekte integrieren.

6a: betriebliche Vorgaben und rechtliche Regelungen zur IT-Sicherheit und zum Datenschutz einhalten

  • Nutzen und stetes Anwenden der betriebseigenen Regelungen zur IT-Sicherheit und für den Datenschutz
  • Anwenden des organisationsinternen Prozesses zur Gewährleistung der IT-Sicherheit und des Datenschutzes (IT-Sicherheitsmanagement)
  • normierte Vorgehensweise
  • Verwendung von Standards

Konkrete Literaturempfehlungen

6b: Sicherheitsanforderungen von IT-Systemen analysieren und Maßnahmen zur IT-Sicherheit ableiten, abstimmen, umsetzen und evaluieren

  • Anwenden aktueller Standards, z.B.:
    • ISO 27001
    • ISO 27002
  • Anwenden von Vorschriften, z.B.:
    • BDSG
    • Basel II und III
    • SOX
    • DSGVO
  • Anwenden von Evaluierungstechniken zur IT-Sicherheit (IT-Grundschutz-Handbuch)
  • Verhindern oder Abwehr von Gefahren für die Informationssicherheit oder Bedrohungen des Datenschutzes, z.B. durch Etablierung eines IT-Sicherheitsmanagements (ISMS) unter Verwendung von Standards wie IT-Grundschutz, ISO/IEC 27001
  • Identifizieren und Umsetzen von Sicherheitsmaßnahmen
  • Erreichen eines mittleren, angemessenen und ausreichenden Schutzniveaus für IT-Systeme durch technische Sicherheitsmaßnahmen und infrastrukturelle, organisatorische und personelle Schutzmaßnahmen

Konkrete Literaturempfehlungen

7 Erbringen der Leistungen und Auftragsabschluss

Mein Vorschlag: Diese Punkte sollten mit abgedeckt werden, wenn obige Projekte (erfolgreich) umgesetzt und übergeben werden.

7a: Leistungen nach betrieblichen und vertraglichen Vorgaben dokumentieren

  • Abstimmen der zu erwartenden Ergebnisse hinsichtlich betrieblicher und vertraglicher Rahmenbedingungen mit dem Auftraggeber
  • Dokumentation der Vereinbarung, z.B. mittels Pflichtenheft oder Anforderungskatalog
  • Dokumentation von Arbeits- und Projektzeiten (aktuell, flächendeckend und realistisch)
  • Zeiterfassung als Bestandteil des Projektmanagements und Controllings
  • Personaleinsatzplanung auf Basis der Arbeits- und Projektzeiterfassung

Konkrete Literaturempfehlungen

7b: Leistungserbringung unter Berücksichtigung der organisatorischen und terminlichen Vorgaben mit Kunden und Kundinnen abstimmen und kontrollieren

  • Abstimmen der dokumentierten Vorgaben zur Leistungserbringung während des gesamten Zeitraums mit dem Auftraggeber
  • kontinuierliche Prüfung der erfolgreichen Umsetzung und Ergebnisse sowie der zeitlichen Einhaltung
  • ggf. Berücksichtigung der Stilllegung von Altsystemen und Inbetriebnahme der neuen Systeme
  • Aufbewahrung von Archivdaten
  • vollständige Dokumentation der erbrachten Leistung

Konkrete Literaturempfehlungen

7c: Veränderungsprozesse begleiten und unterstützen

  • motivierte Herangehensweise und Betonung der Chancen
  • Anreichern mit eigenem Know-how
  • Voranbringen schnell und in geeigneter Weise unterstützen
  • Fragen beantworten, informieren und zuhören
  • Darstellung der Veränderungsschritte, z.B. anhand der sieben Phasen eines Change-Prozesses

Konkrete Literaturempfehlungen

7d: Kunden und Kundinnen in die Nutzung von Produkten und Dienstleistungen einweisen

  • Unterstützung bei der Umsetzung von Schulungsangeboten
  • Durchführung von Einführungsveranstaltungen (auch begleitende Unterstützung vor Ort)
  • Hervorhebung der Vorteile und Nutzen-Argumentation
  • zielorientierte Vorgehensweise

Konkrete Literaturempfehlungen

7e: Leistungen und Dokumentationen an Kunden und Kundinnen übergeben sowie Abnahmeprotokolle anfertigen

  • vor der Abnahme: Prüfung der Funktionsfähigkeit sowie Installation und Personalschulung
  • Abnahmeprotokoll mit Angaben zu Vollständigkeit, Funktionseignung und Schadensfreiheit des geprüften Werks erstellen
  • zusätzlich Aufnahme nicht geprüfter Abnahmekriterien
  • nötige Unterlagen zur Einführung und Umsetzung der Ergebnisse bereitstellen und übergeben, z.B.:
    • Planungsunterlagen
    • Angaben zu genutzten Systemen und Daten
  • Bedeutung und Moment der Abnahme verdeutlichen
  • Abgleich mit der Sollspezifikation durchführen und protokollieren

Konkrete Literaturempfehlungen

7f: Kosten für erbrachte Leistungen erfassen sowie im Zeitvergleich und im Soll-Ist-Vergleich bewerten

  • Dokumentation der angefallenen Kosten anhand einer Kostenaufstellung und der wirtschaftlichen Leistungserbringung erstellen
  • Bewerten und Dokumentieren der erbrachten Leistungen anhand der anfänglichen Abstimmung der betrieblichen und vertraglichen Vereinbarungen
  • Erfüllen oder Abweichen von der Vereinbarung dokumentieren
  • erbrachte Leistungen bestätigen lassen

Konkrete Literaturempfehlungen

Literaturempfehlungen

In meinem IT-Berufe-Newsletter begleite ich dich ab dem ersten Ausbildungsjahr bei der Prüfungsvorbereitung und intensiviere diese im zweiten Ausbildungsjahr passend zum Prüfungstermin. Wenn du dabei sein möchtest, melde dich einfach unverbindlich an. Du bekommst dann passend zu deinem aktuellen Ausbildungsstand Mails von mir mit Hinweisen zur Vorbereitung auf Prüfungsthemen oder konkreten Tipps für die Integration in deinen Ausbildungsalltag.

IT-Berufe-Newsletter abonnieren


Der „offizielle“ Prüfungskatalog enthält eine Liste der für Teil 1 der gestreckten Abschlussprüfung verbindlichen Inhalte. Ehrlich gesagt kann man diese Inhalte aber auch einfach der eigenen Berufsverordnung entnehmen.

Fachinformatiker/-in – Anwendungsentwicklung Prüfungskatalog für die IHK-Abschlussprüfung NEUORDNUNG

Fachinformatiker/-in - Anwendungsentwicklung Prüfungskatalog für die IHK-Abschlussprüfung NEUORDNUNG - U-Form Verlag Shop - Fachverlag für IHK Zwischenprüfung IHK Abschlußprüfung Prüfungsvorbereitung


Wie schon erwähnt kann ich die Umsetzungshilfen für den jeweiligen Ausbildungsberuf absolut empfehlen. Hier werden konkrete Inhalte und Themen benannt zu den allgemeinen Paragraphen der zu vermittelnden Inhalte. Außerdem enthalten sie noch viele Praxistipps für Ausbilder:innen in der IT.

BIBB-Umsetzungshilfen Fachinformatiker/Fachinformatikerin (Ausbildung gestalten)*

BIBB-Umsetzungshilfen Fachinformatiker/Fachinformatikerin (Ausbildung gestalten) (Affiliate)*


Das passende Schulbuch zum ersten Teil der IT-Ausbildung. Hier werden die Inhalte des Rahmenlehrplans vermittelt (Achtung: das ist nicht der Ausbildungsrahmenplan!), also die Berufsschulinhalte. Viele Inhalte kann man aber 1-zu-1 auf die im Unternehmen zu vermittelnden Themen übertragen und sie sind auch sehr gut erklärt (ist ja auch ein Schulbuch).

IT-Berufe: Grundstufe Lernfelder 1-5: Schülerband*

IT-Berufe: Grundstufe Lernfelder 1-5: Schülerband (Affiliate)*


Zum obigen Lehrwerk passend gibt es noch ein Arbeitsbuch mit praktischen Aufgaben. Die Lösungen bekommt man nur als Ausbilder:in nach einer Registrierung direkt beim Westermann-Verlag.

IT-Berufe: Lernsituationen Grundstufe Lernfelder 1-5: Arbeitsbuch*

IT-Berufe: Lernsituationen Grundstufe Lernfelder 1-5: Arbeitsbuch (Affiliate)*


Ein Übungsbuch zur Prüfungsvorbereitung, das viele der benötigten Themen abdeckt. Es ist eher ein Übungsbuch und weniger ein Lehrwerk, da hauptsächlich Aufgaben und ihre Lösungen enthalten sind, aber keine Herleitungen oder großartige Erklärungen. Solange es noch nicht viele „echte“ Prüfungen gibt, kann man damit aber erstmal gut arbeiten.

Prüfungsvorbereitung aktuell Teil 1 der gestreckten Abschlussprüfung: Einrichtung eines IT-gestützten Arbeitsplatzes*

Prüfungsvorbereitung aktuell Teil 1 der gestreckten Abschlussprüfung: Einrichtung eines IT-gestützten Arbeitsplatzes Alle IT-Berufe (Affiliate)*


Das gute alte IT-Handbuch ist meine Standardempfehlung als „Nachschlagewerk“. Kurz und knapp, aber immer korrekt und bezogen auf die Anforderungen der IHK-Prüfung. Hier sollen meine Azubis als erstes recherchieren, wenn sie sich in ein Thema einarbeiten, anstatt z.B. Internetquellen zu nutzen, deren Korrektheit sie oft (noch) nicht bewerten können.

IT-Handbuch: IT-Systemelektroniker/-in, Fachinformatiker/-in: Schülerband*

Heinrich Hübscher - IT-Handbuch: IT-Systemelektroniker/-in, Fachinformatiker/-in: Schülerband (Affiliate)*


Und zu guter Letzt gibt es natürlich noch meine absolute Leseempfehlung für alle IT-Azubis: das IT-Handbuch für Fachinformatiker:innen. Hier sind zwar nur die technischen Inhalte enthalten, aber einige Kapitel davon passen auch zu den obigen Prüfungsinhalten und lassen sich gut in die Prüfungsvorbereitung integrieren. Übrigens: Direkt beim Rheinwerk-Verlag* bekommst du das Buch immer versandkostenfrei und hast auch die Möglichkeit, ein Bundle mit dem passenden eBook für nur ein paar Euro mehr zu kaufen.

IT-Handbuch für Fachinformatiker*innen*

IT-Handbuch für Fachinformatiker*innen - Der Ausbildungsbegleiter von Sascha Kersken (Affiliate)*

Links

Zusammenfassung

Zeitpunkt und Ablauf der Prüfung

Seit der Neuordnung der IT-Berufe im Jahr 2020 besteht die Abschlussprüfung aus zwei Teilen. Teil 1 findet ungefähr nach 18 Monaten Ausbildung statt und zählt mit 20 Prozent zur Abschlussnote. Für die Zulassung brauchst du unter anderem die erforderliche Ausbildungszeit und ein ordentlich geführtes Berichtsheft.

Im Prüfungsbereich "Einrichten eines IT-gestützten Arbeitsplatzes" bearbeitest du 90 Minuten lang schriftliche Aufgaben. Für alle IT-Berufe und alle Fachrichtungen gelten dieselben Inhalte, weil die gemeinsamen Grundlagen geprüft werden, die in der ersten Ausbildungshälfte vermittelt werden sollen.

Meine Empfehlungen stammen aus dem Jahr 2021, als die ersten Prüfungen nach der neuen Ordnung noch bevorstanden. Für IT-Azubis mit verkürzter Ausbildung war der erste Termin im Herbst 2021 vorgesehen, für den regulären Ausbildungsjahrgang ab 2020 im März 2022. Deshalb gehören auch Tipps dazu, wie du dich mit wenigen verfügbaren alten Prüfungen vorbereitest.

Wie Teil 1 deine Abschlussnote beeinflusst

Auch mit einer 5 in Teil 1 kannst du die gesamte Abschlussprüfung bestehen, wenn du die Bedingungen der Ausbildungsordnung erfüllst. Unter Berücksichtigung einer möglichen mündlichen Ergänzungsprüfung gilt:

  • Das Gesamtergebnis aus Teil 1 und Teil 2 muss mindestens ausreichend sein.
  • Teil 2 muss insgesamt mindestens ausreichend sein.
  • Mindestens drei Prüfungsbereiche von Teil 2 müssen mindestens ausreichend sein.
  • Eine 6 in einem Prüfungsbereich von Teil 2 führt zum Durchfallen.

Durch die Gewichtung legt Teil 1 bereits ein Fünftel deiner Abschlussnote fest. Bei 55 Prozent oder weniger in Teil 1 ist eine 1 im Gesamtergebnis rechnerisch ausgeschlossen. Mit einem Notenrechner für die neue Prüfungsordnung kannst du verschiedene Ergebnisse durchspielen.

Welche Inhalte du lernen solltest

In der Fachinformatikerausbildungsverordnung grenzt § 8 den Stoff für Teil 1 ein: Relevant sind die Berufsbildpositionen aus § 4 Absatz 2 Nummer 1 bis 7, jeweils mit den Inhalten, die für die ersten 18 Monate vorgesehen sind. Dazu kommt der entsprechende Unterrichtsstoff aus der Berufsschule. Bei anderen IT-Berufen können die Paragraphen anders nummeriert sein.

Prüfe deshalb auch innerhalb eines Themengebiets, welche Inhalte zur ersten Ausbildungshälfte gehören. Bei der Programmierung zählen die Grundlagen dazu; weiterführende Inhalte und Datenbanken sind in der besprochenen Ordnung für die zweite Hälfte vorgesehen.

§ 9 beschreibt, welche Aufgaben du rund um einen IT-Arbeitsplatz beherrschen sollst:

  • Den Bedarf von Kund:innen passend zur Zielgruppe ermitteln.
  • Hardware und Software auswählen und ihren Einkauf einleiten.
  • Einen Arbeitsplatz konfigurieren und testen, wobei du Datenschutz, IT-Sicherheit und Vorgaben zur Qualität einhältst.
  • Kund:innen zeigen, wie sie den Arbeitsplatz bedienen.
  • Kontrollieren und protokollieren, welche Leistungen erbracht wurden.

Daraus ergeben sich beispielsweise Angebotsvergleiche und Nutzwertanalysen sowie Aufgaben zu Lasten- und Pflichtenheften. Du brauchst außerdem Grundlagen zu Hardware und Software, Kenntnisse zu Qualitätsverfahren und ISO-Normen sowie die Fähigkeit, Schulungen und Dokumentationen zu erstellen. Auch Stundensätze und erfasste Arbeitszeiten gehören in diesen Zusammenhang.

Wie du die allgemeinen Vorgaben konkret machst

Für den Punkt "Grundsätze und Methoden des Projektmanagements anwenden" brauchst du genaueres Wissen darüber, was du lernen sollst. Die Umsetzungshilfen für die IT-Berufe erläutern solche allgemein formulierten Vorgaben anhand konkreter Beispiele. Du bekommst sie kostenlos als PDF oder als gedrucktes Buch.

Zum Projektmanagement nennen sie unter anderem Projektpläne und Meilensteine sowie Risikoanalysen. Hinzu kommen Standards, Grundkenntnisse zum Veränderungsmanagement und verschiedene Vorgehensmodelle, etwa Scrum und XP sowie das Wasserfallmodell, das V-Modell und das Spiralmodell.

Die Rahmenpläne sind bewusst allgemein formuliert, damit sie über viele Jahre technische Entwicklungen abdecken können. In den Umsetzungshilfen findest du zeitlich konkretere Beispiele, etwa Git als Software für die Versionsverwaltung. Sie helfen dir dabei, den Lernstoff einzugrenzen; ausführliche fachliche Erklärungen findest du in den empfohlenen Lehrbüchern.

Wie ich die Inhalte in die Ausbildung einplane

Für die Probezeit lege ich den Schwerpunkt auf die fachlichen Aufgaben des gewählten Berufs. Als angehende:r Fachinformatiker:in Anwendungsentwicklung sollst du von Anfang an programmieren. Parallel kommen die gemeinsamen Prüfungsinhalte dazu. Spätestens nach der Probezeit beginne ich gezielt mit der Vorbereitung auf Teil 1 und plane dafür regelmäßig Zeit ein.

Wann du einzelne Themen lernst, steht im betrieblichen Ausbildungsplan. Die Reihenfolge hängt von den Möglichkeiten deines Betriebs und deinen Vorkenntnissen ab. Schau nach, ob die Inhalte für Teil 1 rechtzeitig vorgesehen sind. Falls ein erforderliches Thema erst später eingeplant ist, besprich mit deinem/deiner Ausbilder:in, wie du es bis zur Prüfung lernen kannst.

Mit Aufgaben und praktischen Projekten lernen

Ich empfehle dir, alte Prüfungen zu bearbeiten. Dabei lernst du die Formulierungen der Aufgaben kennen und kannst anhand der Lösungsvorschläge prüfen, welche Antworten erwartet werden. Achte beispielsweise darauf, ob du Stichpunkte nennen oder eine Antwort in ganzen Sätzen formulieren sollst.

Alte IHK-Prüfungen bekommst du beim U-Form-Verlag, auch im Abonnement. Sprich deinen Ausbildungsbetrieb darauf an, sie für dich zu kaufen. Solange wenige Prüfungen nach der neuen Ordnung vorliegen, kannst du passende Aufgaben aus früheren Zwischen- und Abschlussprüfungen bearbeiten. Besonders im ehemaligen Aufgabenteil GA2 findest du gemeinsame Themen, etwa Angebotskalkulationen oder Aufgaben zu Miete und Leasing. Wähle die Aufgaben anhand der Inhalte für Teil 1 aus.

Ergänze das Üben durch Fachbücher, weil einzelne Prüfungsjahrgänge jeweils nur einen Ausschnitt der möglichen Themen abdecken. In eigenen Projekten kannst du beispielsweise einen Netzplan zeichnen oder Scrum kennenlernen. So bekommst du Erfahrung mit Methoden, die du später bei der Arbeit brauchst.

Über die erste Ausbildungshälfte verteilt, lässt sich der Stoff regelmäßig wiederholen und praktisch erproben. Wie viel Lernzeit dafür erforderlich ist, hängt auch davon ab, welche Inhalte deine Berufsschule vermittelt und wie du lernst. Die Aufteilung der Abschlussprüfung soll den Stoff für Teil 2 verringern, indem Teil 1 bereits einen Bereich abdeckt.

Welche Bücher und Quellen ich empfehle

Umsetzungshilfen für die IT-Berufe

Die Umsetzungshilfen stammen von den Autor:innen der neuen Ausbildungsordnungen. Sie konkretisieren die Prüfungsinhalte und enthalten Hinweise dazu, wie die Ausbildung gestaltet werden kann.

"IT-Berufe Grundstufe, Lernfelder 1 bis 5" von Westermann

Das Schulbuch orientiert sich am Rahmenlehrplan der Berufsschule und erklärt viele relevante Inhalte mit Beispielaufgaben. Das passende Arbeitsbuch bietet weitere Aufgaben. Zusätzliche Lernfelder enthalten ebenfalls Stoff für Teil 1; der Folgeband war zum Aufnahmezeitpunkt für Ende 2021 angekündigt.

Die Lösungen erhalten Ausbilder:innen und Lehrer:innen nach entsprechender Registrierung bei Westermann. Bitte deinen Ausbildungsbetrieb darum, wenn du deine Ergebnisse prüfen möchtest. Zu manchen Aufgaben gehören ausführliche Rechenwege und Excel-Dateien mit Formeln.

"Prüfungsvorbereitung aktuell, Teil 1 der gestreckten Abschlussprüfung, Einrichtung eines IT-gestützten Arbeitsplatzes"

Dieses Übungsbuch enthält Aufgaben und einen Lösungsteil mit knappen Erklärungen. Ich empfehle es besonders für die Situation, in der noch wenige alte Prüfungen verfügbar sind. Für ausführliche fachliche Erklärungen brauchst du ergänzende Quellen.

Das IT-Handbuch von Westermann

Das berufsbezogene IT-Handbuch dient als Nachschlagewerk mit kurzen Definitionen, darunter auch kaufmännische Inhalte und Projektmanagement. Ich empfehle dir, bei unbekannten Begriffen zuerst dort nachzuschlagen und anschließend weiterzurecherchieren. Als Hilfsmittel für die neue Abschlussprüfung ist es ausgeschlossen.

"IT-Handbuch für Fachinformatiker" von Sascha Kersken

Mit etwa 1.500 Seiten erklärt dieses Buch viele technische Grundlagen ausführlich. Ein Teil der Kapitel passt zu Teil 1, beispielsweise zu Hardware. Der größere Teil behandelt technische Inhalte für den weiteren Verlauf deiner Ausbildung; kaufmännische Themen fehlen.

Prüfungskatalog und ergänzende Hinweise

Der zum Aufnahmezeitpunkt besprochene offizielle Prüfungskatalog enthält die Vorgaben, die du auch kostenlos in der Berufsverordnung nachlesen kannst.

Unter itberufepodcast.de/168 habe ich die Prüfungsinhalte mit den passenden Paragraphen und Hinweisen aus den Umsetzungshilfen zusammengestellt. Dort findest du auch konkrete Kapitel aus den empfohlenen Büchern zu den jeweiligen Themen. Über itberufepodcast.de/Newsletter verschicke ich Hinweise passend zu deinem Ausbildungsjahr und ergänze neue Empfehlungen.

Transkription der gesamten Episode

Automatisch erzeugte Transkription der Episode

[0:01] Hi, hier ist Stefan. In dieser Podcast-Episode geht es um die schriftliche IHK-Prüfung.

[0:05] Wenn du dazu noch mehr Informationen von mir haben willst, dann schau doch mal auf meiner Website vorbei unter dieperfekteihkprüfung.de.

[0:14] Und jetzt wünsche dir viel Spaß bei der Podcast-Episode.

[0:20] Herzlich willkommen zum IT-Berufe-Podcast, dem Podcast rund um die Ausbildung in den IT-Berufen.

[0:26] In dieser Episode geht es um die Prüfungsvorbereitung auf Teil 1 der gestreckten Abschlussprüfung. Viel Spaß!

[0:37] Hallo und herzlich willkommen zur 168. Episode des IT-Berufe-Podcasts.

[0:44] Mein Name ist Stefan Macke und heute geht es um ein ganz brandheißes aktuelles Thema und zwar die Prüfungsvorbereitung auf Teil 1 der gestreckten Abschlussprüfung.

[0:54] Jetzt könntest du dich fragen, warum ist das so ein brandheißes Thema? Die gibt es ja jedes Jahr, diese Abschlussprüfung, sogar zweimal.

[1:00] Ja, das stimmt. Aber während ich das hier aufnehme, im Jahr 2021, bereiten sich gerade die allerersten Prüflinge auf diese Prüfung vor, denn die gab es vorher noch gar nicht.

[1:10] Im Jahr 2020 wurden die IT-Berufe ja grundlegend reformiert und in diesem Zuge wurde auch die gestreckte Abschlussprüfung überhaupt erst eingeführt.

[1:18] Vorher gab es ja eine sogenannte Zwischenprüfung. Die fand auch ungefähr zum gleichen Zeitpunkt statt in der Ausbildung.

[1:23] Nämlich, ich spoilere das schon mal, ungefähr nach anderthalb Jahren, aber diese Zwischenprüfung hatte für die Abschlussnote überhaupt keine Relevanz.

[1:30] Da musste man bloß teilgenommen haben. Man konnte sogar durchfallen. Das war alles völlig egal.

[1:34] Man muss nur mitgeschrieben haben. Das war Prüfungsvoraussetzung, aber das Ergebnis war völlig irrelevant.

[1:40] Und das hat sich jetzt komplett geändert, denn die neue Abschlussprüfung besteht aus zwei Teilen.

[1:44] Nämlich dieser ehemaligen Zwischenprüfung, jetzt Teil 1 der gestreckten Abschlussprüfung und dann eben der klassischen Abschlussprüfung am Ende der Ausbildung.

[1:52] Und dieser Teil 1 der Ausbildung, der zählt auch schon zur Note. Und deswegen ist das jetzt natürlich eine ganz andere Nummer als vorher.

[1:59] Man muss sich jetzt wirklich intensiver darauf vorbereiten, denn sonst hat man vielleicht Pech gehabt und versaut sich seine Abschlussnote mit diesem ersten Prüfungsteil.

[2:08] Das wäre natürlich ganz, ganz schade. Und deswegen habe ich mir jetzt mal ein paar Gedanken gemacht, wie man sich optimal darauf vorbereiten kann.

[2:14] Und da möchte ich heute mal das mit dir gemeinsam durchgehen.

[2:17] Jetzt vielleicht vorweg. Ich versuche immer, Podcast-Episoden aufzunehmen, die auch ein bisschen länger Gültigkeit haben und nicht nur ein Jahr.

[2:23] Nach dem Motto, wir machen das jetzt hier für das Jahr 2021 und dann geht das los.

[2:27] Das heißt, meine grundsätzliche Strategie für die Vorbereitung, die ich heute vorstelle, die funktioniert sicherlich auch noch in fünf Jahren.

[2:34] Ich habe heute aber auch mal ein bisschen Ideen mit reingebracht, wie ich mich auf die Prüfung vorbereite, wenn ich halt noch nicht so richtig weiß, wie die Aufgaben aussehen, welche Themen genau abgefragt werden etc.

[2:43] Denn die Prüflinge im Jahr 2021 im Herbst ist, findet tatsächlich schon die erste Prüfung statt für Verkürzer.

[2:49] Die Ausbildung kann man ja verkürzen, zum Beispiel auf zwei Jahre oder zweieinhalb.

[2:53] Und der Prüfungstermin für den ersten Teil der Abschlussprüfung ist dann auch früher.

[2:56] Und das ist quasi schon im Herbst 2021.

[2:59] Die wissen halt noch nicht so richtig, wie man sich darauf vorbereiten soll, weil noch niemand diese Prüfung gesehen hat.

[3:04] Und der Großteil der Prüflinge, die dann zum allerersten Mal diese Prüfung machen werden, das wird dann wahrscheinlich im März 2022 sein.

[3:13] Da wird nämlich dann der erste offizielle Jahrgang, der mit der ganz normalen Ausbildung gestartet hat im Jahr 2020, dann diesen Prüfungsteil absolvieren.

[3:22] Da werden wir natürlich dann mehrere hundert Prüflinge sicherlich haben, deutschlandweit, die diese Prüfung absolvieren werden.

[3:28] Und ja, grundsätzlich, auch wenn du das hier noch später hörst, nach dem Jahr 2021, wo ich jetzt mal ausgehe, dass dieser Podcast noch länger online ist,

[3:35] dann kannst du dich mit den gleichen Büchern, mit der gleichen Lehrenstrategie etc. auf diese Prüfung vorbereiten.

[3:41] Ja, und eingestreut habe ich mal so ein paar Tipps für Leute, die die Prüfung noch nie gesehen haben.

[3:47] Ja, dann würde ich sagen, genug des Vorgeplänkels. Ich würde einfach mal anfangen.

[3:51] Ich habe heute die Episode mal so ein bisschen so aufgebaut, dass ich einmal die Prüfung an sich erkläre.

[3:55] Wie ist die aufgebaut? Wie wird die gewichtet? Was sind vielleicht auch die Themengebiete, die drankommen?

[4:01] Und dann eben auch der große Part, wie bereite ich mich vor? Und ganz konkret auch die Literaturempfehlungen, mit denen man sich dann vorbereiten kann.

[4:08] Insbesondere, solange es noch keine alten Prüfungen gibt, brauchen wir vielleicht ein paar Bücher, mit denen wir das vorbereiten können.

[4:13] Und da gibt es schon ein paar gute, die ich empfehlen kann, die ich auch selber angeschafft habe und evaluiert habe für diese Episode.

[4:19] Und da möchte ich dir heute mal ein bisschen was darüber erzählen.

[4:22] Ja, dann fangen wir an mit dem ersten Teil. Was ist das überhaupt für eine Prüfung? Also quasi die Art der Prüfung.

[4:28] Ganz kurz vorweg. Es ist eine schriftliche Prüfung. Die ist 90 Minuten lang.

[4:33] Und der Themenbereich nennt sich Einrichten eines IT-gestützten Arbeitsplatzes.

[4:38] Und dieser Themenbereich ist, und das ist ganz wichtig, für alle IT-Berufe identisch.

[4:43] Genau wie früher die Zwischenprüfung sehr ähnlich war für viele Berufe, ist sie tatsächlich jetzt, die gestreckte Abschlussprüfung ist für alle IT-Berufe wirklich gleich.

[4:51] Das heißt, es werden die sogenannten gemeinsamen Qualifikationen aller IT-Berufe und auch der einzelnen Fachrichtungen abgeprüft.

[4:59] Es gibt also nicht für jede Fachrichtung des Fachinformatikers zum Beispiel eine einzelne Prüfung, wo der eine ein bisschen mehr programmieren muss und der andere ein bisschen mehr Systeme integrieren muss oder sowas.

[5:07] Sondern es werden wirklich die Basissachen abgeprüft, die jeder ITler können muss.

[5:12] Das werden wir gleich auch sehen, wenn wir uns die Themengebiete angucken.

[5:15] Da ist wenig Technik dabei, das spoiler ich schon mal, sondern es geht eher in so ein bisschen allgemeine Sachen wie Projektmanagement und so.

[5:22] Aber da kommen wir dann gleich nochmal drauf.

[5:24] Diese gemeinsamen Qualifikationen sollen in den ersten 18 Monaten, also in der ersten Hälfte quasi, der Ausbildung vermittelt werden.

[5:32] Das hat unter anderem den Hintergrund, dass Berufsschulen jetzt auch mehrere IT-Berufe in eine Klasse packen können, weil die müssen ja eh das Gleiche lernen, so nach dem Motto.

[5:38] Das war eine Idee, warum man das jetzt so umgestellt hat.

[5:42] Grundsätzlich also 90 Minuten schriftliche Prüfung über so ein paar Basisthemen, die jeder ITler können muss.

[5:48] Und dann hat man diese Prüfung ungefähr in der Hälfte der Ausbildung.

[5:53] Wie gesagt, der erste Prüfungsdurchlauf wird jetzt im März 2022 sein.

[5:59] Wenn im August 2020 die Ausbildung gestartet hat, also ungefähr nach der Hälfte der Ausbildung.

[6:04] Es gibt auch wieder einige Zulassungsvoraussetzungen, zum Beispiel, dass man auch eine gewisse Ausbildungszeit absolviert haben muss.

[6:10] Aber weiterhin auch, dass man das Berichtsheft, den Ausbildungsnachweis ordentlich geführt haben muss.

[6:16] Von daher, das sollte man schon in der ersten Hälfte seiner Ausbildung anfangen und nicht erst zur Abschlussprüfung nochmal eben in der Nacht Aktionen durchziehen.

[6:24] Rate ich sowieso dringend von ab, aber in diesem Fall ist es nochmal wieder wichtiger, denn ich muss das Berichtsheft geführt haben, um überhaupt zum ersten Teil der Abschlussprüfung zugelassen zu werden.

[6:32] Ja, das sind so ein bisschen die Formalien, haben wir das abgehakt.

[6:36] Dann würde ich sagen, gehen wir mal zum Prüfungsergebnis. Wie wird das jetzt einberechnet in die Abschlussnote?

[6:41] Wie gesagt, die erste Prüfung, Teil 1 der gestreckten Abschlussprüfung zählt voll mit in die Abschlussnote rein.

[6:48] Das heißt, da ist nichts mit, ich kann auch mal durchfallen oder so, beziehungsweise, ja doch, man kann auch durchfallen und trotzdem noch die Prüfung bestehen, aber da kommen wir gleich zu.

[6:55] Wichtig ist, das Ding ist absolut relevant für deine Abschlussnote.

[6:58] Das heißt, unterschätze sie nicht, bereite dich vernünftig darauf vor, auch wenn es bis zur echten Abschlussprüfung noch anderthalb Jahre hin ist.

[7:05] Das Ding hier zählt voll mit rein und zwar mit 20 Prozent.

[7:09] Das heißt, ein Fünftel deiner gesamten Abschlussnote wird schon durch diese Prüfung festgelegt.

[7:15] Das sollte nochmal unterstreichen, wie wichtig das ist, sich darauf vernünftig vorzubereiten.

[7:20] Und jetzt kommen wir nochmal wieder zum Muss ich das Ding bestehen oder nicht?

[7:23] Grundsätzlich steht in der Ausbildungsordnung nichts dazu, dass man Teil 1 wirklich bestehen muss.

[7:29] Also bestehen im Sinne von, der Notenskala kennst du ja sehr gut, gut, befriedigend, ausreichend, mangelhaft und ungenügend.

[7:36] Und befriedigend 3 und ausreichend ist eine 4.

[7:40] Und jetzt steht in der Ordnung in den verschiedenen Berufsverordnungen kannst du dir einfach angucken.

[7:45] Ich habe jetzt mal die für den Fachinformatiker genommen, steht aber genauso auch in allen anderen Verordnungen der IT-Berufe drin.

[7:51] Habe ich alles in den Show Notes verlinkt, kannst du dir angucken.

[7:54] Da steht nichts dazu drin, dass man Teil 1 für sich alleinstehend bestehen muss.

[7:59] Das heißt, man kann auch mit einer 5 in Teil 1 durchaus seine gesamte Prüfung bestehen.

[8:04] Das wirkt sich natürlich auf die Abschlussnote aus, aber es heißt nicht, dass man durchfällt.

[8:08] Und ganz wortwörtlich steht in der Verordnung so etwas drin. Ich lese es einfach mal vor.

[8:13] Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn die Prüfungsleistungen auch unter Berücksichtigung einer mündlichen Ergänzungsprüfung wie folgt bewertet worden sind.

[8:22] 1. Im Gesamtergebnis von Teil 1 und Teil 2 mit mindestens ausreichend.

[8:28] 2. Im Ergebnis von Teil 2 mit mindestens ausreichend.

[8:32] 3. In mindestens drei Prüfungsbereichen von Teil 2 mit mindestens ausreichend.

[8:38] 4. In keinem Prüfungsbereich von Teil 2 mit ungenügend.

[8:44] Du hast jetzt ganz oft Teil 2 gehört. Das geht also um den wichtigen Teil der Abschlussprüfung, die du auch schon von früher kennst.

[8:52] Die große schriftliche Abschlussprüfung und vor allem das Projekt auch.

[8:55] Die Sachen müssen bestanden sein und zwar mit ausreichend. Das steht hier jetzt ein paar Mal.

[9:00] Aber Teil 1 ist nicht explizit einzeln erwähnt, sondern nur in Kombination mit Teil 2.

[9:05] Das ist nämlich der erste Satz.

[9:06] Das Gesamtergebnis von Teil 2 und Teil 1 muss mindestens ausreichend sein.

[9:10] Bedeutet, übersetzt auf deutsch, wenn du in Teil 1 eine 5 hast, aber in Teil 2 eine 3,

[9:17] du kommst insgesamt über die 50%, also über die ausreichend in der Gesamtnote im Durchschnitt, dann ist die Prüfung bestanden.

[9:23] Das heißt, auch wenn du Teil 1 durchfällst, kannst du noch deine gesamte Prüfung bestehen.

[9:28] Ansonsten bei Teil 2, da wird es wirklich ernst. Da haben wir jetzt ein paar Punkte hier aufgeführt.

[9:32] Teil 2 für sich alleine muss mindestens ausreichend sein, also bestanden sein.

[9:36] Dann müssen mindestens drei Bereiche von Teil 2 ausreichend sein.

[9:39] Das heißt, du kannst auch nicht mit drei Fünfen oder sowas bestehen.

[9:42] Und es darf nirgendwo in Teil 2 ein Ungenügend geben.

[9:45] Das war früher auch schon so, dass es eine 6.

[9:47] Wenn du irgendwo eine 6 hast in Teil 2, dann bist du raus. Dann ist die Prüfung wirklich gelaufen.

[9:51] Gut, ja, dann ist da alles gar nicht so schlimm, oder?

[9:54] Wenn du durchfällst in Teil 1, übst halt noch ein bisschen, dann bist du in Teil 2 der Prüfung gut und dann reicht das.

[10:00] Könnte man so sehen. Aber wenn du diesen Podcast hörst, gehe ich mal davon aus, dass du eine gute Abschlussnote haben willst.

[10:06] Sonst würdest du sicherlich nicht den Aufwand machen, dir das hier alles anzuhören bei mir.

[10:10] Und jetzt kannst du mal ein bisschen rechnen.

[10:12] Es gibt zum Zeitpunkt, wo ich das hier veröffentliche, schon einen etwas aktualisierten Notenrechner.

[10:16] Ein netter Kollege aus dem Fachinformatikerforum hat schon seit Jahren einen Prüfungsrechner online.

[10:22] Und den hat er jetzt aktualisiert auch auf die neue Prüfungsordnung.

[10:25] Da kann man mal so ein bisschen Noten eingeben und gucken, was rauskommt.

[10:28] Und sobald du in Teil 1 der Prüfung auf 55% oder schlechter kommst,

[10:34] d.h. eine schlechte 4, ab 66% müsste es eine 4 geben.

[10:40] D.h. eine 55% ist schon eher eine schlechte 4.

[10:43] Aber d.h. ab 55, 54, 53 und abwärts kannst du rein rechnerisch dann in der gesamten Abschlussprüfung gar keine 1 mehr bekommen.

[10:52] D.h. du versaust dir im Prinzip deinen sehr guten Abschluss, wenn du nicht direkt schon für die erste Prüfung arbeitest.

[10:57] D.h. auch wenn du mit einer 4 gerade so durchkommst und sagst, boah, Gott sei Dank.

[11:01] Das heißt dann aber, dass deine sehr gute Abschlussprüfung einfach nicht mehr drin ist.

[11:05] Also von daher nicht auf Lücke leeren oder sonst irgendwas, sondern bereite dich gut auf die Prüfung vor,

[11:10] wenn dein Ziel ist, eine vernünftige Abschlussprüfung abzulegen.

[11:15] Und dann gehen wir jetzt mal über zu genau diesem Thema.

[11:18] Wie bereite ich mich denn jetzt vor?

[11:19] Vielleicht erstmal grundsätzlich vorweg, ich würde dir empfehlen, dich möglichst früh vorzubereiten.

[11:24] Denn diese Prüfung, wie gesagt, die ist schon nach anderthalb Jahren und das geht ganz schön schnell rum.

[11:28] Ich sehe das auch mal bei meinen Azubis.

[11:29] Die sagen dann auch so, boah krass, ich bin schon im zweiten Ausbildungsjahr und so.

[11:32] Also es geht ganz fix.

[11:33] Und wenn wir nochmal zu den Inhalten kommen, dann sind das viele Sachen, die du vielleicht nicht unbedingt so erwarten würdest in so einer IT-Ausbildung.

[11:41] Speziell für deinen Beruf.

[11:42] Von daher, da kann ich nur empfehlen, Frank, früh genug an, guck dir das Zeug an und lern das auch wirklich vielleicht mit Büchern.

[11:48] Im besten Fall aber sogar im Praxeseinsatz.

[11:50] Da gehen wir dann gleich auch nochmal drauf ein.

[11:52] Also es ist leider, wie ich finde, so, dass halt die Inhalte für Prüfung Teil 1 eher aus diesen allgemeinen Themen bestehen.

[12:00] Und wenn wir den ersten Punkt dieser Liste uns angucken, dann ist das tatsächlich auch Projektmanagement.

[12:05] Ich meine, das müssen alle ITler können.

[12:07] Das ist völlig in Ordnung, ist aber vielleicht nicht unbedingt das, was ich mir jetzt vorgestellt habe, wenn ich zum Beispiel als Anwendungsentwicklerin meine Ausbildung starte.

[12:14] Da will ich einfach, ich sage es mal ganz blöd, programmieren.

[12:17] Und warum muss ich mich jetzt mit Projektmanagement dann rumschlagen zum Beispiel.

[12:21] Oder ein anderer Punkt ist zum Beispiel, wie soll man sagen, so eine Art Anschaffung, den Beschaffungsprozess durchzuspielen.

[12:30] Sagen wir mal, ich kaufe irgendwas, ich werte Angebote aus, ich mache einen Anbietervergleich, Nutzwertanalyse und solche Sachen.

[12:37] Das ist sogar noch ein bisschen wirtschaftlicher angehaucht als das Projektmanagement.

[12:41] Und klar, wenn ich jetzt eine kaufmännische Ausbildung habe, also zum Beispiel die Kaufmann-Kauffrau für Digitalisierungsmanagement, da ist das sicherlich Tagesgeschäft.

[12:49] Aber so als Systemintegrator, irgendwelche Angebote schreiben und so, weiß ich nicht, ob ich da jetzt Bock drauf hätte.

[12:55] Ich will ja eigentlich lieber Betriebssysteme installieren und ich weiß es nicht, Softwareverteilung einrichten und worauf die halt so Bock haben.

[13:01] Also von daher diese Themen, das ist jetzt nichts unbedingt, worauf ich mich gefreut habe in meiner Ausbildung, sage ich jetzt einfach mal pauschal.

[13:07] Kann auch Leute geben, die sagen, ja geil, endlich Projektmanagement.

[13:10] Aber ich glaube, der Großteil der IT-Azubis will halt IT machen und nicht dieses relativ viele kaufmännische und Projektmanagement-Gedöns.

[13:18] Und das finde ich ein bisschen schade.

[13:20] Denn das könnte natürlich dazu führen, dass die Leute, wenn sie ihre Ausbildung starten, sagen, ich wollte eigentlich programmieren und jetzt muss ich hier Angebote auseinandernehmen.

[13:27] Das ist nicht der richtige Job für mich.

[13:28] Und das ist natürlich jetzt so ein bisschen schwierig.

[13:32] Da muss man auch als Ausbilder, Ausbilderinnen darauf achten, dass man diese Prüfungsinhalte parallel zu den eigentlich, sage ich mal, spannenden Inhalten des jeweiligen Ausbildungsberufs gut vermittelt und beides hinkriegt.

[13:43] Dass die Leute Bock auf ihren Job haben und trotzdem auch am besten in einem echten Projekt, da gehen wir gleich nochmal darauf ein, diese Prüfungsinhalte vernünftig umsetzen, damit sie es eben nicht nur aus dem Buch lernen, sondern auch in ihre Arbeit integrieren.

[13:55] Weil man muss ja auch dazu sagen, die Sachen, die da abgefragt werden, sind vielleicht auf den ersten Blick ein bisschen Dröge, sage ich mal vorsichtig, sind aber natürlich Sachen, die ich in der Praxis auch mal brauche.

[14:03] Keine Ahnung, ich will einen neuen Laptop kaufen.

[14:05] Da muss ich natürlich wissen, wie entscheide ich denn jetzt von welchem Hersteller welches Gerät mit welcher Ausstattung ich nehme.

[14:10] Das sind natürlich alltägliche Sachen.

[14:12] Keine Frage.

[14:13] Aber wie gesagt, es ist ein bisschen wenig technisch, sage ich mal.

[14:17] Kurz zusammengefasst.

[14:19] Was mich sehr überrascht hat, ist, dass die einzige konkrete Technik, die ich gefunden habe in dieser Liste der prüfungsrelevanten Themen, die Programmierung ist.

[14:27] Das finde ich eigentlich sehr spannend, weil ich bilde jetzt seit Jahren AnwendungsentwicklerInnen aus und das ist natürlich super, dass das jetzt auch in der Abschlussprüfung mit abgefragt wird bei den ganzen anderen IT-Berufen.

[14:37] Ich hatte schon mal ein Interview, die Podcast-Episode verlinke ich dir auch gerne in den Shownotes, mit zwei Menschen, die an dem Neuordnungsverfahren beteiligt waren.

[14:45] Und die haben tatsächlich auch gesagt, jeder ITler muss programmieren können.

[14:49] Ich persönlich finde, das ist eine super Aussage.

[14:51] Ich sehe das auch so.

[14:52] Man muss einfach wissen, wie der Computer funktioniert.

[14:54] Und das lernt man am besten, wenn man ihm beibringt, was er zu tun hat, nämlich programmiert.

[14:57] Aber ich glaube, so ein Kaufmann, Kauffrau für Digitalisierungsmanagement, dass die im Alltag vielleicht nicht ganz so viel Berührung mit echter Programmierung haben.

[15:06] Und jetzt ist es tatsächlich schon Teil des ersten Prüfungsteils der Abschlussprüfung.

[15:12] Das finde ich schon interessant.

[15:13] Also, darauf wird jetzt ein deutlicher Fokus drauf gelegt, dass quasi jeder IT-Beruf auch mit Programmierung zu tun hat.

[15:20] Finde ich super, ist aber vielleicht ein bisschen überraschend, je nachdem, welche Fachrichtung oder welchen Beruf ich gewählt habe.

[15:26] Und andere Sachen, wo ich mir denke, Mensch, das müsste aber unbedingt drankommen, sowas wie Hardwareauswahl, Betriebssysteme unterscheiden etc.

[15:34] Das findet man so jetzt nicht in diesen Punkten von Teil 1 der Abschlussprüfung.

[15:39] Also da habe ich mich ein bisschen gewundert.

[15:42] Ich will damit sagen, guckt ihr auf jeden Fall früh genug die Themenliste für Teil 1 der Abschlussprüfung an.

[15:48] Und guckt ihr auch an, wie kannst du es am besten lernen, wie kannst du es in den Alltag integrieren, kannst du es auch in der Praxis erproben und nicht nur aus dem Buch lernen.

[15:56] Das wäre wirklich wichtig.

[15:58] Und ganz wichtig ist auch, ganz viele Themen aus deinem Ausbildungsrahmenplan für deinen jeweiligen Beruf und die Fachrichtung sind gar nicht prüfungsrelevant.

[16:05] Das ist tatsächlich festgelegt in einem der vielen Paragrafen deiner Berufsverordnung, welche Teile für diesen Teil 1 der Abschlussprüfung relevant sind.

[16:14] Und keine Angst, wir gehen die gleich auch alle einmal grob durch.

[16:17] Ich will dir das nicht alles vorlesen, das kannst du besser selber nachgucken.

[16:20] Aber dann dürfte dir schnell klar werden, da ist aber wirklich erstaunlich wenig Technik drin.

[16:25] Von daher mach dich einfach auch gedanklich oder freunde dich damit an, dass du neben dem wirklich coolen, spannenden IT-Kram auch ein bisschen was kaufmännisches, Projektmanagementmäßiges einfach lernen musst.

[16:38] Das gehört zur IT-Seite Neuordnung jetzt dazu.

[16:42] Ich meine, das gehörte schon immer dazu, bloß es wurde noch nie so früh abgefragt.

[16:45] Das heißt, du musst dich auch jetzt schon im ersten Ausbildungsjahr eigentlich mit Projektmanagement und diesen anderen Themen beschäftigen.

[16:51] Und deswegen sage ich, fang früh genug an, das zu lernen und nicht zwei Monate vor der Prüfung.

[16:55] Das könnte dann ein bisschen viel Stoff werden, den du dir da anschauen musst.

[16:59] Ja, ganz nebenbei, kleiner Tipp für andere Ausbilder und Ausbilderinnen, falls du zu dieser Sorte Menschen gehörst.

[17:07] Ich persönlich würde es so handhaben, wenn wir jetzt einfach mal die Strukturierung der Ausbildung uns angucken.

[17:11] Ich will halt nicht meine Azubis, die wirklich programmieren wollen, in den ersten 18 Monaten ihrer Ausbildung mit irgendwelchen kaufmännischen Inhalten langweilen.

[17:20] Ich sage es mal ganz überspitzt.

[17:21] Es gibt ja auch Leute, die haben da Spaß dran und man kann ja auch Spaß dran haben.

[17:23] Sind ja auch spannende Themen.

[17:24] Ich will das gar nicht kleinreden, aber wenn ich einen neuen Beruf starte, dann möchte ich vielleicht auch den Kern dieses Berufes lernen.

[17:31] Und vor allem, wenn wir mal auf die Ausbildung gucken, in den ersten paar Monaten der Ausbildung, nämlich in der Probezeit, entscheiden können, ob der Beruf das Richtige für mich ist.

[17:38] Und wenn ich jetzt anfange, ich will programmieren und mache jetzt fünf Monate lang Angebotsvergleich.

[17:43] Da könnte ich mir vorstellen, dass ich die Ausbildung abbreche, weil ich es mir ganz anders vorgestellt habe.

[17:48] Es ist so ein bisschen wie ein Informatikstudium.

[17:49] Geil, endlich programmieren.

[17:50] Und dann mache ich theoretische Informatik, wo ich mathematische Formeln auf dem Papier ausrechne.

[17:54] Und da sagen die Leute natürlich dann lieber nicht.

[17:57] Von daher, ich würde es jetzt in Zukunft so strukturieren bei meiner Ausbildung, dass wir mindestens mal in der Probezeit auch den Fokus auf den Kern des Ausbildungsberufs legen.

[18:05] Das heißt, Anwendungsentwicklerinnen fangen an mit Programmieren und zwar rauf und runter, genau wie früher auch.

[18:10] Das müssen sie lernen.

[18:11] Systemintegratoren fangen an mit Betriebssystemen, Netzwerken, Sicherheit etc.

[18:16] Alles, was dazu gehört.

[18:17] Aber parallel dazu fangen wir schon mal langsam an, uns auch die anderen Inhalte anzugucken.

[18:23] Und spätestens nach der Probezeit, das sind bei uns zum Beispiel drei Monate, da geht es dann auch wirklich gezielt los mit der parallelen Prüfungsvorbereitung.

[18:30] Das heißt, auf der einen Seite, ich sage mir jetzt einfach, die Hälfte der Ausbildung nutzen wir für die Vertiefung des Fachbereichs und die andere Hälfte wird auch gezielt schon für die Prüfungsvorbereitung genutzt.

[18:39] So ist jetzt meine Strategie.

[18:40] So möchte ich da vorgehen.

[18:42] Kann sein, dass andere Leute das anders sehen.

[18:44] Ich will, wenn ich meine Ausbildung starte in einem Beruf, den Kerninhalt, den ich mir auch darunter vorgestellt habe, zuerst lernen und kennenlernen und nicht irgendwann im dritten Ausbildungsjahr anfangen zu programmieren.

[18:56] Und wenn man jetzt mal überspitzt, das sagt, könnte man das so verstehen.

[19:00] Wenn du in den Ausbildungsrahmenplan mal reinguckst, die ganzen Kerninhalte für Anwendungsentwickler, die kommen tatsächlich fast erst im dritten Ausbildungsjahr.

[19:07] Und das reicht natürlich nicht, um vernünftig programmieren zu lernen und dann auch noch ein Abschlussprojekt umzusetzen.

[19:12] Das heißt, meine Kerninhalte muss ich ab dem ersten Ausbildungsjahr beigebracht bekommen, damit ich überhaupt eine Chance habe, das alles in diesen wirklich kurzen drei Jahren der Ausbildung vernünftig lernen zu können.

[19:22] Und parallel dazu würde ich dann schon anfangen mit dieser Prüfungsvorbereitung.

[19:26] Und wenn wir mal so ganz blöd rechnen, angenommen, wir machen wirklich in der Probezeit nur die Hardcore-Inhalte und fangen danach dann an mit der Prüfungsvorbereitung, dann haben wir immer noch locker ein Jahr Zeit, um uns auf diese Prüfung vorzubereiten.

[19:38] Gehen wir mal davon aus, drei Monate Probezeit und dann ein Jahr, dann haben wir immer noch drei Monate mehr Zeit als, boah, was habe ich jetzt hier für einen Quatsch gerechnet.

[19:48] Also angenommen, Ausbildung beginnt im August, drei Monate Probezeit, August, September, Oktober.

[19:53] Wenn wir dann ein Jahr drauf rechnen, sind wir im Oktober des nächsten Jahres.

[19:56] Aber Teil 1 der Prüfung findet erst im März des darauffolgenden Jahres statt.

[20:00] Das heißt, wir haben noch weit über ein Jahr Zeit, uns auf die Prüfung vorzubereiten.

[20:04] Also das sollte auf jeden Fall reichen.

[20:06] Und wir haben beides ein bisschen kombiniert.

[20:08] Einen guten, spannenden, technischen Einstieg in die Ausbildung und parallel gute Prüfungsvorbereitung.

[20:14] So würde ich es jedenfalls machen.

[20:17] Gut, dann würde ich sagen, kommen wir jetzt mal zu meiner konkreten kleinen Strategie zur Prüfungsvorbereitung auf Teil 1.

[20:24] Wenig überraschend, Nummer 1, Lernen mit alten Prüfungen.

[20:28] Das ist das Beste, was du machen kannst. Guck dir die alten Prüfungen an, denn du wirst sehen, die Aufgabenstellung ist immer ein bisschen speziell.

[20:35] Was die hören wollen, ist immer eine interessante Frage.

[20:39] Auch die Lösungsvorschläge sind immer ein bisschen interessant, sich anzugucken.

[20:43] Aber vor allem auch die Fragestellungen, sowas wie nennen sie, unterscheiden von einer kompletten freien Antwort, wo man Sätze formulieren muss.

[20:50] Das heißt, was wird auch von der Antwort erwartet? Sind das nur Stichpunkte oder muss ich da was ausformulieren?

[20:55] Genau um sowas kennenzulernen und zu üben, das geht eigentlich nur mit alten Prüfungen.

[21:00] Das würde ich mir unbedingt angucken. Sobald die verfügbar sind, kauf sie dir.

[21:04] Die gibt es zum Beispiel beim U-Form-Verlag, wo es auch die alten IHK-Prüfungen, die es bisher gab, zu kaufen gibt.

[21:11] Kannst du sogar im Abo dort bestellen. Das heißt, immer wenn die neuen Prüfungen kommen, kriegst du die automatisch zugeschickt.

[21:16] Die kosten, also ich kann es jetzt nur für die alten IHK-Prüfungen sagen, aber die kosten so um die 12 oder 13 Euro für einen Prüfungssatz.

[21:22] Von daher, das ist nicht allzu viel und vor allem bis in der Ausbildung. Du musst das gar nicht selbst bezahlen.

[21:26] Sag deinem Ausbildungsbetrieb Bescheid und dann kaufen die das. Fertig.

[21:29] Und solange es eben wenige alte Prüfungen gibt, wie gesagt, die erste wird erst im Herbst 2021 stattfinden.

[21:37] Es gibt halt jetzt noch keine Stand heute, wo ich das aufnehme.

[21:40] Und selbst wenn du in ein, zwei Jahren anfängst, dich vorzubereiten, auch da wird es ja relativ wenig alte Prüfungen geben.

[21:46] Ein, zwei Jahrgänge, da ist sicherlich nicht das komplette Themenspektrum der möglichen Themen drin abgedeckt.

[21:53] Von daher wirst du ja auch noch ein paar Jahre nach 2021 dich mit anderen Dingen vorbereiten müssen als mit alten Abschlussprüfungen.

[22:02] Und da würde ich dir jetzt Stand heute empfehlen, dir einfach die alten IHK-Prüfungen anzugucken.

[22:07] Die alten Zwischenprüfungen oder alten Abschlussprüfungen.

[22:10] Wobei da natürlich ganz viele technische Themen drin sind, die jetzt für Teil 1 der gestreckten Abschlussprüfung nicht mehr relevant sind.

[22:16] Deswegen, wenn du dir die dann anguckst, musst du natürlich ein bisschen den Fokus auf die Aufgaben legen, die auch zu den Themenbereichen passen, die in der neuen Prüfung abgefragt werden.

[22:24] Die Themenbereiche, wie gesagt, wir gehen sie gleich nochmal durch.

[22:26] Da wirst du wahrscheinlich in den alten Prüfungen nicht ganz so viele Aufgaben finden.

[22:30] Wahrscheinlich eher in GA2, also dem ganzheitlichen Aufgabenteil 2 der ehemaligen Abschlussprüfung.

[22:37] Weil da vermutlich am ehesten Aufgaben drin sind, die zu den neuen Aufgaben passen.

[22:42] Weil das war früher ja der Bereich, der für alle IT-Berufe identisch war.

[22:47] GA2, da ist sowas drin wie Angebotskalkulation, Sachen ausrechnen, Miete vs. Leasing, solche Sachen.

[22:55] Und eben diese allgemeinen IT-Themen.

[22:58] Da ist die Chance halt sehr hoch, dass du davon auch etwas in der neuen gestreckten Abschlussprüfung wiederfinden wirst.

[23:04] In GA1 für Fachinformatik und Anwendungsentwicklung wird das schwierig.

[23:07] Sowas wie Hardcore-UML-Diagramme zeichnen und so.

[23:09] Das kannst du halt für Teil 1 nicht gebrauchen.

[23:11] Das ist Quatsch.

[23:12] Von daher, guck genau drauf, die Aufgaben, die du dir anguckst, passen die zu dem Themenbereich, der jetzt abgefragt wird.

[23:17] Und die Themen, die abgefragt werden, wie gesagt, die geben wir gleich durch.

[23:21] Oder du guckst sie halt in verschiedenen Listen an, wo ich gleich auch nochmal drauf eingehe.

[23:26] So, dann wirst du feststellen, dass die konkreten Themen, die hier abgefragt werden, sich auch wirklich gut in der Praxis umsetzen lassen.

[23:33] Das sind nicht Themen, die man nur aus dem Buch lernen soll oder muss.

[23:36] Sondern am besten lernt man es wahrscheinlich, wenn man es selber mal macht.

[23:40] Vor allem bestimmte Methodiken anwenden.

[23:42] Ich nehme jetzt mal nur ein Beispiel in der Projektplanung, im Projektmanagement.

[23:45] Ein Netzplan.

[23:46] Den kann man auch mal für ein echtes Projekt zeichnen, was man selber umsetzt während seiner Ausbildung.

[23:50] Das ist natürlich eine ganz andere Motivation und wahrscheinlich ein ganz anderer Lerneffekt, als wenn ich zum x-ten Mal eine Netzplanaufgabe aus dem Buch mache.

[23:57] Wobei letztlich Netzpläne kann man auch üben und lernen und können, ohne dass man sie in der Realität für ein echtes Projekt mal gezeichnet haben muss.

[24:05] Das wäre jetzt etwas, was man gut auch so lernen kann.

[24:08] Aber andere Sachen, wie zum Beispiel, weiß ich nicht, der Scrum-Prozess.

[24:11] Das kann man wahrscheinlich am besten erklären und verstehen, wenn man selber mal mitgemacht hat und nicht nur im Buch gelesen hat.

[24:17] Also von daher, viele der Inhalte eignen sich durchaus dafür, auch in der Praxis wirklich angewendet zu werden.

[24:22] Und das würde ich natürlich jedem empfehlen da draußen, sowohl dir als Azubi, beziehungsweise als Ausbilder, Ausbilderin, wenn du auf der anderen Seite stehst.

[24:29] Wäre natürlich wichtig, dass die Prüflinge das eben nicht nur für die schriftliche Prüfung lernen, sondern danach auch wirklich anwenden können.

[24:34] Und das funktioniert am besten, wenn man es auch in der Praxis erprobt hat, sage ich mal.

[24:38] Wann man das Ganze jetzt in seiner Ausbildung machen sollte, das steht auf einem anderen Blatt.

[24:43] Also ich kann jetzt schlecht sagen, hier alle Azubis im ersten Lehrjahr in der zweiten Hälfte müssen Projektmanagement mit Scrum lernen.

[24:49] Das kann man natürlich so nicht sagen und das darfst du auch als Azubi nicht so sagen oder dir denken, weil du im Internet irgendwas gelesen hast.

[24:56] Also dein Ausbildungsunternehmen macht sein eigenes Ding.

[25:00] Es gibt nicht umsonst den betrieblichen Ausbildungsplan, den du auch bekommen haben musst, wenn du deine Ausbildung,

[25:06] sobald du deinen Ausbildungsvertrag unterschrieben hast quasi oder mindestens mal am ersten Tag der Ausbildung, wo genau drinstehen muss,

[25:11] wann du welche Inhalte sowohl zeitlich als auch sachlich gegliedert in deiner Ausbildung vermittelt bekommst.

[25:17] Und wenn in deinem Ausbildungsunternehmen Scrum vielleicht schon im vierten Monat gelehrt wird, dann ist das super.

[25:23] In einem anderen Ausbildungsunternehmen ist das vielleicht erst Teil im zweiten Lehrjahr.

[25:26] Es kommt immer darauf an, was gibt es überhaupt für Möglichkeiten in deinem Unternehmen, wer wird das dabeibringen, in welcher Form,

[25:33] was braucht man vielleicht auch für Vorkenntnisse, um zum ersten Mal, ich bleibe mal bei dem Beispiel, Scrum wirklich in der Praxis einsetzen zu können.

[25:39] Also von daher, da wirst du keine allgemeine Vorgabe finden, wann du was in deiner Ausbildung lehren musst.

[25:45] Das gibt es nicht, weil das für jedes Ausbildungsunternehmen unterschiedlich ist.

[25:48] Und das ist auch sinnvoll so, weil jedes Ausbildungsunternehmen eben andere Anforderungen hat und andere Möglichkeiten hat.

[25:53] Das heißt, da brauchst du dir keinen Stress zu machen, wenn du jetzt im Podcast hörst und sagst,

[25:56] oh, ich bin schon am Ende des ersten Ausbildungsjahres, ich habe noch nie was von Scrum gehört.

[26:00] Ja, ist nicht schlimm, weil du hast noch ein halbes Jahr Zeit bis zur Prüfung und dein Ausbildungsunternehmen muss dafür sorgen,

[26:05] dass das in diesem letzten halben Jahr vor der Prüfung dann halt auch noch gemacht wird.

[26:09] Was du auf jeden Fall tun kannst, ist in deinen Ausbildungsplan reingucken, weil den musst du ja vorliegen haben.

[26:14] Und wenn du dann siehst, oh, Scrum wird aber erst im dritten Ausbildungsjahr behandelt, dann wird es vielleicht ein bisschen schwierig.

[26:20] Dann müsstest du dich vielleicht individuell darauf vorbereiten, zumindest für die Inhalte, die in Prüfung Teil 1 erforderlich sind.

[26:26] Wichtig wäre, dass dein Ausbildungsunternehmen dir alle Inhalte in den ersten 18 Monaten der Ausbildung vermittelt,

[26:32] die du auch für Teil 1 der Abschlussprüfung brauchst.

[26:35] Das müsste der Ausbildungsplan eigentlich hergeben.

[26:38] Wenn das nicht der Fall ist, dann müsstest du mit Ausbilder, Ausbilderinnen mal sprechen, was ihr da tun könnt oder wie der Plan ist,

[26:44] dich auf diese Prüfungsinhalte dann vorzubereiten, wenn es nicht Teil der Ausbildung bis dahin ist.

[26:49] Da gibt es natürlich auch Möglichkeiten, aber das musst du natürlich mal individuell absprechen.

[26:53] Gut, wichtig, ich wiederhole das nochmal.

[26:56] Nicht jede Ausbildung läuft gleich.

[26:59] Sogar in den Berufsschulen läuft der Unterricht unterschiedlich strukturiert und zeitlich eingeteilt ab.

[27:04] Von daher mach dir da jetzt keinen Kopf, wenn du im zweiten Ausbildungsjahr noch nie was von Thema XY gehört hast, was in der Prüfung drankommt.

[27:11] Das wird noch kommen, hoffentlich.

[27:13] Und wenn du da Bedenken hast, guck in deinen Ausbildungsplan und sprich sonst einfach mit deinen AusbilderInnen.

[27:18] Die sind dafür zuständig, dir das zu erklären, wann was vermittelt werden soll.

[27:22] Gut, dann gucken wir jetzt mal weiter.

[27:24] Solange es noch nicht viele Prüfungen gibt und auch unabhängig davon, ob es jetzt schon die letzten zehn Jahre an Prüfungen gibt oder nicht,

[27:29] es ist immer sinnvoll, auch mit anderen Quellen zu lernen.

[27:32] Und hier meine ich insbesondere Bücher.

[27:34] Es gibt ganz hervorragende Schulbücher oder auch allgemeine Bücher rund um die IT, um sich auf diese Prüfungsinhalte vorzubereiten.

[27:41] Auch wenn mein zentraler Punkt ist, Lernen mit alten Prüfungen,

[27:45] ist es trotzdem so, dass es immer noch so ein bisschen Glückssache ist, ob wirklich alle Themen in den letzten Prüfungen drankamen.

[27:50] Und es gibt immer wieder mal Jahre, wo in den IHK-Prüfungen, auch in den bisherigen IHK-Prüfungen quasi neue in Anführungszeichen Themen abgefragt wurden,

[27:58] die halt in den letzten fünf Jahren noch nie drankamen.

[28:00] Und das ist auch ganz normal, weil die Prüfungsinhalte sind ja bewusst so allgemein formuliert,

[28:05] dass man da auch neue Sachen unterbringen kann, die halt eben nicht in den letzten fünf Jahren irgendwann schon mal abgefragt wurden.

[28:11] Von daher, du musst dich ein bisschen breiter vorbereiten als nur mit den alten Prüfungen.

[28:15] Ich sage nochmal ganz konkret, mein Fokus würde auf den alten Prüfungen liegen, aber es reicht nicht aus.

[28:21] Du musst noch darüber hinaus was lernen, dir angucken.

[28:24] Und dafür habe ich ein paar Bücher mir angeguckt, insbesondere jetzt auch für Teil 1 der Abschlussprüfung hier, die sich sehr gut eignen, um damit zu üben.

[28:31] Und die würde ich gleich, nachdem wir die Inhalte durchgegangen sind, auch nochmal namentlich erwähnen.

[28:36] Und du kannst sie natürlich auch verlinkt in den Shownotes zu dieser Episode finden.

[28:40] Das sind meine aktuellen Empfehlungen.

[28:43] Und sollte ich da in den nächsten Jahren noch was ergänzen, würde ich das natürlich in den Shownotes auch hinzufügen.

[28:49] Also hier die Podcast-Episode nehme ich deswegen jetzt nicht neu auf, weil ich ein neues Buch gefunden habe.

[28:53] Aber sobald ich eins finde, was für Teil 1 gut vorbereitet, würde ich das in den Shownotes auf jeden Fall verlinken.

[28:58] Das heißt, wenn du da drauf gehst, findest du auf jeden Fall immer meine aktuellen Empfehlungen für die Prüfungsvorbereitung für Teil 1.

[29:04] Wie gesagt, welche konkreten Bücher das sind, das gehen wir gleich mal durch.

[29:07] Letzter Tipp zur Allgemeinen Strategie ist aber noch, übe regelmäßig.

[29:11] Und mach nicht dieses, man nennt das ja auch so ein bisschen seltsam, Bulimie-Lehren.

[29:15] Kurz vor der Prüfung alles rein und danach ist es dann weg.

[29:18] Das ist eine ganz schlechte Idee.

[29:20] Vielleicht grundsätzlich vorab schon mal, Teil 1 der Prüfung wurde eingeführt, damit für die bisherige große Abschlussprüfung die Themengebiete ein bisschen reduziert werden können.

[29:29] Das heißt übersetzt, alles was in Teil 1 schon abgefragt wurde, wird in Teil 2 der Prüfung nicht mehr abgefragt.

[29:35] Das heißt, es ist für dich ein Vorteil, du musst weniger lernen für diese große Abschlussprüfung.

[29:39] Das haben wir ja bisher immer gesehen, was da für Themen gelernt werden mussten.

[29:42] Wahnsinn, ein riesiger Umfang.

[29:44] Und das soll jetzt ein bisschen reduziert werden dadurch, dass Teil 1 halt schon einen gewissen Bereich abdeckt und der wird dann in Teil 2 nicht mehr abgeprüft.

[29:50] Das ist ja für dich erstmal von Vorteil.

[29:52] Umso wichtiger ist aber, dass du vielleicht das, was du da gelernt hast, nicht direkt wieder vergisst und danach in der Praxis nicht mehr anwenden kannst,

[29:58] sondern dass das eben auch hängen bleibt bei dir.

[30:01] Das finde ich sehr wichtig, weil gerade solche Sachen wie Projektmanagement, Angebotsvergleich und so, das sind halt allgemeine Themen,

[30:06] die du sicherlich in deiner späteren Arbeit immer mal wieder nutzen wirst und anwenden können musst.

[30:10] Und dann wäre es ja sehr schade, wenn du nach der Hälfte der Ausbildung diesen ganzen Kram schon wieder vergessen hast.

[30:14] Das darf eigentlich nicht sein.

[30:16] Also ich bin kein großer Freund davon, dieses Bulimie-Lernen zu machen.

[30:19] Klar gibt es immer eine Phase vor der Prüfung, wo du dir nochmal alles anguckst und nochmal im Detail vielleicht auswendig lernst und so.

[30:25] Alles okay, aber das sollte nicht nur daraus bestehen.

[30:28] Ich beziehe das nochmal wieder auf meine AnwendungsentwicklerInnen.

[30:31] Die sollen halt nicht drei Jahre lang nur programmieren, programmieren, programmieren und dann kurz vor der Prüfung nochmal eben schnell alles andere mitlernen,

[30:38] sondern die sollen natürlich alles, was dieser Ausbildungsberuf fordert, auch am besten in der Praxis erproben, umsetzen, ausprobieren, methodisch anwenden

[30:47] und nicht einfach nur für eine Prüfung dieses Zeug lernen.

[30:50] Weil der Sinn der Ausbildung ist ja, dass die Azubis danach, wie heißt das so schön, handlungsfähig sind, also ihren Beruf ausüben können.

[30:57] Und der Beruf eines Anwendungsentwicklers oder AnwendungsentwicklerInnen ist halt eben nicht nur Programmieren, auch wenn das sicherlich ein großer Anteil ist,

[31:04] aber es gibt halt eben auch noch viele Sachen links und rechts daneben, die man können muss.

[31:08] Und da reicht halt dieser Fokus auf das eine nicht aus. Ich muss halt alles beherrschen.

[31:13] Und von daher, integriere das einfach vernünftig in deine Ausbildung, in deinen Alltag.

[31:17] Wenn dein Ausbildungsbetrieb dich da nicht so direkt unterstützt, dann kannst du das ja selber machen.

[31:21] Guck dir selber Bücher an und bereise dich schon mal auf diese Themen vor, ohne dass du konkret vielleicht was im Unternehmen da umsetzen kannst.

[31:29] Ja, wie man es konkret zeitlich gestaltet, auch hier wieder der Ausbildungsbetrieb ist da frei.

[31:34] Ich könnte mir sowas vorstellen. Es ist nur eine Idee, dass man vielleicht von den ersten anderthalb Jahren der Ausbildung zwei Tage fürs Lernen nimmt pro Woche und die restlichen Tage Praxis macht.

[31:43] Es ist nur ein Beispiel. Man muss natürlich auch noch die Berufsschule abrechnen, wo ja auch noch viele Inhalte gemacht werden, die für die Prüfung relevant sind und so weiter.

[31:50] Von daher, das kann man nicht so pauschal sagen. Ja, vielleicht reicht auch ein Tag, vielleicht reicht auch ein halber Tag.

[31:56] Also das kommt immer ganz drauf an. Ja, auch auf dich. Wie gut kannst du lernen? Wie schnell kannst du die Sachen merken? Musst du sie in der Praxis anwenden oder nicht?

[32:02] Es gibt ja auch Leute, die können sehr gut auswendig lernen und müssen das nicht unbedingt 37 mal selber gemacht haben.

[32:07] Also von daher, pauschale Aussagen sind schwierig.

[32:10] Meine Idee wäre aber, das möglichst gestreckt und langfristig in die Ausbildung mit zu integrieren, damit man es eben nicht einmal lernt oder danach wieder vergisst.

[32:19] Das wäre sehr schade. So, jetzt haben wir gut eine halbe Stunde über die Prüfung an sich gesprochen.

[32:25] Jetzt kommen wir endlich mal zu den Prüfungsinhalten.

[32:28] Das sind die Sachen, die du für die Prüfung kennen musst.

[32:31] Und wie gesagt, du musst sie hier nicht auswendig mit dir merken oder abschreiben.

[32:35] Die kannst du dir einfach angucken. Das ist alles offiziell festgelegt in den verschiedenen Berufsverordnungen.

[32:40] Ich zitiere jetzt auch nicht jeden Punkt individuell.

[32:43] Allerdings habe ich mir in den Shownotes wirklich Mühe gemacht und jeden einzelnen Punkt sowohl aufgeführt mit Grundlage, mit Paragraf etc.

[32:50] und auch noch mit den Hinweisen aus den sogenannten Umsetzungshilfen für die jeweiligen IT-Berufe.

[32:57] Da steht nämlich zu diesen eher allgemeinen Punkten auch etwas konkreter drin, was man sich darunter vorstellen kann.

[33:03] Das wirst du gleich nochmal an einem Beispiel hören.

[33:05] Also guck dir unbedingt die Shownotes an. Da steht ganz, ganz viel drin, was du lernen und dir angucken musst.

[33:10] Und als Ergänzung auch noch für jeden Punkt eine Literaturempfehlung.

[33:14] Und zwar konkret. Nicht einfach nur lies dieses Buch, sondern das Kapitel in dem Buch kann ich für diesen Punkt empfehlen.

[33:20] Also von daher, die Shownotes sind ein echter Mehrwert. Guck da unbedingt mal rein.

[33:23] Ich würde mir nicht nur den Podcast hier anhören.

[33:26] Die eigentliche Arbeit steckt in den Shownotes. Das kann ich auf jeden Fall schon mal sagen.

[33:29] Die haben deutlich länger gedauert, als diese Episode aufzunehmen. Das schon mal vorweg.

[33:33] Also guck da unbedingt rein. Aber fangen wir vielleicht erstmal allgemein an.

[33:36] Die Paragraphen, die für Teil 1 der gestreckten Abschlussprüfung tatsächlich relevant sind, die kannst du deiner konkreten Berufsverordnung entnehmen.

[33:43] Ich habe jetzt meine Sachen mal aus der Fachinformatikerausbildungsverordnung genommen.

[33:48] Die kannst du aber genauso gut für deinen konkreten Beruf nehmen, wie z.B. IT-Systemelektroniker.

[33:53] Da stehen genau die gleichen Sachen drin, weil, wie gesagt, die Inhalte ja für alle IT-Berufe identisch sind.

[33:58] Von daher, wenn du kein Fachinformatiker, Fachinformatikerin wirst, dann ist das nicht schlimm, weil Teil 1 der Prüfung ist für alle Berufe gleich.

[34:05] Gut, ich habe es jetzt aber da raus. Das heißt, meine Paragraphen kommen auch aus dieser Verordnung.

[34:10] Die können in deiner eventuell ein bisschen abweichen. Die Inhalte werden aber gleich sein.

[34:14] Und jetzt ist es so, da steht in der Fachinformatikerausbildungsverordnung in Paragraph 8 Teil 1 der Abschlussprüfung.

[34:20] Er streckt sich auf.

[34:21] Erstens, die im Ausbildungsrahmenplan für die ersten 18 Monate genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen.

[34:32] Und jetzt kommt es nach Paragraph 4 Absatz 2 Nummer 1 bis 7.

[34:37] Warum ist das so wichtig? Weil dann im Absatz noch mehr Nummern stehen, aber nur die 1 bis 7 sind relevant für Teil 1 der Prüfung.

[34:42] Das ist ganz wichtig, weil ab Nummer 8, 9, 10 kommen nämlich die eigentlich spannenden Inhalte, wie z.B. Hardware usw.

[34:48] Und das ist aber gar nicht mit drin in Teil 1 der Abschlussprüfung.

[34:51] Also nur die Nummern 1 bis 7 sind prüfungsrelevant.

[34:54] Und dann kommt noch der zweite Teil dieses Paragraphen, den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff,

[35:00] soweit er den im Ausbildungsrahmenplan genannten Fertigkeiten, Kenntnissen und Fähigkeiten entspricht.

[35:06] Heißt auf deutsch gesagt, beides zusammengefasst, was in den Punkten 1 bis 7 steht.

[35:10] Egal, ob du es im Betrieb gelernt hast oder in der Berufsschule, diese Inhalte sind prüfungsrelevant.

[35:15] Und diese sieben Punkte kannst du tatsächlich einfach nachlesen.

[35:18] Guckst sie dir an, lernst die und dann weißt du, was in der Prüfung drankommt.

[35:22] Wichtig ist dabei noch die Einschränkung, nur das, was in den ersten 18 Monaten zu vermitteln ist.

[35:27] Im Ausbildungsrahmenplan, da stehen ja alle zu vermittelnden Inhalte drin.

[35:30] Und die sind auch schon voraufgeteilt auf die Teile der Ausbildung.

[35:33] Nämlich auf die ersten 18 oder die zweiten 18 Monate.

[35:36] Und nur das, was für die ersten 18 Monate vorgesehen ist, kommt logischerweise auch in der Prüfung dran.

[35:41] Das heißt, wenn du dir z.B. den Oberpunkt 1 anguckst, das ist wahrscheinlich ein schlechtes Beispiel,

[35:44] Projektmanagement kommt alles dran, aber nehmen wir z.B. mal die Programmierung.

[35:48] Da gibt es einen Teil, der so ein bisschen die Grundlagen darstellt.

[35:51] Der ist für Teil 1 der Abschlussprüfung relevant.

[35:53] Es gibt aber auch noch einen zweiten Teil, wo so ein bisschen Hardcore-Sachen drin sind.

[35:56] Und vor allem sowas auch wie Datenbanken. So ein ganz allgemeines Thema.

[35:59] Das wird allerdings erst in den zweiten 18 Monaten der Ausbildung vermittelt.

[36:02] Ist also nicht relevant für Teil 1 der Prüfung.

[36:04] Von daher, guck ganz genau hin, was du wirklich lernen musst.

[36:07] Und genau diese Arbeit habe ich quasi gemacht und in den Shownotes zusammengestellt.

[36:12] Und wenn man jetzt mal ein bisschen allgemeiner formuliert, was jetzt in dieser Prüfung drankommt,

[36:16] dann gibt es hier auch noch einen weiteren Paragrafen.

[36:18] Das ist direkt der Folgeparagraf Nummer 9.

[36:20] Da steht in Absatz 2 im Prüfungsbereich Einrichten eines IT-gestützten Arbeitsplatzes.

[36:25] Hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist,

[36:28] 1. Kundenbedarf für Zielgruppen gerecht zu ermitteln,

[36:32] 2. Hard- und Software auszuwählen und ihre Beschaffung einzuleiten,

[36:37] 3. einen IT-Arbeitsplatz zu konfigurieren und zu testen

[36:41] und dabei die Bestimmungen und die betrieblichen Vorgaben zum Datenschutz,

[36:45] zur IT-Sicherheit und zur Qualitätssicherung einzuhalten,

[36:49] 4. Kunden und Kundinnen in die Nutzung des Arbeitsplatzes einzuweisen

[36:54] und 5. die Leistungserbringung zu kontrollieren und zu protokollieren.

[36:59] Das sind grob zusammengefasst die Inhalte von Teil 1 der Prüfung.

[37:04] Was ich immer ein bisschen schwierig finde, ist, dass man diese groben Punkte

[37:07] nicht so wirklich den konkreten Paragrafen aus dem Ausbildungsrahmenplan zuordnen kann.

[37:11] Da heißen die dann wieder ein bisschen anders, sind auch ein bisschen verteilt.

[37:14] Also ich habe mir da ganz schön viel Arbeit gemacht, um das überhaupt irgendwie zusammenzukriegen.

[37:18] So richtig passt das nicht zusammen.

[37:20] Finde ich ein bisschen schwierig, wenn man sich damit noch nie beschäftigt hat.

[37:23] Von daher, ich würde mich jetzt nicht auf diese Oberpunkte konzentrieren,

[37:25] sondern wirklich konkret auf die, die wir jetzt im Folgenden durchgehen.

[37:29] Das ist nicht so ganz deckungsgleich, sage ich mal vorsichtig.

[37:34] Aber trotzdem siehst du schon an dieser ersten Aufzählung, in welche Richtung es geht.

[37:38] Bedarfe ermitteln, das heißt Anforderungsermittlungen,

[37:41] so etwas wie vielleicht auch eine Nutzwertanalyse machen, Anforderungen aufnehmen,

[37:44] Lastenpflichten, Heft, solche Sachen.

[37:46] Hard- und Software auszuwählen und die Beschaffung einzuleiten,

[37:50] das heißt Angebotsvergleiche einholen zum Beispiel.

[37:53] Aber wenn ich sie auswählen muss, muss ich natürlich auch ein bisschen davon kennen,

[37:55] also Hard- und Softwaregrundlagen, so was ist eine Grafikkarte, das sollte ich vielleicht schon wissen.

[38:00] Dann haben wir einen Arbeitsplatz zu konfigurieren und dabei auch Datenschutz und IT-Sicherheit einzuhalten.

[38:05] Gut, das ist klar, das war früher auch schon so.

[38:07] Aber auch die Qualitätssicherung hat hier einen deutlich höheren Stellenwert.

[38:11] Das werden wir auch bei einigen Punkten kennenlernen.

[38:13] Man muss inzwischen auch Qualitätssicherungsverfahren oder ISO-Normen zum Beispiel kennen und nennen und beschreiben können.

[38:20] Das ist inzwischen auch Teil der Ausbildung, der ersten 18 Monate sogar.

[38:23] Nummer vier war Kunden in die Nutzung einweisen,

[38:27] das heißt Schulungen, Dokumentationen anfertigen und Nummer fünf Leistungserbringung kontrollieren und protokollieren.

[38:33] Das geht so ein bisschen in Richtung, was kostet sich eigentlich,

[38:36] Stundensatz berechnen, aber auch Zeiterfassung, solche Sachen.

[38:39] Also vom Erstellen des Angebots bis zum Abrechnen, das ist eigentlich Teil 1 der Prüfung.

[38:46] Und du siehst, da ist relativ wenig Technik dabei, wie gesagt.

[38:51] Gut, und um das jetzt noch etwas zu konkretisieren, schauen wir uns jetzt nochmal die Oberparagrafen an,

[38:56] von den Inhalten, die jetzt wirklich konkret genannt sind, die du können musst.

[38:59] Und ich nehme jetzt mal wirklich nur die Überschriften.

[39:01] Das geht los mit Nummer eins in dieser Liste.

[39:04] Planen, vorbereiten, durchführen von Arbeitsaufgaben in Abstimmung mit den Kunden spezifischen Geschäfts- und Leistungsprozessen.

[39:11] Das sind so Formulierungen, wo ich mir denke, boah, was soll das denn sein?

[39:16] Aber mit den Unterpunkten wird es dann vielleicht noch ein bisschen interessanter oder verständlicher, sagen wir so.

[39:21] Und zwar ist Unterpunkt 1a Grundsätze und Methoden des Projektmanagements anwenden.

[39:26] Aha, so, da wird es jetzt nochmal ein bisschen konkreter.

[39:30] Da kann man sich jetzt ein bisschen mehr darunter vorstellen.

[39:32] Und es reicht aber trotzdem noch nicht so ganz aus, weil wenn ich mir jetzt nur diese Paragrafen angucke,

[39:36] weiß ich trotzdem noch nicht so richtig, was sie da jetzt hören wollen.

[39:38] Und da verweise ich jetzt gerne nochmal auf diese Umsetzungshilfen.

[39:41] Die kann man auch runterladen, kann man auch in Buchform kaufen.

[39:44] Ist alles verlinkt in den Shownotes, wie gesagt.

[39:46] Und das Ding ist über 100 Seiten lang und da wird jetzt auch zu jedem Punkt aus dem Ausbildungsrahmenplan erklärt,

[39:51] was sie sich jetzt eigentlich konkret darunter vorstellen.

[39:54] Weil es ist ja so, ich wiederhole das nochmal, vielleicht hast du meine Episode zur Neuordnung schon gehört.

[39:58] Grundsätzlich sind diese Ausbildungsrahmenpläne ja so aufgebaut, dass sie eine sehr lange Lebensdauer haben.

[40:02] Das heißt, die IT-Berufe wurden nach 20 Jahren zum ersten Mal überarbeitet.

[40:07] Das heißt, wir haben 20 Jahre lang geprüft auf Basis eines Rahmenplans, der nie angepasst wurde.

[40:12] Und das muss aber möglich sein, die technischen Entwicklungen in diesen 20 Jahren da irgendwie mit in die Prüfung reinzubekommen.

[40:17] Wir fragen heute ganz andere Sachen als vor 20 Jahren logischerweise.

[40:20] Und trotzdem muss es zum Rahmenplan passen.

[40:22] Das heißt, auch jetzt dieser neue Rahmenplan ist bewusst abstrakt und allgemein gehalten.

[40:27] Da wird also nie so etwas stehen wie, das ist immer mein Lieblingsbeispiel, jeder Prüfling muss Java können.

[40:32] Sondern da wird sowas stehen wie, die Prüflinge müssen eine Objektorientierte Programmiersprache beherrschen.

[40:37] Weil ob es Java in 10 Jahren noch gibt, weiß niemand.

[40:40] Von daher, das ist immer bewusst allgemein gehalten.

[40:43] Und es war schon immer das Problem, gerade für uns Ausbilder und Ausbilderinnen.

[40:46] herauszufinden, was denn jetzt eigentlich genau die Inhalte sind, die sich hinter verbergen. Und

[40:51] dafür gibt es diese Umsetzungshilfen. Die sind jetzt etwas zeitlich konkreter. Da steht dann

[40:56] zum Beispiel im Jahr 2021 drin, bei Versionsverwaltungssoftware müsste man vielleicht Git

[41:01] beherrschen. Wenn es in zehn Jahren nicht mehr Git gibt oder Git nicht mehr der Standard ist,

[41:06] sondern irgendwas anderes, ja dann lernen wir das dann halt. Aber für heute ist Git erstmal

[41:10] maßgeblich. Und genau deswegen empfehle ich jedem diese Umsetzungshilfen zu lesen,

[41:15] sowohl dir als Azubi, als auch dir als Ausbilder oder Ausbilderin. Denn da stehen wirklich die

[41:20] konkreten Inhalte drin. Damit wird es dann deutlich einfacher, sich auch auf die Prüfung

[41:24] vorzubereiten, weil man auch was Greifbares hat und nicht diese schwammigen Oberbegriffe,

[41:29] die leider nur im Ausführungsrahmenplan stehen. Und das mache ich jetzt mal einmal am Beispiel,

[41:33] den Rest kannst du dir durchlesen, weil sonst brauchen wir hier fünf Stunden, bis ich das

[41:36] alles vorgelesen habe. Das ist ja Quatsch. Von daher schau in die Shownotes, da findest du das

[41:40] alles schön aufbereitet. Machen wir jetzt mal nur an diesem einen Beispiel. Grundsätze des

[41:44] Projektmanagements anwenden, das ist der Oberpunkt, das musst du können. Und in dieser Handreichung,

[41:50] in dieser Umsetzungshilfe, da steht jetzt konkret drin, was das heißt. Nämlich initiieren, planen,

[41:55] steuern, kontrollieren, abschließen von Projekten nach gängigen Projektmanagementstandards. Anwenden

[42:00] von Methoden, Hilfsmitteln, Techniken, Kompetenzen, wie zum Beispiel, und jetzt kommt's, Projektplan,

[42:05] Meilensteine, Risikoanalyse, Standards und Normen, Projektmanagementsysteme,

[42:08] Basiskenntnisse des Veränderungsmanagements oder auch unterscheiden verschiedener Projektmanagement

[42:14] Methoden oder Vorgehensmodelle. Zum Beispiel agiles Projektmanagement, also Scrum, XP,

[42:18] etc. V-Modell, Spiralmodell, Wasserfallmodell. Das heißt, hier stehen wirklich die konkreten

[42:24] Inhalte, die du auch lernen kannst, nachschlagen kannst und ausprobieren kannst drin. Während im

[42:29] Auslandsrahmenplan nur steht, Grundsätze und Methoden des Projektmanagements anwenden. Ja,

[42:33] nur, um das mal zu vergleichen. Also mit diesen Oberpunkten wirst du nichts anfangen können.

[42:37] Schau unbedingt in diese Umsetzungshilfen. Da steht drin, was das in der Praxis wirklich

[42:42] heißen soll. Und wie gesagt, diesen Aufwand habe ich schon für dich betrieben. Du kannst dir das

[42:46] einfach auch in den Shownotes angucken, da ist es schön zugeordnet. Und jetzt noch als Ergänzung,

[42:51] hatte ich eben schon angesprochen, steht jetzt bei mir noch drunter, wo du das denn nachschlagen

[42:55] kannst. Und da kommen wir jetzt zum letzten Punkt, nämlich gleich den Literaturempfehlungen. Da will

[43:00] ich jetzt auch nicht jedes Kapitel durchgehen, das ist Quatsch. Diese Zuordnung habe ich halt

[43:03] schon gemacht, aber die allgemeinen Buchempfehlungen, da kommen wir dann halt gleich zu.

[43:06] Ich würde aber gerne noch einmal die Liste abschließen, was du jetzt tatsächlich noch

[43:10] lernen musst. Und jetzt gehen wir wirklich nur diese Oberpunkte durch. Also Punkt 1 mit unter

[43:15] Punkt 1a Grundsätze und Methoden des Projektmanagements anwenden. Okay. Nummer 1b wäre

[43:20] dann Auftragsunterlagen und Durchführbarkeit des Auftrags prüfen. Insbesondere im Hinblick auf

[43:26] rechtliche, wirtschaftliche und terminliche Vorgaben und den Auftrag mit den betrieblichen

[43:29] Prozessen und Möglichkeiten abstimmen. Wahnsinn. Und da steht dann in der Umsetzungshilfe sowas wie,

[43:35] was sind die Aufgaben der Projektstakeholder. Und das ist etwas zu konkretisieren. Und ich sehe

[43:40] gerade, wenn ich hier so ein bisschen auf die Uhr gucke, ich habe schon eine Dreiviertelstunde voll

[43:43] und allein die Oberpunkte vorzulesen wird wohl ein bisschen dauern, wenn ich auch noch erklären

[43:48] soll, was sich dahinter verbirgt. Ich glaube, da wären wir heute gar nicht mehr fertig und das

[43:51] bringt dir ja auch nichts. Das kannst du besser selber lesen und vor allem dir die konkreten

[43:55] Beispiele angucken. Von daher diesen riesengroßen Brocken mit den tausend Informationen, das spare

[43:59] ich mir jetzt. Guck dir das einfach in den Shownotes an und dann wird das hoffentlich

[44:03] klarer. Und deswegen springe ich jetzt direkt zum letzten Punkt und zwar meiner Literaturempfehlung,

[44:08] beziehungsweise den Literaturempfehlungen, denn es sind mehrere Bücher, die ich heute hier empfehlen

[44:12] kann. Und Nummer 1, ich fange an mit einem kurzen Hinweis nochmal auf meinen Newsletter. Falls du

[44:19] den noch nicht abonniert haben solltest, mach das dringend unter itberufe.de, ach Quatsch,

[44:24] itberufepodcast.de slash Newsletter kannst du das machen und da kannst du dich dann auch in das

[44:30] entsprechende Ausbildungsjahr quasi eintragen und dann schicke ich dir auch immer regelmäßig Hinweise,

[44:33] was jetzt vielleicht dran wäre, was man jetzt lernen könnte, mit welchem Buch, wenn was Neues

[44:38] dazukommt, schicke ich das auch rüber. Ich habe im Jahr 2021 den Newsletter ein bisschen angepasst,

[44:42] sodass individuell für jedes Ausbildungsjahr neue Inhalte kommen. Und Überraschung,

[44:46] im Ausbildungsjahr 2 ist natürlich die Prüfungsvorbereitung auf Teil 1 das zentrale

[44:50] Thema. Das heißt, wenn du da noch mehr konkrete Unterstützung von mir haben willst,

[44:54] melde dich für den Newsletter an. Das ist meine erste Literaturempfehlung, weil da packe ich

[44:57] immer alles Neue rein. Diese Podcast-Episode, ich hatte es schon gesagt, die nehme ich nicht

[45:01] jedes Jahr neu auf, aber im Newsletter, da packe ich natürlich die brandaktuellen Sachen immer

[45:05] rein. Also von daher, das ist meine erste Empfehlung. Aber dann kommen wir als nächstes wirklich zu

[45:09] Büchern, die du dir angucken kannst. Und da gibt es Nummer 1, den offiziellen Prüfungskatalog,

[45:15] der die Inhalte der Prüfung Teil 1 auflistet. Da würde ich sagen, spar dir das Geld. Ganz ehrlich,

[45:22] den gibt es zwar, der kostet auch nur 5 Euro oder sowas, aber ganz ehrlich, da steht nur das drin,

[45:26] was auch in der Berufsverordnung steht, den du dir kostenfrei im Internet angucken kannst. Von

[45:29] daher kannst du dir kaufen fürs gute Gewissen. Dann liegt da so ein kleines Heftchen, da sind

[45:33] auch nur irgendwie 10 kleine Seiten oder so ausgedruckt. Das liegt dann auf dem Tisch,

[45:37] da kannst du reinschauen, aber das bringt nicht so wirklich was, weil das sind einfach nur die

[45:40] Inhalte, die wie gesagt in der Verordnung 1 zu 1 drinstehen, die du dir einfach kostenlos runter

[45:45] laden kannst. Von daher, das Ding kannst du gerne überspringen, wenn du das machen möchtest. Und

[45:51] dann kommen wir jetzt zum ersten Buch, was wirklich interessant ist, auch für die Ausbildung. Das

[45:57] würde ich dir dringend empfehlen. Das sind halt diese Umsetzungshilfen, die hatte ich schon erwähnt.

[46:00] Die kannst du dir auch als PDF kostenfrei runterladen, ist alles in den Show Notes verlinkt.

[46:04] Gibt es aber auch in Buchform, gedruckter Form, wenn du das lieber magst, ist auch alles in den

[46:08] Show Notes verlinkt. Und wie gesagt, da sind noch weitere Tipps rund um die Ausbildung drin,

[46:12] auch zur Gestaltung der Ausbildung. Natürlich auch viele Hilfen für Ausbilder und Ausbilderinnen,

[46:16] kann ich absolut empfehlen. Super Werk und ist halt auch von den Autoren der neuen IT-Berufe,

[46:22] quasi. Die Leute, die die Ausbildungsverordnung geschrieben haben, die haben auch diese

[46:25] Umsetzungshilfen geschrieben. Das heißt, es kommt direkt von der Quelle und auf Basis dieser

[46:29] Vorschläge werden auch die Prüfungen gestaltet. Von daher unbedingt angucken, egal ob Azubi oder

[46:34] Ausbilder. Das hier wäre auf jeden Fall eine eine absolute Leseempfehlung, sich das einmal

[46:39] anzuschauen. Weil dadurch wird wirklich klarer, was sich hinter diesen abstrakten Punkten der

[46:44] Prüfungsinhalte verbirgt. So und jetzt kommen wir aber zum ersten Buch, was wirklich auch eine

[46:50] Vorbereitung ermöglicht, weil in der Umsetzungshilfe sind halt nur Stichpunkte drin, also quasi eine

[46:56] Auflistung. Aber da wird halt nichts erklärt. Da steht nur drin, ich muss Scrum können,

[47:00] aber nicht, was ist denn Scrum eigentlich. Und da kommen wir jetzt zum ersten Buch,

[47:03] was ich empfehlen kann. Das ist letztendlich ein Schulbuch. Das benutzt du vielleicht selber

[47:10] schon in der Berufsschule, kann sein. Das ist, glaube ich, eines der Standardwerke. Ich finde

[47:14] es auf jeden Fall auch sehr spannend, wenn man es nicht in der Berufsschule nutzt. Und auch,

[47:17] wenn du gar nicht in der Berufsschule bist, vielleicht bist du ja Student oder Studentin,

[47:19] dann wäre dieses Buch auch sehr gut geeignet. Und zwar ist das das Buch Grundstufe Lernfelder 1

[47:26] bis 5 Schülerband für die IT-Berufe aus dem Westermann Verlag. Das ist quasi ein wirklich

[47:32] klassisches Schulbuch für die IT-Ausbildung. Und da sind jetzt nicht die Ausbildungsrahmenplan-Inhalte,

[47:39] sondern die Inhalte des Rahmenlehrplans, also Berufsschule. Die sind aber in großen Teilen

[47:46] deckungsgleich und sind ja auch prüfungsrelevant. Hatten wir vorhin uns ja angeguckt. Alles,

[47:49] was du im Betrieb lernst und in der Berufsschule kommt in der Prüfung dran. Und da kann ich dieses

[47:54] Buch sehr empfehlen. Das ist wirklich gut aufbereitet. Ist halt ein Schulbuch, gut verständlich,

[47:58] auch mit Beispielaufgaben und so weiter. Und es gibt auch noch ein passendes Arbeitsbuch dazu.

[48:02] Das ist größer und dicker als das Buch selbst. Und da sind dann wirklich viele konkrete praktische

[48:07] Aufgaben drin. Und das kann ich auf jeden Fall empfehlen. Das ist eine gute Sache. Ich wiederhole

[48:11] es nochmal. IT-Berufe Grundstufe Lernfelder 1 bis 5. Da ist auch noch nicht alles drin,

[48:16] sage ich auch dazu. Es wird, wie gesagt, ich nehme das jetzt Mitte 2021 auf. Ende 2021 gibt

[48:21] es dann auch noch den nächsten Band, der die nächsten Lernfelder abdeckt. Und auch da sind

[48:25] noch prüfungsrelevante Sachen drin. Das heißt, das wäre jetzt wahrscheinlich so ein Buch,

[48:28] was ich dann in ein paar Monaten in den Shownotes ergänzen würde. Bis dahin,

[48:32] da sind aber wichtige Inhalte schon drin. Da konnte ich auch viele Kapitel den Inhalten

[48:37] der Prüfung Teil 1 zuordnen. Das wirst du auch sehen. Wenn du die Shownotes anguckst,

[48:41] da steht fast überall ein passendes Kapitel aus diesem Buch drunter. Von daher, das kann ich

[48:45] absolut empfehlen. Sehr gut erklärt. Umfangreich. Sind, glaube ich, 600 Seiten. Wirklich eine gute

[48:52] Möglichkeit, sich auf die Prüfung vorzubereiten. Und ich würde dann direkt auch das Arbeitsbuch

[48:55] dazu empfehlen, wo dann konkrete Aufgaben drin sind. Hinweis, die Lösungen, sowohl für das

[49:01] richtige Buch als auch für das Arbeitsbuch, die bekommst du als Azubi nicht. Die bekommt man nur

[49:04] als Ausbilderin oder als Lehrerin. Das heißt, da müsstest du dann deinem Ausbildungsunternehmen

[49:09] mal sagen, hey, registrier dich mal bei Westermann, mach dir da so einen Account und dann kriegst du

[49:12] die Lösung. Denn das ist vielleicht ganz hilfreich, wenn man auch die Lösung zu den Aufgaben hat und

[49:16] nicht nur die Aufgaben. Genau wie bei den IHK-Prüfungen auch. Das habe ich auch schon

[49:20] gemacht. Die Lösungen sind auch sehr gut aufbereitet, übrigens für alle Ausbilder

[49:24] da draußen. Also es gibt dann zum Beispiel zu Kalkulationsaufgaben tatsächlich eine Excel-Datei,

[49:28] wo dann wirklich mit Formeln genau drinsteht, wie das berechnet wird. Also richtig cool. Habe

[49:32] ich vorher noch nicht gesehen. Das ist also nicht einfach nur so ein PDF, wo drinsteht,

[49:34] Aufgabe 1, Lösung X ist korrekt, sondern auch mit Rechenweg teilweise oder eben sogar als

[49:42] komplette Excel-Datei, wo dann wirklich drin gerechnet wird. Also fand ich echt eine coole

[49:46] Sache. Kann ich empfehlen. Ja, dann habe ich mir noch ein weiteres Buch angeguckt und das heißt

[49:51] Prüfungsvorbereitung aktuell, Teil 1 der gestreckten Abschlussprüfung, Einrichtung

[49:56] eines IT-gestützten Arbeitsplatzes. Das ist wieder so ein Monster-Titel. Das ist so ein

[50:00] rosa oder rotes Buch im DIN A4-Format ungefähr. Und das ist ein reines Übungsbuch mit ganz vielen

[50:07] Übungen zu den einzelnen Teilen der Prüfung, wo auch ein bisschen mehr drin ist, teilweise als

[50:12] in dem Schuhbuch, was ich gerade genannt habe. Teilweise auch ein bisschen weniger. Also das

[50:15] ist nicht 100% deckungsgleich. Ist ja ganz gut, auch verschiedene Bücher zu benutzen. Da kann

[50:20] ich allerdings sagen, das ist nicht unbedingt ein Lehrwerk. Also das Buch ist quasi aufgebaut aus

[50:25] Aufgaben und einem Lösungsteil zu den Aufgaben, wo dann auch ein bisschen was erklärt wird,

[50:30] aber nicht allzu viel. Also von daher, solange es noch keine alten Abschlussprüfungen gibt,

[50:35] mag das für die Prüfungsvorbereitung ganz gut sein. Danach würde ich mir das mal gut überlegen. Ich

[50:40] nehme mal nur ein Beispiel, wie so eine Aufgabe darin aufgebaut ist. Da steht dann sowas wie,

[50:43] Sie müssen als Azubi eine Schulung für Scrum vorbereiten. Recherchieren Sie doch mal im

[50:48] Internet was Scrum ist und erklären das. So, ja gut, dafür brauche ich jetzt kein Buch. Und dann

[50:54] steht halt hinten in der Lösung drin, Scrum ist dies und das und agil und iterativ und so. Ist

[50:58] alles schön, aber eine richtige Erklärung steht da nicht drin. Das heißt, es wird wohl dort versucht,

[51:02] so ein bisschen in Form von Aufgaben, die auch in Prüfungen gestellt werden könnten, das Buch

[51:08] aufzubauen. Aber so richtig schön mit Erklärung oder so ist das nicht. Ich empfehle es trotzdem,

[51:12] eben weil es aktuell wenige alte Prüfungen gibt. Aber irgendwann wird dieses Buch vielleicht

[51:17] obsolet, sage ich mal vorsichtig. Da gibt es noch eine bessere Empfehlung, finde ich, um die Inhalte

[51:24] wirklich zu lernen. Und zwar ist das das IT-Handbuch. Ich meine jetzt nicht dieses riesengroße dicke

[51:29] IT-Handbuch für Fachinformatikerinnen von Sascha Kersken, sondern ich meine das gute alte klassische

[51:34] IT-Handbuch auch aus dem Westermann Verlag. Und das gibt es auch für die verschiedenen Berufe. Ich

[51:40] habe zum Beispiel das IT-Handbuch für Fachinformatiker und Systemelektroniker. Das ist

[51:45] eine Art Nachschlagewerk. Ich sage mal so eine Art Lexikon für die wichtigsten IT-Begriffe. Und

[51:50] das gibt es dann eben auch für die eher kaufmännischen Berufe. Und das empfehle ich

[51:53] unbedingt. Das kriegen auch alle meine Azubis von Tag eins quasi auf den Tisch gelegt. Denn

[51:57] das ist quasi, ich nenne das immer gerne so, das offizielle Nachschlagewerk, wo dann auch die

[52:02] Definitionen so drinstehen, wie sie in den Prüfungen immer akzeptiert werden. Vielleicht

[52:07] sogar erwartet werden teilweise. Und ich sage meinen Azubis immer, wenn ihr irgendwelche Sachen

[52:10] recherchiert, die ihr noch nicht kennt, dann guckt zuerst da rein und macht euch einen Überblick

[52:15] und guckt dann im Internet. Denn wenn man es andersrum macht, man kann als Azubi vielleicht

[52:19] schwer bewerten, ob das, was man im Internet da findet, jetzt eigentlich richtig ist oder nicht.

[52:22] Vielleicht hat das eine andere Art Azubi aufgenommen, der die Hälfte der Fachbegriffe

[52:26] durcheinandergebracht hat. Keine Ahnung. Deswegen bitte erst mit offiziellen Quellen lernen. Und

[52:30] da finde ich dieses IT-Handbuch immer noch sehr, sehr gut. Das gibt es schon seit 20 Jahren. Das

[52:35] durfte man früher mit in die Prüfung nehmen sogar. Jetzt seit einigen Jahren nicht mehr und

[52:38] für neue Abschlussprüfungen sowieso nicht mehr. Aber es ist immer noch das Standardwerk, wo einfach

[52:42] viele, ja ganz wichtig, korrekte Beschreibungen drin sind. Das ist nichts, was man von vorn bis

[52:47] hinten durchliest, weil das sehr stichpunktartig ist und kurz und knapp. Aber es ist halt immer

[52:52] korrekt. Und deswegen fange ich immer damit an, wenn ich Sachen recherchiere, die ich vielleicht

[52:56] selber auch nicht weiß. Und das empfehle ich eben auch meinen Azubis. Also von daher, wenn du jetzt

[53:00] irgendwo im Ausbildungsrahmenplan findest, ich muss jetzt mir mal Scrum angucken, dann wäre meine

[53:05] Empfehlung, dann guck doch vielleicht zuerst mal in dieses IT-Handbuch, lese dir das kurz durch und

[53:09] wenn du dann was noch nicht verstanden hast, dann recherchiere das weiter, guck dir ein anderes Buch

[53:12] an, frag den Ausbilder, wie auch immer. Und in diesem IT-Handbuch findet man auch wirklich viele,

[53:18] viele Inhalte, die jetzt in Prüfung Teil 1 abgefragt werden, weil sind halt eben nicht nur

[53:22] die Technik-Sachen drin, sondern auch die Kaufmenschen und die Projektmenschen mit Sachen. Von

[53:26] daher auch hier in meinen Shownotes findest du Tipps für die konkreten Kapitel, wo du die Inhalte,

[53:30] die du lernen musst, in diesem IT-Handbuch wieder findest. Und zu guter Letzt gibt es noch eine

[53:37] Leseempfehlung für die Prüfungsvorbereitung und zwar das IT-Handbuch für Fachinformatiker. Ich

[53:42] finde es immer ganz blöd, dass diese beiden Bücher gleich heißen, nämlich IT-Handbuch. Jetzt meine

[53:46] ich aber dieses dicke Fette von Sascha Kersken mit 1500 Seiten, was ich sowieso jedem Azubi in den

[53:51] IT-Berufen immer empfehle, weil da einfach so viel Geballt drinsteht und auch gut erklärt wird. Aber

[53:56] auch hier gibt es einige Kapitel, die man den Prüfungsinhalten von Teil 1 zuordnen kann. Vorweg

[54:01] gesagt, die meisten Inhalte passen dafür nicht. Die passen eher zu Teil 2, weil da sind dann eher

[54:06] die technischen Sachen drin. Im IT-Handbuch von Sascha Kersken findest du keine Kaufmenschen-Inhalte,

[54:11] weil der ist ITler, der will programmieren, Netzwerke, Betriebssysteme, sowas vermitteln.

[54:15] Das ist ja auch wichtig und gut, solltest du auch in den drei Jahren der Ausbildung lernen. Aber es

[54:20] gibt halt eben wenig konkrete Inhalte für Teil 1 der Prüfung, die du aus diesem Buch entnehmen

[54:24] kannst. Aber wo ich der Meinung bin, dass das doch gut passt, habe ich das in den Shownotes den

[54:29] entsprechenden Inhalten zugeordnet. Das heißt, auch da wirst du ein paar Hinweise finden, welche

[54:34] Kapitel du dir vielleicht eher mal angucken solltest. Also fang vielleicht nicht mit Kapitel

[54:39] was auch immer an Software Engineering. Das ist vielleicht noch nicht ganz so interessant für Teil

[54:43] 1 der Abschlussprüfung. Aber sowas wie das Kapitel Hardware, ja, da kann man durchaus reingucken,

[54:47] um sich für die Prüfung Teil 1 vorzubereiten. Gut, also kurz zusammengefasst. Was darf auf gar

[54:52] keinen Fall fehlen auf deinem Nachttisch für die Prüfungsvorbereitung? Das wäre einmal eben

[54:57] dieses Schulbuch Grundstufe Lernfelder 1 bis 5, eventuell bald ergänzt um die weiteren Lernfelder.

[55:02] Dann habe ich das gute alte IT-Handbuch aus dem Westermann Verlag und das IT-Handbuch für

[55:07] FachinformatikerInnen von Sascha Kersten. Und ja, ganz allgemein eben noch die Umsetzungshilfen für

[55:12] die IT-Berufe, um überhaupt die konkreten Inhalte mal aufzulisten, die du überhaupt lernen musst.

[55:17] Aber wie gesagt, da drin wird nichts erklärt, da drin wird einfach nur aufgelistet. Aber diese,

[55:21] wie viel waren es jetzt? Vier Bücher würde ich dir dringend empfehlen für die Abschlussprüfung.

[55:25] Und sollte es möglich sein, natürlich immer noch mal wieder in Erinnerung, guck dir die alten

[55:30] Prüfungen an. Was Besseres gibt es eigentlich nicht für die Prüfungsvorbereitung. So,

[55:34] damit wären wir jetzt für heute durch. Eine Stunde lang über die neue Prüfung gesprochen. Ich glaube,

[55:38] das war aber auch dringend mal notwendig. Ich glaube, viele Prüflinge machen sich gerade

[55:41] aktuell Gedanken, wie sie sich am besten vorbereiten können. Und das wird auch in

[55:44] den nächsten Jahren natürlich immer wieder so sein. Weil die Prüfung ist halt, bleibt wichtig

[55:48] und wird jedes Jahr wieder kommen. Von daher habe ich mir auch die Zeit genommen, intensiv

[55:52] darüber zu sprechen und auch konkrete Tipps zu geben, wie du dich vorbereiten kannst. Ich hoffe,

[55:56] es war ein bisschen was für dich dabei. Ich würde mich freuen, wenn du dir die Shownotes anguckst,

[56:00] weil da habe ich wirklich Arbeit reingesteckt. Die findest du unter itberufepodcast.de

[56:04] slash 168 für die heutige 168. Episode. Und natürlich mein Newsletter, ich erwähne es noch

[56:12] mal, wo du individuell auch für die Prüfung Inhalte von mir dann bekommst für die Vorbereitung

[56:16] unter itberufepodcast.de slash Newsletter. Kannst du dich auch eintragen. Alle Links,

[56:23] alle Bücher, alle Inhalte, wie gesagt, findest du auf der Website. Guck in die Shownotes rein,

[56:27] nutz das. Ich habe mir die ganze Arbeit schon für dich gemacht. Du musst dir das nicht mühsam

[56:31] zusammen glauben. Dafür mache ich das Ganze hier. Also itberufepodcast.de slash 168. Da

[56:37] findest du wirklich eine Riesenliste mit den Literaturempfehlungen konkret für jedes Thema

[56:41] zugeordnet. Also ich glaube, besser geht es nicht. Schau da unbedingt mal rein,

[56:45] würde ich dir empfehlen. Und damit mache ich für heute auch Schluss. Ich sage vielen Dank

[56:49] fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal. Tschüß!

Teil 1 der gestreckten Abschlussprüfung

Prüfungsvorbereitung auf Teil 1 der gestreckten Abschlussprüfung der IT-Berufe (Teil 2) – IT-Berufe-Podcast #171 Rückblick auf Teil 1 der gestreckten Abschlussprüfung im Frühjahr 2022 – IT-Berufe-Podcast #174
Polyglot Clean Code Developer
About the Author
Ausbildungsleiter für Fachinformatiker:innen Anwendungsentwicklung, IHK-Prüfer und ehemaliger Hochschuldozent für Programmierung und Software-Engineering.

35 comments on “Prüfungsvorbereitung auf Teil 1 der gestreckten Abschlussprüfung der IT-Berufe – IT-Berufe-Podcast #168”

  1. achiM K. sagt:

    Aloa,

    der Tipp, sich auf GA2 zu konzentrieren hat mir sehr weitergeholfen. Außerdem habe ich die Sachen weggelassen, die m.E. von einem Kaufmann für xy nicht unbedingt zu erwarten sind (Elektrotechnik, ISO-OSI, …).
    Ich kann nicht beurteilen, ob das nun Glück war, daß das auch nicht dran kam. Aber die Prüfung in der vergangenen Woche hat da ziemlich gut gepasst.

    Danke für diese umfangreichen Hilfestellungen und Grüße nach Oldenburg…

  2. Stefan Macke sagt:

    Hallo achiM, danke für das Feedback! Freut mich, dass ich helfen konnte! Ich drücke dir die Daumen für die Benotung! 😉

  3. Chris sagt:

    Gibt es denn in der Zwischenzeit mehr Information zum Format/Inhalt der AP Teil 1? Können Handlungsschritte auch wieder gestrichen werden? Irgendwie ist diese gesamte gestreckte Abschlussprüfung ein schwarzes Loch zu dem niemand etwas sagen kann/will.

    Vielen Dank deshalb auch an diese Stoffsammlung, das ist wenigstens ein guter Anhaltspunkt.

  4. Stefan Macke sagt:

    Hallo Chris, nächsten Montag erscheint meine neue Podcast-Episode mit Details zur ersten GAP Teil 1. Darin beantworte ich u.a. deine obigen Fragen.

  5. Michael sagt:

    Hallo Stefan, was ist mit 6c, d und e? Hat das eine Bedeutung das du diese nicht mit aufgeführt hast?

    Auch von mir ein großes Dankeschön…

  6. Stefan Macke sagt:

    Hallo Michael, das liegt daran, dass die Punkte nicht relevant für Teil 1 der Prüfung sind. Es werden nur die Teile abgefragt, die im Ausbildungsrahmenplan für die ersten 18 Monate der Ausbildung vorgesehen sind. Und 6c-e sind für den zweiten Teil der Ausbildung eingeplant.

  7. Steffen sagt:

    Hallo, vielen Dank für die ausführliche Darstellung! Ich bin etwas verunsichert, da in dem zuletzt erschienenen IHK Prüfungskatalog anderweitige Themenbereiche dargestellt werden und ich nun nicht weiß, auf welche Quelle ich mich beziehen soll, da ich meine Lernzettel anhand den o.g. Punkten angefertigt habe. Mir ist beim Durchsehen des IHK-Katalogs aufgefallen, dass Themen, welche ich aufgearbeitet habe, nicht dort vorkommen und wiederum Themen, welche ich nicht bearbeitet habe im IHK-Katalog stehen.
    Besten Dank für die Antwort!

  8. Stefan Macke sagt:

    Hallo Steffen, welchen „Katalog“ meints du denn? Hast du vielleicht einen Link?

  9. Lukas Werner sagt:

    Hallo Stefan,
    ich bin etwas verunsichert da bei dir steht: „grundlegende IT-Themen wie Netzwerke, VPN, RAID oder Backups sollen zwar laut Ausbildungsrahmenplan bereits im 1. Ausbildungsjahr vermittelt werden, sind aber nicht prüfungsrelevant.“
    Nun kam RAID allerdings in der ersten Prüfung dran. Sollte man sich die Themen nochmal genauestens anschauen oder reicht ein grober Überblick?

    Liebe Grüße

  10. Test1234 sagt:

    Hab eine frage.
    Ich muss meine prüfung im März schreiben mit der neuen verordnung (Informatik).
    Einige haben es verkürzt und haben es im herbst 2021 geschrieben.
    Meine frage: Ist es so das die IHK mir die gleichen Aufgaben gibt wie die Leute, die verkürzt haben?

    Und darf man in der Teil 1 ne 6 schreiben. Ich schreibe die im März

  11. Stefan Macke sagt:

    Hallo Lukas, nein ein grober Überblick reicht leider nicht. Die genannten Themen musst du dir unbedingt anschauen. Ich arbeite gerade an einer Themenübersicht für Teil 1 der Prüfung. Da wird das auch nochmal deutlich.

  12. Stefan Macke sagt:

    Hallo Test1234, nein, die Prüfungen sind nicht dieselben. Du bekommst komplett neue Aufgaben. Und zum „Durchfallen“ findest du eigentlich alle Aussagen im Podcast.

  13. Steffen sagt:

    Hallo, hier ist der Link zum IHK-Prüfungskatalog.

  14. Ruso sagt:

    Hallo Stephan, kannst du bitte ein bisschen schneller sprechen ?

  15. Stefan Macke sagt:

    Moin Ruso,

    oh, so eine Frage hatte ich noch nie! Es ging eher in die Richtung, dass ich langsamer sprechen soll.

    Du weißt aber, dass du in vielen Podcatchern die Geschwindigkeit hoch- und runterregeln kannst, oder? So mache ich das auch. Denn ich spreche halt so und werde mich jetzt nicht umtrainieren.

    Viele Grüße!
    Stefan

  16. Me sagt:

    Kommen diese Themen auch in Baden-Württemberg dran, oder hat es eine eigene Prüfung?

  17. Abdolrahim Ghahramani sagt:

    Hallo Stefan, ich freue mich, dass du kennenzulernen. Du erklärst sehr gut.
    Vielen Dank für deine Mühe.
    Kannst du mir vielleicht bitte deine Website Adresse per E-Mail zu schicken?
    Ich habe es nicht gefunden.

    LG, Rahim

  18. Stefan Macke sagt:

    Hallo Me, das kann ich dir leider nicht sagen. Was ich bisher gehört habe ist, dass BaWü leider weiterhin eigene Prüfungen hat.

  19. Stefan Macke sagt:

    Hallo Rahim, ich weiß leider nicht, welche Adresse du meinst.

  20. Hallo123 sagt:

    Hey Stefan,
    erstmal danke für die HILFE.
    Ich habe echt sehr starke Probleme hier klarzukommen weil ich viel zu spät angefangen habe zu lernen können wir eben kurz schnacken.

  21. Jonah sagt:

    Hi,
    ist eigentlich irgendwas bekannt, wie mit großen Zahlen umgegangen werden soll?
    Ich habe hier Beispielweise die Aufgabe 1,5 TiB in MB umzurechnen.
    Dabei würde ich ja zu erst 1,51024^4 rechnen. Dabei käme dann 1.649.267.441.664 raus. Soviele Stellen unterstützt mein Taschenrechner aber nicht und zeigt nur 1,64926744210^12 an. Damit weiter zu rechnen wäre ja eigentlich „ungenau“. Einfach das im Taschenrechner gespeicherte (aber nicht angezeigte) genaue Ergebnis zum weiteren Berechnen zu verwenden ist laut dem 9. Bearbeitungshinweis (siehe AP1 Herbst 2021) ja auch nicht erlaubt.
    Wie ist da am besten zu verfahren?

    Zudem: Zu Nachkommastellen ist leider auch nichts angegeben. Habe ich da freie Wahl?

  22. Stefan Macke sagt:

    Hallo Jonah, da habe ich eine ganz verrückte Idee: Verwende einen vernünftigen Taschenrechner!

  23. Jonas Randecker sagt:

    Hallo,

    gibt es Infos wie die Prüfung in BW aussieht, also was da der Inhalt ist und wie die Prüfung von der Schwierigkeitsgrad her war?

    Viele Grüße
    Randecker

  24. Stefan Macke sagt:

    Hallo Jonas, nein, leider noch nicht. BaWü macht wieder sein eigenes Ding. Ich würde an deiner Stelle mal im Forum schauen, ob es schon Threads dazu gibt.

  25. Gerd sagt:

    Und dieses Mal kam das ganze Netzwerk und Fisi Zeugs dran. Damit hatte wirklich kaum einer gerechnet. Würde mich auch nicht überraschen wenn das nächste mal nur Fiae Zeugs drankäme, bzw. das rein Kaufmännische. DIE IHK möchte dich da wohl nicht so festlegen lassen.

  26. Stefan Macke sagt:

    Hallo Gerd, ja, die Prüfungsthemen sind halt immer eine Überraschung…

  27. Maid sagt:

    Amazon Rezensionen decken sich nicht mit deinen Aussagen

    Hallo Stefan,
    ich habe ein Verständnisproblem mit deiner Literaturempfehlung. Egal auf welchen Literaturlink ich klicke, man sieht nur schlechte Rezensionen zu den Büchern.

    Es wird von „dieses Buch bringt keinen Mehrwert“ und „diese Bücher enthalten logische Fehler und in sich widersprüchliche Antworten“ gesprochen. Es geht schon so weit, dass diese Bücher, so in den Rezensionen, in der Berufsschule benutzt werden und es zu ständigen Diskussionen über die Aufgabenstellungen kommt.Ich habe meine Teil 1 Prüfung im Herbst, kannst du bitte zu diesen Rezensionen etwas sagen?Du schreibst davon wie gut erklärt die Literatur ist und alle anderen schreiben, dass sie es nicht sind.Ich denke ich werde diese Bücher trotzdem erwerben und mir ein persönliches Bild dazu machen.

    Es wäre toll eine Meinung dazu von dir zu lesen.

    Viele Grüße
    Maid

  28. Stefan Macke sagt:

    Hallo Maid, das Problem ist, dass du aktuell leider keine „bessere“ Literatur finden wirst. Meine Empfehlung ist nicht „absolut“ zu sehen, sondern relativ. Das IT-Handbuch ist z.B. super geschrieben und sehr lehrreich, aber es bereitet dich nicht gezielt auf die Prüfung vor. Die genannten Bücher sind aktuell die einzigen, die ich empfehlen kann. Wenn sich das in den nächsten Monaten ändern sollte, aktualisiere ich meine Empfehlungen.

  29. Nils sagt:

    Hallo Stefan,

    fehlen hier nicht noch weitere Inhalte für die Abschlussprüfung 1?
    Dieser Beitrag hier geht bis zum Punkt „7 Erbringen der Leistungen und Auftragsabschluss“, allerdings gibt es ja noch weitere Punkte die laut Rahmenlehrplan in den Raum 1.-18. Monat fallen. Beispielweise: 8 Betreiben von IT-Systemen (a,b,c,d), 10 Programmieren von Softwarelösungen (a,b) usw.

    Viele Grüße
    Nils

  30. Stefan Macke sagt:

    Nein, da fehlt nichts. Siehe FIAusbV §8:

    Teil 1 der Abschlussprüfung erstreckt sich auf 1. die im Ausbildungsrahmenplan für die ersten 18 Monate genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen nach § 4 Absatz 2 Nummer 1 bis 7 [Herv. d. Verf.]

  31. Patrick Wolfsberger sagt:

    Hey Stefan,
    Ich mache seit dem 01.01.23 eine Umschulung zum Fachinformatiker für Systemintegration, seitdem ich diese Seite entdeckt habe „verschlinge“ ich deine Podcasts quasi, deshalb wollte ich mich einfach mal für deine wirklich tolle Arbeit bedanken!

    LG Patrick

  32. Stefan Macke sagt:

    Hallo Patrick, vielen Dank für dein Feedback! Freut mich, wenn ich helfen kann!

  33. Kimi sagt:

    Hallo Stefan,
    ich verkürze meine Ausbildung um ein halbes Jahr und fange nun an, mir einen Lernplan zu erstellen.
    Deine Seite habe ich gerade entdeckt und finde die Super, vielen Dank für deine tolle Arbeit!
    Dieser Beitrag hilft mir sehr, bei meiner Lernplanerstellung. Interessieren würde es mich, ob du noch einen Beitrag zu den anderen Lernfeldern machst?
    Die Formulierungen im neuen Rahmenlernplan sind etwas grob Beschrieben 🙁

    Vielen Dank,
    LG Kimi

  34. Stefan Macke sagt:

    Hallo Kimi, ja ich werde noch weitere Episoden zu GAP1 aufnehmen. 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert